United Pet Club
Taube

Perückentaube

Die Jakobinertaube ist eine spektakuläre Ziertaube, bekannt für die eindrucksvolle Federhaube, die ihren Kopf umrahmt, gepaart mit einem ruhigen, würdevollen Auftreten.

Size
Mittel
Lifespan
8–12 years
Origin
Frankreich
Temperament
Würdevoll
Standard colors
Schwarz, Weiß und Blau and 6 more
Key Traits
WürdevollRuhigSanftFügsam

Characteristics

Energy Level2
Trainability2
Good With Kids3
Good With Pets2
Grooming Needs1

Perückentaube colors and patterns

What each club's breed standard says about every Perückentaube color and pattern. Point at a ruling to see the club's own wording.

Breed standards describe the Perückentaube in Schwarz, Weiß, Blau, Silber, Braunfalbe, Rot, Rotfahl, Gelb und Creme. Standard patterns: Einfarbig, Weißgetupft, Mit Binden, Hohlig, Schecke und Weißkopf.

Gefieder: rulings by club
Color or patternNPABDRG
SchwarzStandardgemäß (“Blacks; Blue”)Standardgemäß (“Schwarz; Schwarz-getigert; Blau mit Binden; Blau ohne Binden”)
WeißStandardgemäß (“Whites; Blacks; Reds; Yellow; Blue; The silver”)Standardgemäß (“Einfarbig Weiß; Schwarz; Rot; Gelb; Blau mit Binden; Blau ohne Binden; Blaufahl mit Binden; Rotfahl mit Binden; Gelbfahl mit Binden; Schwarz-getigert”)
BlauStandardgemäß (“Blue”)Standardgemäß (“Blau mit Binden; Blau ohne Binden”)
SilberStandardgemäß (“The silver”)Standardgemäß (“Blaufahl mit Binden”)
BraunfalbeStandardgemäß (“The silver”)Standardgemäß (“Blaufahl mit Binden”)
RotStandardgemäß (“Reds”)Standardgemäß (“Rot; Rot-getigert”)
RotfahlAlternativ (“The AOC class”)Standardgemäß (“Rotfahl mit Binden”)
GelbStandardgemäß (“Yellow”)Standardgemäß (“Gelb; Gelb-getigert; Gelbfahl mit Binden”)
CremeAlternativ (“The AOC class”)Standardgemäß (“Gelbfahl mit Binden”)
BronzefarbenAlternativ (“Kites are not considered true blacks and are given to the AOC class.”)No ruling
Patterns
EinfarbigStandardgemäß (“Whites”)Standardgemäß (“Einfarbig Weiß”)
WeißgetupftAlternativ (“The AOC class”)Standardgemäß (“Schwarz-getigert; Rot-getigert; Gelb-getigert”)
Mit BindenStandardgemäß (“Blue; The silver”)Standardgemäß (“Blau mit Binden; Blaufahl mit Binden; Rotfahl mit Binden; Gelbfahl mit Binden”)
HohligAlternativ (“The AOC class”)Standardgemäß (“Blau ohne Binden”)
ScheckeStandardgemäß (“Blacks; Reds; Yellow; Blue; The silver”)Standardgemäß (“Schwarz; Rot; Gelb; Blau mit Binden; Blau ohne Binden; Blaufahl mit Binden; Rotfahl mit Binden; Gelbfahl mit Binden; Schwarz-getigert; Rot-getigert”)
WeißkopfStandardgemäß (“Blacks; Reds; Yellow; Blue; The silver”)Standardgemäß (“Schwarz; Rot; Gelb; Blau mit Binden; Blau ohne Binden; Blaufahl mit Binden; Rotfahl mit Binden; Gelbfahl mit Binden; Schwarz-getigert; Rot-getigert”)
SplashAlternativ (“The AOC class”)No ruling
Augen: rulings by club
Color or patternNPA
PerlweißStandardgemäß (“two pearl or white eyes, possessing small, well defined pupils”)
DunkelbraunAlternativ (“Double bull eyes are admitted in the AOC class or cut three points for lack of color.”)
Patterns
Verschiedenfarbige AugenFehler (“A single bull eye penalizes the Jacobin one point.”)
Schnabel: rulings by club
Color or patternNPA
WeißStandardgemäß (“Beak, white or flesh color in all colors.”)
RosaStandardgemäß (“Beak, white or flesh color in all colors.”)
Beine und Füße: rulings by club
Color or pattern
Rot

