
Der Cavalier King Charles Spaniel ist ein anhänglicher, sanfter Begleiter, der für sein liebenswürdiges Wesen und seine bereitwillige Zuneigung zu jedem bekannt ist, dem er begegnet.
Wie das Fell des Cavalier King Charles Spaniel aufgebaut ist und was das fĂĽr die Pflege bedeutet.
Vorsicht: Das Fell eines Cavalier King Charles Spaniel verfilzt leicht.
Feines oder langes Haar verknotet unsichtbar am Fellgrund, wo sich die Filzknoten zusammenziehen und an der Haut ziehen. Gebürstet werden muss abschnittsweise bis auf die Haut, nicht nur an der Oberfläche.
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Der Cavalier King Charles Spaniel ist ein englischer Begleithund der Toy-Gruppe, anhänglich und freundlich im Umgang mit Menschen und anderen Tieren.
Der Cavalier King Charles Spaniel gehört zur Toy-Gruppe und zählt zu den kleinen Begleithunden. Er bringt üblicherweise 13 bis 18 Pfund auf die Waage und misst am Widerrist etwa 12 bis 13 Zoll. Kennzeichnend sind das seidig weiche Fell, die großen runden Augen und die langen, reich befederten Ohren, die dem Gesicht einen sanften Ausdruck verleihen.
Wesensmerkmale prägen die Rasse stärker als ihr Äußeres. Cavaliers sind zugewandt, anhänglich und gutmütig und bauen zu ihrer Familie eine enge Bindung auf. Fremden begegnen sie offen und freundlich, mit Kindern und anderen Haustieren kommen sie in der Regel gut zurecht, weshalb die Rasse gerne von Familien und Ersthundehaltern gewählt wird.
An die Wohnsituation stellt der Cavalier kaum Ansprüche: Wohnung oder Haus mit Garten sind beide geeignet, solange täglicher Kontakt zu seinen Menschen und ein moderates Maß an Bewegung gegeben sind. Stundenlanges Alleinsein verträgt er schlecht, denn die Rasse wurde für die Gesellschaft des Menschen gezüchtet, nicht für eigenständige Arbeit.
| Merkmal | Detail |
|---|---|
| Herkunft | England |
| Größe | Toy (13 bis 18 lb) |
| Lebenserwartung | 12 bis 15 Jahre |
| Gruppe/Rolle | Toy-Gruppe, Begleithund |
| Verträglich mit | Kindern, anderen Hunden und den meisten Haustieren |
Der Cavalier eignet sich für Menschen, die einen anschmiegsamen Begleiter suchen und regelmäßig Zeit für ihn haben. Er passt zu Familien mit Kindern, zu älteren Hundehaltern und zu Haushalten mit weiteren Tieren. Wenig geeignet ist er für alle, die tagsüber die meiste Zeit außer Haus sind, denn die Rasse neigt zu Trennungsstress und ist am glücklichsten in Gesellschaft.
Der Cavalier King Charles Spaniel stammt von den kleinen Zwergspaniels des englischen Königshofs ab und wurde in den 1920er-Jahren nach alten Gemälden zurückgezüchtet.
Kleine Zwergspaniels lebten schon seit Jahrhunderten als Gesellschafter am englischen Hof. Unter König Charles I. und König Charles II. im 17. Jahrhundert waren diese Spaniels eng mit dem Königshaus verbunden, und Charles II. schätzte sie so sehr, dass die kleinen Hunde später seinen Namen trugen.
In den folgenden zwei Jahrhunderten veränderte sich der Typ. Einkreuzungen kurzköpfiger asiatischer Rassen führten zu einer kürzeren Schnauze und einem gewölbten Schädel, jenem Erscheinungsbild, das später als King Charles Spaniel bekannt wurde (in manchen Ländern auch English Toy Spaniel genannt).
In den 1920er-Jahren setzte der amerikanische Liebhaber Roswell Eldridge beim Crufts in England Preisgelder für Spaniels des älteren, langnasigeren Typs aus, wie er auf Gemälden etwa von Van Dyck zu sehen war. Züchter arbeiteten daran, diese frühere Form wiederherzustellen, und die daraus entstandenen Hunde erhielten den Namen Cavalier King Charles Spaniel, um sie vom kurzschnäuzigeren King Charles Spaniel zu unterscheiden.
