Sumatra
Das Sumatra ist ein glänzendes, langschwänziges Ziergeflügel aus Indonesien, bewundert für sein schimmernd grünschwarzes Gefieder und seine anmutige, scheue Haltung.
- Size
- Mittel
- Lifespan
- 6–9 years
- Origin
- Indonesien
- Temperament
- Aufmerksam
- Standard colors
- Schwarz, Weiß und Blau and 2 more
Characteristics
Sumatra colors and patterns
What each club's breed standard says about every Sumatra color and pattern. Point at a ruling to see the club's own wording.
Breed standards describe the Sumatra in Schwarz, Weiß, Blau, Braun und Rot. Standard patterns: Einfarbig, Gesäumt, Birkenfarbig und Rebhuhnhalsig.
| Color or pattern | APA | PCGB | EE | ABA |
|---|---|---|---|---|
| Schwarz | Standardgemäß (“Black”) | Standardgemäß (“The black”) | Standardgemäß (“schwarz; schwarz-rot; wildfarbig”) | Standardgemäß (“Black”) |
| Weiß | No ruling | Standardgemäß (“The white”) | Standardgemäß (“weiß”) | Standardgemäß (“White”) |
| Blau | Standardgemäß (“Blue”) | Standardgemäß (“The blue”) | Standardgemäß (“blau-gesäumt”) | Standardgemäß (“Blue”) |
| Braun | No ruling | No ruling | Standardgemäß (“wildfarbig”) | No ruling |
| Rot | No ruling | No ruling | Standardgemäß (“wildfarbig; schwarz-rot”) | No ruling |
| Patterns | ||||
| Einfarbig | Standardgemäß (“Black”) | Standardgemäß (“The black; The white”) | Standardgemäß (“schwarz; weiß”) | Standardgemäß (“Black; White”) |
| Gesäumt | Standardgemäß (“Blue”) | Standardgemäß (“The blue”) | Standardgemäß (“blau-gesäumt”) | Standardgemäß (“Blue”) |
| Birkenfarbig | No ruling | No ruling | Standardgemäß (“schwarz-rot”) | No ruling |
| Rebhuhnhalsig | No ruling | No ruling | Standardgemäß (“wildfarbig”) | No ruling |
| Color or pattern | APA | PCGB |
|---|---|---|
| Schwarz | No ruling | Standardgemäß (“Eyes very dark brown or black (black preferred).”) |
| Dunkelbraun | Standardgemäß (“Dark brown.”) | Standardgemäß (“Eyes very dark brown or black (black preferred).”) |
| Color or pattern |
|---|
| Schwarz |
| Color or pattern | APA |
|---|---|
| Schwarz | Standardgemäß (“Legs and Toes: Black or dark slate.”) |
| Schiefergrau | Standardgemäß (“Legs and Toes: Black or dark slate.”) |
| Color or pattern | APA | PCGB |
|---|---|---|
| Schwarz | No ruling | Standardgemäß (“Face, comb, ear-lobes and throat black or gypsy faced . Red colour in comb, face or throat.”) |
| Rot | Standardgemäß (“Wattles and Ear-Lobe: Dark red.”) | Standardgemäß (“Face, comb, ear-lobes and throat black or gypsy faced . Red colour in comb, face or throat.”) |
| Maulbeerfarben | Standardgemäß (“Comb and Face: Purple.”) | Standardgemäß (“Face, comb, ear-lobes and throat black or gypsy faced . Red colour in comb, face or throat.”) |
| Color or pattern | APA | PCGB |
|---|---|---|
| Schwarz | No ruling | Standardgemäß (“ear-lobes ... black or gypsy”) |
| Rot | Standardgemäß (“Wattles and Ear-Lobe: Dark red.”) | No ruling |
| Maulbeerfarben | No ruling | Standardgemäß (“ear-lobes ... black or gypsy”) |
| Weiß | Disqualifizierend (“White ear-lobes”) | No ruling |
Blau
Schwarz
Schwarz-rot
| Color or pattern | EE |
|---|---|
| Schwarz | Standardgemäß (“schwarz-rot”) |
| Rot | Standardgemäß (“schwarz-rot”) |
| Patterns | |
| Birkenfarbig | Standardgemäß (“schwarz-rot”) |
Weiß
Wildfarbig
| Color or pattern | EE |
|---|---|
| Schwarz | Standardgemäß (“wildfarbig”) |
| Braun | Standardgemäß (“wildfarbig”) |
| Rot | Standardgemäß (“wildfarbig”) |
| Patterns | |
| Rebhuhnhalsig | Standardgemäß (“wildfarbig”) |
What the rulings mean
- Standardgemäß
- Described by the club's breed standard.
