
Deutscher Jagdterrier
Der Jagdterrier ist ein furchtloser, triebstarker deutscher Jagdterrier, gebaut für hartnäckige Arbeit über und unter der Erde.
- Size
- Klein
- Lifespan
- 13–15 years
- Origin
- Deutschland
- Temperament
- Mutig
- Standard colors
- Schwarz, Grau, Braun und Lohfarben
Characteristics
Coat and grooming
How the Deutscher Jagdterrier coat is built, and what that means when you groom it.
- Fellschichten
- Doppeltes Fell
- Fellstruktur
- Drahthaar
- Fellänge
- Kurz
- Haarwechsel
- Geringer Haarverlust
Grooming guidance
Vorsicht: A Deutscher Jagdterrier coat should be hand-stripped rather than clipped.
Ein Drahthaarfell soll an der Wurzel ausgezupft werden, sobald das Haar reif zum Lösen ist. Eine Schermaschine kappt es stattdessen auf halber Länge und lässt die weiche Unterwolle stehen. Das Ergebnis ist ein Fell, das schlaff und verblasst nachwächst; die wetterfeste Struktur kehrt erst zurück, wenn das Haar erneut getrimmt wird.
Deutscher Jagdterrier colors and patterns
What each club's breed standard says about every Deutscher Jagdterrier color and pattern. Point at a ruling to see the club's own wording.
Breed standards describe the Deutscher Jagdterrier in Schwarz, Grau, Braun und Lohfarben. Standard patterns: Lohzeichnung.
| Color or pattern | FCI | AKC | UKC |
|---|---|---|---|
| Schwarz | Standardgemäß (“black”) | Standardgemäß (“Black”) | Standardgemäß (“black”) |
| Grau | Standardgemäß (“greyish-black”) | Standardgemäß (“Black & Gray”) | Standardgemäß (“black and gray”) |
| Braun | Standardgemäß (“dark-brown”) | Standardgemäß (“Dark Brown”) | Standardgemäß (“dark brown”) |
| Lohfarben | Standardgemäß (“yellow-red clearly defined markings”) | Standardgemäß (“yellow-red clearly defined markings”) | Standardgemäß (“brown, red, yellow or lighter-colored markings”) |
| Patterns | |||
| Lohzeichnung | Standardgemäß (“with yellow-red clearly defined markings”) | Standardgemäß (“Tan Markings”) | Standardgemäß (“with brown, red, yellow or lighter-colored markings”) |
| Color or pattern | FCI | AKC | UKC |
|---|---|---|---|
| Dunkelbraun | Standardgemäß (“Dark”) | Standardgemäß (“Dark”) | Standardgemäß (“dark”) |
| Hellbraun | Fehler (“Light, too big or protruding eyes”) | Fehler (“Light, too big or protruding eyes”) | No ruling |
| Blau | Disqualifizierend (“eyes of different colour, blue or spotted eyes”) | Disqualifizierend (“eyes of different colour, blue or spotted eyes”) | No ruling |
| Patterns | |||
| Verschiedenfarbige Augen | Disqualifizierend (“eyes of different colour”) | Disqualifizierend (“eyes of different colour”) | No ruling |
| Sektoral | Disqualifizierend (“spotted eyes”) | Disqualifizierend (“spotted eyes”) | No ruling |
| Color or pattern | FCI | AKC | UKC |
|---|---|---|---|
| Schwarz | Standardgemäß (“Always black”) | Standardgemäß (“Always black”) | Standardgemäß (“The nose is black”) |
| Leberbraun | Standardgemäß (“when the colour of the coat is dominantly brown, a brown nose is also permitted”) | Standardgemäß (“when the colour of the coat is dominantly brown, a brown nose is also permitted”) | Standardgemäß (“unless the dog's main color is brown, when a brown nose is acceptable”) |
| Patterns | |||
| Schmetterlingsnase | No ruling | No ruling | Fehler (“Spotted nose”) |
What the rulings mean
- Standardgemäß
- Described by the club's breed standard.
- Fehler
- Named by the club's breed standard as a fault: the animal can be shown but is penalized.
- Disqualifizierend
- The club's breed standard disqualifies an animal of this color or pattern.
Color changes
How a Deutscher Jagdterrier's colors can change over its life.
