
Beauceron
Der Beauceron ist ein treuer, kraftvoller französischer Hütehund, geschätzt für seine Intelligenz, seinen Mut und seinen unerschütterlichen Schutzinstinkt.
- Size
- Groß
- Lifespan
- 10–12 years
- Origin
- Frankreich
- Temperament
- Loyal
- Standard colors
- Schwarz, Grau und Lohfarben
Characteristics
Coat and grooming
How the Beauceron coat is built, and what that means when you groom it.
- Fellschichten
- Doppeltes Fell
- Fellstruktur
- Glatt
- Fellänge
- Kurz
- Haarwechsel
- Saisonaler Fellwechsel
Grooming guidance
Kritisch: A Beauceron should not be shaved.
Die Unterwolle hält Hitze ebenso ab wie Kälte, und das Deckhaar schützt die Haut vor Sonne und Insektenstichen. Wird das ganze Fell abgeschoren, fällt beides weg. Es wächst oft lückenhaft, weich oder in anderer Farbe nach, und bei manchen Tieren kehrt das Deckhaar nie richtig zurück. Bürsten Sie die Unterwolle aus, statt sie abzuschneiden.
Hinweis: A Beauceron drops its undercoat in heavy bursts.
Die Unterwolle löst sich über einige Wochen in starken Schüben. Ein Unterwollharke oder ein Bad mit anschließendem gründlichem Föhnen entfernt sie weit schneller als tägliches Bürsten. Das Fell kurz zu scheren ist dafür keine Abkürzung.
Beauceron colors and patterns
What each club's breed standard says about every Beauceron color and pattern. Point at a ruling to see the club's own wording.
Breed standards describe the Beauceron in Schwarz, Grau und Lohfarben. Standard patterns: Harlekin und Lohzeichnung.
| Color or pattern | FCI | AKC | UKC | KC | KUSA |
|---|---|---|---|---|---|
| Schwarz | Standardgemäß (“the black is pure black”) | Standardgemäß (“Black & Tan”) | Standardgemäß (“the black is deep”) | Standardgemäß (“black and tan”) | Standardgemäß (“the black is pure black”) |
| Grau | Standardgemäß (“harlequin: grey, black and tan”) | Standardgemäß (“Gray Black & Tan”) | Standardgemäß (“gray, black and tan, in a pattern of blue-gray patches”) | Standardgemäß (“grey and black patches”) | Standardgemäß (“harlequin: grey, black and tan”) |
| Lohfarben | Standardgemäß (“the tan, red squirrel coloured”) | Standardgemäß (“Black & Tan”) | Standardgemäß (“the bright rust markings”) | Standardgemäß (“black and tan”) | Standardgemäß (“the tan, red squirrel-coloured”) |
| Patterns | |||||
| Harlekin | Standardgemäß (“harlequin (blue-mottled with tan markings)”) | Standardgemäß (“Harlequin”) | Standardgemäß (“Harlequin”) | Standardgemäß (“Harlequin”) | Standardgemäß (“harlequin (blue mottled with tan markings)”) |
| Lohzeichnung | Standardgemäß (“black and tan (black with tan markings)”) | Standardgemäß (“Black & Tan”) | Standardgemäß (“Black and Tan”) | Standardgemäß (“Black and Tan”) | Standardgemäß (“black and tan (black with tan markings)”) |
| Einfarbig | Disqualifizierend (“complete absence of tan markings”) | Disqualifizierend (“complete absence of markings”) | Disqualifizierend (“a complete absence of tan markings”) | Nicht anerkannt | Disqualifizierend (“complete absence of tan markings”) |
| Color or pattern | FCI | AKC | UKC | KC | KUSA |
|---|---|---|---|---|---|
| Blau | Standardgemäß (“for the harlequin variety, wall eyes are admitted”) | Standardgemäß (“for the Harlequin, walleye is acceptable”) | Standardgemäß (“wall eyes are acceptable in the harlequin color”) | Standardgemäß (“for the Harlequin variety, wall eyes can occur”) | Standardgemäß (“for the harlequin variety, wall eyes are admitted”) |
