
Der Irish Setter ist eine aufgeschlossene, lebensfrohe Rasse, berühmt für ihr fließendes mahagonifarbenes Fell und ihren überschwänglichen Geist.
Wie das Fell des Irish Setter aufgebaut ist und was das fĂĽr die Pflege bedeutet.
Vorsicht: Das Fell eines Irish Setter verfilzt leicht.
Feines oder langes Haar verknotet unsichtbar am Fellgrund, wo sich die Filzknoten zusammenziehen und an der Haut ziehen. Gebürstet werden muss abschnittsweise bis auf die Haut, nicht nur an der Oberfläche.
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Der Irish Setter ist ein grosser, lebhafter Vorstehhund aus Irland mit kastanienrotem Fell. Aktive Familien mit Zeit für tägliche Bewegung passen am besten zu ihm.
Der Irish Setter ist ein grosser Jagdhund, der in Irland gezüchtet wurde, um Federwild für Jäger aufzuspüren und anzuzeigen. Kennzeichnend sind sein langes, seidiges Fell in dunklem Kastanienbraun bis Mahagonirot und ein Körperbau, der auf raumgreifendes, schnelles Laufen ausgelegt ist. Ausgewachsene Tiere bringen üblicherweise 27 bis 32 Kilogramm auf die Waage und erreichen eine Schulterhöhe von 64 bis 69 Zentimetern.
Das Wesen macht die Rasse aus. Irish Setter sind freundlich, verspielt und zeigen ihre Zuneigung offen, auch gegenüber Kindern. Fremden begegnen sie eher wie neuen Freunden als wie einer Bedrohung, was sie zu schlechten Wachhunden, aber zuverlässigen Familienbegleitern macht. Das Energielevel ist hoch. Ein Setter, der zu wenig beschäftigt wird, wird in der Wohnung schnell unruhig und zerstörerisch.
Dieser Hund will Teil des Haushalts sein. Lange Zeit allein bekommt ihm nicht, und er baut eine enge Bindung zu seiner Familie auf. Frühe Erziehung und regelmässige Bewegung formen aus diesem Übermut einen umgänglichen, angenehmen Haushund.
| Merkmal | Detail |
|---|---|
| Herkunft | Irland |
| Grösse | Gross (ca. 27 bis 32 kg, 64 bis 69 cm) |
| Lebenserwartung | 12 bis 15 Jahre |
| Gruppe/Rolle | FCI-Gruppe 7, Vorstehhund (Setter) |
| Verträglichkeit | Kinder, Familien, andere Hunde |
Der Irish Setter passt zu einem aktiven Haushalt, der tägliche Zeit im Freien schätzt und einen geselligen, unkomplizierten Hund möchte. Er eignet sich gut für Familien mit Kindern und für Halterinnen und Halter, die täglich eine Stunde oder mehr für Bewegung einplanen können. Weniger passend ist er für Personen, die viele Stunden ausser Haus sind, einen Wachhund suchen oder einen ruhigen, energiearmen Begleiter bevorzugen.
Der Irish Setter entstand im 18. und 19. Jahrhundert in Irland als Vorstehhund fĂĽr die Jagd; die einheitlich rote Fellfarbe wurde im 19. Jahrhundert durch gezielte Zucht gefestigt.
Die Wurzeln des Irish Setter liegen in Irland, wo Jäger einen schnellen, weiträumig suchenden Hund für offenes Gelände brauchten. Erste Setter tauchten dort im 18. Jahrhundert auf und gingen auf eine Mischung aus Spaniels, Pointern und anderen Setter-Typen zurück. Diese frühen Hunde waren häufig rot-weiss gefärbt, nicht einheitlich rot.
Im Verlauf des 19. Jahrhunderts selektionierten irische Züchter zunehmend auf das satte Mahagonirot, das die Rasse heute prägt. Die rot-weisse Variante wurde als eigene Linie weitergeführt und gilt heute als eigenständige Rasse, der Irish Red and White Setter. Der einfarbig rote Hund wurde zum bekannteren der beiden.
Über Irland hinaus fand die Rasse im 19. Jahrhundert zunehmend Anhänger und gehörte zu den früh anerkannten Rassen, als sich der moderne Hundesport formierte. 1878 wurde sie beim American Kennel Club eingetragen. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war der Irish Setter auf beiden Seiten des Atlantiks etabliert, sowohl als Jagdhund wie auch als Ausstellungs- und Begleithund.
