
Der Portuguese Water Dog ist ein intelligenter, anhänglicher Begleiter, bekannt für seine Athletik, Lernfreudigkeit und Liebe zum Schwimmen.
Wie das Fell des Portugiesischer Wasserhund aufgebaut ist und was das für die Pflege bedeutet.
Vorsicht: Das Fell eines Portugiesischer Wasserhund verfilzt leicht.
Feines oder langes Haar verknotet unsichtbar am Fellgrund, wo sich die Filzknoten zusammenziehen und an der Haut ziehen. Gebürstet werden muss abschnittsweise bis auf die Haut, nicht nur an der Oberfläche.
Hinweis: Ein Portugiesischer Wasserhund muss alle paar Wochen geschnitten werden.
Dieses Fell wächst immer weiter, statt auszufallen, und muss daher alle paar Wochen geschnitten werden. Lässt man es wachsen, verfilzt es dicht an der Haut und schließt Feuchtigkeit, Schmutz und Wärme ein.
Der Portugiesische Wasserhund ist ein mittelgroßer Arbeitshund aus Portugal, der für seine Athletik, Klugheit und enge Bindung an seine Familie bekannt ist.
Der Portugiesische Wasserhund stammt von der portugiesischen Atlantikküste, wo er einst an der Seite von Fischern arbeitete. Sein Körperbau ist ganz auf den Einsatz im Wasser ausgelegt: eine muskulöse Statur, Schwimmhäute zwischen den Zehen und ein einlagiges, wasserabweisendes Fell, das entweder lockig oder gewellt wächst. In seiner Haltung liegt viel Energie, dazu ein wacher, aufmerksamer Ausdruck.
Die Rasse ist verschmust und verspielt und baut zu ihrer Familie eine enge Beziehung auf. Sie lernt rasch, eine Eigenschaft, die früher beim Einholen von Ausrüstung, beim Eintreiben von Fischen in die Netze und beim Übermitteln von Nachrichten zwischen den Booten gefragt war. Diese Klugheit kommt ihm heute auch beim Training und im Hundesport zugute.
Der Portugiesische Wasserhund braucht täglich Bewegung und geistige Beschäftigung. Fehlt beides, wird er leicht unruhig. Bekommt er dagegen eine Aufgabe und genügend Zeit mit seinen Menschen, entwickelt er sich zu einem ausgeglichenen, anhänglichen Familienmitglied.
| Merkmal | Detail |
|---|---|
| Herkunft | Portugal |
| Größe | Mittelgroß |
| Lebenserwartung | 11 bis 13 Jahre |
| Gruppe/Rolle | Arbeitshund, ursprünglich Helfer der Fischer |
| Geeignet für | Familien, aktive Halter, Haushalte mit Zeit für tägliche Bewegung |
Der Portugiesische Wasserhund passt zu aktiven Menschen und Familien, die sich auf tägliches Training und regelmäßige Bewegung einlassen. Wer gern schwimmt, wandert oder Hundesport betreibt, findet in ihm einen begeisterten Partner. Für Halter, die oft und lange außer Haus sind, oder die sich einen ruhigen, genügsamen Hund wünschen, ist die Rasse dagegen weniger geeignet.
Jahrhundertelang arbeitete der Portugiesische Wasserhund an der Küste Portugals mit Fischern, wurde im 20. Jahrhundert selten und dank gezielter Zucht bewahrt.
Der Portugiesische Wasserhund kommt aus den Küstenregionen Portugals, wo er über Jahrhunderte mit Fischereibesatzungen zusammenarbeitete. Sein Kerngebiet war die Algarve im Süden des Landes, von dort aus verbreitete er sich entlang der gesamten Atlantikküste. Geschätzt wurde er vor allem dafür, dass er auch in kaltem Wasser über lange Zeit ausdauernd arbeiten konnte.
An Bord übernahm der Hund klar umrissene Aufgaben: Er trieb Fische in die Netze, holte Netze, Leinen und verlorenes Gerät aus dem Wasser und trug Nachrichten von Boot zu Boot oder zwischen Boot und Ufer. Ein Hund, der sich auf See nützlich machte, war Arbeitspartner, nicht Haustier, und die gesamte Rasse wurde von diesen Anforderungen geformt.
Mit der Umstellung auf motorisierte Boote im Lauf des 20. Jahrhunderts verloren die Hunde nach und nach ihre Aufgabe. Bis in die 1930er Jahre war die Rasse selten geworden. Der portugiesische Geschäftsmann Vasco Bensaude nahm sich ihrer an und sammelte die verbliebenen Tiere, um den Bestand wiederaufzubauen.
