United Pet Club
Huhn

Hamburger

Das Hamburger Huhn ist ein elegantes, munteres Huhn, das als 'holländischer Alltagsleger' bekannt ist und für sein aufmerksames Wesen und seine zahlreichen weißen Eier bewundert wird.

Size
Klein
Lifespan
6–8 years
Origin
Deutschland
Temperament
Aktiv
Standard colors
Schwarz, Weiß und Grau and 5 more
Key Traits
AktivAufmerksamEnergiegeladenUnabhängig

Characteristics

Energy Level4
Trainability4
Good With Kids3
Good With Pets4
Grooming Needs2

Hamburger colors and patterns

What each club's breed standard says about every Hamburger color and pattern. Point at a ruling to see the club's own wording.

Breed standards describe the Hamburger in Schwarz, Weiß, Grau, Blau, Rot, Gold, Zitronengelb und Chamois. Standard patterns: Einfarbig, Kuckucksfarbig, Gesäumt, Gebändert und Getupft.

Gefieder: rulings by club
Color or patternAPAEEABA
SchwarzStandardgemäß (“Black; Silver Spangled; Golden Spangled; Silver Penciled; Golden Penciled”)Standardgemäß (“schwarz; silberlack; goldlack; silbersprenkel; goldsprenkel; zitronsprenkel”)Standardgemäß (“Black; Silver Spangled; Golden Spangled; Silver Penciled; Golden Penciled”)
WeißStandardgemäß (“Silver Spangled; Silver Penciled; White”)Standardgemäß (“silberlack; silbersprenkel; weiß; gelb-weißsprenkel; gesperbert”)Standardgemäß (“Silver Spangled; Silver Penciled; White”)
GrauNo rulingStandardgemäß (“gesperbert”)No ruling
BlauNo rulingStandardgemäß (“blau; blau-gesäumt; gold-blausprenkel; zitron-blausprenkel”)No ruling
RotNo rulingStandardgemäß (“rot”)No ruling
GoldStandardgemäß (“Golden Spangled; Golden Penciled”)Standardgemäß (“goldlack; goldsprenkel; gold-blausprenkel”)Standardgemäß (“Golden Spangled; Golden Penciled”)
ZitronengelbNo rulingStandardgemäß (“zitronsprenkel; zitron-blausprenkel”)No ruling
ChamoisNo rulingStandardgemäß (“gelb-weißsprenkel”)No ruling
SilberNo rulingNo rulingNo ruling
MahagoniNo rulingNo rulingNo ruling
Patterns
EinfarbigStandardgemäß (“White; Black”)Standardgemäß (“weiß; schwarz; blau; rot”)Standardgemäß (“White; Black”)
KuckucksfarbigNo rulingStandardgemäß (“gesperbert”)No ruling
GesäumtNo rulingStandardgemäß (“blau-gesäumt”)No ruling
GebändertStandardgemäß (“Silver Penciled; Golden Penciled”)Standardgemäß (“silbersprenkel; goldsprenkel; gelb-weißsprenkel; gold-blausprenkel; zitronsprenkel; zitron-blausprenkel”)Standardgemäß (“Silver Penciled; Golden Penciled”)
GetupftStandardgemäß (“Silver Spangled; Golden Spangled”)Standardgemäß (“silberlack; goldlack”)Standardgemäß (“Silver Spangled; Golden Spangled”)
Augen: rulings by club
Color or patternAPA
RotStandardgemäß (“Reddish-bay.; Reddish-gray.”)
OrangeStandardgemäß (“Reddish-bay.”)
RotbraunStandardgemäß (“Reddish-bay.”)
DunkelbraunNo ruling
Schnabel: rulings by club
Color or patternAPA
SchwarzStandardgemäß (“Dark horn. Leaden blue. Black.”)
SchiefergrauStandardgemäß (“Dark horn. Leaden blue. Black.”)
HornfarbenStandardgemäß (“Dark horn. Leaden blue. Black.”)
Beine und Füße: rulings by club
Color or patternAPA
SchiefergrauStandardgemäß (“leaden-blue”)
SchwarzNo ruling
BlauNo ruling
Kamm und Kehllappen: rulings by club
Color or patternAPA
RotStandardgemäß (“Comb, Face and Wattles: Bright red.”)
Ohrlappen: rulings by club
Color or patternAPA
WeißStandardgemäß (“Ear-Lobes: White.”)
RotDisqualifizierend (“Red in ear-lobes covering more than one-third of the surface”)
Eierschale: rulings by club
Color or pattern
Weiß

