
Der Hokkaido ist eine treue, mutige japanische Spitzrasse, gerĂĽhmt fĂĽr ihre Hingabe, Ausdauer und ihren kĂĽhnen Jagdtrieb.
Wie das Fell des Hokkaido aufgebaut ist und was das fĂĽr die Pflege bedeutet.
Kritisch: Ein Hokkaido sollte nicht geschoren werden.
Die Unterwolle hält Hitze ebenso ab wie Kälte, und das Deckhaar schützt die Haut vor Sonne und Insektenstichen. Wird das ganze Fell abgeschoren, fällt beides weg. Es wächst oft lückenhaft, weich oder in anderer Farbe nach, und bei manchen Tieren kehrt das Deckhaar nie richtig zurück. Bürsten Sie die Unterwolle aus, statt sie abzuschneiden.
Hinweis: Ein Hokkaido stößt seine Unterwolle in starken Schüben ab.
Die Unterwolle löst sich über einige Wochen in starken Schüben. Ein Unterwollharke oder ein Bad mit anschließendem gründlichem Föhnen entfernt sie weit schneller als tägliches Bürsten. Das Fell kurz zu scheren ist dafür keine Abkürzung.
Der Hokkaido ist ein mittelgroßer Spitz aus Japan: eng an seine Familie gebunden, ausdauernd im Gelände, wachsam gegenüber Fremden. Er wird 12 bis 15 Jahre alt.
Der Hokkaido zählt zu den ursprünglichen japanischen Hunderassen. Nach dem Volk der Ainu im Norden Japans trägt er auch den Namen Ainu-ken. Vom Typ her ist er ein mittelgroßer Spitz: Stehohren, geringelte oder säbelförmig getragene Rute, dichtes Doppelhaar für kalte Winter. Ausgewachsene Hunde wiegen so viel wie ein Arbeits- und Jagdhund, nicht wie ein Begleithund fürs Sofa.
Gezüchtet wurde er für die Jagd in schwerem, verschneitem Gelände, und diese Herkunft prägt sein Wesen bis heute. Zur eigenen Familie hält ein Hokkaido engen Kontakt, Fremden gegenüber bleibt er zurückhaltend. Halterinnen und Halter beschreiben ihn als treu, aufmerksam und arbeitswillig, mit einem eigenständigen Zug aus Generationen der Jagd fern vom Führer.
Am besten aufgehoben ist der Hokkaido bei Menschen, die ihm täglich Bewegung und klare Führung geben. Lange Phasen von Langeweile oder Alleinsein verträgt er schlecht.
| Merkmal | Detail |
|---|---|
| Herkunft | Japan |
| Größe | Mittelgroß |
| Lebenserwartung | 12 bis 15 Jahre |
| Gruppe / Aufgabe | Spitzartiger Jagd- und Begleithund |
| Passt zu | Eng verbundenen Familien und erfahrenen Haltern; braucht frĂĽhe Sozialisierung mit anderen Tieren |
Der Hokkaido passt in aktive Haushalte, die einen treuen Wächter und Begleiter für draußen suchen. Wer wandert, läuft oder im kühlen Alpenraum lebt, kommt mit der Rasse gut zurecht. Auch Ersthalter können mit ihm zurechtkommen, sollten sich aber auf einen wachsamen, selbstständigen Hund einstellen, der Struktur, Training und verlässliche Gesellschaft braucht.
Der Hokkaido stammt von Hunden ab, die vor Jahrhunderten auf die nordjapanische Insel Hokkaido kamen. Die Ainu hielten ihn zur Jagd, später wurde er in Japan anerkannt.
Seinen Namen hat der Hokkaido von der nordjapanischen Insel, auf der er entstanden ist. Eng verbunden ist die Rasse mit den Ainu, der indigenen Bevölkerung der Region; daher stammt auch die Bezeichnung Ainu-ken oder Ainu-Hund. Seine Vorfahren kamen vermutlich vor Jahrhunderten mit zuwandernden Menschen auf die Insel und passten sich dort an das kalte Bergklima an.
Die Ainu setzten diese Hunde auf Großwild an, auf Bären und Hirsche, in tiefem Schnee und schwierigem Gelände. Diese Arbeit verlangte Mut, Ausdauer und die Fähigkeit, fern vom Jäger eigenständig zu entscheiden. Über viele Generationen wurde darauf selektiert, und die Rasse bringt diese Eigenschaften bis heute mit.
