Barnevelder
Die Barnevelder ist eine ruhige, verlässliche niederländische Zweinutzungshenne, gefeiert für ihr glänzendes, doppelt gesäumtes Gefieder und ihre dunkelbraunen Eier.
- Size
- Mittel
- Lifespan
- 7–10 years
- Origin
- Niederlande
- Temperament
- Ruhig
- Standard colors
- Schwarz, Weiß und Grau and 5 more
Characteristics
Barnevelder colors and patterns
What each club's breed standard says about every Barnevelder color and pattern. Point at a ruling to see the club's own wording.
Breed standards describe the Barnevelder in Schwarz, Weiß, Grau, Blau, Lavendel, Braun, Mahagoni und Rot. Standard patterns: Einfarbig, Doppelt gesäumt, Rebhuhnfarbig und Rebhuhnhalsig gesperbert.
| Color or pattern | APA | PCGB | EE | ABA |
|---|---|---|---|---|
| Schwarz | Standardgemäß (“Only One Variety”) | Standardgemäß (“The black; The double laced chestnut (red-brown ground, black lacing)”) | Standardgemäß (“schwarz; braun-schwarzdoppeltgesäumt; dunkelbraun; silber-schwarzdoppeltgesäumt”) | Standardgemäß (“Black; Double Laced”) |
| Weiß | No ruling | No ruling | Standardgemäß (“silber-schwarzdoppeltgesäumt; weiß; silber-perlgraudoppeltgesäumt; kennfarbig”) | No ruling |
| Grau | No ruling | No ruling | Standardgemäß (“kennfarbig”) | No ruling |
| Blau | No ruling | No ruling | Standardgemäß (“blau; braun-blaudoppeltgesäumt”) | No ruling |
| Lavendel | No ruling | No ruling | Standardgemäß (“silber-perlgraudoppeltgesäumt”) | No ruling |
| Braun | No ruling | Standardgemäß (“The double laced chestnut (red-brown ground, black lacing)”) | Standardgemäß (“braun-blaudoppeltgesäumt; braun-schwarzdoppeltgesäumt; dunkelbraun”) | No ruling |
| Mahagoni | Standardgemäß (“Only One Variety”) | No ruling | No ruling | Standardgemäß (“Double Laced”) |
| Rot | No ruling | No ruling | Standardgemäß (“kennfarbig”) | No ruling |
| Patterns | ||||
| Einfarbig | No ruling | Standardgemäß (“The black”) | Standardgemäß (“blau; schwarz; weiß”) | Standardgemäß (“Black”) |
| Doppelt gesäumt | Standardgemäß (“Only One Variety”) | Standardgemäß (“The double laced chestnut (red-brown ground, black lacing)”) | Standardgemäß (“braun-blaudoppeltgesäumt; braun-schwarzdoppeltgesäumt; silber-schwarzdoppeltgesäumt; silber-perlgraudoppeltgesäumt”) | Standardgemäß (“Double Laced”) |
| Rebhuhnfarbig | No ruling | No ruling | Standardgemäß (“dunkelbraun”) | No ruling |
| Rebhuhnhalsig gesperbert | No ruling | No ruling | Standardgemäß (“kennfarbig”) | No ruling |
| Color or pattern |
|---|
| Orange |
| Color or pattern |
|---|
| Hornfarben |
| Gelb |
| Color or pattern |
|---|
| Rot |
| Color or pattern | APA |
|---|---|
| Weiß | Disqualifizierend (“White in the earlobes”) |
| Rot | No ruling |
| Color or pattern |
|---|
| Braun |
| Dunkelbraun |
What the rulings mean
- Standardgemäß
- Described by the club's breed standard.
- Disqualifizierend
- The club's breed standard disqualifies an animal of this color or pattern.
Color changes
How a Barnevelder's colors can change over its life.
Schwarzchanges toGesperbert
Gefieder · Mit dem Alter · males only
Sources
Each ruling comes from the club's published breed standard or color list.
Der Barnevelder im Überblick
Der Barnevelder ist ein gelassenes, robustes Zweinutzungshuhn aus den Niederlanden mit doppelt gesäumtem braunem Gefieder und dunkelbraunen Eiern.
