
Der Briard ist ein treuer französischer Hütehund, ein in Fell gehülltes Herz, bekannt für seine Hingabe, seine Intelligenz und seine Schutzinstinkte.
Wie das Fell des Briard aufgebaut ist und was das fĂĽr die Pflege bedeutet.
Vorsicht: Das Fell eines Briard verfilzt leicht.
Feines oder langes Haar verknotet unsichtbar am Fellgrund, wo sich die Filzknoten zusammenziehen und an der Haut ziehen. Gebürstet werden muss abschnittsweise bis auf die Haut, nicht nur an der Oberfläche.
Hinweis: Ein Briard muss alle paar Wochen geschnitten werden.
Dieses Fell wächst immer weiter, statt auszufallen, und muss daher alle paar Wochen geschnitten werden. Lässt man es wachsen, verfilzt es dicht an der Haut und schließt Feuchtigkeit, Schmutz und Wärme ein.
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Der Briard ist ein großer französischer Hütehund: anhänglich, klug und wachsam, mit langem gewelltem Fell und Wurzeln als Arbeitshund auf französischen Bauernhöfen.
Der Briard ist eine große Hüterasse aus Frankreich, gezüchtet, um Herden über offenes Weideland zu treiben und zu bewachen. Rüden erreichen eine Widerristhöhe von etwa 58 bis 69 cm und ein Gewicht von rund 25 bis 45 kg, mit einem langen, leicht gewellten Fell, das dem Hund von Kopf bis Rute eine zottelige Silhouette verleiht. Unter dem Fell steckt ein athletischer, nahezu quadratisch gebauter Hund mit echter Arbeitsausdauer.
Das Wesen prägt die Rasse ebenso stark wie das Äußere. Briards hängen sehr an ihrer Familie und bauen enge Bindungen zu den Menschen auf, mit denen sie leben. Sie sind klug, selbstbewusst und behalten die Gewohnheit eines Hütehundes bei, den Haushalt im Blick zu behalten. Fremden gegenüber zeigen sie sich beim ersten Kontakt eher zurückhaltend als freundlich, was auf die Wach- und Schutzaufgabe zurückgeht, für die die Rasse ursprünglich gezüchtet wurde.
Dieser Hund braucht eine Aufgabe und eine enge Bindung. Ein Briard, der sich selbst überlassen bleibt oder von seinen Menschen getrennt gehalten wird, wird häufig unruhig oder aufdringlich. Bei Training, ausreichend Bewegung und Einbindung in den Alltag entwickelt er sich zu einem gelassenen, aufmerksamen Begleiter.
| Merkmal | Detail |
|---|---|
| Herkunft | Frankreich |
| Größe | Groß (etwa 25 bis 45 kg) |
| Lebenserwartung | Etwa 12 Jahre (häufig 10 bis 12) |
| Gruppe / Aufgabe | HĂĽte- und Herdenschutzhund |
| Verträglichkeit | Vertraute Familienmitglieder; frühe Sozialisierung mit Fremden und anderen Haustieren wichtig |
Der Briard passt zu aktiven Halterinnen und Haltern, die Zeit für Fellpflege, Training und tägliche Bewegung mitbringen. Er eignet sich gut für Menschen, die einen Hund in ihren Alltag einbinden möchten und die dabei konsequent und klar führen können. Für Ersthalter, die ein pflegeleichtes Haustier suchen, oder für Haushalte, die tagsüber über längere Zeit nicht zu Hause sind, ist er weniger geeignet.
Der Briard entstand in Frankreich als Bauernhofhund, der Herden trieb und zugleich beschützte, benannt nach der nordfranzösischen Region Brie.
Der Briard stammt aus Frankreich, wo er über Jahrhunderte als vielseitiger Bauernhofhund arbeitete. Seine Aufgabe vereinte zwei Rollen, die bei anderen Rassen oft getrennt sind: als Hüter trieb er die Schafe, als Wächter schützte er sie vor Raubtieren und Dieben. Diese doppelte Aufgabe formte das Selbstvertrauen, die Wachsamkeit und die Entscheidungsfreude des Hundes.
Der Rassename wird gewöhnlich mit der Region Brie im Norden Frankreichs in Verbindung gebracht, einem traditionsreichen Agrargebiet. Hunde dieses Grundtyps sind im französischen Landleben schon lange vor geordneten Zuchtaufzeichnungen belegt, beschrieben als große, langhaarige Hütehunde in der Obhut von Bauern und Schäfern.
