Paso Fino
Der Paso Fino ist eine temperamentvolle, von Natur aus gangstarke Rasse, bewundert für seinen rhythmischen Viertaktschritt und sein lebhaftes und zugleich williges Wesen.
- Size
- Mittel
- Lifespan
- 25–30 years
- Origin
- Peru
- Temperament
- Temperamentvoll
- Standard colors
- Schwarz, Grau und Mausfalbe and 4 more
Characteristics
Paso Fino colors and patterns
What each club's breed standard says about every Paso Fino color and pattern. Point at a ruling to see the club's own wording.
Breed standards describe the Paso Fino in Schwarz, Grau, Mausfalbe, Brauner, Fuchs, Palomino und Braunisabell.
| Color or pattern | PFHA |
|---|---|
| Schwarz | Standardgemäß (“Every equine color”) |
| Grau | Standardgemäß (“Every equine color”) |
| Mausfalbe | Standardgemäß (“Every equine color”) |
| Brauner | Standardgemäß (“Every equine color”) |
| Fuchs | Standardgemäß (“Every equine color”) |
| Palomino | Standardgemäß (“Every equine color”) |
| Braunisabell | Standardgemäß (“Every equine color”) |
| Patterns | |
| Stichelschimmel | No ruling |
| Pinto | No ruling |
| Smutty | No ruling |
| Braun- oder Fuchsschecke | No ruling |
| Color or pattern | PFHA |
|---|---|
| Bernsteinfarben | Standardgemäß (“the color of the horse's eyes will not be a consideration”) |
What the rulings mean
- Standardgemäß
- Described by the club's breed standard.
Color changes
How a Paso Fino's colors can change over its life.
Schwarzchanges toGrau
Fell · Fortschreitend
Braunerchanges toGrau
Fell · Fortschreitend
Fuchschanges toGrau
Fell · Fortschreitend
Palominochanges toGrau
Fell · Fortschreitend
Braunisabellchanges toGrau
Fell · Fortschreitend
Mausfalbechanges toGrau
Fell · Fortschreitend
Grauchanges toWeiß
Fell · Fortschreitend · by 416 weeks
Fuchschanges toRosagrau
Fell · Fortschreitend
Braunerchanges toRosagrau
Fell · Fortschreitend
Grauchanges toGeapfelt
Fell · Fortschreitend
Grauchanges toFliegenschimmel
Fell · Fortschreitend
Grauchanges toSchwarz
Fell · Mit dem Alter
Schwarzchanges toBraun
Fell · In der Sonne · can change back
Sources
Each ruling comes from the club's published breed standard or color list.
Der Paso Fino im Überblick
Der Paso Fino ist ein mittelgroßes Gangpferd mit einem sanften, gleichmäßigen Viertakt-Schritt und einem lebhaften, aber kooperativen Wesen. Er wird meist 25 bis 30 Jahre alt.
Der Paso Fino ist ein Reitpferd, das vor allem wegen seines natürlichen Gangs geschätzt wird. Statt des Trabs, den die meisten Reitpferderassen zeigen, bewegt er sich in einem gleichmäßigen, lateralen Viertakt, der im Sattel kaum ein Auf und Ab erzeugt. Jeder Huf setzt einzeln und in regelmäßigem Abstand auf, sodass der Reiter eher eine gleichmäßige Vibration spürt als die typische Trabbewegung. Dieser Gang ist angeboren und muss dem Pferd nicht antrainiert werden.
In der Größe liegt die Rasse im mittleren Bereich, die meisten Tiere messen etwa 132 bis 157 Zentimeter Stockmaß. Der Körperbau ist kompakt und ausgewogen, nicht auf Höhe angelegt. Trotz der bescheidenen Größe bewegt sich der Paso Fino auffallend animiert und wirkt unter dem Sattel präsent.