Schwarzchanges toRostrot
Fell · Mit dem Körperzustand · can change back
Schwarzchanges toGrau
Fell · Fortschreitend
Schwarzchanges toBraun
Fell · In der Sonne · can change back
Lohzeichnungchanges toSattelzeichnung
Fell · Mit dem Alter · from 6 to 156 weeks
Schwarzchanges toSchneenase
Nase · Mit der Jahreszeit · can change back
Schwarzchanges toRosa
Nase · Mit der Jahreszeit · can change back
Sources
Each ruling comes from the club's published breed standard or color list.
Über den Jagdterrier
Der Jagdterrier ist ein kleiner, furchtloser deutscher Jagdhund für die Arbeit über und unter der Erde, mit ausgeprägtem Diensteifer und hoher Konzentration.
Der Jagdterrier, auch Deutscher Jagdterrier genannt, ist ein kleiner Arbeitsterrier, der in Deutschland für die vielseitige Jagd gezüchtet wurde. Der Name setzt sich aus den Wörtern Jagd und Terrier zusammen. Er misst am Widerrist etwa 33 bis 40 cm und wiegt rund 7,5 bis 10 kg. Damit zählt er zur kleinen Größenklasse, bringt aber die Kraft und Ausdauer eines deutlich größeren Arbeitshundes mit.
Diese Rasse ist ein reinrassiger Jagdgebrauchshund und kein Begleithund im klassischen Sinn. Gezüchtet wurde er für den Mut, Fuchs und Dachs im Bau zu stellen, für die Ausdauer bei der Schweißarbeit und für Biss und Härte im direkten Kontakt mit dem Wild. Diese Anlagen sind bei den heutigen Hunden noch stark ausgeprägt, weshalb der Jagdterrier triebstark, wachsam und über lange Zeit einsatzbereit ist.
Mit einer typischen Lebenserwartung von 13 bis 15 Jahren gilt die Rasse als langlebig und robust. Halter beschreiben das Wesen als arbeitsfreudig, konzentriert, energiegeladen, mutig und furchtlos. Genau jene Eigenschaften, die im Feld so wertvoll sind, verlangen aber auch einen erfahrenen Hundeführer und ein echtes Ventil für die Energie des Hundes.
| Merkmal | Detail |
|---|---|
| Herkunft | Deutschland |
| Größe | Klein (etwa 7,5 bis 10 kg) |
| Lebenserwartung | 13 bis 15 Jahre |
| Gruppe/Aufgabe | Gebrauchsterrier für die Jagd (Bau- und Schweißarbeit) |
| Geeignet für | Erfahrene, aktive Halter; bei Kleintieren ist Aufsicht nötig |
Für wen er geeignet ist
Der Jagdterrier passt zu Jägern und sehr aktiven Haltern, die ihm täglich Arbeit oder ausgiebige Bewegung sowie konsequentes Training bieten können. Für Ersthundehalter, für das Leben in einer Wohnung ohne Ausgleich oder für Haushalte mit kleinen Beutetieren wie Kaninchen oder Nagern ist er weniger geeignet. Wer einen betriebsamen, gelehrigen Partner für draußen sucht und selbst gerne trainiert, wird mit dieser Rasse viel Freude haben.
Geschichte und Herkunft
Der Jagdterrier wurde in den 1920er Jahren in Deutschland von Jägern gezüchtet, die aus verschiedenen Terrierlinien einen dunkel gefärbten Allround-Jagdhund für Bau und Schweißarbeit schufen.
Der Jagdterrier entstand in Deutschland nach dem Ersten Weltkrieg. Eine Gruppe aktiver Jäger wollte einen vielseitigen Gebrauchsterrier, der zuverlässig über und unter der Erde jagt und sich von den damals eher auf Ausstellung gezüchteten Terriern abhebt.
Die Begründer griffen auf Arbeitsterrier zurück, darunter Hunde mit Fox-Terrier-Abstammung sowie andere schwarz-loh gezeichnete Jagdterrier. Bei der Auswahl standen Jagdeignung, Mut und eine dunkle Fellfarbe im Vordergrund, die die neue Rasse von den helleren Farben der Ausstellungsterrier unterschied. Wesen und Leistung im Feld zählten mehr als das äußere Erscheinungsbild.
Durch gezielte Zucht in den 1920er und 1930er Jahren festigte sich der Typ, und der Deutsche Jagdterrier-Club wurde gegründet, um die Rasse und ihren Arbeitsstandard zu erhalten. Von Anfang an wurden die Hunde auf ihre jagdlichen Anlagen geprüft, und Zuchttiere mussten ihre Eignung im Feld nachweisen, nicht nur am Ausstellungsring.
