
Der English Setter ist ein eleganter, befederter Vorstehhund, geschätzt für sein sanftes, gelassenes Wesen und seine freundliche Ergebenheit gegenüber der Familie.
Wie das Fell des English Setter aufgebaut ist und was das fĂĽr die Pflege bedeutet.
Vorsicht: Das Fell eines English Setter verfilzt leicht.
Feines oder langes Haar verknotet unsichtbar am Fellgrund, wo sich die Filzknoten zusammenziehen und an der Haut ziehen. Gebürstet werden muss abschnittsweise bis auf die Haut, nicht nur an der Oberfläche.
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Der English Setter ist ein grosser Vorstehhund aus England mit langem, befedertem Fell und sanftem, freundlichem Wesen. Er gilt als anhänglich und im Haus ruhig und gutmütig.
Der English Setter ist ein grosser Jagdhund, der in England gezüchtet wurde, um Federwild aufzuspüren und vorzustehen. Er hat einen schlanken, athletischen Körperbau, lange Behänge und ein Fell mit feiner Tüpfelung, die Züchter Belton nennen. Erwachsene Hunde erreichen eine Schulterhöhe von meist 58 bis 69 cm.
Die Rasse gilt als ausgeglichen und auf den Menschen bezogen. Sie ist im Umgang mit Kindern in der Regel sanft und gegenüber Besuch freundlich, behält dabei aber die Ausdauer eines Arbeitshundes. Die meisten Linien lassen sich zwei Typen zuordnen: Ausstellungshunden mit kräftigerem Fell und Feldhunden, die leichter gebaut sind und mit mehr Antrieb arbeiten.
Im Haus ist der English Setter meist ruhig und ausgeglichen, sofern er genug Bewegung bekommt. Ohne tägliche Auslastung wird er unruhig und sucht sich selbst eine Beschäftigung.
| Merkmal | Detail |
|---|---|
| Herkunft | England |
| Grösse | Gross |
| Lebenserwartung | 10 bis 12 Jahre |
| Gruppe / Aufgabe | Vorstehhunde, Vorsteh- und Setterhund fĂĽr Federwild |
| Verträgt sich mit | Familien, Kindern und anderen Hunden |
Der English Setter passt zu aktiven Haushalten, die ihm lange tägliche Spaziergänge, freien Lauf oder Feldarbeit bieten können. Er eignet sich für Menschen, die einen geselligen, anhänglichen Hund möchten und denen die regelmässige Fellpflege nichts ausmacht. Für Personen, die viele Stunden ausser Haus sind oder einen ruhigen Begleiter ohne grossen Bewegungsbedarf suchen, ist er weniger geeignet, denn Langeweile und zu wenig Bewegung führen oft zu Problemverhalten.
Der English Setter entstand ĂĽber mehrere Jahrhunderte in England als vorstehender Federwildhund und erhielt im 19. Jahrhundert durch ZĂĽchter wie Edward Laverack und Purcell Llewellin seine heutige Form.
Setterhunde werden in England seit Hunderten von Jahren eingesetzt. Frühe Typen waren darauf trainiert, Vögel über die Nase zu finden und sich dann flach auf den Boden zu ducken oder zu "setzen", damit der Jäger ein Netz über Vogel und Hund werfen konnte. Schriftliche Hinweise auf Setterspaniels reichen bis ins 16. Jahrhundert zurück, und diese Hunde gelten allgemein als Grundstock der heutigen Setterrassen.
Mit der Zeit bevorzugten Jäger Hunde, die im Stehen vorstanden, was zur Jagd mit Schusswaffen passte. Die Setter aus Mittel- und Nordengland wurden nach und nach auf diese Arbeitsweise und auf das heute bekannte Erscheinungsbild hin geformt.
Die Rasse in ihrer heutigen Form verdankt viel Edward Laverack, der sein Zuchtprogramm im frühen 19. Jahrhundert begann und über Jahrzehnte mit einer geschlossenen Linie arbeitete. Seine Hunde wurden zur Grundlage des Ausstellungstyps. Richard Purcell Llewellin baute später auf Laveracks Hunden auf und legte den Schwerpunkt auf die Feldarbeit. So entstand der leichtere, ausdauernde Schlag, den viele Jäger noch heute mit dem Namen Llewellin verbinden.
