
Der Curly-Coated Retriever ist ein markanter Jagdhund mit eng gelocktem Fell, ein intelligenter und eigenständig denkender Apportierhund, der seiner Familie ergeben ist.
Wie das Fell des Curly Coated Retriever aufgebaut ist und was das fĂĽr die Pflege bedeutet.
Vorsicht: Das Fell eines Curly Coated Retriever verfilzt leicht.
Feines oder langes Haar verknotet unsichtbar am Fellgrund, wo sich die Filzknoten zusammenziehen und an der Haut ziehen. Gebürstet werden muss abschnittsweise bis auf die Haut, nicht nur an der Oberfläche.
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Der Curly-Coated Retriever ist ein grosser englischer Jagdhund mit eng gekräuseltem Fell. Er ist klug, eigenständig, sportlich und Fremden gegenüber zurückhaltend, zur eigenen Familie aber sehr zugewandt.
Der Curly-Coated Retriever gehört zu den ältesten Retrieverrassen. Von den übrigen Retrievern unterscheidet ihn vor allem sein Fell, eine Masse kleiner, fester Locken, die Körper und Rute bedecken. Erwachsene Hunde sind gross, hochläufig und eher auf Ausdauer als auf Tempo gebaut.
Die Rasse entstand in England, um Wild an Land und im Wasser zu apportieren, darunter Federwild und Wasservögel. Sie arbeitet in einem gleichmässigeren Tempo als manche Retriever und neigt dazu, eigenständig zu denken, was zu den langen, selbständigen Suchen passt, die von den ursprünglichen Jagdhunden verlangt wurden.
Zu Hause ist der Curly ruhig und seinen Menschen gegenüber anhänglich. Unbekannten begegnet er oft wachsam und distanziert, was ihn zu einem natürlicheren Wächter macht als den typischen Retriever. Die Lebenserwartung liegt meist bei 9 bis 14 Jahren.
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Herkunft | England |
| Gr├╢sse | Gross |
| Lebenserwartung | 9 bis 14 Jahre |
| Gruppe/Aufgabe | Jagdhund / Retriever (Apportiertyp) |
| Verträgt sich mit | Familienmitgliedern, älteren Kindern und anderen Hunden bei guter Sozialisierung; zurückhaltend gegenüber Fremden |
Der Curly-Coated Retriever passt zu aktiven Menschen, die für tägliche Bewegung und konsequentes Training sorgen können. Sein eigenständiger Zug belohnt Halter, die einen mitdenkenden Hund schätzen und keinen, der jedem Signal widerspruchslos folgt. Er ist eine sinnvolle Wahl für Haushalte mit älteren, hundeerfahrenen Kindern und für Halter, die einen Retriever wollen, der auch darauf achtet, wer an die Tür kommt. Weniger geeignet ist er für Menschen, die lange ausser Haus sind oder einen ständig anhänglichen Hund suchen.
Der Curly-Coated Retriever entstand im späten 18. und im 19. Jahrhundert in England aus früheren Wasser- und Apportierhunden und gilt als eine der ältesten Retrieverrassen.
Der Curly-Coated Retriever nahm in England im späten 18. und im 19. Jahrhundert Gestalt an. Er gilt allgemein als einer der frühesten Hunde, die gezielt zum Apportieren von erlegtem Wild gezüchtet wurden, und ist älter als mehrere der heute bekannteren Retriever.
Man nimmt an, dass die Rasse von älteren britischen Wasserhunden abstammt, die zum Apportieren genutzt wurden, mit späteren Einkreuzungen, die das kennzeichnende Lockenfell festigten. Zeitgenössische Berichte führen die Locke teils auf die Einkreuzung des Pudels zurück, der selbst ein Wasserarbeitshund war, und ältere Apportier- und Wasserspaniellinien prägten das Arbeitswesen mit.
In der viktorianischen Zeit wurde der Curly bei englischen Wildhütern und Jägern beliebt, weil er robust war, im kalten Wasser arbeitete und sich darauf verlassen liess, über lange Strecken ohne enge Führung zu jagen. Er war eine der Rassen, die in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts auf den ersten Hundeausstellungen Englands gezeigt wurden.
Im Lauf des 20. Jahrhunderts blieb die Rasse weit seltener als Labrador Retriever und Golden Retriever. In beiden Weltkriegen gingen die Zahlen zurück, und der Curly ist seither eine vergleichsweise seltene Rasse geblieben. Er ist von den grossen englischsprachigen Zuchtverbänden anerkannt und wird noch immer als Jagdhund wie als Begleithund gehalten.
Der Curly-Coated Retriever ist ein grosser, hochgestellter Hund mit eng gekräuseltem Fell am Körper. Er kommt in Schwarz oder Leberbraun vor, mit zur Fellfarbe passenden Augen.
