
Der Porcelaine ist ein sanfter, eleganter französischer Schweißhund, bekannt für sein feines Erscheinungsbild und seine wohlklingende Stimme auf der Jagd.
Wie das Fell des Porcelaine aufgebaut ist und was das für die Pflege bedeutet.
Die Porcelaine ist eine mittelgroße französische Bracke für die Meutejagd, bekannt für ihr sanftes Wesen, das weiße Fell und die klangvolle Stimme im Feld.
Die Porcelaine ist eine mittelgroße Bracke aus Frankreich, gezüchtet für das Waidwerk in der Meute über unwegsames Gelände. Der Name verweist auf das glatte, weiße Fell, das bei gutem Licht einen porzellanartigen Glanz zeigt. Sie zählt zu den ältesten französischen Laufhundrassen, die heute noch aktiv im Einsatz stehen.
Vom Wesen her ist die Porcelaine freundlich, sanft und gesellig. Sie wurde dafür gezüchtet, mit anderen Hunden und ihren Führern zusammenzuarbeiten, daher verträgt sie Gesellschaft gut und zeigt sich Menschen gegenüber kaum aggressiv. Auf der Fährte ist sie wach und lebhaft, mit einer klaren, melodischen Stimme, an der Jäger die Meute im dichten Gelände erkennen.
Abseits der Arbeit ist die Rasse zu Hause ausgeglichen und anhänglich, behält aber die Ausdauer und die feine Nase eines Arbeitshundes. Halter, die täglich für Bewegung und einen sicher eingezäunten Auslauf sorgen können, kommen mit diesem Hund am besten zurecht.
| Merkmal | Detail |
|---|---|
| Herkunft | Frankreich |
| Größe | Mittelgroß |
| Lebenserwartung | 12 bis 13 Jahre |
| Gruppe / Aufgabe | Bracke, Meute- und Niederwildjagd |
| Verträglichkeit | Andere Hunde, Familien, ältere Kinder |
Die Porcelaine passt zu aktiven Haushalten und Jägern, die sich eine gesellige Bracke mit feiner Nase wünschen. Am besten kommt sie bei Menschen zurecht, die lange tägliche Spaziergänge oder Feldarbeit bieten können, dazu ein sicher eingezäuntes Grundstück, denn eine Witterung in der Luft kann den Hund sofort in den Fährtenmodus versetzen. Für ein Leben in der Stadtwohnung oder bei Haltern, die oft lange abwesend sind, eignet sie sich weniger.
Die Porcelaine geht auf Bracken aus Ostfrankreich und der französisch-schweizerischen Grenzregion zurück, wurde nach einem beinahe vollständigen Verschwinden um die Französische Revolution wieder aufgebaut und zählt zu den älteren französischen Laufhundrassen.
Die Porcelaine entstand in Ostfrankreich, in der Region nahe der Grenze zur Schweiz. Sie wird mit der Franche-Comté in Verbindung gebracht und ist seit Langem mit der Meutejagd auf Hasen und anderes Niederwild in dieser Gegend verknüpft.
Die Rasse gilt allgemein als Nachfahrin älterer französischer Bracken, wobei manche Quellen den Einfluss regionaler Meutehunde sowie von Hunden aus Abteien und Gutshöfen der Gegend erwähnen. Ihr glattes, weißes Fell und der feine Körperbau unterscheiden sie von schwereren französischen Laufhundtypen.
Wie viele europäische Jagdhunderassen erlitt die Porcelaine rund um die Zeit der Französischen Revolution und die darauffolgenden Wirren schwere Verluste, der Bestand schrumpfte deutlich. Züchter des neunzehnten Jahrhunderts bauten den Typ aus dem verbliebenen Bestand wieder auf, und der Hund erholte sich als Arbeitshund.