Blau

Gefieder: rulings by club
Color or patternEE
BlauStandardgemäß (“blau”)
Patterns
EinfarbigStandardgemäß (“blau”)

Blau-gesäumt

Gefieder: rulings by club
Color or patternEE
BlauStandardgemäß (“blau-gesäumt”)
Patterns
GesäumtStandardgemäß (“blau-gesäumt”)

Gelb-weißsprenkel

Gefieder: rulings by club
Color or patternEE
WeißStandardgemäß (“gelb-weißsprenkel”)
ChamoisStandardgemäß (“gelb-weißsprenkel”)
Patterns
GebändertStandardgemäß (“gelb-weißsprenkel”)

Gold-blausprenkel

Gefieder: rulings by club
Color or patternEE
BlauStandardgemäß (“gold-blausprenkel”)
GoldStandardgemäß (“gold-blausprenkel”)
Patterns
GebändertStandardgemäß (“gold-blausprenkel”)

Golden gesprenkelt

Gefieder: rulings by club
Color or patternAPAEEABA
SchwarzStandardgemäß (“Golden Spangled”)Standardgemäß (“goldlack”)Standardgemäß (“Golden Spangled”)
GoldStandardgemäß (“Golden Spangled”)Standardgemäß (“goldlack”)Standardgemäß (“Golden Spangled”)
Patterns
GetupftStandardgemäß (“Golden Spangled”)Standardgemäß (“goldlack”)Standardgemäß (“Golden Spangled”)

Golden gestrichelt

Gefieder: rulings by club
Color or patternAPAEEABA
SchwarzStandardgemäß (“Golden Penciled”)Standardgemäß (“goldsprenkel”)Standardgemäß (“Golden Penciled”)
GoldStandardgemäß (“Golden Penciled”)Standardgemäß (“goldsprenkel”)Standardgemäß (“Golden Penciled”)
Patterns
GebändertStandardgemäß (“Golden Penciled”)Standardgemäß (“goldsprenkel”)Standardgemäß (“Golden Penciled”)

Kuckuck

Gefieder: rulings by club
Color or patternEE
WeißStandardgemäß (“gesperbert”)
GrauStandardgemäß (“gesperbert”)
Patterns
KuckucksfarbigStandardgemäß (“gesperbert”)

Rot

Gefieder: rulings by club
Color or patternEE
RotStandardgemäß (“rot”)
Patterns
EinfarbigStandardgemäß (“rot”)

Schwarz

Gefieder: rulings by club
Color or patternAPAEEABA
SchwarzStandardgemäß (“Black”)Standardgemäß (“schwarz”)Standardgemäß (“Black”)
Patterns
EinfarbigStandardgemäß (“Black”)Standardgemäß (“schwarz”)Standardgemäß (“Black”)

Silber gesprenkelt

Gefieder: rulings by club
Color or patternAPAEEABA
SchwarzStandardgemäß (“Silver Spangled”)Standardgemäß (“silberlack”)Standardgemäß (“Silver Spangled”)
WeißStandardgemäß (“Silver Spangled”)Standardgemäß (“silberlack”)Standardgemäß (“Silver Spangled”)
Patterns
GetupftStandardgemäß (“Silver Spangled”)Standardgemäß (“silberlack”)Standardgemäß (“Silver Spangled”)

Silber gestrichelt

Gefieder: rulings by club
Color or patternAPAEEABA
SchwarzStandardgemäß (“Silver Penciled”)Standardgemäß (“silbersprenkel”)Standardgemäß (“Silver Penciled”)
WeißStandardgemäß (“Silver Penciled”)Standardgemäß (“silbersprenkel”)Standardgemäß (“Silver Penciled”)
Patterns
GebändertStandardgemäß (“Silver Penciled”)Standardgemäß (“silbersprenkel”)Standardgemäß (“Silver Penciled”)