Das Wesen gehört zu den prägenden Merkmalen der Rasse. Halter beschreiben diese Pferde als freundlich und gutmütig, gleichzeitig aber temperamentvoll, athletisch und energiegeladen. Diese Mischung wird oft mit dem Begriff Brio zusammengefasst: eine willige, vorwärtsdrängende Haltung, die unter Kontrolle bleibt und nicht mit Nervosität zu verwechseln ist. Ein gut geführter Paso Fino ist wach und arbeitsbereit, bleibt dabei aber feinfühlig auf einen ruhigen Reiter abgestimmt.
| Merkmal | Details |
|---|---|
| Herkunft | Peru |
| Größe | Mittelgroß (etwa 132 bis 157 cm Stockmaß) |
| Lebenserwartung | 25 bis 30 Jahre |
| Gruppe / Einsatzbereich | Gangpferd für Freizeit- und Wanderritte |
| Geeignet für | Erwachsene und erfahrene Reiter; Gelände- und Turniereinsatz |
Für wen geeignet
Der Paso Fino passt zu Reitern, die viele Stunden im Sattel verbringen möchten, ohne die Erschütterungen eines Trabs in Kauf zu nehmen. Das macht ihn beliebt für Wanderritte, ausdauernde Freizeitarbeit und für Reiter mit Rücken- oder Gelenkproblemen. Das temperamentvolle Wesen der Rasse spricht eher erfahrene Reiter an als völlige Anfänger. Wer ein vorwärtsgehendes, animiertes Pferd mag und konsequent im Training bleibt, kommt mit dieser Rasse meist am besten zurecht.
Geschichte und Herkunft
Der Paso Fino stammt von iberischen Pferden ab, die während der spanischen Kolonialzeit nach Amerika gelangten; die Rasse entwickelte sich in Südamerika und wurde auf ihren sanften Reitgang hin verfeinert.
Die Wurzeln des Paso Fino reichen zurück zu Pferden, die Spanier ab dem späten fünfzehnten und im sechzehnten Jahrhundert nach Amerika brachten. Grundlage waren Tiere iberischer Abstammung, darunter Pferde mit dem sanften Passgang, der auf der Iberischen Halbinsel seit langem geschätzt wurde. Als sich diese Pferde über die spanischen Kolonialgebiete verbreiteten, entstanden regionale Populationen, die weitgehend voneinander getrennt heranwuchsen.
In Südamerika selektierten Züchter gezielt auf den natürlichen lateralen Gang und auf die Ausdauer, die für lange Strecken über raues Gelände nötig war. Pferde, die sich unter dem Reiter geschmeidig bewegten, waren für Besitzer, die ganze Tage im Sattel bei der Kontrolle von Land und Vieh verbrachten, besonders wertvoll, weshalb dieser Gang über Generationen hinweg bevorzugt wurde.
Mit der Zeit entwickelte die Rasse ihren charakteristischen rhythmischen Viertakt und ihren kompakten, animierten Körperbau. Der Name Paso Fino bezieht sich auf den Gang selbst, einen feinen oder verfeinerten Schritt, und die langsame, gesammelte Form dieses Gangs wurde zum Mittelpunkt der Zuchtbewertung.
Im zwanzigsten Jahrhundert fand der Paso Fino auch außerhalb seiner Ursprungsregion Anhänger, und organisierte Zucht sowie Ausstellungen bildeten sich heraus. Heute wird die Rasse für Freizeitreiten, Wanderritte und Gangpferdeturniere gehalten, bei denen Qualität und Takt des Gangs direkt bewertet werden.
Erscheinungsbild
Der Paso Fino ist ein kompaktes, mittelgroßes Pferd mit edlem Kopf, aufgewölbtem Hals und vollem Langhaar, das etwa 132 bis 157 Zentimeter Stockmaß erreicht.