Der Barnevelder zählt zu den mittelgroßen Haushuhnrassen und wurde ursprünglich sowohl für die Eier- als auch für die Fleischerzeugung gezüchtet. Zwei Merkmale prägen sein Erscheinungsbild bis heute: die markante doppelt gesäumte braune Federzeichnung und Eier in mittel- bis dunkelbrauner Schalenfarbe. In der österreichischen Hobbyhaltung ist die Rasse geschätzt, weil sie sich ruhig und ausgeglichen verhält und den Umgang mit Menschen sowie anderen Hühnern nicht zum Problem macht.
Am häufigsten begegnet man dem warmen rotbraunen Farbschlag, bei dem jede einzelne Feder von einem grünlich-schwarzen Saum umrahmt wird. Dadurch wirkt der ganze Körper wie geschuppt oder netzartig gemustert. Hennen bringen ungefähr 2,7 bis 3,2 kg auf die Waage, Hähne etwa 3,2 bis 3,6 kg, damit liegt die Rasse im mittleren Gewichtsbereich unter den Legehühnern. Eine Barnevelder-Henne legt im Schnitt 150 bis 200 Eier pro Jahr, wobei die Legeleistung in den ersten zwei bis drei Saisonen am höchsten ausfällt.
Mit kaltem und feuchtem Wetter kommt die Rasse gut zurecht, ein Erbe ihrer niederländischen Herkunft, das ihr auch in den kälteren, alpin geprägten Lagen Österreichs zugutekommt. Bei Auslauf sucht sie eifrig nach Futter, gewöhnt sich aber ebenso rasch an ein überdachtes Gehege, was für Halterinnen und Halter praktisch ist, die nicht jeden Tag freien Auslauf bieten können.
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Herkunft | Niederlande |
| Größe | Mittelgroß (Hennen 2,7 bis 3,2 kg, Hähne 3,2 bis 3,6 kg) |
| Lebenserwartung | 7 bis 10 Jahre |
| Nutzung | Zweinutzungshuhn (Eier und Fleisch) |
| Geeignet für | Familien, Einsteiger, gemischte Hobbyhaltungen |
Für wen sich die Rasse eignet
Der Barnevelder passt gut zu Einsteigerinnen und Einsteigern sowie zu Familien. Er lässt sich ruhig handhaben, steckt Kälte und Nässe locker weg und legt beständig, ohne die Nervosität mancher Hochleistungslinien an den Tag zu legen. Wer dunkelbraune Eier und ein ansehnliches Hausgeflügel sucht, dabei aber trotzdem auf eine brauchbare Eierzahl nicht verzichten will, findet mit dieser Rasse eine gute Wahl. Für maximale Legeleistung eignen sich spezialisierte Hybridhennen besser.
Herkunft und Zuchtgeschichte
Rund um die niederländische Stadt Barneveld entstand der Barnevelder Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts aus Kreuzungen lokaler Hühner mit importierten asiatischen Rassen.
Ihren Namen verdankt die Rasse der Stadt Barneveld in der niederländischen Provinz Gelderland. Die Gegend war lange ein Zentrum des Geflügelhandels, und die ansässigen Bäuerinnen und Bauern wollten ein robustes Huhn, das auch im Winter zuverlässig legte und dunkelbraune Eier hervorbrachte, wie sie am Markt gefragt waren.
Die eigentliche Zucht setzte in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ein. Niederländische Landhühner wurden mit schwereren asiatischen Rassen gekreuzt, die damals nach Europa gelangten, darunter Tiere vom Cochin-, Brahma- und Langshan-Typ, später ergänzt durch indische Hühnerlinien. Die Zuchtauswahl richtete sich nach Winterlegeleistung, dunkler Eifarbe und einem kräftigen Zweinutzungskörper.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts hatte sich der Typ gefestigt, und die Bezeichnung Barnevelder setzte sich für die Hühner aus dieser Region durch. Anfang der 1920er Jahre gründete sich in den Niederlanden ein eigener Zuchtverein, kurz danach legte man den Standard für das inzwischen namensgebende doppelt gesäumte Muster fest.
In den 1920er und 1930er Jahren fand die Rasse den Weg nach Großbritannien und in weitere Länder, wo die dunklen Eier bei Ausstellungen und im Eierhandel für Aufsehen sorgten. Später kamen Zwerghuhn-Varianten dazu. Heute hält man den Barnevelder weltweit, auch in Österreich, vor allem als Liebhaber- und Ausstellungshuhn, während in der kommerziellen Legehennenhaltung längst spezialisierte Hybridlinien dominieren.