Weiß

Gefieder: rulings by club
Color or patternAPAEEABA
WeißStandardgemäß (“White”)Standardgemäß (“weiß”)Standardgemäß (“White”)
Patterns
EinfarbigStandardgemäß (“White”)Standardgemäß (“weiß”)Standardgemäß (“White”)

Zitron-blausprenkel

Gefieder: rulings by club
Color or patternEE
BlauStandardgemäß (“zitron-blausprenkel”)
ZitronengelbStandardgemäß (“zitron-blausprenkel”)
Patterns
GebändertStandardgemäß (“zitron-blausprenkel”)

Zitronsprenkel

Gefieder: rulings by club
Color or patternEE
SchwarzStandardgemäß (“zitronsprenkel”)
ZitronengelbStandardgemäß (“zitronsprenkel”)
Patterns
GebändertStandardgemäß (“zitronsprenkel”)

What the rulings mean

Standardgemäß
Described by the club's breed standard.
Disqualifizierend
The club's breed standard disqualifies an animal of this color or pattern.

Color changes

How a Hamburger's colors can change over its life.

  • Schwarzchanges toGesperbert

    Gefieder · Mit dem Alter · males only

  • Chamoischanges toGold

    Gefieder · Mit dem Alter · females only

Über das Hamburger Huhn

Das Hamburger Huhn ist ein kleines, quirliges Huhn aus Norddeutschland, das vor allem wegen seiner beinahe täglichen kleinen weißen Eier und seines gepflegten Zuchtkleids gehalten wird.

Das Hamburger Huhn ist eine leichte Hühnerrasse, die eng mit Norddeutschland und den benachbarten Niederlanden verbunden ist. Dort trug sie einst den Beinamen Alltagsleger, weil die Hennen in den wärmeren Monaten fast jeden Tag ein kleines weißes Ei legten. Die Tiere wirken kompakt und tragen sich aufrecht und wachsam. Ein Hahn bringt etwa 2 bis 2,5 kg auf die Waage, eine Henne etwa 1,6 bis 2 kg, was die Rasse klar den leichten Landhuhnrassen zuordnet.

Bekannt ist das Hamburger Huhn vor allem für seine Lack- und Gesperber-Zeichnung: ein reines weißes oder goldenes Grundgefieder, das mit klaren schwarzen Tupfen oder feiner Bänderung gezeichnet ist. Zusammen mit dem kleinen Rosenkamm, den schiefergrauen Läufen und den weißen Ohrscheiben gehört die Rasse seit Langem zum festen Bestand auf Rassegeflügelschauen ebenso wie in kleinen Hinterhofhaltungen.

Hamburger sind ausdauernde Futtersucher. Sie legen weite Strecken zurück, fliegen gut und bevorzugen freien Auslauf gegenüber enger Einzäunung. Beim Menschen bleiben sie zurückhaltend und eher unabhängig als anschmiegsam, weshalb die Rasse zu Haltern passt, die Legeleistung und Eigenständigkeit schätzen und keinen zahmen Schoßvogel suchen.

Hamburger Huhn auf einen Blick
MerkmalDetail
HerkunftDeutschland
GrößeKlein (Leichtrasse)
Lebenserwartung6 bis 8 Jahre
Gruppe/RolleLege- und Ziergeflügel
Verträglich mitFreilandhaltung, erfahrene Halter, große Ausläufe

Für wen geeignet

Das Hamburger Huhn passt zu Haltern, die viel Auslauf und einen sicher eingezäunten Auslauf oder ein überdachtes Gehege bieten können, denn die Tiere fliegen gerne und mögen keine enge Haltung. Wer gleichmäßig kleine weiße Eier und ein genügsames, robustes Huhn sucht, wird mit der Rasse zufrieden sein. Weniger geeignet ist sie für alle, die ein ruhiges, handzahmes Huhn oder einen ergiebigen Brathuhn wollen, denn der Schlachtkörper ist leicht und das Wesen eher flatterhaft.

Geschichte und Herkunft

Das Hamburger Huhn stammt aus Norddeutschland und den Niederlanden; britische und deutsche Züchter prägten im 19. Jahrhundert die Lack- und Gesperber-Farbenschläge, die die Rasse bis heute kennzeichnen.

