
Norwegischer Lundehund
Der Norwegische Lundehund ist ein einzigartig wendiger, neugieriger Papageientaucherjäger, berühmt für seine zusätzlichen Zehen und seine bemerkenswerte Beweglichkeit.
- Size
- Klein
- Lifespan
- 12–14 years
- Origin
- Norwegen
- Temperament
- Neugierig
- Standard colors
- Schwarz, Weiß und Grau and 3 more
Characteristics
Coat and grooming
How the Norwegischer Lundehund coat is built, and what that means when you groom it.
- Fellschichten
- Doppeltes Fell
- Fellstruktur
- Plüschig
- Fellänge
- Mittellang
- Haarwechsel
- Saisonaler Fellwechsel
Grooming guidance
Kritisch: A Norwegischer Lundehund should not be shaved.
Die Unterwolle hält Hitze ebenso ab wie Kälte, und das Deckhaar schützt die Haut vor Sonne und Insektenstichen. Wird das ganze Fell abgeschoren, fällt beides weg. Es wächst oft lückenhaft, weich oder in anderer Farbe nach, und bei manchen Tieren kehrt das Deckhaar nie richtig zurück. Bürsten Sie die Unterwolle aus, statt sie abzuschneiden.
Hinweis: A Norwegischer Lundehund drops its undercoat in heavy bursts.
Die Unterwolle löst sich über einige Wochen in starken Schüben. Ein Unterwollharke oder ein Bad mit anschließendem gründlichem Föhnen entfernt sie weit schneller als tägliches Bürsten. Das Fell kurz zu scheren ist dafür keine Abkürzung.
Norwegischer Lundehund colors and patterns
What each club's breed standard says about every Norwegischer Lundehund color and pattern. Point at a ruling to see the club's own wording.
Breed standards describe the Norwegischer Lundehund in Schwarz, Weiß, Grau, Lohfarben, Rot und Rehfarben. Standard patterns: Zweifarbig, Gescheckt und Zobel.
| Color or pattern | AKC | UKC | FCI |
|---|---|---|---|
| Schwarz | Standardgemäß (“Black Markings”) | Standardgemäß (“black”) | No ruling |
| Weiß | Standardgemäß (“White”) | Standardgemäß (“white with dark patches”) | Standardgemäß (“Always combined with white”) |
| Grau | No ruling | Standardgemäß (“gray”) | No ruling |
| Lohfarben | Standardgemäß (“Tan”) | No ruling | No ruling |
| Rot | Standardgemäß (“Reddish Brown”) | Standardgemäß (“reddish-brown to fallow”) | Standardgemäß (“from red to fawn”) |
| Rehfarben | Standardgemäß (“Fallow”) | Standardgemäß (“reddish-brown to fallow”) | Standardgemäß (“from red to fawn”) |
| Albino | No ruling | Disqualifizierend (“Albinism”) | No ruling |
| Patterns | |||
| Zweifarbig | Standardgemäß (“with black hair tips and white markings”) | Standardgemäß (“Reddish-brown to fallow, black and gray have white markings”) | Standardgemäß (“Always combined with white”) |
| Gescheckt | Standardgemäß (“white with red or dark markings”) | Standardgemäß (“white with dark patches”) | Standardgemäß (“white with dark patches”) |
| Zobel | Standardgemäß (“Black Tips”) | Standardgemäß (“with more or less black hair tips”) | Standardgemäß (“coat more or less sprinkled with hairs with black tips”) |
| Einfarbig | No ruling | No ruling | Nicht anerkannt (“Always combined with white”) |
| Color or pattern | AKC | UKC | FCI |
|---|---|---|---|
| Braun | Standardgemäß (“yellow-brown to brown”) | No ruling | No ruling |
| Bernsteinfarben | Standardgemäß (“yellow-brown to brown”) | Standardgemäß (“The iris is yellowish brown”) | Standardgemäß (“the iris is yellowish brown”) |
| Color or pattern | AKC |
|---|---|
| Schwarz | Standardgemäß (“Nose and lips are black”) |
What the rulings mean
- Standardgemäß
- Described by the club's breed standard.
