
Der Old English Sheepdog ist ein liebenswerter, zottiger Riese, bekannt für sein gutmütiges Wesen und seine Hingabe an die Familie.
Wie das Fell des Bobtail aufgebaut ist und was das für die Pflege bedeutet.
Vorsicht: Das Fell eines Bobtail verfilzt leicht.
Feines oder langes Haar verknotet unsichtbar am Fellgrund, wo sich die Filzknoten zusammenziehen und an der Haut ziehen. Gebürstet werden muss abschnittsweise bis auf die Haut, nicht nur an der Oberfläche.
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Der Bobtail, ursprünglich Old English Sheepdog genannt, ist ein großer britischer Hütehund mit dichtem Zottelfell, ausgeglichenem Wesen und einem eigentümlich schaukelnden Gang.
Der Bobtail zählt zu den großen Hüterassen und ist unverkennbar an seinem dichten, zottigen Doppelfell und seinem schaukelnden, fast bärenhaften Gang zu erkennen. Ausgewachsene Tiere wirken quadratisch und kompakt, auch wenn das üppige Fell die Silhouette optisch vergrößert und die Augen häufig verdeckt. Unter dem imposanten Äußeren steckt aber ein Arbeitshund: kräftig, wendig und mit einer Ausdauer, die man einem so massigen Tier auf den ersten Blick nicht zutraut.
Im Wesen zeigt sich der Bobtail freundlich, verspielt und ausgesprochen gutmütig. Er baut zu seiner Familie eine enge Bindung auf und gilt gegenüber Kindern als geduldig und sanft, weshalb er seit Generationen häufig als Familienhund gehalten wird. Die Rasse ist klug und lernbereit, behält jedoch einen gewissen Eigensinn, wie er bei Hütehunden häufig vorkommt.
Das Fell ist das auffälligste Merkmal der Rasse und zugleich die größte Verpflichtung für Halter. Wer das Fell in voller Länge belässt, muss mit mehreren Stunden Pflege pro Woche rechnen, damit sich keine Knoten bilden. Viele Hundehalter entscheiden sich deshalb für einen kürzeren Schnitt, um den Pflegeaufwand im Alltag zu verringern.
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Herkunft | England |
| Größe | Groß |
| Lebenserwartung | 10 bis 12 Jahre |
| Gruppe/Aufgabe | Treib- und Hütehund, Begleithund |
| Geeignet für | Familien mit Kindern |
Diese Rasse passt zu einem aktiven Haushalt, der täglich Bewegung und viel gemeinsame Zeit bieten kann. Am besten kommen Halter zurecht, die sich auf umfangreiche Fellpflege einstellen, sei es durch regelmäßige Pflege des vollen Fells zu Hause oder durch professionelle Schertermine. Familien mit Kindern und ausreichend Platz zum Toben sind gut aufgehoben. Wenig geeignet ist der Bobtail für Menschen, die ein pflegeleichtes Fell suchen oder oft und lange außer Haus sind, denn die Rasse blüht erst richtig auf, wenn sie eng ins Familienleben eingebunden ist.
Der Bobtail entstand im England des 19. Jahrhunderts als Treibhund, der Schafe und Rinder zu den Märkten im Westen des Landes begleitete.
Der Bobtail entstand im Westen Englands, in der Gegend um Devon und Somerset, zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Gezüchtet wurde er als Treibhund: Er begleitete Schaf- und Rinderherden auf dem Weg zu den Märkten, anders als reine Hütehunde, die Herden über offenes Weideland zusammenhalten. Welche Rassen genau an seiner Entstehung beteiligt waren, ist nicht eindeutig überliefert; vermutlich haben mehrere größere Hüte- und Treibhundtypen dazu beigetragen.
Seinen Spitznamen "Bobtail" verdankt die Rasse dem Kupieren der Rute. Treiberhunde waren einst von bestimmten Hundesteuern befreit, und ein kupierter Schwanz galt traditionell als Kennzeichen eines Arbeitshundes. Ob diese Überlieferung historisch exakt zutrifft oder nicht: Der kurze oder fehlende Schwanz wurde untrennbar mit der Rasse verbunden und gab ihr letztlich ihren bis heute gebräuchlichen Namen.
Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wandelte sich die Rolle des Bobtails von der Arbeit auf dem Land hin zur Ausstellung und zum Begleithund. Er trat auf den ersten britischen Hundeausstellungen auf, und Züchter begannen, Fell und Typ gezielt zu festigen. In dieser Zeit wurde die Rasse von den großen Zuchtverbänden anerkannt und gewann diesseits wie jenseits des Atlantiks an Beliebtheit. In Österreich betreut heute der Österreichische Kynologenverband (ÖKV) den Rassestandard im Rahmen der FCI-Richtlinien.