Die genauen Anfänge des Hamburger Huhns sind nicht lückenlos dokumentiert, doch die Rasse wird dem Raum zwischen Norddeutschland und den Niederlanden zugeschrieben, wo seit Jahrhunderten kleine, ertragreiche Legehühner gehalten wurden. Der Name verweist auf die Hansestadt Hamburg, auch wenn mehrere Farbenschläge andernorts in Europa entstanden, bevor sie unter einem gemeinsamen Rassenamen zusammengefasst wurden.

In den Niederlanden schätzte man die Tiere als verlässliche Alltagsleger, die Haushalte fast täglich mit kleinen weißen Eiern versorgten. Dieser Ruf folgte der Rasse nach England, wo sie im 19. Jahrhundert große Beliebtheit erlangte. Britische und deutsche Züchter leisteten den Großteil der Arbeit, die heutigen Farbenschläge zu festigen, allen voran die gesperberten und gelackten Varianten.

Das Hamburger Huhn zählte zu den Rassen, die im ersten American Standard of Perfection von 1874 aufgeführt wurden; darin sind mehrere Farbenschläge verzeichnet, darunter Silberlack, Goldlack, Silbergesperbert, Goldgesperbert, Weiß und Schwarz. Diese frühe Anerkennung zeigt, wie weit sich die Rasse bis zum Ende des 19. Jahrhunderts bereits verbreitet hatte.

Im Laufe des 20. Jahrhunderts wandelte sich das Hamburger Huhn vom Wirtschaftsleger auf dem Bauernhof zur Ausstellungs- und Liebhaberrasse, da kommerzielle Hybridhennen sie bei der reinen Eierzahl längst überholt hatten. Bis heute wird die Rasse von Züchtern wegen ihres Erscheinungsbilds, ihrer Robustheit und ihrer gleichmäßigen Legeleistung gepflegt.

Erscheinungsbild und Rassestandard

Das Hamburger Huhn ist ein kleines, schlankes Huhn mit Rosenkamm, weißen Ohrscheiben, schiefergrauen Läufen und auffälliger Lack- oder Gesperber-Zeichnung.

Das Hamburger Huhn zeigt sich als kleiner, wohlproportionierter Vogel mit einem langen, fließend getragenen Schwanz in selbstbewusster Haltung. Der Körper ist kompakt und leicht gerundet, getragen von feinen, unbefiederten schiefergrauen Läufen. Der Kopf trägt einen sauberen Rosenkamm, der in einem nach hinten weisenden Dorn endet, dazu leuchtend rote Kehllappen und reinweiße Ohrscheiben. Der Gesamteindruck ist wachsam und grazil statt schwer.

Rassestandard Hamburger Huhn
MerkmalStandard
GewichtHahn 2 bis 2,5 kg; Henne 1,6 bis 2 kg
KammRosenkamm mit hinterem Dorn
GefiederStraff anliegend, glänzend
FarbenschlägeSilber-/Goldlack, Silber-/Goldgesperbert, Weiß, Schwarz
Läufe/OhrscheibenSchiefergraue Läufe; weiße Ohrscheiben

Gefieder und Farbenschläge

Bei den Lack-Farbenschlägen trägt ein weißer oder goldener Grund an der Spitze jeder Feder einen klaren schwarzen Punkt, den sogenannten Lack, wodurch über den ganzen Körper ein getupftes Muster entsteht. Bei den gesperberten Farbenschlägen verläuft über den weißen oder goldenen Grund eine feine, gleichmäßige schwarze Bänderung, während Hals und Schwanz dunkler bleiben. Die Farbe Schwarz zeigt ein sattes, grünlich schimmerndes Schwarz, die Farbe Weiß ist rein weiß. Unabhängig vom Muster verlangt der Standard klare, scharf abgegrenzte Zeichnung und ein hartes, eng anliegendes Gefieder statt lockerer, flauschiger Federn.

Wesen und Verhalten

Hamburger sind aktive, wachsame und eigenständige Tiere, die ausgedehnt Futter suchen und Handling eher meiden, wodurch sie stärker herdenorientiert als anhänglich wirken.