In Österreich betreut der Österreichische Kynologenverband (ÖKV) die Rasse, wobei die Jagdtauglichkeit auch hierzulande, etwa bei der Baujagd im alpinen Gelände, ein zentrales Zuchtkriterium bleibt. Die Rasse verbreitete sich später über Deutschland hinaus in weiteren Teilen Europas sowie in Nordamerika, wo sie für die Jagd auf Fuchs, Dachs, Waschbär und Wildschwein sowie für die Schweißarbeit eingesetzt wird. Bis heute bleibt sie in erster Linie ein Arbeitshund, und viele nationale Verbände legen bei Zuchtentscheidungen weiterhin Wert auf die Feldtauglichkeit.
Erscheinungsbild und Rassestandard
Der Jagdterrier ist ein kompakter, muskulöser kleiner Terrier mit hartem Fell, meist schwarz mit loh, gebaut für Wendigkeit und Arbeit in engen Bauten.
Der Jagdterrier ist ein kleiner, kräftiger und wohlproportionierter Terrier. Der Rumpf ist etwas länger als der Hund hoch ist, die Brust ist tief, lässt aber noch das Einfahren in den Bau zu, die Läufe sind kräftig und die Rückenlinie verläuft gerade. Der Gesamteindruck ist der eines kompakten, athletischen Hundes ohne überschüssiges Gewicht. Der Kopf ist länglich mit kräftigem Fang und starken Kiefern, die Ohren sind V-förmig, hoch angesetzt und nach vorne geklappt. Die Rute ist hoch angesetzt und wurde früher, wo gesetzlich erlaubt, kupiert, wobei heute viele Hunde eine natürliche Rute tragen.
| Merkmal | Standard |
|---|---|
| Widerristhöhe | Etwa 33 bis 40 cm |
| Gewicht | Etwa 7,5 bis 10 kg |
| Fell | Dicht, hart; glatthaarige oder rauhaarige (drahtige) Varietät |
| Farben | Schwarz mit loh, dunkelbraun oder graubraunschwarz mit loh Abzeichen |
| Augen | Klein, dunkel, tiefliegend, mit energischem Ausdruck |
Fell und Farben
Es werden zwei Felltypen anerkannt: glatthaarig und rauhaarig beziehungsweise drahtig gebrochen. Beide Varianten sind dicht und wetterfest, was den Hund bei der Arbeit im kalten Wasser, im dichten Bewuchs und unter der Erde schützt, ein Vorteil gerade in den kalten Wintern des Alpenraums. Die Grundfarbe ist dunkel, meist schwarz, gelegentlich auch dunkelbraun oder graubraunschwarz. Klar abgegrenzte lohfarbene Abzeichen zeigen sich über den Augen, am Fang, an Brust und Läufen sowie unter der Rute. Kleine weiße Abzeichen an Brust oder Zehen werden in manchen Standards toleriert, sind aber nicht erwünscht.
Wesen und Verhalten
Der Jagdterrier ist mutig, energiegeladen und hochkonzentriert, eng an seinen Hundeführer gebunden, Fremden gegenüber zurückhaltend und mit starkem Jagdtrieb gegenüber Kleintieren.
Der Jagdterrier ist ein selbstbewusster, triebstarker Hund mit ausgeprägtem Arbeitswillen. Er bindet sich eng an seinen Hundeführer und ist gegenüber Menschen, die er respektiert, treu und gelehrig, ist aber kein passiver Begleithund. Die Rasse ist wachsam und revierbewusst, weshalb sie zu Hause aufmerksam und Fremden gegenüber reserviert oder misstrauisch auftritt.
In der Familie zeigt sich ein gut sozialisierter Jagdterrier anhänglich und lebhaft, wobei seine Energie und Intensität bedeuten, dass der Umgang mit kleinen Kindern beaufsichtigt werden sollte. Der Jagdtrieb der Rasse ist sehr ausgeprägt. Sie wurde dafür gezüchtet, Wild unter der Erde zu stellen und zu töten, weshalb Katzen, Kaninchen, Nagetiere und andere Kleintiere gefährdet sind und der Rückruf in der Nähe von Wild schwierig sein kann.
