United Pet Club
Ziege

Alpine

Die Alpine ist eine robuste, freundliche Schweizer Milchziege, geschätzt für ihre Anpassungsfähigkeit und ihre reichliche, hochwertige Milchleistung.

Size
Groß
Lifespan
12–18 years
Origin
Schweiz
Temperament
Freundlich
Standard colors
Schwarz, Grau und Braun and 2 more
Key Traits
FreundlichNeugierigAufmerksamAktiv

Characteristics

Energy Level5
Trainability3
Good With Kids3
Good With Pets5
Grooming Needs4

Alpine colors and patterns

What each club's breed standard says about every Alpine color and pattern. Point at a ruling to see the club's own wording.

Breed standards describe the Alpine in Schwarz, Grau, Braun, Lohfarben und Creme. Standard patterns: Gescheckt, Scheckenzeichnung, Gämsfarbig, Weißhals, Hellhals, Sundgau, Schwarzhals und Zweitönig gämsfarbig.

Fell: rulings by club
Color or patternADGAAGS
SchwarzStandardgemäß (“black”)Standardgemäß (“black”)
GrauStandardgemäß (“gray”)Standardgemäß (“any color pattern”)
BraunStandardgemäß (“brown or bay (chamoisee)”)Standardgemäß (“any shade or mixture of brown (chamoisée)”)
LohfarbenStandardgemäß (“tan / saffron”)Standardgemäß (“any color pattern”)
CremeStandardgemäß (“off-white”)No ruling
WeißFehler (“all-white”)Fehler (“pure white / all white color”)
Patterns
GeschecktStandardgemäß (“Pied”)Standardgemäß (“pied”)
ScheckenzeichnungStandardgemäß (“Broken”)Standardgemäß (“broken”)
GämsfarbigStandardgemäß (“Chamoisee / chamoise (male)”)Standardgemäß (“chamoisée”)
WeißhalsStandardgemäß (“Cou Blanc”)Standardgemäß (“cou blanc”)
HellhalsStandardgemäß (“Cou Clair”)Standardgemäß (“cou Clair”)
SundgauStandardgemäß (“Sundgau”)Standardgemäß (“sundgau”)
SchwarzhalsStandardgemäß (“Cou Noir”)Standardgemäß (“cou noir”)
Zweitönig gämsfarbigStandardgemäß (“Two-Tone Chamoisee”)Standardgemäß (“two-tone chamoisée”)
Schweizer AbzeichenFehler (“Toggenburg color and markings”)Fehler (“true / standard Toggenburg color and markings”)

What the rulings mean

Standardgemäß
Described by the club's breed standard.
Fehler
Named by the club's breed standard as a fault: the animal can be shown but is penalized.

Sources

Each ruling comes from the club's published breed standard or color list.

Die Alpine-Ziege im Überblick

Die Alpine ist eine große, robuste Milchziegenrasse aus der Schweiz, bekannt für ihr freundliches Wesen und eine hohe Leistung an qualitativ hochwertiger Milch.

Die Alpine ist eine große Milchziegenrasse, die ihren Ursprung in den französischen und Schweizer Alpen hat. Sie zählt zu den leistungsfähigsten Milchziegenrassen und kommt mit ganz unterschiedlichen Klimazonen zurecht, weshalb sie sowohl auf kleinen Hobbyhöfen als auch in gewerblichen Ziegenmilchbetrieben gehalten wird.

Alpine-Ziegen wirken aufrecht und wachsam, haben stehende Ohren und ein gerades oder leicht konkaves Profil. Ausgewachsene Tiere sind hochbeinig und setzen kaum Körperfett an, denn der Großteil der Futterenergie fließt in die Milchbildung statt in den Fleischansatz. Eine gesunde Ziege in voller Laktation gibt üblicherweise mehrere Liter Milch am Tag, mit einem mittleren Fettgehalt, der sich gut zur Käseherstellung eignet.

Die Rasse zeigt viele Farbschläge, die im Herdbuch jeweils einen eigenen Namen tragen. Vom Wesen her gelten Alpine-Ziegen als freundlich und neugierig, und sie sind ihren Haltern gegenüber meist aufgeschlossen und aktiv.