Jahrzehntelange Beliebtheit als Haushund verschob die Zucht bei manchen Linien stärker in Richtung Optik statt Feldleistung. Arbeits- und Ausstellungslinien entwickelten sich dadurch teilweise auseinander, wobei feldgezüchtete Setter oft leichter und triebstärker sind. Beide Typen teilen denselben freundlichen Charakter und das rote Fell.
Der Irish Setter ist gross, schlank und langbeinig, mit mahagonirotem Fell, Befederung an Ohren, Beinen und Rute sowie einer harmonischen, athletischen Linie.
Der Irish Setter hat einen eleganten, windhundartig wirkenden Körperbau, der Schnelligkeit und Ausdauer erkennen lässt. Der Rumpf ist etwas länger als hoch, mit tiefer Brust, langem Hals und klaren Linien. Der Kopf ist lang und trocken, der Fang mässig tief, der Ausdruck sanft und aufmerksam. Die Rute wird etwa auf Rückenhöhe getragen und läuft spitz zu. Der Rassestandard wird von der Fédération Cynologique Internationale (FCI) geführt; in der Schweiz übernimmt die Schweizerische Kynologische Gesellschaft (SKG) als Dachorganisation diesen Standard.
| Merkmal | Standard |
|---|---|
| Widerristhöhe | Rüden 66 bis 69 cm; Hündinnen 61 bis 66 cm |
| Gewicht | RĂĽden 29 bis 32 kg; HĂĽndinnen 25 bis 27 kg |
| Fell | Mittellang, glatt und seidig, mit Befederung |
| Farben | Kastanien- bis Mahagonirot; kleine weisse Abzeichen zulässig |
| Augen | Mittelgross, dunkel- bis mittelbraun, freundlicher Ausdruck |
Am Kopf und an der Vorderseite der Läufe ist das Fell kurz und fein, überall sonst länger. Befederung hängt an den Ohren, der Rückseite der Läufe, am Bauch und an der Rute. Die Farbe reicht von kräftigem Kastanienbraun bis zu tiefem Mahagonirot, ohne Schwarzanteile. Kleine weisse Abzeichen an Brust, Kehle oder Zehen erlaubt der Standard, grosse weisse Flächen sind für die einfarbig rote Rasse hingegen untypisch. Damit die Befederung nicht verfilzt, braucht das Fell regelmässige Pflege.
Irish Setter sind freundlich, verspielt und aufgeschlossen, binden sich eng an ihre Familie und kommen gut mit Kindern und anderen Haustieren zurecht.
Der Irish Setter zählt zu den geselligsten Vorstehhunden. Er ist anhänglich und offen freundlich und begrüsst Besuch oft überschwänglich statt misstrauisch. Im Umgang mit der Familie, auch mit Kindern, zeigt er sich meist sanft und verspielt; wegen seiner Grösse und hohen Energie sollten kleine Kinder beim Spielen dennoch beaufsichtigt werden, um versehentliche Rempler zu vermeiden.
Mit anderen Hunden kommt die Rasse in der Regel gut zurecht, und auch das Zusammenleben mit Katzen und weiteren Haustieren klappt, wenn sie gemeinsam aufwachsen; die Herkunft als Vorstehhund bringt allerdings ein ausgeprägtes Interesse an kleinen, flüchtenden Tieren mit sich. Als Wachhund taugt der Irish Setter kaum, Aggression zeigt er nur selten.
Irish Setter reifen langsam und behalten bis weit ins Erwachsenenalter einen verspielten, schelmischen Zug. Sie sind intelligent, aber leicht abzulenken, weshalb Training Geduld verlangt. Langeweile und Einsamkeit sind die grössten Verhaltensrisiken. Ein Setter ohne genügend Bewegung und Gesellschaft bellt, kaut oder gräbt womöglich. Gleichmässige geistige und körperliche Auslastung bringt das Wesen am besten zur Geltung.
| Merkmal | Bewertung |
|---|---|
| Zuneigung | 5 |
| Energie | 5 |
| Trainierbarkeit | 3 |
| Lautstärke | 3 |
| Haarausfall | 3 |
Der Irish Setter braucht regelmässiges Bürsten für sein befedertes Fell, mindestens eine Stunde Bewegung täglich sowie ein Zuhause mit Auslauf und menschlicher Gesellschaft.
