
Kangal
Der Kangal ist ein edler türkischer Herdenschutzhund, der für seine ruhige Stärke und den unerschütterlichen Schutz der ihm anvertrauten Tiere bekannt ist.
- Size
- Riesig
- Lifespan
- 12–15 years
- Origin
- Türkei
- Temperament
- Beschützend
- Standard colors
- Grau, Lohfarben, Creme und Rehfarben
Characteristics
Coat and grooming
How the Kangal coat is built, and what that means when you groom it.
- Fellschichten
- Doppeltes Fell
- Fellstruktur
- Plüschig
- Fellänge
- Mittellang
- Haarwechsel
- Saisonaler Fellwechsel
Grooming guidance
Kritisch: A Kangal should not be shaved.
Die Unterwolle hält Hitze ebenso ab wie Kälte, und das Deckhaar schützt die Haut vor Sonne und Insektenstichen. Wird das ganze Fell abgeschoren, fällt beides weg. Es wächst oft lückenhaft, weich oder in anderer Farbe nach, und bei manchen Tieren kehrt das Deckhaar nie richtig zurück. Bürsten Sie die Unterwolle aus, statt sie abzuschneiden.
Hinweis: A Kangal drops its undercoat in heavy bursts.
Die Unterwolle löst sich über einige Wochen in starken Schüben. Ein Unterwollharke oder ein Bad mit anschließendem gründlichem Föhnen entfernt sie weit schneller als tägliches Bürsten. Das Fell kurz zu scheren ist dafür keine Abkürzung.
Kangal colors and patterns
What each club's breed standard says about every Kangal color and pattern. Point at a ruling to see the club's own wording.
Breed standards describe the Kangal in Grau, Lohfarben, Creme und Rehfarben. Standard patterns: Einfarbig, Zobel und Agouti.
| Color or pattern | UKC | KC | FCI | KUSA |
|---|---|---|---|---|
| Grau | Standardgemäß (“can appear gray when there are more dark (sable) hairs”) | Standardgemäß (“steel grey”) | No ruling | No ruling |
| Lohfarben | Standardgemäß (“pale tan”) | Nicht anerkannt | No ruling | No ruling |
| Creme | Standardgemäß (“cream”) | Standardgemäß (“cream”) | No ruling | No ruling |
| Rehfarben | Standardgemäß (“fawn”) | Standardgemäß (“fawn”) | Standardgemäß (“from fawn to wolf sable”) | Standardgemäß (“from fawn to wolf sable”) |
| Schwarz | Disqualifizierend (“Dogs with a white, black, chocolate, red or liver main body color”) | Nicht anerkannt | No ruling | No ruling |
| Weiß | Disqualifizierend (“Dogs with a white, black, chocolate, red or liver main body color”) | Nicht anerkannt | No ruling | No ruling |
| Leberbraun | Disqualifizierend (“Dogs with a white, black, chocolate, red or liver main body color”) | Nicht anerkannt | No ruling | No ruling |
| Rot | Disqualifizierend (“Dogs with a red coat”) | Nicht anerkannt | No ruling | No ruling |
| Patterns | ||||
| Einfarbig | Standardgemäß (“always solid”) | Standardgemäß (“a whole coloured dog”) | Standardgemäß (“Whole body should be one colour”) | Standardgemäß (“Whole body should be one colour”) |
| Zobel | Standardgemäß (“more dark (sable) hairs in the outer coat”) | Nicht anerkannt | No ruling | No ruling |
| Agouti | No ruling | Nicht anerkannt | Standardgemäß (“wolf sable”) | Standardgemäß (“wolf sable”) |
| Gestromt | Disqualifizierend (“brindle”) | Fehler (“Brindle undesirable”) | No ruling | No ruling |
| Dunkel gestromt | Disqualifizierend (“brindle”) | Fehler (“Brindle undesirable”) | No ruling | No ruling |
| Gescheckt | Disqualifizierend (“piebald”) | Nicht anerkannt | No ruling | No ruling |
| Weiß mit Platten | Disqualifizierend (“other parti-colored patterns”) | Nicht anerkannt | No ruling | No ruling |
| Color or pattern | UKC | KC | FCI | KUSA |
|---|---|---|---|---|
| Braun | No ruling | Standardgemäß (“Golden to brown in colour”) | No ruling | No ruling |
| Dunkelbraun | Standardgemäß (“deep brown”) | No ruling | Standardgemäß (“Dark brown to light brown, the darker, the better”) | Standardgemäß (“Dark brown to light brown, the darker, the better”) |
