
Hovawart
Der Hovawart ist eine hingebungsvolle, intelligente deutsche Arbeits- und Wachhunderasse, die zutiefst treu und von Natur aus beschützend gegenüber ihrem Zuhause ist.
- Size
- Gross
- Lifespan
- 10–14 years
- Origin
- Deutschland
- Temperament
- Treu ergeben
- Standard colors
- Schwarz und Gold
Characteristics
Coat and grooming
How the Hovawart coat is built, and what that means when you groom it.
- Fellschichten
- Doppeltes Fell
- Fellstruktur
- Gewellt
- Fellänge
- Lang
- Haarwechsel
- Saisonaler Fellwechsel
Grooming guidance
Kritisch: A Hovawart should not be shaved.
Die Unterwolle hält Hitze ebenso ab wie Kälte, und das Deckhaar schützt die Haut vor Sonne und Insektenstichen. Wird das ganze Fell abgeschoren, fällt beides weg. Es wächst oft lückenhaft, weich oder in anderer Farbe nach, und bei manchen Tieren kehrt das Deckhaar nie richtig zurück. Bürsten Sie die Unterwolle aus, statt sie abzuschneiden.
Vorsicht: A Hovawart coat mats easily.
Feines oder langes Haar verknotet unsichtbar am Fellgrund, wo sich die Filzknoten zusammenziehen und an der Haut ziehen. Gebürstet werden muss abschnittsweise bis auf die Haut, nicht nur an der Oberfläche.
Hinweis: A Hovawart drops its undercoat in heavy bursts.
Die Unterwolle löst sich über einige Wochen in starken Schüben. Ein Unterwollharke oder ein Bad mit anschliessendem gründlichem Föhnen entfernt sie weit schneller als tägliches Bürsten. Das Fell kurz zu scheren ist dafür keine Abkürzung.
Hovawart colors and patterns
What each club's breed standard says about every Hovawart color and pattern. Point at a ruling to see the club's own wording.
Breed standards describe the Hovawart in Schwarz und Gold. Standard patterns: Einfarbig und Lohzeichnung.
| Color or pattern | FCI | AKC | UKC | KC | KUSA |
|---|---|---|---|---|---|
| Schwarz | Standardgemäss (“black”) | Standardgemäss (“Black”) | Standardgemäss (“Black”) | Standardgemäss (“Black”) | Standardgemäss (“black”) |
| Gold | Standardgemäss (“blond”) | Standardgemäss (“Blonde”) | Standardgemäss (“Blond”) | Standardgemäss (“Blonde”) | Standardgemäss (“blonde”) |
| Weiss | Disqualifizierend (“white”) | Disqualifizierend (“white”) | Disqualifizierend | Nicht anerkannt | Disqualifizierend (“white”) |
| Blau | Disqualifizierend (“blue-grey”) | Disqualifizierend (“blue-grey”) | Disqualifizierend | Nicht anerkannt | Disqualifizierend (“blue-grey”) |
| Braun | Disqualifizierend (“brown”) | Disqualifizierend (“brown”) | Disqualifizierend | Nicht anerkannt | Disqualifizierend (“brown”) |
| Rot | Disqualifizierend (“deer color”) | Disqualifizierend (“deer color”) | Disqualifizierend | Nicht anerkannt | Disqualifizierend (“deer colour”) |
| Creme | Disqualifizierend (“Whitish-blond color, also on ears”) | Disqualifizierend (“Whitish-blond color, also on ears”) | Disqualifizierend | Nicht anerkannt | Disqualifizierend (“Whitish-blonde colour, also on ears”) |
| Patterns | |||||
| Einfarbig | Standardgemäss (“Black: The coat is black and shiny”) | Standardgemäss (“Black: The coat is black and shiny”) | Standardgemäss (“Black The coat is black and shiny”) | Standardgemäss (“Black: Deep, shining black”) | Standardgemäss (“Black: The coat is black and shiny”) |
| Lohzeichnung | Standardgemäss (“black & tan”) | Standardgemäss (“black & tan”) | Standardgemäss (“Black/gold”) | Standardgemäss (“Black/gold”) | Standardgemäss (“black/gold”) |
| Gescheckt | Disqualifizierend (“patched”) | Disqualifizierend (“patched”) | Disqualifizierend | Nicht anerkannt | Disqualifizierend (“patched”) |
| Zobel | Disqualifizierend (“blond with smutty touch”) | Disqualifizierend (“blond with smutty touch”) | Disqualifizierend | Nicht anerkannt | Disqualifizierend (“blonde with smutty touch”) |
