
Der Boston Terrier ist eine freundliche, schicke amerikanische Rasse, die wegen ihres smokingartigen Fells und ihres freundlichen, verspielten Wesens als der amerikanische Gentleman bekannt ist.
Wie das Fell des Boston Terrier aufgebaut ist und was das für die Pflege bedeutet.
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Der Boston Terrier ist ein kleiner, freundlicher Begleithund aus den USA, wegen seines Frackmusters im Fell und seines gepflegten Wesens auch 'American Gentleman' genannt.
Der Boston Terrier ist ein kleiner Begleithund aus den USA, gut erkennbar an der kurzen Schnauze, den großen runden Augen und dem glatten Fell mit frackähnlicher Zeichnung. Ausgewachsene Tiere erreichen eine Schulterhöhe von 15 bis 17 Zoll und wiegen zwischen 12 und 25 Pfund. Die Rasse wird zwar in Gewichtsklassen unterteilt, im Wesen sind sich die Hunde aber sehr ähnlich: freundlich, aufmerksam und menschenbezogen.
Der Beiname 'American Gentleman' geht auf die frackartige Fellzeichnung und das insgesamt manierliche Auftreten der Rasse zurück. Boston Terrier wurden als Gesellschaftshunde gezüchtet, nicht als Arbeitshunde, und fühlen sich in der Nähe ihrer Menschen am wohlsten. Sie kommen sowohl in der Wohnung als auch im Haus gut zurecht, da ihr Bewegungsbedarf überschaubar ist und die meisten Vertreter der Rasse eher zurückhaltend bellen.
Diese Rasse ist stark auf den Menschen fixiert. Bleibt ein Boston Terrier über längere Zeit allein, kann er sich langweilen oder ängstlich werden, weshalb Haushalte mit regelmäßiger Anwesenheit besser passen. Wegen der kurzen Schnauze reagiert die Rasse zudem empfindlich auf Hitze und starke Anstrengung bei warmem Wetter. Halter sollten das bei der Tagesplanung berücksichtigen.
| Merkmal | Detail |
|---|---|
| Herkunft | Vereinigte Staaten |
| Größe | Klein (12 bis 25 Pfund) |
| Lebenserwartung | 11 bis 13 Jahre |
| Gruppe/Rolle | Begleithund (Gesellschaftshundegruppe) |
| Verträglich mit | Familien, Kinder, andere Haustiere, Senioren |
Der Boston Terrier eignet sich für Ersthundehalter, Wohnungsbewohner, Familien mit Kindern und ältere Menschen, die einen kleinen, anhänglichen Hund ohne aufwendige Fellpflege oder hohen Bewegungsbedarf suchen. Weniger geeignet ist er für Menschen, die den ganzen Tag außer Haus sind, oder für alle, die einen Hund für Ausdauersport bei großer Hitze suchen.
Der Boston Terrier entstand Ende des 19. Jahrhunderts in Boston, Massachusetts, aus einer Kreuzung von English Bulldog und dem heute ausgestorbenen White English Terrier.
Die Wurzeln der Rasse reichen zurück nach Boston, Massachusetts, um das Jahr 1870. Als gemeinsamer Stammvater gilt ein Rüde namens Judge, meist Hooper's Judge genannt. Judge ging aus einer Verpaarung von English Bulldog und White English Terrier hervor, einem Terriertyp, den es heute nicht mehr gibt. Er kam nach Boston und wurde mit einer kleineren Hündin verpaart, womit die Blutlinie begann, die ortsansässige Züchter in den folgenden Jahrzehnten weiter verfeinerten.
Die frühen Hunde waren schwerer und im Körperbau noch deutlich vom Bull-and-Terrier-Typ geprägt. In den 1880er Jahren selektierten Bostoner Züchter gezielt auf geringere Größe, ein ruhigeres Wesen und die charakteristische gescheckte Fellzeichnung. Zunächst liefen die Hunde unter Bezeichnungen wie Round Heads oder Bull Terriers, ehe sich der Name der Rasse an ihrer Heimatstadt orientierte.
1893 erkannte der American Kennel Club den Boston Terrier offiziell an, womit er zu den ersten in den USA entwickelten Rassen mit AKC-Anerkennung zählt. Der zuständige Rasseklub bildete sich in derselben Zeit und legte einen schriftlichen Standard fest, der die Hunde von ihrer kämpferischen Abstammung wegführte und sie klar als Begleithund positionierte.
