
Der Appenzeller Sennenhund ist ein lebhafter, wendiger Schweizer Sennenhund, bekannt für seine temperamentvolle Energie und sein ergebenes, schützendes Wesen.
Wie das Fell des Appenzeller Sennenhund aufgebaut ist und was das für die Pflege bedeutet.
Kritisch: Ein Appenzeller Sennenhund sollte nicht geschoren werden.
Die Unterwolle hält Hitze ebenso ab wie Kälte, und das Deckhaar schützt die Haut vor Sonne und Insektenstichen. Wird das ganze Fell abgeschoren, fällt beides weg. Es wächst oft lückenhaft, weich oder in anderer Farbe nach, und bei manchen Tieren kehrt das Deckhaar nie richtig zurück. Bürsten Sie die Unterwolle aus, statt sie abzuschneiden.
Hinweis: Ein Appenzeller Sennenhund stößt seine Unterwolle in starken Schüben ab.
Die Unterwolle löst sich über einige Wochen in starken Schüben. Ein Unterwollharke oder ein Bad mit anschließendem gründlichem Föhnen entfernt sie weit schneller als tägliches Bürsten. Das Fell kurz zu scheren ist dafür keine Abkürzung.
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Der Appenzeller Sennenhund ist ein mittelgroßer Schweizer Sennenhund mit dreifarbigem Fell, viel Temperament und einem wachsamen, anhänglichen Wesen. Er wird etwa 12 bis 15 Jahre alt.
Der Appenzeller Sennenhund zählt zu den vier Schweizer Sennenhundrassen. Seine Wurzeln liegen im Appenzellerland im Nordosten der Schweiz, wo er auf kleinen Bauernhöfen als Hüte-, Treib- und Wachhund im Einsatz war. Die Rasse ist mittelgroß, quadratisch gebaut und kräftig bemuskelt, mit einem dreifarbigen Fell aus Schwarz oder Havannabraun, Weiß und rostroten Abzeichen.
Der Appenzeller ist ein Arbeitshund durch und durch. Er ist flink, wendig und steckt voller Energie, und er baut zu seinen Menschen eine enge Bindung auf. Wachsam und von Natur aus schutzbereit, war er auf dem Hof ein zuverlässiger Wächter für Vieh und Gehöft. Dieselben Instinkte sorgen dafür, dass er auch heute noch über seinen Haushalt wacht und Besucher lautstark ankündigt.
Da die Rasse für die aktive Arbeit auf dem Bauernhof gezüchtet wurde, braucht sie eine Aufgabe und täglich ausreichend Bewegung. Fehlt die körperliche und geistige Auslastung, wird ein Appenzeller schnell unruhig und bellfreudig. Mit dem passenden Ventil für seinen Tatendrang ist er dagegen ein selbstbewusster, treuer Begleiter.
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Herkunft | Schweiz (Kanton Appenzell) |
| Größe | Mittelgroß |
| Lebenserwartung | 12 bis 15 Jahre |
| Gruppe / Aufgabe | Sennenhund; Hüten, Viehtrieb, Wachdienst |
| Geeignet für | Aktive Familien und erfahrene Halter; Kinder unter Aufsicht |
Der Appenzeller Sennenhund passt zu aktiven Haltern, die ihm täglich Bewegung und eine sinnvolle Aufgabe bieten können. Er kommt gut mit Menschen zurecht, die gerne trainieren, Hundesport betreiben oder viel im Freien unterwegs sind, und die ihm konsequent und ruhig Führung geben. Für eine Wohnung in der Stadt oder für Haushalte, in denen er über viele Stunden allein bleibt, ist er weniger geeignet, denn die Rasse ist energiegeladen und neigt zum Bellen.
Der Appenzeller Sennenhund entstand als Bauern- und Treibhund im Appenzellerland und wurde Anfang des 20. Jahrhunderts als eigene Rasse anerkannt.
Der Appenzeller Sennenhund verdankt seinen Namen dem Appenzellerland im Nordosten der Schweiz. "Sennenhund" bezeichnet die Hunde der Sennen, also der Alpsenner und Milchbauern. Über Generationen hinweg arbeiteten diese Hunde auf kleinen Bergbauernhöfen: Sie trieben das Vieh, zogen kleine Karren und bewachten Haus und Stall.
Die Rasse ist einer von vier regionalen Schweizer Sennenhundtypen, neben dem Berner Sennenhund, dem Großen Schweizer Sennenhund und dem Entlebucher Sennenhund. Lange Zeit wurden diese Arbeitshunde nicht streng auseinandergehalten, denn den Bauern zählte die Leistung mehr als die Abstammung.
Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wuchs das offizielle Interesse an der Rasse. Der Schweizer Förster und Hundekenner Max Siber beschrieb die regionalen Hunde in seinen Schriften und setzte sich für ihren Erhalt ein. 1906 wurde der Appenzeller Sennenhund Club gegründet, um den Typ zu bewahren und Zuchtbücher zu führen. In den Folgejahren entstand ein Rassestandard, der die mittlere Größe, das dreifarbige Fell und die geringelte Rute festschrieb.
Bis heute ist der Appenzeller seltener anzutreffen als der Berner Sennenhund und wird in Teilen der Schweiz nach wie vor als Arbeits- und Bauernhofhund gehalten. Außerhalb seines Herkunftslands, auch im benachbarten Österreich, lebt er heute vor allem als aktiver Begleit- und Sporthund, oft bei Haltern, die über den ÖKV oder einen FCI-anerkannten Verein zur Rasse gefunden haben.
Der Appenzeller Sennenhund ist ein mittelgroßer, quadratisch gebauter, dreifarbiger Hund mit kurzem Doppelfell und einer Rute, die sich über den Rücken rollt.
Der Appenzeller Sennenhund ist mittelgroß, im Umriss nahezu quadratisch und deutlich bemuskelt. Die Körperlänge übertrifft die Widerristhöhe nur geringfügig, die Brust ist tief, die Läufe kräftig und für die Arbeit im unwegsamen Berggelände gebaut. Der Kopf ist keilförmig, die kleinen, dreieckigen Ohren liegen eng an den Wangen an. Ein besonderes Kennzeichen ist die Rute, die sich über dem Rücken einrollt.
| Merkmal | Vorgabe |
|---|---|
| Widerristhöhe | Rüden etwa 52 bis 56 cm; Hündinnen etwa 50 bis 54 cm |
| Gewicht | Etwa 22 bis 32 kg |
| Fell | Kurzes, dichtes Doppelfell mit glänzendem Deckhaar |
| Farbe | Dreifarbig: Grundfarbe Schwarz oder Havannabraun mit weißen und rostroten Abzeichen |
| Augen | Klein, mandelförmig, dunkelbraun, mit wachem Ausdruck |
Das Fell ist kurz, dicht und eng anliegend, mit einer weicheren Unterwolle unter einem harten, glänzenden Deckhaar. Die Grundfarbe ist Schwarz, seltener Havannabraun. Darüber trägt die Rasse symmetrische Abzeichen: Rostrot über den Augen, an den Wangen, an der Brust und an den Läufen, Weiß an der Schnauze, als Blesse, an Brust, Pfoten und Rutenspitze. Das Zusammenspiel von weißen und rostroten Abzeichen auf dunklem Grund verleiht der Rasse ihr unverwechselbares Aussehen.
Der Appenzeller Sennenhund ist temperamentvoll, klug und energiegeladen, seiner Familie ergeben und Fremden gegenüber wachsam, mit einem ausgeprägten Beschützerinstinkt.
Der Appenzeller Sennenhund ist lebhaft, selbstbewusst und intelligent. Er bindet sich eng an seine Familie und ist am glücklichsten, wenn er ins Geschehen des Haushalts eingebunden ist. Die Rasse ist wachsam und schutzbereit, mit einem ausgeprägten Wächterinstinkt, weshalb sie alles Neue und Ungewohnte registriert und meldet.
Bei seinen eigenen Leuten zeigt sich der Appenzeller anhänglich und verspielt. Fremden gegenüber ist er meist zurückhaltend und taut erst nach einer Weile auf, was zu seiner Vergangenheit als Wachhund passt. Frühe und fortlaufende Sozialisierung hilft ihm, eine echte Bedrohung von einem gewöhnlichen Besucher zu unterscheiden.
Mit Kindern aus der eigenen Familie kann die Rasse ein guter Gefährte sein, wobei ihr Temperament und ihr Hütetrieb bedeuten, dass kleine Kinder beaufsichtigt werden sollten. Der Umgang mit anderen Hunden und Haustieren hängt von der Sozialisierung ab: Ihr Hüte- und Wachtrieb kann sie gegenüber fremden Tieren dominant auftreten lassen. Diese Rasse bellt viel und ist überaus aktiv, sie braucht eine konsequente Führung und ein echtes Ventil für ihre Arbeitsenergie.
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Anhänglichkeit | 4 |
| Energie | 5 |
| Erziehbarkeit | 4 |
| Bellfreude | 4 |
| Fellwechsel | 3 |
Der Appenzeller Sennenhund braucht viel tägliche Bewegung und eine Aufgabe, dazu eine einfache wöchentliche Fellpflege; am besten passt ein aktiver Haushalt mit ausreichend Platz.