| Agouti | Disqualifizierend (“predominantly banded hair”) | Disqualifizierend (“predominantly banded hair”) | Disqualifizierend | Nicht anerkannt | Disqualifizierend (“predominantly banded hair”) |
| Color or pattern | FCI | AKC | UKC | KC | KUSA |
|---|---|---|---|---|---|
| Braun | Standardgemäss (“dark to medium brown”) | Standardgemäss (“dark to medium brown”) | Standardgemäss (“Varying shades of brown”) | Standardgemäss (“Dark to medium brown”) | Standardgemäss (“dark to medium brown”) |
| Dunkelbraun | Standardgemäss (“dark to medium brown”) | Standardgemäss (“dark to medium brown”) | No ruling | Standardgemäss (“Dark to medium brown”) | Standardgemäss (“dark to medium brown”) |
| Hellbraun | Fehler (“One lightbrown eye or two lightbrown eyes”) | Fehler (“One lightbrown eye or two lightbrown eyes”) | No ruling | No ruling | No ruling |
| Blau | Disqualifizierend (“One blue eye / or two blue eyes”) | Disqualifizierend (“One blue eye / or two blue eyes”) | Disqualifizierend (“Wall eyes”) | No ruling | Disqualifizierend (“Blue eye or wall eye”) |
| Patterns | |||||
| Verschiedenfarbige Augen | Disqualifizierend (“One blue eye”) | Disqualifizierend (“One blue eye”) | No ruling | No ruling | Disqualifizierend (“Blue eye or wall eye”) |
| Color or pattern | FCI | AKC | UKC | KC | KUSA |
|---|---|---|---|---|---|
| Schwarz | Standardgemäss (“In black & tan and black dogs the nose is black”) | Standardgemäss (“In black & tan and black dogs the nose is black”) | Standardgemäss (“black in color”) | No ruling | Standardgemäss (“In black/gold and black dogs pigmentation is black; in blonde dogs it is black”) |
| Patterns | |||||
| Schneenase | Standardgemäss (“Snownose is permitted in blond dogs”) | Standardgemäss (“Snownose is permitted in blond dogs”) | Standardgemäss (“a snow nose is acceptable”) | Standardgemäss (“Snow nose acceptable”) | Standardgemäss (““snow nose” (temporary loss of pigmentation) accepted”) |
What the rulings mean
- Standardgemäss
- Described by the club's breed standard.
- Fehler
- Named by the club's breed standard as a fault: the animal can be shown but is penalized.
- Disqualifizierend
- The club's breed standard disqualifies an animal of this color or pattern.
- Nicht anerkannt
- The club does not accept this color or pattern for the breed.
Color changes
How a Hovawart's colors can change over its life.
Schwarzchanges toRostrot
Fell · Mit dem Körperzustand · can change back
Schwarzchanges toGrau
Fell · Fortschreitend
Schwarzchanges toBraun
Fell · In der Sonne · can change back
Lohzeichnungchanges toSattelzeichnung
Fell · Mit dem Alter · from 6 to 156 weeks
Schwarzchanges toSchneenase
Nase · Mit der Jahreszeit · can change back
Schwarzchanges toRosa
Nase · Mit der Jahreszeit · can change back
Sources
Each ruling comes from the club's published breed standard or color list.
Meet some of our Hovawart
A few of the Hovawart profiles members have added to United Pet Club.
Der Hovawart im Porträt
Der Hovawart ist ein grosser deutscher Wach- und Gebrauchshund: anhänglich, klug und mit ausgeprägtem Trieb, Haus und Familie zu bewachen.
Der Hovawart ist ein grosser Arbeitshund aus Deutschland, gezüchtet für die Bewachung von Höfen und Gütern. Der Name geht auf altdeutsche Wörter mit der Bedeutung "Hofwächter" zurück und beschreibt damit die ursprüngliche Aufgabe der Rasse. Ausgewachsene Tiere sind hochläufig und tragen ein mittellanges Haarkleid, meist schwarz, schwarzmarken oder blond. Der Körperbau ist kräftig, ohne schwer zu wirken, und passt zu einem Hund, der über längere Zeit patrouillieren und arbeiten soll.
