
Der Lapplandhirtenhund ist ein freundlicher, fleißiger finnischer Hütehund, gebaut für die unermüdliche Arbeit beim Treiben von Rentieren in rauen Klimazonen.
Wie das Fell des Lappländischer Rentierhund aufgebaut ist und was das für die Pflege bedeutet.
Kritisch: Ein Lappländischer Rentierhund sollte nicht geschoren werden.
Die Unterwolle hält Hitze ebenso ab wie Kälte, und das Deckhaar schützt die Haut vor Sonne und Insektenstichen. Wird das ganze Fell abgeschoren, fällt beides weg. Es wächst oft lückenhaft, weich oder in anderer Farbe nach, und bei manchen Tieren kehrt das Deckhaar nie richtig zurück. Bürsten Sie die Unterwolle aus, statt sie abzuschneiden.
Hinweis: Ein Lappländischer Rentierhund stößt seine Unterwolle in starken Schüben ab.
Die Unterwolle löst sich über einige Wochen in starken Schüben. Ein Unterwollharke oder ein Bad mit anschließendem gründlichem Föhnen entfernt sie weit schneller als tägliches Bürsten. Das Fell kurz zu scheren ist dafür keine Abkürzung.
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Der Lappländische Rentierhund ist ein mittelgroßer finnischer Hütehund, der Rentiere durch die Arktis treibt. Er gilt als freundlich, energiegeladen und gut ausbildbar.
Der Lappländische Rentierhund ist ein mittelgroßer Arbeitshund aus Finnland. Das Volk der Samen entwickelte ihn, um Rentiere in den nördlichen Weiten Lapplands zu hüten und zu treiben. Die Rasse ist auf Ausdauer im kalten, offenen Gelände ausgelegt und nicht auf Schnelligkeit über kurze Strecken. Sie bewegt sich mühelos über Stunden hinweg und arbeitet auch bei Wetter weiter, das viele andere Hunde zum Aufgeben bringen würde.
Im Wesen ist der Lappländische Rentierhund freundlich und menschenbezogen. Er besitzt einen ausgeprägten Arbeitswillen und setzt bei der Arbeit gern seine Stimme ein. Er bindet sich eng an seine Familie und bleibt aufmerksam gegenüber dem, was sein Führer tut. Diese Verbindung aus Gelehrigkeit und Energie erklärt, warum die Rasse ihren Platz als Rentierhund behauptet hat und sich zugleich an aktive Haushalte und den Hundesport anpassen konnte.
Erwachsene Hunde werden meist 11 bis 14 Jahre alt. Außerhalb der nordischen Länder ist die Rasse noch vergleichsweise selten, daher warten Interessenten oft auf Würfe aus Arbeits- oder Ausstellungslinien.
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Herkunft | Finnland |
| Größe | Mittelgroß |
| Lebenserwartung | 11 bis 14 Jahre |
| Gruppe / Aufgabe | Hütehund (Rentiertrieb) |
| Passt zu | Aktiven Familien und erfahrenen Haltern, die täglich Arbeit oder Bewegung bieten können |
Der Lappländische Rentierhund passt in einen Haushalt, der ihm eine Aufgabe und beständige tägliche Beschäftigung geben kann. Er kommt gut mit Haltern zurecht, die Freude an Training, Hundesport oder langen Ausflügen im Freien haben und denen ein Hund nichts ausmacht, der bei der Arbeit bellt. Haushalte, die einen ruhigen, ausgeglichenen Begleiter mit wenig Energie suchen, sind in der Regel keine gute Wahl. Menschen in kalten oder gemäßigten Klimazonen mit Platz zum Bewegen eignen sich besser als solche in kleinen, warmen oder bewegungsarmen Verhältnissen.
Der Lappländische Rentierhund stammt aus den samischen Rentierzuchtkulturen Nordfinnlands und wurde Mitte des 20. Jahrhunderts als eigenständige Rasse anerkannt.
Der Lappländische Rentierhund geht auf die spitzartigen Hunde zurück, die die Samen in den nördlichen Teilen Finnlands, Schwedens und Norwegens hielten. Über Generationen arbeiteten diese Hunde an der Seite von Rentierhirten und halfen, die Tiere über die weiten arktischen Weidegründe zu sammeln und zu treiben. Die Auswahl richtete sich nach der Arbeitsfähigkeit und der Widerstandskraft gegen harte Winter, nicht nach dem Aussehen.