Der Paso Fino besitzt einen ausgewogenen, kompakten Rahmen, der auf einen animierten Bewegungsablauf ausgelegt ist und nicht auf große Höhe. Der Kopf wirkt edel, mit gerader oder leicht konkaver Nasenlinie, ausdrucksstarken Augen und kleinen bis mittelgroßen Ohren. Ein anmutig aufgewölbter Hals setzt in deutlich ausgeprägten Widerrist an, der Rücken ist eher kurz und kräftig. Die Beine sind sauber und gesund, und die Rasse ist für ihre dichten, harten Hufe bekannt. Mähne, Schweif und Stirnhaar sind meist lang und voll ausgeprägt.
| Merkmal | Typischer Bereich oder Beschreibung |
|---|---|
| Stockmaß | Etwa 132 bis 157 cm |
| Gewicht | Etwa 320 bis 450 kg |
| Fell | Kurz und fein; langes, volles Langhaar |
| Farben | Nahezu alle Pferdefarben, darunter Braun, Fuchs, Rappe, Schimmel, Palomino, Scheckung und Rotschimmel |
| Augen | Dunkel, groß und ausdrucksstark |
Fellfarben
Der Paso Fino kommt in nahezu allen Pferdefarben vor. Einfarbige Varianten wie Braun, Fuchs, Rappe und Schimmel sind verbreitet, daneben treten auch Palomino, Isabell, Scheckung und Rotschimmel auf. Keine einzelne Farbe ist typisch für die Rasse, und die Farbe hat keinen Einfluss auf die Qualität des Gangs. Das Fell selbst ist am Körper kurz und fein, was im Kontrast zu der kräftigen Mähne und dem vollen Schweif steht, die viele Tiere tragen.
Wesen
Der Paso Fino ist freundlich und gutmütig, zugleich temperamentvoll und energiegeladen. Züchter nennen diese vorwärtsdrängende Haltung Brio, die unter einem ruhigen Reiter kontrolliert bleibt.
Der Paso Fino verbindet ein williges Wesen mit hoher Energie. Vertrauten Menschen gegenüber ist die Rasse freundlich und gutmütig, viele Tiere gelten als anhänglich und menschenbezogen. Gleichzeitig sind diese Pferde temperamentvoll und athletisch, mit einer vorwärtsdrängenden, eifrigen Haltung, die Züchter als Brio bezeichnen. Dieses Merkmal zeigt sich als Ausstrahlung und Präsenz, nicht als Angst oder Schreckhaftigkeit, und ein gut geführtes Pferd behält diese Energie unter Kontrolle.
Bei Familie und regelmäßigen Betreuern zeigt sich der Paso Fino meist aufmerksam und vertrauensvoll. Fremden gegenüber ist er in der Regel wachsam, aber nicht aggressiv, wobei ein gleichbleibender Umgang die Gewöhnung erleichtert. Unter anderen Pferden verhält sich die Rasse überwiegend sozial und findet sich ohne größere Auseinandersetzungen in eine Herde ein. Da das temperamentvolle Wesen bei Langeweile oder zu wenig Beschäftigung stärker durchkommen kann, halten regelmäßiges Training und ein klarer Tagesablauf das Wesen im Gleichgewicht.
| Merkmal | Bewertung |
|---|---|
| Anhänglichkeit | 4 |
| Energie | 4 |
| Trainierbarkeit | 4 |
| Lautstärke | 2 |
| Fellwechsel | 3 |
Pflege
Der Paso Fino braucht regelmäßige Fellpflege, täglichen Auslauf und Bewegung, um seine Energie zu kanalisieren, sowie eine übliche Unterbringung mit besonderer Aufmerksamkeit für seine harten Hufe.
Fellpflege
- Bürste den Körper mehrmals wöchentlich, während des starken Fellwechsels im Frühjahr und Herbst täglich.
- Kämme und entwirre die lange Mähne und den Schweif, um Knoten und Haarbruch zu vermeiden.
- Kratze die Hufe täglich sowie vor und nach dem Reiten aus.