Im frühen 20. Jahrhundert zählte der Boston Terrier zu den populärsten Hunderassen des Landes, 1979 wurde er zum offiziellen Staatshund von Massachusetts ernannt. In Österreich liegt die Zucht von Rassehunden beim Österreichischen Kynologenverband (ÖKV), dem hierzulande zuständigen Dachverband, über den auch Boston Terrier geführt und Züchter organisiert werden.
Der Boston Terrier ist kompakt und quadratisch gebaut, mit kurzer flacher Schnauze, stehenden Ohren und glattem Fell in Frackzeichnung aus Brindle, Schwarz oder Seal mit Weiß.
Der Boston Terrier zeigt eine stämmige, quadratische Silhouette mit kurzem Rumpf, gerader Rückenlinie und tief angesetzter Rute, die entweder gerade oder korkenzieherartig gedreht und von Natur aus kurz ist. Der Kopf ist eckig, die Schnauze kurz und flach mit deutlichem Stop. Die Ohren sind klein und werden aufrecht getragen, die Augen groß, rund, dunkel und weit auseinanderstehend, was dem Gesichtsausdruck etwas Offenes und Wachsames verleiht. Das Fell ist kurz, glatt und feinstrukturiert.
| Merkmal | Standard |
|---|---|
| Höhe | 15 bis 17 Zoll Schulterhöhe |
| Gewicht | 12 bis 25 Pfund (Klassen unter 15, 15 bis unter 20, 20 bis 25 Pfund) |
| Fell | Kurz, glatt, feine Struktur |
| Farben | Brindle, Schwarz oder Seal, jeweils mit weißer Zeichnung |
| Augen | Groß, rund, dunkel, weit auseinanderstehend |
Das Fell trägt die typische Frackzeichnung der Rasse. Der Standard lässt Brindle, Schwarz oder Seal als Grundfarbe zu, stets kombiniert mit weißer Abzeichnung. Seal wirkt schwarz, zeigt bei Sonnenlicht aber einen rötlichen Schimmer. Zu den vorgeschriebenen weißen Abzeichen zählen ein Band um die Schnauze, eine Blesse zwischen den Augen und eine weiße Brust. Einfarbige Hunde oder Farben wie Leberbraun und Grau entsprechen nicht dem Standard. Das kurze, einlagige Fell haart wenig und braucht kaum Pflege.
Boston Terrier sind freundlich, anhänglich und verspielt, binden sich eng an ihre Familie und kommen meist gut mit Kindern, Fremden und anderen Haustieren aus.
Der Boston Terrier ist ein ausgeglichener, gutmütiger Begleiter. Die Rasse baut eine enge Bindung zu ihrem Haushalt auf und bleibt gern in der Nähe ihrer Menschen, oft folgt sie ihnen von Zimmer zu Zimmer. Kindern gegenüber zeigt sich der Hund geduldig und verspielt, und sein kleiner, aber kompakter Körperbau hält normalem Familientrubel besser stand als zerbrechlichere Zwerghunderassen.
Fremden gegenüber zeigen sich die meisten Boston Terrier freundlich statt misstrauisch. Sie melden Besuch zwar mit Bellen an, sind aber keine ausgeprägten Wachhunde und tauen bei Gästen meist schnell auf. Mit anderen Hunden und mit Katzen ist die Rasse in der Regel verträglich, besonders wenn sie gemeinsam aufwachsen oder früh aneinander gewöhnt werden.
Die Rasse gilt als aufmerksam und klug, mit einem clownesken Humor, den Halter häufig beschreiben. Langeweile und lange Phasen des Alleinseins sind die Hauptauslöser für Problemverhalten, denn diese Hunde sind auf Gesellschaft gezüchtet und kommen mit längerer Einsamkeit schlecht zurecht. Viele Vertreter der Rasse sind von Natur aus ruhig und bellen nur mit Grund.
| Merkmal | Bewertung |
|---|---|
| Anhänglichkeit | 5 |
| Energie | 3 |
| Trainierbarkeit | 4 |
| Bellfreude | 2 |
| Haaren | 2 |
Der Boston Terrier braucht wenig Fellpflege und moderate Bewegung, verlangt aber wegen der kurzen Schnauze besondere Vorsicht bei Hitze und saubere Hautfalten im Gesicht.
Der Boston Terrier ist in den meisten Belangen pflegeleicht: Das kurze Fell und die Vorliebe für ein Leben in der Wohnung sorgen für einen einfachen Pflegealltag. Die Hauptaufmerksamkeit gilt dabei Augen, Gesicht und Hitzeverträglichkeit.