Blau

Gefieder: rulings by club
Color or patternNPABDRG
SchwarzStandardgemäß (“Blue”)Standardgemäß (“Blau mit Binden”)
WeißStandardgemäß (“Blue”)Standardgemäß (“Blau mit Binden”)
BlauStandardgemäß (“Blue”)Standardgemäß (“Blau mit Binden”)
Patterns
Mit BindenStandardgemäß (“Blue”)Standardgemäß (“Blau mit Binden”)
ScheckeStandardgemäß (“Blue”)Standardgemäß (“Blau mit Binden”)
WeißkopfStandardgemäß (“Blue”)Standardgemäß (“Blau mit Binden”)

Blau ohne Binden

Gefieder: rulings by club
Color or patternBDRG
SchwarzStandardgemäß (“Blau ohne Binden”)
WeißStandardgemäß (“Blau ohne Binden”)
BlauStandardgemäß (“Blau ohne Binden”)
Patterns
HohligStandardgemäß (“Blau ohne Binden”)
ScheckeStandardgemäß (“Blau ohne Binden”)
WeißkopfStandardgemäß (“Blau ohne Binden”)

Blaufahl mit Binden

Gefieder: rulings by club
Color or patternNPA
WeißStandardgemäß (“The silver”)
SilberStandardgemäß (“The silver”)
BraunfalbeStandardgemäß (“The silver”)
Patterns
Mit BindenStandardgemäß (“The silver”)
ScheckeStandardgemäß (“The silver”)
WeißkopfStandardgemäß (“The silver”)

Gelb

Gefieder: rulings by club
Color or patternNPABDRG
WeißStandardgemäß (“Yellow”)Standardgemäß (“Gelb”)
GelbStandardgemäß (“Yellow”)Standardgemäß (“Gelb”)
Patterns
ScheckeStandardgemäß (“Yellow”)Standardgemäß (“Gelb”)
WeißkopfStandardgemäß (“Yellow”)Standardgemäß (“Gelb”)

Gelb-getigert

Gefieder: rulings by club
Color or patternBDRG
WeißStandardgemäß (“Gelb-getigert”)
GelbStandardgemäß (“Gelb-getigert”)
Patterns
WeißgetupftStandardgemäß (“Gelb-getigert”)
ScheckeStandardgemäß (“Gelb-getigert”)
WeißkopfStandardgemäß (“Gelb-getigert”)

Gelbfahl mit Binden

Gefieder: rulings by club
Color or patternBDRG
WeißStandardgemäß (“Gelbfahl mit Binden”)
GelbStandardgemäß (“Gelbfahl mit Binden”)
CremeStandardgemäß (“Gelbfahl mit Binden”)
Patterns
Mit BindenStandardgemäß (“Gelbfahl mit Binden”)
ScheckeStandardgemäß (“Gelbfahl mit Binden”)
WeißkopfStandardgemäß (“Gelbfahl mit Binden”)

Rot

Gefieder: rulings by club
Color or patternNPABDRG
WeißStandardgemäß (“Reds”)Standardgemäß (“Rot”)
RotStandardgemäß (“Reds”)Standardgemäß (“Rot”)
Patterns
ScheckeStandardgemäß (“Reds”)Standardgemäß (“Rot”)
WeißkopfStandardgemäß (“Reds”)Standardgemäß (“Rot”)

Rot mit weißen Tupfen

Gefieder: rulings by club
Color or patternBDRG
WeißStandardgemäß (“Rot-getigert”)
RotStandardgemäß (“Rot-getigert”)
Patterns
WeißgetupftStandardgemäß (“Rot-getigert”)
ScheckeStandardgemäß (“Rot-getigert”)
WeißkopfStandardgemäß (“Rot-getigert”)