- Disqualifizierend
- The club's breed standard disqualifies an animal of this color or pattern.
Color changes
How a Sumatra's colors can change over its life.
Schwarzchanges toGesperbert
Gefieder · Mit dem Alter · males only
Sources
Each ruling comes from the club's published breed standard or color list.
Über das Sumatra-Huhn
Das Sumatra-Huhn stammt von der Insel Sumatra in Indonesien und fällt durch glänzend grünschwarzes Gefieder, einen langen Schwanz und ein eigenständiges Wesen auf.
Das Sumatra-Huhn ist ein Zierhuhn, das ursprünglich von der indonesischen Insel Sumatra stammt. Es handelt sich um einen leichten, beweglichen Vogel mit tiefschwarzem Gefieder, das bei gutem Licht einen satten Grünschimmer zeigt. Gehalten wird die Rasse in erster Linie wegen ihrer Optik, nicht wegen Fleisch oder Eiern, und außerhalb spezialisierter Geflügelzuchten trifft man sie nur selten an.
Ein ausgewachsenes Sumatra-Huhn bringt etwa 1,8 bis 2,7 Kilogramm auf die Waage und zählt damit zu den mittelgroßen Hühnerrassen. Der Körper wird niedrig und annähernd waagrecht getragen, dazu kommt ein langer, geschwungener Schwanz, der beim Hahn weit über den Körper hinausreichen kann. Hennen bleiben kleiner und tragen kürzere Schwänze, zeigen aber die gleiche dunkle, glänzende Farbe.
Sumatra-Hühner suchen aktiv nach Futter und fliegen kräftig, deutlich stärker als die meisten anderen Haushuhnrassen. Menschen gegenüber verhalten sie sich wachsam und zurückhaltend und halten Abstand, solange sie nicht regelmäßig und von klein auf mit Handling vertraut gemacht wurden. Für Halter, denen das ursprüngliche Erscheinungsbild und natürliches Verhalten wichtiger sind als Zutraulichkeit oder Legeleistung, ist die Rasse gut geeignet.
| Merkmal | Detail |
|---|---|
| Herkunft | Indonesien (Insel Sumatra) |
| Größe | Mittelgroß (etwa 1,8 bis 2,7 kg) |
| Lebenserwartung | 6 bis 9 Jahre |
| Gruppe / Rolle | Zierhuhn |
| Gut geeignet für | Erfahrene Halter, große und sichere Ausläufe, ruhige Stallgenossen |
Für wen sich das Sumatra-Huhn eignet
Das Sumatra-Huhn passt zu Haltern, die ein attraktives, eigenständiges Tier wollen und Platz sowie einen überdachten Auslauf bieten können. Der starke Flug und das scheue Wesen sprechen gegen kleine Gärten oder gegen Halter, die sich ein zahmes Haustier wünschen. Wer die Tiere von Küken an geduldig und regelmäßig anfasst, bekommt die ruhigsten Alttiere.
Geschichte und Herkunft
Das Sumatra-Huhn hat sich auf der indonesischen Insel Sumatra entwickelt und ist Mitte des 19. Jahrhunderts als Zierhuhn zu westlichen Geflügelzüchtern gelangt.
Der Name Sumatra-Huhn geht auf die gleichnamige indonesische Insel zurück, wo die einheimische Bevölkerung Hühner dieses Typs schon lange gehalten hat, bevor sich der Westen dafür interessiert hat. Frühe Berichte beschreiben glänzend schwarze, langschwänzige Hühner, die in Teilen des indonesischen Archipels halbwild gelebt haben.
Nach Europa und in die Vereinigten Staaten ist die Rasse Mitte des neunzehnten Jahrhunderts gelangt. Importe aus den 1840er und 1850er Jahren haben die dunklen, glänzenden Vögel zu Geflügelliebhabern gebracht, die den ungewöhnlichen Schimmer und den fließenden Schwanz zu schätzen wussten. Damals hat man die Tiere teils mit Kampfhühnern in Verbindung gebracht, ihr späterer Ruf hat sich aber auf das Aussehen gegründet.
