Huhn
Gallus gallus domesticus
Robuste, charakterstarke Hofvögel, gehalten für Eier, Fleisch und die schlichte Freude an der Schar.
View Huhn breedsScientific classification
The Huhn's place in the tree of life, from domain down to species.
- DomäneEukaryotaEukaryoten
- ReichAnimaliaTiere
- StammChordataChordatiere
- KlasseAvesVögel
- OrdnungGalliformesHühnervögel
- FamiliePhasianidaeFasanenartige
- GattungGallusKammhühner
- ArtGallus gallusBankivahuhn
- UnterartGallus gallus domesticusHuhn
Huhn colors, patterns and markings
Every color, pattern and marking the taxonomy records for Huhn, by part of the body. Each breed page shows which clubs accept which ones.
Gefieder
Color of the feathers.
Colors
Patterns
- Einfarbig
- Zweifarbig
- Dreifarbig
- Grizzle
- Gesperbert
- Kuckucksfarbig
- Gesäumt
- Doppelt gesäumt
- Gebändert
- Weißgetupft
- Getupft
- Columbia
- Birkenfarbig
- Rebhuhnfarbig
- Weizenfarbig
- Porzellanfarbig
- Splash
- Schecke
- Gold- oder silberhalsig
- Rebhuhnhalsig
- Rebhuhnhalsig gesperbert
- Pyle
- Schachbrettartig
- Gesprenkelt
- Wachtelfarbig
- Gestreiftes Dunenkleid
- Mit schwarzem Schwanz
- Mit Messingrücken
- Furness
- Lakenfelderzeichnung
- Andersfarbige Haube
Das Haushuhn
Rund zwei Millionen Hühner werden in deutschen Haus- und Kleingärten gehalten - Hühnerhaltung ist längst kein reines Landleben mehr, sondern ein wachsendes Hobby mit echtem Nutzwert.
Das Haushuhn (Gallus gallus domesticus) gehört zur Familie der Fasanenartigen (Phasianidae) und ist eines der ältesten Haustiere der Menschheit. In Deutschland erleben Hühner als Nutz- und Hobbytiere eine deutliche Renaissance: Schätzungsweise zwei Millionen Hühner werden hierzulande in Gärten, auf Kleinstbetrieben und in Schrebergärten gehalten. Frische Eier aus eigenem Hühnerstall, natürliche Gartenarbeit durch Scharren und Düngen sowie der Erlebniswert für die ganze Familie sind die wichtigsten Gründe.
Hühner sind ausgeprägte Herdentiere und dürfen nicht einzeln gehalten werden. Ein Mindestbestand von drei Tieren, empfohlen werden fünf oder mehr, ermöglicht eine natürliche Rangordnung und artgerechtes Sozialverhalten. Als Bodenvögel scharren, kratzen und staubbaden sie am liebsten im Freien. Die Haltung gilt als einsteigerfreundlich, setzt aber tägliche Verlässlichkeit voraus.
| Merkmal | Angaben |
|---|---|
| Wissenschaftlicher Name | Gallus gallus domesticus |
| Familie | Phasianidae (Fasanenartige) |
| Gewicht Bantam | 0,5 bis 1 kg |
| Gewicht Standardrassen | 1,5 bis 5 kg |
| Lebenserwartung | 5 bis 10 Jahre |
| Ernährungstyp | Allesfresser |
| Pflegeaufwand | einsteigerfreundlich, tägliche Versorgung nötig |
| Mindestherdengröße | 3 Tiere, empfohlen 5 oder mehr |
Hühnerrassen im Überblick
Deutschland hat eine reiche Rassegeflügelzuchttradition mit eigenen Nationalrassen - der BDRG und ZDG sind wichtige Anlaufstellen für Einsteiger und erfahrene Züchter.
Deutschland verfügt über eine lange Tradition der Rassegeflügelzucht. Der Bund Deutscher Rassegeflügelzüchter e.V. (BDRG) ist der führende Zuchtverband und führt alle anerkannten Rassen mit ihren Rassestandards. Der Zentralverband Deutscher Geflügelzüchter e.V. (ZDG) vertritt die Geflügelhalter auf nationaler Ebene.
Deutschland hat eigene historische Rassen hervorgebracht, die heute eine verdiente Renaissance erleben:
- Das Deutsche Lachshuhn ist eine elegante Doppelnutzungsrasse mit charakteristischer lachsfarbener Federzeichnung und langer Geschichte in deutschen Geflügelhöfen.
- Der Lakenfelder überzeugt mit seinem markanten Kontrast aus weißem Rumpf und schwarzem Hals und Schwanz, einem der unverwechselbarsten Zeichnungsmuster überhaupt.