Lange Zeit blieb die Insel vergleichsweise abgeschieden, und der Rassetyp blieb dadurch einheitlich. Mit dem zunehmenden Austausch mit dem ĂĽbrigen Japan wuchs auch auĂźerhalb der Region das Interesse an diesen Hunden.
Der Hokkaido gehört zu den japanischen Landrassen, die in Japan offiziell anerkannt sind. Verbreitet ist er weit weniger als Shiba Inu oder Akita, in Japan wie außerhalb.
Mittelgroßer, gut bemuskelter Spitz mit dichtem Doppelhaar, dreieckigen Stehohren und geringelter oder säbelförmiger Rute. Farben: rot, weiß, schwarz, gestromt, sesam.
Der Hokkaido zeigt die typische Spitzsilhouette: kräftiger, ausgewogener Körper, kleine dreieckige Ohren, die aufrecht stehen, und eine Rute, die geringelt oder säbelförmig über dem Rücken liegt. Der Körperbau ist kompakt und muskulös und verrät die jagdliche Vergangenheit. Der Ausdruck wirkt aufmerksam und ruhig, die Augen sind klein, dunkel, leicht dreieckig und etwas schräg eingesetzt. Manche Hunde haben eine gefleckte Zunge, ein in der Rasse bekanntes Merkmal.
| Merkmal | Beschreibung |
|---|---|
| Widerristhöhe | Etwa 46 bis 53 cm (18 bis 21 Zoll) |
| Gewicht | Etwa 20 bis 30 kg (44 bis 66 lb) |
| Haarkleid | Dichtes Doppelhaar: hartes, gerades Deckhaar ĂĽber weicher, dichter Unterwolle |
| Farben | Rot, weiĂź, schwarz, gestromt und sesam |
| Augen | Klein, dunkel, leicht dreieckig und etwas schräg eingesetzt |
Das Doppelhaar ist auf Kälte ausgelegt. Das Deckhaar ist gerade und eher rau, die Unterwolle weich und dicht und dämmt gegen die Kälte. Anerkannt sind rot, weiß, schwarz, gestromt und sesam; sesam bezeichnet eine Mischung aus farbigen und schwarz gespitzten Haaren. Beim saisonalen Fellwechsel haart der Hund stark, die Unterwolle löst sich über mehrere Wochen.
Der Hokkaido hängt sehr an seiner Familie, ist mutig und von Natur aus wachsam. Sein eigenständiger Zug und die Zurückhaltung vor Fremden verlangen frühe Sozialisierung.
Der Hokkaido bindet sich stark an seine Familie und zeigt sich daheim anhänglich und treu. Fremden begegnet er anfangs eher zurückhaltend als freundlich, und er beobachtet genau. Veränderungen in seiner Umgebung entgehen ihm selten, deshalb meldet er von sich aus.
Mut gehört zu seinen Grundzügen. Aus der Arbeit am Großwild bringt er ein selbstsicheres Auftreten mit, das im Alltag ruhig und nicht nervös wirkt. Zugleich ist er eigenständig und daran gewöhnt, selbst zu entscheiden; auf eine Anweisung wartet er nicht immer.
Mit Kindern der eigenen Familie geht ein gut sozialisierter Hokkaido in der Regel geduldig und zugewandt um, wobei der Kontakt mit kleinen Kindern beaufsichtigt gehört. Wie er mit anderen Hunden und kleinen Haustieren auskommt, hängt von früher Gewöhnung ab. Aus der jagdlichen Herkunft kann ein ausgeprägter Beutetrieb gegenüber kleineren Tieren entstehen, weshalb Begegnungen und Sozialisierung schon im Welpenalter zählen.
| Merkmal | Bewertung |
|---|---|
| Anhänglichkeit (zur Familie) | 4 |
| Energie | 4 |
| Erziehbarkeit | 3 |
| Bellfreudigkeit | 3 |
| Haaren | 4 |
Wöchentliches Bürsten, im Fellwechsel tägliche Fellpflege und mindestens eine Stunde Bewegung am Tag. Kälte macht dem Hokkaido nichts aus, gesicherter Auslauf hilft.
Der Hokkaido ist robust; sein Pflegeaufwand dreht sich um das Haarkleid und um seinen Bewegungsbedarf.