Einen Großteil ihrer frühen Geschichte hindurch wurde die Rasse in den Aufzeichnungen nicht vom dichter behaarten Lapphund getrennt. Beide Typen kamen in denselben Hütegebieten vor und wurden oft gemeinsam geführt. Mit der Verbreitung der geregelten Hundezucht in den nordischen Ländern begannen Züchter, den kurzhaarigeren Hütehund vom langhaarigen Begleithund zu unterscheiden.
Mitte des 20. Jahrhunderts erhielt die Rasse in Finnland eine eigene Anerkennung, und der finnische Standard legte sie als arbeitenden Rentierhund fest. Im Deutschen trägt sie heute den Namen Lappländischer Rentierhund. Etwa zur selben Zeit brachen die Bestände stark ein, weil motorisierter Transport die Rentierhaltung veränderte, und die Rasse wurde aus einer begrenzten Population wieder aufgebaut.
Heute bleibt der Lappländische Rentierhund eng mit seiner Heimat verbunden. In Teilen Lapplands wird er noch für die Rentierarbeit eingesetzt, tritt aber auch bei Prüfungen in Gehorsam, Agility und Hüten in Finnland und anderswo in Europa an.
Der Lappländische Rentierhund ist ein mittelgroßer, leicht rechteckiger Spitztyp mit wetterfestem Doppelhaar, meist dunkel mit helleren Abzeichen.
Der Lappländische Rentierhund ist ein mittelgroßer Hund, dessen Körper etwas länger als hoch ist. Das ergibt eine ausgewogene, wendige Silhouette, die zu langen Arbeitstagen passt. Der Bau ist kräftig, ohne schwer zu wirken. Der Kopf ist mäßig breit mit stehenden oder halb stehenden Ohren, der Ausdruck wach und freundlich. Die Rute wird in der Ruhe tief getragen und kann sich nach oben biegen, wenn der Hund in Bewegung oder aufmerksam ist.
| Merkmal | Standard |
|---|---|
| Höhe | Rüden etwa 51 cm, Hündinnen etwa 46 cm am Widerrist |
| Gewicht | Etwa 25 bis 30 kg |
| Haar | Mittellanges, gerades Doppelhaar mit dichter Unterwolle |
| Farben | Meist schwarz oder dunkelgrau bis braun, mit helleren lohfarbenen oder grauen Abzeichen an Kopf, Beinen und Unterseite |
| Augen | Oval, dunkel, mit aufmerksamem Ausdruck |
Das Haar ist ein arbeitstaugliches Doppelhaar: eine gröbere, wetterfeste Deckschicht über einer weichen, isolierenden Unterwolle. Am Hals und an der Rückseite der Beine ist es länger, bleibt aber kürzer und dichter anliegend als das Haar des Lapphunds. Dunkle Grundfarben wie Schwarz, Grau und Braun sind typisch, oft mit blasseren Abzeichen, die der Rasse ihr charakteristisches, gemustertes Aussehen geben. Das Haar haart, mit stärkerem saisonalem Haarwechsel, wenn die Unterwolle erneuert wird.
Freundlich, energiegeladen und arbeitsfreudig bindet sich der Lappländische Rentierhund eng an seine Familie, ist meist gesellig zu Menschen und bei der Arbeit oft lautfreudig.
Der Lappländische Rentierhund ist ein freundlicher, aufmerksamer Hund, der gern in das Geschehen seiner Menschen eingebunden bleibt. Zu Hause ist er ruhig und anhänglich, sobald sein Bedürfnis nach Beschäftigung gedeckt ist. Er bringt jedoch einen echten Arbeitswillen mit und braucht eine Aufgabe. Die Rasse ist intelligent und spricht gut auf Training an. Das ist einer der Gründe, warum sie über ihre Hüteherkunft hinaus in Gehorsam und Agility Fuß gefasst hat.
Gegenüber Familienmitgliedern ist die Rasse treu und zugewandt. Fremden begegnet sie meist höflich statt aggressiv, kündigt Besucher aber gern an. Viele Lappländische Rentierhunde sind allgemein lautfreudig und nutzen das Bellen sowohl als Hütewerkzeug als auch zur alltäglichen Verständigung. In enger Wohnlage spielt die Geräuschtoleranz daher eine Rolle. Mit anderen Hunden ist die Rasse meist gesellig, und frühe Gewöhnung hilft ihr, sich an kleinere Haustiere zu gewöhnen. Ihr Hüteinstinkt kann sie allerdings dazu bringen, sich bewegende Tiere zu jagen.
| Merkmal | Bewertung |
|---|---|
| Anhänglichkeit | 4 |
| Energie | 5 |
| Ausbildbarkeit | 5 |
| Lautfreudigkeit | 4 |
| Haaren | 3 |
Der Lappländische Rentierhund braucht viel tägliche Bewegung und geistige Arbeit, dazu mäßige Fellpflege und bevorzugt kühlere Klimazonen.