Äußeres Erscheinungsbild
Der Barnevelder ist ein mittelgroßes, kräftig gebautes Huhn mit dem typischen doppelt gesäumten rotbraunen Gefieder und gelben Läufen.
Der Körperbau des Barnevelders ist breit und tief, die Haltung aufrecht, aber nicht angespannt. Der Rücken fällt mäßig lang aus, die Brust ist voll, und der Schwanz wird in mittlerer Neigung getragen. Insgesamt erinnert das Tier eher an ein stämmiges Bauernhuhn als an eine schlanke Legerasse. Typisch sind ein Einfachkamm, rote Kehllappen und Ohrscheiben sowie unbefiederte, gelbe Läufe.
| Merkmal | Standard |
|---|---|
| Gewicht | Hennen 2,7 bis 3,2 kg, Hähne 3,2 bis 3,6 kg |
| Kamm | Einfachkamm, mittelgroß, aufrecht |
| Gefieder | Weich, eng anliegend, doppelt gesäumt |
| Farbschläge | Doppelt gesäumt braun (am häufigsten), außerdem schwarz, weiß, blau, rebhuhnfarbig |
| Augen | Orange bis rötlich-braun |
Gefieder und Farbschläge
Der bekannteste Farbschlag ist doppelt gesäumt braun. Jede Feder am Körper ist rotbraun und trägt zwei ineinanderliegende grünlich-schwarze Säume, sodass ein geschupptes, geschichtetes Muster über den ganzen Körper entsteht. In gutem Licht schimmern die schwarzen Federpartien oft käferartig grün. Bei Hähnen sind Brust und Schwanz stärker durchgehend schwarz gefärbt, weshalb die vollständige Säumung an der Henne am deutlichsten zur Geltung kommt.
Je nach Zuchtverband sind weitere Farbschläge zugelassen, darunter schwarz, weiß, blau (eine blau gesäumte Variante) und rebhuhnfarbig. Läufe und Haut sind gelb. Küken des gesäumten Farbschlags schlüpfen in unauffälligen Brauntönen und entwickeln das ausgewachsene Muster erst im Lauf der ersten Lebensmonate, während sich das Federkleid nach und nach ausbildet.
Wesen und Charakter
Barnevelder sind gelassene, freundliche und gutmütige Hühner, die sich in Enge wohlfühlen und in der gemischten Herde selten Ärger machen.
Unter den Hobbyhuhn-Rassen zählt der Barnevelder zu den gelassensten überhaupt. Die Tiere sind in der Regel ruhig, gutmütig und schrecken selten auf, was Kontrollen im Stall und den täglichen Umgang erleichtert. Sie lassen sich besser hochheben und tragen als viele andere Legerassen, weshalb man sie oft Familien mit Kindern empfiehlt.
Menschen gegenüber zeigt sich die Rasse zugänglich, aber nicht aufdringlich. Von Hand aufgezogene Tiere folgen ihrer Bezugsperson mitunter durch den Garten und nehmen Futter aus der Hand, während in der Herde großgezogene Hühner freundlich, aber etwas zurückhaltender bleiben. Fremden begegnen sie aufmerksam, ohne aggressiv zu werden.
In einer gemischten Herde ordnen sich Barnevelder meist im Mittelfeld der Rangordnung ein. Sie drängeln kaum und schikanieren kleinere Hühner selten, wobei ihre gelassene Art durchsetzungsstärkeren Rassen mitunter erlaubt, sie zu dominieren. Fliegen ist nicht ihre Stärke, ein mäßig hoher Zaun genügt daher völlig. Stimmlich halten sie sich in Grenzen: Hennen melden das Eierlegen und reagieren auf Störungen, sind aber keine ständigen Schwätzerinnen.
| Merkmal | Bewertung |
|---|---|
| Zuneigung | 3 |
| Energie | 3 |
| Trainierbarkeit | 3 |
| Stimmfreude | 2 |
| Federverlust (Mauserintensität) | 3 |
Pflege und tägliche Betreuung
Barnevelder sind pflegeleicht und brauchen einen sauberen Stall, täglich Futter und Wasser, ausreichend Bewegungsfreiheit sowie regelmäßige Gesundheitskontrollen.
Verglichen mit vielen anderen Rassen ist der Barnevelder robust und genügsam. Der Großteil der Pflege besteht aus gleichbleibender Fütterung, sauberem Wasser, trockener Unterbringung und regelmäßigen Kontrollen auf Parasiten und Verletzungen. Weil die Läufe unbefiedert sind und das Gefieder eng anliegt, ist der Pflegeaufwand geringer als bei befiederten oder gehaubten Rassen.
