
Der Wirehaired Pointing Griffon ist ein ergebener, vielseitiger Jagdhund, geschätzt für sein raues, wetterfestes Fell und sein gefälliges Wesen.
Wie das Fell des Griffon Korthals aufgebaut ist und was das fĂĽr die Pflege bedeutet.
Vorsicht: Das Fell eines Griffon Korthals sollte getrimmt statt geschoren werden.
Ein Drahthaarfell soll an der Wurzel ausgezupft werden, sobald das Haar reif zum Lösen ist. Eine Schermaschine kappt es stattdessen auf halber Länge und lässt die weiche Unterwolle stehen. Das Ergebnis ist ein Fell, das schlaff und verblasst nachwächst; die wetterfeste Struktur kehrt erst zurück, wenn das Haar erneut getrimmt wird.
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Der Korthals-Griffon (Wirehaired Pointing Griffon) ist ein mittelgrosser, vielseitiger Vorstehhund aus den Niederlanden mit rauem, wetterfestem Fell und einem freundlichen, anhänglichen und gut trainierbaren Wesen.
Der Korthals-Griffon, international auch als Wirehaired Pointing Griffon bekannt, ist ein mittelgrosser Jagdhund, der für die enge Zusammenarbeit mit dem Schützen in unterschiedlichstem Gelände gezüchtet wurde. Er steht Federwild vor und apportiert sowohl an Land als auch aus dem Wasser, weshalb er zu den vielseitigen Vorstehhunden zählt und nicht zu den spezialisierten Vorsteh- oder Apportierrassen. Die Rasse ist auf Ausdauer und bedachtes, methodisches Arbeiten ausgelegt und nicht auf reine Schnelligkeit.
Das markanteste Merkmal ist das raue, drahtige Deckhaar über einer weichen, isolierenden Unterwolle. Dieses doppelte Fell trotzt Dornen, Kälte und Nässe, und im Gesicht trägt die Rasse ausgeprägte Augenbrauen, einen Schnurrbart und einen Bart. Der Gesamteindruck ist ein robuster, quadratisch gebauter Hund, der urwüchsig wirkt, sich aber mit einem lockeren, ausgeglichenen Gang bewegt.
Als Begleithund ist der Korthals-Griffon sehr menschenbezogen und baut enge Bindungen zu seiner Familie auf. Im Umgang mit Kindern und Familienmitgliedern zeigt er sich meist ausgeglichen, und auf konsequentes Training reagiert er gut. Da die Rasse fĂĽr die enge Zusammenarbeit mit einem HundefĂĽhrer gezĂĽchtet wurde, ist sie am glĂĽcklichsten, wenn sie in den Alltag eingebunden wird und eine Aufgabe hat.
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Herkunft | Niederlande |
| Grösse | Mittelgross |
| Lebenserwartung | 12 bis 15 Jahre |
| Gruppe/Einsatz | Vielseitiger Vorstehhund (Vorstehen und Apportieren) |
| Geeignet fĂĽr | Familien, Kinder, aktive Halter |
Die Rasse passt zu aktiven Haushalten, die täglich für körperliche Bewegung und geistige Auslastung sorgen können. Sie eignet sich für Jäger, die einen Hund sowohl für Federwild als auch für Wasserwild suchen, ebenso wie für nicht jagende Halter, die bereit sind, strukturierte Beschäftigung wie Nasenarbeit, lange Spaziergänge oder Hundesport anzubieten. Weniger geeignet ist die Rasse für Personen, die lange abwesend sind oder einen ruhigen, bewegungsarmen Mitbewohner suchen, denn ein zu wenig ausgelasteter Griffon kann unruhig werden.
Die Rasse wurde im späten 19. Jahrhundert massgeblich von Eduard Karel Korthals, einem niederländischen Züchter, entwickelt, weshalb sie auch Korthals-Griffon genannt wird.
Der Korthals-Griffon geht auf die Arbeit von Eduard Karel Korthals zurück, einem niederländischen Jäger und Hundekenner, der in den 1870er-Jahren ein gezieltes Zuchtprogramm startete. Sein Ziel war ein einziger vielseitiger Vorstehhund, der verschiedenes Wild jagen, vorstehen und sowohl an Land als auch aus dem Wasser apportieren konnte und dabei ruhig unter dem Gewehr arbeitete.
