
Der Labrador Retriever ist eine freundliche, aufgeschlossene Rasse, die als Familienbegleiter und hingebungsvoller Arbeitshund geliebt wird.
Wie das Fell des Labrador Retriever aufgebaut ist und was das für die Pflege bedeutet.
Kritisch: Ein Labrador Retriever sollte nicht geschoren werden.
Die Unterwolle hält Hitze ebenso ab wie Kälte, und das Deckhaar schützt die Haut vor Sonne und Insektenstichen. Wird das ganze Fell abgeschoren, fällt beides weg. Es wächst oft lückenhaft, weich oder in anderer Farbe nach, und bei manchen Tieren kehrt das Deckhaar nie richtig zurück. Bürsten Sie die Unterwolle aus, statt sie abzuschneiden.
Hinweis: Ein Labrador Retriever stößt seine Unterwolle in starken Schüben ab.
Die Unterwolle löst sich über einige Wochen in starken Schüben. Ein Unterwollharke oder ein Bad mit anschließendem gründlichem Föhnen entfernt sie weit schneller als tägliches Bürsten. Das Fell kurz zu scheren ist dafür keine Abkürzung.
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Der Labrador Retriever ist ein mittelgrosser bis grosser Retriever aus Neufundland, in der Schweiz bei der Schweizerischen Kynologischen Gesellschaft (SKG) eingetragen und bekannt für sein ausgeglichenes Wesen, hohe Kooperationsbereitschaft und ein kurzes, wasserabweisendes Doppelfell. Ausgewachsene Tiere wiegen 25 bis 36 kg und werden rund 11 bis 13 Jahre alt.
Der Labrador Retriever gehört zu den am häufigsten eingetragenen Hunderassen in der Schweiz. In der Schweizerischen Kynologischen Gesellschaft (SKG) ist er als Retriever-Hund anerkannt. Ursprünglich wurde er für die Arbeit im kalten Wasser Neufundlands entwickelt: Fische apportieren, Netze einholen, Leinen einziehen. Diese Arbeitseigenschaften prägen das Wesen und die körperliche Robustheit bis heute.
Das Wesen des Labradors ist ausgeglichen, menschenbezogen und anpassungsfähig. Diese Eigenschaften erklären seinen Einsatz als Familienhund, als Assistenzhund für Menschen mit Behinderung und als Such- und Rettungshund.
Das Fell ist kurz, dicht und doppellagig. Es schützt gut vor Nässe; der Hund haart aber ganzjährig und beim saisonalen Haarwechsel besonders intensiv. Anerkannte Farben sind Schwarz, Gelb und Braun.
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Herkunft | Neufundland (heute Teil Kanadas), weiterentwickelt im Vereinigten Königreich |
| Grösse | Mittelgross bis gross; 25 bis 36 kg |
| Lebenserwartung | Rund 11 bis 13 Jahre |
| Gruppe / Verwendung | Retriever; Apportierarbeit, Assistenz- und Spürhund |
| Sozialverhalten | Verträglich mit Kindern, Familien und anderen Hunden; im Allgemeinen offen gegenüber Fremden |
Der Labrador eignet sich für Haushalte, die täglich Zeit für Bewegung und Training aufwenden können. Er passt gut zu Ersthundehalterinnen und -haltern mit der Bereitschaft, sich einzubringen, und zu Familien mit Kindern. Weniger geeignet ist er für Personen, die einen ruhigen oder kaum haarsenden Hund suchen oder das Tier regelmässig lange allein lassen müssen. Labradors sind soziale Tiere, die ohne ausreichende Beschäftigung schnell an Gewicht zunehmen.
Der Labrador Retriever geht auf den St.-John's-Hund aus Neufundland zurück, wurde im 19. Jahrhundert auf britischen Gutshöfen zur Jagdhunderasse verfeinert und 1903 vom Kennel Club sowie 1917 vom American Kennel Club anerkannt.
Die Wurzeln der Rasse liegen in Neufundland, wo Hunde, die als St.-John's-Hund oder Kleiner Neufundländer bekannt waren, im 18. und frühen 19. Jahrhundert an der Seite von Fischern arbeiteten. Sie apportierten Fische aus dem Wasser, zogen Netze ein und halfen beim Einholen von Leinen im eisigen Atlantik.
Britische Händler und Reisende brachten einige dieser Hunde nach England. Grundbesitzer, darunter der Earl of Malmesbury und der Duke of Buccleuch, züchteten sie als Apportierer für die Jagd auf ihren Gütern. In dieser Zeit setzte sich der Name 'Labrador' durch, obwohl die Hunde aus Neufundland und nicht von der Labrador-Küste stammten.