Rotfahl mit Binden

Gefieder: rulings by club
Color or patternBDRG
WeißStandardgemäß (“Rotfahl mit Binden”)
RotfahlStandardgemäß (“Rotfahl mit Binden”)
Patterns
Mit BindenStandardgemäß (“Rotfahl mit Binden”)
ScheckeStandardgemäß (“Rotfahl mit Binden”)
WeißkopfStandardgemäß (“Rotfahl mit Binden”)

Schwarz

Gefieder: rulings by club
Color or patternNPABDRG
SchwarzStandardgemäß (“Blacks”)Standardgemäß (“Schwarz”)
WeißStandardgemäß (“Blacks”)Standardgemäß (“Schwarz”)
Patterns
ScheckeStandardgemäß (“Blacks”)Standardgemäß (“Schwarz”)
WeißkopfStandardgemäß (“Blacks”)Standardgemäß (“Schwarz”)

Schwarz-weißgescheckt

Gefieder: rulings by club
Color or patternBDRG
SchwarzStandardgemäß (“Schwarz-getigert”)
WeißStandardgemäß (“Schwarz-getigert”)
Patterns
WeißgetupftStandardgemäß (“Schwarz-getigert”)
ScheckeStandardgemäß (“Schwarz-getigert”)
WeißkopfStandardgemäß (“Schwarz-getigert”)

Silber

Gefieder: rulings by club
Color or patternNPABDRG
SchwarzStandardgemäß (“Silver”)No ruling
WeißStandardgemäß (“Silver”)Standardgemäß (“Blaufahl mit Binden”)
SilberStandardgemäß (“Silver”)Standardgemäß (“Blaufahl mit Binden”)
BraunfalbeNo rulingStandardgemäß (“Blaufahl mit Binden”)
Patterns
Mit BindenStandardgemäß (“Silver”)Standardgemäß (“Blaufahl mit Binden”)
ScheckeStandardgemäß (“Silver”)Standardgemäß (“Blaufahl mit Binden”)
WeißkopfStandardgemäß (“Silver”)Standardgemäß (“Blaufahl mit Binden”)

Weiß

Gefieder: rulings by club
Color or patternNPABDRG
WeißStandardgemäß (“Whites”)Standardgemäß (“Einfarbig Weiß”)
Patterns
EinfarbigStandardgemäß (“Whites”)Standardgemäß (“Einfarbig Weiß”)

What the rulings mean

Standardgemäß
Described by the club's breed standard.
Alternativ
Registrable with the club but not described by its breed standard, such as an AKC alternate color.
Fehler
Named by the club's breed standard as a fault: the animal can be shown but is penalized.

Color changes

How a Perückentaube's colors can change over its life.

  • Rotchanges toBlau

    Gefieder · Mit dem Alter

Sources

Each ruling comes from the club's published breed standard or color list.

Jakobiner im Überblick

Der Jakobiner ist eine mittelgroße Ziertaube aus Frankreich, bekannt für die Federkappe um Kopf und Hals sowie sein ruhiges, gutmütiges Wesen.

Der Jakobiner zählt zu den ältesten und auffälligsten Rassetauben überhaupt. Sein Markenzeichen ist die Kappe: ein Kranz aus Federn, die entgegen der natürlichen Wuchsrichtung nach oben und vorn wachsen und Hals sowie Kopf umschließen. Bei gut ausgeprägten Tieren verdeckt diese Kappe den Kopf fast vollständig, sodass nur der Schnabel und ein Teil des Gesichts frei bleiben. Gehalten wird die Rasse für die Ausstellung und als Ziertaube, nicht für den Wettflug oder als Nutztaube.

Vom Körperbau her ist der Jakobiner schlank und aufrecht, von mittlerer Größe. Das Gewicht liegt meist zwischen 280 und 340 Gramm. Neben der Kappe bilden die langen Halsfedern drei weitere, namentlich unterschiedene Partien: die Mähne im Nacken, die Kette an den Seiten und die Rose an der Vorderbrust. Preisrichter bewerten Länge, Dichte und Ebenmaß dieses Federschmucks mindestens ebenso streng wie die Körperform.