Kälte verträgt der Hokkaido dank seines Doppelhaars gut und hält sich im kühlen Alpenklima gern im Freien auf. Er kann in Wohnungen und Häusern unterschiedlicher Größe leben, solange er täglich genug Bewegung bekommt; lange Stunden allein sind nichts für ihn. Bei Hitze die Aktivität auf die kühleren Tageszeiten legen und für Schatten und Wasser sorgen.
Als aktiver mittelgroĂźer Hund braucht der Hokkaido Alleinfutter, portioniert nach Gewicht und Auslastung. Erwachsene bekommen ĂĽblicherweise zwei Mahlzeiten am Tag.
Der Hokkaido ist aktiv und muskulös und braucht ein vollwertiges, ausgewogenes Futter, das seinen Energieverbrauch deckt. Ein gutes Alleinfutter passend zur Lebensphase erfüllt diesen Zweck, ob trocken, nass oder gemischt. Die Portionen richten sich nach dem einzelnen Hund, denn ein jagdlich geführter oder sehr aktiver Hund braucht mehr als ein ruhiger. Halten Sie ihn schlank und athletisch und beurteilen Sie Rippen und Taille, statt sich allein auf die Angabe am Futtersack zu verlassen.
| Lebensphase | Menge pro Tag | Mahlzeiten |
|---|---|---|
| Welpe (2 bis 6 Monate) | Laut Futteretikett fĂĽr das erwartete Endgewicht | 3 bis 4 |
| Junghund (6 bis 12 Monate) | Laut Futteretikett, mit nachlassendem Wachstum reduziert | 2 bis 3 |
| Erwachsen | Etwa 2 bis 3 Becher Trockenfutter je nach Gewicht und Auslastung | 2 |
| Senior | Menge wie bei erwachsenen Hunden, bei weniger Bewegung reduziert | 2 |
Leckerlis sollten höchstens rund 10 Prozent der täglichen Kalorien ausmachen; die Hauptmahlzeit wird dann entsprechend gekürzt. Die meisten gesunden Hokkaido brauchen bei vollwertigem Futter keine Ergänzungsmittel. Frisches Wasser muss immer bereitstehen, besonders nach Bewegung. Vor jedem Ergänzungsmittel und vor einer Futterumstellung aus gesundheitlichen Gründen die Tierärztin oder den Tierarzt fragen.
Der Hokkaido gilt als robust und wird 12 bis 15 Jahre alt. Bekannt sind Probleme an Hüfte und Gelenken, Augenerkrankungen und eine rassetypische Stoffwechselstörung.
Der Hokkaido gilt als zäh und im Ganzen gesund; dazu tragen seine Arbeitsvergangenheit und der im Vergleich zu manchen Modehunderassen breitere Genpool bei. Die meisten Hunde erreichen bei guter Betreuung 12 bis 15 Jahre. Wie bei jeder Rasse treten einzelne Erkrankungen häufiger auf, und verantwortungsvolle Züchterinnen und Züchter lassen ihre Zuchttiere untersuchen, um Erbfehler zu verringern.
| Erkrankung | Anzeichen | Hinweis |
|---|---|---|
| Hüftgelenksdysplasie | Steifheit, Lahmheit, Zögern beim Springen oder Steigen | Züchter wählen, die die Hüften röntgen lassen |
| Augenerkrankungen | Trübung, verändertes Sehvermögen, Reiben am Auge | Regelmäßige augenärztliche Kontrollen helfen beim frühen Erkennen |
| Collie Eye Anomaly | Oft ohne äußere Anzeichen; Befund bei der Augenuntersuchung | In der Rasse beschrieben; Untersuchungen zeigen Anlageträger |
| Pica bei einer Stoffwechselstörung | Frisst Nichtfressbares, Gewichts- oder Fellveränderungen | In der Rasse dokumentiert; bei Verdacht tierärztlich abklären |
Klug und lernfähig, dabei eigenständig: Der Hokkaido lernt am besten mit früher Sozialisierung, klaren Regeln und Belohnung, die ihn bei der Sache hält.
