
Der Irish Red and White Setter ist ein gutmütiger, athletischer Jagdhund, der für sein fröhliches Wesen und seine feine Nase bekannt ist.
Wie das Fell des Irish Red and White Setter aufgebaut ist und was das für die Pflege bedeutet.
Vorsicht: Das Fell eines Irish Red and White Setter verfilzt leicht.
Feines oder langes Haar verknotet unsichtbar am Fellgrund, wo sich die Filzknoten zusammenziehen und an der Haut ziehen. Gebürstet werden muss abschnittsweise bis auf die Haut, nicht nur an der Oberfläche.
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Der Irish Red and White Setter ist ein großer, sportlicher Jagdhund aus Irland: gutmütig, energiegeladen und mit feiner Nase, der gut zu aktiven Familien passt.
Der Irish Red and White Setter ist ein großer, sportlicher Jagdhund, der in Irland für die Vorsteharbeit auf Federwild in offenem Gelände gezüchtet wurde. Von seinem einfarbig roten Verwandten unterscheidet er sich durch das zweifarbige Fell: eine klare weiße Grundfarbe mit kräftigen roten Platten. Die Rasse ist auf Ausdauer angelegt und nicht auf kurze Sprints, mit einem ausgewogenen, muskulösen Körperbau, der stundenlange Feldarbeit erlaubt.
Im Wesen zeigt sich die Rasse freundlich, verspielt und gutmütig. Diese Hunde bauen enge Bindungen zu ihren Menschen auf und begrüßen Besucher eher begeistert als misstrauisch, was sie zu schlechten Wachhunden, aber angenehmen Begleitern macht. Sie sind klug und arbeitswillig, brauchen aber wegen ihres hohen Bewegungsdrangs eine Aufgabe oder ausreichend Beschäftigung, um im Haus zur Ruhe zu kommen.
Die meisten erwachsenen Tiere werden 11 bis 15 Jahre alt. Die Rasse passt zu Haushalten, die täglich Auslauf und Zeit im Freien bieten können. Fehlt die körperliche und geistige Auslastung, wird ein gelangweilter Setter leicht unruhig und sucht sich selbst eine Beschäftigung.
| Merkmal | Detail |
|---|---|
| Herkunft | Irland |
| Größe | Groß |
| Lebenserwartung | 11 bis 15 Jahre |
| Gruppe/Einsatz | Jagdhund (Vorstehhund, FCI-Gruppe 7) |
| Verträglichkeit | Kinder, Familien, andere Hunde bei guter Sozialisierung |
Diese Rasse passt zu Menschen, die viel daheim und aktiv sind: Läuferinnen und Läufer, Wanderer, Jäger und Familien mit Garten. Am besten kommt sie mit mindestens einer Stunde intensiver Bewegung pro Tag und Gesellschaft über weite Teile des Tages zurecht. Für eine Wohnung ohne verlässliche Auslaufmöglichkeiten eignet sie sich kaum, ebenso wenig für Halter, die lange Zeit außer Haus sind. Ihr geselliges Wesen bedeutet auch, dass sie sich meist gut mit anderen Hunden versteht und, gemeinsam aufgezogen, auch mit Katzen zusammenleben kann.
Der Irish Red and White Setter entstand in Irland als Arbeitshund für die Jagd und gilt als die ältere der beiden irischen Settervarianten; Anfang des 20. Jahrhunderts entging die Rasse durch gezielte Wiederbelebung nur knapp dem Aussterben.
Setter verdanken ihren Namen der Art, wie sie sich beim Aufspüren von Federwild niederducken, dem sogenannten Setzen, um dem Jäger die Position des Vogels anzuzeigen. Zweifarbige rot-weiße Setter wurden in Irland über Jahrhunderte für die Jagd eingesetzt, geschätzt vor allem, weil die weißen Abzeichen auf Distanz im Gelände gut zu erkennen waren. Viele Rassekenner halten die rot-weiße Zeichnung für die ältere der beiden irischen Setterfarben.
Im 19. Jahrhundert stieg die Beliebtheit des einfarbig roten Irish Setter im Ausstellungswesen stark an, und die rot-weiße Variante geriet in den Hintergrund. Gegen Ende des 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts war der zweifarbige Typ bereits selten geworden, zeitweise stand er kurz davor, als eigenständige Rasse zu verschwinden.
Eine Wiederbelebung setzte in Irland zu Beginn des 20. Jahrhunderts ein, angeführt von Züchtern und Geistlichen, die den verbliebenen Bestand zusammentrugen und die Blutlinie neu aufbauten. Diese Arbeit zog sich über die folgenden Jahrzehnte hin und führte die Rasse aus sehr kleinen Beständen zurück.