Steckbrief der Alpine-Ziege
MerkmalDetail
HerkunftSchweiz (Alpenregion)
GrößeGroß
Lebenserwartung12 bis 18 Jahre
Gruppe / RolleMilchziege
Gut geeignet fürFamilien, andere Ziegen, erfahrene Ersthalter

Für wen sich die Alpine eignet

Die Alpine passt zu Haltern, die konstant große Milchmengen erwarten und der Ziege dafür Platz, Gesellschaft und tägliche Zuwendung bieten können. Sie ist aktiv und neugierig, daher braucht sie einen sicher eingezäunten Auslauf mit ausreichend Bewegungsfreiheit. Da Alpine-Ziegen Herdentiere sind, sollten mindestens zwei von ihnen zusammengehalten werden. Die Rasse eignet sich für Hobbyhöfe, kleine Ziegenmilchbetriebe und Familien, die sich auf das Melken zweimal täglich während der Laktation einlassen können.

Geschichte und Herkunft der Alpine-Ziege

Die Alpine geht auf Ziegen der französischen und Schweizer Alpen zurück und wurde zu einer standardisierten Milchziegenrasse, die Anfang des 20. Jahrhunderts auch in die USA gelangte.

Die Wurzeln der Alpine liegen bei robusten Ziegen, die seit Jahrhunderten in den Berggebieten der Alpen gehalten wurden, vor allem in der Schweiz und dem angrenzenden Frankreich. Diese Tiere mussten kalte Winter, steiles Gelände und wechselndes Futterangebot überstehen und gleichzeitig Milch für die Bergbevölkerung liefern.

Mit der Zeit wählten die Züchter die leistungsfähigsten und einheitlichsten Tiere aus, sodass sich eigenständige Schläge herausbildeten. Vor allem die französische Alpine wurde gezielt auf Milchleistung gezüchtet, wobei eine große Bandbreite an Farbschlägen zugelassen blieb, statt sich auf eine einzige Fellfarbe festzulegen.

Zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts kamen Alpine-Ziegen in die Vereinigten Staaten, unter anderem eine bekannte Gruppe französischer Alpine im Jahr 1922. Auf der Grundlage dieser Gründertiere etablierten amerikanische Züchter die Rasse in Nordamerika, wo sie inzwischen von den großen Zuchtverbänden als eine der Standard-Milchziegenrassen anerkannt ist.

Heute wird die Alpine in vielen Ländern für die gewerbliche und private Milcherzeugung gehalten. Ihr guter Ruf beruht auf einer gleichmäßig hohen Milchleistung, einer langen produktiven Laktation und der Fähigkeit, auch in Klimazonen gut zurechtzukommen, die sich stark von ihrer bergigen Heimat unterscheiden.

Aussehen und Rassestandard der Alpine-Ziege

Die Alpine ist eine hochbeinige, schlanke Milchziege mit stehenden Ohren, geradem Profil und kurzem Fell in vielen anerkannten Farbschlägen.

Die Alpine hat den kantigen, edlen Körperbau, der für eine Milchziege typisch ist. Der Rumpf ist lang und schlank, mit einem tiefen, weiten Bauch, einer geraden Rückenlinie und, bei den Ziegen, einem gut angesetzten Euter. Der Hals ist recht lang, die Ohren stehen aufrecht und zeigen nach vorne, das Profil ist gerade oder leicht konkav. Eine konvexe, gewölbte Nasenlinie (Ramsnase) gilt bei dieser Rasse als Fehler.

Alpine-Ziegen sind von Natur aus behornt, auf gut geführten Betrieben werden die Zicklein jedoch meist enthornt. Es kommen sowohl hornlose als auch behornte Tiere vor.

Rassestandard der Alpine
MerkmalStandard
WiderristhöheZiegen etwa 76 cm (30 Zoll); Böcke etwa 81 bis 90 cm (32 bis 36 Zoll)
GewichtZiegen ab etwa 61 kg (135 lb); Böcke ab etwa 77 kg (170 lb)
FellKurz bis mittellang, fein; entlang Rücken und Oberschenkel etwas länger
FarbschlägeViele Muster: Cou Blanc, Cou Clair, Cou Noir, Chamoisée, Sundgau, Two-Tone Chamoisée, Pied und weitere gescheckte Muster
AugenWaagerecht geschlitzte Pupillen, meist bernsteinfarben bis braun

Fell und Farbschläge

Die Alpine zeichnet sich durch ihre vielen Farbschläge aus, die im Herdbuch jeweils einen eigenen Namen tragen. Zu den häufigsten zählen Cou Blanc (weißer Vorderkörper, schwarze Hinterhand), Cou Noir (schwarzer Vorderkörper, weiße Hinterhand), Chamoisée (braun oder rehfarben mit schwarzer Zeichnung), Sundgau (schwarz mit weißen Gesichtsstreifen und hellem Bauch) sowie Pied (gefleckt oder gescheckt). Einfarbig weiße Tiere und die reine Toggenburger Farbzeichnung sind nicht zugelassen. Das Fell liegt kurz und eng am Körper an, mit etwas längerem Haar entlang des Rückens und an den Hinterbeinen.