Der englische Kennel Club erkannte den Cavalier 1945 als eigenständige Rasse an, der American Kennel Club folgte 1995 mit der vollen Anerkennung. Seither hat sich die Rasse in vielen Ländern als Begleithund etabliert. Auch in Österreich ist der Cavalier ein anerkannter Rassehund: zuständig für Zucht und Registrierung ist hierzulande der Österreichische Kynologenverband (ÖKV) als nationaler Zuchtverband für Rassehunde.
Der Cavalier ist ein kleiner, ausgewogen gebauter Spaniel mit seidigem Fell, langen befederten Ohren, großen dunklen Augen und sanftem Ausdruck in vier Farbschlägen.
Der Cavalier ist ein anmutiger Toy-Hund von kompaktem, harmonischem Körperbau. Der Kopf ist leicht gerundet, der Stop flach ausgeprägt, die Schnauze voll. Die großen, dunklen, weit auseinanderstehenden runden Augen geben der Rasse ihren weichen, zugewandten Ausdruck. Die hoch angesetzten, langen Ohren liegen eng am Kopf an und tragen reichlich Befederung. Die Rute ist gut angesetzt und wird in Rückenlinie getragen, bei Bewegung oft in sanftem Schwung.
| Merkmal | Standard |
|---|---|
| Widerristhöhe | 12 bis 13 Zoll |
| Gewicht | 13 bis 18 Pfund |
| Fell | Lang, seidig, ohne Locken, mit Befederung an Ohren, Läufen, Brust und Rute |
| Farben | Blenheim, Tricolor, Black and Tan, Ruby |
| Augen | GroĂź, rund, dunkelbraun, weit auseinanderstehend |
Das Fell ist mittellang, seidig und darf leicht gewellt, aber nicht lockig sein. Anerkannt sind vier Farbschläge. Blenheim zeigt kräftige kastanienbraune Abzeichen auf perlweißem Grund, häufig mit einem kastanienfarbenen Fleck am Oberkopf. Tricolor ist schwarz-weiß mit lohfarbenen Abzeichen über den Augen, an den Wangen und unter der Rute. Black and Tan zeigt ein durchgehend schwarzes Fell mit lohfarbenen Abzeichen. Ruby ist einfarbig kräftig rot. Die Befederung an Ohren, Brust, Läufen und Rute wird mit zunehmendem Alter voller.
Der Cavalier ist sanftmütig, anhänglich und gesellig, er bindet sich eng an seine Menschen und kommt gut mit Kindern, Fremden und anderen Haustieren aus.
Kaum eine Toy-Rasse ist so sehr auf den Menschen ausgerichtet wie der Cavalier. Er ist anhänglich und sanft und sucht die Nähe seiner Bezugspersonen, am liebsten mit einem Platz auf dem Schoß. Besucher begrüßt er als Freunde, nicht als Bedrohung, als Wachhund taugt er daher wenig, als warmherziger, geselliger Mitbewohner umso mehr.
Kindern gegenüber zeigt sich der Cavalier geduldig und verspielt, wobei, wie bei jedem Hund, der Umgang mit kleinen Kindern beaufsichtigt werden sollte. Andere Hunde und Haustiere im Haushalt nimmt er meist ohne Probleme an. Der Jagdtrieb des Spaniels ist aber nicht ganz verschwunden: Manche Cavaliers laufen im Freien Vögeln oder kleinen Tieren nach, weshalb ein gesicherter Garten oder eine Leine sinnvoll sind.
Alleinsein mag die Rasse gar nicht. Bleibt ein Cavalier über viele Stunden allein, kann er ängstlich reagieren und bellen, unruhig hin und her laufen oder Gegenstände zerkauen. Sein Energielevel ist mittel: Er spielt gern und ruht sich danach ebenso gern aus, und er spiegelt meist die Stimmung im Haushalt wider.
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Zuneigung | 5 |
| Energie | 3 |
| Trainierbarkeit | 4 |
| Lautstärke | 2 |
| Fellwechsel | 3 |
Der Cavalier braucht regelmäßiges Bürsten seines seidigen Fells, mäßige tägliche Bewegung und viel Gesellschaft, mit besonderem Augenmerk auf die langen Ohren.