Heute wird die Rasse von den großen Kynologenverbänden als eigenständig neben dem Irish Setter geführt und sowohl für die Feldarbeit als auch als Begleithund gezüchtet. In Österreich betreut der Österreichische Kynologenverband (ÖKV) als FCI-Dachorganisation die Anerkennung nach dem internationalen Rassestandard. Verglichen mit dem einfarbig roten Setter bleibt der Irish Red and White Setter deutlich seltener.
Der Irish Red and White Setter ist ein kräftiger, athletischer Hund mit weißem Fell und kräftig roten Platten, moderater Befederung und einem ausgewogenen, harmonischen Körperbau.
Der Irish Red and White Setter wirkt kräftig und sportlich, ohne schwer zu sein. Der Gesamteindruck ist der eines aktiven, ausgewogenen Hundes, der auf Ausdauer gebaut ist. Der Kopf ist im Verhältnis zum Körper breit, die Augen sind dunkel und rund, die Ohren liegen eng am Kopf an. Der Brustkorb ist tief, die Hinterhand kräftig und muskulös und treibt den weit ausgreifenden Arbeitsschritt an. Die Rute wird etwa auf Rückenhöhe getragen und läuft spitz zu.
| Merkmal | Standardwert |
|---|---|
| Widerristhöhe | Rüden etwa 62 bis 66 cm, Hündinnen etwa 57 bis 61 cm |
| Gewicht | Etwa 25 bis 34 kg |
| Fell | Mittellang, glatt anliegend, mit Befederung an Ohren, Brust, Läufen und Rute |
| Farben | Weiße Grundfarbe mit kräftig roten Platten; leichte Tüpfelung im Randbereich zulässig |
| Augen | Dunkles Haselnussbraun bis dunkelbraun, rund |
Kennzeichnend ist die zweifarbige Zeichnung: eine klare weiße Grundfarbe, unterbrochen von klar abgegrenzten, kräftig roten Platten. Am Rand der farbigen Bereiche ist leichte Sprenkelung erlaubt, insgesamt sollte das Fell aber nicht stark getupft wirken. Die Befederung fällt moderat aus, an der Rückseite der Läufe, an der Rutenunterseite, an der Brust und an den Ohren etwas länger. Regelmäßiges Bürsten hält die Befederung frei von Verfilzungen, ein Trimmen zur Erhaltung der natürlichen Silhouette ist nicht nötig.
Freundlich, verspielt und gutmütig: Der Irish Red and White Setter ist anhänglich zur Familie und offen gegenüber Fremden, sein hohes Energielevel braucht aber ein Ventil.
Der Irish Red and White Setter hat ein fröhliches, offenes Wesen. Er ist anhänglich gegenüber der Familie und geht enge Bindungen ein, oft folgt er seinen Menschen von Zimmer zu Zimmer. Fremden gegenüber zeigt er sich meist freundlich und neugierig statt zurückhaltend, weshalb er als Wachhund wenig taugt. Frühe Sozialisierung hilft dabei, diese Geselligkeit in ruhige Begrüßungen statt Anspringen zu lenken.
Kindern gegenüber ist die Rasse meist sanft und geduldig, wegen seiner Größe und seines Temperaments sollten kleine Kinder aber beaufsichtigt werden, um unabsichtliche Rempler zu vermeiden. Mit anderen Hunden kommt er in der Regel gut zurecht, mit Katzen kann er zusammenleben, wenn beide gemeinsam aufwachsen. Sein Erbe als Jagdhund bedeutet aber einen ausgeprägten Jagdtrieb gegenüber Kleintieren und Vögeln im Freien.
Diese kluge Rasse lernt schnell, kann aber auch eigenständig handeln und sich von interessanten Gerüchen leicht ablenken lassen. Geistige Auslastung zählt genauso viel wie körperliche Bewegung. Ein Setter, der zu wenig bewegt wird oder zu lange allein bleibt, neigt zum Bellen und Nagen und lässt sich dann nur schwer zur Ruhe bringen.
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Anhänglichkeit | 5 |
| Energie | 5 |
| Lernfähigkeit | 4 |
| Bellfreude | 3 |
| Fellwechsel | 3 |
Der Irish Red and White Setter braucht täglich viel Bewegung, regelmäßiges Bürsten seines befederten Fells und Platz zum Laufen, energetisch gesehen eine anspruchsvolle Rasse.