| Dunkelbraun | Standardgemäß (“dark brown”) | Standardgemäß (“dark brown”) | Standardgemäß (“always dark”) | Standardgemäß (“dark”) | Standardgemäß (“dark brown”) |
| Haselnussbraun | Standardgemäß (“never lighter than dark hazel”) | Standardgemäß (“never lighter than dark hazel”) | Standardgemäß (“never being lighter than dark hazel”) | No ruling | Standardgemäß (“never lighter than dark hazel”) |
| Hellbraun | Disqualifizierend (“eyes too light”) | No ruling | No ruling | No ruling | Disqualifizierend (“eyes too light”) |
| Gelb | No ruling | Disqualifizierend (“yellow eyes”) | Disqualifizierend (“yellow eyes”) | No ruling | No ruling |
| Patterns | |||||
| Verschiedenfarbige Augen | No ruling | Standardgemäß (“for the Harlequin, walleye is acceptable”) | No ruling | No ruling | No ruling |
| Color or pattern | FCI | AKC | UKC | KUSA |
|---|---|---|---|---|
| Schwarz | Standardgemäß (“always black”) | Standardgemäß (“always black”) | Standardgemäß (“always black in color”) | Standardgemäß (“always black”) |
| Patterns | ||||
| Schmetterlingsnase | Disqualifizierend (“with unpigmented areas”) | Disqualifizierend (“nose ... with unpigmented areas”) | Disqualifizierend (“unpigmented areas in nose”) | Disqualifizierend (“with unpigmented areas”) |
What the rulings mean
- Standardgemäß
- Described by the club's breed standard.
- Disqualifizierend
- The club's breed standard disqualifies an animal of this color or pattern.
- Nicht anerkannt
- The club does not accept this color or pattern for the breed.
Color changes
How a Beauceron's colors can change over its life.
Schwarzchanges toRostrot
Fell · Mit dem Körperzustand · can change back
Schwarzchanges toGrau
Fell · Fortschreitend
Schwarzchanges toBraun
Fell · In der Sonne · can change back
Lohzeichnungchanges toSattelzeichnung
Fell · Mit dem Alter · from 6 to 156 weeks
Blauchanges toDunkelbraun
Augen · Mit dem Alter · from 2 weeks
Blauchanges toBraun
Augen · Mit dem Alter · from 2 weeks
Blauchanges toHellbraun
Augen · Mit dem Alter · from 2 weeks
Blauchanges toBernsteinfarben
Augen · Mit dem Alter · from 2 weeks
Blauchanges toHaselnussbraun
Augen · Mit dem Alter · from 2 weeks
Blauchanges toGelb
Augen · Mit dem Alter · from 2 weeks
Schwarzchanges toSchneenase
Nase · Mit der Jahreszeit · can change back
Schwarzchanges toRosa
Nase · Mit der Jahreszeit · can change back
Sources
Each ruling comes from the club's published breed standard or color list.
Meet some of our Beauceron
A few of the Beauceron profiles members have added to United Pet Club.
Der Beauceron im Überblick
Der Beauceron ist ein großer französischer Hüte- und Wachhund, treu und wachsam, der viel Bewegung und eine erfahrene, konsequente Führung braucht.
Der Beauceron ist ein großer französischer Arbeitshund, gezüchtet zum Hüten von Schafen und Rindern sowie zum Bewachen von Vieh und Grundstücken. Ausgewachsene Tiere erreichen an der Schulter etwa 61 bis 70 cm und wiegen zwischen rund 32 und 50 kg, mit tiefer Brust, kräftigem Knochenbau und athletischer Linie. In Frankreich trägt die Rasse auch die Namen Berger de Beauce oder Bas Rouge, wobei sich Letzteres auf die rotbraunen Abzeichen an den Beinen bezieht.
Der Beauceron ist selbstbewusst, klug und von einem ausgeprägten Pflichtgefühl geprägt. Er bindet sich eng an seine Familie, verhält sich Fremden gegenüber jedoch zurückhaltend: Er beobachtet zunächst und öffnet sich erst nach und nach. In der Rasse steckt ein Hüteerbe, das sich in ihrer Wachsamkeit, ihrem Drang, Bewegungen zu kontrollieren, und ihrer Bereitschaft zeigt, lange Stunden im Feld zu arbeiten.