Mit der organisierten Hundezucht in Frankreich Ende des 19. Jahrhunderts erhielt der Briard einen schriftlichen Rassestandard und wurde als eigenständige Rasse ausgestellt. Französische Züchter arbeiteten daran, Fell, Größe und Hüteveranlagung zu einem erkennbaren Typ zu festigen, statt sie als lose regionale Landrasse zu belassen.
Später verbreitete sich der Briard über Frankreich hinaus und fand Anerkennung bei bedeutenden Kynologenverbänden im Ausland. In Österreich betreut der Österreichische Kynologenverband (ÖKV) als FCI-Mitgliedsorganisation die Rasse und ihre Zuchtbücher. Heute lebt der Briard vor allem als Familienhund, als Arbeitshund im Hütedienst und als Teilnehmer an Hundesportarten, während seine ursprüngliche Mischung aus Hütetrieb und Schutzbereitschaft die Rasse bis heute bestimmt.
Der Briard ist ein großer, nahezu quadratisch gebauter Hütehund mit langem, gewelltem Doppelfell und einem athletischen Körper unter dem dichten Fell.
Der Briard ist ein kräftiger Hund mit ausgewogenem, nahezu quadratischem Körperbau, das heißt, seine Rumpflänge liegt nahe an seiner Widerristhöhe. Das auffälligste Merkmal ist das lange, leicht gewellte Fell, das den ganzen Hund bedeckt, auch den Kopf, wo es Bart, Augenbrauen und einen über die Augen fallenden Fransenvorhang bildet. Unter dem Fell ist der Hund muskulös und wohlproportioniert, mit einem ruhigen, raumgreifenden Gangwerk.
| Merkmal | Beschreibung |
|---|---|
| Widerristhöhe | Etwa 56 bis 69 cm (Rüden größer als Hündinnen) |
| Gewicht | Etwa 25 bis 45 kg |
| Fell | Langes, leicht gewelltes Doppelfell mit grober Deckschicht |
| Farben | Einfarbig, etwa Schwarz, Falb (sandfarben bis rehbraun) und Grau |
| Augen | GroĂź, dunkel, weit auseinanderstehend, oft teilweise vom Fell verdeckt |
Das Fell ist das prägende Merkmal der Rasse: eine grobe Deckschicht über einer feineren Unterwolle, die am Körper und an den Läufen lang auswächst. Zugelassen sind einfarbige Töne, am häufigsten Schwarz, Falb (ein sandfarbener bis rehbrauner Ton) und Grau. Weiße Abzeichen sind bei dieser Rasse untypisch; vereinzelte helle Haare im Fell können aber vorkommen. Das lange Gesichtshaar verleiht der Rasse ihren typischen Ausdruck, sollte jedoch so gehalten werden, dass der Hund freie Sicht hat und die Augen gesund bleiben.
Briards sind anhängliche, schutzbereite Familienhunde, zurückhaltend gegenüber Fremden, die frühe Sozialisierung und eine Aufgabe für ihre Intelligenz brauchen.
Der Briard ist anhänglich, treu und selbstbewusst, mit einem ausgeprägten Gespür dafür, wer zu seinem Rudel gehört. Innerhalb der eigenen Familie zeigt er sich liebevoll und aufmerksam und folgt seinen Menschen oft von Raum zu Raum. Die Rasse besitzt den Hütehund-Instinkt, die Gruppe zu ordnen und im Blick zu behalten, was sich auch auf Kinder und andere Haustiere im Haushalt erstrecken kann.
Fremden gegenüber verhält sich der Briard meist zurückhaltend. Er hält lieber Abstand und beobachtet neue Personen, statt sie überschwänglich zu begrüßen, und sein Schutzinstinkt sorgt dafür, dass er genau registriert, wer kommt und geht. Frühe, fortlaufende Sozialisierung ist wichtig, damit aus dieser Vorsicht kein schwer lenkbares Misstrauen oder übermäßiges Wachverhalten wird.
Mit anderen Haustieren kommt die Rasse gut zurecht, wenn sie mit ihnen aufwächst, wobei der Hütetrieb sich in Form von Nachlaufen oder Anstupsen zeigen kann. Begegnungen mit fremden Hunden sollten behutsam gestaltet werden. Der Briard ist klug und eigenständig genug, um eigene Entscheidungen zu treffen, und braucht deshalb klare Strukturen sowie echte geistige und körperliche Beschäftigung von seinen Menschen.
| Merkmal | Bewertung |
|---|---|
| Zuneigung | 5 |
| Energie | 4 |
| Trainierbarkeit | 4 |
| Lautstärke | 3 |
| Fellwechsel | 3 |
Das lange Fell des Briard braucht regelmäßiges Bürsten gegen Verfilzung, dazu kommen täglich viel Bewegung und geistige Beschäftigung für ein ausgeglichenes Wesen.