Gefiederpflege
- Füße und Läufe auf Kalkbeinmilben untersuchen, erkennbar an erhabenen, krustigen Schuppen
- Gefieder und Haut rund um die Kloake regelmäßig auf Federlinge und Rote Vogelmilbe kontrollieren, vor allem in den warmen Monaten
- Krallen oder Schnabel nur bei Bedarf kürzen, im Freilauf nutzen sich beide meist von selbst ab
- Einen trockenen Platz zum Sandbaden anbieten, damit die Tiere Haut und Gefieder selbst pflegen können
- Im Herbst mit einer stärkeren Mauser rechnen, wenn die Legeleistung sinkt und altes Gefieder erneuert wird
Bewegung
- Täglich Zugang zu einem Gehege oder eingezäunten Bereich zum Scharren und Picken bieten
- Beaufsichtigten Freilauf ermöglichen, wo Zäune und Umgebung ausreichend Schutz vor Raubtieren bieten
- Futter oder Grünzeug verstreuen, um das natürliche Suchverhalten anzuregen
- Wo möglich mehrere Quadratmeter Auslauffläche pro Tier einplanen
Umgebung
Dank ihrer niederländischen Herkunft verträgt die Rasse Kälte und Nässe gut, ein Vorteil auch im alpin geprägten Klima weiter Teile Österreichs mit seinen kalten Wintern. Trotzdem muss der Stall trocken, zugfrei und gut durchlüftet bleiben. Bei strengem Frost kann der Einfachkamm Erfrierungen davontragen, weshalb die Luftfeuchtigkeit im Stall niedrig gehalten werden sollte. Im Sommer sind Schatten und frisches Wasser wichtig, denn der kräftige Körperbau erschwert die Wärmeabgabe stärker, als ihm die Kälte zusetzt.
Ernährung und Fütterung
Barnevelder gedeihen mit einem vollwertigen, altersgerechten Geflügelfutter, ständig frischem Wasser, frei zugänglichem Grit und zusätzlichem Kalzium für Legehennen.
Ein vollwertiges Fertigfutter für Geflügel sollte in jedem Lebensabschnitt den Großteil der Ration bilden, da es auf Eiweiß, Energie, Vitamine und Mineralstoffe abgestimmt ist. Küken bekommen anfangs ein eiweißreiches Starterfutter, wechseln dann zu einem Aufzuchtfutter und stellen kurz vor Legebeginn auf Legehennenfutter um. Frisches, sauberes Wasser muss durchgehend zur Verfügung stehen, denn Hühner trinken viel, besonders während der Legephase.
| Lebensphase | Menge pro Tag | Mahlzeiten |
|---|---|---|
| Küken (0 bis 8 Wochen) | Starterfutter, zur freien Aufnahme | Ständig verfügbar |
| Junghuhn (8 bis 18 Wochen) | Aufzuchtfutter, zur freien Aufnahme | Ständig verfügbar |
| Legehenne | Etwa 120 bis 150 g Legefutter | 1 bis 2, oder zur freien Aufnahme |
| Erwachsen, außerhalb der Legephase | Etwa 100 bis 120 g Erhaltungsfutter | 1 bis 2 |
Leckerbissen und Ergänzung
Unlöslichen Grit zur freien Aufnahme bereitstellen, damit die Tiere Futter im Muskelmagen zerkleinern können, besonders wenn sie ganze Körner fressen oder selbst Futter suchen. Legehennen brauchen zusätzliches Kalzium, meist in Form von separat angebotenen, zerkleinerten Austernschalen, damit die Eischalen fest bleiben. Grünzeug, Wildkräuter aus dem Garten und kleine Mengen Getreide oder Mehlwürmer eignen sich als Ergänzung, sollten aber unter rund 10 Prozent der Ration bleiben, damit das vollwertige Futter die Basis der Ernährung bleibt.
Gesundheit und Vorsorge
Barnevelder gelten als robust und werden etwa 7 bis 10 Jahre alt, wobei äußere Parasiten, Atemwegserkrankungen und Legestörungen die häufigsten Themen sind.