Das Fell ist kurz und dicht am Körper, an der Rutenunterseite und an der Beinrückseite etwas länger. Die meisten Beaucerons sind schwarz mit rotbraunen Abzeichen, daneben kommt auch eine graue Zeichnung mit Schwarz und Rotbraun vor, bekannt als Harlekin. Ein besonderes Merkmal der Rasse sind die doppelten Wolfskrallen an jedem Hinterlauf, die der Rassestandard ausdrücklich vorschreibt.
| Merkmal | Detail |
|---|---|
| Herkunft | Frankreich |
| Größe | Groß (rund 32 bis 50 kg) |
| Lebenserwartung | 10 bis 12 Jahre |
| Gruppe / Aufgabe | Hüte- und Wachhund |
| Verträglich mit | Familie und älteren Kindern bei entsprechender Erziehung; frühe Sozialisierung mit anderen Haustieren nötig |
Für wen sich der Beauceron eignet
Der Beauceron passt zu Halterinnen und Haltern, die konsequentes Training, tägliche körperliche Auslastung und klare Führung bieten können. Am besten kommt er bei Menschen zurecht, die aktive Routinen wie lange Spaziergänge, Laufeinheiten, Hütewettbewerbe, Fährtenarbeit oder Schutzhundesport schätzen. Für Ersthalterinnen und Ersthalter gilt die Rasse wegen ihrer Größe, Intelligenz und ihres Schutztriebs oft als anspruchsvoll. Ein sicher eingezäunter Garten und viel gemeinsame Zeit mit der Familie passen deutlich besser zu ihm als lange Stunden allein.
Geschichte des Beauceron
Der Beauceron entstand auf den Ebenen Nordfrankreichs als Hüte- und Wachhund und wurde Ende des neunzehnten Jahrhunderts erstmals formell beschrieben.
Der Name Beauceron geht auf die Region Beauce zurück, eine landwirtschaftliche Ebene südwestlich von Paris. Die Rasse entwickelte sich unter französischen Bauernhunden, die Schaf- und Rinderherden trieben und bewachten. Diese Hunde brauchten Ausdauer für weite Strecken, Klugheit für die Arbeit mit dem Vieh und Mut, um den Bestand gegen Raubtiere und Diebstahl zu verteidigen.
Erstmals ausführlich beschrieben wurde die Rasse 1809 vom Priester Abbé Rozier, der über französische Hütehunde schrieb und dabei den kurzhaarigen Ebenenhund vom langhaarigen Berghund unterschied. Aus dem langhaarigen Verwandten wurde später der Briard, aus dem kurzhaarigen der Beauceron. Erst gegen Ende des neunzehnten Jahrhunderts galten beide offiziell als getrennte Rassen.
1893 legte der Tierarzt Pierre Mégnin eine klare Rassebeschreibung vor, und 1922 gründete sich in Frankreich der erste Rasseklub, der Club des Amis du Beauceron. Ein schriftlicher Standard folgte und legte Merkmale wie das schwarz-rotbraune Fell, die doppelten Wolfskrallen an den Hinterläufen und den Hütebau fest.
Im zwanzigsten Jahrhundert diente der Beauceron in beiden Weltkriegen als Melde- und Militärhund, überbrachte Nachrichten, spürte Minen auf und arbeitete als Fährtenhund. In Frankreich bleibt die Rasse bis heute ein Arbeitshund, eingesetzt in der Hütearbeit, bei Polizei und Militär sowie im Schutzhundesport, und wird daneben als Familienbegleiter gehalten. In Österreich ist der Beauceron über den Österreichischen Kynologenverband (ÖKV) als FCI-Rasse geführt, wenn auch mit deutlich geringerer Verbreitung als in seinem Ursprungsland.
Erscheinungsbild des Beauceron
Der Beauceron ist ein großer, muskulöser Hund mit kurzem schwarz-rotbraunem Fell, doppelten Wolfskrallen an den Hinterläufen und einer ausgewogenen, kraftvollen Linie.
