
Der Deutsch Drahthaar ist ein ergebener Allzweck-Jagdbegleiter, bekannt fĂĽr sein raues Fell und seine unermĂĽdliche Arbeitsmoral.
Wie das Fell des Deutsch Drahthaar aufgebaut ist und was das fĂĽr die Pflege bedeutet.
Kritisch: Ein Deutsch Drahthaar sollte nicht geschoren werden.
Die Unterwolle hält Hitze ebenso ab wie Kälte, und das Deckhaar schützt die Haut vor Sonne und Insektenstichen. Wird das ganze Fell abgeschoren, fällt beides weg. Es wächst oft lückenhaft, weich oder in anderer Farbe nach, und bei manchen Tieren kehrt das Deckhaar nie richtig zurück. Bürsten Sie die Unterwolle aus, statt sie abzuschneiden.
Vorsicht: Das Fell eines Deutsch Drahthaar sollte getrimmt statt geschoren werden.
Ein Drahthaarfell soll an der Wurzel ausgezupft werden, sobald das Haar reif zum Lösen ist. Eine Schermaschine kappt es stattdessen auf halber Länge und lässt die weiche Unterwolle stehen. Das Ergebnis ist ein Fell, das schlaff und verblasst nachwächst; die wetterfeste Struktur kehrt erst zurück, wenn das Haar erneut getrimmt wird.
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Der Deutsch Drahthaar ist ein großer Vorstehhund aus Deutschland mit rauem, wetterfestem Fell, einer Lebenserwartung von 12 bis 14 Jahren und einem ausgeprägten Arbeitswillen, der täglich gefordert werden muss.
Als Einheitsjagdhund hat sich der Deutsch Drahthaar auf österreichischen Revieren bewährt: Er steht vor, sucht nach, apportiert auf Land und aus dem Wasser und arbeitet in dichtem Unterholz ebenso wie auf offenem Feld. Das raue, drahtige Deckhaar mit dichter Unterwolle macht ihn für das österreichische Klima passend, von kalten Jännertagen mit Schnee bis zu heißen Sommern im Weinviertel oder der pannonischen Tiefebene.
Er hat sich eng an seine Familie gebunden und sucht oft den Kontakt zu einer bestimmten Person im Haushalt. Fremden gegenüber ist er von Natur aus wachsam und zurückhaltend, ohne dass dies in Aggression umschlagen soll. Als Rasse, die für lange Jagdtage selektiert worden ist, kommt er mit hohem Energieniveau. Fehlt die tägliche Auslastung, sucht er sich selbst eine Beschäftigung.
Die Lebenserwartung liegt bei 12 bis 14 Jahren. In Ă–sterreich ist die Rasse beim Ă–sterreichischen Kynologenverband (Ă–KV) eingetragen.
| Merkmal | Detail |
|---|---|
| Herkunft | Deutschland |
| Größe | Groß |
| Lebenserwartung | 12 bis 14 Jahre |
| Gruppe / Aufgabe | Gebrauchshund, Vorstehhund, vielseitiger Jagdhund |
| Verträglich mit | Vertrauten Familienmitgliedern; ruhigeren, älteren Kindern; mit anderen Hunden bei früher Sozialisation |
Wer jagt, regelmäßig in den Alpen oder im Wienerwald wandert, läuft oder aktiv Hundesport betreibt, findet im Deutsch Drahthaar einen Begleiter für diese Aktivitäten. Er passt zu Menschen, die viel zu Hause sind oder den Hund mitnehmen können. Für Ersthundehalter ist die Rasse möglich, sofern sie bereit sind, täglich Zeit in Bewegung und Training zu investieren. Für kleine Wohnungen ohne Auslaufmöglichkeit, für Haushalte mit langen Abwesenheiten am Tag oder für jene, die einen ruhigen Hund suchen, ist er nicht geeignet.
Der Deutsch Drahthaar ist in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in Deutschland als vielseitiger Jagdhund entstanden und Anfang des 20. Jahrhunderts als eigene Rasse anerkannt worden. Die Bindung der Zucht an nachgewiesene Jagdleistung hat die Rasse bis heute geprägt.
