
Der Jagdterrier ist ein furchtloser, triebstarker deutscher Jagdterrier, gebaut für hartnäckige Arbeit über und unter der Erde.
Wie das Fell des Deutscher Jagdterrier aufgebaut ist und was das fĂĽr die Pflege bedeutet.
Vorsicht: Das Fell eines Deutscher Jagdterrier sollte getrimmt statt geschoren werden.
Ein Drahthaarfell soll an der Wurzel ausgezupft werden, sobald das Haar reif zum Lösen ist. Eine Schermaschine kappt es stattdessen auf halber Länge und lässt die weiche Unterwolle stehen. Das Ergebnis ist ein Fell, das schlaff und verblasst nachwächst; die wetterfeste Struktur kehrt erst zurück, wenn das Haar erneut getrimmt wird.
Der Jagdterrier ist ein kleiner, furchtloser deutscher Jagdterrier für die zähe Arbeit über und unter der Erde, mit hohem Trieb und starker Konzentration.
Der Jagdterrier, ausführlich Deutscher Jagdterrier, ist ein kleiner Arbeitsterrier, der in Deutschland für die vielseitige Jagd gezüchtet wurde. Der Name verbindet die deutschen Wörter Jagd und Terrier. Er misst etwa 33 bis 40 cm Schulterhöhe und wiegt rund 7,5 bis 10 kg. Damit gehört er in die kleine Größenklasse, trägt aber die Muskulatur und Ausdauer eines deutlich größeren Arbeitshundes.
Dies ist ein zweckgezüchteter Jagdhund und kein Begleithund. Gezüchtet wurde er für den Mut, Fuchs und Dachs unter der Erde zu stellen, für die Ausdauer beim Fährten und für den Griff und die Härte, dem Wild im Bau zu begegnen. Diese Anlagen sind bei heutigen Hunden weiterhin stark ausgeprägt. Der Jagdterrier ist triebig, aufmerksam und über lange Strecken arbeitsbereit.
Bei einer ĂĽblichen Lebenserwartung von 13 bis 15 Jahren ist die Rasse langlebig und im Allgemeinen robust. Halter beschreiben das Wesen als arbeitsfreudig, konzentriert, energiegeladen, mutig und furchtlos. Dieselben Eigenschaften, die ihn zum wirksamen Feldhund machen, bedeuten auch, dass er einen erfahrenen FĂĽhrer und ein echtes Ventil fĂĽr seine Energie braucht.
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Herkunft | Deutschland |
| Größe | Klein (etwa 7,5 bis 10 kg) |
| Lebenserwartung | 13 bis 15 Jahre |
| Gruppe/Aufgabe | Arbeitsterrier, Jagd (Bau- und Fährtenarbeit) |
| Passt zu | Erfahrenen, aktiven Haltern; Aufsicht bei kleinen Haustieren nötig |
Der Jagdterrier passt zu Jägern und sehr aktiven Haltern, die ihm täglich Arbeit oder kräftige Bewegung und ein konsequentes Training bieten können. Weniger geeignet ist er für Ersthundehalter, für Wohnungshaltung ohne Auslastung und für Haushalte mit kleinen Beutetieren wie Kaninchen oder Nagern. Wer einen umtriebigen, führigen Partner für Aktivitäten im Freien sucht und Freude am Training hat, findet in der Rasse einen dankbaren Begleiter.
Der Jagdterrier entstand in den 1920er Jahren in Deutschland, als Jäger Arbeitsterrier kreuzten und einen dunklen Allround-Hund für Bau und Fährte schufen.
Der Jagdterrier entstand nach dem Ersten Weltkrieg in Deutschland. Eine Gruppe aktiver Jäger wollte einen vielseitigen Arbeitsterrier, der sowohl über als auch unter der Erde zuverlässig jagt und sich zugleich von den damaligen Begleitterriern abhebt.
Die Gründer griffen auf Arbeitsterrier zurück, darunter Hunde mit Foxterrier-Abstammung und andere schwarz-rote Jagdterrier. Im Vordergrund standen Jagdleistung, Mut und eine dunkle Fellfarbe, die die neuen Hunde von den helleren Fellen der Ausstellungsterrier unterschied. Wesen und Feldleistung wogen schwerer als das Äußere.
Durch sorgfältige Zucht in den 1920er und 1930er Jahren wurde der Typ gefestigt, und zur Erhaltung der Rasse und ihres Arbeitsstandards gründete sich der Deutsche Jagdterrier-Club. Von Beginn an wurden die Hunde auf jagdliche Anlagen geprüft, und Zuchttiere mussten ihre Leistung im Feld nachweisen, nicht nur im Ring.