In den folgenden Jahrzehnten haben Züchter gezielt auf das grünschwarze Gefieder, die niedrige Körperhaltung und den langen Schwanz selektiert, die das heutige Erscheinungsbild ausmachen. 1883 ist das Sumatra-Huhn in seiner schwarzen Farbvariante in den amerikanischen Standard, die Standard of Perfection, aufgenommen worden, eine blaue Variante ist später dazugekommen.
Eine verbreitete Nutzrasse ist das Sumatra-Huhn nie gewesen. Es bleibt eine Spezialität von Zierhuhnhaltern und Ausstellungszüchtern, und die Bestände fallen im Vergleich zu gängigen Lege- und Fleischrassen bescheiden aus.
Erscheinungsbild und Rassestandard
Das Sumatra-Huhn ist ein schlankes, niedrig gebautes Huhn mit glänzend grünschwarzem Gefieder, langem Schwanz und kleinem Erbsenkamm, das eine unverwechselbare Zierhuhn-Silhouette ergibt.
Der Körper des Sumatra-Huhns ist lang, niedrig und wird nahezu waagrecht getragen. Am auffälligsten ist der Schwanz, der beim Hahn voll und fließend ausfällt, mit langen, kräftig geschwungenen Sichelfedern. Das Gefieder ist schwarz mit einem kräftigen Grünschimmer über den ganzen Körper, manchmal als Käferglanz beschrieben. Die Rasse trägt einen kleinen Erbsenkamm und ein dunkles Gesicht, viele Tiere haben zudem mehrere Sporen an jedem Lauf.
| Merkmal | Standard |
|---|---|
| Größe | Niedrige, waagrechte Körperhaltung; Gesamtlänge etwa 45 bis 55 cm |
| Gewicht | Hahn etwa 2,3 bis 2,7 kg; Henne etwa 1,8 bis 2,0 kg |
| Gefieder | Eng anliegend, glänzend, mit langem fließendem Schwanz |
| Farben | Schwarz (Grünschimmer); auch Blau anerkannt |
| Augen | Dunkelbraun bis nahezu schwarz |
Gefieder und Farbschläge
Der schwarze Farbschlag ist die ursprüngliche und am weitesten verbreitete Form. Seine Federn zeigen einen metallischen Grünschimmer, der bei direktem Licht am deutlichsten hervortritt. Ein blauer Farbschlag mit schieferblauem Körper wird seltener gehalten. Gesicht, Kamm und Kehllappen sind dunkel, die Läufe schwarz, häufig mit einem leichten Grünstich. Geschätzt wird die Rasse für den klaren Glanz ihres Gefieders, weshalb Federqualität und Farbtiefe für den Ausstellungserfolg entscheidend sind.
Wesen und Verhalten
Sumatra-Hühner sind eigenständig, wachsam und zurückhaltend, suchen aktiv nach Futter und fliegen gut, bleiben Menschen gegenüber aber vorsichtig, wenn sie nicht von klein auf gehandhabt werden.
Das Sumatra-Huhn hat sich viel vom wachsamen, eigenständigen Charakter eines halbwilden Huhns bewahrt. Die Tiere suchen aktiv und weiträumig nach Futter und schlafen, wenn möglich, hoch oben. Sie fliegen kräftig und überwinden Zäune, an denen schwerere Rassen scheitern, weshalb ein sicherer, überdachter Auslauf wichtig ist.
Menschen gegenüber ist die Rasse zurückhaltend und geht auf Distanz. Sumatra-Hühner werden selten zu Schmusetieren, doch ruhiges, gleichbleibendes Handling ab dem Kükenalter führt zu gelasseneren Alttieren. Sie sind aufmerksam und reagieren rasch auf Störungen.