Der Jakobiner hat ein ruhiges, gesetztes Wesen. Er lässt sich gut anfassen und erträgt die enge Betreuung, die Ausstellungstiere brauchen, ohne Nervosität. Weil die Kappe den Blick nach vorn versperrt, ist die Rasse auf eine aufmerksame Haltung angewiesen und eignet sich weder für den Freiflug noch für einen offenen Schlag.

Jakobiner: Kurzübersicht
MerkmalAngabe
HerkunftFrankreich
GrößeMittelgroß (etwa 280 bis 340 g)
Lebenserwartung8 bis 12 Jahre
Gruppe/VerwendungRassetaube, Zier- und Ausstellungstaube
Geeignet fürRuhige Volierengenossen und erfahrene Halter

Für wen er sich eignet

Der Jakobiner passt zu Haltern, die eine Ziertaube zum Betrachten möchten und bereit sind, einen geschützten, raubtiersicheren Schlag bereitzustellen. Wegen der eingeschränkten Sicht und des hohen Pflegeaufwands für das Gefieder ist er für Einsteiger oder für alle, die ihre Tauben frei fliegen lassen wollen, keine gute Wahl. Geduldige Halter, die sich gern im Detail um die Federpflege kümmern und eine ruhige, gut zu handhabende Taube schätzen, kommen mit dieser Rasse gut zurecht.

Geschichte und Herkunft des Jakobiners

Der Jakobiner ist eine alte Ziertaube mit Wurzeln in Frankreich, über Jahrhunderte in Europa aus früheren Kappentauben entwickelt, die über Handelswege dorthin gelangten.

Der Jakobiner geht auf Kappentauben zurück, die über den Mittelmeerraum und aus Asien nach Europa gelangten. Bereits im 16. Jahrhundert sind auf dem Kontinent gehaubte Tauben belegt, und zeitgenössische Schriften beschreiben Vögel mit einem nach hinten gestellten Federkragen um den Kopf. Als Ursprungsland der heutigen Rasse gilt meist Frankreich. Der Name Jakobiner verweist, wie im Französischen, auf den gleichnamigen Dominikanerorden, dessen Kutte der Federkappe der Taube ähnelt.

In den folgenden Jahrhunderten verfeinerten Züchter in Frankreich, den Niederlanden und Großbritannien die Kappe von einer bescheidenen Krause zu der vollständig umschließenden Form, die man heute kennt. Die Selektion zielte auf längere Mähnen, Ketten und Rosen sowie auf eine Kappe, die sich eng um den Kopf schließt. Aus einer allgemeinen Kappentaube wurde so über lange Zeit eine hoch spezialisierte Ausstellungsform.

Im 19. Jahrhundert war der Jakobiner in Europa bereits eine etablierte Ausstellungsrasse, gehalten von Liebhabern, die um die Qualität des Gefieders wetteiferten. Charles Darwin zählte den Jakobiner zu den stark veränderten Haustaubenrassen, als er die Variation unter Domestikation beschrieb. Er gehörte damit fest zum anerkannten Rassebestand seiner Zeit.

Bis heute bleibt der Jakobiner eine reine Ausstellungsrasse. Sondervereine pflegen den Rassestandard, und die Tiere werden in den anerkannten Farbenschlägen gezeigt. Gezüchtet wird ausschließlich auf das Erscheinungsbild; eine Nutzung als Arbeits- oder Fleischtaube gibt es nicht mehr.

Aussehen und Rassestandard

Der Jakobiner ist eine schlanke, aufrechte Taube mittlerer Größe. Eine Federkappe umschließt den Kopf, während Mähne, Kette und Rose den Halsschmuck bilden.

Der Gesamteindruck des Jakobiners ist der einer hochgewachsenen, schlanken Taube, die von der Kopf- und Halsbefiederung dominiert wird. Der eigentliche Rumpf ist eher klein und wird aufrecht auf mittellangen Läufen getragen. Das auffälligste Merkmal ist die Kappe, die vom Hals aus nach vorn schwingt und den Kopf einrahmt und teilweise verbirgt. Je länger die Federn und je vollständiger sie sich vorn schließen, desto höher wird ein Tier auf Ausstellungen bewertet.