Jagdhundehalter haben in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts oft mehrere Spezialrassen gleichzeitig geführt: einen für den Vogelbereich, einen für die Nachsuche, einen für die Wasserarbeit. Das Ziel des Zuchtprogramms hinter dem Deutsch Drahthaar ist gewesen, diese Aufgaben in einem einzigen Hund zu vereinen.
Als Grundlage fĂĽr die Kreuzungen werden der Pudelpointer, der Deutsch Kurzhaar und rauhhaarige Typen wie Griffon und Stichelhaar genannt. Aus diesem Material haben die ZĂĽchter das harte, wasserabweisende Drahthaarkleid selektiert, dazu Nase, Trieb und FĂĽhrigkeit.
Der Zuchtverein ist 1902 in Deutschland gegründet worden. Von Beginn an hat er verlangt, dass Hunde Leistungsprüfungen bestehen, bevor sie in das Zuchtbuch eingetragen werden. Das äußere Erscheinungsbild ist dabei zweitrangig geblieben. Dieser Grundsatz gilt in der Zucht bis heute.
In den 1920er-Jahren ist der Hund nach Nordamerika gelangt. Der American Kennel Club hat die Rasse 1959 anerkannt. In Nordamerika bestehen seither zwei parallele Organisationen: eine nach AKC-Standard und eine, die den Deutsch Drahthaar mit deutschen Leistungsanforderungen fĂĽhrt. In Ă–sterreich ist die Rasse beim Ă–KV eingetragen.
Der Deutsch Drahthaar ist ein großer, auf Ausdauer gebauter Hund mit einer Schulterhöhe von etwa 56 bis 66 cm, einem charakteristischen rauen Drahthaarkleid, buschigen Augenbrauen und einem kräftigen Kinnbart.
Der Körper ist auf Ausdauer ausgelegt, nicht auf Masse. Er ist etwas länger als hoch, mit tiefer Brust, kräftigen Gliedmaßen und einem straffen Rücken. Unverwechselbar sind das Gesicht und das Fell: Buschige Augenbrauen und ein kräftiger Kinnbart geben dem Hund einen ernsten Ausdruck, das raue, drahtartige Deckhaar schützt ihn in Unterholz und kaltem Wasser. In Österreich ist das Kupieren von Ruten nach dem Tierschutzgesetz 2004 verboten; hierzulande trägt der Hund stets eine natürliche Rute.
| Merkmal | Detail |
|---|---|
| Schulterhöhe | Rüden etwa 61 bis 66 cm; Hündinnen in der Regel ab 56 cm |
| Gewicht | Etwa 23 bis 32 kg; RĂĽden schwerer als HĂĽndinnen |
| Fell | Raues, drahtiges Deckhaar von etwa 2 bis 5 cm Länge über dichter Unterwolle; buschige Augenbrauen und Kinnbart |
| Farben | Braun und weiĂź, gefleckt, getupft oder roan; auch vollbraun; Kopf meist vollbraun, gelegentlich mit weiĂźem Blessi |
| Augen | Oval, braun, unter ausgeprägten Augenbrauen, wacher Ausdruck |
Das Deckhaar ist gerade, hart und liegt flach am Körper. Die häufigste Farbkombination ist braun und weiß in verschiedenen Mustern: gefleckt, getupft oder roan. Der Kopf ist meist vollbraun, manchmal mit einem weißen Blessi. Die Unterwolle wird im Winter dichter und dünnt im Sommer aus. Vollschwarzes Fell entspricht nicht dem FCI-Standard.
Der Deutsch Drahthaar ist seiner Familie gegenüber anhänglich und zuverlässig, Fremden gegenüber von Natur aus zurückhaltend und wachsam. Sein hoher Energielevel und sein ausgeprägter Jagdtrieb verlangen tägliche Auslastung und frühe Sozialisation.
Zur Familie ist dieser Hund aufgeschlossen und verlässlich. Er sucht die Nähe, entwickelt oft eine besonders enge Bindung zu einer Person und bleibt dennoch den übrigen Haushaltsmitgliedern gegenüber zugewandt. Fremden begegnet er mit der rassetypischen Zurückhaltung, die ihn zum aufmerksamen Wächter macht. Gute Zucht und frühe Sozialisation halten diese Wachheit im angemessenen Rahmen.