Mit Artgenossen kommt die Rasse in einer eingespielten Gruppe meist gut zurecht, Hähne können jedoch anderen Hähnen gegenüber revierbezogen auftreten. Hennen sind ruhiger und weniger durchsetzungsfreudig. Laut ist die Rasse nicht, aber wegen ihrer Wachsamkeit meldet sie ungewohnte Bewegungen häufig.
| Merkmal | Bewertung |
|---|---|
| Zutraulichkeit | 2 |
| Energie | 5 |
| Lernfähigkeit | 2 |
| Lautstärke | 3 |
| Mauserintensität | 3 |
Pflege und Haltung
Sumatra-Hühner brauchen einen sicheren, überdachten Auslauf, Platz zum Erkunden und Fliegen sowie regelmäßige Gefieder- und Gesundheitschecks, damit das glänzende Gefieder erhalten bleibt.
Im Alltag dreht sich die Pflege vor allem um Platz, Sicherheit und saubere Bedingungen. Die Rasse ist robust und lebhaft, aber auch flugfreudig, daher stehen Einzäunung und Schutz vor Raubtieren im Vordergrund.
Gefiederpflege
- Lange Schwanzfedern regelmäßig auf Bruch, Verschmutzung und Matsch kontrollieren
- Einstreu trocken halten, damit das Gefieder sauber und glänzend bleibt
- Eine Sandbademöglichkeit anbieten, das hilft gegen Ungeziefer
- Am Bürzel und an der Federbasis auf Läuse und Milben prüfen
- Füße kontrollieren und säubern, bei Hähnen die mehrfachen Sporen im Auge behalten
Bewegung
- Täglich Zugang zu einem großen Auslauf oder beaufsichtigten Freilauf zum Erkunden bieten
- Erhöhte Sitzstangen bereitstellen, da die Rasse gerne hoch schläft
- Einen überdachten Auslauf oder hohe Umzäunung verwenden, um den kräftigen Flug einzudämmen
- Scharrflächen und Bodenbewuchs für das natürliche Erkunden anbieten
Umgebung
Sumatra-Hühner vertragen unterschiedliche Klimazonen, kommen aber am besten zurecht, wenn sie vor Wind und Nässe geschützt sind. Im alpinen Klima mit kalten Wintern ist das besonders wichtig. Der kleine Erbsenkamm neigt weniger zu Erfrierungen als große Einzelkämme, was in strengen Frostperioden hilft. Der Stall sollte zugluftfrei sein, gut belüftet und im Sommer schattig. Die langen Schwänze der Hähne brauchen ausreichend hohe und breite Sitzstangen, damit die Federn nicht schleifen.
Ernährung und Fütterung
Sumatra-Hühner kommen mit einem ausgewogenen, dem Alter angepassten Geflügelfutter gut zurecht, ergänzt durch Futtersuche, Grit und Kalzium für legende Hennen.
Das Sumatra-Huhn sucht aktiv nach Futter, weshalb ein guter Teil der Nahrung aus dem Freilauf stammen kann, sofern genug Platz vorhanden ist. Die Grundlage bildet ein vollwertiges Fertigfutter, abgestimmt auf das jeweilige Lebensalter. Frisches Wasser muss jederzeit verfügbar sein, dazu unlöslicher Grit, der Tieren beim Futtersuchen die Verdauung erleichtert.
| Lebensphase | Menge pro Tag | Mahlzeiten |
|---|---|---|
| Küken (0 bis 8 Wochen) | Kükenstarter-Krümel, zur freien Aufnahme | Ganztägig verfügbar |
| Junghuhn (8 bis 18 Wochen) | Aufzuchtfutter, etwa 6 bis 9 Deka | Ganztägig verfügbar oder 2 Mahlzeiten |
| Adult (Legehenne) | Legefutter, etwa 10 bis 12 Deka | 2 Mahlzeiten |
| Adult (Hahn / Nichtleger) | Erhaltungsfutter, etwa 9 bis 11 Deka | 2 Mahlzeiten |
Leckerlis und Ergänzungen
Leckerlis sollten nur einen kleinen Anteil der Tagesration ausmachen, damit das ausgewogene Futter die Hauptnahrung bleibt. Geeignet sind Blattgrün, Gemüse und kleine Mengen Getreide oder Mehlwürmer. Legehennen brauchen eine eigene Kalziumquelle wie zerkleinerte Austernschalen, die zur freien Aufnahme angeboten wird. Allen Tieren, die Futter suchen, nützt der Zugang zu unlöslichem Grit.