Am besten kommt der Irish Setter in einem Zuhause mit sicher eingezäuntem Garten und einer aktiven Familie zurecht. Ein Leben im Vorortquartier ist möglich, sofern die tägliche Bewegung stimmt; für lange Stunden allein oder eine Haltung als reiner Zwingerhund im Freien eignet er sich jedoch nicht. Er will drinnen bei seinen Menschen leben.
Der Irish Setter braucht ein vollwertiges Futter für grosse, aktive Hunde, aufgeteilt auf zwei Mahlzeiten täglich, um das Risiko einer Magendrehung zu senken.
Der Irish Setter ist ein grosser, sportlicher Hund mit echtem Bewegungsbedarf und braucht deshalb ein vollwertiges, ausgewogenes Futter, das zu Lebensphase und Aktivitätslevel passt. Setter im Feld- oder Jagdeinsatz verbrennen mehr Energie als ein überwiegend häuslicher Begleithund, die Menge sollte entsprechend angepasst werden, damit der Hund schlank bleibt. Die Körperkondition im Blick behalten: Die Rippen sollten sich leicht ertasten, aber nicht abzeichnen lassen.
| Lebensphase | Menge pro Tag | Mahlzeiten |
|---|---|---|
| Welpe (2 bis 6 Monate) | Gemäss Angaben auf dem Aufzuchtfutter, mehrmals täglich | 3 bis 4 |
| Junghund (6 bis 12 Monate) | Ca. 300 bis 360 g | 2 bis 3 |
| Erwachsen (1 bis 7 Jahre) | Ca. 300 bis 420 g | 2 |
| Senior (ab 7 Jahren) | Reduziert entsprechend der geringeren Aktivität | 2 |
Leckerlis sollten höchstens rund 10 Prozent der Tagesenergie ausmachen, um Übergewicht zu vermeiden. Die meisten Setter mit vollwertigem Fertigfutter brauchen keine zusätzlichen Ergänzungsmittel. Bei grossen, aktiven Hunden kann eine Tierärztin oder ein Tierarzt Gelenkpräparate oder Omega-3-Fettsäuren für Fell und Haut empfehlen. Frisches Wasser sollte jederzeit zur Verfügung stehen, besonders rund um die Bewegungseinheiten.
Der Irish Setter ist grundsätzlich robust und wird 12 bis 15 Jahre alt, neigt aber zu Magendrehung, Hüftdysplasie sowie bestimmten Augen- und Ohrenproblemen.
Der Irish Setter gilt als recht widerstandsfähige Rasse mit einer typischen Lebenserwartung von 12 bis 15 Jahren. Wie bei den meisten grossen, tiefbrüstigen Hunden ist die dringlichste gesundheitliche Sorge die Magendrehung (gastrische Dilatation-Volvulus), bei der sich der Magen mit Gas füllt und sich verdrehen kann. Das ist ein lebensbedrohlicher Notfall. Verantwortungsvolle Züchterinnen und Züchter lassen Hüften und Augen untersuchen, und Welpen aus gesundheitlich getesteten Linien senken das Risiko erblicher Erkrankungen.
| Erkrankung | Anzeichen | Hinweis |
|---|---|---|
| Magendrehung (GDV) | Geblähter Bauch, Würgen ohne Erbrechen, Unruhe | Notfall; sofort tierärztliche Hilfe aufsuchen |
| HĂĽftdysplasie | Steifheit, Hinken, MĂĽhe beim Aufstehen | Zuchttiere untersuchen lassen; Gewicht kontrollieren |
| Progressive Retinaatrophie | Nachtblindheit, allmählicher Sehverlust | Für manche Formen sind DNA-Tests verfügbar |
| Ohrenentzündungen | Kopfschütteln, Geruch, Kratzen an den Ohren | Hängt mit den Hängeohren zusammen; regelmässig reinigen und trocknen |
| Schilddrüsenunterfunktion | Gewichtszunahme, Mattigkeit, Fellveränderungen | Mit täglicher Medikation behandelbar |
Irish Setter sind klug, aber leicht abzulenken, und lernen am besten mit kurzen, fröhlichen, belohnungsbasierten Einheiten sowie früher Sozialisierung.
Der Irish Setter ist aufgeweckt und arbeitet gern mit, doch sein verspieltes, ablenkbares Wesen verlangt in der Erziehung Geduld und Konsequenz. Die Rasse reift langsam und verhält sich mitunter zwei bis drei Jahre lang wie ein Welpe, weshalb Halterinnen und Halter mit einer längeren Lernphase rechnen sollten als bei manch anderem Jagdhund. Harte Methoden gehen bei dieser sensiblen Rasse nach hinten los; sie reagiert deutlich besser auf Ermutigung als auf Korrektur.