Das kurze Doppelfell ist pflegeleicht, haart aber, mit stärkerem Fellwechsel zweimal im Jahr.
Diese Rasse hat viel Energie und braucht täglich ausreichend Auslauf, um ausgeglichen zu bleiben.
Am wohlsten fühlt sich der Appenzeller in einem Zuhause mit gesichertem Auslauf im Freien, bei Haltern, die aktiv sind und viel Zeit für ihn haben. Ein Haus mit eingezäuntem Garten am Land oder am Stadtrand passt besser zu ihm als eine kleine Wohnung. Seine Neigung zum Bellen und sein hoher Bewegungsbedarf machen ihn zu einer schlechten Wahl für Haushalte, in denen er über lange Zeit allein bliebe.
Der Appenzeller Sennenhund braucht ein vollwertiges Futter für seine mittlere Größe und hohe Aktivität, aufgeteilt in abgemessene Mahlzeiten, damit er schlank bleibt.
Der Appenzeller Sennenhund ist ein aktiver, mittelgroßer Hund und braucht eine vollwertige, ausgewogene Ernährung mit ausreichend Eiweiß und Energie für sein Pensum. Wichtig ist ein hochwertiges Futter, das zur Lebensphase und zum Aktivitätsgrad passt. Arbeitshunde oder besonders aktive Tiere brauchen mitunter mehr als der Richtwert angibt, weniger aktive Hunde entsprechend weniger. Mahlzeiten werden am besten abgemessen statt zur freien Verfügung angeboten, wobei sich die Menge danach richtet, dass der Hund schlank bleibt, mit sichtbarer Taille und gut tastbaren Rippen. Frisches Wasser sollte immer bereitstehen.
| Lebensphase | Menge pro Tag | Mahlzeiten |
|---|---|---|
| Welpe (2 bis 6 Monate) | Laut Futteretikett für das voraussichtliche Erwachsenengewicht | 3 bis 4 |
| Junghund (6 bis 12 Monate) | Laut Futteretikett, schrittweise Richtung Erwachsenenmenge | 2 bis 3 |
| Erwachsen | Etwa 250 bis 400 g hochwertiges Trockenfutter | 2 |
| Senior / weniger aktiv | Reduziert gegenüber der Erwachsenenmenge, angepasst an den geringeren Energiebedarf | 2 |
Leckerli sollten höchstens zehn Prozent der Tageskalorien ausmachen und werden in die Gesamtmenge eingerechnet. Gut geeignet sind kleine Stücke von magerem, purem Fleisch oder hundetaugliches Gemüse wie Karotten. Eine ausgewogene Fertignahrung deckt in der Regel den gesamten Nährstoffbedarf eines Appenzellers, daher sollten Nahrungsergänzungsmittel nur nach Rücksprache mit einer Tierärztin oder einem Tierarzt gegeben werden, etwa bei einem diagnostizierten Gelenk- oder Hautproblem.
Der Appenzeller Sennenhund gilt als robuste Rasse mit 12 bis 15 Jahren Lebenserwartung; zu den Punkten, auf die man achten sollte, zählen Hüftdysplasie und Augenerkrankungen.
Der Appenzeller Sennenhund ist im Allgemeinen ein robuster, gesunder Hund, was auf seine Vergangenheit als Arbeitshund am Bauernhof zurückgeht. Die Lebenserwartung liegt typischerweise bei 12 bis 15 Jahren. Wie bei den meisten Rassen gibt es einige erblich bedingte und altersbedingte Erkrankungen, die man kennen sollte, und wer bei einer Züchterin oder einem Züchter kauft, die Elterntiere gesundheitlich testen lässt, senkt das Risiko.
| Erkrankung | Anzeichen | Hinweis |
|---|---|---|
| Hüftdysplasie | Steifheit, Hinken, Mühe beim Aufstehen | Erblich bedingte Gelenkerkrankung; Untersuchung der Zuchttiere hilft vorzubeugen |
| Ellbogendysplasie | Lahmheit der Vorderläufe, besonders nach Belastung | Wird mit Gewichtskontrolle und tierärztlicher Betreuung behandelt |
| Augenerkrankungen (z. B. progressive Retinaatrophie) | Nachtblindheit, Anstoßen an Gegenständen | Augenuntersuchung der Elterntiere senkt das Risiko |
| Hämolytische Anämie | Schwäche, blasses Zahnfleisch, wenig Energie | Bei der Rasse dokumentiert; erfordert rasche tierärztliche Abklärung |
Der Appenzeller Sennenhund ist klug und lernt schnell, aber auch eigenständig; er braucht frühe, konsequente Erziehung mit Belohnung und eine gründliche Sozialisierung.