Später verbreitete sich die Rasse über Deutschland hinaus in andere Teile Europas und nach Nordamerika, wo sie zur Jagd auf Fuchs, Dachs, Waschbär, Wildschwein und anderes Wild sowie zur Schweißarbeit eingesetzt wird. Sie bleibt in erster Linie ein Arbeitshund, und viele nationale Vereine, in Deutschland dem VDH und der FCI angeschlossen, betonen bei Zuchtentscheidungen weiterhin die jagdliche Eignung.
Der Jagdterrier ist ein kompakter, muskulöser Kleinterrier mit hartem Fell, meist schwarz-rot, gebaut für Wendigkeit und Arbeit in engen Bauen.
Der Jagdterrier ist ein kleiner, kräftiger und gut proportionierter Terrier. Der Körper ist etwas länger als hoch, mit einer tiefen Brust, die dem Hund dennoch den Schluf in den Bau erlaubt, kräftigen Läufen und einer geraden Oberlinie. Der Gesamteindruck ist der eines kompakten, athletischen Hundes ohne Übergewicht. Der Kopf ist gestreckt mit starkem Fang und kräftigem Gebiss, die Ohren sind V-förmig, hoch angesetzt und nach vorn geklappt. Die Rute ist hoch angesetzt und wurde traditionell kupiert, wo das Gesetz es zulässt, doch viele Hunde tragen heute eine natürliche Rute.
| Merkmal | Standard |
|---|---|
| Größe | Etwa 33 bis 40 cm Widerristhöhe |
| Gewicht | Etwa 7,5 bis 10 kg |
| Fell | Dicht, hart; glatt (kurz) oder rau (Draht/gebrochen) |
| Farben | Schwarz-rot, dunkelbraun oder graumeliert-schwarz mit rotem Brand |
| Augen | Klein, dunkel, tief liegend, mit entschlossenem Ausdruck |
Zwei Haararten sind anerkannt: ein glattes Haar und ein raues oder gebrochenes Drahthaar. Beide sind dicht und wetterfest und schützen den Hund bei der Arbeit in kaltem Wasser, dichter Deckung und unter der Erde. Die Grundfarbe ist dunkel, meist schwarz, doch auch dunkelbraun oder ein graumeliertes Schwarz kommen vor. Klar abgegrenzte rote Abzeichen zeigen sich über den Augen, am Fang, an der Brust, den Läufen und unter der Rute. Kleine weiße Abzeichen an Brust oder Zehen werden in manchen Standards geduldet, sind aber nicht erwünscht.
Der Jagdterrier ist mutig, energiegeladen und hochkonzentriert, eng an seinen FĂĽhrer gebunden, doch fremden gegenĂĽber zurĂĽckhaltend und mit hohem Beutetrieb.
Der Jagdterrier ist ein selbstbewusster, triebiger Hund mit starker Arbeitsbereitschaft. Er bindet sich eng an seinen FĂĽhrer und ist Menschen gegenĂĽber, die er achtet, treu und lernwillig, doch ein passiver Begleiter ist er nicht. Die Rasse ist wachsam und territorial. Das macht sie im Haus aufmerksam und Fremden gegenĂĽber reserviert oder misstrauisch.
In der Familie ist ein gut sozialisierter Jagdterrier anhänglich und lebhaft, wobei seine Energie und Intensität dazu führen, dass der Umgang mit kleinen Kindern beaufsichtigt werden sollte. Der Beutetrieb der Rasse ist sehr hoch. Sie wurde gezüchtet, um Wild unter der Erde zu stellen und zu töten. Katzen, Kaninchen, Nager und andere kleine Haustiere sind daher gefährdet, und der Rückruf in der Nähe von Wild kann schwierig sein.
Dieser Terrier kann sich gegenüber anderen Hunden durchsetzen, besonders gegenüber gleichgeschlechtlichen, weshalb frühe Sozialisierung wichtig ist. Er braucht eine feste, konsequente Führung und eine echte Aufgabe. Ohne ausreichend Bewegung und geistige Arbeit wird der Jagdterrier frustriert und sucht sich sein eigenes, oft zerstörerisches Programm aus Graben und Bellen.
| Eigenschaft | Bewertung |
|---|---|
| Anhänglichkeit | 4 |
| Energie | 5 |
| Ausbildungseignung | 4 |
| Lautfreude | 3 |
| Haarverlust | 2 |
Der Jagdterrier braucht täglich viel Bewegung und eine Aufgabe; sein Fell ist pflegeleicht, doch Energie und Beutetrieb machen eine sichere Einzäunung unerlässlich.