Gesundheit und häufige Erkrankungen
Sumatra-Hühner sind robust und werden meist 6 bis 9 Jahre alt, bei guter Haltung stehen vor allem die üblichen Geflügelparasiten und Atemwegsprobleme im Vordergrund.
Das Sumatra-Huhn ist eine robuste Rasse mit wenigen rassetypischen Gesundheitsproblemen. Bei guter Unterbringung, sauberen Bedingungen und regelmäßiger Parasitenkontrolle werden die Tiere häufig 6 bis 9 Jahre alt. Der kleine Erbsenkamm bringt im Winter einen gewissen Vorteil, weil er weniger erfrierungsgefährdet ist. Die meisten auftretenden Probleme sind die allgemeinen Geflügelthemen: Parasiten, Atemwegsinfektionen und bei älteren Hennen Probleme mit dem Legeapparat.
| Erkrankung | Anzeichen | Hinweis |
|---|---|---|
| Äußere Parasiten (Milben, Läuse) | Kratzen, stumpfes Gefieder, blasser Kamm | Bürzel und Federbasis kontrollieren; Stall mitbehandeln |
| Innere Würmer | Gewichtsverlust, schlechte Kondition, weicher Kot | Kotproben untersuchen und gezielt entwurmen |
| Atemwegsinfektion | Niesen, Nasenausfluss, rasselnde Atmung | Betroffene Tiere absondern; tierärztlichen Rat einholen |
| Kokzidiose | Blutiger oder wässriger Kot, Mattigkeit (meist Jungtiere) | Einstreu trocken halten; medikiertes Kükenfutter beugt vor |
| Probleme mit dem Legeapparat (Hennen) | Pressen, geschwollener Bauch, Rückgang der Legeleistung | Häufiger bei älteren Legehennen; tierärztliche Abklärung nötig |
Vorsorge
- Stall sauber, trocken und gut belüftet halten
- Sandbademöglichkeit für die Kontrolle von Milben und Läusen anbieten
- Regelmäßig auf Parasiten prüfen und Kot untersuchen lassen
- Neue Tiere vor der Eingliederung in die Herde in Quarantäne halten
- Örtliche Vorgaben zu Impfungen und Biosicherheit befolgen
- Ganzjährig sauberes Wasser und ausgewogenes Futter bereitstellen
Lebensraum und Unterbringung
Sumatra-Hühner brauchen einen geräumigen, raubtiersicheren Stall mit hohen Sitzstangen und einem vollständig überdachten Auslauf, da sie kräftig fliegen und gerne hoch schlafen.
Bei der Unterbringung von Sumatra-Hühnern müssen der kräftige Flug und die aktive Futtersuche berücksichtigt werden. Ein sicherer Stall mit hohen, stabilen Sitzstangen entspricht ihrer Gewohnheit, weit oben zu schlafen. Der angeschlossene Auslauf sollte überdacht sein, denn die Rasse überwindet gewöhnliche Zäune mühelos. Im Vergleich zu ruhigeren Rassen sollte pro Tier mehr Platz eingeplant werden, das verringert Stress und Rangeleien.
| Parameter | Empfehlung |
|---|---|
| Stallfläche | Mindestens etwa 0,4 m² (4 sq ft) pro Tier |
| Auslauffläche | Etwa 1,0 bis 1,5 m² (10 bis 15 sq ft) pro Tier |
| Auslaufabdeckung | Vollständig überdacht oder vernetzt, um den Flug einzudämmen |
| Sitzstangenhöhe | Hohe Sitzstangen bevorzugt; breite, hohe Stangen für die langen Schwänze |
| Legenester | Ein Nest je 3 bis 4 Hennen |
| Belüftung | Ausreichend zugluftfreie Luftzirkulation oberhalb der Sitzstangen |
Checkliste zur Einrichtung
- Raubtiersicherer Stall mit stabilen Verschlüssen und festem Boden oder eingegrabenem Schutzgitter
- Überdachter Auslauf gegen Entkommen und Angriffe aus der Luft
- Hohe Sitzstangen mit ausreichend Breite und Freiraum für die langen Schwanzfedern
- Trockene, tiefe Einstreu, die sauber gehalten wird, um das Gefieder zu schonen
- Schattiger Bereich sowie Schutz vor Wind und Regen
- Sandbadestelle und sauberes Wasser innerhalb des Auslaufs
Brut und Aufzucht der Küken
Sumatra-Eier schlüpfen bei üblichen Bruteinstellungen für Hühner nach rund 21 Tagen, und viele Hennen behalten einen ausgeprägten Brut- und Muttertrieb.