Der Lappländische Rentierhund ist für kühle und gemäßigte Klimazonen geeignet und verträgt Kälte dank seines Doppelhaars gut. Er kann in verschiedenen Haushalten leben, sofern er täglich Beschäftigung bekommt, doch am glücklichsten ist er mit Zugang nach draußen und Platz zum Bewegen. Bei heißem Wetter sollte die Anstrengung auf die kühleren Tageszeiten begrenzt und für Schatten und Wasser gesorgt werden. Wegen seiner Neigung zum Bellen passt die Rasse besser in Haushalte, in denen etwas Lärm akzeptabel ist.
Als aktive, mittelgroße Arbeitsrasse braucht der Lappländische Rentierhund eine vollwertige, ausgewogene Kost mit an sein hohes Aktivitätsniveau angepassten Portionen.
Der Lappländische Rentierhund kommt mit einer vollwertigen, ausgewogenen Kost gut zurecht, die für aktive mittelgroße Hunde zusammengestellt ist. Da es sich um eine Arbeitsrasse mit hohem Energiebedarf handelt, steigt der Kalorienbedarf mit dem Umfang der Bewegung oder Hütearbeit und sinkt in ruhigeren Phasen. Die Portionen sollten so angepasst werden, dass der Hund schlank bleibt, mit gut fühlbaren, aber nicht sichtbaren Rippen. Frisches Wasser sollte jederzeit zur Verfügung stehen, besonders nach Anstrengung.
| Lebensphase | Menge pro Tag | Mahlzeiten |
|---|---|---|
| Welpe (2 bis 6 Monate) | Laut Angabe auf dem Welpenfutter, aufgeteilt | 3 bis 4 |
| Junghund (6 bis 12 Monate) | Laut Angabe, Übergang zu erwachsenen Mengen | 2 bis 3 |
| Erwachsen (arbeitend / aktiv) | Etwa 250 bis 350 g hochwertiges Trockenfutter | 2 |
| Erwachsen (weniger aktiv) | Etwa 200 bis 280 g hochwertiges Trockenfutter | 2 |
| Senior | Reduzierte Kalorien, erhaltendes Eiweiß | 2 |
Leckerlis auf etwa zehn Prozent der Tageskalorien beschränken und beim Abmessen der Mahlzeiten berücksichtigen, denn diese Rasse nimmt in bewegungsarmen Phasen schnell zu, wenn sie zu viel bekommt. Die meisten Hunde mit vollwertiger Kost brauchen keine Ergänzungsmittel. Gelenk- oder Hautpräparate vor der Gabe mit einer Tierärztin oder einem Tierarzt besprechen, besonders bei stark arbeitenden oder älteren Hunden.
Der Lappländische Rentierhund ist meist robust mit einer Lebenserwartung von 11 bis 14 Jahren. Einige Erbkrankheiten sollten durch Untersuchungen abgeklärt werden.
Der Lappländische Rentierhund ist im Allgemeinen gesund und widerstandsfähig, was seine Herkunft als auf Ausdauer selektierter Arbeitshund in einer anspruchsvollen Umgebung widerspiegelt. Die meisten Hunde leben 11 bis 14 Jahre. Wie bei jeder aus einer begrenzten Population wieder aufgebauten Rasse setzen verantwortungsvolle Züchter Gesundheitsuntersuchungen ein, um Erbkrankheiten zu steuern und die genetische Vielfalt zu erhalten.
| Erkrankung | Anzeichen | Hinweis |
|---|---|---|
| Hüftgelenksdysplasie | Steifheit, Widerwille beim Springen, verändertes Gangbild | Zuchttiere untersuchen; Hunde schlank halten |
| Ellbogendysplasie | Lahmheit der Vordergliedmaßen, besonders nach Belastung | Erblich; Untersuchungsergebnisse der Elterntiere prüfen |
| Progressive Retinaatrophie | Nachtblindheit mit fortschreitendem Sehverlust | DNA- und Augenuntersuchungen der Zuchthunde senken das Risiko |
| Grauer Star | Trübe Augen, verminderte Sehkraft | Eine tierärztliche Augenuntersuchung kann ihn früh erkennen |
Der Lappländische Rentierhund ist intelligent und sehr gut ausbildbar. Am besten spricht er auf konsequentes, belohnungsbasiertes Training an, das ihm eine Aufgabe gibt.