Heute bleibt die Porcelaine außerhalb Frankreichs und der angrenzenden Gebiete selten. In Österreich zählt sie nicht zu den beim Österreichischen Kynologenverband (ÖKV) häufig gemeldeten Rassen, anders als heimische Bracken wie die Brandlbracke oder die Tiroler Bracke; ihre Anerkennung läuft über den internationalen Dachverband FCI, dem der ÖKV angehört. Gehalten wird sie vor allem von Jägern, die ihre Nase und Stimme schätzen, und sie gilt als eigenständige französische Bracke.
Die Porcelaine ist eine feingliedrige, mittelgroße Bracke mit kurzem, glänzendem weißem Fell, meist mit orangen Abzeichen, langen Hängeohren und einer eleganten, ausgewogenen Linie.
Die Porcelaine ist eine edle, mittelgroße Bracke mit leichtem, sportlichem Körperbau. Der Gesamteindruck ist eher elegant als wuchtig: klare Linien, ein gerader Rücken und lange Läufe, die für weite Strecken gebaut sind. Der Kopf ist eher schmal mit langem Fang, die Ohren sind lang, dünn und liegen in Falten eng an den Wangen an.
| Merkmal | Standard |
|---|---|
| Widerristhöhe | Etwa 53 bis 58 cm |
| Gewicht | Rund 25 bis 28 kg |
| Fell | Kurz, fein, glatt und glänzend |
| Farben | Weiß, meist mit orangen Abzeichen, häufig an den Ohren |
| Augen | Dunkel, mit sanftem Ausdruck |
Das Fell liegt kurz und glatt an, mit einer reinweißen Grundfarbe, die der Rasse ihren Namen gibt. Die meisten Hunde tragen orange oder zitronenfarbene Abzeichen, die häufig an den Ohren und in Flecken über den Körper verteilt vorkommen. Die dünne Haut zeigt unter dem weißen Haar mitunter gesprenkelte oder getupfte Stellen. Das Fell ist pflegeleicht und braucht kaum mehr als regelmäßiges Bürsten, um glatt zu bleiben.
Die Porcelaine ist freundlich, sanft und gesellig zu Menschen und anderen Hunden, dabei bleibt sie wach und aktiv mit dem ausgeprägten Fährtentrieb einer Arbeitsbracke.
Die Porcelaine besitzt das ausgeglichene, gutmütige Wesen, das man von einem Meutehund erwartet. Sie ist zu ihrer Familie freundlich und sanft und begegnet Besuchern meist offen. Als Wachhund taugt sie deshalb wenig, als Begleiter ist sie umso angenehmer. Da sie für die Jagd in der Gruppe gezüchtet wurde, ist sie gesellig zu anderen Hunden und findet sich in einem Mehrhundehaushalt meist gut zurecht.
Kindern gegenüber zeigt sich die Rasse geduldig und tolerant, bei sehr kleinen Kindern empfiehlt sich dennoch etwas Aufsicht wegen ihrer Energie. Bei Kleintieren sieht die Sache anders aus: Diese Bracke hat einen ausgeprägten Jagdtrieb, daher können Katzen und kleine Tiere gejagt werden, sofern der Hund nicht von klein auf mit ihnen aufwächst und sorgfältig geführt wird.
Die Porcelaine ist wach und lebhaft, am glücklichsten mit einer Aufgabe oder einem langen Spaziergang. Ohne Beschäftigung wird eine Bracke leicht laut oder unruhig, und die Rasse folgt einer interessanten Witterung notfalls über weite Strecken. Tägliche Bewegung und Beschäftigung halten sie im Haus ruhig und zufrieden.
| Eigenschaft | Bewertung |
|---|---|
| Anhänglichkeit | 4 |
| Energie | 4 |
| Erziehbarkeit | 3 |
| Lautfreude | 4 |
| Fellwechsel | 2 |
Die Fellpflege der Porcelaine ist unaufwendig, doch sie braucht viel tägliche Bewegung und eine sicher eingezäunte Umgebung, um Ausdauer und Spürnase auszulasten.