- Disqualifizierend
- The club's breed standard disqualifies an animal of this color or pattern.
- Nicht anerkannt
- The club does not accept this color or pattern for the breed.
Color changes
How a Norwegischer Lundehund's colors can change over its life.
Schwarzchanges toRostrot
Fell · Mit dem Körperzustand · can change back
Schwarzchanges toGrau
Fell · Fortschreitend
Schwarzchanges toBraun
Fell · In der Sonne · can change back
Weißchanges toStichelschimmel
Fell · Mit dem Alter · from 2 weeks
Schwarzchanges toSchneenase
Nase · Mit der Jahreszeit · can change back
Schwarzchanges toRosa
Nase · Mit der Jahreszeit · can change back
Sources
Each ruling comes from the club's published breed standard or color list.
Meet some of our Norwegischer Lundehund
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Der Norwegische Lundehund im Überblick
Der Norwegische Lundehund ist ein kleiner, wendiger Spitz aus Norwegen, gezüchtet zur Papageientaucherjagd an Steilküsten und bekannt für sechs Zehen pro Pfote sowie außergewöhnliche Beweglichkeit.
Der Norwegische Lundehund ist ein kleiner Spitz, der auf den abgelegenen Inseln und Steilküsten Nordnorwegens entstanden ist. Der Name setzt sich aus den norwegischen Wörtern für Papageientaucher (lunde) und Hund (hund) zusammen und verweist auf die ursprüngliche Aufgabe der Rasse: an Meeresklippen zu klettern und in enge Felsspalten vorzudringen, um Papageientaucher und ihre Eier aus den Nisthöhlen zu holen.
Die Rasse besitzt mehrere körperliche Merkmale, die sie von fast allen anderen Hunden unterscheiden. Jede Pfote trägt mindestens sechs Zehen, von denen mehrere vollständig ausgebildet und beweglich sind, was dem Hund zusätzlichen Halt auf nassem Fels verschaffte. Die Schultern sind außergewöhnlich beweglich, sodass sich die Vorderbeine seitlich weit abspreizen lassen, und der Hals lässt sich so weit zurückbiegen, dass der Kopf die Wirbelsäule berührt. Diese Eigenschaften machten den Lundehund für enge, senkrechte Kletterarbeit geeignet, an der die meisten anderen Hunde gescheitert wären.
Heute wird der Lundehund vor allem als Begleithund und aktiver Kleinhund gehalten, nicht mehr als Arbeitsjäger. Halter beschreiben ihn als treu, neugierig, aufmerksam und voller Energie. Er hat den eigenständigen, lösungsorientierten Charakter eines Hundes bewahrt, der einst allein an der Felswand arbeitete, und ist daher klug, aber nicht immer folgsam.
| Merkmal | Detail |
|---|---|
| Herkunft | Norwegen |
| Größe | Klein |
| Lebenserwartung | 12 bis 14 Jahre |
| Gruppe/Rolle | Spitz-Typ, ursprünglich Papageientaucher-Jagdhund |
| Geeignet für | Familien und engagierte Halter, die auf Bewegung und Ernährung achten können |
Für wen sich der Lundehund eignet
Der Lundehund passt zu einem aktiven Haushalt, der einen neugierigen, lebhaften Kleinhund schätzt und Geduld für einen ausgeprägten Eigensinn mitbringt. Er belohnt Halter, die Training als Spiel verstehen und nicht als reine Übung. Da die Rasse zu einer ernsten Verdauungserkrankung neigt, braucht sie einen Halter, der Ernährung und Gewicht aufmerksam beobachtet und eng mit einer Tierärztin oder einem Tierarzt zusammenarbeitet. Für Menschen, die einen unkomplizierten, von Natur aus gehorsamen ersten Hund suchen, ist er weniger geeignet.
