
Der Große Schweizer Sennenhund ist eine gutmütige, kräftige Zughunderasse, die für ihre Treue, ihre sanfte Stärke und ihre Hingabe an die Familie bekannt ist.
Wie das Fell des Großer Schweizer Sennenhund aufgebaut ist und was das für die Pflege bedeutet.
Kritisch: Ein Großer Schweizer Sennenhund sollte nicht geschoren werden.
Die Unterwolle hält Hitze ebenso ab wie Kälte, und das Deckhaar schützt die Haut vor Sonne und Insektenstichen. Wird das ganze Fell abgeschoren, fällt beides weg. Es wächst oft lückenhaft, weich oder in anderer Farbe nach, und bei manchen Tieren kehrt das Deckhaar nie richtig zurück. Bürsten Sie die Unterwolle aus, statt sie abzuschneiden.
Hinweis: Ein Großer Schweizer Sennenhund stößt seine Unterwolle in starken Schüben ab.
Die Unterwolle löst sich über einige Wochen in starken Schüben. Ein Unterwollharke oder ein Bad mit anschließendem gründlichem Föhnen entfernt sie weit schneller als tägliches Bürsten. Das Fell kurz zu scheren ist dafür keine Abkürzung.
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Der Grosse Schweizer Sennenhund ist die grösste und älteste der vier Schweizer Sennenhundrassen, ein schwerer Zugarbeitshund mit ruhigem Temperament und starker Familienbindung.
Der Grosse Schweizer Sennenhund ist die grösste und älteste der vier Schweizer Sennenhundrassen. Es handelt sich um einen kräftig gebauten, schwer beknochten Arbeitshund, der in der Schweiz zum Ziehen von Karren, zum Viehtrieb und zum Bewachen von Höfen eingesetzt wurde. Ausgewachsene Rüden überragen die meisten Haushunde deutlich und bringen gut über 50 Kilogramm auf die Waage. Das charakteristische dreifarbige Fell in Schwarz, Rot und Weiss ist unverwechselbar.
Trotz seiner Grösse ist der Hund im Haus ruhig und ausgeglichen. Er baut eine enge Bindung zu seinen Menschen auf und bleibt in der Regel in ihrer Nähe. Die Rasse ist wachsam und kündigt Besucher durch Bellen an, zeigt aber von Natur aus keine Aggressivität.
Der Grosse Schweizer Sennenhund reift langsam und verhält sich oft bis ins zweite oder dritte Lebensjahr jugendlich-verspielt. Er braucht tägliche Bewegung und eine konsequente, geduldige Erziehung. Sobald seine Bedürfnisse erfüllt sind, ist er jedoch ein angenehmer Hausgenosse.
| Eigenschaft | Detail |
|---|---|
| Herkunft | Schweiz |
| Grösse | Riesenrasse |
| Lebenserwartung | 8 bis 11 Jahre |
| Gruppe / Verwendung | Arbeits- und Zugarbeitshund |
| Verträglich mit | Familien, Kindern und anderen Haustieren bei gemeinsamer Aufzucht |
Der Grosse Schweizer Sennenhund eignet sich für Halter, die ausreichend Platz, Zeit für tägliche Bewegung und das Budget für Ernährung und Versorgung einer Riesenrasse mitbringen. Er hält sich am liebsten in einem Haus mit Garten und bei einer Familie auf, die den Hund als ständigen Begleiter möchte. Auch Ersthundehalter können die Rasse halten, wenn sie sich früh und konsequent der Sozialisation und Erziehung widmen. Die Grösse und Kraft des Hundes setzen allerdings voraus, dass der Halter einen starken Hund an der Leine sicher führen kann.
Der Grosse Schweizer Sennenhund stammt von den grossen Hof- und Zugarbeitshunden der Schweizer Alpen ab und wurde Anfang des 20. Jahrhunderts als eigenständige Rasse anerkannt.
Die Rasse entstammt den ländlichen Regionen der Schweiz, wo grosse Mastiff-artige Hunde jahrhundertelang auf den Bauernhöfen arbeiteten. Sie zogen Karren mit Milch und Waren zum Markt, trieben Vieh und bewachten das Hofgelände. Diese Hunde waren praktische Nutztiere und keine formalisierte Rasse; sie waren in der ganzen Schweizer Landschaft verbreitet.
