United Pet Club
Huhn

Sebright

Das Sebright ist eine winzige, echte Zwergzierrasse, bewundert für sein gesäumtes Gefieder und seine kühne, temperamentvolle kleine Persönlichkeit.

Size
Zwerg
Lifespan
5–7 years
Origin
England
Temperament
Temperamentvoll
Standard colors
Schwarz, Weiß und Grau and 4 more
Key Traits
TemperamentvollAufmerksamSelbstsicherAktiv

Characteristics

Energy Level3
Trainability5
Good With Kids3
Good With Pets3
Grooming Needs1

Sebright colors and patterns

What each club's breed standard says about every Sebright color and pattern. Point at a ruling to see the club's own wording.

Breed standards describe the Sebright in Schwarz, Weiß, Grau, Gold, Zitronengelb, Chamois und Creme. Standard patterns: Gesäumt.

Gefieder: rulings by club
Color or patternAPAEEABA
SchwarzStandardgemäß (“Golden; Silver”)Standardgemäß (“gold-schwarzgesäumt; silber-schwarzgesäumt; zitron-schwarzgesäumt”)Standardgemäß (“Golden; Silver”)
WeißStandardgemäß (“Silver”)Standardgemäß (“silber-schwarzgesäumt; chamois-weißgesäumt”)Standardgemäß (“Silver”)
GrauNo rulingStandardgemäß (“rahmweiß-graugesäumt”)No ruling
GoldStandardgemäß (“Golden”)Standardgemäß (“gold-schwarzgesäumt”)Standardgemäß (“Golden”)
ZitronengelbNo rulingStandardgemäß (“zitron-schwarzgesäumt”)No ruling
ChamoisNo rulingStandardgemäß (“chamois-weißgesäumt”)No ruling
CremeNo rulingStandardgemäß (“rahmweiß-graugesäumt”)No ruling
Patterns
GesäumtStandardgemäß (“Golden; Silver”)Standardgemäß (“gold-schwarzgesäumt; silber-schwarzgesäumt; chamois-weißgesäumt; rahmweiß-graugesäumt; zitron-schwarzgesäumt”)Standardgemäß (“Golden; Silver”)
Augen: rulings by club
Color or patternAPA
BraunStandardgemäß (“Brown.”)
SchwarzNo ruling
DunkelbraunNo ruling
Schnabel: rulings by club
Color or patternAPA
HornfarbenStandardgemäß (“Dark horn.”)
SchiefergrauNo ruling
Beine und Füße: rulings by club
Color or patternAPA
SchiefergrauStandardgemäß (“Shanks and Toes: Slaty-blue.”)
BlauNo ruling
Kamm und Kehllappen: rulings by club
Color or patternAPA
RotStandardgemäß (“Wattles, bright red.”)
MaulbeerfarbenStandardgemäß (“Comb and Face: Reddish-purple.”)
Ohrlappen: rulings by club
Color or patternAPA
MaulbeerfarbenStandardgemäß (“Ear-lobes, reddish-purple preferred.”)
RotNo ruling
TürkisNo ruling
Eierschale: rulings by club
Color or pattern
Weiß
Creme

Chamois-weißgesäumt

Gefieder: rulings by club
Color or patternEE
WeißStandardgemäß (“chamois-weißgesäumt”)
ChamoisStandardgemäß (“chamois-weißgesäumt”)
Patterns
GesäumtStandardgemäß (“chamois-weißgesäumt”)

Golden

Gefieder: rulings by club
Color or patternAPAEEABA
SchwarzStandardgemäß (“Golden”)Standardgemäß (“gold-schwarzgesäumt”)Standardgemäß (“Golden”)
GoldStandardgemäß (“Golden”)Standardgemäß (“gold-schwarzgesäumt”)Standardgemäß (“Golden”)
Patterns
GesäumtStandardgemäß (“Golden”)Standardgemäß (“gold-schwarzgesäumt”)Standardgemäß (“Golden”)

Rahmweiß-graugesäumt

Gefieder: rulings by club
Color or patternEE
GrauStandardgemäß (“rahmweiß-graugesäumt”)
CremeStandardgemäß (“rahmweiß-graugesäumt”)
Patterns
GesäumtStandardgemäß (“rahmweiß-graugesäumt”)