Die Halsbefiederung gliedert sich in drei Teile. Die Mähne verläuft über den Nacken, die Kette zieht sich an beiden Seiten entlang, und die Rose sitzt vorn an der Brust, dort, wo die seitlichen Federn zusammentreffen. Ein klarer Übergang zwischen Kappe und Kette, im Englischen als Spread bezeichnet, zählt zu den festen Bewertungspunkten.

Rassestandard auf einen Blick
MerkmalStandard
GrößeHochgestellt und aufrecht im Verhältnis zur Körpergröße
GewichtEtwa 280 bis 340 g
GefiederLange Mähnen-, Ketten- und Rosenfedern, die eine umschließende Kappe bilden
FarbenSchwarz, Rot, Gelb, Blau, Silber und Weiß
AugenMeist dunkle (Ochsen-)Augen, häufig von der Kappe verdeckt

Gefieder und Farbenschläge

Gezeigt wird der Jakobiner einfarbig in Schwarz, Rot, Gelb, Blau und Silber sowie in Weiß. Bei den farbigen Tieren sind Kopf und große Schwingen weiß, während die übrige Körperfarbe rein und gleichmäßig sein soll. Der weiße Kopf hebt die farbige Kappe hervor und gilt in vielen Standards als anerkannte Abzeichenform. Das Gefieder soll fest und glänzend sein, und die langen Schmuckfedern dürfen keine Schäden aufweisen, denn gebrochene oder verschmutzte Kappenfedern werden bei der Bewertung stark angerechnet.

Wesen und Verhalten

Der Jakobiner ist ruhig und gutmütig, lässt sich leicht handhaben und verträgt intensive Betreuung, ist wegen seiner eingeschränkten Sicht aber auf seinen Halter angewiesen.

Der Jakobiner ist sanftmütig und von einer gewissen Würde im Auftreten. Er zählt zu den ruhigeren Rassetauben und zeigt selten die nervöse Schreckhaftigkeit lebhafterer Rassen. Diese Gelassenheit ist zum einen das Ergebnis der Zuchtauswahl für den Ausstellungskäfig, wo die Tiere ruhig stehen müssen, während sie bewertet werden, zum anderen eine Folge der Kappe, die das Sichtfeld einschränkt.

Menschen gegenüber ist der Jakobiner fügsam und verträgt das regelmäßige Anfassen gut, das die Federpflege der Rasse erfordert. Mit anderen Tauben kommt er in der Regel friedlich aus und streitet nicht um Platz oder Futter, weshalb er sich gut in eine ruhige Voliere mit ähnlich veranlagten Tieren einfügt. Da der Blick nach vorn versperrt ist, kann ihn eine plötzliche Bewegung erschrecken, die er nicht kommen sieht. Halter sollten sich deshalb ruhig nähern.

Für sportlichen Flug ist der Jakobiner nicht gebaut und hält sich meist in der Nähe von Sitzstangen und Futterstellen auf. Paare verbinden sich dauerhaft, und die Tiere sind zuverlässige, unauffällige Bewohner eines Schlags.

Eigenschaften im Vergleich (1 = niedrig, 5 = hoch)
EigenschaftBewertung
Anhänglichkeit3
Energie2
Lernfähigkeit2
Lautstärke2
Federverlust3

Pflege und Haltung

Der Jakobiner braucht einen geschützten Schlag, regelmäßige Federpflege und aufmerksame Betreuung, denn die Kappe versperrt die Sicht nach vorn und verschmutzt leicht.

Die tägliche Pflege des Jakobiners dreht sich vor allem darum, das Gefieder zu schützen und mit der eingeschränkten Sicht umzugehen. Die langen Kappenfedern nehmen leicht Schmutz und Kot auf, weshalb eine saubere, trockene Unterbringung und häufige Kontrolle zur festen Routine gehören.