Der Boston Terrier fühlt sich sowohl in der Wohnung als auch im Haus wohl und lebt am liebsten drinnen bei seiner Familie. Er reagiert empfindlich auf Temperaturextreme in beide Richtungen: Das kurze Fell bietet kaum Schutz vor Kälte, und das flache Gesicht erhöht das Risiko einer Überhitzung bei warmem Wetter. Österreich hat ein alpines Klima mit kalten Wintern, weshalb der Hund an frostigen Tagen einen Mantel und bei Bedarf beheizte Innenräume braucht. Bei sehr heißen oder sehr kalten Bedingungen gehört der Hund in klimatisch ausgeglichene Räume.
Boston Terrier kommen mit einem vollwertigen Futter für kleine Rassen in abgemessenen Portionen gut zurecht, da die Rasse leicht zunimmt und Übergewicht die Atmung belastet.
Ein Boston Terrier braucht ein vollwertiges, ausgewogenes Hundefutter, das zu seiner Lebensphase passt. Weil die Rasse klein ist und leicht zunimmt, zählt die Portionsgröße mehr als die Marke. Übergewicht belastet ein Atmungssystem zusätzlich, das durch die kurze Schnauze ohnehin eingeschränkt ist, weshalb ein schlankes Gewicht zu den wirksamsten Maßnahmen für die Gesundheit des Hundes zählt. Die Tagesmenge hängt von Gewicht, Alter und Aktivität ab. Die folgenden Werte dienen als Ausgangspunkt, feinjustiert wird so, dass sich die Rippen leicht ertasten lassen.
| Lebensphase | Menge pro Tag | Mahlzeiten |
|---|---|---|
| Welpe (2 bis 6 Monate) | Laut Angabe auf der Verpackung, nach Gewicht | 3 bis 4 |
| Welpe (6 bis 12 Monate) | Laut Angabe auf der Verpackung, nach Gewicht | 2 bis 3 |
| Erwachsen | Etwa 1 bis 1,75 Tassen | 2 |
| Senior | Bei geringerer Aktivität nach unten angepasst | 2 |
Leckerlis sollten höchstens etwa 10 Prozent der Tageskalorien ausmachen und in die Tagesmenge eingerechnet werden. Ein Hund auf vollwertigem Fertigfutter braucht in der Regel keine Nahrungsergänzung, diese nur nach tierärztlicher Rücksprache geben. Frisches Wasser sollte jederzeit zur Verfügung stehen, und das Futter wird besser in abgemessenen Mahlzeiten aufgeteilt als frei zur Verfügung gestellt, um das Gewicht im Blick zu behalten.
Boston Terrier werden etwa 11 bis 13 Jahre alt und sind grundsätzlich robust, wobei kurze Schnauze und vorstehende Augen rassetypische Risiken mit sich bringen.
Der Boston Terrier hat eine typische Lebenserwartung von 11 bis 13 Jahren. Insgesamt ist er ein robuster kleiner Hund, sein Körperbau bringt aber ein paar vorhersehbare Themen mit sich. Die flache Schnauze zählt ihn zu den brachyzephalen Rassen, was Atmung und Hitzeverträglichkeit betrifft, und die großen, vorstehenden Augen sind anfällig für Verletzungen und Erkrankungen. Verantwortungsvolle Züchter lassen auf bekannte Probleme untersuchen, und regelmäßige tierärztliche Kontrollen erkennen die meisten Probleme frühzeitig.
| Erkrankung | Anzeichen | Hinweis |
|---|---|---|
| Brachyzephale Atemprobleme | Laute oder erschwerte Atmung, Schnarchen, Hitzeunverträglichkeit | Hund schlank halten, Hitze und Überanstrengung meiden |
| Augenprobleme (Hornhautgeschwüre, Katarakt) | Trübung, Rötung, Blinzeln, Ausfluss | Vorstehende Augen werden leicht verletzt, regelmäßig kontrollieren |
| Patellaluxation | Aussetzender Schritt, wechselnde Lahmheit der Hinterläufe | Reicht von mild bis operationsbedürftig |
| Allergien und empfindliche Haut | Juckreiz, Ohrenentzündungen, Pfotenlecken | Mit tierärztlicher Begleitung gut behandelbar |
| Taubheit | Schwache Reaktion auf Geräusche, häufiger bei viel Weißanteil im Fell | Wird bei Welpen mittels BAER-Test geprüft |
Boston Terrier sind klug und arbeitswillig, reagieren gut auf konsequentes, belohnungsbasiertes Training und lassen sich früh begonnen leicht sozialisieren.