Im Wesen zeigt sich der Hovawart selbstsicher und ausgeglichen. Er bindet sich eng an seine Menschen und orientiert sich meist am ganzen Haushalt statt an einer einzelnen Person. Wachsamkeit gehört zur Rasse, ebenso eine gewisse Zurückhaltung gegenüber Fremden. Beides ergibt einen wirksamen Wächter, verlangt aber früh Sozialisierung und eine konsequente Führung. Ein gut aufgezogener Hovawart bleibt im Haus ruhig und meldet erst, wenn tatsächlich etwas nicht stimmt.
Die Rasse entwickelt sich langsam. Viele Hovawarte erreichen die volle geistige Reife erst mit rund drei Jahren, weshalb Halterinnen und Halter mit einer langen Jugendphase rechnen müssen. Der Hund ist intelligent und lernt rasch, denkt dabei aber eigenständig und testet Grenzen aus, wenn ihm klare und faire Führung fehlt.
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Herkunft | Deutschland |
| Grösse | Gross |
| Lebenserwartung | 10 bis 14 Jahre |
| Gruppe / Aufgabe | Gebrauchs- und Wachhund |
| Passt zu | Familien sowie erfahrenen, engagierten Halterinnen und Haltern |
Für wen er passt
Der Hovawart passt in einen aktiven Haushalt, der ihm täglich Bewegung, Training und eine klare Aufgabe bietet. Am besten kommt er bei Menschen zurecht, die schon Erfahrung mit Gebrauchs- oder Wachhunden haben und die lange Jugendphase mit konsequenter Sozialisierung begleiten. Weniger geeignet ist er für Ersthundehalter, für sehr kleine Wohnungen ohne Zugang ins Freie und für Personen, die den grössten Teil des Tages ausser Haus sind.
Herkunft und Geschichte des Hovawarts
Der Hovawart geht auf alte deutsche Hofhunde zurück. Seine heutige Form entstand ab 1915 aus Bauernhunden im Schwarzwald und im Harz.
Die Wurzeln des Hovawarts liegen bei den Hofhunden des mittelalterlichen Deutschlands. In deutschen Texten des Mittelalters taucht die Bezeichnung "hovawart" für einen Wachhund auf; gemeint war ein Hund, der Hof und Besitz schützte. Ob es sich dabei um einen einheitlichen Schlag handelte oder um eine Aufgabe, die verschiedene Bauernhunde erfüllten, lässt sich nicht sicher sagen. Name und Wachfunktion blieben jedenfalls erhalten.
Im 19. Jahrhundert verschwand der alte Hofhund als erkennbarer Typ weitgehend, verdrängt von anderen Gebrauchs- und Hütehunden. Der Hund von heute geht auf eine bewusste Rekonstruktion zurück, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts einsetzte.
Ab etwa 1915 machten sich deutsche Züchter unter der Leitung von Kurt Friedrich König daran, die Rasse neu aufzubauen. Sie sammelten Bauernhunde aus dem Schwarzwald und aus dem Harz, die den alten Wachtyp noch zeigten, und kreuzten sie mit mehreren etablierten Rassen, um Grösse, Haarkleid und Wesen zu festigen. Das Zuchtprogramm wurde geordnet geführt und laufend dokumentiert.
1937 wurde der Hovawart in Deutschland als Rasse anerkannt. Wie bei vielen europäischen Rassen brachen die Bestände während und nach dem Zweiten Weltkrieg stark ein, worauf in der Mitte des Jahrhunderts ein neuer Zuchtaufbau folgte. Heute ist die Rasse in Deutschland fest verankert und auch in anderen Ländern vertreten, darunter in der Schweiz, wo der Rasseklub unter dem Dach der Schweizerischen Kynologischen Gesellschaft (SKG) steht. Gehalten wird der Hovawart als Familienwächter ebenso wie als Arbeitshund.
Aussehen und Rassestandard des Hovawarts
Grosser, kräftiger Hund mit mittellangem Haar in Schwarz, Schwarzmarken oder Blond, gebaut auf Ausdauer statt auf Masse. Rüden messen bis 70 cm.