Energie und Beutejagdtrieb sind hoch. Der Hund ist für volle Jagdtage geformt worden und bringt entsprechenden Antrieb mit. Fehlt die tägliche Auslastung, kann er bellen, graben oder Dinge kauen. Er lernt schnell und will mit seiner Bezugsperson zusammenarbeiten, denkt aber auch eigenständig und braucht deshalb konsequentes Training.
Mit Kindern, die er gut kennt und mit denen er aufgewachsen ist, ist er in der Regel geduldig. Sein Körpergewicht und sein Bewegungsdrang passen besser zu Schulkindern als zu Kleinkindern. Mit anderen Hunden kann er bei früher Sozialisation auskommen. Katzen, Kaninchen und Vögel im gleichen Haushalt sind wegen des ausgeprägten Jagdtriebs eine dauernde Herausforderung.
| Eigenschaft | Bewertung |
|---|---|
| Zuneigung | 5 |
| Energie | 5 |
| Trainierbarkeit | 4 |
| Lautstärke | 3 |
| Haarausfall | 3 |
Der Deutsch Drahthaar braucht täglich mindestens ein bis zwei Stunden intensive Bewegung, einen Haushalt mit Auslauf und regelmäßige, aber unkomplizierte Fellpflege. Die Landeshundegesetze der österreichischen Bundesländer unterscheiden sich bei Rasselisten und Haltungsvorschriften.
Das Drahthaarkleid hält sich im Alltag gut, braucht aber regelmäßige Aufmerksamkeit.
Der Deutsch Drahthaar ist eine Rasse mit echtem Bewegungsbedarf.
Am wohlsten fühlt er sich in einem Haushalt mit sicher eingezäuntem Garten und einer Bezugsperson, die viel zu Hause ist oder ihn mitnimmt. Das Drahthaarkleid verträgt Kälte und Nässe gut; die österreichischen Winter mit Schnee und Frost stellen für ihn keine Belastung dar. Im Sommer braucht er Schatten und jederzeit Zugang zu frischem Wasser.
Die Hundehaltung ist in Österreich Ländersache. Die Landeshundegesetze der neun Bundesländer unterscheiden sich in Rasselisten, Leinenpflicht, Maulkorbpflicht und allfälligen Sachkundepflichten erheblich. Wien hat eigene Regelungen für bestimmte Rassen. Wer mit seinem Hund Wälder und Almen aufsucht, informiert sich vorab über geltende Wildruhezonen und saisonale Leinenpflichten. Zuständig für Auskünfte ist die Gemeindeverwaltung oder das jeweilige Landesamt.
Für den Deutsch Drahthaar eignet sich ein vollständiges Futter für große, aktive Hunde, aufgeteilt auf zwei Mahlzeiten täglich und angepasst an Alter, Gewicht und Aktivitätspensum.
Ein vollständiges Fertigfutter für aktive oder arbeitende große Hunderassen deckt die Bedürfnisse des Deutsch Drahthaars gut ab. Protein und Fett stützen Muskulatur und Energieniveau. Jagd- oder Sporthunde brauchen in der aktiven Saison mehr Kalorien als in ruhigeren Phasen. Die Tagesmenge richtet sich nach Alter, Gewicht und Aktivität; frisches Trinkwasser muss jederzeit zugänglich sein, besonders nach Bewegung.
Die tiefe Brust dieser Rasse erhöht das Risiko einer Magendrehung. Die Tagesration auf zwei Mahlzeiten aufzuteilen und intensive Bewegung kurz vor und nach dem Fressen zu vermeiden sind sinnvolle Vorkehrungen.
| Lebensphase | Menge pro Tag | Mahlzeiten pro Tag |
|---|---|---|
| Welpe (2 bis 6 Monate) | Gemäß Produktangaben für das erwartete Erwachsenengewicht, auf mehrere Portionen verteilt | 3 bis 4 |
| Junghund (6 bis 12 Monate) | Gemäß Packungsangabe, schrittweise Anpassung an die Erwachsenenmenge | 2 bis 3 |
| Erwachsener (1 bis 7 Jahre) | Etwa 280 bis 420 g Trockenfutter; fĂĽr stark arbeitende Hunde mehr | 2 |
| Senior (ab 7 Jahren) | Leicht reduzierte Kalorienmenge bei sinkender Aktivität; Gewicht regelmäßig kontrollieren | 2 |
Leckerlis sollten nicht mehr als etwa 10 Prozent der täglichen Kalorienmenge ausmachen. Kleine, kalorienarme Stücke eignen sich am besten fürs Training. Hunde, die ein vollständiges Futter erhalten, brauchen in der Regel keine Zusatzpräparate. Gelenk-, Haut- oder Fischölprodukte nur auf tierärztliche Empfehlung geben, da Überversorgung schaden kann.
