
Der Papillon ist eine freundliche Zwergrasse mit schmetterlingsförmigen Ohren, geschätzt für seine Aufgewecktheit, seine Wendigkeit und seinen lerneifrigen Charme.
Wie das Fell des Papillon aufgebaut ist und was das für die Pflege bedeutet.
Vorsicht: Das Fell eines Papillon verfilzt leicht.
Feines oder langes Haar verknotet unsichtbar am Fellgrund, wo sich die Filzknoten zusammenziehen und an der Haut ziehen. Gebürstet werden muss abschnittsweise bis auf die Haut, nicht nur an der Oberfläche.
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Der Papillon ist ein freundlicher französischer Zwerghund mit schmetterlingsförmigen Ohren, intelligent, wendig und äußerst lernbegierig.
Der Papillon ist eine Zwergrasse und wiegt etwa 5 bis 10 lb bei einer Schulterhöhe von 8 bis 11 in. Sein Name stammt aus dem Französischen und bedeutet Schmetterling, ein Hinweis auf die großen, gefransten Ohren, die seitlich vom Kopf abstehen. Es gibt die Rasse auch mit Hängeohren, die sogenannte Phalene, benannt nach dem französischen Wort für Motte.
Trotz des zierlichen Körperbaus ist dieser Hund aktiv und leistungsfähig. Der Papillon lernt rasch, lässt sich gut führen und zeigt bei Agility und Obedience Spitzenleistungen. Er wirkt wach und lebhaft und verfolgt aufmerksam, was seine Menschen gerade tun.
Das Fell ist lang, fein und einlagig, mit Befederung an Ohren, Brust, Beinen und Rute. Die Farbe ist Weiß mit Platten in einer zweiten Farbe. Die Lebenserwartung ist für einen Hund hoch, meist 14 bis 16 Jahre.
| Merkmal | Details |
|---|---|
| Herkunft | Frankreich |
| Größe | Zwerghund (5 bis 10 lb, 8 bis 11 in) |
| Lebenserwartung | 14 bis 16 Jahre |
| Gruppe/Rolle | Zwerg-Begleithund, Agility- und Obedience-Sportler |
| Verträglich mit | Familien, ältere Kinder, andere Hunde, aufmerksame Halter |
Der Papillon passt zu Haltern, die einen kleinen Hund mit wachem Verstand suchen. Er eignet sich für alle, die gerne Trainingsspiele, Agility oder tägliche Kopfarbeit machen. Die Rasse kommt sowohl in der Wohnung als auch im Haus zurecht, solange Bewegung und Gesellschaft nicht zu kurz kommen. In Haushalten mit sehr kleinen Kindern ist genaue Aufsicht nötig, weil der zarte Körperbau bei grobem Umgang leicht verletzt wird.
Der Papillon stammt von kleinen Spaniels ab, die seit dem 16. Jahrhundert an europäischen Höfen dargestellt wurden; das aufrechte Schmetterlingsohr entwickelte sich erst später.
Der Papillon gehört zu einer Gruppe kleiner Begleitspaniels, die oft als Zwergspaniel oder kontinentale Zwergspaniel bezeichnet werden. Hunde dieses Typs sind auf europäischen Gemälden ab dem 16. Jahrhundert zu sehen, häufig auf dem Schoß von Adeligen oder im Arm von Hofdamen. Maler in Italien, Spanien und Frankreich hielten die kleinen Hunde in zahlreichen Porträts jener Zeit fest.
Die frühe Form hatte Hängeohren, jene Variante, die man heute Phalene nennt. Das aufrechte, gefranste Ohr, das dem heutigen Papillon seinen Namen gibt, bildete sich erst später heraus, und lange Zeit kamen beide Ohrformen im selben Wurf vor. Frankreich und Belgien gelten als jene Länder, in denen die Rasse ihre heutige Gestalt erhielt.
Die Hunde waren beim französischen Adel beliebt, und in populären Darstellungen wird die Rasse oft mit königlichen Haushalten des 17. und 18. Jahrhunderts in Verbindung gebracht. Unabhängig von den genauen Verbindungen zum Hof waren die kleinen Spaniels schon lange vor der Gründung offizieller Zuchtvereine feste Begleiter wohlhabender europäischer Familien.