Im Lauf des 20. Jahrhunderts wurde der Bobtail vor allem als Familienhund bekannt und tauchte immer wieder in Werbung und Film auf, was sein Erscheinungsbild weit über England hinaus verbreitete. Heute ist er fast ausschließlich Begleithund, auch wenn Hüteinstinkt und kräftiger Körperbau erhalten geblieben sind.
Ein großer, quadratisch gebauter Hund mit dichtem grau-weißem Doppelfell, kupierter oder von Natur aus kurzer Rute und schaukelndem, bärenhaftem Gang.
Der Bobtail ist ein kräftiger, quadratisch gebauter und ausgewogener Hund unter einem üppigen Fellkleid. Der Rumpf ist kompakt und in der Lende geringfügig höher als am Widerrist, was den charakteristischen schaukelnden, bärenhaften Bewegungsablauf erklärt. Der Kopf ist groß und dicht behaart, die Augen liegen häufig verborgen unter dem ins Gesicht fallenden Fell. Die Rute wird traditionell kupiert oder ist von Natur aus kurz, das namensgebende Merkmal der Rasse.
| Merkmal | Vorgabe |
|---|---|
| Widerristhöhe | Rüden ab rund 56 cm, Hündinnen etwas darunter |
| Gewicht | Rund 27 bis 45 kg |
| Fell | Üppiges, zottiges Doppelfell, strapazierfähiges Deckhaar, dichte Unterwolle |
| Farben | Grau, Grizzle, Blau oder Blue Merle, mit oder ohne weiße Abzeichen |
| Augen | Braun, Blau oder beidfarbig, oft vom Fell verdeckt |
Das doppelte Haarkleid ist das, was die Rasse optisch am stärksten prägt. Das Deckhaar ist zottig und strapazierfähig in der Struktur, weder lockig noch glatt, und liegt über einer weichen, wasserabweisenden Unterwolle, die den Arbeitshund einst vor Kälte und Nässe schützte. Zugelassen sind alle Grauschattierungen, Grizzle oder Blau, einschließlich Blue Merle, meist kombiniert mit Weiß an Kopf, Hals, Vorderläufen und Beinen. Welpen kommen häufig schwarz-weiß zur Welt und hellen erst im Lauf des Wachstums zum typischen erwachsenen Grauton auf.
Der Bobtail ist freundlich, verspielt und gutmütig, seiner Familie treu ergeben und geduldig mit Kindern, mit einer clownesken Ader und dem wachen Verstand eines Hütehundes.
Der Bobtail gilt als ausgeglichen und anhänglich, mit einer verspielten, mitunter clownesken Art, die bis ins Erwachsenenalter erhalten bleibt. Er bindet sich eng an seinen Haushalt und ist lieber in der Nähe seiner Menschen, als allein gelassen zu werden. Kindern gegenüber zeigt sich die Rasse in der Regel geduldig und sanft, wobei angesichts der Größe des Hundes eine gewisse Aufsicht bei kleinen Kindern sinnvoll bleibt.
Fremden begegnet der Bobtail meist gelassen und aufgeschlossen statt misstrauisch, wenngleich ein tiefes, lautes Bellen ihn zu einem brauchbaren Wachhund macht. Mit anderen Hunden und Haustieren im selben Haushalt kommt er gut zurecht, sofern sie gemeinsam aufwachsen. Der Hütehund-Hintergrund zeigt sich mitunter darin, dass er Menschen und andere Tiere sanft anstupst oder umkreist, eine Angewohnheit, die sich durch Training gut lenken lässt.
Die Rasse ist klug, hat aber ihren eigenen Kopf. Sie lernt rasch, kann sich aber auch stur zeigen, weshalb konsequente Führung besser wirkt als bloßes Wiederholen oder gar Druck. Bekommt der Hund zu wenig Bewegung und Gesellschaft, wird er schnell gelangweilt und laut, was Halter am häufigsten als Verhaltensproblem schildern.
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Anhänglichkeit | 5 |
| Energielevel | 3 |
| Trainierbarkeit | 4 |
| Bellfreudigkeit | 3 |
| Fellwechsel | 4 |
Die Fellpflege ist die größte Aufgabe: Ein volles Fell braucht mehrmals wöchentlich Bürsten, dazu täglich Bewegung und ein Zuhause, in dem der Hund fix zur Familie gehört.