| Hellbraun | No ruling | No ruling | Standardgemäß (“Dark brown to light brown”) | Standardgemäß (“Dark brown to light brown”) |
| Bernsteinfarben | Standardgemäß (“Eye color ranges from deep brown to amber”) | Standardgemäß (“Golden to brown in colour”) | No ruling | No ruling |
| Gelb | Fehler (“Pale yellow eyes”) | No ruling | No ruling | No ruling |
| Patterns | ||||
| Verschiedenfarbige Augen | No ruling | No ruling | Disqualifizierend (“Different coloured eyes”) | Disqualifizierend (“Different coloured eyes”) |
| Color or pattern | UKC | KC | FCI | KUSA |
|---|---|---|---|---|
| Schwarz | Standardgemäß (“large and solid black”) | Standardgemäß (“large and black”) | Standardgemäß (“Black”) | Standardgemäß (“Black”) |
| Leberbraun | Disqualifizierend (“Liver or chocolate-colored nose”) | No ruling | Disqualifizierend (“Brown nose and pigmentation”) | Disqualifizierend (“Brown nose and pigmentation”) |
What the rulings mean
- Standardgemäß
- Described by the club's breed standard.
- Fehler
- Named by the club's breed standard as a fault: the animal can be shown but is penalized.
- Disqualifizierend
- The club's breed standard disqualifies an animal of this color or pattern.
- Nicht anerkannt
- The club does not accept this color or pattern for the breed.
Color changes
How a Kangal's colors can change over its life.
Schwarzchanges toSchneenase
Nase · Mit der Jahreszeit · can change back
Schwarzchanges toRosa
Nase · Mit der Jahreszeit · can change back
Sources
Each ruling comes from the club's published breed standard or color list.
Meet some of our Kangal
A few of the Kangal profiles members have added to United Pet Club.
Der Kangal Shepherd Dog im Überblick
Der Kangal Shepherd Dog ist ein türkischer Herdenschutzhund von imposanter Größe, geschätzt für sein ruhiges Wesen und den zuverlässigen Schutz von Herde und Familie.
Der Kangal Shepherd Dog ist ein großer Herdenschutzhund, der in Zentralanatolien gezüchtet wurde, um Schaf- und Ziegenherden vor Raubtieren zu schützen. Er arbeitet auf Distanz zum Menschen und trifft eigenständig Entscheidungen bei Bedrohungen; gebaut ist er auf Ausdauer, nicht auf Tempo. Kennzeichnend ist eine bedachte, wachsame Art: den Großteil des Tages ruhig, aufmerksam, sobald sich etwas verändert.
Ausgewachsene Kangals sind kraftvolle Tiere mit breitem Kopf, dichtem Doppelfell und der typischen schwarzen Gesichtsmaske. Gezüchtet wurden sie, um Wölfen und anderen großen Raubtieren standzuhalten, daher gehören Größe und Selbstsicherheit zum Arbeitstyp. Trotz dieser Kraft zeigt sich ein gut aufgezogener Kangal gegenüber den Tieren und Menschen, die er als die Seinen betrachtet, meist sanft.
Dieser Hund ist in erster Linie ein Arbeitstier. Er passt zu Haltern, die ihm Platz, eine klare Aufgabe oder Routine und eine beständige Führung bieten können. Für Wohnungen oder Haushalte, die einen jederzeit folgsamen Begleiter suchen, eignet er sich weniger.
| Merkmal | Details |
|---|---|
| Herkunft | Türkei |
| Größe | Riesenrasse |
| Lebenserwartung | 12 bis 15 Jahre |
| Gruppe / Aufgabe | Herdenschutzhund |
| Verträglichkeit | Familie und die Herde, mit der er aufwächst; bei fremden Menschen und Tieren braucht es eine behutsame Eingewöhnung |
Für wen er sich eignet
Der Kangal passt zu erfahrenen Haltern mit einem Anwesen am Land, einem Bauernhof oder einem großen, sicher eingezäunten Grundstück. Er dankt es Menschen, die selbstständige Herdenschutzrassen verstehen und sich auf eine frühe Sozialisierung einlassen. Für Ersthundehalter, kleine Wohnungen oder alle, die einen Begleiter für die Hundezone ohne Leine suchen, ist er nicht die richtige Wahl.