Der Cavalier kommt sowohl in der Wohnung als auch im Haus zurecht. Entscheidend sind die Nähe seiner Menschen und ein angenehm temperiertes Zuhause. Die Rasse ist hitzeempfindlich und sollte bei warmem Wetter nicht im Freien bleiben. Er ist ein Hausgenosse durch und durch und will in der Nähe seiner Familie sein. In vielen Regionen Österreichs sorgen kalte, alpin geprägte Winter zusätzlich dafür, dass längere Ausflüge ins Freie bei Frost kurz gehalten werden sollten.
Der Cavalier braucht ein vollwertiges, auf seine geringe Größe abgestimmtes Futter, wobei Leckerlis dosiert werden sollten, um Übergewicht zu vermeiden.
Empfehlenswert ist ein vollwertiges, ausgewogenes Hundefutter, abgestimmt auf den jeweiligen Lebensabschnitt. Da der Cavalier klein ist und leicht zunimmt, spielt die Portionsgröße eine größere Rolle als bei vielen anderen Rassen. Mahlzeiten sollten abgemessen statt zur freien Verfügung angeboten werden, die Menge so bemessen, dass Taille und Rippen gut fühlbar bleiben. Frisches Wasser sollte jederzeit zur Verfügung stehen.
| Lebensabschnitt | Menge pro Tag | Mahlzeiten |
|---|---|---|
| Welpe (2 bis 6 Monate) | Etwa 1/2 bis 1 Tasse, je nach Wachstum und Futter | 3 bis 4 |
| Welpe (6 bis 12 Monate) | Etwa 1/2 bis 1 Tasse | 2 bis 3 |
| Erwachsen | Etwa 1/2 bis 1 Tasse | 2 |
| Senior | An geringere Aktivität angepasst | 2 |
Leckerlis sollten nicht mehr als etwa 10 Prozent der Tagesration ausmachen, denn bei einem 15-Pfund-Hund summieren sich zusätzliche Snacks schnell. Eine ausgewogene Fertignahrung deckt in der Regel den gesamten Nährstoffbedarf, Nahrungsergänzungsmittel sollten daher nur nach Rücksprache mit dem Tierarzt gegeben werden. Kauartikel für die Zähne können die Maulgesundheit unterstützen, ein Thema, das bei Toy-Rassen häufig eine Rolle spielt.
Der Cavalier wird meist 12 bis 15 Jahre alt, neigt aber zu Mitralklappenerkrankung und Syringomyelie, weshalb Herz- und neurologische Kontrollen wichtig sind.
Der Cavalier King Charles Spaniel erreicht in der Regel ein Alter von 12 bis 15 Jahren. Gesund ist er ein aktiver Begleiter, doch die Rasse ist für mehrere gut dokumentierte erbliche Erkrankungen bekannt, weshalb verantwortungsvolle Züchter ihre Zuchttiere untersuchen lassen. Am bedeutsamsten ist die Mitralklappenerkrankung, ein Herzleiden, das bei dieser Rasse häufig und oft früher als bei anderen Rassen auftritt.
| Erkrankung | Anzeichen | Hinweis |
|---|---|---|
| Mitralklappenerkrankung | Herzgeräusch, Husten, verminderte Ausdauer | Das wichtigste Gesundheitsthema der Rasse; nach herzuntersuchten Elterntieren fragen |
| Syringomyelie | Kratzen am Hals, Berührungsempfindlichkeit, Schmerzen | Eine Erkrankung, bei der sich flüssigkeitsgefüllte Hohlräume nahe dem Rückenmark bilden |
| Ohrentzündungen | Kopfschütteln, Geruch, Kratzen an den Ohren | Begünstigt durch die langen, behaarten Ohren; regelmäßige Reinigung hilft vorzubeugen |
| Patellaluxation | Hüpfender Gang, wechselnde Lahmheit der Hinterläufe | Eine aus der Gelenkpfanne springende Kniescheibe, bei Toy-Rassen verbreitet |
| Augenerkrankungen | Trübung, Rötung, Sehveränderungen | Dazu zählen Katarakt und trockenes Auge |
Der Cavalier ist klug und gefallsüchtig, was ihn empfänglich für sanftes, belohnungsbasiertes Training macht, wobei die Stubenreinheit Geduld erfordern kann.