Am wohlsten fühlt sich die Porcelaine in einem Zuhause mit sicher eingezäuntem Garten und Platz für Auslauf. Für Wohnungen oder lange Stunden allein ist sie wenig geeignet, dort können Energie und Stimme rasch zum Problem werden. Kühles bis gemäßigtes Klima kommt der Rasse entgegen; in den kalten Wintern hierzulande bietet das dünne Fell nur wenig Schutz, ein warmer Rückzugsort im Haus ist daher wichtig.
Als aktive mittelgroße Bracke braucht die Porcelaine eine ausgewogene, an ihr Pensum angepasste Ernährung, aufgeteilt auf zwei Mahlzeiten für Energie und gesundes Gewicht.
Die Porcelaine ist ein aktiver, mittelgroßer Hund und braucht ein vollwertiges, ausgewogenes Futter, das ihrem Energieverbrauch entspricht. Arbeits- und Jagdhunde brauchen während der Saison mehr Kalorien als in der ruhigeren Zeit, die Portionen sollten daher an Aktivität und Körperzustand angepasst werden, statt das ganze Jahr über gleich zu bleiben. Ein hochwertiges Futter, das zur Lebensphase des Hundes passt, ist die Grundlage.
| Lebensphase | Menge pro Tag | Mahlzeiten |
|---|---|---|
| Welpe (2 bis 6 Monate) | Laut Welpenfutter-Richtlinie, nach Gewicht | 3 bis 4 |
| Erwachsen (aktiv) | Etwa 250 bis 350 g hochwertiges Trockenfutter | 2 |
| Senior / weniger aktiv | Verringerte Portion zum Halten des Gewichts | 2 |
Leckerlis nur in Maßen geben und in die Tagesmenge einrechnen, um Übergewicht zu vermeiden. Die meisten Porcelaines brauchen bei vollwertiger Fütterung keine zusätzlichen Präparate; vor Gelenk- oder anderen Nahrungsergänzungsmitteln sollte eine Tierärztin oder ein Tierarzt befragt werden, besonders bei Arbeits- oder älteren Hunden. Frisches Wasser sollte jederzeit verfügbar sein, vor allem nach der Bewegung.
Die Porcelaine gilt als robuste Rasse mit einer typischen Lebenserwartung von 12 bis 13 Jahren; Ohrenentzündungen und Gelenkprobleme sind die wichtigsten Punkte, auf die zu achten ist.
Die Porcelaine ist im Allgemeinen eine gesunde, robuste Bracke mit wenigen rassetypischen Problemen, begünstigt durch ihre Arbeitsherkunft und ihre bescheidene Verbreitung. Die typische Lebenserwartung liegt bei 12 bis 13 Jahren. Wie bei jeder Rasse tragen verantwortungsvolle Pflege und regelmäßige tierärztliche Kontrollen zu einem langen, beschwerdefreien Leben bei.
| Erkrankung | Anzeichen | Hinweis |
|---|---|---|
| Ohrenentzündungen | Kopfschütteln, Geruch, Kratzen an den Ohren | Die langen, gefalteten Ohren stauen Feuchtigkeit; regelmäßig reinigen und kontrollieren |
| Hüftgelenksdysplasie | Steifheit, Hinken, Unlust bei Bewegung | Gelenkerkrankung, die bei vielen aktiven Rassen vorkommt |
| Kleinere Verletzungen und Zerrungen | Hinken, Schmerzempfindlichkeit nach der Feldarbeit | Häufig bei Arbeitsbracken; Pfoten und Läufe nach dem Einsatz kontrollieren |
Die Porcelaine ist klug und arbeitswillig, aber wie die meisten Bracken eigenständig, daher zählen konsequentes, belohnungsbasiertes Training und früher Rückrufaufbau am meisten.