Der Beauceron ist ein kräftig gebauter Hütehund mit rechteckigem, gut bemuskeltem Körper und einer selbstbewussten, aufrechten Haltung. Der Kopf ist lang und proportioniert, mit flachem bis leicht gewölbtem Schädel, kräftigem Fang und dunkelbraunen, weit genug gestellten Augen. Die Ohren dürfen unkupiert bleiben und liegen dann eng am Kopf an; in manchen Regionen wurden sie historisch kupiert, um aufrecht zu stehen. Die Brust ist tief, die Läufe sind gerade und kräftig, was dem Beauceron einen lockeren, raumgreifenden Gang verleiht.
| Merkmal | Standard |
|---|---|
| Widerristhöhe | Rüden etwa 65 bis 70 cm; Hündinnen etwa 61 bis 67 cm |
| Gewicht | Etwa 32 bis 50 kg |
| Fell | Kurz, dicht und derb am Körper; an Rute und Hinterläufen etwas länger |
| Farben | Schwarz mit Rotbraun; Grau, Schwarz und Rotbraun (Harlekin) |
| Augen | Dunkelbraun; bei Harlekinen ist ein Glasauge zulässig |
Fell und Farben
Das Deckhaar ist kurz, am Körper rund 3 bis 4 cm lang, liegt glatt und dicht mit einer dichten Unterwolle, die dem Hund die Arbeit bei Kälte und Nässe erleichtert. Am häufigsten ist die schwarz-rotbraune Zeichnung, wobei die satten rotbraunen Abzeichen an Beinen, Brust, Augenbrauen, Fang und Rutenunterseite erscheinen. Diese Beinabzeichen gaben der Rasse den Beinamen Bas Rouge, was so viel wie rote Strümpfe bedeutet.
Bei der Harlekinzeichnung mischen sich graue Partien mit Schwarz und Rotbraun, wobei der Standard eine ausgewogene Verteilung ohne zu viel Grau bevorzugt. Ein kennzeichnendes Merkmal der Rasse sind die doppelten Wolfskrallen an jedem Hinterlauf, tief angesetzt und gut voneinander getrennt. Einzelne Wolfskrallen hinten oder ihr Fehlen gelten im Ausstellungsring als Fehler.
Wesen des Beauceron
Der Beauceron ist treu, klug und schutzbereit, seiner Familie zugetan und Fremden gegenüber wachsam, mit einem ausgeprägten Arbeitstrieb, der ein Ventil braucht.
Der Beauceron ist ein selbstbewusster, ausgeglichener Hund mit tiefer Bindung an seine Familie. Ausgewachsen zeigt er sich zu Hause meist ruhig und gefestigt, trägt aber einen Wachtrieb in sich, der ihn aufmerksam gegenüber seiner Umgebung hält. Bei seinen eigenen Leuten ist er anhänglich und kooperativ, folgt Familienmitgliedern oft von Zimmer zu Zimmer und bleibt gerne in ihrer Nähe.
Fremden gegenüber verhält sich der Beauceron von Natur aus zurückhaltend. Er nimmt neue Personen erst nach Prüfung an und begrüßt Besuch selten mit sofortiger Begeisterung. Eine frühe und andauernde Sozialisierung ist wichtig, damit aus dieser Vorsicht kein Misstrauen wird. Mit Kindern, mit denen er aufgewachsen ist, zeigt sich die Rasse geduldig, doch Größe und Energie verlangen bei sehr kleinen Kindern Aufsicht.
Mit anderen Tieren kommt der Beauceron gut zurecht, wenn er mit ihnen aufwächst, doch sein Hüteerbe kann ihn zum Hetzen oder Kontrollieren von Bewegung verleiten, und manche Rüden zeigen Dominanz gegenüber anderen Hunden. Behutsame Einführungen und klare Regeln helfen ihm, sich in einem Haushalt mit mehreren Tieren einzuleben. Diese Arbeitsrasse braucht eine Aufgabe, und ein Beauceron ohne ausreichende geistige und körperliche Beschäftigung wird schnell gelangweilt und schwer zu handhaben.
| Merkmal | Bewertung |
|---|---|
| Zuneigung | 4 |
| Energie | 5 |
| Trainierbarkeit | 5 |
| Lautstärke | 2 |
| Haarausfall | 3 |
Pflege eines Beauceron
Der Beauceron braucht tägliche Bewegung, regelmäßiges Bürsten und ein Zuhause mit Platz und Struktur, um seine Arbeitsenergie zu kanalisieren.
Beim Beauceron hält sich der Pflegeaufwand für das Fell in Grenzen, dafür sind die Ansprüche an Beschäftigung und Auslastung hoch. Im Mittelpunkt der Pflege steht, seine körperlichen und geistigen Bedürfnisse zu erfüllen, nicht die Fellpflege.