Das Hamburger Huhn ist eine lebhafte, aufmerksame Rasse. Die Tiere sind den ganzen Tag in Bewegung, scharren und suchen Futter auf möglichst großer Fläche, und sie fliegen gut genug, um gewöhnliche Zäune zu überwinden und, wenn man sie lässt, auf Bäumen zu übernachten. Dieser Bewegungsdrang macht sie zu effizienten Futtersuchern, bedeutet aber auch, dass sie enge Einzäunung nicht gut vertragen.

Zum Menschen hält das Hamburger Huhn Distanz. Die Tiere sind nicht aggressiv, lassen sich aber ungern fangen oder tragen und werden selten wirklich zahm, sodass sie im Vergleich zu ruhigen Gartenrassen zurückhaltend wirken. Fremden gegenüber bleiben sie wachsam und stieben schnell auseinander. Innerhalb der Herde kommen sie meist ohne Streit miteinander aus, auch wenn ihre Betriebsamkeit sehr ruhige Rassen auf engem Raum stören kann. Zuverlässige Bruttriebigkeit zeigen sie kaum, weshalb sie ihre Küken nur selten selbst aufziehen.

Wesensmerkmale Hamburger Huhn (1 bis 5)
MerkmalBewertung
Anhänglichkeit1
Energie5
Trainierbarkeit2
Lautstärke3
Federverlust (Mauser)3

Pflege und Haltung

Hamburger brauchen viel Auslauf und ein sicher überdachtes Gehege, weil sie gut fliegen; ansonsten genügt übliche winterharte Geflügelpflege, wobei der Rosenkamm frostunempfindlich ist.

Hamburger sind robust und pflegeleicht, sobald ihr Platzbedarf gedeckt ist. Die größte Herausforderung ist die Eindämmung, denn die Tiere fliegen bereitwillig und streifen bei Gelegenheit weit umher.

Gefiederpflege

  • Eine trockene Sandbadestelle anbieten, damit die Tiere äußere Parasiten selbst in Schach halten können.
  • Bei der routinemäßigen Handhabung die schiefergrauen Läufe und Füße auf Kalkbeinmilben und das Gefieder auf Läuse prüfen.
  • Rosenkamm und Ohrscheiben sauber halten; der niedrige Kamm ist weniger frostgefährdet als ein großer Einfachkamm.

Bewegung

  • Täglichen Freilauf oder einen großen Auslauf ermöglichen, denn diese Tiere sind auf weite Strecken ausgelegt.
  • Sitzstangen und natürliche Deckung anbieten, da Hamburger gerne hoch auffliegen und dort ruhen.
  • Die Futterflächen nach Möglichkeit wechseln, damit der Boden frisch bleibt und die Tiere beschäftigt sind.

Umgebung

Hamburger vertragen Kälte dank ihres dichten Gefieders und kleinen Kamms gut und kommen bei Schatten und ausreichend Wasser auch mit Hitze zurecht. Ein raubtiersicherer Stall und ein Auslauf mit überdachtem Netz oder hohem Zaun sind wichtig, denn ihre Flugfähigkeit macht niedrige Barrieren wirkungslos.

Ernährung und Fütterung

Ein aktiver Leger wie das Hamburger Huhn kommt mit vollwertigem Legefutter plus selbst erbeuteten Insekten und Grünzeug gut zurecht, wenn Grit und Kalzium stets verfügbar sind.

Das Hamburger Huhn ist ein effizienter Futtersucher, der seinen Speiseplan mit Insekten, Sämereien und Grünzeug ergänzt, weshalb der Bedarf an zugeteiltem Futter geringer ausfällt als bei schwereren Rassen. Trotzdem benötigen Legehennen eine ausgewogene Ration, um die nahezu tägliche Eierproduktion aufrechtzuerhalten. Ein vollwertiges Legefutter mit etwa 16 bis 18 Prozent Eiweiß bildet die Grundlage der Ernährung erwachsener Hennen.