Silber

Gefieder: rulings by club
Color or patternAPAEEABA
SchwarzStandardgemäß (“Silver”)Standardgemäß (“silber-schwarzgesäumt”)Standardgemäß (“Silver”)
WeißStandardgemäß (“Silver”)Standardgemäß (“silber-schwarzgesäumt”)Standardgemäß (“Silver”)
Patterns
GesäumtStandardgemäß (“Silver”)Standardgemäß (“silber-schwarzgesäumt”)Standardgemäß (“Silver”)

Zitron-schwarzgesäumt

Gefieder: rulings by club
Color or patternEE
SchwarzStandardgemäß (“zitron-schwarzgesäumt”)
ZitronengelbStandardgemäß (“zitron-schwarzgesäumt”)
Patterns
GesäumtStandardgemäß (“zitron-schwarzgesäumt”)

What the rulings mean

Standardgemäß
Described by the club's breed standard.

Color changes

How a Sebright's colors can change over its life.

  • Schwarzchanges toGesperbert

    Gefieder · Mit dem Alter · males only

  • Chamoischanges toGold

    Gefieder · Mit dem Alter · females only

Der Sebright im Überblick

Der Sebright ist ein winziges Zierzwerghuhn aus England mit gesäumtem Gefieder und einem selbstbewussten, lebhaften Wesen.

Der Sebright zählt zu den echten Zwerghühnern, es gibt also keine großwüchsige Ausgangsform dieser Rasse. Er gehört zu den kleinsten Hühnerrassen überhaupt und wird nahezu ausschließlich als Ziervogel gehalten, nicht wegen Fleisch oder Eiern. Die Rasse entstand im frühen 19. Jahrhundert in England und trägt den Namen ihres Züchters.

Kennzeichnend ist das Gefieder: Jede Feder besitzt einen dunklen Saum um eine hellere Mitte, ein Muster, das als Säumung bezeichnet wird und den ganzen Vogel wie mit Schuppen überzieht. Sowohl die silberfarbene als auch die goldfarbene Variante zeigen diese Zeichnung deutlich. Außerdem ist der Sebright hennenfiedrig: Den Hähnen fehlen die langen, spitzen Sichel- und Behangfedern anderer Rassen, ihr Gefieder ist stattdessen rundlich wie das der Hennen.

Trotz des kleinen Körpers ist der Sebright temperamentvoll und aktiv. Die Tiere sind wachsam, neugierig und selbstbewusst und halten sich meist mit Scharren und Erkunden des Auslaufs beschäftigt. Von Natur aus sind sie fluglustig und fliegen besser als viele andere Zwerghühner, weshalb ein sicherer Zaun wichtig ist.

Sebright auf einen Blick
MerkmalDetail
HerkunftEngland
GrößeZwergrasse (echte Bantam)
Lebenserwartung5 bis 7 Jahre
Gruppe / NutzungZier- und Ausstellungsrasse
Geeignet fürErfahrene Halter und ruhige Mischvölker ähnlicher Größe

Für wen geeignet

Der Sebright passt zu Haltern, die einen dekorativen, auffälligen Vogel möchten und bereit sind, sich auf eine aktive, fluglustige Rasse einzustellen. Wegen seines Flugvermögens braucht er einen überdachten oder gut eingezäunten Stall. Für alle, die produktive Legehennen suchen, ist er ungeeignet, da die Hennen nur kleine Eier in geringer Zahl legen. Kinder und Einsteiger können die Rasse halten, allerdings lassen sich die Tiere weniger bereitwillig hochnehmen und ruhigstellen als zutrauliche Rassen.

Geschichte des Sebright

Der Sebright entstand Anfang des 19. Jahrhunderts in England durch Sir John Saunders Sebright und zählt damit zu den ältesten benannten britischen Zwerghuhnrassen.

Die Rasse wurde Anfang des 19. Jahrhunderts in England von Sir John Saunders Sebright entwickelt, einem Parlamentsabgeordneten und leidenschaftlichen Zuchtkenner. Er arbeitete darauf hin, ein kleines, gesäumtes Zwerghuhn mit einheitlicher Zeichnung zu festigen, und die daraus hervorgegangene Rasse trägt seinen Namen bis heute. Damit ist der Sebright eine der frühesten britischen Zwerghuhnrassen, die auf einen einzelnen, namentlich bekannten Züchter zurückgeht.