Der Cavalier möchte bei seinen Menschen sein und sucht ihre Anerkennung, deshalb lässt er sich in der Regel gut trainieren. Auf einen scharfen Ton reagiert er empfindlich, harte Korrekturen verträgt er schlecht. Kurze, positive Einheiten halten seine Aufmerksamkeit besser als lange Übungsrunden. Frühe Sozialisierung mit neuen Menschen, Hunden, Orten und Geräuschen hilft dem Welpen, zu einem selbstsicheren erwachsenen Hund heranzuwachsen. Die Stubenreinheit stellt sich bei dieser Rasse oft langsamer ein als im Durchschnitt, ein fixer Zeitplan und Geduld zahlen sich hier aus.
Bei der Cavalier-Zucht stehen Gesundheitschecks im Vordergrund, vor allem für Herz und Nervensystem, mit Würfen von meist drei bis fünf Welpen nach rund zwei Monaten Trächtigkeit.
Verantwortungsvolle Zucht des Cavalier King Charles Spaniel stellt Gesundheitschecks über alles andere. Zuchttiere sollten auf Mitralklappenerkrankung untersucht werden, und, wo entsprechende Programme bestehen, auch auf Syringomyelie, Augen und Knie. Viele Rasseclubs empfehlen, Hunde erst in höherem Alter und frei von Herzgeräuschen zur Zucht einzusetzen, um die Vererbung früh auftretender Herzerkrankungen einzudämmen.
Hündinnen erreichen die Geschlechtsreife meist im ersten Lebensjahr, die Zucht wird jedoch üblicherweise verschoben, bis der Hund körperlich ausgewachsen ist und die Gesundheitschecks bestanden hat. Die Trächtigkeit dauert etwa 63 Tage. Die Würfe sind klein, meist drei bis fünf Welpen. Da die Rasse klein ist, kann bei der Geburt tierärztliche Unterstützung nötig werden, weshalb die Trächtigkeit tierärztlich begleitet werden sollte.
Die Welpen wachsen die ersten Wochen bei der Mutter auf und ziehen üblicherweise mit etwa acht bis zwölf Wochen in ihr neues Zuhause. Frühzeitiger, behutsamer Umgang mit Menschen und der Alltag im Haushalt fördern eine gute Sozialisierung, bevor die Welpen abgegeben werden.
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Geschlechtsreife | Etwa 6 bis 12 Monate (Zuchteinsatz meist später) |
| Trächtigkeit | Etwa 63 Tage |
| Typische Wurfgröße | 3 bis 5 Welpen |
| Entwöhnung | Etwa 6 bis 8 Wochen |
| Empfohlenes Abgabealter | 8 bis 12 Wochen |
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Häufige Fragen zum Cavalier King Charles Spaniel betreffen Größe, Wesen, Pflegeaufwand, Lebenserwartung, Eignung und Herkunft.
Er ist ein Toy-Hund, ausgewachsen etwa 12 bis 13 Zoll groĂź am Widerrist und wiegt rund 13 bis 18 Pfund.
Ja. Die Rasse ist sanftmĂĽtig und gesellig und kommt in der Regel gut mit Kindern und anderen Tieren zurecht. Der Umgang mit kleinen Kindern sollte, wie bei jedem Hund, beaufsichtigt werden.
Der Aufwand ist mäßig. Das seidige Fell braucht mehrmals wöchentlich Bürsten, die Ohren wöchentliche Kontrolle, dazu kommen täglicher Umgang und moderate Bewegung. Die Hauptaufgabe ist die laufende Gesundheitskontrolle, vor allem des Herzens.
Die übliche Lebenserwartung liegt bei 12 bis 15 Jahren. Ein Welpe von herzuntersuchten Elterntieren und ein gesundes Gewicht unterstützen ein längeres, gesünderes Leben.
Ja. Sein freundliches Wesen, seine Gelehrigkeit und seine handliche Größe machen ihn zu einer häufigen Wahl für Ersthundehalter, vorausgesetzt, tagsüber ist jemand zu Hause.
Nicht über längere Zeit. Die Rasse ist auf Gesellschaft ausgelegt und neigt zu Trennungsangst. Haushalte, in denen der Hund viele Stunden allein ist, passen nicht gut.
Cavaliers sind über Züchter und über rassespezifische Vermittlungsstellen erhältlich. Empfehlenswert ist es, auf Züchter zu achten, die ihre Hunde auf Herz- und, wo möglich, neurologische Erkrankungen testen lassen.