Ende des 19. Jahrhunderts ging die Zahl dieser grossen Arbeitshunde stark zurück. Mechanisierung verdrängte Zugtiere, und kleinere Hunde übernahmen viele Hofaufgaben. Zeitweise galt der Typus als nahezu ausgestorben.
Im Jahr 1908 identifizierte der Schweizer Kynologe Albert Heim einen grossen kurzhaarigen Berghund und erkannte ihn als eigenständige Rasse, die vom kleineren Berner Sennenhund zu unterscheiden ist. Seine Arbeit führte zur offiziellen Anerkennung des Grossen Schweizer Sennenhundes.
Im Laufe des 20. Jahrhunderts wuchsen die Bestände langsam. In die USA gelangte die Rasse Ende der 1960er-Jahre; der AKC erteilte 1995 die volle Anerkennung. Heute ist der Grosse Schweizer Sennenhund in Deutschland beim VDH und international beim FCI unter der Gruppe 2 eingetragen. Er gilt nach wie vor als seltene Rasse.
Der Grosse Schweizer Sennenhund ist ein grosser, muskulöser, schwer beknochter Hund mit kurzem dreifarbigem Fell in Schwarz, Rot und Weiss.
Der Grosse Schweizer Sennenhund ist ein grosser, rechteckig gebauter Hund, dessen Körper auf Kraft und Ausdauer ausgelegt ist. Er hat einen muskulösen, breiten Rumpf mit tiefer Brust, kräftigen Gliedmassen und schwerem Knochengerüst. Der Kopf ist breit und oben flach, mit kräftiger Schnauze und dunkel-mandelförmigen Augen, die einen ruhigen, aufmerksamen Ausdruck verleihen. Die mittelgrossen, dreieckigen Ohren sind hoch angesetzt und liegen eng am Kopf an.
| Merkmal | Standard |
|---|---|
| Widerristhöhe | Rüden 65 bis 72 cm; Hündinnen 60 bis 69 cm |
| Gewicht | Rüden 52 bis 64 kg; Hündinnen 39 bis 50 kg |
| Fell | Doppelmantel mit dichtem Unterhaar und kurzem, festem Deckhaar |
| Farben | Dreifarbig: schwarzer Grundton mit rotem Feuer und weissen Abzeichen |
| Augen | Dunkelbraun, mandelförmig |
Das Fell ist stets dreifarbig. Die Grundfarbe ist Schwarz; symmetrische rote Abzeichen befinden sich an den Wangen, über den Augen, an den Läufen und unter der Rute. Weisse Abzeichen schmücken Brust, Schnauze, Pfoten und Rutenspitze. Eine weisse Blesse, die über den Schädel verläuft, ist charakteristisch für die Rasse. Das kurze Fell ist pflegeleicht, doch das dichte Unterhaar haart stark, besonders während des Fellwechsels im Frühjahr und Herbst.
Der Grosse Schweizer Sennenhund ist sanft, treu und gutmütig. Er ist seiner Familie eng verbunden, Fremden gegenüber wachsam und im Allgemeinen verträglich mit Kindern und anderen Tieren.
Im häuslichen Umfeld ist der Grosse Schweizer Sennenhund ruhig und anhänglich. Er ist tief an seine Familie gebunden und hält sich lieber in der Nähe seiner Menschen auf, als lange allein gelassen zu werden. Kindern gegenüber ist er geduldig und sanft. Aufgrund seiner Grösse sollten Kleinkinder jedoch beaufsichtigt werden, damit es nicht zu unbeabsichtigten Remplern kommt.
Fremden gegenüber ist der Hund zunächst beobachtend und zurückhaltend. Sein natürlicher Schutzinstinkt veranlasst ihn, Besucher durch Bellen anzukündigen. Hat er sich überzeugt, dass jemand willkommen ist, taut er schnell auf. Frühzeitige Sozialisation fördert ein sicheres, gelassenes Verhalten gegenüber neuen Menschen und Situationen.