Der Appenzeller Sennenhund ist klug und lernt rasch, was ihn im Gehorsam und in Hundesportarten stark macht. Aus seiner Vergangenheit als Arbeitshund hat er aber auch eine eigenständige, dickköpfige Seite, weshalb ein ruhiger, konsequenter Halter am besten zu ihm passt. Die Erziehung sollte früh beginnen und sich durch das ganze Hundeleben ziehen. Sozialisierung zählt bei dieser wachsamen, schutzbereiten Rasse besonders viel: Der Kontakt mit vielen Menschen, Tieren und Orten in der Jugend hilft ihm, als erwachsener Hund gelassen und umgänglich zu bleiben. Trainingseinheiten sollten kurz, abwechslungsreich und spannend bleiben, denn dieser aktive Hund langweilt sich bei Wiederholung schnell.
Weibliche Appenzeller Sennenhunde bekommen nach rund 63 Tagen Tragzeit meist vier bis acht Welpen pro Wurf; verantwortungsvolle Zucht setzt auf gründliche Gesundheitsuntersuchungen.
Die Zucht des Appenzeller Sennenhunds gehört in die Hände erfahrener Züchterinnen und Züchter und sollte mit Bedacht angegangen werden. Die Geschlechtsreife tritt im ersten Lebensjahr ein, mit der Zucht wartet man aber besser, bis der Hund körperlich ausgewachsen ist und die Gesundheitsuntersuchungen bestanden hat, meist mit etwa zwei Jahren. Vor jeder Verpaarung sollten beide Elterntiere auf die in der Rasse bekannten Erbkrankheiten getestet werden, darunter Hüft-, Ellbogen- und Augenprobleme.
Hündinnen kommen im Allgemeinen etwa zweimal im Jahr in die Läufigkeit. Die Tragzeit dauert ungefähr 63 Tage. Ein Wurf umfasst üblicherweise vier bis acht Welpen, wobei die Zahl von Hündin zu Hündin schwankt. Die Mutterhündin versorgt die Welpen in den ersten Wochen, unterstützt von der Züchterin oder dem Züchter mit guter Ernährung, einer sauberen Wurfkiste und tierärztlicher Begleitung. Der frühe Umgang mit den Welpen im Wurf und ihre Sozialisierung legen den Grundstein für ein ausgeglichenes Wesen im Erwachsenenalter. Meist ziehen die Welpen ab einem Alter von rund acht Wochen in ihr neues Zuhause.
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Geschlechtsreife | Im ersten Lebensjahr |
| Empfohlenes Zuchtalter | Ab etwa 2 Jahren, nach Gesundheitsuntersuchung |
| Läufigkeiten pro Jahr | Etwa 2 |
| Tragzeit | Etwa 63 Tage |
| Typische Wurfgröße | Etwa 4 bis 8 Welpen |
| Alter bei Abgabe | Ab etwa 8 Wochen |
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Häufige Fragen zum Appenzeller Sennenhund: Größe, Wesen, Bewegungsbedarf, Lebenserwartung, Eignung und Verfügbarkeit.
Er ist mittelgroß. Rüden erreichen etwa 52 bis 56 cm Widerristhöhe, Hündinnen etwa 50 bis 54 cm, das Gewicht liegt bei den meisten Hunden zwischen 22 und 32 kg.
Er ist temperamentvoll, klug und energiegeladen, seiner Familie treu ergeben und Fremden gegenüber wachsam. Er hat einen starken Beschützer- und Wächterinstinkt und neigt zum Bellen.
Sein kurzes Fell lässt sich mit wöchentlichem Bürsten leicht pflegen, doch die Rasse braucht viel Bewegung und geistige Beschäftigung. Aktive, erfahrene Halter passen besser zu ihm als Einsteiger oder ruhige Haushalte.
Die typische Lebenserwartung liegt bei 12 bis 15 Jahren. Gute Ernährung, ein schlankes Gewicht, regelmäßige tierärztliche Betreuung und gesundheitlich getestete Elterntiere unterstützen ein langes Leben.
Mit Kindern aus der eigenen Familie kann er unter Aufsicht ein guter Gefährte sein, da er energiegeladen ist und einen Hütetrieb hat. Ob er mit anderen Haustieren zurechtkommt, hängt von früher, gründlicher Sozialisierung ab.
Rechnen Sie mit mindestens ein bis zwei Stunden Aktivität täglich, eine Kombination aus körperlicher Bewegung und einer Aufgabe wie Hüten, Agility oder Nasenarbeit.
Nein. Außerhalb der Schweiz ist die Rasse eher selten und weniger verbreitet als der Berner Sennenhund, weshalb man für einen Welpen bei einer seriösen Züchterin oder einem seriösen Züchter oft mit Wartezeit rechnen muss.