Als lange etablierte Rasse bringt der Barnevelder keine nennenswerten erblichen Gesundheitsprobleme mit, gut gehaltene Tiere erreichen häufig ein Alter von 7 bis 10 Jahren. Die meisten Probleme, die auftreten, betreffen jede Hobbyhaltung gleichermaßen: Parasiten, Atemwegsinfekte und Fortpflanzungsstörungen bei älteren Hennen. Kälte verträgt die Rasse gut, doch der Einfachkamm ist bei strengem Frost erfrierungsgefährdet, und der kräftige Körperbau macht Hitzestress zu einem größeren Risiko als niedrige Temperaturen.
| Erkrankung | Anzeichen | Hinweis |
|---|---|---|
| Rote Vogelmilbe und Federlinge | Unruhe, blasser Kamm, Nissen an den Federschäften | Tiere und Stall gemeinsam behandeln, Milben verstecken sich in Stallritzen |
| Kalkbeinmilbe | Erhabene, krustige Schuppen an den Läufen | Betrifft Rassen mit unbefiederten Läufen, frühzeitig behandeln |
| Atemwegsinfekt | Niesen, Nasenausfluss, rasselnde Atmung | Feuchtigkeit und Überbelegung reduzieren, kranke Tiere absondern |
| Legenot | Pressen, Mattigkeit, Schwanzpumpen | Häufiger bei starken Legehennen, Wärme und Kalzium helfen, bei anhaltenden Beschwerden zum Tierarzt |
| Würmer | Gewichtsverlust, struppiges Gefieder, weicher Kot | Regelmäßige Kotproben untersuchen und gezielt entwurmen |
Vorbeugende Maßnahmen
- Stall trocken, belüftet und sauber halten, das beugt Atemwegserkrankungen vor
- Regelmäßig auf äußere Parasiten kontrollieren, Stall und Tiere gemeinsam behandeln
- Ständig frisches Wasser und frei zugängliches Kalzium für Legehennen bereitstellen
- Kotproben regelmäßig untersuchen lassen und gezielt statt routinemäßig entwurmen
- Neu zugekaufte Tiere vor der Eingliederung in Quarantäne halten
- Ältere, nicht mehr legende Hennen auf Erhaltungsfutter umstellen, um Übergewicht zu vermeiden
Lebensraum und Stallhaltung
Barnevelder brauchen einen trockenen, belüfteten Stall mit Sitzstangen und Nestern sowie ein sicheres Gehege, Kälte und Nässe vertragen sie besser als Hitze.
Der Barnevelder findet sich in einer üblichen Hobbyhaltung problemlos zurecht. Entscheidend ist ein trockener, raubtiersicherer Stall mit gleichmäßiger Belüftung, ergänzt durch ein Freigehege oder beaufsichtigten Auslauf. Als eher schwere Rasse fliegt sie kaum, ein mäßig hoher Zaun reicht deshalb aus, und niedrige Sitzstangen werden gut angenommen. Wegen der guten Kältetoleranz liegen die größeren Risiken bei der Unterbringung eher in Feuchtigkeit, mangelnder Luftzirkulation und sommerlicher Hitze als in winterlicher Kälte, auch wenn strenge alpine Winter beim Stallbau mitbedacht werden sollten.
| Parameter | Empfehlung |
|---|---|
| Stallfläche | Etwa 0,3 bis 0,4 m² pro Tier im Innenbereich |
| Auslauffläche | Etwa 1 m² oder mehr pro Tier, mehr ohne freien Weidegang |
| Sitzstange | Breit, niedrig angebracht, etwa 20 bis 30 cm pro Tier |
| Nester | Ein Nest je 3 bis 4 Hennen, etwa 30 x 30 cm |
| Zaunhöhe | Etwa 1,2 bis 1,5 m genügen meist |
| Belüftung | Hoch angebrachte, zugfreie Lüftungsöffnungen über Kopfhöhe |
Checkliste zur Einrichtung
- Trockener, gut belüfteter Stall, erhöht über feuchtem Untergrund aufgestellt
- Breite, niedrige Sitzstangen und saubere Einstreu, etwa Stroh oder Hobelspäne
- Genügend Nester in einem ruhigen, schattigen Stallbereich
- Sicheres Gehege mit eingegrabenem oder umgeknicktem Zaun gegen Grabtiere
- Ständig frisches Wasser und ein geschützter Futterplatz
- Ein trockener Bereich zum Sandbaden
- Schatten und zusätzliches Wasser für heiße Tage
Brut und Schlupf
Barnevelder-Eier schlüpfen nach rund 21 Tagen, sie brauchen gleichmäßige Wärme, kontrollierte Luftfeuchtigkeit und regelmäßiges Wenden bis kurz vor dem Schlupf.