Der Bobtail passt sich an Vorstadt- und Landhaushalte mit ausreichend Platz zum Bewegen an und fühlt sich mit einem sicher eingezäunten Freibereich am wohlsten, muss aber als Teil der Familie im Haus leben. Das Fell ist für kühles, feuchtes Klima gemacht und kann bei Hitze rasch zur Überhitzung führen, weshalb Schatten, Wasser und eine Abkühlmöglichkeit drinnen in warmen Regionen wichtig sind. Lange Stunden allein verträgt die Rasse nur schlecht.
Eine auf Alter und Aktivität abgestimmte Ration hält das Gewicht im Rahmen, aufgeteilt auf zwei Mahlzeiten; unter dem dichten Fell lohnt sich regelmäßiges Wiegen.
Gefüttert wird ein vollwertiges Futter, das für große Rassen konzipiert und auf Lebensphase sowie Aktivitätslevel des Hundes abgestimmt ist. Weil das Fell die Körperform verdeckt, sollten Halter das Gewicht durch regelmäßiges Abtasten und Wiegen kontrollieren, statt sich auf die Optik zu verlassen. Große Hunde neigen bei zu reichlicher Fütterung zu Übergewicht, was die Gelenke zusätzlich belastet; die Rationen gehören daher abgemessen statt frei zur Verfügung gestellt. Frisches Wasser sollte jederzeit erreichbar sein.
| Lebensphase | Menge pro Tag | Mahlzeiten |
|---|---|---|
| Welpe (2 bis 6 Monate) | Laut Etikett des Welpenfutters für große Rassen, nach Gewicht | 3 bis 4 |
| Junghund (6 bis 12 Monate) | Laut Etikett, an das Wachstum angepasst | 2 bis 3 |
| Erwachsen | Rund 2,5 bis 4,5 Messbecher, je nach Größe und Aktivität | 2 |
| Senior | Reduzierte Kalorienzufuhr, angepasst an geringere Aktivität | 2 |
Leckerlis sollten nur einen kleinen Anteil der Tagesration ausmachen und in erster Linie beim Training zum Einsatz kommen. Ein großer, aktiver Hund profitiert im höheren Alter mitunter von Gelenkschutz wie Glucosamin, Nahrungsergänzung gehört aber nur nach Rücksprache mit der Tierärztin oder dem Tierarzt in den Napf. Plötzliche Futterumstellungen belasten die Verdauung, daher sollte die Umstellung auf ein neues Futter über etwa eine Woche schrittweise erfolgen.
Der Bobtail wird meist 10 bis 12 Jahre alt und neigt zu Hüftdysplasie sowie bestimmten Augen- und Immunerkrankungen; gesundheitlich geprüfte Zuchttiere und regelmäßige Vorsorge zählen daher.
Der Bobtail gilt insgesamt als robuste Rasse mit einer typischen Lebenserwartung von 10 bis 12 Jahren. Wie die meisten großen Hunde trägt er ein gewisses Risiko für Gelenkprobleme und weitere erblich bedingte Erkrankungen, weshalb verantwortungsvolle Züchter ihre Zuchttiere entsprechend untersuchen lassen. Wer einen Welpen von einer Zuchtstätte holt, die Hüfte, Augen und Gehör der Elterntiere testen lässt, senkt das Risiko für mehrere verbreitete Probleme deutlich.
| Erkrankung | Anzeichen | Hinweis |
|---|---|---|
| Hüftdysplasie | Steifheit, Hinken, Mühe beim Aufstehen | Zuchttiere untersuchen lassen, Gewicht im Blick behalten |
| Augenerkrankungen (u. a. Katarakt und PRA) | Trübung der Augen, nachlassendes Sehen bei Dunkelheit | Augenuntersuchung bei Zuchttieren |
| Schilddrüsenunterfunktion | Gewichtszunahme, verändertes Fell, wenig Energie | Diagnose per Bluttest, Behandlung mit Medikamenten |
| Magendrehung | Aufgeblähter Bauch, Würgen ohne Erbrechen, sichtliches Unwohlsein | Notfall, betrifft vor allem große, tiefbrüstige Hunde |
| Taubheit | Keine Reaktion auf Geräusche | Hörtests für Welpen verfügbar |
Klug und lernwillig, aber eigenständig: Der Bobtail lernt rasch, wenn Training konsequent, belohnungsbasiert und mit früher Sozialisierung erfolgt.