In den 1960er Jahren erreichte die Rasse die Vereinigten Staaten, wo das Interesse an ihrer Zucht in den folgenden Jahrzehnten wuchs. 1984 erkannte der American Kennel Club sie vollständig an. In Österreich ist der Portugiesische Wasserhund bis heute selten anzutreffen, Zucht und Registrierung reinrassiger Hunde liegen hierzulande beim Österreichischen Kynologenverband (ÖKV), dem nationalen Dachverband für Rassehunde.
Der Portugiesische Wasserhund ist kräftig und mittelgroß, mit einlagigem lockigem oder gewelltem Fell, Schwimmhäuten und athletischem, ausgewogenem Körperbau.
Der Portugiesische Wasserhund ist ein robuster, harmonisch gebauter Hund mittlerer Größe. Er ist etwas länger als hoch, hat kräftige Knochen und sichtbare Muskulatur, die seine Arbeitsvergangenheit widerspiegelt. Der Kopf ist breit, die Augen sind dunkel und rund, der Ausdruck ruhig und aufmerksam. Zwischen den Zehen liegen Schwimmhäute, eine Anpassung an das Leben im Wasser.
| Merkmal | Standard |
|---|---|
| Widerristhöhe | Rüden 50 bis 57 cm; Hündinnen 43 bis 52 cm |
| Gewicht | Rüden 19 bis 27 kg; Hündinnen 16 bis 22 kg |
| Fell | Einlagiges Fell, lockig oder gewellt, ohne Unterwolle |
| Farben | Schwarz, Weiß, Braun sowie Kombinationen aus Schwarz oder Braun mit Weiß |
| Augen | Dunkel, rund, weit auseinanderstehend |
Das Fell ist das prägendste Merkmal der Rasse. Es gibt zwei Varianten: eng gelockt oder gewellt mit leichtem Glanz. Da die Rasse keine Unterwolle hat, haart sie kaum. Das Haar wächst fortlaufend nach und muss regelmäßig geschnitten werden. Traditionell sind zwei Scheren gebräuchlich: der Löwenschnitt, bei dem Hinterhand und Fang kurz geschoren werden, und der Retriever-Schnitt, bei dem das Fell am ganzen Körper gleichmäßig lang gehalten wird. Häufige Farben sind einfarbig Schwarz, einfarbig Braun und Weiß sowie Schwarz-Weiß- oder Braun-Weiß-Muster.
Der Portugiesische Wasserhund ist verschmust, verspielt und klug, seiner Familie sehr zugetan und bei ausreichend Bewegung und Training in der Regel gesellig.
Der Portugiesische Wasserhund ist ein Hund, der die Nähe seiner Menschen sucht. Er bleibt gern in Sichtweite seiner Familie und folgt einzelnen Mitgliedern oft durchs ganze Haus. Kindern gegenüber zeigt er sich meist verspielt und geduldig, seine Energie bedeutet aber, dass kleine Kinder beim Toben beaufsichtigt werden sollten.
Fremden gegenüber ist er nach einer kurzen Kennenlernphase meist freundlich, manche Hunde bleiben anfangs zurückhaltend. Er ist wachsam und meldet Besuch zuverlässig. Frühe Sozialisierung hilft ihm, gegenüber neuen Menschen und Situationen selbstsicher und ausgeglichen zu bleiben.
Mit anderen Hunden kommt die Rasse in der Regel gut zurecht, und wenn sie gemeinsam aufwachsen, ist auch das Zusammenleben mit Katzen möglich. Der ausgeprägte Jagd- und Apportiertrieb kann bei kleineren Haustieren allerdings Interesse wecken. Der Hund lernt schnell, was im Training ein Vorteil ist, bei Unterforderung aber auch dazu führt, dass er sich selbst beschäftigt, etwa durch Kauen oder Graben. Regelmäßige Bewegung und geistige Auslastung halten ihn ausgeglichen.
| Merkmal | Bewertung |
|---|---|
| Anhänglichkeit | 5 |
| Energie | 5 |
| Trainierbarkeit | 5 |
| Bellfreudigkeit | 3 |
| Haarausfall | 1 |
Der Portugiesische Wasserhund braucht regelmäßige Fellpflege und viel tägliche Bewegung und lebt am liebsten als Wohnungshund nahe bei seiner Familie.
Das einlagige Fell wächst ständig nach und braucht laufende Pflege.
Als Arbeitshund mit viel Energie braucht die Rasse täglich ausreichend Auslauf.
Der Portugiesische Wasserhund gehört als Wohnungshund zur Familie und sollte nicht allein im Freien gehalten werden. Er kommt sowohl im Haus mit Garten als auch in einer aktiv geführten Wohnung zurecht, solange sein Bewegungsbedarf gedeckt ist. Zugang zu Wasser zum Schwimmen ist ein Plus, aber keine Voraussetzung. In Österreich mit seinem alpinen Klima und kalten Wintern liegen die Verhältnisse deutlich anders als an der milderen portugiesischen Küste, aus der die Rasse stammt; das dichte Fell schützt zwar gut, bei eisigen Temperaturen und Schnee ist trotzdem auf ausreichend Schutz zu achten. Längeres Alleinsein mag der Hund nicht und kann darauf mit destruktivem Verhalten reagieren.