Fellpflege
- Das kurze Fell ein- bis zweimal pro Woche bürsten, um lose Haare zu entfernen und Hautöle zu verteilen.
- Während des Fellwechsels im Frühjahr und im Herbst haart der Hund stärker; häufigeres Bürsten hilft in dieser Zeit.
- Nur baden, wenn der Hund schmutzig ist, da sich Schmutz aus dem Fell von selbst gut löst.
- Krallen regelmäßig kürzen, auch die doppelten Wolfskrallen hinten, und kontrollieren, dass sie nicht einreißen oder zu lang werden.
- Ohren nach einem festen Rhythmus reinigen und Zähne putzen.
Bewegung
- Täglich mindestens 1 bis 2 Stunden Beschäftigung durch Spaziergänge, Laufeinheiten und Spiel einplanen.
- Aufgaben einbauen, die den Kopf fordern, etwa Gehorsamsübungen, Nasenarbeit, Hüten oder Apportieren nach Regeln.
- Wo möglich sicheren Freilauf ohne Leine in einem eingezäunten Bereich bieten.
- Hundesportarten wie Fährtenarbeit, Agility oder Schutzdienst in Betracht ziehen, um der Rasse eine klare Aufgabe zu geben.
Umfeld
Der Beauceron kommt am besten in einem Zuhause mit sicher eingezäuntem Garten und einem aktiven Haushalt zurecht. Kälte verträgt er dank seiner dichten Unterwolle gut. Für lange Phasen der Einsamkeit oder für ein Leben in der Stadtwohnung eignet er sich nur, wenn Halterinnen und Halter sich zu deutlicher täglicher Bewegung und Gesellschaft verpflichten.
Ernährung des Beauceron
Der Beauceron braucht eine ausgewogene, auf einen großen, aktiven Hund abgestimmte Ernährung, portioniert, um seinen Arbeitskörper zu stützen und die Gelenke zu schonen.
Ein Beauceron sollte ein vollwertiges, ausgewogenes Futter erhalten, das für große, aktive Hunde entwickelt wurde. Die Tagesmenge richtet sich nach Alter, Gewicht und Aktivitätsgrad, wobei stark arbeitende Hunde mehr benötigen als Familienhunde mit gemäßigtem Alltag. Weil die Rasse tiefbrüstig ist, wird die Tagesration meist auf zwei Mahlzeiten statt auf eine große Portion aufgeteilt, was das Risiko einer Magendrehung senken hilft.
| Lebensphase | Menge pro Tag | Mahlzeiten |
|---|---|---|
| Welpe (2 bis 6 Monate) | Etwa 350 bis 600 g, aufgeteilt auf mehrere Mahlzeiten | 3 bis 4 |
| Junghund (6 bis 12 Monate) | Etwa 350 bis 480 g | 2 bis 3 |
| Erwachsen | Etwa 350 bis 600 g, je nach Größe und Aktivität | 2 |
| Senior | Nach unten angepasst, entsprechend geringerer Aktivität | 2 |
Leckerlis und Nahrungsergänzung
Leckerlis sollten höchstens etwa 10 Prozent der Tagesration ausmachen, damit die Hauptmahlzeit ausgewogen bleibt. Für eine große, sportliche Rasse setzen manche Halterinnen, Halter und Tierärztinnen und Tierärzte auf Gelenknahrung wie Glucosamin, wobei jede Nahrungsergänzung zuerst mit einer Tierärztin oder einem Tierarzt besprochen werden sollte. Frisches Wasser muss jederzeit verfügbar sein, besonders rund um die Bewegung. Schwere Mahlzeiten unmittelbar vor oder nach intensiver Aktivität sollten vermieden werden, um das Risiko von Magenverstimmung und Magendrehung zu senken.
Gesundheit des Beauceron
Der Beauceron ist überwiegend gesund und wird 10 bis 12 Jahre alt, kann als große, tiefbrüstige Rasse aber Gelenkprobleme und Magendrehung entwickeln.