English Setter erreichten Nordamerika im 19. Jahrhundert und gehörten zu den Rassen, die von frühen Kennel Clubs erfasst wurden. Die in dieser Zeit entstandene Trennung zwischen schwereren Ausstellungshunden und leichteren Feldhunden besteht in der Rasse bis heute fort.
Der English Setter ist ein grosser, eleganter Hund mit langem, seidigem Fell und Befederung an Behängen, Brust, Läufen und Rute. Sein Fell zeigt das Belton genannte Tüpfelmuster in mehreren Farbkombinationen.
Der English Setter hat eine ausgewogene, leicht rechteckige Silhouette mit langem Kopf, deutlichem Stop und quadratischem Fang. Die Behänge liegen dicht an den Wangen und sind tief angesetzt. Die Rute wird etwa auf Höhe des Rückens getragen, läuft spitz zu und trägt unten lange Befederung. Der Bewegungsablauf ist geschmeidig und raumgreifend und spiegelt die Arbeitsherkunft der Rasse wider.
| Merkmal | Detail |
|---|---|
| Höhe | Etwa 61 bis 69 cm (Rüden), 58 bis 66 cm (Hündinnen) |
| Gewicht | Rund 20 bis 36 kg je nach Typ und Geschlecht |
| Fell | Lang, glatt und seidig mit Befederung an Behängen, Brust, Läufen, Bauch und Rute |
| Farben | Weiss mit TĂĽpfelung in Orange, Blau, Lemon, Leberbraun oder Tricolor (Belton-Muster) |
| Augen | Dunkles Haselnussbraun bis Braun, oval, mit sanftem Ausdruck |
Die Grundfarbe ist Weiss, überlagert von feiner Tüpfelung, die dem Fell sein gesprenkeltes Aussehen gibt. Der Begriff Belton beschreibt dieses Muster zusammen mit der jeweiligen Markierungsfarbe: Orange Belton, Blue Belton, Lemon Belton, Liver Belton und Tricolor (Blue Belton mit lohfarbenen Abzeichen). Feldhunde tragen oft kürzeres, leichteres Fell als Ausstellungshunde, was den Pflegeaufwand verringert. Die befederten Stellen brauchen die meiste Aufmerksamkeit, da sie schneller verfilzen als das Körperhaar.
Der English Setter ist freundlich, anhänglich und sanft und versteht sich meist gut mit Kindern, Besuch und anderen Hunden. Draussen ist er energiegeladen, im Haus ruhig, sobald sein Bewegungsbedarf gedeckt ist.
Der English Setter ist ein geselliger Hund, der eine enge Bindung an seinen Haushalt aufbaut. Er ist mit Kindern in der Regel sanft und in der Familie geduldig. Die Rasse neigt nicht zum Wachverhalten und begegnet Fremden eher freundlich als misstrauisch.
Gegenüber anderen Hunden ist der English Setter meist verträglich, und viele leben gut in Mehrhundehaushalten. Sein ausgeprägter Trieb, Vögel aufzuspüren, kann dazu führen, dass Kleintiere wie Vögel zum Hetzen verleiten, daher sollten Begegnungen beaufsichtigt werden. Die Rasse mag es nicht, lange allein gelassen zu werden, und kann bei Isolation trennungsbedingtes Verhalten entwickeln.
Draussen ist der Hund energiegeladen und stöbert und erkundet gern. Im Haus ist er nach ausreichender Bewegung meist entspannt und ruht zufrieden in der Nähe seiner Menschen. Harte Behandlung passt nicht zu dieser Rasse, die besser auf geduldige, konsequente Führung anspricht.
| Merkmal | Bewertung |
|---|---|
| Anhänglichkeit | 5 |
| Energie | 4 |
| Erziehbarkeit | 3 |
| Bellfreude | 2 |
| Haaren | 3 |
Der English Setter braucht regelmässiges Bürsten für sein langes Fell und viel tägliche Bewegung. Er passt am besten in aktive Haushalte mit Platz und Zeit für Aktivitäten im Freien.
Der English Setter fühlt sich in einem Zuhause mit sicherem Aussenbereich am wohlsten und mit einem Halter, der einen grossen Teil des Tages da ist. Er kann sich an verschiedene Wohnsituationen anpassen, wenn sein Bewegungsbedarf gedeckt ist, eignet sich aber nicht für lange Phasen allein oder für einen bewegungsarmen Alltag. Ein sicher eingezäunter Garten hilft, da die Rasse interessanten Fährten über weite Strecken folgt.
