
Das Italienische Windspiel ist ein anhänglicher, eleganter Zwergwindhund, bekannt für seine Sensibilität, seine verspielte Athletik und seine Hingabe an seinen Besitzer.
Wie das Fell des Italienisches Windspiel aufgebaut ist und was das für die Pflege bedeutet.
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Das Italienische Windspiel ist ein zierlicher Windhund im Kleinformat, anhänglich und feinnervig, mit enger Bindung an seine Bezugsperson.
Das Italienische Windspiel ist im Grunde ein Windhund im Miniaturformat. Es zeigt denselben aufgezogenen Rückenverlauf, den tiefen Brustkorb und die langen Läufe wie sein großer Verwandter, bleibt aber unter 38 Zentimeter Schulterhöhe und wiegt meist zwischen 3 und 6 Kilogramm. Die zierliche, fast zerbrechlich wirkende Erscheinung täuscht: Über kurze Strecken im Garten oder Park erreicht der Hund erstaunliches Tempo.
In erster Linie ist das Italienische Windspiel ein Begleithund. Es baut eine enge Bindung zu ein, höchstens zwei Bezugspersonen auf und bleibt am liebsten in deren Nähe, drückt sich an sie oder verkriecht sich unter der Decke. In der Wohnung verhält es sich ruhig und verbringt den Großteil des Tages mit Ruhen, unterbrochen von kurzen, ausgelassenen Spielphasen. Die Rasse reagiert empfindlich auf einen scharfen Tonfall und auf Änderungen im Tagesablauf, weshalb ein ruhiger Haushalt besser passt als ein lauter oder unruhiger.
Das Fell ist kurz und pflegeleicht, wärmt aber kaum. Italienische Windspiele frieren rasch und tragen im Winter im Freien häufig einen Hundemantel oder Pullover. Auch die dünnen Läufe verletzen sich leicht bei wildem Spiel oder Sprüngen von Möbeln, weshalb Halterinnen und Halter die Wohnung entsprechend absichern.
| Merkmal | Details |
|---|---|
| Herkunft | Italien |
| Größe | Toy-Format (3 bis 6 kg, Schulterhöhe unter 38 cm) |
| Lebenserwartung | 14 bis 15 Jahre |
| Gruppe/Rolle | Windspiel im Kleinformat, Begleithund |
| Gut geeignet für | ältere Kinder, ruhige Erwachsene, gelassene Haushalte |
Das Italienische Windspiel passt zu Menschen, die einen kleinen, anhänglichen Hund möchten, der in der Wohnung ruhig ist und gern in ihrer Nähe bleibt. Es kommt auch in kleineren Wohnungen gut zurecht, weil es wenig Platz braucht, auch wenn täglicher Auslauf trotzdem notwendig ist. Besser geeignet ist die Rasse für Haushalte mit älteren oder rücksichtsvollen Kindern, da ihre Läufe leichter brechen als bei robusteren kleinen Hunden. Wer im Winter für Wärme sorgt, weiche Liegeplätze bietet und geduldig, sanft mit dem Hund umgeht, findet in ihm einen unkomplizierten Begleiter.
Das Italienische Windspiel stammt von kleinen Windhunden der Antike ab und wurde in Adelshäusern ganz Europas zum geschätzten Gesellschafter.
Kleine, windspielähnliche Hunde tauchen bereits in Kunstwerken und Fundstücken des antiken Mittelmeerraums auf, etwa in Ägypten, Griechenland und im Römischen Reich. Dort dienten sie als Gesellschafter und mancherorts auch zur Jagd auf kleines Wild. Die genaue Abstammungslinie ist nicht dokumentiert, doch der Typ des schlanken, kurzhaarigen Windhunds in Miniaturform ist sehr alt.
Zur Zeit der Renaissance war die Rasse in Italien als Begleiter wohlhabender Familien fest etabliert, worauf auch der heutige Name zurückgeht. Sie wurde zu einem beliebten Motiv in Porträts jener Epoche und ist dort oft zu Füßen von Adeligen oder auf deren Arm zu sehen. Malerinnen und Maler in ganz Italien und Nordeuropa nahmen die kleinen Windhunde in Familien- und Hofbilder auf.
Von Italien aus verbreitete sich die Rasse an europäischen Höfen. Über die folgenden Jahrhunderte hielten königliche und adelige Haushalte in mehreren Ländern diese Hunde, geschätzt für ihre elegante Erscheinung und ihr sanftes Wesen, nicht für Arbeitsleistung. Mehrere bekannte historische Persönlichkeiten sind als Besitzer überliefert.