Mit anderen Hunden und Haustieren kommt die Rasse im Allgemeinen gut aus, besonders wenn sie gemeinsam aufgewachsen sind. Da der Hund langsam reift, bleibt ein verspielter, beinahe hundewelpenartiger Charakter bis ins Erwachsenenalter erhalten. Er ist intelligent und arbeitswillig, kann aber auch eigenwillig sein. Gleichmässige, konsequente Führung ist daher wichtig.
| Eigenschaft | Wertung |
|---|---|
| Zuneigung | 5 |
| Energie | 3 |
| Erziehbarkeit | 4 |
| Lautheit | 3 |
| Haarverlust | 4 |
Der Grosse Schweizer Sennenhund benötigt wöchentliches Bürsten, täglich gemässigte Bewegung sowie ein kühles, geräumiges Umfeld, das den Anforderungen einer Riesenrasse gerecht wird.
Die Rasse hält sich am besten in einem Haus mit ausreichend Platz und einem sicher eingezäunten Garten. Dank ihres Doppelmantels verträgt sie Kälte gut, neigt jedoch bei grosser Hitze zur Überhitzung. Schutz, frisches Wasser und ein kühler Ruheplatz sind im Sommer unerlässlich. Der Grosse Schweizer Sennenhund ist ein Familienhund, der im Haus bei seinen Menschen leben sollte.
Der Grosse Schweizer Sennenhund benötigt eine ausgewogene Grossrassendiät in abgemessenen Mahlzeiten, mit kontrolliertem Wachstum im Welpenalter zum Schutz der Gelenke.
Empfehlenswert ist ein vollständiges, ausgewogenes Futter, das speziell für grosse oder riesige Rassen formuliert ist. Im Welpenalter hilft ein Welpenfutter für grosse Rassen dabei, das Wachstumstempo zu regulieren und Knochen sowie Gelenke gesund zu entwickeln. Die Tagesmenge sollte auf mindestens zwei Mahlzeiten verteilt werden, um das Risiko einer Magendrehung bei tief gebrusteten Hunden zu senken. Ein gesundes, schlankes Körpergewicht ist anzustreben, da Übergewicht die Gelenke belastet.
| Lebensphase | Menge pro Tag | Mahlzeiten |
|---|---|---|
| Welpe (2 bis 12 Monate) | Ca. 750 ml bis 1,5 l, angepasst an Alter und Wachstum | 3 bis 4 |
| Erwachsen | Ca. 1 l bis 1,5 l | 2 |
| Senior | Ca. 750 ml bis 1,25 l, angepasst an Aktivität | 2 |
Leckerlis sollten nur einen kleinen Teil der Tageskalorien ausmachen, um Gewichtszunahme zu vermeiden. Viele Halter grosser, schwerer Rassen setzen Gelenkpräparate wie Glucosamin ein. Jedes Nahrungsergänzungsmittel sollte jedoch zuvor mit einem Tierarzt besprochen werden. Sauberes, frisches Wasser muss jederzeit verfügbar sein.
Der Grosse Schweizer Sennenhund erreicht ein Alter von etwa 8 bis 11 Jahren und ist anfällig für Gelenkprobleme, Magendrehung und bestimmte erbliche Erkrankungen typisch für Riesenrassen.
Der Grosse Schweizer Sennenhund gilt als robuste Rasse, hat als Riesenrasse jedoch eine kürzere durchschnittliche Lebenserwartung von etwa 8 bis 11 Jahren. Wie andere grosse Hunde neigt er zu Gelenk- und Verdauungsproblemen. Der Kauf bei einem Züchter, der Elterntiere auf Erbkrankheiten untersucht, ein gesundes Körpergewicht und eine sorgfältige Fütterung tragen wesentlich zu einem langen, gesunden Leben bei.
| Erkrankung | Anzeichen | Hinweis |
|---|---|---|
| Hüft- und Ellenbogendysplasie | Lahmen, Steifheit, Aufstehschwierigkeiten | Erbliche Gelenkfehlbildung; Zuchttiere sollten untersucht werden |
| Magendrehung (GDV) | Aufgeblähter Bauch, ergebnisloses Würgen, Unruhe | Lebensbedrohlicher Notfall; tief gebrustete Rassen besonders gefährdet |
| Osteochondrose | Lahmheit bei jungen Hunden | Gelenkknorpelstörung im Zusammenhang mit raschem Wachstum |
| Epilepsie | Krampfanfälle | Erblich oder idiopathisch; tierärztlich kontrollierbar |
| Harninkontinenz | Urinverlust, häufiger bei Hündinnen | Oft medikamentös behandelbar |
Der Grosse Schweizer Sennenhund ist intelligent und arbeitswillig, reift jedoch langsam. Er spricht am besten auf frühe, konsequente, belohnungsbasierte Erziehung an.