Der Hovawart ist kräftig gebaut und etwas länger als hoch. Der Gesamteindruck ist kraftvoll und ausgewogen, ohne schwerfällig zu wirken. Der Kopf ist breit mit gewölbter Stirn, die Ohren hängen und sitzen hoch und weit auseinander, die Rute ist buschig und reicht unter das Sprunggelenk. Rüden sind deutlich grösser und schwerer als Hündinnen; der Unterschied im Bau zwischen den Geschlechtern fällt sofort auf.
| Merkmal | Standard |
|---|---|
| Widerristhöhe | Rüden 63 bis 70 cm; Hündinnen 58 bis 65 cm |
| Gewicht | Rund 30 bis 50 kg je nach Geschlecht und Statur |
| Haarkleid | Mittellang, leicht gewellt, dicht, mit wenig Unterwolle |
| Farben | Schwarz, Schwarzmarken, Blond |
| Augen | Oval, dunkel- bis mittelbraun |
Haarkleid und Farben
Das Haar ist lang bis mittellang, liegt eng am Körper an und ist leicht gewellt. Am dichtesten wächst es an Brust, Bauch, Rückseite der Läufe und an der Rute, kürzer bleibt es am Kopf und an der Vorderseite der Läufe. Anerkannt sind drei Farbschläge. Schwarz ist einfarbig mit metallischem Glanz. Schwarzmarken zeigt eine schwarze Grundfarbe mit klar abgegrenzten lohfarbenen bis goldenen Abzeichen an Brust, Läufen, Fang und über den Augen. Blond reicht von hellem bis mittlerem Gold. Das Haarkleid ist wetterfest und taugt für die Arbeit im Freien bei wechselnden Verhältnissen.
Wesen und Charakter des Hovawarts
Anhänglich, selbstsicher und von Natur aus schützend: eng an die Familie gebunden, Fremden gegenüber reserviert. Frühe Sozialisierung ist deshalb zentral.
Der Hovawart ist ausgeglichen und selbstsicher. In der eigenen Familie zeigt er sich zugewandt und treu, und er bindet sich meist an den ganzen Haushalt. Der Schutztrieb ist ausgeprägt: Der Hund bewacht Haus und Menschen. Genau deshalb muss er lernen, zwischen einer echten Bedrohung und dem gewöhnlichen Alltag zu unterscheiden.
Fremden begegnet der Hovawart zurückhaltend, nicht aggressiv. Ein gut sozialisierter Hund bleibt bei Besuch höflich und beherrscht, ohne die Aufmerksamkeit zu verlieren. Fehlt in der Jugend der Kontakt zu Menschen und Situationen, kann aus dem Schutztrieb Unsicherheit oder übertriebenes Bewachen werden. Sozialisierung ab dem Welpenalter ist daher wichtig.
Mit Kindern, mit denen er aufwächst, geht die Rasse in der Regel geduldig und nachsichtig um; wegen der Grösse gehört der Kontakt mit kleinen Kindern trotzdem beaufsichtigt. Bei anderen Hunden und Haustieren hängt viel von der Sozialisierung und vom einzelnen Tier ab: Manche Hovawarte sind gesellig, andere wählerisch. Der Hund ist klug und eng gebunden, und lange Stunden allein verträgt er schlecht.
| Merkmal | Bewertung |
|---|---|
| Anhänglichkeit | 5 |
| Energie | 4 |
| Ausbildungsfreude | 4 |
| Bellfreudigkeit | 3 |
| Haarverlust | 3 |
Hovawart pflegen und beschäftigen
Regelmässiges Bürsten, ein bis zwei Stunden Bewegung pro Tag und Kopfarbeit, dazu Platz und Menschen, die nicht den ganzen Tag ausser Haus sind.
Fellpflege
- Das Haar ein- bis zweimal pro Woche bürsten, um lose Haare zu entfernen und Verfilzungen vorzubeugen, vor allem hinter den Ohren und an den Fahnen von Läufen und Rute.
- Im Frühling und im Herbst haart der Hund stärker; dann hilft häufigeres Bürsten.
- Nur baden, wenn der Hund wirklich schmutzig ist, denn das Haarkleid ist wetterfest und häufiges Waschen unnötig.
- Die Hängeohren regelmässig kontrollieren und reinigen, die Krallen alle paar Wochen kürzen.