Die formelle Anerkennung kam mit der Gründung organisierter Hundeklubs im 19. und frühen 20. Jahrhundert, als Rassestandards verfasst und Abstammungen dokumentiert wurden. Heute lebt die Rasse vor allem als Begleithund weiter, und moderne Vertreter zeigen noch immer die hochbeinige, feingliedrige Form, die schon auf Gemälden vergangener Jahrhunderte zu sehen war.
Das Italienische Windspiel ist ein feingliedriger, kleiner Windhund mit kurzem, glattem Fell, tiefer Brust, aufgezogenem Rücken und langen, schlanken Läufen.
Das Italienische Windspiel wirkt wie ein Greyhound im Taschenformat. Der Rumpf zeigt eine tiefe, schmale Brust, einen aufgezogenen Bauch und eine gewölbte Lende, die dem Rücken eine sanfte Rundung gibt. Der Kopf ist lang und schmal, der Fang fein, die Ohren klein und in Ruhe zurückgelegt, im aufmerksamen Zustand aber aufgerichtet und beweglich. Die Läufe sind im Verhältnis zum Körper lang und dünn, und der Hund bewegt sich mit einem hochtretenden, federnden Gang.
| Merkmal | Standard |
|---|---|
| Widerristhöhe | 33 bis 38 cm |
| Gewicht | 3 bis 6 kg |
| Fell | kurz, glatt, fein und glänzend |
| Farben | Falb, Blau, Schwarz, Rot, Creme, jeweils auch mit weißen Abzeichen |
| Augen | mittelgroß, dunkel, wacher Ausdruck |
Das Fell ist sehr kurz und liegt eng an der Haut an, wodurch sich der Hund glatt anfühlt und leicht sauber zu halten ist. Eine Unterwolle fehlt völlig, weshalb es kaum vor Kälte oder Sonne schützt. Häufige Farben sind Falb, Blau (ein verdünntes Grau), Schwarz, Rot und Creme, viele Hunde zeigen zusätzlich Weiß an Brust, Pfoten oder im Gesicht. Weil das Fell so dünn ist, zeichnen sich Körperform und Muskulatur deutlich ab, und die Haut reagiert empfindlich auf Abschürfungen.
Das Italienische Windspiel ist anhänglich, verspielt in kurzen Schüben und empfindlich gegenüber Lärm, grobem Anfassen und Routinewechseln.
Italienische Windspiele sind treue Begleiter, die sich eng an ihren Haushalt binden und am liebsten in der Nähe ihrer Menschen bleiben. Zuhause verhalten sie sich meist ruhig und gelassen, liegen zufrieden lange Zeit auf dem Schoß oder unter einer Decke, unterbrochen von kurzen, schnellen Spielphasen. Gegenüber Familienmitgliedern zeigt sich die Rasse warmherzig und zugewandt.
Fremden gegenüber verhalten sich viele Italienische Windspiele anfangs zurückhaltend oder schüchtern und brauchen Zeit, um aufzutauen. Frühe, behutsame Sozialisierung hilft ihnen, gegenüber neuen Menschen und Orten selbstsicher zu bleiben. Die Rasse ist feinfühlig und reagiert auf erhobene Stimme oder harte Behandlung, weshalb ruhiger, gleichbleibender Umgang die besten Ergebnisse bringt.
Mit anderen Hunden ist die Rasse meist verträglich, besonders mit Hunden ähnlicher Größe und Spielweise. Bei großen oder ungestümen Hunden ist Vorsicht geboten, da die dünnen Läufe des Italienischen Windspiels leicht verletzt werden. Als Windhund kann es kleine, flüchtende Tiere jagen, weshalb ein sicher eingezäunter Garten und ein zuverlässiger Rückruf wichtig sind. Mit Katzen, mit denen es aufwächst, kommt es meist gut zurecht, wobei der Jagdtrieb von Hund zu Hund unterschiedlich ausgeprägt ist.
| Merkmal | Bewertung |
|---|---|
| Zuneigung | 5 |
| Energie | 3 |
| Trainierbarkeit | 3 |
| Lautstärke | 3 |
| Haarverlust | 2 |
Das Italienische Windspiel braucht wenig Fellpflege, aber Wärme bei kaltem Wetter, tägliche Bewegung in kurzen Einheiten und ein Zuhause, das seine empfindlichen Läufe schützt.