Der Hokkaido ist klug und lernt schnell, gehorcht wegen seiner Eigenständigkeit aber nicht um des Gehorsams willen. Am besten kommt er mit Menschen zurecht, die ruhig, berechenbar und fair bleiben. Harte Korrekturen schlagen meist ins Gegenteil um und beschädigen das Vertrauen. Kurze, abwechslungsreiche Einheiten halten ihn besser bei der Sache als lange Wiederholungen. Weil er Fremden zurückhaltend begegnet und einen starken Beutetrieb haben kann, zählt frühe und fortlaufende Sozialisierung zum Wichtigsten in der Erziehung.
Hokkaido-Würfe fallen klein bis mittelgroß aus, die Trächtigkeit dauert rund 63 Tage. Zucht verlangt Gesundheitsuntersuchungen und sorgfältige Sozialisierung der Welpen.
Wer mit einem Hokkaido züchtet, trägt Verantwortung für Gesundheit, Wesen und den kleinen weltweiten Bestand. Körperlich ausgewachsen sind die Hunde mit ein bis zwei Jahren; in der Zucht wartet man üblicherweise, bis ein Hund ausgereift ist und die Gesundheitsuntersuchungen bestanden hat. Hündinnen werden in der Regel erst nach dem Wachstumsabschluss und bei regelmäßiger Läufigkeit belegt.
Die Trächtigkeit dauert ab der Befruchtung etwa 63 Tage. Die Würfe sind meist klein bis mittelgroß. Die Hündin bewältigt die Geburt üblicherweise ohne viel Hilfe, dennoch begleitet eine aufmerksame Zuchtstelle das Werfen und zieht bei Problemen rasch die Tierärztin oder den Tierarzt bei.
Welpen kommen taub und blind zur Welt und sind in den ersten Wochen völlig auf die Mutter angewiesen. Früher Umgang mit Menschen und behutsames Kennenlernen alltäglicher Geräusche und Eindrücke ergeben später sichere, ausgeglichene Hunde. Bis etwa zur achten Woche bleiben die Welpen im Wurf, das stützt die soziale Entwicklung vor dem Umzug ins neue Zuhause.
| Kennwert | Wert |
|---|---|
| Geschlechtsreife | Etwa 1 bis 2 Jahre (Zuchteinsatz erst ausgereift und untersucht) |
| Trächtigkeit | Rund 63 Tage |
| Übliche Wurfgröße | Klein bis mittelgroß |
| Augen und Ohren öffnen sich | Etwa 2 bis 3 Wochen |
| Absetzen | Etwa 6 bis 8 Wochen |
| Empfohlene Abgabe | Ab etwa 8 Wochen |
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Fragen zum Hokkaido betreffen Größe, Wesen, Pflegeaufwand, Lebenserwartung, die Eignung als Familienhund und die Verfügbarkeit von Welpen in Österreich.
Der Hokkaido ist mittelgroß. Er misst etwa 46 bis 53 cm Widerristhöhe und wiegt rund 20 bis 30 kg, wobei Rüden meist größer sind als Hündinnen.
Er ist seiner Familie treu ergeben, mutig und wachsam. Fremden gegenüber bleibt er zurückhaltend, und aus der Jagdvergangenheit bringt er einen eigenständigen Zug mit. Frühe Sozialisierung ist deshalb wichtig.
Der Aufwand ist überschaubar. Wöchentlich bürsten, im Fellwechsel deutlich öfter, dazu mindestens eine Stunde Bewegung täglich. Er ist robust und kälteverträglich, braucht aber Gesellschaft und Kopfarbeit.
Bei guter Ernährung, regelmäßiger tierärztlicher Betreuung und schlankem Gewicht erreicht ein Hokkaido meist 12 bis 15 Jahre.
In aktiven Haushalten ja. Er ist treu und wachsam, und ein gut sozialisierter Hokkaido geht mit der eigenen Familie geduldig um. Kleine Kinder gehören beaufsichtigt, andere Haustiere wegen des Beutetriebs behutsam eingeführt.
Nur schwer. AuĂźerhalb Japans ist die Rasse selten und weit weniger verbreitet als Shiba Inu oder Akita. Rechnen Sie mit Wartelisten und suchen Sie ĂĽber den Ă–KV nach ZĂĽchtern, die ihre Hunde untersuchen lassen.
Ja. Das Doppelhaar haart ganzjährig und im saisonalen Fellwechsel besonders stark; dann hilft tägliches Bürsten gegen die lose Unterwolle.