Sumatra-Eier folgen dem normalen Brutverlauf von Hühnern und schlüpfen nach rund 21 Tagen. Die Rasse hat einen recht kräftigen Brut- und Muttertrieb bewahrt, weshalb Hennen ihre Küken, wenn man sie lässt, oft selbst gut ausbrüten und aufziehen. Für größere Stückzahlen oder mehr Kontrolle liefert ein Brutautomat gleichmäßige Ergebnisse, solange die Einstellungen im üblichen Bereich für Hühner bleiben.
| Parameter | Einstellung |
|---|---|
| Temperatur | Etwa 37,5 °C (99,5 °F) im Ventilatorbrüter |
| Luftfeuchtigkeit | Etwa 45 bis 55 Prozent, für die letzten 3 Tage auf 65 bis 70 Prozent erhöht |
| Brutdauer | Etwa 21 Tage bis zum Schlupf |
| Wenden | Mindestens 3 bis 5 Mal täglich wenden; ab Tag 18 einstellen |
Ablauf der Brut
- Saubere, gut geformte Eier auswählen und höchstens 7 Tage vor dem Einlegen mit der Spitze nach unten lagern
- Eier auf Zimmertemperatur bringen und bei der Zieltemperatur in den Brutautomaten einlegen
- Temperatur und Luftfeuchtigkeit halten und die Eier bis Tag 17 wenden
- Ab Tag 18 das Wenden einstellen, die Luftfeuchtigkeit erhöhen und in den Schlupfmodus wechseln
- Die Küken ungestört schlüpfen lassen und dann trocken in eine warme Aufzuchtbox mit Starterfutter und Wasser umsetzen
Häufig gestellte Fragen
Häufige Fragen zum Sumatra-Huhn betreffen Größe, Wesen, Pflegeaufwand, Lebenserwartung, Eignung und Verfügbarkeit.
Wie groß wird ein Sumatra-Huhn?
Das Sumatra-Huhn ist eine mittelgroße Rasse. Hähne wiegen etwa 2,3 bis 2,7 kg, Hennen etwa 1,8 bis 2,0 kg. Bei Hähnen kommt zusätzlich der lange, fließende Schwanz dazu, der die Tiere optisch noch größer wirken lässt.
Wie ist das Wesen des Sumatra-Huhns?
Sumatra-Hühner sind eigenständig, wachsam und zurückhaltend. Sie suchen aktiv nach Futter, fliegen kräftig und bleiben Menschen gegenüber vorsichtig, wenn sie nicht von klein auf gehandhabt werden. Zahme Schmusetiere werden sie nur selten.
Sind Sumatra-Hühner schwierig zu halten?
Sie sind robust und gesund, aber anspruchsvoller als ruhige Gartenrassen, weil sie gut fliegen und einen überdachten, sicheren Auslauf brauchen. Geeignet sind sie für Halter, die Platz und eine sichere Einzäunung bieten können.
Wie alt werden Sumatra-Hühner?
Bei guter Pflege werden Sumatra-Hühner meist 6 bis 9 Jahre alt. Sauberer Stall, Parasitenkontrolle und ausgewogene Ernährung tragen zu einem langen Leben bei.
Eignen sich Sumatra-Hühner für Anfänger oder kleine Gärten?
Besser geeignet sind erfahrene Halter mit ausreichend Platz. Der starke Flug und das zurückhaltende Wesen passen schlecht zu kleinen Gärten oder zu Haltern, die ein zahmes Haustier suchen.
Legen Sumatra-Hennen viele Eier?
Das Sumatra-Huhn ist eine Zierrasse und keine Legerasse. Die Hennen legen eine bescheidene Anzahl kleiner bis mittelgroßer weißer Eier, und viele neigen stark zur Brütigkeit.
Sind Sumatra-Hühner leicht zu bekommen?
Sie sind selten und werden vor allem von Zier- und Ausstellungszüchtern gehalten. Das Angebot ist im Vergleich zu gängigen Rassen begrenzt, weshalb die Suche über spezialisierte Halter etwas Zeit in Anspruch nehmen kann.
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