- Bade das Pferd bei Bedarf und halte das Fell unter dem Sattelzeug sauber, um Scheuerstellen zu vermeiden.
- Plane Hufschmiedtermine alle 6 bis 8 Wochen ein; die dichten Hufe halten oft gut, brauchen aber trotzdem regelmäßigen Beschlag oder Schnitt.
Bewegung
- Biete täglichen Auslauf auf Paddock oder Weide für freie Bewegung.
- Reite oder arbeite das Pferd regelmäßig, um seine Energie zu kanalisieren und die Kondition zu erhalten.
- Wechsle zwischen Ausritten und gezielter Gangarbeit, um den wachen Verstand zu beschäftigen.
- Steigere die Distanz schrittweise; der sanfte Gang eignet sich hervorragend für lange Freizeitritte, sobald das Pferd konditionsstark ist.
Umgebung
Der Paso Fino kommt mit üblicher Pferdehaltung gut zurecht: ein trockener Unterstand oder eine Box, saubere Einstreu und eine sichere Umzäunung des Auslaufs. Die Rasse verträgt unterschiedliche Klimazonen, braucht bei Hitze aber Schatten und Wasser und bei kaltem, nassem Wetter einen Windschutz oder eine Decke. Der Kontakt zu anderen Pferden unterstützt ihr geselliges Wesen.
Fütterung
Der Paso Fino gedeiht mit einer raufutterbasierten Fütterung aus gutem Heu oder Weidegras, Kraftfutter nur passend zum Arbeitspensum, und ständigem Zugang zu sauberem Wasser.
Der Paso Fino ist, wie alle Pferde, ein Weidetier, dessen Ration sich um Raufutter aufbauen sollte. Gutes Weidegras oder Heu, gefüttert mit etwa 1,5 bis 2 Prozent des Körpergewichts pro Tag, deckt die meisten Bedürfnisse der Rasse. Da der Paso Fino ein kompaktes, futtereffizientes Pferd ist, kann er bei reichhaltiger Fütterung schnell zunehmen. Deshalb sollte der Ernährungszustand beobachtet und die Ration angepasst statt einfach erhöht werden. Kraftfutter oder Getreide kommen nur hinzu, wenn Arbeitspensum, Wachstum oder Zucht zusätzliche Energie erfordern. Sauberes Wasser sowie Zugang zu Salz oder einem Mineralleckstein sollten jederzeit verfügbar sein.
| Lebensphase | Menge pro Tag | Mahlzeiten |
|---|---|---|
| Fohlen / im Wachstum | Raufutter plus ausgewogenes Aufzuchtfutter nach Bedarf | 3 bis 4 |
| Erwachsen, leichte Arbeit | Raufutter, etwa 1,5 bis 2 % des Körpergewichts | 2 |
| Erwachsen, schwere Arbeit | Raufutter plus zusätzliches Kraftfutter je nach Energiebedarf | 2 bis 3 |
| Senior (20+) | Weiches, leicht kaubares Raufutter; bei Bedarf Seniorfutter | 2 bis 3 |
Leckerlis und Ergänzungsfutter
Kleine Mengen Karotte oder Apfel eignen sich als unbedenkliche Leckerlis. Ein ausgewogenes Vitamin- und Mineralstoffpräparat kann sinnvoll sein, wenn das Raufutter bestimmte Nährstoffe nicht ausreichend liefert. Führe jede Umstellung schrittweise ein und sprich bei einem Pferd mit solider Raufutterversorgung vor der Gabe von Ergänzungsfutter mit einem Tierarzt oder einer Pferdeernährungsberatung.
Gesundheit
Der Paso Fino gilt als robust und langlebig, oft 25 bis 30 Jahre alt; kein einzelnes Leiden dominiert die Rasse, und übliche Pferdepflege deckt die meisten Risiken ab.