Geordnete Zucht und Standards kamen mit der Entstehung der Kynologenverbände im späten 19. und im 20. Jahrhundert. Der Papillon und die hängeohrige Phalene gelten bei den meisten Verbänden als eine einzige Rasse und werden gemeinsam bewertet, wobei die Ohrform als Variationsmerkmal und nicht als eigene Rasse zählt. In Österreich vertritt der Österreichische Kynologenverband (ÖKV) die Rassehundezucht auf nationaler Ebene.
Der Papillon ist ein kleiner, feingliedriger Zwerghund mit langem einlagigem Fell, einer plüschigen Rutenfahne und den namensgebenden großen Schmetterlingsohren.
Der Papillon ist leicht und elegant gebaut, mit feinem Knochenbau und gerader Oberlinie. Der Kopf ist klein, mit deutlichem Stop und einer Schnauze, die kürzer ist als der Schädel. Das auffälligste Merkmal sind die Ohren. In der aufrechten Form sind sie groß, weit hinten am Kopf angesetzt und werden schräg getragen, mit langer Befederung, die an geöffnete Schmetterlingsflügel erinnert. Bei der Phalene hängen dieselben Ohren herab.
Die Rute ist hoch angesetzt und wird gebogen über dem Rücken getragen, geschmückt mit einer langen Haarfahne. Die Bewegung ist leicht und frei, und der kleine Hund legt dabei erstaunlich mühelos Strecke zurück.
| Merkmal | Standard |
|---|---|
| Größe | 8 bis 11 in Schulterhöhe |
| Gewicht | 5 bis 10 lb |
| Fell | Lang, fein, einlagig, mit Befederung an Ohren, Brust, Beinen und Rute |
| Farben | Weiß mit Platten in beliebiger Farbe; eine symmetrische Maske über Augen und Ohren ist typisch |
| Augen | Dunkel, rund, mittelgroß, wach im Ausdruck |
Das Fell ist immer zweifarbig gescheckt, also Weiß mit Platten einer zweiten Farbe. Häufige Kombinationen sind Weiß mit Schwarz, Weiß mit Rot oder Sable sowie Weiß mit Braun. Dreifarbige Hunde tragen Schwarz und Weiß mit lohfarbenen Abzeichen über den Augen und in den Ohren. Bevorzugt wird eine symmetrische Farbmaske über Gesicht und Ohren, oft mit einer weißen Blesse in der Kopfmitte. Das einlagige Fell hat keine wollige Unterwolle, wodurch die Pflege trotz der Felllänge überschaubar bleibt.
Der Papillon ist freundlich, aufgeweckt und lebhaft, bindet sich eng an seine Familie und lernt dabei rasch dazu.
Der Papillon ist ein aufgeschlossener, neugieriger Hund, der am Familienleben regen Anteil nimmt. Er bindet sich eng an seine Menschen und mag langes Alleinsein nicht besonders. Mit der Familie zeigt er sich anhänglich und verspielt, und vertraute Gäste begrüßt er meist interessiert statt ängstlich.
Fremden gegenüber ist die Rasse eher wachsam und bellt oft, um Besuch anzukündigen, ist dabei aber in der Regel nicht aggressiv. Frühe Sozialisierung hilft, damit der Hund gegenüber neuen Menschen und Orten selbstsicher bleibt. Mit anderen Hunden kommt der Papillon meist gut aus, und viele vertragen sich auch mit Katzen, mit denen sie aufgewachsen sind. Wegen seiner geringen Größe sollte der Kontakt zu großen Hunden beaufsichtigt werden.
Es handelt sich um einen kopfstarken Hund. Er lernt Kommandos schnell, löst gerne kleine Aufgaben und kann ohne ausreichende Beschäftigung schnell gelangweilt oder laut werden. Halter, die Trainingsspiele und tägliche Aktivität bieten, erleben meist die ruhigere, ausgeglichenere Seite des Hundes. Der Papillon spürt die Stimmung seines Halters genau und reagiert am besten auf geduldige, konsequente Führung.
| Merkmal | Bewertung |
|---|---|
| Anhänglichkeit | 5 |
| Energie | 4 |
| Trainierbarkeit | 5 |
| Bellfreude | 3 |
| Fellverlust | 2 |
Der Papillon braucht regelmäßiges Bürsten seines einlagigen Fells, tägliche Bewegung und geistige Beschäftigung sowie ein sicheres Zuhause für einen kleinen, wendigen Hund.