- Der Hamburger Silberlack ist eine klassische, sehr ornamentale Legehühnerrasse mit silberlackiertem Gefieder, die seit Jahrhunderten in Norddeutschland bekannt ist.
Darüber hinaus sind internationale Rassen in Deutschland weit verbreitet. Wyandotten, Orpington und Sussex gehören zu den meistgehaltenen Hobbygeflügelrassen.
Die vier Hauptkategorien:
- Doppelnutzungsrassen: Deutsches Lachshuhn, Wyandotte, Sussex, Orpington, New Hampshire
- Legehühner: Hamburger Silberlack, Lakenfelder, Leghorn, Rhode Island Red
- Masthühner: Cornish, Brahma
- Bantamrassen (Zwerghühner): Zwergwyandotte, Zwergcochin, Seidenhühner
| Rasse | Kategorie | Besonderheit |
|---|---|---|
| Deutsches Lachshuhn | Doppelnutzung | historische deutsche Rasse, lachsfarben, sanft |
| Lakenfelder | Legen / Ziervogel | schwarz-weißes Kontrastgefieder, aktiv, gute Legerin |
| Hamburger Silberlack | Legen / Ziervogel | klassische deutsche Ornamentrasse, silberlackiert |
| Wyandotte | Doppelnutzung | Rosenkamm, winterhart, beliebteste Hobbygeflügelrasse |
| Orpington | Doppelnutzung / Ziervogel | sehr sanft, üppig befiedert, kälteresistent |
| Sussex | Doppelnutzung | gutmütig, gute Legerin, robust |
| Zwergwyandotte | Bantam | platzsparend, Rosenkamm, für kleine Gärten |
Geschichte des Haushuhns
Vom Roten Dschungelhuhn in Südostasien bis zum deutschen Stadtgartenhühnerstall: eine jahrtausendealte Domestizierungsgeschichte mit starker Tradition im deutschsprachigen Raum.
Das Haushuhn stammt vom Roten Dschungelhuhn (Gallus gallus) ab, das in den Wäldern Südostasiens heimisch war. Erste Domestizierungsschritte erfolgten vor etwa 8.000 Jahren, vermutlich zunächst für Hahnenkämpfe und rituelle Zwecke. Über Handelswege gelangte das Huhn in den Nahen Osten, nach Ägypten, in den Mittelmeerraum und schließlich - durch die Römer - nach Mitteleuropa.
Im deutschsprachigen Raum war die bäuerliche Geflügelhaltung seit dem Mittelalter fest verwurzelt. Im 18. und 19. Jahrhundert entwickelten sich auf deutschen Gutshöfen und in städtischen Geflügelmärkten erste systematische Zuchtprogramme. Der internationale Austausch von Rassen auf den großen Weltausstellungen des 19. Jahrhunderts brachte asiatische Schwergewichtsrassen wie Brahma und Cochin nach Deutschland und löste einen Züchterboom aus.
Der Bund Deutscher Rassegeflügelzüchter (BDRG) entstand aus dieser Tradition und pflegt bis heute die Rassestandards der historischen deutschen Rassen wie Lakenfelder, Hamburger und Deutsches Lachshuhn. Heute hält Deutschland rund zwei Millionen Hühner in Klein- und Kleinstbetrieben - das Interesse an eigenen Eiern und nachhaltigem Konsum treibt die Zahl stetig an.
Erscheinungsbild
Von der schlanken Legehenne bis zum mächtigen Brahma bieten Hühner in Größe, Gefieder und Kammform eine erstaunliche Vielfalt - bei der Wahl für deutsche Winterbedingungen zählt auch die Kammform.
Hühner sind Federvögel mit aufrechter Haltung, schuppigen Beinen und kräftigen Krallen zum Scharren. Kamm und Kehllappen (Wattelappen) sind bei ausgewachsenen Tieren leuchtend rot. Hähne sind in der Regel größer, farbenprächtiger und besitzen kräftigere Kämme sowie Sporen.
Bantamhühner erreichen eine Körperhöhe von 20 bis 30 cm bei einem Gewicht von 0,5 bis 1 kg. Standardrassen wachsen auf 40 bis 70 cm heran und wiegen 1,5 bis 5 kg; sehr große Rassen wie Brahma können mehr als 5 kg erreichen. Der Kamm ist ein wichtiges Rassemerkmal:
| Kammform | Beschreibung | Frostresistenz | Beispielrassen |
|---|---|---|---|
| Einfachkamm | aufrechter, gezackter Einzelkamm | gering, frostgefährdet | Leghorn, Rhode Island Red |
| Rosenkamm | flach, fleischig, kaum erhaben | hoch | Wyandotte, Hamburger Silberlack |
| Erbsenkamm | dreireihig, sehr niedrig und kompakt | sehr hoch | Buckeye, Brahma, Dominique |
Verhalten und Charakter
Hühner sind soziale, neugierige Tiere mit ausgeprägter Hackordnung - wer ihre Körpersprache versteht und ausreichend Beschäftigung bietet, erlebt faszinierende Tiere direkt im Garten.