Gefiederpflege

  • Kappe, Mähne, Kette und Rose regelmäßig auf Verschmutzung und Schäden prüfen
  • Zwei- bis dreimal pro Woche eine flache Badeschale anbieten, damit sich die Tiere das Gefieder selbst reinigen können
  • Bei vollständig verdeckter Sicht die Federn um die Augen stutzen oder scheiteln, wie es manche Züchter bei Zuchttieren tun
  • Nistbereiche und Sitzstangen sauber halten, damit die Federn nicht verfärben

Bewegung

  • Einen geschützten Schlag oder eine Voliere mit niedrigen, leicht erreichbaren Sitzstangen bereitstellen
  • Die Rasse nicht frei fliegen lassen, da die eingeschränkte Sicht sie Raubtieren und anderen Gefahren aussetzt
  • Innerhalb der Anlage Platz für kurze Flüge und zum Laufen einplanen

Umgebung

Der Jakobiner gehört in einen trockenen, zugfreien und raubtiersicheren Schlag oder eine entsprechende Voliere. Feuchte, schmutzige Bedingungen verträgt er schlecht, weil verschmutzte Kappenfedern verfilzen und Beschwerden verursachen können. Eine feste, geschützte Umgebung mit gleichbleibenden Futter- und Tränkestellen hilft dem Tier, sich trotz der eingeschränkten Sicht zurechtzufinden.

Fütterung und Ernährung

Der Jakobiner frisst eine übliche Körnermischung für Tauben mit Grit und frischem Wasser, angeboten an festen Stellen, damit er sie trotz Kappe zuverlässig findet.

Der Jakobiner gedeiht mit einer ausgewogenen Körner- und Sämereienmischung für Tauben. Eine übliche Ration kombiniert mehrere Getreidearten und Hülsenfrüchte wie Mais, Weizen, Sorghum und Erbsen mit kleinen Mengen Ölsaaten. Unlöslicher Grit sowie ein Mineral- oder Pickstein müssen ständig verfügbar sein, damit die Verdauung funktioniert und Zuchttäubinnen genug Kalk für die Schalenbildung erhalten. Sauberes, frisches Wasser sollte täglich in einem Trog stehen, den die Tauben erreichen, ohne die Kappenfedern hineinzutauchen.

Fütterung nach Lebensphase
LebensphaseMenge pro TagMahlzeiten
Erwachsene Tiere, ErhaltungEtwa 30 bis 35 g Körnermischung1 bis 2
ZuchtpaarRation erhöhen, dazu eiweißreiche Hülsenfrüchte2
Heranwachsende JungtaubeVon den Eltern mit Kropfmilch, später mit Körnern gefüttertDurch die Eltern bestimmt

Leckerbissen und Zusätze

Kleine Mengen unbedenklichen Grünfutters und gelegentlich ein paar Extrakörner ergänzen die Hauptmischung. Während der Zucht und der Mauser ist ein Vitamin- und Mineralstoffpräparat sinnvoll. Grit gehört das ganze Jahr über zur Grundausstattung. Leckerbissen sollten die Ausnahme bleiben, damit sie die ausgewogene Körnerration nicht verdrängen und den schlanken Körperbau des Tieres nicht durch Übergewicht belasten.

Gesundheit und Lebenserwartung

Jakobiner werden etwa 8 bis 12 Jahre alt und sind meist robust, doch die Kappenfedern verursachen Augen- und Pflegeprobleme, dazu kommen die üblichen Taubenkrankheiten.

Bei guter Haltung ist der Jakobiner eine recht robuste Taube mit einer typischen Lebenserwartung von 8 bis 12 Jahren. Die wichtigsten rassetypischen Probleme hängen mit der Kappe zusammen. Federn, die in die Augen wachsen, können Reizungen, Tränenflecken oder Augenentzündungen auslösen, und das lange Gefieder verschmutzt leicht und verfilzt bei mangelnder Hygiene. Darüber hinaus ist der Jakobiner denselben Krankheiten ausgesetzt wie andere Haustauben.