Bewegung
- Täglich mindestens ein bis zwei Stunden Aktivität, verteilt auf Spaziergänge, Freilauf und Spiel.
- Aufgaben einbauen, die den Kopf fordern, etwa Fährtenarbeit, Gehorsam oder Nasenarbeit; das entspricht der Herkunft als Gebrauchshund.
- Den Ablauf abwechslungsreich halten, denn ein unterforderter Hovawart wird unruhig oder legt sich eigene Wachgewohnheiten zu.
- Bei Junghunden die Belastung langsam steigern, damit die wachsenden Gelenke geschont bleiben.
Umgebung
Am wohlsten fühlt sich der Hovawart in einem Haus mit sicher eingezäuntem Umschwung und Zugang ins Freie. Wohnen soll er aber mit der Familie und nicht abseits im Zwinger. Kälte und wechselndes Wetter steckt er dank seinem Haarkleid gut weg. Lange Stunden allein sind nichts für ihn, und ein unterbeschäftigter Hund mit starkem Schutztrieb wird für Nachbarschaft und Besuch rasch zum Problem.
Ernährung und Fütterung des Hovawarts
Ausgewogenes Futter für grosse Rassen, portioniert nach Gewicht und Aktivität. Bei Welpen bleibt das Wachstum kontrolliert, damit die Gelenke geschont werden.
Der Hovawart kommt mit einem vollwertigen, ausgewogenen Futter für grosse, aktive Hunde gut zurecht. Futter und Portion richten sich nach Alter, Gewicht und Bewegungspensum. Weil die Rasse langsam reift, profitieren Welpen von einem Welpenfutter für grosse Rassen, das ein stetiges, kontrolliertes Wachstum statt rascher Gewichtszunahme unterstützt und so die Gelenke schont. Erwachsene Hunde bleiben besser schlank, denn jedes Kilo zu viel belastet Hüften und Ellbogen.
| Lebensphase | Menge pro Tag | Mahlzeiten |
|---|---|---|
| Welpe (2 bis 6 Monate) | Nach Angabe des Welpenfutters für grosse Rassen, nach Gewicht | 3 bis 4 |
| Junghund (6 bis 18 Monate) | Dem Wachstum und der Kondition anpassen | 2 bis 3 |
| Erwachsen | Rund 350 bis 600 g Trockenfutter je nach Grösse und Aktivität | 2 |
| Senior | Etwas weniger, das Gewicht im Auge behalten | 2 |
Leckerlis und Ergänzungen
Leckerlis sollten etwa zehn Prozent der täglichen Energie ausmachen und in der Gesamtration mitgerechnet werden, sonst legt der Hund zu. Ein Teil der Tagesration lässt sich gut als Belohnung im Training einsetzen. Die meisten Hovawarte brauchen bei vollwertigem Futter keine Ergänzungen; Gelenkpräparate oder andere Zusätze zuerst mit der Tierärztin oder dem Tierarzt besprechen. Frisches Wasser muss jederzeit zur Verfügung stehen.
Gesundheit und Lebenserwartung des Hovawarts
Robuste Rasse mit 10 bis 14 Jahren Lebenserwartung. Im Auge behalten sollte man Hüft- und Ellbogendysplasie sowie die Schilddrüsenunterfunktion.
Der Hovawart gilt als ziemlich gesunde grosse Rasse, was mit einer Zuchtgeschichte zusammenhängt, die Arbeitsleistung und einen soliden Bau in den Vordergrund stellte. Die Lebenserwartung liegt bei 10 bis 14 Jahren. Wie bei den meisten grossen Hunden stehen Gelenkprobleme im Vordergrund, und verantwortungsvolle Zuchtstätten untersuchen ihre Zuchttiere darauf. Ein Welpe aus einer Zucht mit Gesundheitsuntersuchungen senkt das Risiko am wirksamsten.
| Erkrankung | Anzeichen | Hinweis |
|---|---|---|
| Hüftgelenkdysplasie | Steifheit, Lahmen, Mühe beim Aufstehen | Zuchttiere röntgen, Gewicht tief halten |
| Ellbogendysplasie | Lahmheit der Vorderläufe, oft schon jung | Wird über Untersuchung und Röntgen erkannt |
| Schilddrüsenunterfunktion | Gewichtszunahme, Antriebslosigkeit, Fellveränderungen | Mit täglicher Medikation behandelbar |
| Magendrehung | Aufgeblähter Bauch, erfolgloses Würgen, Unruhe | Notfall bei tiefbrüstigen Hunden |
Vorsorge
- Impfungen und Parasitenschutz aktuell halten.