Fütterungsleitfaden
LebensphaseMenge pro TagMahlzeiten
Küken (0 bis 8 Wochen)Kükenstarter, zur freien AufnahmeStändig verfügbar
Junghenne (8 bis 18 Wochen)Aufzuchtfutter, zur freien AufnahmeStändig verfügbar
LegehenneEtwa 100 bis 120 g LegefutterFreie Aufnahme plus Futtersuche

Leckerlis und Ergänzungsfutter

Unlöslichen Grit anbieten, damit die Tiere Futter im Muskelmagen zermahlen können, und zerkleinerte Austernschalen oder eine andere Kalziumquelle zur freien Aufnahme bereitstellen, damit die Eierschalen stabil bleiben. Leckerlis wie Blattgrün, Mehlwürmer und kleine Mengen Getreide sind in Maßen unbedenklich, sollten aber unter etwa zehn Prozent der Tagesration bleiben, damit sie die ausgewogene Fütterung nicht verwässern. Sauberes Wasser muss jederzeit verfügbar sein.

Gesundheit und Lebenserwartung

Hamburger sind allgemein robust und werden etwa 6 bis 8 Jahre alt; die üblichen Geflügelparasiten und Atemwegsprobleme sind die wichtigsten Punkte, auf die man achten sollte.

Das Hamburger Huhn ist eine robuste, lange etablierte Rasse ohne verbreitete rassetypische Erkrankungen. Bei guter Haltung und routinemäßiger Pflege werden die Tiere in der Regel 6 bis 8 Jahre alt. Die meisten Gesundheitsprobleme sind allgemeine Geflügelthemen, die jede Hinterhofherde betreffen können, statt etwas Rassespezifisches. Der kleine Rosenkamm bietet einen gewissen Schutz vor Erfrierungen, was in kalten Klimazonen hilft.

Häufige Erkrankungen
ErkrankungAnzeichenHinweis
Äußere Parasiten (Milben, Läuse)Kratzen, stumpfes Gefieder, blasser KammMit Sandbädern und routinemäßigen Kontrollen bekämpfen
KalkbeinmilbeErhabene, verkrustete BeinschuppenFrüh behandeln; schiefergraue Läufe untersuchen
AtemwegsinfektionNiesen, Nasenausfluss, rasselnde AtmungBelüftung verbessern; kranke Tiere isolieren
Innere WürmerGewichtsverlust, schwächere Legeleistung, dünnflüssiger KotNach tierärztlicher Rücksprache entwurmen

Vorbeugende Pflege

  • Den Stall trocken, gut belüftet und sauber halten, um Atemwegserkrankungen vorzubeugen.
  • Sandbadestellen anbieten und regelmäßig auf Läuse und Milben kontrollieren.
  • Einen an die Region angepassten Entwurmungs- und Parasitenplan einhalten.
  • Neue Tiere vor der Eingliederung in die Herde in Quarantäne halten.

Lebensraum und Unterbringung

Hamburger brauchen einen sicheren, gut belüfteten Stall mit hohen Sitzstangen und einen überdachten oder hoch eingezäunten Auslauf, der ihre ausgeprägte Flugfähigkeit berücksichtigt.

Hamburger gedeihen dort, wo sie Auslauf haben und ein Stall Raubtiere fernhält. Da die Tiere gut fliegen und gerne hoch übernachten, sollte die Unterbringung erhöhte Sitzstangen bieten sowie einen Auslauf, der entweder überdacht oder hoch genug eingezäunt ist, um sie sicher zu halten. Gute Belüftung ist in jedem Klima wichtig, und die Kältetoleranz der Rasse bedeutet, dass zugfreie Luftzirkulation im Winter wichtiger ist als Heizung.

Angaben zur Unterbringung
ParameterEmpfehlung
StallflächeEtwa 0,3 bis 0,4 m² pro Tier
Auslauffläche1 m² oder mehr pro Tier; mehr ist besser
SitzstangenhöheHohe Sitzstangen anbieten; die Tiere ruhen gerne oben
AuslaufabdeckungNetz oder Dach, oder ein Zaun von etwa 2 m Höhe
Legenester1 Nest pro 3 bis 4 Hennen

Checkliste für die Einrichtung

  • Raubtiersicherer Stall mit fest schließender Tür und ohne Lücken.
  • Erhöhte, breite Sitzstangen zum Übernachten.
  • Trockene Einstreu und ausreichende Belüftung ohne Zugluft.
  • Überdachter Auslauf oder hoher Zaun, um den Flugtrieb einzudämmen.
  • Schattenplatz, Sandbadestelle und ständig sauberes Wasser.