Geschichte und Herkunft
Der Kangal Shepherd Dog stammt aus der Region Sivas in Zentralanatolien, wo er seit Jahrhunderten Herden bewacht und als Nationalrasse der Türkei gilt.
Der Name Kangal geht auf den gleichnamigen Bezirk in der Provinz Sivas in Zentralanatolien zurück. Schäfer in dieser Region halten seit Generationen große Wachhunde, um ihre Herden auf offenem Weideland vor Wölfen, Schakalen und Bären zu verteidigen. Die Rasse entstand durch Arbeitszucht, nicht durch Zuchtauswahl für Ausstellungen: Behalten wurden jene Hunde, die sich als ruhig und wirksam erwiesen.
Wachhunde dieses Grundtyps gibt es in ganz Anatolien schon lange, der Kangal gilt als die mit Sivas verbundene regionale Ausprägung. In seiner Heimat genießt der Hund hohes Ansehen, und die Türkei behandelt den Kangal als Nationalrasse von kultureller Bedeutung.
Im Lauf des 20. Jahrhunderts verbreitete sich der Kangal über die Türkei hinaus. Arbeitstiere wurden in andere Länder exportiert, unter anderem für Programme, die Herdenschutzhunde zur Reduktion von Rissen durch Raubtiere einsetzen; solche Programme gewinnen mittlerweile auch auf Almen in Österreich und anderen Alpenregionen an Bedeutung, seit sich Wolfsbestände dort wieder ausbreiten. Kynologische Verbände mehrerer Länder erkannten die Rasse an, teils unter Bezeichnungen, die sich auf den weiter gefassten anatolischen Herdenschutztyp beziehen, was bis heute zu Uneinigkeit bei der Namensgebung führt.
Heute wird der Kangal sowohl als Arbeitshund im Herdenschutz als auch als Wachhund für Grundstücke gehalten. Seine eigentliche Aufgabe hat sich kaum verändert: Er ist nach wie vor ein Tier, das mit einer Herde lebt und Bedrohungen nach eigenem Ermessen begegnet.
Erscheinungsbild
Der Kangal ist ein riesenwüchsiger, kräftig gebauter Hund mit kurzem, dichtem Doppelfell, meist falbfarben bis graubraun mit schwarzer Maske und schwarzen Ohren.
Der Kangal ist groß und schwer, wirkt dabei aber nicht plump. Der Körper ist etwas länger als hoch, mit tiefer Brust, kräftigen Läufen und einer geringelten Rute, die er bei Aufmerksamkeit oft über den Rücken trägt. Der Kopf ist breit mit deutlichem Stop, der Ausdruck ruhig und gefasst. Rüden sind merklich größer als Hündinnen.
| Merkmal | Beschreibung |
|---|---|
| Widerristhöhe | Rüden etwa 72 bis 81 cm; Hündinnen etwa 65 bis 75 cm |
| Gewicht | Rüden etwa 50 bis 65 kg; Hündinnen etwa 40 bis 55 kg |
| Fell | Kurz bis mittellang, dichtes Doppelfell |
| Farben | Falb bis graubraun oder helles Grau, meist mit schwarzer Maske und schwarzen Ohren |
| Augen | Mittelgroß, mandelförmig, braun bis bernsteinfarben |
Fell und Farben
Das Fell besteht aus zwei wetterfesten Schichten: einem gröberen Deckhaar über einer weichen Unterwolle. Diese Kombination schützt den Hund sowohl durch heiße anatolische Sommer als auch durch kalte Winter, wie sie auch in alpinen Lagen Österreichs vorkommen. Die klassische Farbgebung reicht von hellem Falb bis Graubraun, häufig mit einer dunkleren Schattierung entlang des Rückens. Schwarze Maske und dunkle Ohren sind ein prägendes Merkmal der Rasse. Das Fell haart, mit stärkerem Fellwechsel zu den Jahreszeiten.