Das Italienische Windspiel ist ein Wohnungshund und braucht einen warmen, zugfreien Ruheplatz mit weicher Unterlage, in die es sich einkuscheln kann. Für Spaziergänge bei kaltem Wetter empfiehlt sich ein Pullover oder Mantel. Sprünge von Couch und Bett sollten vermieden werden, da die Landung auf hartem Boden häufig zu Beinbrüchen führt. Rampen oder Stiegen sowie ein rutschfester Bodenbelag senken das Verletzungsrisiko.
Ein Italienisches Windspiel braucht abgemessenes, hochwertiges Futter in kleinen Portionen, schlankes Gewicht und den Verzicht auf für Hunde giftige Lebensmittel.
Italienische Windspiele kommen mit einem Alleinfuttermittel gut zurecht, das auf kleine Rassen und die jeweilige Lebensphase abgestimmt ist. Da die Rasse klein und von Natur aus schlank ist, sind die Portionen gering und werden nach Augenmaß leicht zu groß bemessen, weshalb Abwiegen hilft, Übergewicht zu vermeiden. Eine sichtbare Taille und leicht ertastbare Rippen zeigen üblicherweise gutes Idealgewicht an. Frisches Wasser sollte immer verfügbar sein. Manche Italienische Windspiele sind wählerisch beim Fressen, und feste Fütterungszeiten mit wenigen Leckerlis helfen dabei oft mehr als häufige Futterwechsel.
| Lebensphase | Menge pro Tag | Mahlzeiten |
|---|---|---|
| Welpe (2 bis 6 Monate) | laut Futteretikett für das Gewicht, aufgeteilt | 3 bis 4 |
| Welpe (6 bis 12 Monate) | laut Futteretikett für das Gewicht, aufgeteilt | 2 bis 3 |
| Erwachsener Hund | etwa 0,5 bis 1 Tasse Trockenfutter | 2 |
| Senior | leicht reduziert je nach Aktivität | 2 |
Leckerlis sollten nur einen kleinen Anteil der Tageskalorien ausmachen, damit der Hund schlank bleibt. Kleine, kalorienarme Leckerlis eignen sich gut fürs Training. Eine ausgewogene Alleinfütterung deckt in der Regel den gesamten Nährstoffbedarf, Nahrungsergänzung sollte daher nur nach tierärztlicher Empfehlung erfolgen, etwa bei einem konkreten gesundheitlichen Anliegen.
Das Italienische Windspiel wird mit 14 bis 15 Jahren meist alt, die Hauptrisiken sind Beinbrüche, Zahnerkrankungen und einige erblich bedingte Leiden.
Das Italienische Windspiel gilt als grundsätzlich gesunde, langlebige Rasse mit einer typischen Lebenserwartung von 14 bis 15 Jahren. Die häufigsten Probleme sind keine inneren Erkrankungen, sondern Verletzungen und Zahnprobleme. Die dünnen Läufe neigen zu Brüchen, besonders nach Sprüngen und Stürzen, und das kleine Gebiss neigt ohne regelmäßige Pflege zu Zahnengstand, Zahnstein und frühem Zahnverlust. Daneben kommen in der Rasse einige erblich bedingte Erkrankungen vor, auf die Zuchttiere getestet werden können.
| Erkrankung | Anzeichen | Hinweis |
|---|---|---|
| Beinbrüche | plötzliches Lahmen, Schmerz, Schwellung nach Sturz oder Sprung | am häufigsten bei jungen Hunden; Vorbeugung durch Rampen und kontrollierte Sprünge |
| Parodontose | Mundgeruch, Zahnstein, gerötetes Zahnfleisch, lockere Zähne | in der Rasse verbreitet; erfordert Zähneputzen zuhause und tierärztliche Reinigungen |
| Patellaluxation | hüpfender Gang, zeitweises Lahmen der Hinterläufe | Kniescheibe springt aus der Führung; Schweregrad variiert |
| Progressive Retinaatrophie (PRA) | Nachtblindheit, im Lauf der Zeit nachlassende Sehkraft | erbliche Augenerkrankung; für manche Formen gibt es Gentests |
| Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) | Gewichtszunahme, Energielosigkeit, Fellveränderungen | nach Diagnose mit täglicher Medikation behandelbar |
Das Italienische Windspiel ist klug, aber feinfühlig, lernt am besten in kurzen, sanften Einheiten mit Belohnung, Stubenreinheit ist meist die größte Hürde.