Geschichte und Herkunft
Der Norwegische Lundehund ist eine alte Landrasse von der norwegischen Küste, jahrhundertelang zur Papageientaucherjagd an Klippen eingesetzt, und überstand im 20. Jahrhundert eine Beinahe-Ausrottung mit nur wenigen verbliebenen Hunden.
Der Lundehund stammt von der rauen Küste Nordnorwegens, wo Papageientaucher eine wichtige Nahrungsquelle waren. Über Generationen hielten Familien auf Inseln wie Væroy in der Lofoten-Gruppe diese Hunde, um Papageientaucher und ihre Eier aus Nisthöhlen an steilen Klippen zu holen. Die zusätzlichen Zehen des Hundes, seine beweglichen Gelenke und die Fähigkeit, die Ohren zu verschließen, schützten ihn bei dieser gefährlichen Kletterarbeit.
Die Rasse ist als Arbeitslandrasse alt, geprägt von ihrer Aufgabe und nicht von einem formellen Zuchtbuch. Ihr Wert sank, sobald sich Netze für den Papageientaucherfang durchsetzten und die Jagd später eingeschränkt wurde. Mit dem Rückgang der alten Jagdtradition sank auch die Zahl der Lundehunde.
Im 20. Jahrhundert erreichte der Bestand eine Krise. Krankheitsausbrüche, darunter Staupe, dezimierten die Rasse auf eine sehr kleine Zahl von Hunden. Um die Mitte des Jahrhunderts blieben nur wenige Tiere übrig, und die gesamte heutige Rasse geht auf diese winzige Gruppe zurück. Sorgfältige, koordinierte Zucht baute die Population von dieser schmalen Basis aus wieder auf.
Weil die wiederaufgebaute Population von so wenigen Gründertieren abstammt, trägt die Rasse eine geringe genetische Vielfalt in sich. Norwegische Züchter und Vereine arbeiten seither an Programmen, um den Genpool zu erweitern und dabei die charakteristischen Merkmale der Rasse zu bewahren. Der Lundehund bleibt weltweit selten und gilt als lebendiges Stück norwegischer Arbeitsgeschichte.
Erscheinungsbild
Der Norwegische Lundehund ist ein kleiner, rechteckiger Spitz mit keilförmigem Kopf, verschließbaren Stehohren, doppeltem Fell und den rassetypischen sechs Zehen an jeder Pfote.
Der Lundehund ist ein kleiner, leichter, rechteckiger Hund mit klarer Spitz-Silhouette: keilförmiger Kopf, aufrechte dreieckige Ohren und eine über dem Rücken getragene Rute. Der Rumpf ist etwas länger, als der Hund an der Schulter hoch ist. Der Gesamteindruck ist der eines wachsamen, wendigen Hundes, gebaut für Beweglichkeit statt für Kraft.
Mehrere Merkmale sind einzigartig für die Rasse. Die Ohren lassen sich nach vorne oder hinten falten oder verschließen, um Schmutz und Feuchtigkeit fernzuhalten. Der Hals ist sehr beweglich, und die Vorderbeine lassen sich in weitem Winkel zur Seite ausstrecken. Am auffälligsten sind die Pfoten: Jede Pfote hat mindestens sechs Zehen mit mehreren zusätzlichen Ballen, was dem Hund sicheren Halt auf glattem Klippengestein gab.