Hühner leben in Herden mit klar definierter Hackordnung. Neue Tiere müssen sich einordnen, was vorübergehend zu Auseinandersetzungen führen kann - ausreichend Platz und mehrere Futterplätze und Rückzugsmöglichkeiten helfen. Tagsüber sind Hühner sehr aktiv: Scharren, Kratzen, Picken und ausgiebiges Staubbaden sind unverzichtbare Verhaltensweisen, die in artgerechter Haltung ermöglicht werden müssen.
Mit Einbruch der Dämmerung suchen Hühner selbstständig die Schlafstangen auf. Hähne krähen laut und häufig - in Stadtteilen und Siedlungsgebieten kann das erhebliche Konflikte mit Nachbarn erzeugen. In vielen Kommunen in Deutschland ist die Haltung von Hähnen in reinen Wohngebieten nicht erlaubt oder bedarf der ausdrücklichen Genehmigung.
Mit geduldigem, ruhigem Umgang werden viele Hennen sehr zahm. Rassen wie Orpington, Wyandotte oder Sussex sind als besonders umgänglich bekannt.
Haltung und tägliche Pflege
Tägliche Routinen sind das Fundament der Hühnerhaltung - und die Nutztierhaltungsverordnung setzt in Deutschland den gesetzlichen Rahmen für Kleinhaltungen.
Tägliche Pflichtaufgaben: Frisches Wasser und Futter auffüllen, Eier sammeln, den Stall morgens öffnen und abends sicher verschließen sowie eine kurze Sichtkontrolle der Tiere. Im Winter Tränken täglich auf Eisfreiheit kontrollieren oder Heiztränken einsetzen.
Stallgestaltung: Pro Tier mindestens 0,3 bis 0,4 Quadratmeter Stallfläche, erhöhte Schlafstangen, abgedunkelte Legenischen (eine pro 3 bis 4 Hennen), gute Belüftung ohne Zugluft und trockene Einstreu (Stroh, Hanfhäcksel oder Hobelspäne).
Außenauslauf: Die Nutztierhaltungsverordnung schreibt für Kleinhaltungen (unter 350 Tieren) eine Mindestfläche von 4 Quadratmetern Außenauslauf pro Tier vor. Dieser Auslauf muss gegen Fressfeinde gesichert sein.
Staubbad: Ein trockener Bereich mit lockerem Sand oder Erde ist unverzichtbar für die Gefieder- und Hautpflege. Im Winter muss dieser Bereich überdacht und trocken bleiben.
Ernährung
Kommerzielles Alleinfutter, auf das jeweilige Alter und die Nutzungsrichtung abgestimmt, bildet die Grundlage einer gesunden Hühnerhaltung.
Hühner sind Allesfresser: Im Freiland nehmen sie Insekten, Würmer, Körner, Gras und Fallobst auf. In der Haltung empfiehlt sich kommerzielles Alleinfutter, das auf Alter und Nutzungsrichtung abgestimmt ist. Frisches Wasser muss immer uneingeschränkt zur Verfügung stehen.
Legehennen haben einen erhöhten Kalziumbedarf für die Eierschalenbildung. Gemahlene Muschelschalen oder Austernschalen separat anbieten, damit die Tiere bedarfsgerecht aufnehmen können.
Frisches Grünfutter, Gemüseabschnitte, Kräuter und Obst sind willkommen, sollten aber Ergänzung bleiben und nicht mehr als 10 bis 20 Prozent der täglichen Ration ausmachen.
| Alter / Phase | Futter | Hinweise |
|---|---|---|
| Küken 0-8 Wochen | Kükenstarter (fein gemahlen) | kein grobes Körnerfutter, immer frisches Wasser |
| Junghennen 8-20 Wochen | Aufzuchtfutter (Grower) | kein Legefutter - zu viel Kalzium schadet den Nieren |
| Legehennen ab Legereife | Legefutter + Kalziumergänzung | Muschelschalen separat anbieten |
| Masthühner | Mastfutter (Finisher) | energiedicht, eiweißreich |
Gesundheit und Vorbeugung
Gesunde Hühner sind lebhaft, fresslüstig und haben ein sauberes Gefieder - tägliche Beobachtung ist der wirksamste Schutz vor ernsteren Erkrankungen.