Italienische Windspiele sind intelligent und können ein breites Spektrum an Kommandos und sogar Hundesport erlernen, verlieren aber bei harschem oder eintönigem Training rasch die Motivation. Sie reagieren gut auf Lob, Futter und Spiel und ziehen sich bei Schimpfen oder grober Korrektur zurück. Die Stubenreinheit ist oft der schwierigste Teil, da die Rasse Kälte und Nässe nicht mag und bei schlechtem Wetter das Hinausgehen vermeidet. Feste Routinen, eine Option zum Lösen drinnen und Geduld helfen dabei. Übungseinheiten kurz halten und mit einem Erfolg beenden.
Italienische Windspiele werden mit etwa einem bis zwei Jahren geschlechtsreif, bringen meist zwei bis vier Welpen zur Welt und benötigen vor der Zucht Gesundheitschecks.
Verantwortungsvolle Zucht des Italienischen Windspiels beginnt mit gesundheitlich getesteten Elterntieren, wie es etwa der Österreichische Kynologenverband (ÖKV) empfiehlt, da die Rasse mehrere erblich bedingte Erkrankungen in sich trägt. Züchterinnen und Züchter lassen üblicherweise auf Augenerkrankungen, Patellaluxation und andere bekannte Probleme testen und warten mit der Zucht, bis die Hunde körperlich und im Wesen ausgereift sind. Hündinnen werden in der Regel erst nach dem vollständigen Wachstumsabschluss gedeckt, meist nicht schon bei der ersten Läufigkeit.
Die Trächtigkeit dauert wie bei anderen Hunden rund 63 Tage. Die Würfe sind klein, oft zwei bis vier Welpen, passend zur Toy-Größe der Rasse. Die Welpen kommen feingliedrig und zerbrechlich zur Welt und brauchen behutsamen Umgang. In den ersten Wochen stehen Wärme, gleichmäßige Fütterung und sanftes Handling im Vordergrund, ab einem Alter von wenigen Wochen beginnt die Sozialisierung, damit die Welpen zu selbstsicheren erwachsenen Hunden heranwachsen. Weil die Läufe empfindlich sind, werden hohe Sprünge und rutschige Böden für heranwachsende Welpen vermieden.
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Geschlechtsreife | etwa 6 bis 12 Monate (Zucht erst später) |
| Empfohlenes Zuchtalter | körperlich ausgereift, oft nach 18 bis 24 Monaten |
| Trächtigkeit | etwa 63 Tage |
| Typische Wurfgröße | 2 bis 4 Welpen |
| Absetzen | etwa 6 bis 8 Wochen |
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Häufige Fragen zum Italienischen Windspiel betreffen Größe, Wesen, Pflegebedarf, Lebenserwartung, Eignung und Verfügbarkeit.
Es ist eine Toy-Rasse mit einer Schulterhöhe von etwa 33 bis 38 Zentimetern und einem Gewicht von rund 3 bis 6 Kilogramm. Der Körperbau ist schlank und feingliedrig, wie bei einem kleinen Greyhound.
Es ist anhänglich, verspielt und seiner Familie treu ergeben und bleibt gern in der Nähe seiner Menschen. Die Rasse ist außerdem feinfühlig und Fremden gegenüber oft zurückhaltend, weshalb sanfter, ruhiger Umgang am besten funktioniert.
Die Fellpflege ist einfach, da das Fell kurz ist, doch die Rasse braucht Wärme bei kaltem Wetter und ein Zuhause, das ihre empfindlichen Läufe schützt. Auch die Stubenreinheit kann Geduld erfordern, da der Hund bei schlechtem Wetter ungern hinausgeht.
Sie werden für einen Hund vergleichsweise alt, meist 14 bis 15 Jahre bei guter Pflege, regelmäßiger Zahnkontrolle und schlankem Gewicht.
Für Wohnungen ja, da sie klein sind, drinnen ruhig bleiben und wenig Platz brauchen. Sie passen besser zu ruhigen Erwachsenen und älteren oder rücksichtsvollen Kindern als zu Haushalten mit sehr kleinen oder groben Kindern, da ihre Läufe leicht brechen.
Ja. Das kurze Fell hat keine Unterwolle, weshalb sie rasch frieren und bei kühlem oder nassem Wetter oft einen Pullover oder Mantel für den Spaziergang brauchen.
Erhältlich sind sie bei Züchterinnen und Züchtern, die ihre Zuchttiere gesundheitlich testen lassen, etwa im Rahmen eines ÖKV-Vereins, sowie über rasse-spezifische Rettungsorganisationen. Eine gute Quelle testet die Elterntiere auf erbliche Augen- und Knieerkrankungen und lässt Interessentinnen und Interessenten sehen, wie die Welpen aufwachsen.