Der English Setter braucht eine ausgewogene Ernährung für einen grossen, aktiven Hund, mit Portionen nach Alter, Gewicht und Aktivität. Frisches Wasser und abgemessene Mahlzeiten halten das Gewicht gesund.
Ein vollwertiges Hundefutter, das auf die Lebensphase abgestimmt ist, liefert die Nährstoffe, die ein English Setter braucht. Da die Rasse aktiv ist, brauchen Arbeits- oder Feldhunde in der Jagdsaison oft mehr Kalorien, während weniger aktive oder ältere Hunde weniger benötigen. Abgemessene Mengen über den Tag verteilt füttern statt freier Fütterung und nach dem Körperzustand anpassen: Die Rippen sollten leicht zu ertasten, aber nicht sichtbar sein. Futterumstellungen sollten über mehrere Tage hinweg schrittweise erfolgen, um Magenprobleme zu vermeiden.
| Lebensphase | Menge pro Tag | Mahlzeiten pro Tag |
|---|---|---|
| Welpe (2 bis 6 Monate) | Nach Herstellerangaben fĂĽr das Wachstum, in kleinere Portionen aufgeteilt | 3 bis 4 |
| Junghund (6 bis 12 Monate) | Etwa 2 bis 3 Tassen je nach Grösse und Aktivität | 2 bis 3 |
| Erwachsen (ab 1 Jahr) | Etwa 2 bis 3 Tassen, mehr fĂĽr Arbeitshunde | 2 |
| Senior | Leicht reduzierte Kalorien, an geringere Aktivität angepasst | 2 |
Leckerlis nur auf einen kleinen Anteil der Tageskalorien beschränken, damit sie die Ernährung nicht aus dem Gleichgewicht bringen oder zu Gewichtszunahme führen. Die meisten Hunde mit Vollwertfutter brauchen keine Ergänzungsmittel, doch eine Tierärztin oder ein Tierarzt kann im Einzelfall Gelenk- oder andere Unterstützung empfehlen. Jedes Ergänzungsmittel vor der Gabe mit der Tierarztpraxis besprechen.
Der English Setter wird meist 10 bis 12 Jahre alt und ist im Allgemeinen gesund, neigt aber zu bestimmten Erkrankungen wie HĂĽftdysplasie, Taubheit und OhrentzĂĽndungen. Vorsorge und verantwortungsvolle Zucht senken das Risiko.
Der English Setter ist eine im Allgemeinen robuste Rasse mit einer typischen Lebenserwartung von 10 bis 12 Jahren. Als grosser Hund teilt er einige der Gelenk- und Ohrenprobleme, die bei seiner Grösse und seinem Felltyp häufig sind. Der Kauf bei einer Zucht, die ihre Zuchthunde auf bekannte Erbkrankheiten untersucht, senkt das Risiko erblicher Erkrankungen.
| Erkrankung | Anzeichen | Hinweis |
|---|---|---|
| Hüftdysplasie | Steifheit, Lahmen, Zögern beim Springen oder Klettern | Erbliches Gelenkproblem; Zuchttiere können untersucht werden |
| Ellbogendysplasie | Lahmheit der Vorderläufe, vor allem nach Belastung | Häufiger bei grösseren, aktiven Hunden |
| Angeborene Taubheit | Fehlende Reaktion auf Geräusche, oft auf einem oder beiden Behängen | Mit der Fellfarbgenetik verknüpft; Welpen können getestet werden |
| Ohrentzündungen | Kopfschütteln, Geruch, Kratzen an den Behängen | Die langen Hängeohren stauen Feuchtigkeit; regelmässige Reinigung hilft |
| Schilddrüsenunterfunktion | Gewichtszunahme, geringe Energie, Fellveränderungen | Mit Diagnose und Medikamenten beherrschbar |
Der English Setter ist intelligent und gewillt, kann aber eigenständig und sensibel sein. Er lernt am besten mit geduldigen, konsequenten und belohnungsbasierten Methoden, die früh beginnen.