Der Curly ist ein hochläufiger, gut ausbalancierter Hund, der höher und eleganter wirkt als die schwereren Retriever. Der Körper ist etwas länger als hoch im Widerrist, die Brust ist tief, und die Beine sind lang, was eine sportliche Silhouette ergibt. Der Kopf ist keilförmig mit flachem Schädel. Das prägende Merkmal ist das Fell: eine dichte Masse kleiner, fester, fester Locken, die dem ganzen Körper eng anliegen, während Gesicht und Vorderseite der Beine glatt behaart sind.
Das Fell weist Wasser gut ab und bietet bei Kälte etwas Schutz, weshalb die Rasse seit jeher an Wasservögeln arbeitet.
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Widerristh├╢he | Etwa 64 bis 69 cm bei R├╝den; H├╝ndinnen kleiner |
| Gewicht | Etwa 29 bis 41 kg |
| Fell | Einfaches Fell aus kleinen, festen Locken an K├╢rper und Rute; glatt an Gesicht und Vorderseite der Beine |
| Farben | Schwarz oder Leberbraun (Braun) |
| Augen | Schwarz oder braun, passend zur Fellfarbe |
Nur zwei Farben sind zugelassen: Schwarz und Leberbraun. Die Locken sollten fest und straff sein, nicht locker oder wollig, und Körper sowie Rute gleichmässig bedecken. Da das Fell aus einer einzigen Lockenschicht besteht, haart die Rasse weniger stark als doppelt behaarte Retriever, verliert aber dennoch Haar. Das glatte Haar im Gesicht und das gelockte Haar an den übrigen Stellen ist normal und kein Fehler.
Der Curly-Coated Retriever ist klug, selbstsicher und eigenständig. Er ist seiner Familie zugetan, Fremden gegenüber zurückhaltend und bei guter Sozialisierung meist verträglich mit anderen Hunden.
Der Curly ist zu Hause ruhig und ausgeglichen, im Freien lebhaft. Er bindet sich eng an seine Familie und ist sanft zu vertrauten Menschen. Fremden gegenüber ist er meist distanziert und zurückhaltend, beobachtet eher, als zu begrüssen, was ihm einen stärkeren Schutztrieb verleiht als den meisten Retrievern. Diese Zurückhaltung ist für die Rasse normal und unterscheidet sich von Scheu oder Aggression.
Die Rasse ist klug und lernt schnell, ist zugleich aber eigenständig und wiederholt langweilige Aufgaben nur ungern. Halter beschreiben sie oft als Hund, der selbst entscheidet, statt nur zu arbeiten, um zu gefallen. Frühe und fortlaufende Sozialisierung hilft, dass aus der natürlichen Zurückhaltung Selbstsicherheit wird und keine Ängstlichkeit.
Mit Kindern der eigenen Familie ist der Curly meist geduldig, und am besten kommt er mit älteren Kindern zurecht, die mit Hunden vernünftig umgehen. Mit anderen Hunden versteht er sich in der Regel, wenn er mit ihnen aufwächst. Wegen seiner Apportiervergangenheit kann er kleinen Tieren nachjagen, daher sollte die Zusammenführung mit Katzen und anderen Kleintieren behutsam erfolgen.
| Merkmal | Bewertung |
|---|---|
| Anhänglichkeit (zur Familie) | 4 |
| Energie | 4 |
| Trainierbarkeit | 3 |
| Bellfreudigkeit | 2 |
| Haaren | 3 |
Der Curly-Coated Retriever braucht tägliche Bewegung und nur wenig Fellpflege. Die Locken sind pflegeleicht und müssen kaum gebürstet werden, doch die Rasse braucht Platz und Auslastung, um ausgeglichen zu bleiben.
Das Lockenfell ist im Vergleich zu längerem Fell pflegeleicht und muss nicht geschoren oder in Form geschnitten werden.
Dies ist ein arbeitender Jagdhund und braucht echte tägliche Auslastung, nicht nur einen kurzen Spaziergang.
Am wohlsten fühlt sich der Curly in einem Zuhause mit Platz und Zugang zu Bewegung im Freien. In einem Haus mit Garten lebt er sich besser ein als in einer kleinen Wohnung ohne Auslauf. Dank seines wasserabweisenden Fells verträgt er kühle und nasse Bedingungen, sollte aber wie alle Hunde nicht ohne Schutz in Hitze oder Kälte bleiben. Mit Gesellschaft und regelmässiger Beschäftigung ist er zufriedener als allein über lange Zeit.
Der Curly-Coated Retriever kommt mit einer vollwertigen, ausgewogenen Kost für einen grossen, aktiven Hund gut zurecht. Die Tagesmenge richtet sich nach Alter, Gewicht und Aktivität und sollte auf zwei Mahlzeiten verteilt werden.