Wesen und Verhalten der Alpine-Ziege

Die Alpine ist freundlich, neugierig und aktiv, baut eine enge Bindung zu ihren Haltern auf und braucht Gesellschaft, geistige Beschäftigung und einen sicheren Zaun.

Alpine-Ziegen sind freundlich und stark auf den Menschen bezogen. Sie sind neugierig und untersuchen gerne neue Gegenstände, Tore und Futterbehälter, was sie einerseits unterhaltsam macht, andererseits aber auch dazu neigen lässt, durch schwache Zäune zu entkommen. Gegenüber der Familie sind sie meist sanft und geduldig, sobald sie ihre Halter kennen, und sie laufen ihren Bezugspersonen häufig über die Weide hinterher.

Fremden gegenüber verhält sich eine Alpine eher aufmerksam als ängstlich und taut bei ruhigem Umgang und ein paar Leckerlis schnell auf. Als Herdentiere bilden sie eine klare Rangordnung und können am Futtertrog durchsetzungsfähig auftreten. Eine einzeln gehaltene Ziege wird deshalb häufig gestresst und lautstark.

Mit anderen Ziegen, Schafen und weiteren Hoftieren kommen sie in der Regel gut zurecht, sofern die Eingewöhnung schrittweise erfolgt. Böcke in der Brunftzeit riechen deutlich strenger und treten aufdringlicher auf, weshalb sie eine eigene, sichere Unterbringung brauchen. Alpine-Ziegen sind mäßig lautstark und melden sich zur Fütterungszeit oder wenn sie von der Herde getrennt werden, sind aber keine Dauerschreier.

Wesensmerkmale der Alpine (1 = niedrig, 5 = hoch)
MerkmalBewertung
Zuneigung4
Energie4
Lernfähigkeit4
Lautstärke3
Fellwechsel2

Haltung und Pflege der Alpine-Ziege

Die Alpine braucht täglichen Umgang, sichere Zäune, regelmäßige Klauenpflege, Auslauf zum Knabbern und Bewegung sowie einen trockenen, wettergeschützten Stall.

Alpine-Ziegen sind robust und unkompliziert in der Haltung, doch ihre Größe, ihr Bewegungsdrang und ihre Milchleistung erfordern eine verlässliche tägliche Betreuung. Ziegen in Milch sollten nach einem festen Rhythmus gemolken werden, meist zweimal täglich, wobei Euter und Melkausrüstung sauber gehalten werden müssen.

Fellpflege

  • Gelegentlich bürsten, um loses Haar zu entfernen und die Haut auf Parasiten zu prüfen
  • Klauen alle 6 bis 8 Wochen schneiden, um Überwachsen und Lahmheit vorzubeugen
  • Ohren, Augen und Fell bei jedem Kontakt mit den Tieren kontrollieren
  • Den Bereich um Euter und Schwanz sauber halten, besonders bei Ziegen in Milch

Bewegung

  • Täglichen Zugang zu einem Auslauf oder einer Weide zum Knabbern und Bewegen bieten
  • Steine, Baumstümpfe oder stabile Plattformen zum Klettern und Spielen aufstellen
  • Freien Zugang zu Gestrüpp und Sträuchern ermöglichen, wo verfügbar
  • Mindestens eine Ziege als Gesellschaft halten, damit die Tiere aktiv und ausgeglichen bleiben

Haltungsumgebung

Dank ihrer Abstammung aus dem Gebirge vertragen Alpine-Ziegen Kälte gut, während anhaltende Nässe ihnen weniger zusagt. Ein trockener, zugfreier und gut belüfteter Stall mit sauberer Einstreu sowie Schatten in heißen Klimazonen sind wichtig. Der Zaun muss stabil und hoch genug sein, denn Alpine-Ziegen testen Grenzen gerne aus und können über schwache Absperrungen klettern oder sich hindurchdrücken. Wenn keine Zucht geplant ist, sollten Böcke und Ziegen getrennt gehalten werden.

Ernährung und Fütterung der Alpine-Ziege

Die Alpine gedeiht mit gutem Raufutter und Gestrüpp, ergänzt durch Kraftfutter für Ziegen in Milch, sowie stets frischem Wasser und speziellem Ziegenmineralfutter.