Der English Setter lernt bereitwillig, hat aber aus seiner Arbeitsherkunft eine eigenständige Ader und kann die Konzentration verlieren, wenn eine interessante Fährte vorhanden ist. Die Rasse reagiert empfindlich auf den Tonfall und spricht nicht gut auf harte Korrekturen an. Kurze, positive Einheiten halten ihre Aufmerksamkeit besser als lange, eintönige Wiederholungen. Der Rückruf verdient besondere Übung, da ein Hund, der sich auf eine Fährte fixiert, Kommandos aus der Entfernung ignorieren kann.
English Setter werden im ersten Lebensjahr geschlechtsreif, tragen rund neun Wochen und haben meist mittlere bis grosse WĂĽrfe. Verantwortungsvolle ZĂĽchter untersuchen vor der Verpaarung auf Erbkrankheiten.
Hündinnen des English Setter werden meist zwischen sechs und zwölf Monaten geschlechtsreif, doch verantwortungsvolle Züchter warten, bis die Hündin körperlich ausgereift ist, in der Regel um die zwei Jahre, bevor sie zur Zucht eingesetzt wird. Eine Gesundheitsuntersuchung beider Elterntiere auf Erkrankungen wie Hüftdysplasie und Taubheit ist vor einer Verpaarung üblich.
Die Trächtigkeit dauert rund 63 Tage ab der Empfängnis. Die Würfe sind meist mittelgross bis gross, oft im Bereich von sechs bis acht Welpen, wobei die Zahl individuell schwankt. Welpen kommen blind und taub zur Welt und sind in den ersten Wochen vollständig auf die Mutter angewiesen. Das Absetzen beginnt meist um die dritte bis vierte Woche, und eine frühe Sozialisierung im Wurf ist wichtig für das Wesen. Welpen sollten bis mindestens zur achten Woche bei Mutter und Wurfgeschwistern bleiben.
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Geschlechtsreife | Etwa 6 bis 12 Monate (Zucht meist bis zur Reife verschoben) |
| Trächtigkeit | Rund 63 Tage |
| Durchschnittliche Wurfgrösse | Etwa 6 bis 8 Welpen |
| Absetzen | Etwa 3 bis 4 Wochen |
| Empfohlenes Abgabealter | 8 Wochen oder älter |
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Häufige Fragen zum English Setter betreffen Grösse, Wesen, Bewegungs- und Pflegebedarf, Lebenserwartung, Eignung für Familien und Verfügbarkeit.
Es ist eine grosse Rasse. Rüden erreichen eine Schulterhöhe von etwa 61 bis 69 cm, Hündinnen etwa 58 bis 66 cm, bei einem Gewicht von im Allgemeinen 20 bis 36 kg je nach Typ und Geschlecht.
Ja. Die Rasse ist freundlich, anhänglich und sanft und versteht sich meist gut mit Kindern und anderen Hunden. Kleintiere wie Vögel im Käfig sollten wegen des Jagdtriebs vorsichtig zusammengeführt werden.
Eine ganze Menge. Planen Sie ein bis zwei Stunden Aktivität pro Tag ein, einschliesslich Spaziergängen und freiem Lauf in sicheren Bereichen. Ohne genügend Bewegung kann die Rasse unruhig werden und Problemverhalten entwickeln.
Das lange, befederte Fell muss zwei- bis dreimal pro Woche gebürstet werden, um Verfilzungen zu vermeiden, dazu kommen regelmässige Reinigung der Behänge und gelegentliches Trimmen. Feldhunde haben tendenziell leichteres Fell, das weniger Aufwand macht.
Die typische Lebenserwartung liegt bei 10 bis 12 Jahren. Regelmässige tierärztliche Vorsorge, ein gesundes Gewicht und der Kauf bei einer Zucht, die auf Erbkrankheiten untersucht, unterstützen ein langes Leben.
Sie ist im Allgemeinen gesund, kann aber zu Hüft- und Ellbogendysplasie, angeborener Taubheit, Ohrentzündungen und Schilddrüsenunterfunktion neigen. Seriöse Züchter untersuchen ihre Zuchthunde auf die erblichen Erkrankungen.
Es ist eine etablierte, bei grossen Kennel Clubs eingetragene Rasse, aber sie ist seltener als manche beliebten Rassen. Käufer müssen sich womöglich an rassespezifische Züchter oder Notvermittlungen wenden und auf einen Wurf warten.