Gegenüber anderen Hunden kann dieser Terrier bestimmt bis dominant auftreten, besonders gegenüber gleichgeschlechtlichen Artgenossen, weshalb frühe Sozialisierung wichtig ist. Er braucht eine konsequente, klare Führung und eine echte Aufgabe. Ohne ausreichend Bewegung und geistige Beschäftigung wird der Jagdterrier frustriert und beschäftigt sich unter Umständen selbst, etwa durch Graben, Bellen oder andere unerwünschte Verhaltensweisen.
| Merkmal | Bewertung |
|---|---|
| Zuneigung | 4 |
| Energie | 5 |
| Trainierbarkeit | 4 |
| Lautstärke | 3 |
| Fellverlust | 2 |
Pflege und Haltung
Der Jagdterrier braucht viel tägliche Bewegung und eine Aufgabe; das Fell ist pflegeleicht, doch wegen Energie und Jagdtrieb ist eine sichere Einzäunung unverzichtbar.
Fellpflege
- Wöchentlich bürsten, um lose Haare zu entfernen; sowohl das glatte als auch das rauhe Fell sind pflegeleicht.
- Das rauhe (drahtige) Fell einige Male im Jahr trimmen oder von Hand auszupfen, wenn ein gepflegtes Erscheinungsbild gewünscht ist.
- Nur bei Bedarf baden, da sich Schmutz aus dem Fell meist von selbst löst.
- Die Ohren nach der Arbeit im Wasser oder im dichten Bewuchs kontrollieren und trocknen, um Entzündungen vorzubeugen.
- Krallen regelmäßig kürzen und Zähne sowie Zahnfleisch kontrollieren; die Zähne mehrmals wöchentlich putzen.
Bewegung
- Täglich mindestens 1 bis 2 Stunden intensive Bewegung einplanen.
- Körperliche Auslastung mit geistiger Arbeit kombinieren, etwa Schweißarbeit, Nasenarbeit oder Trainingsübungen.
- Für den Freilauf einen sicher eingezäunten Bereich nutzen, da der Rückruf in der Nähe von Wild versagen kann.
- Grab- und Jagdtrieb in strukturierte Aktivitäten lenken, anstatt sie zu unterdrücken.
Umgebung
Am wohlsten fühlt sich der Jagdterrier in einem aktiven Haushalt mit Auslauf im Freien und einem sicher eingezäunten Garten. Er gräbt und springt geschickt, weshalb der Zaun regelmäßig auf Lücken und untergrabene Stellen zu prüfen ist. Dank des dichten Fells kommt die Rasse mit unterschiedlichen Klimazonen zurecht, von milden Tälern bis zu rauen Berglagen, ist aber weder für stundenlanges Alleinsein noch für einen ruhigen Haushalt ohne Ausgleich geeignet.
Ernährung und Fütterung
Der Jagdterrier braucht eine ausgewogene, proteinreiche Ernährung passend zu seinem hohen Aktivitätslevel, in abgemessenen Mahlzeiten für einen schlanken Arbeitskörper.
Füttern Sie ein vollwertiges, ausgewogenes Futter für aktive kleine bis mittelgroße Hunde. Da der Jagdterrier ein energiereicher Arbeitshund ist, profitiert er von hochwertigem tierischem Eiweiß und ausreichend Fett für die Ausdauer. Passen Sie die Menge an die Kondition an: Ein Hund, der gerade jagdlich im Einsatz ist, braucht mehr Kalorien als derselbe Hund in der Ruhephase im Winter. Halten Sie den Hund schlank, denn Übergewicht belastet die Gelenke und mindert die Leistung im Feld. Frisches Wasser sollte jederzeit zur Verfügung stehen, besonders nach anstrengender Arbeit.
| Lebensphase | Menge pro Tag | Mahlzeiten |
|---|---|---|
| Welpe (2 bis 6 Monate) | Laut Herstellerangabe für Wachstum, je nach Gewicht | 3 bis 4 |
| Junghund (6 bis 12 Monate) | Etwa 120 bis 180 g Trockenfutter | 2 bis 3 |
| Erwachsen (aktiv) | Etwa 130 bis 200 g Trockenfutter | 2 |
| Senior | Etwas reduziert, kalorienärmer | 2 |
Leckerlis und Nahrungsergänzung
Beschränken Sie Leckerlis auf etwa 10 Prozent der Tagesration und setzen Sie sie gezielt als Trainingsbelohnung ein, um diesen futtermotivierten Hund bei der Sache zu halten. Die meisten Jagdterrier auf einer vollwertigen Ration brauchen keine zusätzlichen Präparate. Ein Arbeitshund kann von Omega-3-Quellen für Fell und Gelenke profitieren, und bei älteren oder stark geforderten Hunden kann der Tierarzt zu Gelenkpräparaten beraten. Futterumstellungen sollten über etwa eine Woche schrittweise erfolgen, um Magenprobleme zu vermeiden.