Der Lappländische Rentierhund gehört zu den besser ausbildbaren Hüterassen. Er lernt schnell, ist auf seinen Führer bezogen und lässt sich durch Beschäftigung und Belohnung motivieren. Diese Intelligenz geht mit einer für eigenständige Entscheidungen im Feld gezüchteten Selbstständigkeit einher. Deshalb funktioniert Training am besten, wenn es konsequent und abwechslungsreich statt eintönig ist. Die Rasse glänzt in Gehorsam, Agility, Rally und Hüteaufgaben. Lenkt man ihren Arbeitswillen in strukturierte Aufgaben, verringert das lästiges Bellen.
Lappländische Rentierhunde reifen mit etwa ein bis zwei Jahren, bringen nach rund neun Wochen Trächtigkeit mittlere Würfe und profitieren wegen des begrenzten Genpools von sorgfältiger Auswahl.
Lappländische Rentierhunde erreichen ihre körperliche und geistige Reife meist zwischen einem und zwei Jahren. Verantwortungsvolle Züchter warten in der Regel, bis ein Hund ausgewachsen und gesundheitlich untersucht ist, bevor sie ihn in die Zucht nehmen. Die Verpaarung folgt dem normalen Läufigkeitszyklus der Hündin, und die Trächtigkeit dauert etwa 63 Tage. Die Würfe sind für eine mittelgroße Rasse meist von mittlerer Größe.
Die Aufzucht der Jungen dreht sich um frühe Handhabung und Sozialisierung. Welpen profitieren in den ersten Wochen von behutsamer Gewöhnung an Menschen, Haushaltsgeräusche und verschiedene Untergründe. Das unterstützt das freundliche, anpassungsfähige Wesen der Rasse. Da die Rasse aus einer kleinen Population wieder aufgebaut wurde, achten Züchter bei der Planung von Verpaarungen neben der Hüft-, Ellbogen- und Augenuntersuchung auch auf die genetische Vielfalt.
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Geschlechtsreife | Etwa 1 bis 2 Jahre |
| Trächtigkeit | Etwa 63 Tage |
| Durchschnittliche Wurfgröße | Etwa 4 bis 7 Welpen |
| Absetzen | Mit etwa 7 bis 8 Wochen |
| Gesundheitsuntersuchung | Hüft-, Ellbogen- und Augenuntersuchung der Zuchttiere |
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Häufige Fragen zu Größe, Wesen, Pflegebedarf, Lebenserwartung, Eignung und Verfügbarkeit des Lappländischen Rentierhunds.
Er ist ein mittelgroßer Hund. Rüden erreichen etwa 51 cm und Hündinnen etwa 46 cm am Widerrist, die meisten Hunde wiegen rund 25 bis 30 kg.
Die Rasse ist freundlich, energiegeladen und arbeitsfreudig. Sie bindet sich eng an ihre Familie, ist meist gesellig zu Menschen und anderen Hunden und neigt zum Bellen, besonders bei der Arbeit oder beim Anzeigen.
Die Fellpflege ist mäßig, mit wöchentlichem Bürsten und intensiverer Pflege während des saisonalen Haarwechsels. Die größere Verpflichtung sind Bewegung und geistige Arbeit: Diese Rasse braucht ein bis zwei Stunden tägliche Aktivität und eine Aufgabe, um zufrieden zu sein.
Sie leben meist 11 bis 14 Jahre. Ein schlanker Körperzustand, ausreichende Bewegung und aktuelle tierärztliche Vorsorge unterstützen ein langes, gesundes Leben.
Ja, für aktive Familien. Er ist anhänglich und ausbildbar, passt aber in Haushalte, die täglich Bewegung bieten und etwas Bellen tolerieren können, statt in ruhige, bewegungsarme Verhältnisse.
Die Rasse ist außerhalb der nordischen Länder noch selten. Einen Welpen zu finden bedeutet daher oft, Züchter in Finnland oder anderswo in Europa zu kontaktieren und auf einen Wurf zu warten.
Er kann lautfreudig sein. Das Bellen gehört zu seiner Hütearbeit, und Hunde mit zu wenig Auslastung bellen häufiger. Ein Ruhesignal zu trainieren und täglich Beschäftigung zu bieten hilft, es beherrschbar zu halten.