| Merkmal | Beschreibung |
|---|---|
| Größe | Etwa 30 bis 38 cm Schulterhöhe |
| Gewicht | Etwa 6 bis 9 kg |
| Fell | Dichtes Doppelfell mit rauem Deckhaar und weicher Unterwolle |
| Farben | Rotbraun bis falbfarben mit schwarzen Spitzen, oft mit weißen Abzeichen; auch schwarze oder graue Varianten |
| Augen | Leicht schräg gestellt, dunkelbraun bis gelblich braun |
Fell und Farben
Das Doppelfell ist auf ein kaltes, feuchtes Küstenklima abgestimmt, wie man es auch aus so manchem österreichischen Bergwinter kennt. Das Deckhaar ist grob und wetterfest, die Unterwolle dicht und weich. Rund um Hals und Schultern bildet das Fell einen volleren Kragen, der bei Rüden meist ausgeprägter ist. Die häufigsten Farben reichen von Rotbraun bis zu einem blassen Falbton, oft mit schwarz getippten Deckhaaren, die mit dem Alter dunkler werden, sowie weißen Abzeichen an Brust, Pfoten und Rutenspitze. Das Fell haart saisonal und lässt sich leicht sauber halten.
Wesen und Charakter
Der Norwegische Lundehund ist treu, neugierig, wachsam und energiegeladen, seiner Familie zugetan, Fremden gegenüber oft zurückhaltend und in seinem Denken eigenständig.
Der Lundehund hat den Charakter eines Hundes bewahrt, der einst allein in schwierigem Gelände arbeitete. Er ist intelligent, wissbegierig und flink und erkundet seine Umgebung gerne genau. Seiner eigenen Familie gegenüber ist er anhänglich und liebevoll, und er baut oft eine enge Bindung zu seinen Menschen auf.
Fremden gegenüber verhält sich die Rasse eher vorsichtig oder zurückhaltend als offen freundlich, und sie meldet Besucher in der Regel. Diese Wachsamkeit macht ihn zu einem aufmerksamen kleinen Hund, auch wenn er für einen Wachhund zu klein ist. Frühe, gleichmäßige Sozialisierung hilft ihm, gegenüber neuen Menschen und Orten selbstsicher und gelassen zu bleiben.
Mit anderen Hunden und Haustieren im selben Haushalt ist der Lundehund meist verträglich, besonders wenn er mit ihnen gemeinsam aufwächst. Seine feine Nase und Neugier bedeuten, dass kleine, flüchtende Tiere sein Interesse wecken können, weshalb erste Begegnungen beaufsichtigt werden sollten. Der Eigensinn der Rasse zeigt sich darin, dass sie gerne selbst entscheidet, was Halter oft charmant und manchmal ein wenig mühsam finden.
| Merkmal | Bewertung |
|---|---|
| Zuneigung | 4 |
| Energie | 4 |
| Trainierbarkeit | 2 |
| Lautstärke | 3 |
| Fellwechsel | 3 |
Pflege und Haltung
Der Norwegische Lundehund braucht regelmäßiges Bürsten, tägliche Bewegung und ein sicheres Umfeld, mit besonderem Augenmerk auf Ernährung und Gewicht wegen seiner empfindlichen Verdauung.
Fellpflege
- Bürsten Sie das Doppelfell wöchentlich, während des starken saisonalen Fellwechsels häufiger, wenn die Unterwolle abgeworfen wird.
- Baden Sie den Hund nur bei Bedarf; das Fell ist von Natur aus sauber und wetterfest.
- Kontrollieren und reinigen Sie die faltbaren Ohren regelmäßig, da sich in den Ohrklappen leicht Feuchtigkeit und Schmutz sammeln.
- Schneiden Sie die Krallen regelmäßig und untersuchen Sie alle Zehen, auch die zusätzlichen, auf Risse oder Verletzungen.
- Putzen Sie die Zähne mehrmals wöchentlich, um die Zahngesundheit zu unterstützen.
Bewegung
- Planen Sie täglich mindestens 45 bis 60 Minuten Aktivität durch Spaziergänge, Spiel und Erkundung ein.
- Ergänzen Sie Nasenarbeit, Futterspiele und kletterähnliche Beschäftigung, die zur Wendigkeit und Neugier der Rasse passen.
- Halten Sie Trainingseinheiten kurz und abwechslungsreich, um die Aufmerksamkeit dieses eigenständigen Hundes zu halten.
- Vermeiden Sie längere Langeweile, die zu Graben, Bellen oder Fluchtversuchen führen kann.