Am besten gedeiht der Jagdterrier in einem aktiven Haushalt mit Platz im Freien und einem sicheren, gut eingezäunten Garten. Er ist ein fähiger Gräber und Springer, deshalb muss der Zaun auf Lücken und untergrabene Ränder geprüft werden. Dank seines dichten Fells passt sich die Rasse verschiedenen Klimazonen an, doch für langes Alleinsein oder ein bewegungsarmes Zuhause ohne Ventil für ihren Trieb ist sie nicht geeignet.
Der Jagdterrier braucht eine ausgewogene, proteinreiche Kost, auf sein hohes Aktivitätsniveau abgestimmt und in abgemessenen Mahlzeiten gefüttert, um schlank zu bleiben.
Füttern Sie eine vollwertige, ausgewogene Kost für aktive kleine bis mittelgroße Hunde. Da der Jagdterrier ein energiereicher Arbeiter ist, profitiert er von hochwertigem tierischem Eiweiß und ausreichend Fett für die Ausdauer. Passen Sie die Menge an den Körperzustand an: Ein Arbeitshund in der Saison braucht mehr Kalorien als derselbe Hund, der im Winter ruht. Halten Sie den Hund schlank, denn Übergewicht belastet die Gelenke und mindert die Feldleistung. Frisches Wasser sollte stets verfügbar sein, besonders nach harter Arbeit.
| Lebensphase | Menge pro Tag | Mahlzeiten |
|---|---|---|
| Welpe (2 bis 6 Monate) | Nach Produktangabe fĂĽr das Wachstum, nach Gewicht | 3 bis 4 |
| Junghund (6 bis 12 Monate) | Etwa 120 bis 180 g Trockenfutter | 2 bis 3 |
| Erwachsen (aktiv) | Etwa 130 bis 200 g Trockenfutter | 2 |
| Senior | Leicht reduziert, kalorienärmer | 2 |
Halten Sie Leckerlis bei etwa 10 Prozent der Tageskalorien und setzen Sie sie als Belohnung im Training ein, um diese futtermotivierte Rasse bei der Sache zu halten. Die meisten Jagdterrier brauchen bei vollwertiger Kost keine Ergänzungen. Ein Arbeitshund kann von einer Omega-3-Quelle für Fell und Gelenke profitieren, und der Tierarzt kann bei älteren oder hart arbeitenden Hunden zu Gelenkpräparaten beraten. Führen Sie jeden Futterwechsel über etwa eine Woche schrittweise ein, um Magenverstimmungen zu vermeiden.
Der Jagdterrier ist robust und langlebig mit 13 bis 15 Jahren Lebenserwartung und wenigen rassetypischen Leiden, doch einige Augen- und Gelenkprobleme kommen vor.
Der Jagdterrier ist im Allgemeinen eine robuste und gesunde Rasse, begünstigt durch eine Zuchtgeschichte, die auf Arbeitsfähigkeit und Gesundheit ausgerichtet war. Die übliche Lebenserwartung liegt bei 13 bis 15 Jahren. Wie bei jeder Rasse treten einige erbliche und lebensstilbedingte Erkrankungen auf, und Arbeitshunde sind zudem Verletzungsrisiken durch raues Gelände und den Kontakt mit Wild ausgesetzt. Verantwortungsvolle Züchter untersuchen ihre Zuchttiere und führen Aufzeichnungen über die Gesundheit ihrer Linien.
| Erkrankung | Anzeichen | Hinweis |
|---|---|---|
| Primäre Linsenluxation | Trübes oder schmerzhaftes Auge, Sehveränderungen | Erblich; DNA-Test der Zuchttiere hilft |
| Patellaluxation | HĂĽpfender Gang, zeitweise Lahmheit der Hinterhand | Betrifft manche Kleinrassen; beim Tierarzt prĂĽfen lassen |
| Hüft- oder Gelenküberlastung | Steifheit, Zögern beim Springen | Oft arbeits- oder altersbedingt; Hund schlank halten |
| OhrentzĂĽndungen | KopfschĂĽtteln, Geruch, Kratzen | Wahrscheinlicher nach Arbeit in Wasser oder Deckung |
| Arbeitsverletzungen (Bisse, Schnitte) | Wunden, Schwellungen, Lahmen nach der Jagd | Hund nach jedem Arbeitseinsatz absuchen |
Der Jagdterrier ist klug und lernt schnell, ist aber eigenwillig und beutetriebig, deshalb braucht er frĂĽh ein konsequentes, belohnungsbasiertes Training vom sicheren FĂĽhrer.