Sebright verfolgte die Säumungszeichnung gezielt und wählte über mehrere Jahre Tiere aus, um den gleichmäßigen Rand auf jeder Feder zu erreichen. Berichte aus jener Zeit beschreiben, dass er verschiedene kleine Hühnerschläge kreuzte, um das gewünschte Aussehen zu erzielen, darunter Vögel mit Säumung und Vögel mit der gewünschten Grundfarbe. Die genauen Kreuzungen sind aus jener Zeit nicht vollständig überliefert.

Noch zu Sebrights Lebzeiten gründete sich in England ein Klub zur Förderung der Rasse, was für die damalige Zeit ungewöhnlich war und half, den Typ zu vereinheitlichen. Im Laufe des 19. Jahrhunderts verbreitete sich der Sebright in weitere Länder und gehörte zu den Zwerghuhnrassen, die bereits in frühen Rassestandards geführt wurden.

Bis heute ist die Rasse eine reine Zier- und Ausstellungsrasse geblieben. Sie wurde nie auf Fleischansatz oder hohe Legeleistung selektiert, weshalb die heutige Form dem Zuchtziel Sebrights noch immer sehr nahekommt.

Erscheinungsbild des Sebright

Der Sebright ist ein sehr kleines, rundes Zwerghuhn mit gesäumtem silber- oder goldfarbenem Gefieder; Hähne zeigen hennenfiedriges statt lang besicheltes Gefieder.

Der Sebright wirkt kompakt und wohlgerundet, mit kurzem Rücken, hoch getragener, voller Brust und weit gestelltem Schwanz. Der Körper ist selbst für ein Zwerghuhn klein. Die Läufe sind schiefergrau und unbefiedert, der Kamm ist ein Rosenkamm mit einem einzelnen, nach hinten weisenden Dorn. Kehllappen und Ohrscheiben sind vorhanden, und bei Ausstellungstieren wird unter anderem eine glatte, ebenmäßige Kammoberfläche bewertet.

Das prägende Merkmal ist die Säumung: Jede Feder trägt einen klar abgesetzten dunklen Rand um eine hellere Mitte, wiederholt über den gesamten Vogel hinweg, sodass vom Hals bis zur Schwanzspitze ein einheitliches Muster entsteht.

Rassestandard im Überblick
MerkmalDetail
GrößeEtwa 20 bis 25 cm
GewichtRund 510 bis 625 g
GefiederStraff anliegend, gesäumt; Hähne sind hennenfiedrig
FarbschlägeSilber (weißer Grund) und Gold (goldbrauner Grund), jeweils schwarz gesäumt
AugenDunkel

Gefieder und Farbschläge

Zwei Farbschläge gelten als Standard. Der silberfarbene Sebright hat einen weißen Grund mit schwarzer Säumung auf jeder Feder, der goldfarbene einen goldbraunen Grund mit dem gleichen schwarzen Rand. Bei beiden soll die Säumung scharf und durchgängig sein, ohne unterbrochene oder verwaschene Kanten. Die Hennenfiedrigkeit der Hähne bedeutet, dass ein guter Hahn dieselben rundlichen Federformen und die gleiche Säumung wie die Hennen zeigt, ohne die langen, glänzenden Sichel- und Behangfedern anderer Rassen.

Wesen des Sebright

Sebrights sind temperamentvoll, aktiv und wachsam, mitunter fluglustig, werden aber bei regelmäßigem, ruhigem Umgang oft zutraulich.

Der Sebright hat für seine Größe einen ausgeprägten Charakter. Die Tiere sind temperamentvoll, selbstbewusst und ständig in Bewegung, sie scharren und erkunden lieber, als still zu sitzen. Sie reagieren wachsam und schnell, wodurch sie trotz ihrer geringen Körpergröße mutig wirken.

Im Umgang mit Menschen können Sebrights zutraulich werden und einem vertrauten Halter entgegenkommen, besonders wenn sie von klein auf sanft angefasst wurden. Zum Schmusen auf dem Arm neigen sie von Natur aus nicht, viele bleiben eher eigenständig. Fremden gegenüber sind sie meist misstrauisch und weichen lieber aus, statt sich von unbekannten Personen anfassen zu lassen.