Brüten und Ausbrüten

Hamburger-Eier schlüpfen bei üblicher Hühnerbrut nach etwa 21 Tagen; da die Hennen kaum brütig werden, sind meist ein Brutapparat oder eine Ammenhenne nötig.

Hamburger-Eier folgen dem üblichen Bebrütungszeitraum von Haushühnern von etwa 21 Tagen. Die Rasse ist nicht zuverlässig brütig, daher sitzen Hennen nur selten auf ihren Eiern und ziehen ihre Küken selbst auf. Wer die Rasse nachzüchten möchte, greift meist auf einen Brutapparat oder eine brütige Henne einer anderen Rasse zurück. Hamburger-Eier sind klein und weiß; für die besten Schlupfergebnisse sollten saubere, gut geformte Eier gleichmäßiger Größe ausgewählt werden.

Einstellungen für die Brut
ParameterEinstellung
Temperatur37,5 °C im Motorbrüter
LuftfeuchtigkeitEtwa 45 bis 55 % an Tag 1 bis 18, danach 65 bis 70 % zum Schlupf
BrutdauerEtwa 21 Tage
WendenMindestens 3 bis 5 Mal täglich bis Tag 18 wenden

Schritte zum Schlüpfen

  1. Saubere, gleichmäßig große Eier sammeln und bis zum Einlegen höchstens etwa eine Woche mit der Spitze nach unten lagern.
  2. Den Brutapparat vor dem Einlegen der Eier auf eine stabile Temperatur und Luftfeuchtigkeit bringen.
  3. Die Eier bis Tag 18 mehrmals täglich wenden, damit sich der Embryo gleichmäßig entwickelt.
  4. Etwa an Tag 7 bis 10 schieren, um klare oder nicht entwickelte Eier auszusortieren.
  5. Ab Tag 18 das Wenden einstellen, die Luftfeuchtigkeit erhöhen und den Brutapparat für den Schlupf geschlossen lassen.
  6. Die Küken im Brutapparat trocknen und aufplustern lassen, bevor sie in eine warme Kükenaufzucht umziehen.

Häufig gestellte Fragen

Häufige Fragen zum Hamburger Huhn betreffen Größe, Wesen, Legeleistung, Lebenserwartung, Pflegeaufwand und Eignung für die Hinterhofhaltung.

Wie groß wird ein Hamburger Huhn?

Es ist eine kleine, leichte Rasse. Hähne wiegen etwa 2 bis 2,5 kg, Hennen etwa 1,6 bis 2 kg, mit schlankem, aufrechtem Körperbau und langem Schwanz.

Wie ist das Wesen des Hamburger Huhns?

Aktiv, wachsam und eigenständig. Die Tiere suchen ausgiebig Futter und fliegen gut, bleiben aber gegenüber Handling zurückhaltend, weshalb sie keine zahme oder anschmiegsame Rasse sind.

Wie viele Eier legt ein Hamburger Huhn?

Es ist ein verlässlicher Leger kleiner weißer Eier und trug einst den Beinamen Alltagsleger, weil es in den wärmeren Monaten fast täglich legt.

Wie alt werden Hamburger Hühner?

Bei guter Pflege werden sie in der Regel etwa 6 bis 8 Jahre alt.

Sind Hamburger schwer zu halten?

Sie sind robust und genügsam beim Futter, fliegen aber gut und mögen keine enge Haltung, weshalb der Hauptaufwand in einem überdachten Auslauf oder hohem Zaun sowie ausreichend Platz zum Umherstreifen liegt.

Sind Hamburger für Anfänger geeignet?

Sie passen eher zu Haltern, die Platz und sichere Eindämmung bieten können, als zu Einsteigern, die ein ruhiges, handzahmes Huhn suchen. Ihre Flugfreude und schwache Bruttriebigkeit machen sie zur besseren Wahl für erfahrene oder eher zurückhaltende Halter.

Werden Hamburger Hennen brütig?

Selten. Die meisten sitzen nicht zuverlässig auf ihren Eiern, weshalb die Zucht meist einen Brutapparat oder eine brütige Henne einer anderen Rasse erfordert.

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