Für Barnevelder-Eier gilt die für Hühner übliche Brutdauer von etwa 21 Tagen. Man kann sie unter einer brütigen Henne oder im Brutapparat ausbrüten. Da moderne Zuchtlinien selten brütig werden, ist der Brutapparat für geplante Bruten meist die zuverlässigere Lösung. Saubere, richtig gelagerte Eier setzt man nicht älter als etwa 7 bis 10 Tage an, spitzes Ende nach unten, bei kühler Raumtemperatur gelagert, bevor sie in den Brüter kommen.
| Parameter | Einstellung |
|---|---|
| Temperatur | 37,5 °C im Umluftbrüter |
| Luftfeuchtigkeit | Etwa 45 bis 55 % an den Tagen 1 bis 18 |
| Luftfeuchtigkeit (Schlupfphase) | Etwa 65 bis 75 % an den Tagen 19 bis 21 |
| Bruttage | Etwa 21 Tage |
| Wenden | Mindestens 3 bis 5 Mal täglich bis Tag 18, danach einstellen |
Ablauf beim Brüten
- Saubere, gut geformte Eier auswählen, lagern und auf Raumtemperatur bringen
- Den Brutapparat vor dem Einlegen auf Temperatur und Luftfeuchtigkeit einpendeln lassen
- Die Eier einlegen und bis Tag 18 mehrmals täglich wenden
- Um Tag 7 bis 10 schieren, um unbefruchtete oder abgestorbene Eier auszusortieren
- An Tag 18 das Wenden beenden, die Luftfeuchtigkeit erhöhen und die Schlupfphase einleiten
- Den Brutapparat während des Pickens und Schlüpfens an den Tagen 19 bis 21 geschlossen lassen
- Trockene, aufgeplusterte Küken in eine warme Aufzuchtbox mit Starterfutter und Wasser umsetzen
Häufige Fragen
Häufige Fragen zum Barnevelder betreffen Größe, Wesen, Eifarbe, Lebenserwartung, Eignung für Einsteiger und wie leicht man Tiere findet.
Wie groß wird ein Barnevelder?
Er zählt zu den mittelgroßen Rassen. Hennen wiegen etwa 2,7 bis 3,2 kg, Hähne etwa 3,2 bis 3,6 kg, mit einem breiten, tiefen statt hochbeinigen Körperbau.
Wie ist das Wesen des Barnevelders?
Gelassen, freundlich und gutmütig. Die Tiere sind ruhig, lassen sich gut handhaben und ordnen sich ohne zu schikanieren im Mittelfeld der Rangordnung ein, das macht sie auch für Familien mit Kindern geeignet.
Welche Eierfarbe legen Barnevelder, und wie viele?
Sie legen mittel- bis dunkelbraune Eier, ein Merkmal, für das die Rasse bekannt ist. Eine Henne legt üblicherweise 150 bis 200 Eier im Jahr, am meisten in den ersten zwei bis drei Saisonen.
Wie alt werden Barnevelder?
Bei guter Unterbringung, Fütterung und Parasitenkontrolle wird ein Barnevelder häufig 7 bis 10 Jahre alt, auch wenn die Legeleistung schon deutlich früher nachlässt.
Sind Barnevelder schwer zu halten?
Nein. Sie sind robust, genügsam und kältetauglich, mit unbefiederten Läufen und eng anliegendem Gefieder, das kaum Pflege braucht. Die Routine besteht im Wesentlichen aus Futter, Wasser, trockener Unterbringung und Parasitenkontrolle.
Sind Barnevelder für Einsteiger geeignet?
Ja. Ihre Gelassenheit, Robustheit und der unkomplizierte Umgang machen sie zu einer guten ersten Rasse. Wer maximale Eierzahlen sucht, ist mit einer Hybridlinie besser bedient, für ein freundliches Zweinutzungshuhn ist der Barnevelder aber gut geeignet.
Sind Barnevelder leicht zu bekommen?
Als beliebte Liebhaber- und Ausstellungsrasse wird der Barnevelder weltweit gehalten, Küken und Bruteier sind daher meist bei Züchtern und auf Geflügelschauen erhältlich, besonders in der doppelt gesäumten braunen Farbe.
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