Der Deutsch Drahthaar ist eine robuste Rasse mit einer Lebenserwartung von 12 bis 14 Jahren. HĂĽft- und Ellbogendysplasie, Augenerkrankungen, OhrenentzĂĽndungen und die Magendrehung sind die wichtigsten Gesundheitspunkte fĂĽr Halterinnen und Halter.
Die meisten Deutsch Drahthaare leben bei guter Haltung 12 bis 14 Jahre. Seriöse Züchterinnen und Züchter lassen ihre Zuchttiere auf bekannte Erbkrankheiten untersuchen, bevor sie zur Zucht eingesetzt werden. Eine Anfrage nach den Gesundheitsunterlagen der Elterntiere ist bei der Welpenwahl stets berechtigt. Die folgende Übersicht beschreibt Erkrankungen, die in der Rasse vorkommen; nicht jeder Hund entwickelt alle diese Probleme.
| Erkrankung | Anzeichen | Hinweis |
|---|---|---|
| Hüftdysplasie | Steifheit, Hinken, Schmerzen beim Aufstehen, Sprungscheu | Erbliche Gelenkfehlbildung; Zuchttiere werden geröntgt |
| Ellbogendysplasie | Lahmheit der Vorderbeine, besonders nach Belastung | Wird beim Zuchttier ebenfalls untersucht |
| Augenerkrankungen (z. B. Katarakt, Netzhauterkrankungen) | Trübung, Anrempeln von Gegenständen, Sehveränderungen | Regelmäßige Augenuntersuchungen helfen, Probleme früh zu erkennen |
| Ohrenentzündungen | Kopfschütteln, Kratzen, Geruch, Ausfluss | Hängeohren und häufiges Schwimmen erhöhen das Risiko; Ohren nach Wasserkontakt trocknen |
| Magendrehung (GDV) | Aufgetriebener Bauch, erfolgloses Würgen, Unruhe, Schmerzsignale | Tiefbrüstige Rassen sind gefährdet; medizinischer Notfall |
Der Deutsch Drahthaar lernt rasch und arbeitet gerne mit seiner Bezugsperson zusammen. Sein ausgeprägter Eigenwille und sein hoher Energielevel verlangen frühe Sozialisation, konsequentes Training und kurze, abwechslungsreiche Einheiten.
In Österreich sind die Anforderungen an Hundehalterinnen und -halter je nach Bundesland unterschiedlich geregelt. Mehrere Bundesländer kennen einen Hundeführschein oder gleichwertige Nachweispflichten; die genauen Anforderungen variieren. Wien hat eigene Regelungen für bestimmte Rassen. Unabhängig von gesetzlichen Vorgaben lohnt es sich, mit dem Deutsch Drahthaar eine Hundeschule zu besuchen oder mit einer erfahrenen Trainerin oder einem erfahrenen Trainer zu arbeiten.
Die Rasse lernt schnell und will mit ihrer Bezugsperson zusammenarbeiten. Sie denkt aber auch selbstständig und findet bei Unterforderung eigene Lösungen. Harte Korrekturen bringen bei diesem sensiblen und klugen Hund wenig; klare Regeln, Konsequenz und positive Verstärkung sind wirkungsvoller. Abwechslungsreiche, kurze Einheiten halten die Aufmerksamkeit besser als monotone Wiederholungen. Frühe Sozialisation mit Menschen, anderen Hunden und verschiedenen Umgebungen ist entscheidend, weil die Rasse Fremden gegenüber von Natur aus zurückhaltend ist.
Deutsch-Drahthaar-Hündinnen werden zwischen dem 6. und 12. Monat geschlechtsreif; verantwortungsvolle Zucht wartet auf körperliche Reife und abgeschlossene Gesundheitsprüfungen. Die Trächtigkeitsdauer beträgt etwa 63 Tage, ein Wurf umfasst durchschnittlich 7 bis 9 Welpen.