Der Portugiesische Wasserhund braucht ein vollwertiges Futter passend zu seinem Aktivitätslevel, aufgeteilt auf zwei Mahlzeiten täglich für gleichmäßige Energie.
Der Portugiesische Wasserhund braucht ein vollwertiges, ausgewogenes Futter, das auf seine Größe und sein hohes Aktivitätsniveau abgestimmt ist. Wählen Sie Futter für die passende Lebensphase mit hochwertigem Eiweiß zum Muskelaufbau. Arbeitsfreudige Hunde dieser Rasse brauchen mitunter mehr Kalorien als weniger aktive Artgenossen, die Portionen sollten aber trotzdem abgemessen werden, um Übergewicht zu vermeiden. Die Tagesration auf zwei Mahlzeiten aufzuteilen, hält die Energie gleichmäßiger und senkt das Risiko einer Magendrehung, die bei einer einzigen großen Mahlzeit eher auftritt.
| Lebensphase | Menge pro Tag | Mahlzeiten |
|---|---|---|
| Welpe (2 bis 6 Monate) | Laut Futteretikett, auf mehrere Mahlzeiten aufgeteilt | 3 bis 4 |
| Junghund (6 bis 12 Monate) | Laut Futteretikett, dem Wachstum angepasst | 2 bis 3 |
| Erwachsener Hund | Etwa 2 bis 3 Tassen Trockenfutter | 2 |
| Senior | Reduziert entsprechend der geringeren Aktivität | 2 |
Leckerli sollten höchstens rund 10 Prozent der Tageskalorien ausmachen, damit die Hauptration ausgewogen bleibt. Kleine, fettarme Leckerli eignen sich gut als Trainingsbelohnung, da dieser futterfreudige Hund darauf gut anspricht. Bei einer vollwertigen Fertignahrung braucht ein Hund in der Regel keine zusätzlichen Präparate. Nahrungsergänzung für Gelenke, Haut oder mit Omega-Fettsäuren am besten vorher mit dem Tierarzt oder der Tierärztin besprechen, und immer frisches Wasser bereitstellen, besonders nach dem Schwimmen und nach dem Training.
Der Portugiesische Wasserhund ist meist robust und wird 11 bis 13 Jahre alt, kann aber einige erbliche Erkrankungen tragen, auf die verantwortungsvolle Züchter testen.
Der Portugiesische Wasserhund gilt als robuste, gesunde Rasse mit einer Lebenserwartung von 11 bis 13 Jahren. Wie bei jeder reinrassigen Hunderasse treten auch bei ihm bestimmte erbliche Erkrankungen häufiger auf, seriöse Züchter testen ihre Zuchttiere deshalb gezielt darauf. Ein Welpe von einem Züchter oder einer Züchterin zu kaufen, der oder die auf bekannte Erkrankungen untersucht, ist einer der wichtigsten Schritte zu einem gesunden Hund.
| Erkrankung | Anzeichen | Hinweis |
|---|---|---|
| Hüftdysplasie | Steifheit, Lahmheit, Mühe beim Aufstehen | Erbliche Fehlbildung des Gelenks; Züchter lassen die Hüften röntgen |
| Progressive Retinaatrophie | Nachtblindheit, allmähliche Erblindung | Erbliche Augenerkrankung; DNA-Tests verfügbar |
| GM1-Gangliosidose | Neurologischer Abbau bei jungen Welpen | Tödliche Erbkrankheit; Träger lassen sich per DNA-Test feststellen |
| Juvenile dilatative Kardiomyopathie | Plötzlicher Tod bei jungen Welpen | Betrifft das Herz schon früh im Leben; Gentest verfügbar |
| Morbus Addison (Nebenniereninsuffizienz) | Mattigkeit, Erbrechen, Gewichtsverlust | Hormonelle Erkrankung; mit Behandlung gut beherrschbar |
Der Portugiesische Wasserhund ist sehr klug und lernwillig, spricht gut auf konsequentes, belohnungsbasiertes Training an und profitiert von früher Sozialisierung.