Der Paso Fino gilt als robuste, gesunde Rasse und wird bei guter Haltung häufig 25 bis 30 Jahre alt. Er ist nicht stark an eine bestimmte Erbkrankheit gebunden, weshalb die wichtigsten gesundheitlichen Themen die allgemeinen Risiken von Reitpferden sind: Koliken, Hufprobleme und die Stoffwechselstörungen, die bei Überfütterung eines effizienten Pferdes auftreten können. Solide Haltung, gleichmäßige Fütterung und regelmäßige tierärztliche sowie hufschmiedliche Betreuung beugen den meisten Problemen vor.
| Erkrankung | Anzeichen | Hinweis |
|---|---|---|
| Kolik | Scharren, Wälzen, Blick zur Flanke, Fressunlust | Ein Notfall; sofort den Tierarzt rufen |
| Hufrehe | Lahmheit, Wärme in den Hufen, Bewegungsunlust | Steht mit reichhaltiger Fütterung in Zusammenhang; Ration anpassen |
| Equines metabolisches Syndrom | Leichte Gewichtszunahme, Fettpolster, Rehe-Risiko | Kalorienzufuhr kontrollieren und Pferd aktiv halten |
| Zahnprobleme | Futter fallen lassen, Gewichtsverlust, Kopfschiefhaltung beim Fressen | Jährliche Zahnkontrollen helfen, bei Senioren häufiger |
| Hufrisse oder Strahlfäule | Risse, übelriechender Strahl, Lahmheit | Tägliches Auskratzen und regelmäßige Hufschmiedpflege senken das Risiko |
Vorsorge
- Plane jährliche tierärztliche Untersuchungen und halte die für die Region empfohlenen Impfungen aktuell.
- Folge einem Entwurmungsprogramm, das sich an Kotproben orientiert.
- Vereinbare Hufschmiedtermine alle 6 bis 8 Wochen.
- Lass die Zähne mindestens einmal jährlich kontrollieren.
- Beobachte den Ernährungszustand, um eine Gewichtszunahme frühzeitig zu erkennen.
Ausbildung
Der Paso Fino ist klug und willig; da sein Gang angeboren ist, konzentriert sich die Ausbildung auf Umgänglichkeit, Reaktionsfreude und die Verfeinerung des Gangs statt auf dessen Erlernen.
Der Paso Fino ist klug und lernt schnell, sein vorwärtsdrängendes, williges Wesen macht ihn bei konsequentem Umgang kooperativ. Da der Viertakt-Gang angeboren ist, geht es in der Ausbildung weniger darum, die Bewegung zu erzeugen, als vielmehr darum, Balance, Versammlung und Gehorsam zu entwickeln, damit das Pferd den Gang ruhig auf Signal anbietet. Das temperamentvolle Wesen reagiert gut auf einen selbstsicheren, geduldigen Ausbilder und kann bei hartem oder unstetem Vorgehen ängstlich werden, weshalb gleichbleibende Routinen am besten funktionieren.
Grundlagen
- Beginne mit Bodenarbeit: Führen, Stehen und das Akzeptieren von Berührung am ganzen Körper.
- Führe Sattelzeug und Aufsitzen in ruhigen, kurzen Einheiten ein.
- Etabliere die Hilfen für Vorwärts, Halt und Wendung, bevor du versammelten Gang verlangst.
- Entwickle den natürlichen Gang schrittweise und belohne einen gleichmäßigen Takt eher als Tempo.
- Bringe Abwechslung durch Ausritte und Bahnarbeit, um das Pferd geistig zu beschäftigen.
Zucht
Paso-Fino-Stuten tragen ihr Fohlen etwa 11 Monate und bringen meist ein einzelnes Fohlen zur Welt, das den natürlichen Gang erbt und mehrere Monate bei der Mutterstute bleibt.