Die Grundlage der Fütterung bildet Raufutter: Weide, Gestrüpp und gutes Heu. Als Wiederkäuer benötigen Ziegen ausreichend lange Fasern, damit der Pansen richtig arbeitet, weshalb Heu oder Gestrüpp immer verfügbar sein sollte. Ziegen in Laktation haben einen hohen Energie- und Eiweißbedarf und brauchen neben dem Raufutter meist zusätzlich Kraftfutter oder ein Milchleistungsfutter. Trockenstehende Ziegen und Böcke benötigen deutlich weniger Kraftfutter und neigen bei Überfütterung schnell zu Übergewicht.

Allgemeine Fütterungsübersicht
LebensphaseMenge pro TagMahlzeiten
Zicklein (abgesetzt)Heu nach Bedarf plus etwa 0,2 bis 0,4 kg Kraftfutter2
Trockenstehende Ziege / KastratRaufutter und Gestrüpp, wenig bis kein KraftfutterRaufutter nach Bedarf
Ziege in MilchHeu nach Bedarf plus etwa 0,5 bis 1 kg Kraftfutter (je nach Leistung)2, meist beim Melken
BockRaufutter plus mäßig Kraftfutter zur Deckzeit1 bis 2

Leckerlis und Ergänzungsfutter

Ein loses, speziell für Ziegen zusammengestelltes Mineralfutter sollte frei zugänglich sein, bei Bedarf mit zusätzlichem Kupfer und Selen, wenn die Böden in der Region davon wenig enthalten. Sauberes, frisches Wasser muss jederzeit zur Verfügung stehen, da die Milchleistung ohne ausreichend Wasser rasch sinkt. Leckerlis wie etwas Obst, Gemüse oder eine Handvoll Getreide sind in Maßen unbedenklich, sollten das Raufutter aber nicht ersetzen. Natron sollte ebenfalls frei zugänglich angeboten werden, um den Pansen zu puffern.

Gesundheit und häufige Erkrankungen der Alpine-Ziege

Die Alpine ist robust und wird meist 12 bis 18 Jahre alt, neigt aber zu inneren Parasiten, Klauenproblemen sowie den typischen Stoffwechsel- und Eutererkrankungen von Milchziegen.

Die Alpine ist eine robuste, langlebige Rasse. Bei guter Fütterung, konsequenter Parasitenkontrolle und regelmäßiger Klauenpflege erreichen viele Tiere ein Alter von 12 bis 18 Jahren, und leistungsstarke Ziegen geben oft über viele Laktationen hinweg Milch. Die meisten Gesundheitsprobleme entstehen durch die Haltung und nicht durch erbliche Erkrankungen, wobei innere Parasiten das mit Abstand häufigste Problem bei Ziegen sind.

Häufige Erkrankungen bei der Alpine
ErkrankungAnzeichenHinweis
Innere Parasiten (Großer Magenwurm)Blasses Zahnfleisch, Gewichtsverlust, Kehlgangsödem, BlutarmutFAMACHA-Score nutzen und gezielt entwurmen
Moderhinke / ZwischenklauenentzündungLahmheit, übel riechende Klauen, Abneigung gegen StehenUntergrund trocken halten, zügig schneiden und behandeln
KokzidioseDurchfall bei Zicklein, schlechtes WachstumAuf Hygiene achten, Jungtiere behandeln
MastitisHeißes, geschwollenes Euter, auffällige MilchSauberes Melken, tierärztliche Behandlung
Ketose / MilchfieberFressunlust und Schwäche kurz vor dem KitzenSteht im Zusammenhang mit später Trächtigkeit und hoher Milchleistung
CAE (Caprine Arthritis-Enzephalitis)Geschwollene Gelenke, verhärtetes Euter, allgemeiner VerfallHerde testen, Ausbreitung durch gutes Management verhindern

Vorsorge

  • Regelmäßige Kotproben und FAMACHA-Score zur gezielten Entwurmung
  • Klauenpflege alle 6 bis 8 Wochen
  • Jährliche Impfung, etwa CDT (gegen Clostridien und Tetanus), nach tierärztlicher Empfehlung
  • Ziegenmineralfutter mit Kupfer und Selen, abgestimmt auf die Böden vor Ort
  • Vor der Eingliederung neuer Tiere auf CAE und andere Herdenkrankheiten testen
  • Saubere, trockene Unterbringung und pansenschonende Fütterung

Zucht und Aufzucht bei der Alpine-Ziege

Die Alpine wird mit etwa 7 bis 10 Monaten zuchtreif, trägt rund fünf Monate und bekommt meist ein bis drei Zicklein, die bis zum Absetzen mit 8 bis 12 Wochen gesäugt werden.