Bei der Pflege des Briard stehen das Fell und der Bewegungsbedarf im Mittelpunkt. Das lange Doppelfell verfilzt und verknotet leicht, daher ist die Fellpflege eine feste Routine und keine gelegentliche Aufgabe. Die Arbeitsherkunft der Rasse bedeutet auĂźerdem, dass sie sich als reiner Stubenhund nicht wohlfĂĽhlt.
Der Briard passt sich verschiedenen Wohnsituationen an, solange er genug Bewegung und Zeit mit seiner Familie bekommt. Am besten geeignet ist aber ein Haushalt mit Platz und einem aktiven Tagesablauf. Ein sicher eingezäunter Garten ist von Vorteil. Die Rasse möchte in der Nähe ihrer Menschen sein und ist für einen Haushalt, in dem sie die meiste Zeit des Tages allein verbringen würde, wenig geeignet.
Der Briard braucht ein vollwertiges Futter für große, aktive Hunde, aufgeteilt auf zwei Mahlzeiten täglich, mit Portionen, die ihn schlank und arbeitsfit halten.
Der Briard kommt mit einem vollwertigen, ausgewogenen Futter für große, aktive Hunde gut zurecht. Da es sich um eine Arbeitsrasse mit guter Ausdauer handelt, hängt der Energiebedarf stark von Alter, Aktivitätslevel und individuellem Stoffwechsel ab. Die folgenden Mengenangaben sind allgemeine Richtwerte; die richtige Portion ist jene, bei der die Rippen leicht zu ertasten, aber nicht zu sehen sind.
| Lebensphase | Menge pro Tag | Mahlzeiten |
|---|---|---|
| Welpe (2 bis 6 Monate) | Laut Angabe auf der Welpenfutter-Packung, bezogen auf das voraussichtliche Erwachsenengewicht | 3 bis 4 |
| Junghund (6 bis 12 Monate) | Wachstumsfutter für große Rassen, dosiert nach Körperzustand | 2 bis 3 |
| Erwachsen | Etwa 350 bis 600 g hochwertiges Trockenfutter, je nach Größe und Aktivität | 2 |
| Senior | Menge des erwachsenen Hundes, bei geringerer Aktivität nach unten angepasst | 2 |
Leckerli sollten nur einen kleinen Anteil der Tageskalorien ausmachen, damit sie die Ernährung nicht aus dem Gleichgewicht bringen oder zu Übergewicht führen. Frisches Wasser sollte jederzeit zur Verfügung stehen. Ein gesunder Briard mit vollwertigem Futter braucht in der Regel keine zusätzlichen Präparate; Gelenkschutzmittel oder andere Zusätze am besten mit einer Tierärztin oder einem Tierarzt besprechen, besonders bei großen Hunden mit erhöhter Gelenkbelastung.
Der Briard ist meist robust und wird im Schnitt etwa 12 Jahre alt; achtsame Halter behalten HĂĽftgelenksdysplasie, Augenerkrankungen und Magendrehung im Blick.
Der Briard ist im Allgemeinen eine kräftige Arbeitsrasse. Seine typische Lebenserwartung liegt bei etwa 12 Jahren. Viele Hunde erreichen ein Alter zwischen 10 und 12 Jahren. Wie bei den meisten großen Rassen tragen verantwortungsvolle Zucht und regelmäßige Kontrollen in der tierärztlichen Ordination erheblich zu einem langen, gesunden Leben bei. Käuferinnen und Käufer sollten bei den Elterntieren auf Gesundheitsuntersuchungen achten, vor allem auf Hüften und Augen.
| Erkrankung | Anzeichen | Hinweis |
|---|---|---|
| HĂĽftgelenksdysplasie (HD) | Steifheit, Hinken, MĂĽhe beim Aufstehen | Fehlbildung des Gelenks; bei groĂźen Rassen verbreitet, bei Zuchttieren untersucht |
| Augenerkrankungen | Trübungen, Sehveränderungen, Beschwerden am Auge | Erblich bedingte Augenprobleme kommen in der Rasse vor; Voruntersuchung der Augen empfohlen |
| Magendrehung (gastrale Dilatation-Volvulus, GDV) | Aufgeblähter Bauch, Würgen ohne Erbrechen, Unruhe, sichtliches Leiden | Ein Notfall bei tiefbrüstigen Hunden; sofort tierärztliche Hilfe aufsuchen |
Der Briard ist klug und lernwillig, aber eigenständig, darum wirkt frühe, konsequente und belohnungsbasierte Erziehung mit klaren Grenzen am besten.