Hühner werden je nach Rasse und Haltungsbedingungen 5 bis 10 Jahre alt. Wer täglich genau hinschaut, erkennt Veränderungen im Verhalten oder Erscheinungsbild sofort. Die wichtigsten Vorbeugemaßnahmen: saubere, trockene Einstreu, Staubbademöglichkeiten, Quarantäne neu zugekaufter Tiere (mindestens 3 Wochen) und eine ausgewogene Fütterung. Neue Tiere vor der Zusammenführung auf Parasitenbefall prüfen. Regelmäßige Kontrolle von Gefieder, Beinen, Fußballen und Kloake.
| Erkrankung | Anzeichen | Maßnahme |
|---|---|---|
| Rote Vogelmilbe | Unruhe beim Schlafen, blasser Kamm, Federverlust | Stall gründlich reinigen, Ektoparasitenmittel |
| Federläuse | intensives Kratzen, stumpfes Gefieder | Staubbad fördern, Pyrethrin-Präparate |
| Wurmbefall | Abmagerung, schlechte Legeleistung | Kotprobe beim Tierarzt, Entwurmung |
| Atemwegserkrankungen | Niesen, Nasenausfluss, Rasselatmung | sofort zum Tierarzt, Quarantäne |
| Legenot | Henne presst, aufgetriebener Bauch, veränderte Körperhaltung | Notfall - sofort zum Tierarzt |
| Bumblefoot | verdickte, entzündete Fußballen | Tierarzt, weiche trockene Einstreu |
Stall und Außenanlage
Ein sicherer Stall mit geräumigem Außenauslauf ist die Grundlage artgerechter Hühnerhaltung in Deutschland - Marder und Fuchs erfordern konsequenten Fressfeindschutz.
Stall: Mindestens 0,3 bis 0,4 Quadratmeter Stallfläche pro Tier, erhöhte Schlafstangen, abgedunkelte Legenischen, gute Belüftung ohne Zugluft und trockene Einstreu. Im deutschen Winter muss der Stall gut gedämmt sein, damit die Innentemperatur nicht unter den Gefrierpunkt fällt. Wassertränken frieren bei strengem Frost ein - Heiztränken oder tägliches Wechseln mit warmem Wasser sind nötig.
Außenauslauf: Die Nutztierhaltungsverordnung schreibt 4 Quadratmeter Außenauslauf pro Tier vor. Ein gut gesicherter, möglichst strukturierter Auslauf mit Schattenbereichen, Sandbad und Windschutz gibt den Tieren Abwechslung. Überdachte Bereiche ermöglichen Freilauf auch bei Regen und Schnee.
Fressfeinde in Deutschland: Marder (Steinmarder und Baummarder) sind in ganz Deutschland verbreitet, auch in Städten und Vororten. Füchse greifen Hühner bevorzugt in der Dämmerung und nachts an. Beide Tiere sind in der Lage, durch kleinste Öffnungen zu gelangen. Der Stall und der Auslauf müssen mardersicher gebaut sein: engmaschiger, stabiler Maschendraht (Maschenweite maximal 2 cm, Drahtstärke mindestens 1,2 mm), vergrabene Drahtschürze oder Betonsockel, Schlösser mit Sicherungsriegel. In Gegenden mit Habichtpräsenz schützt ein Überdach oder Sicherungsnetz über dem Auslauf.
Zucht und Aufzucht
Wer in Deutschland Hühner züchten möchte, findet im BDRG starke Unterstützung - Geflügelschauen und Geflügelbörsen sind ideale Einstiegspunkte.
Hennen erreichen mit etwa 5 bis 6 Monaten die Legereife - der genaue Zeitpunkt hängt von Rasse und Tageslichtlänge ab. Zur Befruchtung der Eier ist ein Hahn erforderlich; ohne Hahn legen Hennen regelmäßig unbefruchtete Eier.
Die Brutdauer beträgt 21 Tage. Eine brütige Henne (Glucke) übernimmt das natürlich und hält die Eier bei konstant 37 bis 38 Grad Celsius. Alternativ wird ein Brutapparat (Inkubator) eingesetzt, der mehr Kontrolle erfordert. Ein typisches Gelege umfasst 10 bis 14 Eier.
Geschlüpfte Küken benötigen Wärme (35 Grad Celsius in den ersten Tagen, schrittweise absenkend), feines Kükenstarter-Futter und ständig frisches Wasser. Eine Wärmelampe oder ein Heizpilz ist notwendig, wenn keine Glucke vorhanden ist.