Häufige Erkrankungen
ErkrankungAnzeichenHinweis
Augenreizung oder -entzündungTränende oder verkrustete Augen, TränenfleckenHängt mit Federn zusammen, die die Augen berühren
Gelber Knopf (Trichomonose)Gelbliche Beläge im Rachen, SchluckbeschwerdenHäufige Erkrankung der Taube durch Einzeller
KokzidioseWeicher Kot, Gewichtsverlust, MattigkeitDarmparasit, verschlimmert sich in schmutzigen Schlägen
AtemwegsinfektionNasenausfluss, Niesen, erschwerte AtmungTritt häufig nach feuchter oder überbelegter Unterbringung auf
AußenparasitenUnruhe, Federschäden, Milben oder LäuseSchädigt das wertvolle Kappengefieder

Vorbeugung

  • Den Schlag sauber, trocken und gut belüftet halten
  • Augen und Kappenfedern regelmäßig kontrollieren und Verschmutzungen entfernen
  • Ganzjährig Grit, sauberes Wasser und eine ausgewogene Ernährung bereitstellen
  • Neue oder zurückkehrende Tauben vor dem Zusammenführen in Quarantäne halten
  • Parasitenbekämpfung und Entwurmung nach tierärztlichem Rat regelmäßig durchführen

Gewöhnung und Handling

Der Jakobiner ist kein Leistungsvogel. Training beschränkt sich auf behutsames Handling und Schaukonditionierung, damit er ruhig steht und die Pflege duldet.

Beim Jakobiner geht es beim Training um Gewöhnung, nicht um Leistung. Die Rasse wird weder für den Wettflug noch für Kunstflug eingesetzt, und die eingeschränkte Sicht schließt Freiflugarbeit ohnehin aus. Wichtig ist vielmehr, dass das Tier Handling, Federpflege und den Ausstellungskäfig ruhig hinnimmt. Eine Taube, die von klein auf regelmäßigen, sanften Kontakt gewöhnt ist, steht bei der Bewertung still und erträgt die Pflege, die ihr Gefieder verlangt.

Grundlagen

  1. Jungtauben nach dem Befiedern behutsam und häufig anfassen, damit sie Kontakt akzeptieren
  2. Den Ausstellungskäfig zu Hause einführen, damit die Taube lernt, auf engem Raum ruhig zu stehen
  3. Das Anheben, Prüfen und Ordnen von Kappe, Mähne und Rose üben, ohne das Tier zu stressen
  4. Futter und Wasser an festen Stellen belassen, damit die Taube die Anordnung trotz eingeschränkter Sicht lernt
  5. Ruhiges Verhalten mit sanftem Handling und einer gleichbleibenden Routine belohnen

Taubenschlag und Unterbringung

Der Jakobiner braucht einen trockenen, raubtiersicheren Schlag mit niedrigen Sitzstangen, festen Futterstellen und sauberen Flächen zum Schutz von Gefieder und Sicht.

Der Jakobiner ist eine Rasse für geschlossene Unterbringung. Da er nicht gefahrlos frei fliegen kann und sein Gefieder leicht verschmutzt, fühlt er sich in einem sauberen, geschützten Schlag oder einer überdachten Voliere am wohlsten. Der Raum sollte trocken und zugfrei sein, mit guter Lüftung, die aber keine direkte Zugluft auf die Tiere erzeugt. Niedrige Sitzstangen und ein leicht erreichbarer Boden kommen einer Taube entgegen, die sich eher nach Gewohnheit als nach Sicht orientiert.

Anforderungen an die Unterbringung
ParameterEmpfehlung
Art der UnterbringungÜberdachter Schlag oder raubtiersichere Voliere
SitzstangenNiedrig, breit, leicht erreichbar
BodenSaubere, trockene Einstreu, regelmäßig gewechselt
LüftungGuter Luftaustausch ohne direkte Zugluft
FutterstellenFeste Plätze, die das Tier aus Gewohnheit findet
NistplätzeGeschützte Nistkästen für Zuchtpaare

Checkliste für die Einrichtung

  • Die Anlage lückenlos gegen Katzen, Ratten und Greifvögel sichern
  • Niedrige Sitzstangen und Rampen statt hoher Simse anbieten
  • Futter, Wasser und Grit jeden Tag an denselben Stellen bereitstellen
  • Saubere, trockene Einstreu verwenden und häufig wechseln, um die Kappenfedern zu schonen
  • Eine flache Badeschale anbieten und nach dem Baden wieder entfernen
  • Geschützte, zugfreie Nistkästen für Zuchtpaare bereitstellen

Brut und Aufzucht

Jakobiner-Eier schlüpfen nach etwa 17 bis 19 Tagen und werden von beiden Eltern bebrütet. Die Jungen bekommen Kropfmilch, und die Kappe bildet sich beim Befiedern aus.