- Den Hund schlank halten, damit die Gelenke weniger tragen müssen.
- Jährlich zur Kontrolle in die Praxis, bei älteren Hunden häufiger.
- Die Zähne durch Putzen oder Zahnpflege sauber halten.
- Welpen von untersuchten Elterntieren wählen.
Hovawart erziehen
Klug und lernfreudig, aber eigenständig und spät reif: Der Hovawart braucht konsequente, faire Führung und früh Sozialkontakte. In mehreren Kantonen ist ein Hundekurs Pflicht.
Der Hovawart lernt schnell und arbeitet gern mit seiner Bezugsperson, denkt dabei aber selbständig und hinterfragt Signale, deren Sinn er nicht sieht. Am besten spricht er auf ruhiges, konsequentes Training an, bei dem klare Grenzen gesetzt und auch durchgehalten werden. Weil die Rasse spät reift und mehrere Jahre in der Jugendphase bleibt, gehört Erziehung zum Alltag und ist mit der Welpenstunde nicht erledigt. Harte Methoden beschädigen das Vertrauen und können einen selbstsicheren Wachhund defensiv werden lassen; bestimmt und fair zu führen bringt mehr.
Grundlagen
- Früh sozialisieren und den Welpen mit vielen Menschen, Hunden, Orten und Geräuschen bekannt machen.
- Die Grundsignale aufbauen: Sitz, Platz, Rückruf und Gehen an lockerer Leine.
- Hausregeln festlegen und im ganzen Haushalt gleich handhaben.
- Begrüssungen kontrolliert üben, damit der Hund Besuch gelassen annimmt.
- Kopfarbeit ergänzen, etwa Fährten oder Nasenspiele, damit der Arbeitswille eine Richtung erhält.
- Kurze, regelmässige und freundliche Einheiten durch die ganze Jugendzeit hindurch.
In mehreren Kantonen ist ein Hundekurs für Halterinnen und Halter obligatorisch. Die Vorgaben sind kantonal geregelt und unterscheiden sich, weshalb sich eine Nachfrage bei der Wohngemeinde lohnt. Kurse und Prüfungen laufen meist über Vereine unter dem Dach der Schweizerischen Kynologischen Gesellschaft (SKG).
Zucht des Hovawarts
Der Hovawart reift langsam und bringt mittlere bis grosse Würfe. Seriöse Zucht setzt untersuchte Elterntiere und ein geprüftes Wesen voraus.
Der Hovawart reift langsam, und verantwortungsvolle Zuchtstätten warten mit dem ersten Wurf, bis die Hunde körperlich und geistig ausgereift sind. Das ist später als bei vielen anderen Rassen. Hündinnen werden rund zweimal im Jahr läufig. Zuchttiere gehören auf Hüft- und Ellbogendysplasie untersucht und im Wesen beurteilt, denn Bau und stabiler Charakter sind für die Rasse gleichermassen zentral.
Die Trächtigkeit dauert beim Hund etwa 63 Tage. Die Würfe fallen für einen Hund dieser Grösse meist mittelgross bis gross aus. Neugeborene Welpen sind in den ersten Wochen ganz auf die Mutterhündin angewiesen, die sie wärmt und säugt. Die Zuchtstätte sorgt derweil dafür, dass der Wurf warm, sauber und gut versorgt ist. Frühes Anfassen und behutsamer Kontakt mit dem Haushaltsalltag helfen den Welpen auf dem Weg zu ausgeglichenen erwachsenen Hunden.
Weil der Hovawart ein Wachhund mit starkem Schutztrieb ist, wiegt die Auswahl nach Wesen so schwer wie die körperliche Gesundheit. Käuferinnen und Käufer achten am besten auf Zuchtstätten, die Gesundheitsuntersuchungen durchführen, die Welpen im Haus aufziehen und sie mit begonnener Sozialisierung abgeben.