Hündinnen kommen zwischen dem 6. und 12. Lebensmonat in die erste Läufigkeit. Züchterinnen und Züchter, die verantwortungsvoll arbeiten, haben gewartet, bis die Hündin körperlich und wesensmäßig ausgereift ist und alle Gesundheitsprüfungen vorliegen, oft erst im zweiten Lebensjahr. Die Trächtigkeit dauert etwa 63 Tage. Ein Wurf umfasst durchschnittlich 7 bis 9 Welpen, kann aber auch kleiner oder größer ausfallen.
Neugeborene Welpen sind blind und taub und vollständig auf die Mutter angewiesen. Die Augen öffnen sich etwa am 10. bis 14. Lebenstag. Die Entwöhnung von der Muttermilch beginnt um die 3. bis 4. Lebenswoche und ist mit der 7. bis 8. Woche abgeschlossen. Frühes, sanftes Handling und Gewöhnung an alltägliche Geräusche fördern stabile Hunde. Welpen werden in der Regel ab der 8. Lebenswoche abgegeben. In Österreich orientiert sich seriöse Zucht an den Anforderungen des ÖKV, die Leistungsprüfungen und Gesundheitskontrollen einschließen.
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Geschlechtsreife | 6 bis 12 Monate (Verpaarung empfohlen ab ca. 2 Jahren) |
| Trächtigkeitsdauer | Etwa 63 Tage |
| Durchschnittliche Wurfgröße | 7 bis 9 Welpen |
| Augenöffnung | Etwa 10 bis 14 Tage |
| Entwöhnung | Etwa 7 bis 8 Wochen |
| Abgabealter | Ab der 8. Lebenswoche |
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Häufige Fragen zum Deutsch Drahthaar betreffen Körpergröße, Eignung als Familienhund, Haltungsaufwand, Lebenserwartung, Verträglichkeit mit anderen Tieren und die rechtlichen Rahmenbedingungen in Österreich.
Es ist eine große Rasse. Rüden erreichen eine Schulterhöhe von etwa 61 bis 66 cm, Hündinnen sind in der Regel kleiner, ab etwa 56 cm. Das Gewicht liegt zwischen 23 und 32 kg.
Für aktive Familien kann er gut passen. Zu Personen, die er gut kennt, ist er anhänglich und in der Regel geduldig. Mit älteren Kindern kommt er besser zurecht als mit Kleinkindern. Fremden gegenüber ist er von Natur aus zurückhaltend und braucht deshalb frühe Sozialisation.
Die Fellpflege ist überschaubar: wöchentliches Bürsten und einige Trimm-Termine pro Jahr genügen. Der eigentliche Aufwand liegt in der Bewegung. Der Hund braucht täglich 1 bis 2 Stunden intensive Aktivität. Für Menschen, die tagsüber lange außer Haus sind oder wenig Gelegenheit für Bewegung im Freien haben, ist er nicht geeignet.
Die Lebenserwartung liegt bei 12 bis 14 Jahren. Gute Ernährung, ausreichend Bewegung und regelmäßige Tierarztbesuche tragen wesentlich dazu bei.
Mit anderen Hunden kann er bei früher Sozialisation gut auskommen. Sein ausgeprägter Jagdtrieb macht ihn gegenüber Katzen, Kaninchen und Vögeln im gleichen Haushalt unzuverlässig. Dort sind sorgfältige Eingewöhnung und dauernde Aufsicht nötig.
Der Haarausfall ist mäßig. In der Übergangszeit zwischen den Jahreszeiten ist er etwas stärker. Regelmäßiges Bürsten einmal pro Woche hält das lose Haar unter Kontrolle.
Die Landeshundegesetze der neun Bundesländer unterscheiden sich erheblich: Rasselisten, Leinenpflicht, Maulkorbpflicht und allfällige Nachweispflichten wie ein Hundeführschein sind unterschiedlich geregelt. Wien hat eigene Regelungen für bestimmte Hunderassen. Wer mit seinem Hund in Wäldern und auf Almen unterwegs ist, informiert sich über geltende Wildruhezonen und saisonale Leinenpflichten. Zuständig für Auskünfte ist die Gemeindeverwaltung oder das jeweilige Landesamt.