Korthals führte sorgfältige Zuchtaufzeichnungen und griff auf eine Mischung aus rauhaarigen und vorstehenden Hundetypen zurück, um das raue Fell und den eng am Menschen orientierten Arbeitsstil zu festigen. Weil sein Zuchtprogramm für die Rasse derart prägend war, ist der Hund im grössten Teil Kontinentaleuropas bis heute als Korthals-Griffon bekannt.
Obwohl Korthals Niederländer war und die Rasse in der Regel den Niederlanden als Ursprungsland zugeschrieben wird, fand ein Grossteil der Entwicklungsarbeit und der frühen Verbreitung in den Niederlanden, Deutschland und Frankreich statt. Diese gemeinsame europäische Geschichte zeigt sich bis heute darin, dass die Rasse unter mehr als einem nationalen Namen anerkannt ist.
Nordamerika erreichte die Rasse noch vor der Wende zum 20. Jahrhundert, wo sie bis heute eine vergleichsweise seltene, aber beständig gepflegte Jagd- und Begleithundrasse geblieben ist. Von den grossen kynologischen Verbänden wird sie heute als Vorstehhundrasse anerkannt.
Der Korthals-Griffon ist ein mittelgrosser, quadratisch gebauter Hund mit rauem, drahtigem Doppelfell, ausgeprägter Gesichtsbehaarung und einer Farbgebung von Stahlgrau bis Kastanienbraun.
Der Korthals-Griffon wirkt als mittelgrosser, annähernd quadratisch gebauter Hund mit mässig kräftigem Knochenbau. Der Körperbau ist muskulös, ohne schwer zu wirken, und eignet sich für einen vollen Tag Feldarbeit. Der Kopf trägt kräftige Augenbrauen, einen Schnurrbart und einen Bart, die Augen sind gross und rund mit einem wachen, freundlichen Ausdruck.
Das prägende Merkmal ist das Fell: ein raues, glattes Deckhaar, das sich griffig-hart anfühlt und über einer feinen, dichten Unterwolle liegt. Die Struktur ist funktional, sie lässt Wasser abperlen und widersteht Unterholz und Dornengestrüpp.
| Merkmal | Standard |
|---|---|
| Widerristhöhe | 51 bis 61 cm (20 bis 24 Zoll) |
| Gewicht | 16 bis 32 kg (35 bis 70 Pfund) |
| Fell | Raues, drahtiges Deckhaar mit weicher Unterwolle |
| Farben | Stahlgrau mit kastanienbraunen Abzeichen; einfarbig Kastanienbraun; Schimmel; Braun und Grau |
| Augen | Gross, rund, gelb bis braun |
Das Deckhaar sollte sich hart und borstig anfühlen und nicht weich oder gelockt. Häufige Farbschläge sind Stahlgrau mit braunen Abzeichen, einfarbig Kastanienbraun sowie verschiedene Schimmelzeichnungen. Die raue Struktur und das doppelte Haarkleid verleihen der Rasse ihre Wetterfestigkeit bei der Arbeit, weshalb ein zu weiches Fell im Rassestandard als Fehler gilt.
Der Korthals-Griffon ist freundlich, anhänglich und intelligent. Er kommt in der Regel gut mit der Familie und mit Kindern zurecht und bleibt dabei aufmerksam und gut trainierbar.
Der Korthals-Griffon ist für sein ausgeglichenes, kooperatives Wesen bekannt. Er bindet sich eng an seine Familie und bleibt gerne in der Nähe seiner Menschen, eine Eigenschaft, die direkt aus seiner Zucht als eng mit dem Hundeführer zusammenarbeitender Vorstehhund stammt. Kindern gegenüber zeigt er sich meist geduldig und sanft, und mit anderen Hunden versteht er sich in der Regel gut.
Fremden gegenüber verhält sich die Rasse typischerweise zurückhaltend statt aggressiv, anfangs oft wachsam und nach dem Kennenlernen freundlich. Diese Aufmerksamkeit macht ihn zu einem brauchbaren Wachhund, auch wenn er keine Schutzhunderasse ist. Mit anderen Haustieren kommt er im Allgemeinen gut zurecht, wobei sein jagdlicher Hintergrund dazu führen kann, dass kleine Tiere eine Hetz- oder Vorstehreaktion auslösen.