Der Beauceron ist eine robuste Arbeitsrasse mit einer typischen Lebenserwartung von 10 bis 12 Jahren. Verantwortungsbewusste Zucht und regelmäßige tierärztliche Betreuung halten die Rasse insgesamt gesund, doch Größe und tiefe Brust bringen einige Erkrankungen mit sich, auf die Halterinnen und Halter achten sollten. Welpen von Züchterinnen und Züchtern zu kaufen, die ihre Zuchttiere auf Hüft- und Herzprobleme untersuchen lassen, senkt das Risiko vererbter Erkrankungen.
| Erkrankung | Anzeichen | Hinweis |
|---|---|---|
| Hüftdysplasie | Steifheit, Hinken, Mühe beim Aufstehen | Zuchttiere untersuchen lassen; Hund schlank halten |
| Magendrehung (Gastric Dilatation Volvulus) | Aufgeblähter Bauch, Würgen ohne Erbrechen, Unruhe | Notfall; tiefbrüstige Rassen tragen ein höheres Risiko |
| Dilatative Kardiomyopathie | Müdigkeit, Husten, Ohnmachtsanfälle | Wird durch kardiologische Untersuchung erkannt |
| Osteochondrosis dissecans | Lahmheit bei jungen, wachsenden Hunden | Hängt mit schnellem Wachstum und Gelenkbelastung zusammen |
Vorsorge
- Grundimmunisierung und Parasitenschutz aktuell halten.
- Ein schlankes Körpergewicht halten, um die Gelenke zu schonen.
- Jährliche tierärztliche Untersuchungen einplanen, bei älteren Hunden mit Herzkontrolle.
- Portionierte Mahlzeiten füttern und anstrengende Bewegung direkt nach dem Fressen vermeiden, um das Magendrehungsrisiko zu senken.
- Welpen von Züchterinnen und Züchtern wählen, die Hüften und Herz kontrollieren lassen.
Erziehung eines Beauceron
Der Beauceron ist hoch intelligent und gut erziehbar, reagiert gut auf konsequentes, faires Handling und frühe Sozialisierung durch eine selbstsichere Bezugsperson.
Der Beauceron zählt zu den besser erziehbaren Arbeitsrassen, lernt rasch und arbeitet gerne mit einer Bezugsperson, die er respektiert. Diese Klugheit geht mit Eigenständigkeit einher, weshalb die Rasse am besten auf eine Halterin oder einen Halter anspricht, die beziehungsweise der konsequent, ruhig und klar in den Regeln ist. Harte Methoden wirken meist gegenteilig und können das Vertrauen beschädigen, während faires, strukturiertes Training einen verlässlichen Partner formt. Da die Rasse langsam reift und sich geistig oft erst mit etwa zwei bis drei Jahren gefestigt zeigt, zahlt sich Geduld über einen langen Zeitraum aus.
Die Sozialisierung sollte im Welpenalter beginnen und sich über das gesamte Hundeleben fortsetzen. Wenn ein junger Beauceron viele Menschen, Orte, Geräusche und andere Tiere kennenlernt, mildert das seine natürliche Vorsicht und unterstützt ein ausgeglichenes erwachsenes Wesen.
Grundlagen
- Früh mit der Sozialisierung beginnen und den Welpen unterschiedlichen Menschen, Hunden und Umgebungen vorstellen.
- Grundkommandos wie Sitz, Platz, Bleib und Rückruf in kurzen, täglichen Einheiten üben.
- Feste Hausregeln aufstellen, an die sich jedes Familienmitglied hält.
- Eine Aufgabe oder einen Sport wie Hüten, Fährtenarbeit oder Gehorsam einbauen, um den Arbeitstrieb zu kanalisieren.
- Übungseinheiten abwechslungsreich und spannend gestalten, damit ein kluger, schnell lernender Hund bei der Sache bleibt.
Zucht des Beauceron
Der Beauceron erreicht seine Zuchtreife langsam, bringt für eine große Rasse durchschnittliche Wurfgrößen und profitiert von der Gesundheitsuntersuchung der Elterntiere.
Der Beauceron reift langsam, körperlich wie geistig, weshalb verantwortungsbewusste Züchterinnen und Züchter warten, bis ein Hund ausgewachsen und gesundheitlich getestet ist, bevor sie ihn zur Zucht einsetzen. Hündinnen werden meist erst ab einem Alter von zwei Jahren gedeckt, zu diesem Zeitpunkt liegen bereits Ergebnisse der Hüft- und Herzuntersuchung vor. Die Paarung folgt dem Läufigkeitszyklus der Hündin, und die Trächtigkeit dauert bei Hunden im Schnitt rund 63 Tage.