Wesen
Kangals sind ruhige, treue und selbstständige Wächter: sanft zur eigenen Familie und Herde, von Natur aus zurückhaltend gegenüber Fremden und bereit, nach eigenem Ermessen zu handeln.
Der Kangal ist ein gelassener, in sich ruhender Hund. Innerhalb der eigenen Familie zeigt er sich anhänglich und geduldig und baut in der Regel eine enge Bindung zum Haushalt und zu jener Herde auf, mit der er aufwächst. Sein Grundzustand ist wachsame Ruhe: Er spart Energie, beobachtet, und reagiert entschlossen, sobald er eine Bedrohung erkennt.
Fremden gegenüber verhält sich der Kangal zurückhaltend und schutzbereit. Er taut nicht rasch auf und stellt sich mitunter zwischen Besuch und Familie, bis er sich sicher ist. Frühe und fortlaufende Sozialisierung hilft ihm, einen gewöhnlichen Gast von einer echten Bedrohung zu unterscheiden. Anderen Tieren gegenüber ist er meist verträglich, sofern er mit ihnen aufgewachsen ist, unbekannte Hunde und Raubtiere lösen dagegen seinen Schutzinstinkt aus.
Selbstständigkeit gehört zum Wesenskern der Rasse. Ein Kangal wurde dafür gezüchtet, Entscheidungen ohne Anweisung eines Betreuers zu treffen, weshalb er stur oder wählerisch gehorsam wirken kann. Das ist Arbeitsverhalten und kein Mangel, es bestimmt aber, wie Training und Haltung aussehen sollten.
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Zuneigung (zur Familie) | 4 |
| Energielevel | 2 |
| Erziehbarkeit | 2 |
| Bellfreude | 3 |
| Fellwechsel | 4 |
Pflege und Haltung
Der Kangal braucht mäßigen Pflegeaufwand, täglich Platz zum Bewegen und einen sicher eingezäunten Außenbereich; sein Schutztrieb verlangt einen stabilen Zaun und eine klare Tagesstruktur.
Fellpflege
- Ein- bis zweimal wöchentlich bürsten, während des jahreszeitlichen Fellwechsels öfter, um die Unterwolle zu bewältigen
- Nur bei Bedarf baden, da das Fell von Natur aus wetterfest ist
- Krallen regelmäßig kontrollieren und kürzen, da große Hunde ihre Pfoten stark belasten
- Ohren reinigen und Zähne in regelmäßigen Abständen kontrollieren
Bewegung
- Täglich Gassi gehen und zusätzlich Platz bieten, um ein gesichertes Areal zu patrouillieren oder zu erkunden
- Auf gleichmäßige, mäßige Aktivität setzen statt auf intensive Sprints
- Dem Hund eine Aufgabe oder Patrouillenroutine geben, um seinen Arbeitstrieb zu befriedigen
- Während der Wachstumsphase harte, sich wiederholende Belastung vermeiden, um die sich entwickelnden Gelenke zu schonen
Umgebung
Am besten kommt der Kangal mit eigenem Grund und Boden zurecht. Er passt zu Bauernhöfen, kleinen Landwirtschaften oder Häusern mit großem, sicher eingezäuntem Garten. Dank seines Doppelfells verträgt die Rasse Hitze und Kälte gut, dennoch braucht sie Schatten, einen Unterstand und frisches Wasser. Der Zaun muss hoch und stabil sein, denn ein Schutzhund patrouilliert seine Grenze und stellt sich allem entgegen, was sie überschreitet.
Ernährung und Fütterung
Als Riesenrasse braucht der Kangal eine ausgewogene Ernährung mit kontrolliertem Wachstum im Welpenalter und Portionen, die zur Aktivität passen, um Übergewicht zu vermeiden.