Der Papillon kommt sowohl in der Wohnung als auch im Haus zurecht. Kälte verträgt er wegen des einlagigen Fells schlechter als größere Hunde, weshalb ein Hundemantel im Winter und ein warmer Platz drinnen sinnvoll sind. Gerade im kühleren österreichischen Winter braucht dieser kleine Zwerghund wegen seiner geringen Größe und seines feinen Fells einen warmen Rückzugsort. Sicherer Zaun und Aufsicht im Freien sind wichtig, da ein so kleiner Hund durch Lücken schlüpfen kann und in manchen Gegenden auch für Greifvögel eine Gefahr darstellt.
Der Papillon kommt mit vollwertigem Futter für kleine Rassen gut aus, aufgeteilt auf zwei bis drei abgemessene Mahlzeiten täglich; bei Welpen ist auf Unterzuckerung zu achten.
Geeignet ist ein vollwertiges, ausgewogenes Futter, das eigens für kleine Rassen oder Zwergrassen entwickelt wurde. Kleine Futterbrocken passen zum kleinen Maul und unterstützen die Zahngesundheit. Weil die Rasse winzig ist, sind die Portionen gering und schnell überdosiert, daher sollten die Mahlzeiten abgemessen und nicht frei zur Verfügung gestellt werden. Auf die Körperkondition achten: Die Rippen sollten spürbar sein, ohne dass eine Fettschicht darüberliegt.
Zwergwelpen können eine Unterzuckerung entwickeln, medizinisch Hypoglykämie genannt, wenn die Mahlzeiten zu weit auseinanderliegen. Junge Welpen sollten mehrmals täglich kleine Mahlzeiten bekommen, damit der Energiehaushalt stabil bleibt. Frisches Wasser sollte immer verfügbar sein.
| Lebensphase | Menge pro Tag | Mahlzeiten |
|---|---|---|
| Welpe (2 bis 6 Monate) | Etwa 1/4 bis 1/2 Tasse | 3 bis 4 |
| Welpe (6 bis 12 Monate) | Etwa 1/3 bis 1/2 Tasse | 3 |
| Erwachsen | Etwa 1/4 bis 1/2 Tasse | 2 |
| Senior | Je nach Aktivität reduzieren | 2 |
Leckerlis sollten höchstens etwa 10 Prozent der Tagesenergie ausmachen, um bei einem so kleinen Hund keine Gewichtszunahme zu riskieren. Für das Training eignen sich kleine Leckerlis oder Stücke des gewohnten Futters. Ein Hund, der vollwertiges Fertigfutter bekommt, braucht in der Regel keine Nahrungsergänzung; vor jeder Ergänzung sollte ein Tierarzt oder eine Tierärztin gefragt werden, da Zwerghunde empfindlich auf die Dosierung reagieren.
Der Papillon ist meist gesund und mit 14 bis 16 Jahren langlebig; Patellaluxation, Zahnprobleme und bestimmte Augenerkrankungen sind im Blick zu behalten.
Der Papillon gehört zu den langlebigeren Hunderassen und erreicht häufig 14 bis 16 Jahre. Für seine Größe ist er robust, doch wie viele Zwergrassen bringt er einige Erkrankungen mit, auf die man achten sollte. Welpen von Züchtern zu kaufen, die ihre Zuchttiere untersuchen lassen, und regelmäßige Tierarztbesuche senken das Risiko erblicher und altersbedingter Probleme.
| Erkrankung | Anzeichen | Hinweis |
|---|---|---|
| Patellaluxation | Hüpfender Gang, Lahmheit der Hinterbeine, plötzliches Hüpfen | Bei Zwergrassen häufig; reicht von leicht bis operationsbedürftig |
| Zahnerkrankungen | Mundgeruch, Zahnstein, lockere Zähne | Enger Kiefer drängt die Zähne zusammen; regelmäßiges Putzen hilft |
| Progressive Retinaatrophie | Nachtblindheit, nachlassende Sehkraft | Erblich; Züchter können darauf testen |
| Offene Fontanelle | Weiche Stelle am Schädel | Kommt bei manchen Zwergwelpen vor; Vorsicht vor Kopfverletzungen nötig |
| Trachealkollaps | Gänseartiger Husten, vor allem bei Zug am Halsband | Statt Halsband ein Geschirr verwenden |
Der Papillon zählt zu den trainierbarsten Zwergrassen, lernt rasch und liebt belohnungsbasiertes Training; konsequentes Stubenreinwerden bleibt die größte Anfangsaufgabe.