Die Zucht des Paso Fino folgt dem Muster, das bei leichten Pferderassen üblich ist. Stuten und Hengste erreichen die Geschlechtsreife mit etwa 18 Monaten, Züchter warten jedoch meist, bis die Tiere körperlich ausgewachsen sind, in der Regel ab etwa 3 Jahren, bevor sie zur Zucht eingesetzt werden. Die Bedeckung richtet sich nach dem saisonalen Zyklus der Stute und findet meist im Frühjahr und Sommer statt.
Die Tragzeit dauert etwa 11 Monate, und Stuten bringen fast immer ein einzelnes Fohlen zur Welt; Zwillinge sind selten und mit erhöhtem Risiko verbunden. Das Fohlen kann innerhalb weniger Stunden nach der Geburt stehen und saugen und zeigt den natürlichen lateralen Gang meist schon früh im Leben. Fohlen werden in der Regel mit etwa 4 bis 6 Monaten abgesetzt, danach werden die Jungtiere betreut und schrittweise auf die spätere Ausbildung vorbereitet. Die Auswahl nach solidem Exterieur, willigem Wesen und einem sauberen, gleichmäßigen Gang steht im Mittelpunkt einer verantwortungsvollen Paso-Fino-Zucht.
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Geschlechtsreife | Etwa 18 Monate |
| Übliches Zuchtalter | Ab 3 Jahren |
| Zuchtsaison | Frühjahr bis Sommer |
| Tragzeit | Etwa 11 Monate (320 bis 370 Tage) |
| Wurfgröße | Meist 1 Fohlen |
| Absetzalter | Etwa 4 bis 6 Monate |
Häufig gestellte Fragen
Häufige Fragen zum Paso Fino betreffen Größe, Wesen, Pflegebedarf, Lebenserwartung, Eignung für Reiter und Verfügbarkeit.
Wie groß wird ein Paso Fino?
Der Paso Fino ist ein mittelgroßes Pferd und misst meist etwa 132 bis 157 Zentimeter Stockmaß bei einem Gewicht von etwa 320 bis 450 Kilogramm. Der Körperbau ist eher kompakt als hochbeinig.
Wie ist das Wesen des Paso Fino?
Er ist freundlich und gutmütig, gleichzeitig aber temperamentvoll, athletisch und energiegeladen. Züchter nennen die vorwärtsdrängende, willige Haltung Brio, und ein gut geführtes Pferd behält diese Energie unter Kontrolle.
Ist der Paso Fino aufwendig in der Pflege?
Der Pflegebedarf entspricht dem eines typischen Reitpferds: raufutterbasierte Fütterung, täglicher Auslauf, regelmäßige Bewegung, laufende Fellpflege und Hufschmiedtermine alle 6 bis 8 Wochen. Das energiegeladene Wesen kommt am besten mit einem gleichbleibenden Umgang zurecht.
Wie alt wird ein Paso Fino?
Bei guter Haltung wird ein Paso Fino häufig 25 bis 30 Jahre alt. Er gilt als robuste, langlebige Rasse.
Ist der Paso Fino für Anfänger geeignet?
Sein sanfter Gang macht das Reiten angenehm, doch das temperamentvolle Wesen passt eher zu selbstsicheren oder erfahrenen Reitern als zu völligen Anfängern. Ein ruhiges, gut ausgebildetes Tier in Kombination mit Reitunterricht kann jedoch auch für einen angehenden Reiter funktionieren.
Was macht den Gang des Paso Fino besonders?
Die Rasse bewegt sich in einem natürlichen, gleichmäßigen Viertakt, der von Geburt an vorhanden ist. Er erzeugt kaum ein Auf und Ab, sodass der Reiter auch über lange Strecken bequem sitzt, ohne die Bewegung eines Trabs auszugleichen.
Sind Paso Finos leicht zu finden?
Die Rasse ist mit aktiven Züchtern etabliert, besonders auf dem amerikanischen Kontinent. Die Verfügbarkeit unterscheidet sich je nach Region, weshalb Interessenten mitunter über ihre unmittelbare Umgebung hinaus nach Tieren mit guter Qualität suchen müssen.