In einem Mischvolk zählt die geringe Größe. Sebrights behaupten sich gegenüber ruhigen Rassen ähnlicher Statur, werden aber von größeren, schwereren Rassen leicht gemobbt und an Futterstellen oder Sitzstangen verdrängt. Am besten hält man sie mit anderen Zwerghühnern oder sanften Stallgenossen zusammen. Hähne können sich untereinander durchsetzen wollen, daher gilt auch hier die übliche Regel, die Hahnenzahl in einem kleinen Volk zu begrenzen. Auch das Flugvermögen prägt das Verhalten: Die Tiere sitzen gern hoch und überwinden niedrige Zäune mühelos, weshalb sie einen sicheren, am besten überdachten Auslauf brauchen.

Wesensmerkmale (1 = gering, 5 = hoch)
MerkmalBewertung
Zuneigung3
Energie5
Lernfähigkeit3
Lautstärke3
Mauser3

Pflege eines Sebright

Sebrights brauchen einen sicheren, überdachten Stall, täglichen Auslauf zum Scharren und regelmäßige Pflege im Volk, mit besonderem Augenmerk auf ihre geringe Größe und Fluglust.

Gefiederpflege

  • Gefieder regelmäßig kontrollieren und die Säumung sauber und trocken halten
  • Läufe und Füße auf Kalkbeinmilben untersuchen, die sauberen schiefergrauen Läufe machen Veränderungen gut sichtbar
  • Krallen und Schnabel nur bei Überlänge kürzen
  • Sandbaden hilft den Tieren, ihr Gefieder selbst zu pflegen, deshalb eine trockene, lockere Erde- oder Sandstelle anbieten

Bewegung

  • Täglichen Zugang zu einem Auslauf oder beaufsichtigten Scharrbereich ermöglichen
  • Sitzstangen in unterschiedlichen Höhen anbieten, da die Tiere gern hoch sitzen
  • Platz für kurze Flugstrecken innerhalb eines überdachten Geheges einplanen
  • Verstreutes Scharrfutter bietet den aktiven Tieren eine gute Beschäftigung

Umgebung

Der Sebright braucht einen zugfreien, trockenen Stall mit sicherer Belüftung oberhalb der Sitzstangen. Da die Rasse gut fliegt, sollten Ausläufe genetzt oder überdacht und die Zäune hoch sein. Der kleine Körper speichert wenig Wärme, deshalb profitieren die Tiere im Winter von einem gut gedämmten, windgeschützten Stall und im Sommer von Schatten und Wasser. Am besten hält man sie mit ähnlich großen, verträglichen Rassen zusammen, um Mobbing zu vermeiden.

Fütterung des Sebright

Sebrights kommen mit einem ausgewogenen, altersgerechten Geflügelfutter gut zurecht, gefüttert in kleinen, ihrer Größe entsprechenden Portionen, dazu stets frisches Wasser.

Sebrights fressen im Grunde dasselbe wie andere Hühner, nur in kleineren Mengen entsprechend ihrem geringen Körpergewicht. Den Großteil der Ration sollte ein vollwertiges, altersgerechtes Fertigfutter bilden. Küken benötigen Kükenstarter, heranwachsende Tiere Aufzuchtfutter und ausgewachsene Hennen Legehennenfutter mit ausreichend Kalzium für die Schalenbildung. Grit sollte immer verfügbar sein, damit die Tiere ihre Nahrung zermahlen können, zerkleinerte Austernschalen bietet man Legehennen zusätzlich getrennt an. Sauberes, frisches Wasser muss jederzeit zur Verfügung stehen.

Allgemeine Fütterungsrichtlinie
LebensphaseMenge pro TagMahlzeiten
Küken (0 bis 8 Wochen)Kükenstarter zur freien AufnahmeImmer verfügbar
Aufzucht (8 bis 18 Wochen)Aufzuchtfutter zur freien AufnahmeImmer verfügbar
ErwachsenEtwa 30 bis 45 g Alleinfutter1 bis 2 Mahlzeiten oder zur freien Aufnahme

Leckerlis und Ergänzungsfutter sollten begrenzt bleiben, damit sie die Ration nicht aus dem Gleichgewicht bringen. Scharrfutter, Mehlwürmer und kleine Mengen Blattgrün eignen sich gut als gelegentliche Zugabe und dienen gleichzeitig als Beschäftigung beim Scharren. Als Faustregel gilt: Leckerlis sollten nicht mehr als etwa ein Zehntel der Tagesration ausmachen. Bei Hitze können Elektrolytzusätze im Trinkwasser helfen, und ein stets verfügbarer Grit unterstützt die Verdauung in jedem Alter.