Meist dürfen Jakobiner ihre Jungen selbst ausbrüten und aufziehen. Die Täubin legt in der Regel zwei Eier pro Gelege, und beide Elternteile teilen sich das Brutgeschäft, das etwa 17 bis 19 Tage dauert. Nach dem Schlupf füttern die Eltern die Jungen zunächst einige Tage mit Kropfmilch, bevor nach und nach Körner hinzukommen. Weil die üppige Kappenbefiederung ausgewachsener Jakobiner die Fütterung der Küken erschweren kann, setzen manche Züchter schlichtere Ammentauben wie Brieftauben ein, um Jakobiner-Jungtiere zuverlässig aufzuziehen.

Brutbedingungen
ParameterWert
TemperaturEtwa 37,5 °C im Brutapparat
LuftfeuchteEtwa 55 bis 60 Prozent, gegen Ende des Schlupfs erhöht
DauerEtwa 17 bis 19 Tage
WendenMehrmals täglich bis kurz vor dem Schlupf, sofern im Brutapparat bebrütet

Ablauf von Brut und Schlupf

  1. Das Paar das Gelege, meist zwei Eier, legen und annehmen lassen
  2. Beide Eltern das Brüten teilen lassen oder die Eier bei Bedarf Ammentauben unterlegen
  3. Nistkästen während der Brutzeit sauber, trocken und ungestört halten
  4. Den Schlupf nach etwa 17 bis 19 Tagen erwarten
  5. Sicherstellen, dass Eltern oder Ammen in den ersten Tagen Kropfmilch füttern
  6. Beim Befiedern der Jungtauben beobachten, ob sich die Kappe gleichmäßig ausbildet

Häufige Fragen zum Jakobiner

Antworten auf häufige Fragen zu Größe, Wesen, Pflegeaufwand, Lebenserwartung, Eignung und Bezugsquellen des Jakobiners.

Wie groß wird ein Jakobiner?

Der Jakobiner ist eine mittelgroße Taube und wiegt meist etwa 280 bis 340 Gramm. Durch seinen aufrechten Stand und die große Federkappe um den Kopf wirkt er größer, als sein Gewicht vermuten lässt.

Wie ist das Wesen des Jakobiners?

Er ist ruhig, sanft und gutmütig. Die Rasse lässt sich ohne Aufregung anfassen und kommt mit anderen Tauben friedlich aus. Das liegt zum einen an der Zuchtauswahl für die Ausstellung, zum anderen an der sichteinschränkenden Kappe, die ein gelassenes Tier begünstigt.

Ist der Jakobiner schwierig zu halten?

Er ist anspruchsvoller als eine gewöhnliche Taube. Die Kappe versperrt die Sicht nach vorn und verschmutzt leicht, weshalb die Rasse einen geschützten Schlag, feste Futterstellen und regelmäßige Federpflege braucht. Erfahrene Halter kommen damit besser zurecht als Einsteiger.

Wie alt werden Jakobiner?

Bei guter Unterbringung und Pflege wird ein Jakobiner in der Regel 8 bis 12 Jahre alt.

Ist der Jakobiner für Einsteiger geeignet?

Als erste Taube eignet er sich schlecht. Die eingeschränkte Sicht, das pflegeintensive Gefieder und der Bedarf an einer sicheren, geschlossenen Unterbringung sprechen eher für erfahrene Liebhaber, die sich um Details kümmern wollen, als für Einsteiger.

Können Jakobiner frei fliegen?

Nein. Die Kappe versperrt der Taube die Sicht nach vorn, sodass sie Raubtieren oder Hindernissen nicht ausweichen kann. Jakobiner gehören jederzeit in einen sicheren Schlag oder eine Voliere.

Wo bekomme ich einen Jakobiner?

Jakobiner gibt es bei Rassetaubenzüchtern und bei Sondervereinen, die sich auf Ausstellungstauben spezialisiert haben. Sie sind Ausstellungstiere und keine gewöhnlichen Haustiere, weshalb der Bezug über einen spezialisierten Züchter der übliche Weg ist.