Umfeld
Der Lundehund kommt sowohl im Haus als auch in der Wohnung zurecht, solange er täglich Bewegung und Gesellschaft bekommt. Er ist ein geschickter Kletterer und ein bekannter Ausbrecher, weshalb Zäune und Tore sicher und ohne Lücken sein sollten. Dank seines Doppelfells verträgt die Rasse Kälte gut, wie sie in österreichischen Alpenwintern häufig vorkommt, sollte bei Hitze aber Schatten und Wasser zur Verfügung haben. Stubenreinheit kann Geduld erfordern, manche Halter empfinden sie als langwierig, weshalb eine feste Routine hilft.
Ernährung und Fütterung
Der Norwegische Lundehund gedeiht am besten mit einer abgemessenen, hochwertigen Ernährung in kleinen Portionen, wobei genaue Beobachtung nötig ist, da die Rasse zu einer eiweißverlierenden Verdauungserkrankung neigt.
Der Lundehund braucht eine vollwertige, hochwertige Ernährung, die auf einen kleinen, aktiven Hund abgestimmt ist. Da die Rasse zu Magen-Darm-Problemen neigt, sollten Halter beobachten, wie der Hund sein Futter verdaut, und dabei Kotqualität, Appetit und Körperzustand im Blick behalten. Viele Lundehunde vertragen gleichbleibendes, leicht verdauliches Futter besser als häufige Futterwechsel. Jeder Hund mit Gewichtsverlust, dauerhaft weichem Kot oder Flüssigkeitsansammlungen sollte tierärztlich untersucht werden; die Tierärztin oder der Tierarzt kann eine spezielle Diät empfehlen.
| Lebensphase | Menge pro Tag | Mahlzeiten |
|---|---|---|
| Welpe (2 bis 6 Monate) | Laut Etikett des Welpenfutters, angepasst an das Körpergewicht | 3 bis 4 |
| Junghund (6 bis 12 Monate) | Etwa 1/2 bis 1 Tasse hochwertiges Futter | 2 bis 3 |
| Erwachsener Hund | Etwa 1/2 bis 1 Tasse, angepasst an Gewicht und Aktivität | 2 |
| Senior | Leicht reduziert, angepasst an geringere Aktivität | 2 |
Leckerlis und Nahrungsergänzung
Halten Sie Leckerlis auf etwa zehn Prozent der Tagesration begrenzt und greifen Sie zu einfachen, fettarmen Varianten, damit die Verdauung nicht belastet wird. Nutzen Sie kleine Trainingssnacks in kurzen Einheiten und ziehen Sie diese von der Futterportion ab, um Übergewicht zu vermeiden. Geben Sie keine Nahrungsergänzung ohne tierärztlichen Rat; ein Hund, der wegen einer Verdauungserkrankung betreut wird, braucht unter Umständen bestimmte Vitamine oder Mineralstoffe, die eine Fachperson festlegen sollte.
Gesundheit
Der Norwegische Lundehund wird meist 12 bis 14 Jahre alt und gilt als robust, trägt aber wegen seiner kleinen Gründerpopulation ein deutliches Risiko für eine Verdauungserkrankung.
Der Lundehund lebt in der Regel 12 bis 14 Jahre und ist insgesamt ein aktiver, gesunder kleiner Hund. Sein wichtigstes Gesundheitsthema ist eine Gruppe von Magen-Darm-Erkrankungen, die oft unter dem Begriff Lundehund-Syndrom zusammengefasst werden, eine eiweißverlierende Störung, die Verdauung und Nährstoffaufnahme beeinträchtigen kann. Die geringe genetische Vielfalt der Rasse, eine Folge ihrer Beinahe-Ausrottung und des Wiederaufbaus aus sehr wenigen Hunden, trägt zu diesem erhöhten Risiko bei. Verantwortungsvolle Züchter beobachten die Verdauungsgesundheit genau und unterstützen Programme zur Erweiterung des Genpools.