Füttern Sie eine vollwertige und ausgewogene Kost, die auf Lebensphase und Grösse des Hundes abgestimmt ist. Als grosse, arbeitsbetonte Rasse braucht der Curly Futter, das einen sportlichen Körper ohne Übergewicht stützt, denn überflüssige Pfunde belasten die Gelenke. Welpen grosser Rassen sollten ein Futter für das Wachstum grosser Rassen erhalten, um eine gleichmässige, kontrollierte Entwicklung zu unterstützen.
Die folgenden Mengen sind allgemeine Ausgangswerte. Passen Sie sie nach K├╢rperzustand an den einzelnen Hund an und richten Sie sich nach der F├╝tterungsempfehlung des verwendeten Futters. Stellen Sie stets frisches Wasser bereit.
| Lebensphase | Menge pro Tag | Mahlzeiten pro Tag |
|---|---|---|
| Welpe (2 bis 6 Monate) | Nach Empfehlung des Welpenfutters f├╝r grosse Rassen, aufgeteilt | 3 bis 4 |
| Junghund (6 bis 12 Monate) | Nach Futterempfehlung f├╝r wachsende grosse Rassen | 2 bis 3 |
| Erwachsen (1 bis 7 Jahre) | Etwa 3 bis 4 Tassen hochwertiges Trockenfutter, je nach Gewicht und Aktivität | 2 |
| Senior (ab 7 Jahren) | Etwas reduziert entsprechend geringerer Aktivität; Gewicht im Blick behalten | 2 |
Halten Sie Leckerlis bei etwa 10 Prozent der täglichen Kalorien, damit sie die Ernährung nicht aus dem Gleichgewicht bringen. Viele Halter nutzen einen Teil der Tagesration als Trainingsbelohnung, was zu einem futtermotivierten Retriever passt. Ein gesunder Hund mit vollwertiger Kost braucht in der Regel keine Ergänzungsmittel; fragen Sie eine Tierärztin oder einen Tierarzt, bevor Sie Gelenk-, Haut- oder andere Präparate hinzufügen, besonders während des Wachstums.
Der Curly-Coated Retriever ist allgemein gesund und wird meist 9 bis 14 Jahre alt. Wie andere grosse Rassen kann er von H├╝ft- und Ellbogendysplasie, einigen Augenerkrankungen und Magendrehung betroffen sein.
Der Curly-Coated Retriever ist eine recht robuste Rasse mit einer ├╝blichen Lebenserwartung von 9 bis 14 Jahren. Wie bei den meisten grossen Hunden betreffen die wichtigsten Gesundheitsthemen die Gelenke, die Augen und das Risiko einer Magendrehung. Verantwortungsvolle Z├╝chter untersuchen ihre Zuchttiere auf H├╝ft- und Ellbogenstatus sowie auf erbliche Augenerkrankungen, was die Wahrscheinlichkeit dieser Probleme bei Welpen senkt.
| Erkrankung | Anzeichen | Hinweis |
|---|---|---|
| H├╝ftdysplasie | Steifheit, Lahmen, M├╝he beim Aufstehen oder Treppensteigen | Erbliches Gelenkproblem; Z├╝chter sollten die Elterntiere r├╢ntgen lassen |
| Ellbogendysplasie | Lahmheit der Vorderbeine, besonders nach Belastung | Wird ├╝ber die Ellbogenbeurteilung bei Zuchthunden ├╝berpr├╝ft |
| Progressive Retinaatrophie und andere Augenerkrankungen | Nachtblindheit, Anstossen an Gegenstände, Trübung | Augenuntersuchung der Elterntiere senkt das Risiko |
| Magendrehung (Gastric dilatation-volvulus) | Aufgeblähter Bauch, Würgen ohne Erbrechen, Unruhe | Notfall bei tiefbrüstigen Rassen; erfordert sofortige tierärztliche Hilfe |
Der Curly-Coated Retriever ist klug und lernt schnell, doch sein eigenständiges Wesen heisst: Training gelingt am besten, wenn es abwechslungsreich bleibt und auf positive, konsequente Methoden setzt.
Der Curly ist eine kluge Rasse, die neue Aufgaben rasch aufnimmt, sich aber bei stupidem Üben langweilt und abschaltet, wenn die Einheiten lang oder eintönig sind. Auf harte Behandlung reagiert er schlecht, weit besser auf geduldiges, belohnungsbasiertes Training. Wer die Einheiten kurz, abwechslungsreich und fair hält, bekommt einen willigen Arbeiter; wer auf Wiederholung und Zwang setzt, trifft auf die sture Seite der Rasse. Da der Curly langsam reift, sollten Halter mit einer längeren Welpenphase rechnen als bei manchen Retrievern.