Der Papillon gehört zu den klügsten Zwerghunden und beherrscht neue Kommandos oft nach wenigen Wiederholungen. Er genießt die Kopfarbeit beim Training und zeigt sich bei Obedience, Agility und Tricks talentiert. Die Rasse spricht auf sanfte, konsequente Methoden an und kann bei grober Behandlung ängstlich oder stur werden. Kurze, häufige Einheiten halten die Aufmerksamkeit besser als lange Übungsblöcke.
Am meisten Geduld verlangt das Stubenreinwerden. Wie viele kleine Hunde hat der Papillon eine kleine Blase und profitiert von einem festen Zeitplan mit häufigen Gassirunden. Frühe Sozialisierung mit Menschen, Geräuschen und anderen Tieren beugt dem nervösen Kläffen vor, zu dem manche Zwergrassen neigen.
Papillons werden mit rund einem Jahr geschlechtsreif, bringen kleine Würfe von zwei bis vier Welpen und profitieren von einer Gesundheitsuntersuchung der Elterntiere vor der Paarung.
Papillons werden mit etwa 6 bis 12 Monaten geschlechtsreif, verantwortungsvolle Züchter warten mit dem ersten Wurf einer Hündin jedoch, bis sie körperlich ausgewachsen ist, meist erst mit rund zwei Jahren. Gesundheitstests beider Elterntiere auf Knie-, Augen- und Herzerkrankungen gehören vor der Paarung zum Standard.
Die Trächtigkeit dauert etwa 63 Tage. Die Würfe sind klein, häufig zwei bis vier Welpen, passend zur Größe der Rasse. Da die Welpen winzig sind und Zwerghündinnen bei der Geburt Schwierigkeiten haben können, überwachen Züchter die Geburt genau und halten einen Tierarzt in Bereitschaft. Manchmal ist ein Kaiserschnitt nötig.
Neugeborene Welpen sind zart und brauchen eine warme, ruhige Wurfkiste. Eine gleichbleibende Temperatur und die Kontrolle auf Unterzuckerung stehen in den ersten Wochen im Vordergrund. Die Welpen bleiben meist bis mindestens 8 bis 12 Wochen bei der Mutterhündin, was Zeit für die frühe Sozialisierung lässt, bevor sie in ihr neues Zuhause ziehen.
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Geschlechtsreife | 6 bis 12 Monate |
| Empfohlenes Erstdeckalter | Rund 2 Jahre |
| Trächtigkeit | Etwa 63 Tage |
| Durchschnittliche Wurfgröße | 2 bis 4 Welpen |
| Absetzalter | Etwa 4 bis 6 Wochen |
| Abgabe ins neue Zuhause | 8 bis 12 Wochen |
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Antworten auf häufige Fragen zu Größe, Wesen, Pflege, Lebenserwartung und Eignung des Papillon als Familien- oder Wohnungshund.
Der Papillon ist ein Zwerghund. Die meisten wiegen 5 bis 10 lb und erreichen eine Schulterhöhe von 8 bis 11 in.
Ja, er ist seiner Familie gegenüber freundlich und anhänglich und kommt meist gut mit älteren Kindern und anderen Hunden aus. Weil er klein und zart ist, sollte er bei sehr kleinen Kindern beaufsichtigt werden, die ihn versehentlich zu grob anfassen könnten.
Der Pflegeaufwand ist mäßig. Das einlagige Fell braucht zwei- bis dreimal wöchentliches Bürsten und hat keine dichte Unterwolle. Größere Aufgaben sind die tägliche Bewegung, geistige Beschäftigung und ein geduldiges Stubenreinwerden.
Sie sind für Hunde langlebig und erreichen bei guter Pflege häufig 14 bis 16 Jahre.
Ja. Sie kommen gut in der Wohnung zurecht, solange sie täglich Bewegung und Gesellschaft bekommen. Sie bellen mitunter, um Besuch anzukündigen, weshalb frühes Training beim Umgang mit Lautstärke hilft.
Nein. Sie zählen zu den trainierbarsten Zwergrassen und lernen mit belohnungsbasierten Methoden rasch. Am meisten Geduld braucht das Stubenreinwerden wegen der kleinen Blase.
Es handelt sich um dieselbe Rasse mit unterschiedlicher Ohrform. Der Papillon hat aufrechte, gefranste Schmetterlingsohren, die Phalene Hängeohren. Beide Formen können im selben Wurf vorkommen.