Bei der Alpine setzt die Zuchtreife mit etwa 7 bis 10 Monaten ein, auch wenn viele Züchter mit der ersten Bedeckung warten, bis die Ziege gut entwickelt ist und mindestens rund 36 kg wiegt. Die Rasse ist in den meisten Regionen saisonal polyöstrisch und zykelt während der kühleren Decksaison etwa alle 18 bis 21 Tage. Böcke können schon im Alter von wenigen Monaten zeugungsfähig sein, weshalb junge Böcke frühzeitig von den weiblichen Tieren getrennt werden sollten, um ungewollte Deckakte zu vermeiden.

Die Tragzeit beträgt etwa 145 bis 155 Tage, also fast fünf Monate. Meist kommen Zwillinge zur Welt, aber auch Einzel- und Drillingsgeburten sind nicht selten, und gut geführte Ziegen können sehr fruchtbar sein. In der Regel kitzen sie ohne größere Hilfe, dennoch sollte der Halter bei der Geburt in der Nähe sein, falls es zu Komplikationen kommt.

Zicklein stehen bald nach der Geburt auf und saugen, wobei die Biestmilch in den ersten Stunden besonders wichtig ist. Auf Milchziegenbetrieben werden Zicklein entweder muttergebunden oder mit der Flasche anhand von Milch oder Milchaustauscher aufgezogen. Das Absetzen erfolgt meist zwischen der 8. und 12. Lebenswoche, sobald die Zicklein zuverlässig Heu und Kraftfutter fressen. Nach dem Kitzen beginnt für die Ziege die Laktation, in der sie über eine lange, ergiebige Zeit gemolken wird, bevor sie vor der nächsten Zucht trockengestellt wird.

Zuchtdaten der Alpine
KennzahlWert
ZuchtreifeEtwa 7 bis 10 Monate
DecksaisonSaisonal, in gemäßigten Regionen vor allem Herbst
BrunstzyklusEtwa 18 bis 21 Tage
TragzeitEtwa 145 bis 155 Tage
Wurfgröße1 bis 3 Zicklein, meist Zwillinge
AbsetzalterEtwa 8 bis 12 Wochen

Häufig gestellte Fragen zur Alpine-Ziege

Häufige Fragen zu Größe, Wesen, Haltung, Lebenserwartung, Eignung und Verfügbarkeit der Alpine-Ziege.

Wie groß werden Alpine-Ziegen?

Die Alpine ist eine große Milchziegenrasse. Ziegen erreichen etwa 76 cm (30 Zoll) Widerristhöhe und wiegen ab rund 61 kg (135 lb), während Böcke auf etwa 81 bis 90 cm (32 bis 36 Zoll) und 77 kg (170 lb) oder mehr kommen.

Wie ist das Wesen der Alpine-Ziege?

Alpine-Ziegen sind freundlich, neugierig und aktiv. Sie binden sich eng an ihre Halter, sind gegenüber Familien meist sanft und vertragen sich gut mit anderen Ziegen, testen aber neugierig auch gerne die Zäune.

Ist die Haltung von Alpine-Ziegen aufwendig?

Für engagierte Halter sind sie eine gute Wahl. Die Hauptanforderungen sind tägliches Melken während der Laktation, ein hoher, sicherer Zaun, Klauenpflege alle 6 bis 8 Wochen, Parasitenkontrolle und die Gesellschaft mindestens einer weiteren Ziege.

Wie alt werden Alpine-Ziegen?

Bei guter Pflege werden Alpine-Ziegen meist 12 bis 18 Jahre alt. Leistungsstarke Ziegen geben oft über viele Saisons hinweg Milch, bevor sie aus der Milchproduktion ausscheiden.

Wie viel Milch gibt eine Alpine-Ziege?

Die Alpine gehört zu den leistungsstärksten Milchziegenrassen. Eine Ziege in voller Laktation gibt üblicherweise mehrere Liter Milch am Tag, mit einem mittleren Fettgehalt, der sich gut zur Käseherstellung eignet.

Eignen sich Alpine-Ziegen für Einsteiger und Familien?

Ja, sofern die tägliche Versorgung sichergestellt ist. Ihr freundliches Wesen und die gleichmäßige Milchleistung passen gut zu Hobbyhöfen und Familien, auch wenn Größe, Energie und Ausbruchstalent einen stabilen Zaun und feste Routinen erfordern.

Sind Alpine-Ziegen leicht zu bekommen?

Die Alpine zählt zu den am weitesten verbreiteten Milchziegenrassen und wird von großen Zuchtverbänden anerkannt. Registrierte wie auch nicht registrierte Tiere sind daher in vielen Regionen bei Milchziegenzüchtern erhältlich.

From the community

Ask about the Alpine

No questions about the Alpine yet. Be the first to ask.