Die Rasse ist intelligent und arbeitet gerne mit dem Menschen zusammen, was sie gut trainierbar macht, gleichzeitig aber auch geistige Beschäftigung erfordert. Ein gelangweilter Griffon gräbt womöglich, kaut oder wird lautstark. Tägliche Zuwendung und ein klarer Tagesablauf sorgen dafür, dass sich das Wesen von seiner besten Seite zeigt.
| Merkmal | Bewertung |
|---|---|
| Zuneigung | 5 |
| Energie | 4 |
| Trainierbarkeit | 5 |
| Lautstärke | 2 |
| Haarausfall | 2 |
Das raue Fell braucht regelmässiges Bürsten und gelegentliches Trimmen von Hand, und die Rasse benötigt viel tägliche Bewegung sowie eine Aufgabe, um zufrieden zu sein.
Der Korthals-Griffon passt sich den meisten Wohnsituationen an, sofern er täglich ausreichend Bewegung bekommt, ist aber am glücklichsten mit Zugang zu einem Garten und regelmässiger Arbeit im Freien. Das wetterfeste Fell lässt ihn Kälte und Nässe gut vertragen. Er ist am liebsten in der Nähe seiner Familie und kommt mit langem Alleinsein nicht gut zurecht.
Füttern Sie ein vollwertiges Futter, das auf eine aktive, mittelgrosse Rasse abgestimmt ist, und passen Sie die Portionen an das Aktivitätslevel an; erwachsene Hunde erhalten zwei Mahlzeiten täglich.
Der Korthals-Griffon kommt gut mit einem vollwertigen, ausgewogenen Futter zurecht, das für aktive, mittelgrosse Hunde konzipiert ist. Arbeits- und Jagdhunde verbrennen mehr Energie und brauchen während der Saison unter Umständen kalorienreicheres Futter oder grössere Portionen, während weniger aktive Hunde eine sorgfältige Portionskontrolle benötigen, um Übergewicht zu vermeiden. Richten Sie die Futtermenge immer nach dem Ernährungszustand des Hundes, statt das ganze Jahr über eine feste Menge zu füttern.
| Lebensphase | Menge pro Tag | Mahlzeiten |
|---|---|---|
| Welpe (2 bis 6 Monate) | Gemäss Herstellerangaben für Wachstum | 3 bis 4 |
| Welpe (6 bis 12 Monate) | Gemäss Herstellerangaben für Wachstum | 2 bis 3 |
| Erwachsen | Etwa 2 bis 3 Tassen hochwertiges Trockenfutter | 2 |
| Senior/weniger aktiv | Reduzierte Portionen zum Halten des Gewichts | 2 |
Beschränken Sie Leckerli auf rund 10 Prozent der Tageskalorien und verwenden Sie beim Training kleine Trainingsleckerli. Die meisten gesunden Hunde mit vollwertiger Ernährung brauchen keine Nahrungsergänzung. Besprechen Sie Gelenkpräparate oder Fischölzusätze mit einer Tierärztin oder einem Tierarzt, besonders bei älteren oder stark arbeitenden Hunden.
Die Rasse ist grundsätzlich robust und erreicht typischerweise ein Alter von 12 bis 15 Jahren. Zu den Erkrankungen, auf die zu achten ist, zählen unter anderem Hüftdysplasie und Ohrentzündungen.
Der Korthals-Griffon ist im Allgemeinen eine robuste Rasse mit einer typischen Lebenserwartung von 12 bis 15 Jahren. Verantwortungsvolle Züchter untersuchen ihre Zuchttiere auf erbliche Erkrankungen, und regelmässige Vorsorge hält die meisten Hunde bis ins höhere Alter gesund und aktiv. Wie bei jedem aktiven Jagdhund verdienen Gelenke und Ohren besondere Aufmerksamkeit.
| Erkrankung | Anzeichen | Hinweis |
|---|---|---|
| HĂĽftdysplasie | Steifheit, Hinken, Vermeiden von SprĂĽngen | Zuchttiere untersuchen; Gewicht kontrollieren |
| Ohrentzündungen | Kopfschütteln, Geruch, Kratzen an den Ohren | Ohren nach dem Schwimmen trocknen; wöchentlich kontrollieren |
| Augenerkrankungen | Trübung, Rötung, Sehveränderungen | Tierärztliche Augenkontrollen helfen bei früher Erkennung |
| Magendrehung (Blähung des Magens) | Aufgeblähter Bauch, erfolgloses Würgen, Unruhe | Medizinischer Notfall; nach dem Fressen keine intensive Bewegung |
Der Korthals-Griffon ist intelligent und arbeitet gerne mit seinen Menschen zusammen, was ihn mit konsequenten, belohnungsbasierten Methoden sehr gut trainierbar macht.