Die britischen Zuchtstämme formten den modernen Typus. Quarantänevorschriften und eine Steuer auf Hündinnen in Neufundland begrenzten die Einfuhren zunehmend, so dass die britischen Linien zum alleinigen Fundament der Rasse wurden.
Der Kennel Club im Vereinigten Königreich erkannte die Rasse 1903 an; der American Kennel Club folgte 1917. Schwarze Hunde stellten im frühen Zuchtbuch die Mehrheit dar, doch Gelb und Braun waren von Anfang an in der Rasse vorhanden.
Der Labrador ist muskulös und ausgewogen gebaut mit breitem Kopf, dem charakteristischen Otterschwanz und einem kurzen, dichten Doppelfell in Schwarz, Gelb oder Braun. Rüden erreichen 57 bis 62 cm Schulterhöhe, Hündinnen 55 bis 60 cm.
Der Labrador hat einen muskulösen, gut proportionierten Körperbau mit tiefem Brustkorb und geradem Rücken. Der Kopf ist breit mit mässigem Stop; die Ohren liegen anliegend. Ein unverwechselbares Rassemerkmal ist der sogenannte Otterschwanz: an der Basis sehr dicht befellt, im Querschnitt rund und kräftig. Das kurze, glatt anliegende Fell sitzt über einem weichen Untergewand und ist wasserabweisend.
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Schulterhöhe | Rüden 57 bis 62 cm; Hündinnen 55 bis 60 cm |
| Gewicht | Rüden 29 bis 36 kg; Hündinnen 25 bis 32 kg |
| Fell | Kurz, dicht, gerade Doppeldecke; wasserabweisend |
| Farben | Schwarz, Gelb, Braun |
| Augen | Braun oder Haselnuss; freundlicher, aufmerksamer Ausdruck |
Anerkannte Standardfarben sind Schwarz, Gelb und Braun. Gelb reicht von Creme bis Fuchsrot. Kleine weisse Abzeichen auf der Brust werden in vielen Standards geduldet, aber nicht bevorzugt. Das Doppelfell löst zweimal jährlich einen intensiven Haarwechsel aus; ausserhalb dieser Phasen ist der Haarausfall moderat, aber kontinuierlich. Sogenannte 'Silber'-Labradors sind aufgehellte Brauntöne und werden von grossen Kynologieverbänden, darunter der SKG, nicht als eigenständige Farbe anerkannt.
Labradors sind freundlich, menschenbezogen und in der Regel unkompliziert im Umgang, offen gegenüber Fremden und verträglich mit anderen Tieren. Ohne ausreichende Bewegung und Denkreize können Verhaltensprobleme auftreten.
Labradors bilden enge Bindungen zu ihren Bezugspersonen und halten sich gern in deren Nähe auf. Sie sind im Allgemeinen geduldig mit Kindern; wegen ihrer Grösse und Energie sollten Kleinkinder beim Spielen beaufsichtigt werden.
Gegenüber Fremden zeigt die Rasse selten Scheu. Die meisten Labradors begrüssen Unbekannte freundlich, was sie als Schutzhunde ungeeignet macht, aber in lebhaften Haushalten unkompliziert werden lässt. Mit anderen Hunden sind sie in der Regel verträglich; die Verträglichkeit mit Katzen ist bei frühzeitiger Sozialisation meist ebenfalls gegeben.
Der Apportierinstinkt ist ausgeprägt, ebenso die Neigung zum Kauen. Hunde, die nicht genug körperliche und geistige Auslastung bekommen, können graben, kauen oder unruhig werden. Mit konsequentem Training, klaren Regeln und ausreichend Bewegung sind sie unkomplizierte Alltagsbegleiter.
| Eigenschaft | Bewertung |
|---|---|
| Zuneigung | 5 |
| Energie | 5 |
| Lernbereitschaft | 5 |
| Bellfreude | 3 |
| Haarausfall | 4 |
Labradors brauchen wöchentliche Fellpflege, mindestens 60 Minuten Bewegung täglich und Gesellschaft. Das dichte Doppelfell haart intensiv; regelmässiges Bürsten reduziert den Haarausfall in der Wohnung.
Die Schweiz bietet mit ihren Wanderwegen im Mittelland und in voralpinen Lagen gute Möglichkeiten zur Auslastung. In den meisten Kantonen gilt in Wald und Offenland während der Wildschutzzeit eine Leinenpflicht. Zeitraum und Geltungsbereich sind kantonal geregelt und sollten vor dem Ausflug geprüft werden.