Gesundheit des Sebright

Sebrights gelten für ihre Größe als robust und werden etwa 5 bis 7 Jahre alt, wobei der kleine Körper und das Leben im Volk regelmäßige Parasitenkontrolle und Kälteschutz wichtig machen.

Der Sebright ist ein recht robustes Zwerghuhn, doch sein sehr kleiner Körper bietet weniger Reserven gegen Kälte, Krankheit und groben Umgang als ein normalgroßes Huhn. Bei guter Haltung werden die Tiere meist 5 bis 7 Jahre alt. Die meisten Gesundheitsprobleme sind die üblichen Themen der Hobbyhaltung und keine rassespezifischen Defekte, daher liegt der Schwerpunkt der Vorsorge auf sauberer Unterbringung, Parasitenkontrolle und Schutz vor Temperaturextremen.

Häufige Erkrankungen
ErkrankungAnzeichenHinweis
Äußere Parasiten (Milben und Läuse)Kratzen, stumpfes Gefieder, blasser KammKloake und Läufe kontrollieren; Stall und Tier behandeln
KalkbeinmilbeErhabene, verkrustete BeinschuppenSaubere Läufe erleichtern die Früherkennung
AtemwegsinfektionNiesen, Nasenausfluss, erschwerte AtmungBelüftung verbessern; betroffene Tiere isolieren
KältestressMattigkeit, Zusammendrängen, Erfrierungen am KammKleiner Körper verliert schnell Wärme; Stall dämmen
Innere WürmerGewichtsverlust, schlechter Zustand, weicher KotRegelmäßige Kotuntersuchungen und Entwurmung nach Absprache

Vorsorge

  • Stall trocken, sauber und gut belüftet halten
  • Eine Sandbadestelle zur Unterstützung gegen äußere Parasiten anbieten
  • Tiere regelmäßig auf Milben, Läuse und Veränderungen an den Läufen untersuchen
  • Neue oder zurückkehrende Tiere vor der Eingliederung ins Volk in Quarantäne halten
  • Wegen der geringen Körpergröße vor Zugluft und Hitze schützen
  • Parasitenkontrolle nach tierärztlicher Empfehlung durchführen

Haltung und Stall des Sebright

Sebrights brauchen einen sicheren, trockenen, zugfreien Stall mit überdachtem Auslauf, da sie starke Flieger sind und wegen ihrer geringen Größe anfällig für Fressfeinde und Kälte.

Ein Sebright-Volk braucht einen wetterfesten Stall mit angeschlossenem, umzäuntem Auslauf. Der Stall sollte auf Höhe der Sitzstangen trocken und zugfrei bleiben, darüber aber gut belüftet sein. Da die Tiere gut fliegen und klein genug sind, um zahlreiche Fressfeinde anzulocken, sollte der Auslauf vollständig eingezäunt und überdacht oder genetzt sein. Sitzstangen entsprechen dem natürlichen Bedürfnis der Rasse, hoch zu sitzen, und Legenester sollten in Zwerghuhngröße ausgelegt sein. Im Gehege sollte außerdem ein geschützter, trockener Platz zum Sandbaden vorhanden sein.

Stallmaße im Überblick
ParameterEmpfehlung
StallflächeEtwa 0,2 bis 0,3 m² pro Tier
AuslaufflächeMindestens 0,9 m² pro Tier
SitzstangenhöheErhöhte Sitzstangen; die Tiere sitzen gern hoch
LegenesterEin Nest je 3 bis 4 Hennen, in Zwerghuhngröße
AuslaufabdeckungÜberdacht oder genetzt gegen Ausflieger und Fressfeinde
BelüftungOberhalb der Sitzstangen, zugfrei auf Vogelhöhe

Checkliste zur Einrichtung

  • Fressfeindsicherer Stall mit sicheren Verschlüssen und festem oder eingegrabenem Bodenrand
  • Überdachter, vollständig eingezäunter Auslauf
  • Erhöhte Sitzstangen in unterschiedlichen Höhen
  • Legenester in Zwerghuhngröße mit trockener Einstreu
  • Trocken gehaltene Sandbadestelle
  • Schatten im Sommer und Windschutz im Winter
  • Ständiger Zugang zu sauberem Wasser und Futter

Bebrütung von Sebright-Eiern

Sebright-Eier schlüpfen unter Standardbedingungen nach etwa 21 Tagen, wobei die Rasse häufig eine geringere Befruchtungs- und Schlupfrate zeigt als viele andere Zwerghühner.