Da der Kangal eine Riesenrasse ist, sind Futterqualität und Portionskontrolle für Gelenke und Allgemeingesundheit entscheidend. Empfehlenswert ist ein Alleinfutter, das eigens für große und sehr große Rassen zusammengesetzt ist; die Menge richtet sich nach Gewicht, Alter und Aktivitätslevel des Hundes. Arbeitshunde und wachsende Welpen brauchen mehr als ein ausgewachsener Hund, der lediglich als Wächter am Grundstück gehalten wird. Langsames, gleichmäßiges Wachstum im Welpenalter schont die Gelenke besser als eine rasche Gewichtszunahme.
| Lebensphase | Menge pro Tag | Mahlzeiten |
|---|---|---|
| Welpe (2 bis 6 Monate) | Laut Fütterungsempfehlung für Welpenfutter großer und sehr großer Rassen, nach Gewicht | 3 bis 4 |
| Junghund (6 bis 18 Monate) | Angepasst an Wachstum und Körperzustand | 2 bis 3 |
| Erwachsen | Etwa 4 bis 8 Becher Trockenfutter, aufgeteilt nach Größe und Aktivität | 2 |
| Senior | Reduziert entsprechend geringerer Aktivität | 2 |
Leckerlis und Nahrungsergänzung
Leckerlis sollten nur einen kleinen Anteil der Tageskalorien ausmachen, damit es nicht zu Übergewicht kommt, das die Gelenke einer schweren Rasse belastet. Frisches Wasser muss jederzeit verfügbar sein. Gelenksnahrung oder andere Nahrungsergänzungsmittel vorher mit dem Tierarzt besprechen, da eine ausgewogene Alleinfütterung den Bedarf eines gesunden Hundes meist bereits abdeckt.
Gesundheit und Lebenserwartung
Der Kangal gilt allgemein als robuste Rasse mit einer Lebenserwartung von 12 bis 15 Jahren, kann aber wie andere Riesenrassen von Gelenks- und Herzproblemen betroffen sein.
Der Kangal gilt als robuste Arbeitsrasse, was er seinem funktionalen Körperbau und einem breiten Genpool an Arbeitslinien verdankt. Die Lebenserwartung liegt typischerweise bei 12 bis 15 Jahren, was für einen Hund dieser Größe beachtlich ist. Die meisten Gesundheitsthemen sind jene, die bei großen und sehr großen Rassen häufig vorkommen; verantwortungsvolle Zucht und ein gutes Gewichtsmanagement senken bei mehreren davon das Risiko.
| Erkrankung | Anzeichen | Anmerkung |
|---|---|---|
| Hüftgelenksdysplasie | Steifheit, Hinken, Widerwille beim Aufstehen | Bei großen Rassen häufig; Untersuchung der Zuchttiere hilft vorzubeugen |
| Ellbogendysplasie | Lahmheit der Vorderläufe, eingeschränkte Beweglichkeit | Wird mit Gewichtskontrolle und tierärztlicher Betreuung behandelt |
| Magendrehung (Gastric Dilatation Volvulus) | Geblähter Bauch, Würgereiz, sichtliche Not | Notfall bei tiefbrüstigen Rassen; sofort tierärztliche Hilfe aufsuchen |
| Schilddrüsenunterfunktion | Gewichtszunahme, Energiemangel, Fellveränderungen | Wird durch Blutuntersuchung festgestellt und medikamentös behandelt |
Vorsorge
- Impfungen und Parasitenschutz auf aktuellem Stand halten
- Ein schlankes Körpergewicht halten, um die Gelenke zu schonen
- Abgemessene Mahlzeiten füttern und starke Belastung direkt nach dem Fressen vermeiden, um das Risiko einer Magendrehung zu senken
- Regelmäßige tierärztliche Kontrollen einplanen, mit besonderem Augenmerk auf Gelenke und Herz im höheren Alter
Erziehung
Der Kangal ist klug, aber eigenständig; seine Erziehung setzt daher auf frühe Sozialisierung, Beständigkeit und Respekt vor seinem Schutzinstinkt statt auf stures Wiederholen von Übungen.