Für die Reinrassezucht empfiehlt sich die Mitgliedschaft im BDRG oder einem regionalen Rassegeflügelzuchtverein.
Das richtige Huhn wählen
Die Anschaffung von Hühnern ist eine 5- bis 10-jährige Entscheidung - wer Platz, Kosten, Zeit und die Rechtslage im eigenen Bundesland vorab klärt, startet auf dem besten Weg.
Vor dem Kauf sollten folgende Punkte geklärt sein:
- Platzbedarf: Stall mit mindestens 0,3 bis 0,4 Quadratmeter pro Tier, Außenauslauf mit mindestens 4 Quadratmetern pro Tier (Nutztierhaltungsverordnung).
- Genehmigung: Die Rechtslage variiert je Bundesland und Gemeinde. In manchen Regionen ist eine Genehmigung für die Hühnerhaltung im Wohngebiet erforderlich; die Haltung von Hähnen ist häufig gesondert geregelt. Das Ordnungsamt oder die Gemeinde kontaktieren.
- Zeit: Tägliche Pflege ist unverzichtbar, auch an Feiertagen und im Urlaub. Eine verlässliche Vertretung muss eingeplant werden.
- Kosten: Stall und Einzäunung kosten einmalig je nach Ausstattung zwischen 300 und 2.000 Euro. Laufende Kosten für Futter, Einstreu und Tierarzt belaufen sich auf ca. 10 bis 20 Euro pro Tier und Monat.
Bezugsquellen: Geprüfte Züchter über den BDRG oder regionale Rassegeflügelvereine, Geflügelbörsen (in Deutschland sehr zahlreich und gut besucht), Landwirtschaftsbetriebe und Tierschutzorganisationen, die ehemalige Legehennen aus kommerzieller Haltung vermitteln. Kaufen Sie nur Tiere, die munter wirken, ein sauberes Gefieder haben und klare, offene Augen zeigen.
Häufige Fragen zur Hühnerhaltung in Deutschland
Die wichtigsten Fragen rund um Hühner halten in Deutschland - von Nutztierhaltungsverordnung über Kosten bis zur täglichen Praxis.
Sind Hühner gute Haustiere für Einsteiger?
Ja. Hühner sind einsteigerfreundlich und brauchen keine besondere Vorerfahrung. Wer bereit ist, täglich 15 bis 30 Minuten für die Tiere aufzuwenden, und den nötigen Platz hat, wird mit frischen Eiern und viel Freude belohnt.
Wie alt werden Hühner?
Hühner können 5 bis 10 Jahre alt werden. Die Legeleistung ist in den ersten 2 bis 3 Jahren am höchsten und nimmt danach ab, die Tiere bleiben aber viele weitere Jahre vital und gesund.
Was kostet die Hühnerhaltung in Deutschland?
Die Einrichtung (Stall, Zaun, Zubehör) kostet einmalig je nach Ausstattung zwischen 300 und 2.000 Euro. Laufende Kosten für Futter, Einstreu und gelegentliche Tierarztbesuche betragen ca. 10 bis 20 Euro pro Tier und Monat.
Wie viel Zeit brauche ich täglich?
Die tägliche Grundpflege (Futter, Wasser, Eier, Stall öffnen und schließen) dauert 15 bis 30 Minuten. Wöchentlich kommt die Stallkontrolle dazu. Das ist gut mit Beruf und Familie vereinbar, wenn eine Urlaubsvertretung gesichert ist.
Eignen sich Hühner für Familien mit Kindern?
Ja. Rassen wie Orpington, Sussex oder Wyandotte sind besonders sanft und kinderfreundlich. Kinder lernen im Umgang mit Hühnern Verantwortung und Empathie. Ruhiger Umgang ohne plötzliche Bewegungen ist wichtig.
Brauche ich einen Hahn, damit die Hennen Eier legen?
Nein. Hennen legen auch ohne Hahn regelmäßig Eier. Ein Hahn ist nur dann nötig, wenn die Eier befruchtet werden und Küken ausgebrütet werden sollen.
Brauche ich in Deutschland eine Genehmigung für Hühner?
Die Rechtslage variiert je nach Bundesland und Gemeinde. In manchen Regionen ist eine Genehmigung für die Hühnerhaltung im Wohngebiet erforderlich, in anderen reicht eine formlose Anzeige oder gar nichts. Die Haltung von Hähnen ist in vielen Kommunen gesondert geregelt oder eingeschränkt. Immer vorab beim Ordnungsamt oder der Gemeindeverwaltung nachfragen.