Curly-Coated Retriever werden im ersten Lebensjahr geschlechtsreif, sollten aber erst ausgewachsen und gesundheitsgeprüft verpaart werden. Die Trächtigkeit dauert etwa 63 Tage, Würfe umfassen oft rund sieben Welpen.
Hündinnen des Curly haben ihre erste Läufigkeit meist zwischen etwa 6 und 12 Monaten, und Rüden werden im ersten Lebensjahr geschlechtsreif. Geschlechtsreife bedeutet nicht, dass ein Hund zuchtreif ist. Verantwortungsvolle Züchter warten, bis der Hund körperlich ausgewachsen ist und die Gesundheitsuntersuchung für Hüften, Ellbogen und Augen bestanden hat, bevor sie verpaaren.
Die Trächtigkeit dauert ab der Bedeckung etwa 63 Tage. Die Wurfgrösse schwankt, wobei rund sieben Welpen für die Rasse üblich sind, auch wenn kleinere und grössere Würfe vorkommen. Die Hündin wirft und zieht den Wurf in der Regel mit wenig Eingreifen auf, doch der Züchter sollte die Geburt und die ersten Wochen genau beobachten.
Welpen werden ab etwa der 3. bis 4. Woche schrittweise auf feste Nahrung umgestellt und sind meist ab etwa 8 Wochen bereit, in ihr neues Zuhause zu ziehen. Frühes Handling und sanfte Gewöhnung an alltägliche Eindrücke und Geräusche in dieser Zeit legen den Grundstein für die Sozialisierung, die die Rasse braucht. Da der Curly selten ist, kann die Suche nach einem Wurf dauern, und Interessenten reihen sich oft auf einer Warteliste bei einem seriösen Züchter ein.
| Kennwert | Wert |
|---|---|
| Geschlechtsreife | Etwa 6 bis 12 Monate (Zucht später empfohlen, wenn ausgewachsen) |
| Trächtigkeit | Etwa 63 Tage |
| Übliche Wurfgrösse | Rund 7 Welpen (schwankend) |
| Absetzen | Beginnt etwa in der 3. bis 4. Woche |
| Abgabe ins neue Zuhause | Ab etwa 8 Wochen |
| Empfohlene Untersuchungen vor der Zucht | H├╝ften, Ellbogen und Augenuntersuchung |
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Häufige Fragen zum Curly-Coated Retriever zu Grösse, Wesen, Pflege, Lebenserwartung, Eignung für Familien und dazu, wie leicht die Rasse zu finden ist.
Es ist eine grosse Rasse. Rüden messen am Widerrist etwa 64 bis 69 cm und wiegen rund 29 bis 41 kg, Hündinnen sind etwas kleiner. Der Hund wirkt höher und hochläufiger als schwerere Retriever wie der Labrador.
Ja, für die passende Familie. Sie sind ihrer eigenen Familie gegenüber anhänglich und ausgeglichen und geduldig mit älteren, hundeerfahrenen Kindern. Fremden gegenüber sind sie von Natur aus zurückhaltend, daher ist frühe Sozialisierung wichtig. Sie passen zu aktiven Familien, die dem Bewegungs- und Trainingsbedarf der Rasse gerecht werden.
Das Fell ist einfach: Die Locken brauchen wenig Bürsten und kein Schneiden. Der schwierigere Teil sind Bewegung und Kopfarbeit. Dies ist ein arbeitender Jagdhund, der tägliche Auslastung und abwechslungsreiches Training braucht, der Aufwand liegt also darin, den Hund zu beschäftigen, nicht in der Fellpflege.
Die meisten werden 9 bis 14 Jahre alt. Ein schlankes Gewicht, regelmässige Bewegung, routinemässige tierärztliche Betreuung und der Kauf von gesundheitsgeprüften Elterntieren helfen einem Hund, das obere Ende dieser Spanne zu erreichen.
Sie haben ein einfaches Lockenfell und haaren mässig statt stark, mit stärkerem Haaren beim saisonalen Fellwechsel. Sie haaren dennoch und gelten nicht als nicht haarende oder hypoallergene Rasse.
Sie sind klug und lernen schnell, sind aber eigenständig und langweilen sich leicht. Kurze, abwechslungsreiche, belohnungsbasierte Einheiten funktionieren gut. Hartes oder eintöniges Training bringt eher die sture Seite der Rasse hervor.
Nein. Die Rasse ist im Vergleich zu anderen Retrievern selten, und W├╝rfe gibt es nicht oft. Interessenten m├╝ssen sich meist vorab an einen seri├╢sen Z├╝chter wenden und reihen sich wom├╢glich auf einer Warteliste ein.