Der Grosse Schweizer Sennenhund ist klug und kooperativ, eigenwillig und langsam reifend. Daher erfordert die Erziehung Geduld und beständige Wiederholung über eine lange Welpenzeit. Da der Hund sehr gross und kräftig wird, ist es besonders wichtig, früh an gutem Leinenverhalten und sicherem Rückruf zu arbeiten. Sozialisation im Welpenalter legt den Grundstein für einen selbstsicheren, wohlerzogenen Erwachsenen.
Der Grosse Schweizer Sennenhund erreicht die Zuchtreife langsam, wirft in der Regel fünf bis zehn Welpen und erfordert sorgfältige Gesundheitsuntersuchungen vor der Verpaarung.
Grosse Schweizer Sennenhunde reifen langsam und sollten erst verpaart werden, wenn sie körperlich und geistig ausgewachsen sind, was in der Regel um das zweite Lebensjahr der Fall ist. Verantwortungsvolle Zucht beginnt mit der Gesundheitsuntersuchung beider Elterntiere auf Hüft- und Ellenbogendysplasie, Augenerkrankungen und weitere Erbkrankheiten. Die Trächtigkeitsdauer beträgt etwa 63 Tage; danach bringt die Hündin ihren Wurf zur Welt.
Würfe sind bei dieser Riesenrasse gross und umfassen häufig fünf bis zehn Welpen. Die Mutter benötigt während der Säugezeit erhöhte Nährstoffzufuhr und ausreichend Ruhe. Welpen wachsen rasch und brauchen kontrollierte Fütterung, behutsame Gewöhnung und frühe Sozialisation. Aufgrund der Grösse der Rasse und ihrer langsamen Reife erfordert die Zucht Erfahrung, viel Platz und ein starkes Engagement für das Wohlergehen von Mutter und Welpen.
| Kennwert | Wert |
|---|---|
| Zuchtreife | Etwa 2 Jahre |
| Trächtigkeitsdauer | Etwa 63 Tage |
| Durchschnittliche Wurfgrösse | 5 bis 10 Welpen |
| Absetzalter | Etwa 7 bis 8 Wochen |
| Gesundheitsuntersuchungen | Hüften, Ellenbogen, Augen und weitere Erbkrankheiten |
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Antworten auf häufige Fragen zu Grösse, Charakter, Pflege, Lebenserwartung, Eignung und Verfügbarkeit des Grossen Schweizer Sennenhundes.
Es handelt sich um eine Riesenrasse. Rüden erreichen am Widerrist 65 bis 72 cm und wiegen 52 bis 64 kg; Hündinnen kommen auf 60 bis 69 cm und 39 bis 50 kg.
Die Rasse ist sanft, treu und gutmütig. Sie ist ihrer Familie eng verbunden, im Haus ruhig, Fremden gegenüber wachsam und gegenüber Kindern sowie anderen Haustieren bei gemeinsamer Aufzucht verträglich.
Der Pflegeaufwand ist moderat. Das kurze Fell genügt wöchentlichem Bürsten, haart aber stark. Dazu kommen täglicher Auslauf und der Platzbedarf sowie das Budget einer Riesenrasse.
Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt bei etwa 8 bis 11 Jahren, was für eine Riesenrasse typisch ist.
Ja. Der Hund bindet sich eng an seine Familie und ist Kindern gegenüber geduldig. Wegen seiner Grösse sollten Kleinkinder jedoch beaufsichtigt werden, damit es nicht zu unbeabsichtigten Stössen kommt.
Grundsätzlich ja, wenn der Halter bereit ist, konsequent in frühe Erziehung und Sozialisation zu investieren. Grösse und Kraft setzen voraus, dass man einen starken Hund an der Leine sicher führen kann.
Nein. Der Grosse Schweizer Sennenhund ist selten. Interessenten stehen häufig auf einer Warteliste bei einem seriösen Züchter.