Am wohlsten fühlt sich die Rasse in einem Haus mit Garten und Zugang zu offenem Gelände zum Laufen. Weniger Platz lässt sich nur ausgleichen, wenn der Bewegungsbedarf anderswo vollständig gedeckt wird. Der Setter ist gerne bei seiner Familie und kommt mit langen Phasen der Isolation schlecht zurecht.
Als aktive, großwüchsige Rasse braucht der Irish Red and White Setter eine ausgewogene, auf sein Arbeitspensum abgestimmte Ration, aufgeteilt auf zwei tägliche Mahlzeiten gegen das Magendrehungsrisiko.
Ein vollwertiges Futter für aktive, großwüchsige Hunde ist die richtige Grundlage. Arbeitende oder jagdlich geführte Setter verbrennen viel Energie und brauchen an anstrengenden Tagen oft mehr Futter, während weniger aktive Familienhunde vorsichtig portioniert werden sollten, um Übergewicht zu vermeiden. Ein Futter mit hochwertigem Protein unterstützt Muskulatur und gleichmäßige Energie. Frisches Wasser sollte immer verfügbar sein, besonders rund um die Bewegungseinheiten.
Die Tagesration auf zwei Mahlzeiten statt eine große Portion aufteilen. Wie andere tiefbrüstige Rassen neigt der Setter zu einer Magendrehung (Torsio ventriculi), und kleinere, ruhigere Mahlzeiten senken dieses Risiko.
| Lebensphase | Menge pro Tag | Mahlzeiten |
|---|---|---|
| Welpe (2 bis 6 Monate) | Laut Herstellerangabe auf der Welpenfutterpackung, nach Gewicht | 3 bis 4 |
| Junghund (6 bis 12 Monate) | Etwa 300 bis 420 g Trockenfutter | 2 bis 3 |
| Erwachsen | Etwa 300 bis 420 g Trockenfutter | 2 |
| Senior oder weniger aktiv | Reduziert, um das gesunde Gewicht zu halten | 2 |
Leckerli sollten nicht mehr als etwa 10 Prozent der Tageskalorien ausmachen, beim Training reichen kleine Portionen. Die meisten gesunden Hunde mit einer vollwertigen Ernährung brauchen keine Nahrungsergänzung. Gelenkpräparate oder Omega-3-Fettsäuren am besten mit der Tierärztin oder dem Tierarzt besprechen, vor allem bei Arbeitshunden oder älteren Tieren, und die Futterumstellung immer schrittweise vornehmen, um Magenprobleme zu vermeiden.
Der Irish Red and White Setter ist grundsätzlich robust und wird 11 bis 15 Jahre alt, neigt aber zu Hüftgelenksdysplasie, bestimmten Augenerkrankungen und einer rassetypischen Immunstörung.
Der Irish Red and White Setter ist eine robuste Arbeitsrasse mit einer typischen Lebenserwartung von 11 bis 15 Jahren. Verantwortungsvolle Züchter lassen auf die in der Rasse bekannten Erkrankungen testen, was den Bestand insgesamt gesund gehalten hat. Wie bei vielen großen, tiefbrüstigen Hunden sollten Halter das Risiko einer Magendrehung kennen und im Blick behalten.
| Erkrankung | Anzeichen | Hinweis |
|---|---|---|
| Hüftgelenksdysplasie | Steifheit, Hinken, Zögern beim Springen oder Laufen | Risiko sinkt mit hüftgetesteten Elterntieren und kontrolliertem Wachstum bei Welpen |
| Canine Leukozytenadhäsionsdefizienz (CLAD) | Wiederkehrende Infektionen, schlechte Wundheilung bei betroffenen Welpen | Rassetypische Erbkrankheit; Gentest der Zuchttiere kann sie vermeiden |
| Progressive Retinaatrophie und andere Augenerkrankungen | Nachtblindheit, nachlassende Sehkraft | Wird durch Augenuntersuchungen und Gentests erkannt |
| Magendrehung (Gastrische Dilatation und Volvulus) | Aufgeblähter Bauch, Würgen ohne Erbrechen, Unruhe | Ein medizinischer Notfall; sofort tierärztliche Hilfe aufsuchen |
Klug und arbeitswillig lässt sich der Irish Red and White Setter mit konsequentem, belohnungsbasiertem Training gut erziehen, seine Energie und sein Spürsinn verlangen aber Geduld und frühe Struktur.