Der Korthals-Griffon zählt zu den besser trainierbaren Vorstehhundrassen, da er für die enge Zusammenarbeit mit einem Hundeführer gezüchtet wurde. Er lernt schnell, möchte mit seinem Menschen zusammenarbeiten und reagiert schlecht auf harte Behandlung. Kurze, konsequente Trainingseinheiten halten seine Aufmerksamkeit und bauen zuverlässiges Verhalten auf. Frühe Sozialisierung mit Menschen, Orten und anderen Tieren legt den Grundstein für einen selbstsicheren erwachsenen Hund.
Vor der Zucht sollten beide Elterntiere gesundheitlich untersucht werden; die Tragzeit beträgt wie bei Hunden üblich rund 63 Tage, und ein Wurf umfasst durchschnittlich mehrere Welpen.
Verantwortungsvolle Zucht des Korthals-Griffon beginnt mit gesundheitlich untersuchten Elterntieren, die dem Rassestandard in Fellstruktur, Körperbau und Wesen entsprechen. Hunde erreichen ihre körperliche Reife in der Regel, bevor sie zur Zucht eingesetzt werden, und seriöse Züchter warten, bis beide Elterntiere die empfohlenen Hüft- und Augenuntersuchungen absolviert haben.
Nach einer erfolgreichen Verpaarung dauert die Trächtigkeit etwa neun Wochen. Die Hündin sollte einen ruhigen Wurfplatz haben und gegen Ende der Trächtigkeit engmaschig beobachtet werden. Die Welpen kommen blind und hilflos zur Welt und sind in den ersten Wochen vollständig auf die Mutter angewiesen.
Die Aufzucht des Wurfs umfasst das Warmhalten der Welpen, die Kontrolle, dass jeder Welpe säugt, sowie den Beginn einer sanften Sozialisierung, sobald Augen und Ohren geöffnet sind. Früher Kontakt mit Menschen und die Gewöhnung an alltägliche Haushaltsgeräusche und -eindrücke tragen dazu bei, selbstsichere, menschenbezogene erwachsene Hunde heranzuziehen. Die Welpen ziehen in der Regel nach dem Absetzen und einer ersten tierärztlichen Kontrolle in ihr neues Zuhause.
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Geschlechtsreife | Etwa 6 bis 12 Monate (Zuchteinsatz später) |
| Trächtigkeit | Rund 63 Tage |
| Durchschnittlicher Wurf | Etwa 6 bis 8 Welpen |
| Absetzalter | Etwa 7 bis 8 Wochen |
| Augenöffnung | Etwa 10 bis 14 Tage |
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Häufige Fragen zum Korthals-Griffon: Grösse, Wesen, Pflegebedarf, Lebenserwartung, Eignung und Verfügbarkeit.
Es handelt sich um eine mittelgrosse Rasse mit einer Schulterhöhe von etwa 51 bis 61 cm (20 bis 24 Zoll) und einem Gewicht von rund 16 bis 32 kg (35 bis 70 Pfund), je nach Geschlecht und Statur.
Die Rasse ist freundlich, anhänglich und intelligent. Sie bindet sich eng an ihre Familie, kommt in der Regel gut mit Kindern und anderen Hunden zurecht und verhält sich Fremden gegenüber eher zurückhaltend, aber nicht aggressiv.
Der Pflegeaufwand ist moderat. Das raue Fell braucht regelmässiges Bürsten und gelegentliches Trimmen von Hand statt Scheren, und der Hund benötigt mindestens eine Stunde tägliche Bewegung sowie geistige Beschäftigung. Fellpflege und Bewegung sind die wichtigsten Verpflichtungen.
Die typische Lebenserwartung liegt bei guter Pflege, regelmässigen Tierarztkontrollen und einem gesunden Gewicht bei 12 bis 15 Jahren.
Ja, fĂĽr aktive Familien. Der Korthals-Griffon ist liebevoll und geduldig mit Kindern und ist gerne Teil des Alltags, braucht aber ausreichend Bewegung und eignet sich nicht fĂĽr Haushalte, die lange abwesend sind.
Es handelt sich um eine vergleichsweise seltene Rasse. Einen Welpen zu finden bedeutet meist, sich an einen seriösen Züchter zu wenden und sich auf eine Warteliste setzen zu lassen, statt kurzfristig kaufen zu können.
Der Haarausfall ist relativ gering. Das raue Doppelfell haart nur mässig, doch regelmässiges Bürsten und gelegentliches Trimmen von Hand sind nötig, um das Fell in gutem Zustand zu halten.