Der Jagdterrier ist klug und fähig und hat die Konzentration, komplexe Aufgaben rasch zu lernen. Diese Intelligenz geht mit Selbstständigkeit und Entschlossenheit einher, Eigenschaften, die für die Arbeit außer Sichtweite des Führers unter der Erde gezüchtet wurden. Das Ergebnis ist ein Hund, der schnell lernt, aber Grenzen austestet und Kommandos überhören kann, sobald der Beutetrieb einsetzt. Am besten gelingt das Training, wenn es früh beginnt, konsequent bleibt und dem Hund eine klare, faire Struktur gibt. Der Rückruf in der Nähe von Wild ist die am schwersten zu festigende Fähigkeit, daher sind eine Schleppleine und sichere Bereiche während des Trainings sinnvoll.
Der Jagdterrier wird mit etwa ein bis zwei Jahren zuchtreif, trägt rund neun Wochen und bringt meist kleine Würfe, aus denen triebige Arbeitshunde heranwachsen.
Verantwortungsvolle Jagdterrier-Zucht stellt Arbeitswesen, Gesundheit und Robustheit neben den Typ. Hunde sollten vor der Zucht körperlich und geistig ausgereift sein, in der Regel nicht vor einem bis zwei Jahren, wenn Wesen und etwaige erbliche Gesundheitsprobleme klarer erkennbar sind. Züchter testen häufig auf Merkmale wie die primäre Linsenluxation und beurteilen die jagdliche Eignung im Sinne der feldgeprüften Tradition der Rasse.
Die Trächtigkeit dauert etwa 63 Tage. Die Würfe sind eher klein, oft um die drei bis sechs Welpen. Die Geburt verläuft bei dieser robusten Rasse meist unkompliziert, doch ein sauberer, ruhiger Wurfplatz und tierärztliche Unterstützung sollten im Voraus organisiert sein.
Die frühe Aufzucht prägt den erwachsenen Hund. Welpen profitieren von behutsamem Handling, vom Kontakt mit vielfältigen Eindrücken, Geräuschen und Untergründen sowie von früher, positiver Begegnung mit Menschen und anderen Tieren. Angesichts des starken Triebs der Rasse hilft eine strukturierte Sozialisierung von Anfang an, einen selbstsicheren, händelbaren erwachsenen Hund heranzuziehen. Welpen ziehen meist mit etwa acht Wochen in ihr neues Zuhause, idealerweise zu aktiven oder jagenden Haltern, die den Ansprüchen der Rasse gerecht werden.
| Kennwert | Wert |
|---|---|
| Zuchtreife | Etwa 1 bis 2 Jahre |
| Trächtigkeit | Etwa 63 Tage (rund 9 Wochen) |
| Durchschnittliche Wurfgröße | Etwa 3 bis 6 Welpen |
| Absetzalter | Etwa 6 bis 8 Wochen |
| Empfohlenes Abgabealter | Etwa 8 Wochen |
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Häufige Fragen zum Jagdterrier betreffen Größe, Wesen, Pflegebedarf, Lebenserwartung, Eignung als Haustier und Verfügbarkeit.
Er ist eine kleine Rasse mit einer Schulterhöhe von etwa 33 bis 40 cm und einem Gewicht von rund 7,5 bis 10 kg, bei kompaktem, muskulösem Bau.
Er ist mutig, energiegeladen und konzentriert, tief loyal zu seinem FĂĽhrer, doch fremden gegenĂĽber zurĂĽckhaltend und mit hohem Beutetrieb gegenĂĽber kleinen Tieren. Er ist zuerst ein Arbeitshund und braucht eine feste, konsequente FĂĽhrung.
Das Fell ist leicht zu pflegen, doch die Rasse ist bei Bewegung und Auslastung anspruchsvoll. Sie braucht ein bis zwei Stunden kräftige Aktivität pro Tag und dazu eine Aufgabe, daher passt sie am besten zu erfahrenen, aktiven Haltern.
Die ĂĽbliche Lebenserwartung liegt bei 13 bis 15 Jahren. Die Rasse ist im Allgemeinen robust mit vergleichsweise wenigen rassetypischen Gesundheitsproblemen.
In einem aktiven Zuhause kann er ein anhängliches Familienmitglied sein, doch sein hoher Beutetrieb und seine Intensität bedeuten, dass er für Haushalte mit kleinen Haustieren oder sehr jungen Kindern sowie für Ersthundehalter nicht ideal ist.
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