Der Irish Red and White Setter ist klug und arbeitswillig und deshalb ein fähiger Schüler. Allerdings kann er auch eigenständig handeln und sich von einem interessanten Geruch leicht vom Weg abbringen lassen. Er reagiert gut auf fröhliches, belohnungsbasiertes Training und zieht sich bei grober Behandlung zurück. Kurze, abwechslungsreiche Einheiten halten seine Aufmerksamkeit besser als lange, eintönige Wiederholungen. Da er langsam reift, sollten Halter mit einer langen, verspielten Adoleszenz rechnen und dabei geduldig bleiben.
Frühe Sozialisierung mit Menschen, Hunden und Alltagssituationen legt den Grundstein für einen selbstsicheren erwachsenen Hund. Rückruf und Impulskontrolle verdienen wegen des starken Jagdtriebs besondere Aufmerksamkeit. Ein zuverlässiger Rückruf und ein sicher eingezäunter Garten sind beide wichtig.
Die Zucht des Irish Red and White Setter braucht gesundheitsgetestete Elterntiere, dauert rund zwei Monate Trächtigkeit und bringt Würfe von etwa sechs bis zehn Welpen hervor, die früh sozialisiert werden müssen.
Die Zucht sollte Menschen überlassen bleiben, denen die Gesundheit der Rasse am Herzen liegt. Hündinnen erreichen die körperliche Reife etwa mit 18 bis 24 Monaten, und verantwortungsvolle Zuchtprogramme warten bis dahin mit dem ersten Wurf. Beide Elterntiere sollten auf Hüften, Augen und CLAD-Status untersucht werden, und Verpaarungen sind so zu planen, dass bekannte Erbkrankheiten nicht weitergegeben werden.
Die Trächtigkeit dauert etwa 63 Tage. Ein Wurf umfasst meist sechs bis zehn Welpen, wobei die Zahl schwanken kann. Die Hündin welpt in der Regel problemlos, die Züchterin oder der Züchter sollte aber bereit sein, zu helfen und bei stockender Geburt eine Tierärztin oder einen Tierarzt hinzuzuziehen.
Die Welpen öffnen die Augen mit etwa zwei Wochen und beginnen mit rund vier Wochen entwöhnt zu werden. Die Zeit zwischen der dritten und zwölften Lebenswoche ist entscheidend für das spätere Wesen: Handling, neue Geräusche, Untergründe und ein behutsamer Kontakt zu Menschen und anderen Tieren formen den selbstsicheren, freundlichen erwachsenen Hund, für den die Rasse bekannt ist. Vor der achten Lebenswoche sollten Welpen nicht in ein neues Zuhause wechseln.
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Zuchtreife | Etwa 18 bis 24 Monate |
| Trächtigkeitsdauer | Etwa 63 Tage |
| Durchschnittliche Wurfgröße | Etwa 6 bis 10 Welpen |
| Augen öffnen sich | Etwa mit 14 Tagen |
| Entwöhnung | Etwa in der 4. bis 7. Woche |
| Frühestmögliche Abgabe | Etwa mit 8 Wochen |
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Häufige Fragen zum Irish Red and White Setter drehen sich um Größe, Wesen, Pflegeaufwand, Lebenserwartung, Familientauglichkeit und wie leicht sich die Rasse finden lässt.
Er zählt zu den großen Rassen. Rüden erreichen etwa 62 bis 66 cm Widerristhöhe, Hündinnen etwa 57 bis 61 cm, das Gewicht liegt meist zwischen 25 und 34 kg.
Freundlich, verspielt und gutmütig. Diese Setter sind anhänglich zur Familie und offen gegenüber Fremden, was sie zu tollen Begleitern, aber schwachen Wachhunden macht.
Die Fellpflege hält sich mit zwei- bis dreimaligem Bürsten pro Woche in Grenzen, der Bewegungsbedarf ist dafür hoch. Die größte Verpflichtung ist, täglich 60 bis 90 Minuten intensive Bewegung zu bieten.
Bei guter Pflege, regelmäßigen Tierarztkontrollen und gesundem Gewicht werden die meisten 11 bis 15 Jahre alt.
Ja, meist sind sie sanft zu Kindern und gesellig zu anderen Hunden. Bei sehr kleinen Kindern wegen der Größe des Hundes aufpassen und den starken Jagdtrieb gegenüber Vögeln und Kleintieren im Blick behalten.
Nein. Sie sind deutlich seltener als der einfarbig rote Irish Setter, wer sich für die Rasse interessiert, landet bei einer seriösen Zuchtstätte häufig auf einer Warteliste.
Sie sind klug und lernen mit belohnungsbasierten Methoden schnell, wegen ihrer Energie und ihres Spürsinns verdienen Rückruf, Impulskontrolle und frühe Sozialisierung aber laufend Aufmerksamkeit.