Die Wurfgröße beim Beauceron liegt meist im mittleren bis großen Bereich, häufig bei sechs bis acht Welpen, wobei auch größere Würfe vorkommen. Neugeborene Welpen bringen bereits die für die Rasse typischen Wolfskrallen an den Hinterläufen mit auf die Welt, und Züchterinnen und Züchter beurteilen diese gemeinsam mit Fellfarbe und Körperbau. Die Welpen werden mit etwa 6 bis 8 Wochen entwöhnt, wobei früher Umgang und Sozialisierung schon im Wurf beginnen, um das ruhige, selbstbewusste Wesen zu fördern, für das die Rasse bekannt ist. Angesichts der Arbeitsvergangenheit und des Schutztriebs der Rasse ist eine sorgfältige Auswahl der Zuchttiere nach einem stabilen Wesen ebenso wichtig wie nach körperlicher Gesundheit.
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Zuchtalter der Hündin | Meist ab etwa 2 Jahren |
| Trächtigkeit | Etwa 63 Tage |
| Durchschnittliche Wurfgröße | Etwa 6 bis 8 Welpen |
| Absetzalter | Etwa 6 bis 8 Wochen |
| Empfohlene Untersuchung | Hüftauswertung und kardiologische Kontrolle der Elterntiere |
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Nichts. Profil, Chip-Anmeldung und alle späteren Änderungen sind im gratis Lebenszeitplan enthalten, ohne jährliche Gebühren.
Häufig gestellte Fragen zum Beauceron
Häufige Fragen zum Beauceron betreffen seine Größe, sein Wesen, den Pflegeaufwand, die Lebenserwartung, seine Eignung und wie leicht er zu finden ist.
Wie groß wird ein Beauceron?
Der Beauceron ist eine große Rasse. Rüden erreichen an der Schulter etwa 65 bis 70 cm, Hündinnen etwa 61 bis 67 cm, das Gewicht liegt je nach Größe und Geschlecht bei rund 32 bis 50 kg.
Ist der Beauceron ein guter Familienhund?
Für Haushalte, die seine Bedürfnisse erfüllen können, kann er ein sehr treuer Familienhund sein. Er bindet sich eng an seine Menschen und zeigt sich geduldig mit Kindern, mit denen er aufgewachsen ist, doch wegen seiner Größe und seines Schutztriebs sind Aufsicht bei kleinen Kindern und frühe Sozialisierung wichtig.
Ist die Haltung eines Beauceron aufwendig?
Die Fellpflege ist unkompliziert, doch Bewegung und Training verlangen viel Einsatz. Er braucht 1 bis 2 Stunden Beschäftigung täglich sowie geistige Auslastung und kommt am besten bei einer erfahrenen, aktiven Halterin oder einem erfahrenen, aktiven Halter zurecht, die beziehungsweise der klare Struktur bietet.
Wie alt werden Beaucerons?
Die typische Lebenserwartung liegt bei 10 bis 12 Jahren. Ein schlankes Gewicht, regelmäßige tierärztliche Betreuung und die Wahl gesundheitlich getesteter Zuchtlinien unterstützen ein langes, gesundes Leben.
Eignet sich der Beauceron für Ersthalterinnen und Ersthalter?
In der Regel wird er nicht als erster Hund empfohlen. Seine Intelligenz, sein Arbeitstrieb und sein Schutzverhalten verlangen ein selbstsicheres, konsequentes Handling, das eher zu Halterinnen und Haltern mit Vorerfahrung passt.
Sind Beaucerons selten in Österreich?
In Frankreich ist die Rasse fest etabliert und in vielen weiteren Ländern vertreten, in Österreich bleibt sie aber deutlich seltener als beliebte Begleithunderassen. Wer einen Welpen sucht, wendet sich meist an eine spezialisierte Züchterin oder einen spezialisierten Züchter, etwa über den Österreichischen Kynologenverband (ÖKV), und muss mit Wartezeit auf einen geplanten Wurf rechnen.
Warum haben Beaucerons doppelte Wolfskrallen?
Doppelte Wolfskrallen an jedem Hinterlauf sind ein traditionelles Merkmal der Rasse und im Rassestandard vorgeschrieben. Sie gelten als altes Erkennungsmerkmal, nicht als Makel.
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