| Erkrankung | Anzeichen | Hinweis |
|---|---|---|
| Lundehund-Syndrom (eiweißverlierende Enteropathie/Gastroenteropathie) | Gewichtsverlust, weicher Kot, wenig Energie, Flüssigkeitsansammlungen | Das bedeutendste Gesundheitsthema der Rasse; Behandlung mit tierärztlicher Betreuung und angepasster Ernährung |
| Verdauungsstörungen | Erbrechen, weicher Kot, schlechter Appetit | Oft mit Futterwechseln verbunden; gleichbleibendes Futter hilft |
| Zahnerkrankungen | Mundgeruch, Zahnstein, wundes Zahnfleisch | Häufig bei kleinen Rassen; regelmäßiges Zähneputzen hilft |
| Kniescheibenprobleme | Aussetzende Schritte, zeitweise Lahmheit | Anhaltendes Hinken mit der Tierärztin oder dem Tierarzt besprechen |
Vorsorge
- Vereinbaren Sie regelmäßige tierärztliche Kontrollen und halten Sie Impfungen sowie Parasitenschutz aktuell.
- Beobachten Sie Gewicht, Appetit und Kotqualität und melden Sie Veränderungen frühzeitig.
- Füttern Sie gleichbleibend und passend und vermeiden Sie abrupte Futterwechsel.
- Pflegen Sie die Zahngesundheit durch regelmäßiges Zähneputzen.
- Kaufen Sie von Züchtern, die offen über Verdauungsgesundheit und genetische Vielfalt in ihren Linien sprechen.
Erziehung und Training
Der Norwegische Lundehund ist klug, aber eigenständig, deshalb lernt er am besten mit kurzen, abwechslungsreichen, belohnungsbasierten Einheiten und geduldiger, konsequenter Führung, besonders bei der Stubenreinheit.
Der Lundehund ist intelligent und begreift schnell, wurde aber gezüchtet, um allein zu arbeiten und selbst zu entscheiden, weshalb er nicht immer beim ersten Kommando gehorcht. Er reagiert deutlich besser auf Training, das sich wie ein Spiel anfühlt, als auf stures Wiederholen. Halten Sie die Einheiten kurz, wechseln Sie die Übungen häufig und beenden Sie jede Einheit mit einem Erfolg. Besonders die Stubenreinheit kann länger dauern als bei vielen anderen Rassen, weshalb eine feste Routine und Geduld wichtig sind.
Grundlagen
- Beginnen Sie früh mit der Sozialisierung und führen Sie den Welpen ruhig an Menschen, Hunde, Geräusche und Orte heran.
- Üben Sie eine zuverlässige Reaktion auf den Namen und den Rückruf in einem sicheren Bereich, da die Rasse neugierig ist und gerne herumstreift.
- Bauen Sie grundlegende Signale wie Sitz, Platz und Bleib in kurzen, fröhlichen Einheiten auf.
- Etablieren Sie eine feste, gleichbleibende Routine für die Stubenreinheit und rechnen Sie damit, dass es Zeit braucht.
- Ergänzen Sie Nasenarbeit und Denkspiele, um Neugier und Energie der Rasse sinnvoll zu lenken.
Zucht
Die Zucht des Norwegischen Lundehunds erfordert besondere Sorgfalt wegen des sehr kleinen Genpools der Rasse und ihres Risikos für eine erbliche Verdauungserkrankung.
Die Zucht des Lundehunds ist aufwendiger als bei den meisten Kleinhunderassen. Hündinnen erreichen die Geschlechtsreife meist mit etwa 18 bis 24 Monaten und können ab diesem Alter gedeckt werden, sobald die Gesundheitsuntersuchungen abgeschlossen sind. Der Deckakt folgt dem üblichen Muster bei Hunden, und die Trächtigkeit dauert etwa 63 Tage. Die Würfe fallen meist klein aus, häufig zwei bis vier Welpen. Interessierte finden über den Österreichischen Kynologenverband (ÖKV) Kontakt zu FCI-anerkannten Zuchtstätten in Österreich.