Gesundheit und typische Erkrankungen
Der Jagdterrier ist robust und langlebig, mit 13 bis 15 Jahren Lebenserwartung und wenigen rassetypischen Erkrankungen, wobei manche Augen- und Gelenkprobleme vorkommen.
Der Jagdterrier gilt allgemein als robuste und gesunde Rasse, unterstützt durch eine Zuchtgeschichte, die auf Arbeitsfähigkeit und Gesundheit selektiert hat. Die typische Lebenserwartung liegt bei 13 bis 15 Jahren. Wie bei jeder Rasse treten vereinzelt erblich bedingte und lebensstilbedingte Erkrankungen auf, und Arbeitshunde sind zusätzlich einem Verletzungsrisiko durch unwegsames Gelände und Kontakt mit dem Wild ausgesetzt. Verantwortungsvolle Züchter untersuchen ihre Zuchttiere und führen Gesundheitsaufzeichnungen über ihre Linien.
| Erkrankung | Anzeichen | Hinweis |
|---|---|---|
| Primäre Linsenluxation | Trübes oder schmerzendes Auge, Sehveränderungen | Erblich; DNA-Test der Zuchttiere hilft |
| Patellaluxation | Hüpfender Gang, zeitweise Lahmheit der Hinterhand | Betrifft manche kleine Rassen; bei Tierarztbesuchen kontrollieren |
| Hüft- oder Gelenksbelastung | Steifheit, Sprungunlust | Oft arbeits- oder altersbedingt; Hund schlank halten |
| Ohrenentzündungen | Kopfschütteln, Geruch, Kratzen | Häufiger nach Arbeit im Wasser oder im Bewuchs |
| Arbeitsverletzungen (Bisse, Schnitte) | Wunden, Schwellungen, Hinken nach der Jagd | Hund nach jedem Einsatz gründlich absuchen |
Vorsorge
- Impfungen und Parasitenschutz (Flöhe, Zecken, Würmer) aktuell halten, bei Arbeitshunden mit besonderer Aufmerksamkeit auf Zecken.
- Jährliche Tierarztkontrollen einplanen, bei Seniorhunden zweimal jährlich.
- Auf die Zahnpflege achten, um Zahnfleischerkrankungen vorzubeugen.
- Die Augen kontrollieren und bei Züchtern nach dem Linsenluxationstest der Elterntiere fragen.
- Den Hund nach jeder Jagd gründlich auf Schnitte, Bisse und eingedrungene Fremdkörper absuchen.
Erziehung des Jagdterriers
Der Jagdterrier ist intelligent und lernwillig, aber eigenständig und stark im Jagdtrieb, daher braucht er frühe, konsequente Erziehung mit Belohnung durch einen selbstsicheren Hundeführer.
Der Jagdterrier ist klug und leistungsfähig und lernt komplexe Aufgaben mit der nötigen Konzentration rasch. Diese Intelligenz geht mit Eigenständigkeit und Beharrlichkeit einher, Eigenschaften, die für die Arbeit außerhalb der Sichtweite des Hundeführers unter der Erde gezüchtet wurden. Das Ergebnis ist ein Hund, der schnell lernt, aber Grenzen testet und Kommandos ignorieren kann, sobald der Jagdtrieb einsetzt. Erziehung wirkt am besten, wenn sie früh beginnt, konsequent bleibt und dem Hund eine klare, faire Struktur bietet. Der Rückruf in der Nähe von Wild ist die schwierigste Übung, weshalb sich eine Schleppleine und sicher eingezäunte Flächen beim Training bewähren.
Grundlagen
- Bereits im Welpenalter mit Sozialisierung und Handling beginnen und den Hund an Menschen, Tiere und unterschiedliche Orte gewöhnen.
- Zuerst Namensreaktion und einen zuverlässigen Rückruf mit hochwertigen Belohnungen aufbauen.
- Grundgehorsam festigen: Sitz, Platz, Bleib und Aus, in kurzen, konzentrierten Einheiten.
- Kommandos schrittweise bei leichten Ablenkungen festigen, bevor Wild oder andere Hunde dazukommen.
- Eine strukturierte Beschäftigung wie Schweißarbeit, Bauarbeit oder Nasenarbeit ergänzen, um den Arbeitstrieb zu befriedigen.
Zucht und Aufzucht
Der Jagdterrier erreicht die Zuchtreife mit etwa ein bis zwei Jahren, trägt einen Wurf rund neun Wochen aus und bringt meist kleine Würfe triebstarker Arbeitshunde hervor.