Der Kangal lernt rasch, wurde aber dafür gezüchtet, selbst zu entscheiden, und wägt daher ab, ob ein Kommando einer Befolgung wert ist. Diese Eigenständigkeit bedeutet, dass Erziehung Geduld und Beständigkeit braucht. Harte Methoden zerstören Vertrauen und machen einen Schutzhund schwerer führbar. Ziel ist ein Hund, der seine Bezugsperson respektiert und verlässliche Manieren zeigt, nicht einer, der auf Kommando vorführt. Mit der Sozialisierung früh beginnen: Der Welpe sollte Menschen, Orte, Tiere und alltägliche Ereignisse im Haushalt kennenlernen, damit er später echte Bedrohungen von gewöhnlichem Geschehen unterscheiden kann.
Grundlagen
- Sozialisierung und behutsamen Umgang bereits im Welpenalter beginnen
- Frühzeitig einen zuverlässigen Rückruf sowie ein Signal zum Ablegen oder Platzhalten beibringen
- Übungseinheiten kurz, ruhig und im ganzen Haushalt einheitlich halten
- Erwünschtes Verhalten belohnen und Konfrontation vermeiden
- Kontrollierte Begegnungen mit Besuch und fremden Tieren üben
- Grenzen und Tagesablauf ein Hundeleben lang konsequent bekräftigen
Zucht
Kangals erreichen die Zuchtreife für eine Riesenrasse vergleichsweise spät, bringen Würfe von rund sechs bis acht Welpen zur Welt und brauchen eine sorgfältige Aufzucht für ein stabiles Wesen als Schutzhund.
Als Riesenrasse reift der Kangal langsam heran, verantwortungsvolle Züchter warten daher mit der ersten Zucht, bis ein Tier körperlich und geistig ausgereift ist, in der Regel im Alter von etwa zwei Jahren. Gesundheitsuntersuchungen der Zuchttiere, insbesondere von Hüft- und Ellbogengelenken, helfen dabei, erbliche Probleme zu verringern. Die Tragzeit beträgt rund 63 Tage, wie bei Hunden üblich. Würfe umfassen üblicherweise sechs bis acht Welpen, größere Würfe kommen ebenfalls vor.
Eine gute Aufzucht prägt den späteren Schutzhund entscheidend. Welpen, die für den Herdenschutz vorgesehen sind, wachsen meist gemeinsam mit den Tieren auf, die sie später beschützen sollen, damit die Bindung früh entsteht. Welpen, die als Familien- oder Wachhund gedacht sind, brauchen eine breite Sozialisierung mit Menschen und Alltagssituationen. In beiden Fällen braucht der Welpe eine sorgfältige Ernährung für gleichmäßiges Wachstum, Platz zur Entwicklung und einen beständigen Umgang. Aufgrund von Größe, Kraft und ausgeprägtem Schutztrieb der Rasse sollten Zucht und Vermittlung Menschen überlassen bleiben, die die Rasse verstehen und jeden Welpen dem passenden Zuhause zuordnen können.
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Zuchtreife | Etwa 2 Jahre |
| Tragzeit | Etwa 63 Tage |
| Typische Wurfgröße | 6 bis 8 Welpen |
| Absetzen | Etwa 7 bis 8 Wochen |
Kangal registrieren: Hund und Chip in Österreich
Die Heimtierdatenbank erledigt die Pflicht; das gratis Profil von United Pet Club hält Ihren Hund der Rasse Kangal überall auffindbar.
Einen Hund der Rasse Kangal in Österreich registrieren
Die Heimtierdatenbank weiß, dass es Ihren Hund gibt; ein Lesegerät im Ausland fragt dort aber nicht nach. Für einen Kangal schließt das gratis Profil von United Pet Club diese Lücke: Foto, Daten und Ihre Kontakte, abrufbar aus jeder Ordination und jedem Tierheim, ein Hundeleben lang. Die Registrierung kostet nichts.