Sebright-Eier sind klein und weiß bis leicht getönt und werden wie bei anderen Hühnern nach rund 21 Tagen bebrütet. Die Rasse gilt als schwieriger zu bebrüten als viele andere Zwerghühner, Befruchtungs- und Schlupfraten liegen häufig niedriger, weshalb eine sorgfältige Bruttechnik besonders wichtig ist. Ob mit einer brütigen Henne oder im Brutapparat: Entscheidend sind eine gleichbleibende Temperatur, kontrollierte Luftfeuchtigkeit und zuverlässiges Wenden bis kurz vor dem Schlupf.

Brüteinstellungen
ParameterEinstellung
Temperatur37,5 °C im Motorbrüter
LuftfeuchtigkeitEtwa 45 bis 55 % an den Tagen 1 bis 18
BrutdauerRund 21 Tage
WendenMindestens 3 bis 5-mal täglich bis Tag 18

Ablauf der Bebrütung

  1. Saubere, frische Eier von gesunden Elterntieren mit dem spitzen Ende nach unten einlegen
  2. Temperatur bei 37,5 °C und Luftfeuchtigkeit bei etwa 45 bis 55 % halten
  3. Eier bis Tag 18 an einer ungeraden Zahl von Terminen täglich wenden
  4. Etwa an den Tagen 7 bis 10 schieren, um klare oder nicht entwickelte Eier auszusortieren
  5. Am Tag 18 das Wenden einstellen (Schlupfvorbereitung) und die Luftfeuchtigkeit auf etwa 65 bis 70 % anheben
  6. Küken ohne Eingreifen schlüpfen lassen und den Brutapparat geschlossen halten, bis sie trocken sind
  7. Trockene Küken bei etwa 35 °C in die Kükenaufzucht umsetzen und die Temperatur wöchentlich senken

Häufige Fragen zum Sebright

Häufige Fragen zum Sebright behandeln Größe, Wesen, Haltungsaufwand, Lebenserwartung, Eignung und Verfügbarkeit.

Wie groß wird ein Sebright?

Sehr klein. Er ist ein echtes Zwerghuhn mit etwa 20 bis 25 cm Höhe und einem Gewicht von rund 510 bis 625 g. Damit zählt er zu den kleinsten gehaltenen Hühnerrassen.

Wie ist das Wesen des Sebright?

Temperamentvoll, aktiv, wachsam und selbstbewusst. Die Tiere sind ständig beschäftigt und können fluglustig sein, werden bei sanftem Umgang von klein auf aber oft zutraulich gegenüber ihrem vertrauten Halter.

Ist der Sebright schwer zu halten?

Er ist anspruchsvoller als viele Anfängerrassen. Wegen seines Flugvermögens braucht er einen überdachten Auslauf, wegen seiner geringen Größe sorgfältigen Kälteschutz und sanfte Stallgenossen gegen Mobbing. Auch Zucht und Brut können herausfordernd sein.

Wie alt werden Sebrights?

Bei guter Pflege, sauberer Unterbringung und Schutz vor extremer Kälte und Hitze etwa 5 bis 7 Jahre.

Ist der Sebright eine gute Legehenne?

Nein. Er ist eine Zierrasse und legt nur eine geringe Zahl kleiner, weißer bis getönter Eier. Man hält ihn wegen seines Aussehens und Wesens, nicht wegen der Legeleistung.

Sind Sebrights für Familien und Einsteiger geeignet?

Das können sie sein, sie sind allerdings eher aktiv und fluglustig als ruhige Schmusehühner. Familien, die ein zutrauliches, leicht zu handhabendes Huhn möchten, greifen besser zu einer ruhigeren Rasse, während Halter, die ein lebhaftes Zierzwerghuhn schätzen, mit dem Sebright oft gut zurechtkommen.

Sind Sebrights leicht zu bekommen?

Sie sind eine bekannte Ausstellungsrasse und bei Zwerghuhn- und Ziergeflügelzüchtern erhältlich, wobei hochwertige, gut gesäumte Tiere sowie die silber- und goldfarbene Variante mitunter etwas Suche vor Ort erfordern.