Labradors passen sich an Häuser und grössere Wohnungen an, sofern der tägliche Bewegungsbedarf gedeckt ist. Sie vertragen keine langen Alleinezeiten und verlangen nach Gesellschaft. Ein eingezäunter Auslauf ist sinnvoll, da Geruchssinn und Neugier zum Streunen verleiten können. Mehrere Kantone führen Rassenverzeichnisse oder schreiben für bestimmte Hunde einen Sachkundenachweis vor; die genauen Unterlagen und Anforderungen sind beim kantonalen Veterinäramt zu erfragen. Die Hundesteuer wird kantonal erhoben und variiert je nach Kanton.
Labradors kommen gut mit einem vollständigen Alleinfutter aus, das auf Lebensphase und Aktivität abgestimmt ist. Portionen müssen abgemessen werden, da die Rasse zur Gewichtszunahme neigt. Ausgewachsene Tiere erhalten in der Regel zwei Mahlzeiten täglich.
Verwenden Sie ein vollständiges und ausgewogenes Hundefutter, das zum Alter, Gewicht und zur Aktivität des Tieres passt. Labradors neigen zu Überfressen; daher sind abgemessene Portionen unerlässlich. Die Mengenangaben auf der Verpackung dienen als Ausgangspunkt und müssen je nach Körperzustand angepasst werden. Frisches Wasser muss jederzeit zur Verfügung stehen.
| Lebensphase | Menge pro Tag | Mahlzeiten pro Tag |
|---|---|---|
| Welpe (2 bis 6 Monate) | Ca. 180 bis 270 g | 3 bis 4 |
| Welpe (6 bis 12 Monate) | Ca. 225 bis 315 g | 2 bis 3 |
| Adult | Ca. 225 bis 270 g | 2 |
| Senior / wenig aktiv | Ca. 180 bis 225 g | 2 |
Leckerlis sollten etwa 10 Prozent des täglichen Kalorienbedarfs nicht übersteigen und vom regulären Futteranteil abgezogen werden. Viele Halterinnen und Halter verwenden einen Teil der abgemessenen Tagesration als Trainingsbelohnung. Nahrungsergänzungsmittel wie Gelenksupporte oder Fischöl werden gelegentlich eingesetzt, sind bei einem vollständigen Alleinfutter bei gesunden Tieren aber in der Regel nicht notwendig. Allfällige Ergänzungen sind mit der Tierärztin oder dem Tierarzt abzusprechen.
Labradors leben typischerweise 11 bis 13 Jahre und sind generell robuste Hunde, aber anfällig für Hüft- und Ellbogendysplasie, Übergewicht sowie bestimmte vererbliche Erkrankungen. Gesundheitsprüfungen bei Zuchttieren senken das Risiko für Nachkommen.
Die Lebenserwartung liegt bei rund 11 bis 13 Jahren. Übergewicht ist das häufigste und am besten vermeidbare Gesundheitsproblem der Rasse: Es belastet die Gelenke, erhöht das Risiko für Stoffwechselstörungen und verkürzt die Lebenserwartung. Verantwortungsvolle Züchterinnen und Züchter, die bei der SKG eingetragen sind, lassen Elterntiere vor der Verpaarung auf vererbliche Erkrankungen untersuchen.
| Erkrankung | Anzeichen | Hinweis |
|---|---|---|
| Hüftdysplasie | Lahmheit, Steifheit, Schwierigkeiten beim Aufstehen | Bei Zuchttieren durch Röntgenuntersuchung und Bewertung geprüft |
| Ellbogendysplasie | Lahmheit der Vordergliedmassen, Bewegungsunlust | Erblich; Untersuchung empfohlen |
| Übergewicht | Erhöhtes Körpergewicht, geringe Ausdauer | Durch Portionskontrolle und Bewegung weitgehend vermeidbar |
| Progressive Retinaatrophie | Nachtblindheit, abnehmende Sehfähigkeit | Erblich; DNA-Test verfügbar |
| Belastungsinduzierter Kollaps | Schwäche oder Kollaps nach intensiver Aktivität | Mit bekanntem Gen verknüpft; DNA-Test verfügbar |
| Ohrinfektionen | Kopfschütteln, Geruch, Kratzen am Ohr | Hängeohren begünstigen Feuchtigkeitsstau; regelmässige Reinigung hilft |
Labradors gehören zu den lernfreudigsten Rassen: Sie sind intelligent, futtermotiviert und kooperationsbereit. Frühzeitige Sozialisation und konsequentes belohnungsbasiertes Training geben die besten Ergebnisse.