Chippen und Eintragen übernimmt in Österreich meist der Tierarzt; dass die Nummer auch international zu Ihnen führt, bleibt Ihre Sache. Melden Sie den Mikrochip gratis im Lebenszeitplan an: jede Marke wird angenommen, Änderungen nach einer Übersiedlung kosten nichts, und der Eintrag antwortet auf Scans rund um die Uhr, diesseits und jenseits der Grenze. Eröffnen Sie Ihr gratis Konto und haken Sie beides heute ab.
Wie registriere ich einen Hund der Rasse Kangal in Österreich?
Eröffnen Sie ein gratis Konto bei United Pet Club, geben Sie die Daten Ihres Hundes samt Foto ein und speichern Sie. Das Profil bleibt lebenslang gratis und ergänzt den Pflichteintrag in der Heimtierdatenbank.
Wie melde ich den Chip meines Hundes der Rasse Kangal an?
Tragen Sie die 15-stellige Chipnummer mit Adresse und Handynummer in Ihr gratis Konto ein. Der Lebenszeitplan nimmt jede Chipmarke und verrechnet für Aktualisierungen nie etwas.
Ist der Chip für einen Kangal in Österreich Pflicht?
Ja. Das Tierschutzgesetz schreibt Chip und Eintragung in die Heimtierdatenbank vor. Der United-Pet-Club-Eintrag kommt dazu, damit die Nummer auch außerhalb Österreichs zu Ihnen führt, gratis.
Was kostet die Registrierung eines Kangal?
Nichts. Profil, Chip-Anmeldung und alle späteren Änderungen sind im gratis Lebenszeitplan enthalten, ohne jährliche Gebühren.
Häufig gestellte Fragen
Häufige Fragen zum Kangal Shepherd Dog betreffen seine Größe, sein Wesen, den Pflegeaufwand, die Lebenserwartung, seine Eignung als Haushund und seine Verfügbarkeit.
Wie groß wird ein Kangal Shepherd Dog?
Er zählt zu den Riesenrassen. Rüden erreichen am Widerrist meist etwa 72 bis 81 cm und wiegen rund 50 bis 65 kg, Hündinnen sind mit etwa 65 bis 75 cm und 40 bis 55 kg kleiner.
Wie ist das Wesen des Kangal?
Kangals sind ruhig, treu und eigenständig. Sie sind anhänglich und sanft zur eigenen Familie und Herde, gegenüber Fremden von Natur aus zurückhaltend und instinktiv beschützend.
Ist der Kangal aufwendig in der Pflege?
Die Fellpflege hält sich in Grenzen, dafür ist die Rasse in anderer Hinsicht anspruchsvoll. Die Pflege selbst ist unkompliziert, doch der Hund braucht Platz, einen sicheren Zaun, frühe Sozialisierung und einen Halter mit Erfahrung in eigenständigen Herdenschutzrassen.
Wie alt werden Kangals?
Die Lebenserwartung liegt typischerweise bei 12 bis 15 Jahren, was für einen Hund dieser Größe beachtlich ist.
Ist der Kangal ein guter Familienhund?
Er kann seiner Familie sehr zugetan sein, ist aber in erster Linie ein Arbeitshund im Herdenschutz und kein gewöhnliches Haustier. Er passt zu Anwesen am Land oder großen, eingezäunten Grundstücken und zu erfahrenen Haltern, nicht zu Wohnungen oder Ersthundehaltern.
Sind Kangals gut mit Kindern und anderen Haustieren verträglich?
Wächst er im Haushalt auf, ist ein Kangal meist geduldig mit der eigenen Familie und verträglich mit Tieren, mit denen er aufgewachsen ist. Bei fremden Menschen und Haustieren braucht es Aufsicht und eine behutsame Annäherung.
Sind Kangal Shepherd Dogs leicht zu finden?
Außerhalb der Türkei sind sie seltener als gängige Rassen. Das Angebot unterscheidet sich von Land zu Land; künftige Halter sollten Züchter suchen, die Gesundheitsuntersuchungen durchführen und das Schutzhundewesen der Rasse verstehen, etwa über den Österreichischen Kynologenverband (ÖKV) als Anlaufstelle für seriöse Zuchtvermittlung in Österreich.
From the community
Ask about the KangalNo questions about the Kangal yet. Be the first to ask.
Browse Dog breeds