Die zentrale Herausforderung liegt in der Genetik. Da die heutige Rasse von sehr wenigen Gründertieren abstammt, ist der Inzuchtgrad hoch und die Verdauungserkrankung weit verbreitet. Norwegische Rasseklubs betreiben Kreuzungs- und Diversitätsprogramme, bei denen sorgfältig ausgewählte fremde Hunde eingekreuzt werden, um den Genpool zu erweitern und dabei den Rassetyp zu bewahren. Verantwortungsvolle Züchter untersuchen auf Verdauungsgesundheit, legen die Ergebnisse offen und planen Verpaarungen so, dass sich Risiken nicht konzentrieren.
Bei der Aufzucht der Welpen stehen gleichbleibende Ernährung und genaue Beobachtung im Vordergrund, da Welpen aus einer Rasse mit Neigung zu Resorptionsstörungen sorgfältige Fütterung und Gewichtskontrolle brauchen. Frühe Sozialisierung und behutsamer Umgang legen den Grundstein für das selbstbewusste, neugierige Wesen, für das die Rasse bekannt ist.
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Zuchtreife | Etwa 18 bis 24 Monate |
| Trächtigkeit | Etwa 63 Tage |
| Typische Wurfgröße | 2 bis 4 Welpen |
| Zentrales Anliegen | Sehr geringe genetische Vielfalt und erbliche Verdauungserkrankung |
| Empfohlene Praxis | Gesundheitsuntersuchungen und Teilnahme an anerkannten Diversitätsprogrammen |
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Häufig gestellte Fragen
Häufige Fragen zu Größe, Wesen, Pflegebedarf, Lebenserwartung, Eignung und Verfügbarkeit des Norwegischen Lundehunds.
Wie groß wird ein Norwegischer Lundehund?
Er ist ein kleiner Hund mit etwa 30 bis 38 cm Schulterhöhe und einem Gewicht von rund 6 bis 9 kg.
Wie ist das Wesen des Norwegischen Lundehunds?
Er ist treu, neugierig, wachsam und energiegeladen. Seiner Familie gegenüber ist er anhänglich, Fremden gegenüber oft zurückhaltend, und er denkt sehr eigenständig.
Ist der Norwegische Lundehund pflegeintensiv?
Er ist mäßig anspruchsvoll. Die Fellpflege ist unkompliziert, doch die Rasse braucht tägliche Bewegung, geduldiges Training und wegen ihrer empfindlichen Verdauung besondere Aufmerksamkeit bei Ernährung und Gewicht.
Wie alt wird ein Norwegischer Lundehund?
Die meisten werden bei guter Pflege, regelmäßigen tierärztlichen Kontrollen und sorgfältigem Ernährungsmanagement etwa 12 bis 14 Jahre alt.
Ist der Norwegische Lundehund ein guter Familienhund?
Das kann er sein, für aktive Haushalte, die einen lebhaften, neugierigen Kleinhund schätzen und mit seinem Eigensinn sowie seinen Ernährungsbedürfnissen umgehen können. Als unkomplizierter erster Hund ist er weniger geeignet.
Warum hat der Norwegische Lundehund sechs Zehen?
Die zusätzlichen Zehen sind ein Rassemerkmal, das dem Hund besseren Halt beim Klettern an nassen, steilen Meeresklippen zur Papageientaucherjagd gab. Jede Pfote hat mindestens sechs Zehen, mehrere davon vollständig ausgebildet.
Sind Norwegische Lundehunde selten?
Ja. Die Rasse wäre im 20. Jahrhundert beinahe ausgestorben und wurde aus sehr wenigen Hunden wiederaufgebaut, daher ist sie weiterhin selten und die Suche nach einem Welpen bei einem verantwortungsvollen Züchter kann eine Wartezeit bedeuten.
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