Der Portugiesische Wasserhund zählt zu den leichter erziehbaren Rassen. Er ist klug, aufmerksam und arbeitet gern mit seinem Menschen zusammen, das macht ihn schnell im Erlernen von Kommandos und geeignet für Obedience, Agility und Wasserarbeit. Diese Klugheit hat aber auch eine Kehrseite: Ein unterforderter Hund sucht sich selbst Beschäftigung, das Training sollte deshalb regelmäßig und abwechslungsreich sein. Kurze, spannende Einheiten halten seine Aufmerksamkeit, und wer früh mit der Sozialisierung beginnt, bekommt einen Hund, der Menschen, anderen Tieren und neuen Orten selbstbewusst begegnet.
Verantwortungsvolle Zucht des Portugiesischen Wasserhunds setzt auf gesundheitsgetestete Elterntiere, mit im Schnitt sieben Welpen nach rund zwei Monaten Trächtigkeit.
Angesichts der erblichen Erkrankungen, die bei der Rasse vorkommen, sollte die Zucht des Portugiesischen Wasserhunds mit Bedacht und ausschließlich mit gesundheitsgetesteten Elterntieren erfolgen. Die Geschlechtsreife tritt schon im ersten Lebensjahr ein, verantwortungsvolle Züchter warten aber, bis die Hunde auch körperlich und im Wesen ausgereift sind und alle Gesundheitschecks für Hüften, Augen und genetische Erkrankungen vorliegen. Hündinnen werden in der Regel frühestens mit rund zwei Jahren gedeckt.
Die Trächtigkeit dauert ab der Befruchtung ungefähr 63 Tage. Ein Wurf umfasst im Schnitt etwa sieben Welpen, die tatsächliche Zahl schwankt aber. Die Hündin wirft und versorgt den Wurf meist ohne viel Eingreifen von außen, Züchter sollten die Geburt und die ersten Lebenswochen trotzdem aufmerksam begleiten. Weil GM1-Gangliosidose und die juvenile dilatative Kardiomyopathie schon sehr junge Welpen betreffen können, ist ein DNA-Test der Zuchttiere wichtig, um zu verhindern, dass zwei Träger miteinander verpaart werden.
Die Welpen bleiben mindestens acht Wochen bei der Mutter und den Wurfgeschwistern, diese Zeit ist wichtig für die soziale Entwicklung. Frühes Handling und behutsamer Kontakt mit neuen Eindrücken und Geräuschen fördern ausgeglichene, selbstsichere Hunde. Interessenten sollten sich auf ein Auswahlgespräch und eine Warteliste einstellen, da die Rasse nicht häufig gezüchtet wird.
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Geschlechtsreife | Etwa 6 bis 12 Monate |
| Empfohlenes Zuchtalter (Hündin) | Ab etwa 2 Jahren |
| Trächtigkeit | Rund 63 Tage |
| Durchschnittliche Wurfgröße | Rund 7 Welpen |
| Absetzalter | Etwa 6 bis 8 Wochen |
| Frühestes Abgabealter | Ab 8 Wochen |
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Häufige Fragen zum Portugiesischen Wasserhund betreffen Größe, Wesen, Fellpflege, Lebenserwartung, Eignung und Verfügbarkeit.
Er ist mittelgroß. Rüden erreichen etwa 50 bis 57 cm Schulterhöhe und wiegen 19 bis 27 kg, Hündinnen sind mit etwa 43 bis 52 cm und 16 bis 22 kg etwas kleiner.
Er ist verschmust, verspielt, klug und energiegeladen. Er bindet sich eng an seine Familie, ist Fremden gegenüber nach dem Kennenlernen meist freundlich und braucht täglich Bewegung und Gesellschaft, um zufrieden zu sein.
Der Aufwand ist mittel bis hoch. Das Fell muss mehrmals wöchentlich gebürstet und alle vier bis sechs Wochen geschnitten werden, außerdem braucht der Hund täglich mindestens eine Stunde intensive Bewegung. Er passt eher zu aktiven Haltern als zu Einsteigern oder ruhigen Haushalten.
Die typische Lebenserwartung liegt bei 11 bis 13 Jahren. Gute Ernährung, regelmäßige tierärztliche Betreuung und ein Welpe von einem gesundheitstestenden Züchter tragen zu einem langen Leben bei.
Einen völlig hypoallergenen Hund gibt es nicht, aber die Rasse hat ein einlagiges Fell ohne Unterwolle und haart nur wenig, was manche Allergiker besser vertragen. Vor der Anschaffung Zeit mit der Rasse verbringen, um das selbst zu prüfen.
Für aktive Familien ja. Sie sind verspielt und geduldig mit Kindern und verträglich mit anderen Hunden, sofern sie genug Bewegung und Training bekommen. Bei kleinen Kindern sollte das Spiel wegen der Energie des Hundes beaufsichtigt werden.
Die Rasse ist eher selten. Bei einem seriösen Züchter sind ein Auswahlgespräch und möglicherweise eine Warteliste zu erwarten, auch rassespezifische Vermittlungsstellen sind eine Option.