Der Boston Terrier ist aufgeweckt und aufmerksam und möchte bei seinem Menschen sein, was der Erziehung von Anfang an entgegenkommt. Die Rasse spricht gut auf kurze, fröhliche Trainingseinheiten sowie auf Futter und Lob als Belohnung an. Bei manchen Hunden zeigt sich ein leichter Dickkopf, harte Korrekturen wirken aber kontraproduktiv und lassen einen sensiblen Boston eher in sich zurückziehen. Frühe Sozialisierung mit Menschen, Orten und anderen Tieren hilft der Rasse, zu dem freundlichen erwachsenen Hund heranzuwachsen, den der Standard beschreibt. Die Stubenreinheit kann Geduld erfordern, daher von Anfang an einen festen Rhythmus einhalten.
Die Zucht von Boston Terriern ist anspruchsvoll, da der Körperbau oft künstliche Besamung und Kaiserschnitt erfordert und die Würfe klein bleiben, Sache erfahrener Züchter.
Die Zucht von Boston Terriern verlangt Erfahrung und Sorgfalt. Hündinnen erreichen die Geschlechtsreife meist zwischen 6 und 12 Monaten, verantwortungsvolle Züchter warten jedoch bis zur vollen Reife, in der Regel um die zwei Jahre, und lassen vorher die Gesundheitschecks abschließen. Das schmale Becken der Rasse und die großen Köpfe der Welpen erschweren natürliche Paarung und natürliche Geburt, weshalb künstliche Besamung verbreitet ist und viele Würfe per geplantem Kaiserschnitt zur Welt kommen.
Die Tragzeit dauert wie bei anderen Hunden rund 63 Tage. Die Würfe sind klein, oft nur 1 bis 4 Welpen, was dem Körperbau der Rasse entspricht. Weil das Werfen risikoreich sein kann, arbeiten Züchter meist eng mit einer Tierärztin oder einem Tierarzt zusammen und planen die Geburt operativ ein.
Neugeborene Welpen brauchen dieselbe Fürsorge wie bei jeder anderen Rasse: Wärme, häufiges Säugen und ein schrittweises Abstillen ab etwa der dritten bis vierten Woche. Frühes, behutsames Handling und die Gewöhnung an Haushaltsgeräusche unterstützen das freundliche Wesen der Rasse. Verantwortungsvolle Züchter lassen die Elterntiere auf Augen-, Knie- und Gehörprobleme untersuchen und geben die Welpen erst nach dem Abstillen und ersten Sozialisierungsschritten ab.
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Geschlechtsreife | Etwa 6 bis 12 Monate |
| Empfohlenes Zuchtalter | Etwa 2 Jahre, nach Gesundheitschecks |
| Tragzeit | Etwa 63 Tage |
| Typische Wurfgröße | 1 bis 4 Welpen |
| Geburt | Häufig per Kaiserschnitt |
| Abstillen | Ab etwa der 3. bis 4. Woche |
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Häufige Fragen zu Größe, Wesen, Pflegebedarf, Lebenserwartung und Eignung des Boston Terrier als Familienhund.
Boston Terrier sind eine kleine Rasse mit einer Schulterhöhe von etwa 15 bis 17 Zoll und einem Gewicht zwischen 12 und 25 Pfund. Die Rasse wird in die Gewichtsklassen unter 15, 15 bis unter 20 und 20 bis 25 Pfund unterteilt.
Die Rasse gilt als freundlich, anhänglich, verspielt und aufmerksam. Boston Terrier binden sich eng an ihre Familie, kommen meist gut mit Kindern und anderen Haustieren aus und sind Fremden gegenüber in der Regel aufgeschlossen.
Ja, in den meisten Belangen. Das kurze Fell braucht nur wöchentliches Bürsten, und der Bewegungsbedarf ist moderat. Zusätzliche Aufmerksamkeit gilt dem Schutz vor Hitze, den vorstehenden Augen und einem schlanken Körpergewicht.
Die typische Lebenserwartung liegt bei 11 bis 13 Jahren. Gutes Gewichtsmanagement, Zahnpflege und regelmäßige Tierarztbesuche helfen vielen Hunden, das obere Ende dieser Spanne zu erreichen.
Ja. Die geringe Größe, der moderate Bewegungsbedarf und das meist ruhige, gesellige Wesen passen zu Wohnungen, Familien und Menschen, die zum ersten Mal einen Hund halten.
Wegen der kurzen, flachen Schnauze kann die Rasse brachyzephale Atemprobleme und eine eingeschränkte Hitzeverträglichkeit haben. Hitze und starke Anstrengung zu vermeiden und den Hund schlank zu halten, verringert die Belastung.
Ja. Der Körperbau der Rasse erfordert oft assistierte Paarung und Kaiserschnitt, und die Würfe sind klein. Die Zucht gehört in die Hände erfahrener Züchter, die die Elterntiere gesundheitlich testen lassen.