Die Porcelaine ist klug und lernwillig, hat aber den eigenständigen Zug, der Bracken gemeinsam ist. Sobald eine Witterung übernimmt, wird das Training auf die Probe gestellt, weshalb Halter Geduld und Konsequenz brauchen. Auf belohnungsbasierte Methoden reagiert die Rasse deutlich besser als auf harte Korrekturen, und kurze, abwechslungsreiche Einheiten halten ihre Aufmerksamkeit am besten. Frühe Sozialisierung mit Menschen, Hunden und anderen Tieren hilft ihr, zu einem ausgeglichenen erwachsenen Hund heranzuwachsen.
Die Porcelaine wird vor allem als Arbeitsbracke für die Meute gezüchtet; Hündinnen erreichen die Geschlechtsreife mit etwa ein bis zwei Jahren und tragen die Welpen rund neun Wochen, mit durchschnittlich großen Würfen.
Bei der Porcelaine steht die Arbeitszucht im Vordergrund, die Auswahl richtet sich nach Nase, Stimme, Robustheit und einem für die Meutejagd geeigneten Wesen. Zuchttiere sollten gesund, gut konditioniert und von gutem Wesen sein, und Hunde sollten körperlich ausgewachsen sein, bevor sie zur Zucht eingesetzt werden. Da die Rasse außerhalb Frankreichs selten ist, müssen sich Interessenten oft an spezialisierte Züchter oder Jagdzwinger wenden; auch in Österreich gibt es kaum etablierte Zuchtstätten.
Die Trächtigkeit dauert bei Hunden etwa 63 Tage, ungefähr neun Wochen. Die Hündin braucht einen ruhigen, warmen Wurfplatz, und tierärztliche Unterstützung sollte für die Geburt bereitstehen. Welpen kommen blind und taub zur Welt und sind in den ersten Wochen völlig von der Mutter abhängig. Früher, sanfter Umgang und die Gewöhnung an alltägliche Bilder und Geräusche legen den Grundstein für das gesellige Wesen der erwachsenen Rasse. Welpen werden meist ab der achten Woche entwöhnt und sind dann bereit für ein neues Zuhause, Arbeitswelpen bleiben mitunter länger bei der Mutter.
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Geschlechtsreife | Etwa 1 bis 2 Jahre |
| Trächtigkeit | Rund 63 Tage (etwa 9 Wochen) |
| Durchschnittliche Wurfgröße | Etwa 4 bis 7 Welpen |
| Entwöhnungsalter | Etwa 7 bis 8 Wochen |
| Bereit für neues Zuhause | Ab etwa 8 Wochen |
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Häufige Fragen zur Porcelaine betreffen Größe, Wesen, Pflegebedarf, Lebenserwartung, Eignung als Familienhund und wie leicht sich ein Welpe findet.
Sie ist eine mittelgroße Bracke mit einer Widerristhöhe von etwa 53 bis 58 cm und einem Gewicht von rund 25 bis 28 kg.
Freundlich, sanft und gesellig zu Menschen und anderen Hunden, dabei wach und aktiv mit dem ausgeprägten Fährtentrieb einer Bracke.
Die Fellpflege ist dank des kurzen Fells einfach, doch die Rasse braucht viel tägliche Bewegung und eine sicher eingezäunte Umgebung. Der größere Aufwand liegt bei der Zeit, nicht bei der Pflege selbst.
Die typische Lebenserwartung liegt bei 12 bis 13 Jahren.
Das kann sie sein, in einem aktiven Zuhause, das ihren Bewegungsbedarf deckt. Sie ist geduldig mit Kindern und verträglich mit anderen Hunden, wegen ihres Jagdtriebs ist bei Kleintieren aber Vorsicht geboten.
Nein. Die Rasse ist außerhalb Frankreichs und der angrenzenden Gebiete selten, auch in Österreich gibt es kaum Züchter. Wer einen Welpen sucht, wendet sich meist an spezialisierte Zuchtstätten oder Jagdzwinger und muss mit Wartezeit rechnen.