Verantwortungsvolle Jagdterrierzucht stellt Wesen, Arbeitsfähigkeit und Gesundheit gleichrangig neben den Typ. Hunde sollten körperlich und geistig ausgereift sein, bevor sie zur Zucht eingesetzt werden, in der Regel nicht vor einem Alter von ein bis zwei Jahren, wenn Wesen und mögliche erbliche Gesundheitsprobleme besser einzuschätzen sind. Züchter testen üblicherweise auf Merkmale wie primäre Linsenluxation und beurteilen die Arbeitsanlagen gemäß der feldgeprüften Tradition der Rasse.
Die Tragzeit beträgt etwa 63 Tage. Die Würfe fallen meist klein aus, häufig mit drei bis sechs Welpen. Das Werfen verläuft bei dieser robusten Rasse meist unkompliziert, dennoch sollten ein sauberer, ruhiger Wurfplatz und tierärztliche Unterstützung im Vorfeld organisiert sein.
Die frühe Aufzucht prägt den erwachsenen Hund. Welpen profitieren von behutsamem Umgang, dem Kennenlernen unterschiedlicher Reize, Geräusche und Untergründe sowie frühem, positivem Kontakt zu Menschen und anderen Tieren. Angesichts des ausgeprägten Triebs der Rasse hilft eine strukturierte Sozialisierung von Anfang an, einen selbstsicheren, führbaren erwachsenen Hund heranzuziehen. Welpen ziehen üblicherweise mit etwa acht Wochen in ihr neues Zuhause, idealerweise zu aktiven oder jagdlich tätigen Haltern, die den Bedürfnissen der Rasse gerecht werden können.
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Zuchtreife | Etwa 1 bis 2 Jahre |
| Tragzeit | Etwa 63 Tage (rund 9 Wochen) |
| Durchschnittliche Wurfgröße | Etwa 3 bis 6 Welpen |
| Abstillalter | Etwa 6 bis 8 Wochen |
| Empfohlenes Abgabealter | Etwa 8 Wochen |
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Häufig gestellte Fragen
Häufige Fragen zum Jagdterrier betreffen Größe, Wesen, Pflegeaufwand, Lebenserwartung, Eignung als Haustier und Verfügbarkeit.
Wie groß wird ein Jagdterrier?
Er ist eine kleine Rasse, misst am Widerrist etwa 33 bis 40 cm und wiegt rund 7,5 bis 10 kg, bei kompaktem, muskulösem Körperbau.
Wie ist das Wesen des Jagdterriers?
Er ist mutig, energiegeladen und konzentriert, seinem Hundeführer gegenüber sehr treu, aber Fremden gegenüber zurückhaltend und mit starkem Jagdtrieb gegenüber Kleintieren. Er ist in erster Linie ein Arbeitshund und braucht eine konsequente, klare Führung.
Ist der Jagdterrier pflegeaufwendig?
Das Fell ist einfach zu pflegen, doch die Rasse stellt hohe Anforderungen an Bewegung und Beschäftigung. Sie braucht täglich ein bis zwei Stunden intensive Bewegung sowie eine Aufgabe und eignet sich daher am besten für erfahrene, aktive Halter.
Wie alt wird ein Jagdterrier?
Die typische Lebenserwartung liegt bei 13 bis 15 Jahren. Die Rasse gilt allgemein als robust mit vergleichsweise wenigen rassetypischen Gesundheitsproblemen.
Ist der Jagdterrier ein guter Familienhund?
In einem aktiven Haushalt kann er ein anhängliches Familienmitglied sein, doch sein ausgeprägter Jagdtrieb und seine Intensität sprechen gegen eine Haltung in Haushalten mit Kleintieren oder sehr jungen Kindern sowie gegen Ersthundehalter.
Verträgt er sich mit anderen Hunden und Katzen?
Er kann anderen Hunden gegenüber bestimmt auftreten, vor allem gegenüber gleichgeschlechtlichen Artgenossen, weshalb der Umgang mit Katzen und anderen Kleintieren riskant ist. Frühe Sozialisierung hilft, beseitigt den Instinkt aber nicht vollständig.
Wo finde ich einen Jagdterrier?
Er ist in erster Linie ein Arbeitshund in der Hand von Jägern und daher seltener anzutreffen als klassische Begleitterrier. Wenden Sie sich an Züchter, die an Jagd- oder Gebrauchshundeklubs angebunden sind und auf Wesen sowie Gesundheit testen.
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