Mit der Sozialisierung sollte frĂĽh begonnen werden. Ein Welpe, der viele verschiedene Menschen, Orte, Hunde und Situationen kennenlernt, entwickelt sich zu jenem selbstbewussten, freundlichen erwachsenen Hund, fĂĽr den die Rasse bekannt ist.
Irish Setter erreichen die Zuchtreife mit rund zwei Jahren, die Tragzeit dauert etwa 63 Tage, und ein Wurf umfasst meist sechs bis zwölf Welpen.
Verantwortungsvolle Zucht beim Irish Setter beginnt mit der gesundheitlichen Untersuchung beider Elterntiere auf Hüftdysplasie und erbliche Augenerkrankungen sowie mit einem soliden, freundlichen Wesen. Züchterinnen und Züchter warten meist, bis eine Hündin körperlich und geistig ausgereift ist, etwa im Alter von zwei Jahren, bevor sie gedeckt wird, statt sie bereits bei der ersten Läufigkeit oder Fruchtbarkeit zu belegen.
Hündinnen kommen etwa zweimal jährlich in die Läufigkeit. Nach einer erfolgreichen Verpaarung dauert die Trächtigkeit ab der Befruchtung rund 63 Tage. Die Würfe fallen meist mittelgross bis gross aus, oft sechs bis zwölf Welpen, passend zur Grösse der Rasse.
Neugeborene Welpen sind blind, taub und in den ersten Wochen vollständig auf die Wärme und Milch der Mutter angewiesen. Die Aufgabe der Züchterin oder des Züchters besteht darin, die Wurfkiste sauber und warm zu halten, die Gewichtszunahme zu überwachen und mit sanftem Handling sowie erster Sozialisierung zu beginnen, sobald sich die Welpen entwickeln. Üblicherweise ziehen die Welpen mit rund acht Wochen in ihr neues Zuhause, wenn das Absetzen abgeschlossen ist und die frühe Sozialisierung begonnen hat. Angesichts der langsamen Reife der Rasse sollten neue Halterinnen und Halter eine ausgedehnte Adoleszenzphase einplanen.
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Zuchtreife | Rund 2 Jahre |
| Läufigkeit | Etwa zweimal pro Jahr |
| Trächtigkeit | Etwa 63 Tage |
| Wurfgrösse | 6 bis 12 Welpen (typisch) |
| Absetz-/Abgabealter | Etwa 8 Wochen |
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Häufige Fragen zu Grösse, Wesen, Pflegebedarf, Lebenserwartung und Eignung des Irish Setter als Familienhund.
Der Irish Setter ist eine grosse Rasse. Rüden erreichen eine Schulterhöhe von etwa 66 bis 69 Zentimetern und wiegen 29 bis 32 Kilogramm, Hündinnen sind mit 61 bis 66 Zentimetern und 25 bis 27 Kilogramm etwas kleiner.
Ja. Sie sind freundlich, verspielt und anhänglich gegenüber Menschen und kommen in der Regel gut mit Kindern und anderen Hunden zurecht. Wegen ihrer Grösse und Energie sollte das Spiel mit kleinen Kindern beaufsichtigt werden.
Er ist mässig anspruchsvoll. Die Hauptaufgaben sind tägliche Bewegung von mindestens einer Stunde, regelmässiges Bürsten des befederten Fells und wöchentliche Ohrenpflege. Zudem braucht er Gesellschaft und mag es nicht, lange allein gelassen zu werden.
Die typische Lebenserwartung liegt bei 12 bis 15 Jahren. Regelmässige Tierarztbesuche, ein gesundes Gewicht und die Wahl von Welpen aus gesundheitlich getesteten Linien unterstützen ein langes Leben.
Sie sind intelligent, aber leicht abzulenken und reifen langsam, weshalb die Erziehung Geduld verlangt. Kurze, fröhliche, belohnungsbasierte Einheiten und frühe Sozialisierung funktionieren am besten.
Nein. Sie sind zu freundlich und aufgeschlossen, um als Wachhund zu taugen, und heissen Fremde meist willkommen. Sie können bellen, um Besuch anzukündigen, verhalten sich aber nicht schützend.
Mindestens 60 bis 90 Minuten Aktivität täglich einplanen, idealerweise mit der Möglichkeit, sicher frei zu laufen, dazu Spiele oder Hundesport zur geistigen Auslastung.