Labradors lernen schnell und arbeiten gern mit Menschen zusammen. Ihr Einsatz als Führhunde, Spürhunde und Assistenzhunde gründet auf genau diesen Eigenschaften. Am wirksamsten ist belohnungsbasiertes Training mit Futter, Spielzeug oder Lob. Die grössten Herausforderungen sind die Energie der Hunde und ihre Neigung, alles in den Mund zu nehmen. Frühzeitiger Beginn und kurze, regelmässige Einheiten sind entscheidend.
In Kantonen, die einen Sachkundenachweis für Hundehalterinnen und -halter vorschreiben, bieten Kynologievereine und Hundeschulen in der Regel anerkannte Kurse an, in denen grundlegende Erziehungsziele praktisch erarbeitet werden.
Labradors werden früh geschlechtsreif, werden aber erst nach abgeschlossenen Gesundheitsprüfungen verpaart. Die Trächtigkeit dauert rund 63 Tage, und Würfe umfassen im Durchschnitt 6 bis 8 Welpen.
Labrador-Hündinnen werden meist zwischen 6 und 12 Monaten erstmals läufig; in der verantwortungsvollen Zucht wird die erste Verpaarung jedoch hinausgezögert, bis das Tier ausgewachsen ist und die Gesundheitsprüfungen für Hüfte, Ellbogen, Augen und Erbkrankheiten bestanden hat. Hündinnen kommen etwa zweimal pro Jahr in den Zyklus.
Die Trächtigkeit dauert rund 63 Tage nach der Befruchtung. Wurfgrössen von 6 bis 8 Welpen sind häufig; kleinere und grössere Würfe kommen vor. Neugeborene Welpen sind blind und taub und vollständig auf die Mutter angewiesen.
Die Entwöhnung beginnt ab der dritten bis vierten Lebenswoche, wenn die Welpen schrittweise an Festfutter herangeführt werden. Frühe Prägung und Sozialisation im Züchterhaushalt beeinflussen das spätere Wesen massgeblich. Die Abgabe in neue Familien erfolgt in der Regel mit rund 8 Wochen, nach Beginn des Impfprogramms. Bei der SKG eingetragene Züchterinnen und Züchter halten sich an die Zuchtordnung des Verbands.
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Geschlechtsreife | Ca. 6 bis 12 Monate |
| Läufigkeitszyklen | Etwa zweimal pro Jahr |
| Trächtigkeitsdauer | Ca. 63 Tage |
| Durchschnittliche Wurfgrösse | 6 bis 8 Welpen |
| Absetzalter | Ca. 6 bis 8 Wochen |
| Abgabe in neue Familien | Ca. 8 Wochen |
AMICUS deckt die Meldepflicht ab; das Gratis-Profil von United Pet Club haelt Ihren Hund der Rasse Labrador Retriever auch jenseits der Grenze auffindbar.
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Antworten auf verbreitete Fragen zum Labrador Retriever: Grösse, Haarausfall, Eignung für Familien mit Kindern, Lebenserwartung, Anschaffungskosten und Alltagstauglichkeit.
Ausgewachsene Labradors erreichen eine Schulterhöhe von 55 bis 62 cm und wiegen 25 bis 36 kg. Rüden sind in der Regel grösser und schwerer als Hündinnen.
Ja. Das dichte Doppelfell haart ganzjährig und zweimal jährlich besonders intensiv. Wöchentliches Bürsten, während des Haarwechsels täglich, hält den Fellverlust in der Wohnung in Grenzen.
Labradors sind im Allgemeinen geduldig und freundlich gegenüber Kindern. Wegen ihrer Grösse und Energie sollten jüngere Kinder beim Spielen nicht unbeaufsichtigt gelassen werden.
Die meisten Labradors leben rund 11 bis 13 Jahre. Ein gesundes Körpergewicht und regelmässige tierärztliche Kontrolle tragen zu einem längeren und gesünderen Leben bei.
Die Preise variieren je nach Region, Züchterin oder Züchter sowie Abstammung und Gesundheitsprüfungen. Welpen aus gesundheitsgeprüften Elterntieren von bei der SKG eingetragenen Züchterinnen und Züchtern kosten in der Regel mehr. Eine Adoption über eine Rettungsorganisation ist eine kostengünstigere Alternative.
Fellpflege und Erziehung sind vergleichsweise unkompliziert, aber der Hund braucht täglich viel Bewegung und Gesellschaft. Ausserdem ist die Futterration konsequent zu kontrollieren, da Labradors leicht zunehmen.
In der Regel nicht. Labradors sind Fremden gegenüber offen und freundlich; als Schutzhunde sind sie wenig geeignet. Als Familien- und Begleithunde sind sie hingegen sehr vielseitig.