Der Bobtail ist klug und gut erziehbar, sein Hintergrund als Arbeitshund macht ihn empfänglich für klare Aufgaben. Gleichzeitig kann er eigenständig und ein wenig starrköpfig sein, weshalb kurze, konsequente Einheiten besser wirken als lange Wiederholungen. Frühe Sozialisierung mit Menschen, anderen Hunden und Alltagssituationen hilft der Rasse, zu einem ausgeglichenen erwachsenen Hund heranzuwachsen. Der Hütetrieb zeigt sich mitunter als Anstupsen oder Umkreisen, ein Verhalten, das sich durch Training gut umlenken lässt. Weil der Bobtail eine enge Bindung zu seinen Menschen aufbaut, spricht er gut auf Methoden an, die ihn bei der Sache halten, während harte Zurechtweisung wenig bewirkt.
Bobtails erreichen die Zuchtreife mit etwa zwei Jahren, ein Wurf umfasst im Schnitt sechs bis acht Welpen, und die Elterntiere werden zuvor auf Gesundheit untersucht.
Bobtails erreichen körperliche und soziale Reife später als kleinere Rassen, weshalb verantwortungsvolle Züchter in der Regel warten, bis ein Hund etwa zwei Jahre alt ist, damit die Gesundheitschecks einschließlich Hüft- und Augenuntersuchung abgeschlossen sind. Hündinnen werden etwa zweimal jährlich läufig. Nach erfolgreicher Verpaarung dauert die Tragzeit rund 63 Tage, wie bei den meisten Hunderassen.
Ein Wurf zählt üblicherweise sechs bis acht Welpen, größere Würfe kommen aber vor. Neugeborene brauchen eine warme, saubere Wurfkiste und in den ersten Wochen engmaschige Betreuung. Welpen kommen häufig schwarz-weiß zur Welt und entwickeln erst im Lauf des Wachstums die typische graue Farbe der erwachsenen Tiere. Sozialisierung und behutsamer Umgang von klein auf legen den Grundstein für das gutmütige Wesen der Rasse; die Welpen sollten bei der Mutterhündin und dem restlichen Wurf bleiben, bis sie alt genug für den Umzug ins neue Zuhause sind. Die Zucht großer Hunde bringt Verantwortung mit sich, was Gesundheitstests und die Suche nach geeigneten Familien betrifft, und sollte nur in Abstimmung mit tierärztlicher Beratung erfolgen.
| Kenngröße | Wert |
|---|---|
| Zuchtreife | Etwa 2 Jahre |
| Läufigkeit | Etwa zweimal jährlich |
| Tragzeit | Rund 63 Tage |
| Durchschnittliche Wurfgröße | 6 bis 8 Welpen |
| Absetzen | Etwa 6 bis 8 Wochen |
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Häufige Fragen zum Bobtail betreffen Größe, Wesen, Pflegeaufwand, Lebenserwartung, Eignung für Familien und Verfügbarkeit von Welpen.
Der Bobtail zählt zu den großen Rassen. Rüden erreichen ab etwa 56 cm Schulterhöhe, ausgewachsene Tiere wiegen meist zwischen 27 und 45 kg. Hündinnen bleiben in der Regel etwas kleiner als Rüden.
Freundlich, verspielt und gutmütig. Die Rasse ist ihrer Familie treu ergeben, in der Regel geduldig mit Kindern und verträglich mit anderen Haustieren, dazu kommen eine clowneske Ader und ein eigenständiger Zug aus der Zeit als Hütehund.
Das Fell macht den Großteil der Arbeit aus. Ein volles Fell muss mehrmals wöchentlich gebürstet werden, damit sich keine Knoten bilden, weshalb viele Halter einen kürzeren Pflegeschnitt wählen. Dazu kommen täglicher Auslauf und regelmäßige Gesellschaft.
Die typische Lebenserwartung liegt bei 10 bis 12 Jahren. Gewichtskontrolle, regelmäßige tierärztliche Vorsorge und der Kauf bei gesundheitlich getesteten Elterntieren unterstützen ein langes, gesundes Leben.
Ja. Der Bobtail gilt als sanft und geduldig mit Kindern und passt gut zu einer aktiven Familie. Wegen seiner Größe ist bei sehr kleinen Kindern trotzdem etwas Aufsicht sinnvoll.
Am wohlsten fühlt er sich in einem Zuhause mit Platz zum Bewegen und einem sicheren Freibereich. Wohnungshaltung funktioniert nur mit verlässlich täglicher Bewegung und viel Gesellschaft, denn die Rasse verträgt es schlecht, allein gelassen zu werden.
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