Der Briard ist intelligent und lernt schnell, ist aber auch selbstbewusst und eigenständig, weshalb er nicht blind gehorcht. Am besten funktioniert die Erziehung mit einer ruhigen, konsequenten Führung und klaren Grenzen. Harte Methoden gehen bei dieser Rasse meist nach hinten los. Sie reagiert deutlich besser auf faire, motivierende Erziehung, die ihre Mitarbeit gewinnt. Frühe Sozialisierung ist ebenso wichtig wie Gehorsam, angesichts der Zurückhaltung der Rasse gegenüber Fremden und ihres Schutzinstinkts.
Briards reifen als groĂźwĂĽchsige Hunde vergleichsweise langsam, tragen rund zwei Monate und bringen mittelgroĂźe bis groĂźe WĂĽrfe, die frĂĽhe Sozialisierung brauchen.
Die Zucht von Briards gehört in die Hände erfahrener, gesundheitsbewusster Züchterinnen und Züchter, wie sie etwa in den beim Österreichischen Kynologenverband (ÖKV) organisierten Rasseklubs zu finden sind. Als großwüchsige Rasse reift der Briard vergleichsweise langsam. Zuchttiere sollten körperlich und geistig ausgereift sein, bevor sie eingesetzt werden, meist deutlich später als bei der ersten Läufigkeit. Der Zuchtstock sollte auf die in der Rasse bekannten Hüft- und Augenprobleme untersucht sein und ein gefestigtes Wesen mitbringen, denn mit dem Erscheinungsbild vererben sich auch Schutzinstinkt und Intelligenz des Briard.
Die Trächtigkeit dauert bei Hunden etwa 63 Tage, rund zwei Monate. Würfe beim Briard sind meist mittelgroß bis groß. Die Hündin braucht einen ruhigen, sauberen Wurfplatz, eine erhöhte Nährstoffzufuhr während der späten Trächtigkeit und der Säugezeit sowie tierärztliche Begleitung rund um die Geburt.
Bei der Aufzucht der Welpen wird der Charakter der Rasse geformt. Frühes Handling und behutsame, breit angelegte Sozialisierung in den ersten Lebenswochen helfen den Welpen, sich zu selbstbewussten, ausgeglichenen erwachsenen Hunden zu entwickeln, statt übermäßig scheu zu werden. Welpen sollten lange genug bei der Mutterhündin und den Wurfgeschwistern bleiben, um normales Hundeverhalten zu lernen, bevor sie in ein neues Zuhause wechseln.
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Geschlechtsreife | Im ersten Lebensjahr erreicht, Zuchteinsatz aber erst mit voller Reife empfohlen |
| Tragzeit | Etwa 63 Tage (rund 2 Monate) |
| Wurfgröße | Meist mittelgroß bis groß |
| Absetzalter | Etwa 6 bis 8 Wochen |
| Abgabealter | Meist ab der 8. Lebenswoche |
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Häufige Fragen zum Briard behandeln Größe, Wesen, Pflegeaufwand, Lebenserwartung, Eignung als Familienhund und Verfügbarkeit.
Der Briard ist eine große Rasse. Er erreicht eine Widerristhöhe von etwa 56 bis 69 cm und wiegt rund 25 bis 45 kg, wobei Rüden im Schnitt größer sind als Hündinnen.
Briards sind ihrer Familie gegenüber anhänglich, treu und selbstbewusst und von Natur aus schutzbereit. Fremden gegenüber zeigen sie sich eher zurückhaltend, daher ist frühe und fortlaufende Sozialisierung wichtig.
Ja, das erfordert echtes Engagement. Das lange Fell muss an den meisten Tagen gebürstet werden, um Verfilzung zu vermeiden, dazu kommen täglich 60 bis 90 Minuten Bewegung sowie geistige Beschäftigung. Ein pflegeleichter Hund ist der Briard nicht.
Die typische Lebenserwartung liegt bei rund 12 Jahren; bei guter Gesundheit und Pflege erreichen viele Hunde ein Alter zwischen 10 und 12 Jahren.
Ja, für den passenden Haushalt. Er bindet sich eng an seine Familie und kommt gut mit Kindern zurecht, mit denen er aufwächst. Am besten passt er zu aktiven Halterinnen und Haltern, die ihn trainieren, bewegen und sozialisieren können. Für Ersthalter oder für Haushalte, die tagsüber leer stehen, ist er weniger geeignet.
Die Rasse hat einen ausgeprägten Schutzinstinkt und eine wachsame Art, die auf ihre Geschichte als Herdenschutzhund zurückgeht. Mit passendem Training und Sozialisierung macht diese Wachsamkeit den Briard zu einem fähigen Beschützer der Familie.
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