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Geschlechtsreife | Mit rund 1 bis 2 Jahren; Einsatz in der Zucht erst nach voller Reife |
| Läufigkeiten pro Jahr | Etwa 2 |
| Trächtigkeit | Ungefähr 63 Tage |
| Wurfgrösse | Für die Grösse der Rasse meist mittel bis gross |
| Absetzen | Mit etwa 6 bis 8 Wochen |
Hovawart registrieren und Chip melden in der Schweiz
AMICUS deckt die Meldepflicht ab; das Gratis-Profil von United Pet Club haelt Ihren Hund der Rasse Hovawart auch jenseits der Grenze auffindbar.
Einen Hund der Rasse Hovawart in der Schweiz registrieren
Wer in der Schweiz mit einem Hund lebt, kennt AMICUS: Chip beim Tierarzt, Meldung in der nationalen Datenbank, bevor der Hund drei Monate alt ist oder den Halter wechselt. So weit das Gesetz, auch fuer Ihren Hund der Rasse Hovawart. Was AMICUS nicht leistet, ist ein Eintrag, der im Ausland antwortet; genau dort setzt das Gratis-Profil von United Pet Club an. Registrieren Sie Ihren Hund in ein paar Minuten.
Der Chip Ihres Hundes ist seit dem dritten Monat gesetzt und gemeldet; dass seine Nummer auch ausserhalb der Schweiz zu Ihnen fuehrt, uebernimmt niemand fuer Sie. Melden Sie den Mikrochip gratis im Lebenszeitplan: alle Marken werden angenommen, ein Umzug wird kostenlos nachgefuehrt, und der Eintrag antwortet auf Scans rund um die Uhr. Eroeffnen Sie Ihr Gratis-Konto und schliessen Sie beides heute ab.
Wie registriere ich einen Hund der Rasse Hovawart in der Schweiz?
Eroeffnen Sie gratis ein Konto bei United Pet Club, erfassen Sie die Angaben zu Ihrem Hund samt Foto und speichern Sie. Das Profil bleibt lebenslang gratis und ergaenzt die AMICUS-Meldung des Tierarztes.
Wie melde ich den Chip meines Hundes der Rasse Hovawart an?
Erfassen Sie die 15-stellige Chipnummer mit Adresse und Telefonnummer in Ihrem Gratis-Konto. Der Lebenszeitplan nimmt jede Marke an und verrechnet fuer Nachfuehrungen nie etwas.
Ist der Chip fuer einen Hovawart in der Schweiz Pflicht?
Ja: Jeder Hund muss gechippt und in AMICUS gemeldet sein, bevor er drei Monate alt ist oder den Halter wechselt. Der United-Pet-Club-Eintrag kommt gratis dazu, damit die Nummer auch im Ausland antwortet.
Was kostet die Registrierung eines Hovawart?
Nichts, keinen Rappen. Profil, Chip-Meldung und alle Nachfuehrungen sind im Gratis-Lebenszeitplan enthalten.
Häufige Fragen zum Hovawart
Fragen zu Grösse, Wesen, Pflegeaufwand und Lebenserwartung des Hovawarts, zur Eignung als Familienhund und zur Suche nach einem Welpen.
Wie gross wird ein Hovawart?
Er zählt zu den grossen Rassen. Rüden messen rund 63 bis 70 cm Widerristhöhe, Hündinnen etwa 58 bis 65 cm. Das Gewicht liegt je nach Geschlecht und Statur bei ungefähr 30 bis 50 kg.
Wie ist das Wesen des Hovawarts?
Anhänglich, selbstsicher, klug und schützend. Er bindet sich eng an seine Familie, bleibt gegenüber Fremden wachsam und zurückhaltend und braucht früh Sozialisierung, damit der Schutztrieb in geordnete Bahnen kommt.
Ist ein Hovawart aufwendig in der Haltung?
Ja, er verlangt viel. Ein bis zwei Stunden Bewegung pro Tag plus Kopfarbeit, wöchentliches Bürsten und konsequente Erziehung über eine lange Jugendphase. Er passt eher zu erfahrenen, aktiven Halterinnen und Haltern als zu Anfängern.
Wie alt wird ein Hovawart?
Üblich sind 10 bis 14 Jahre. Ein schlankes Gewicht und ein Welpe aus untersuchten Elterntieren sind die beste Grundlage für ein langes, gesundes Hundeleben.
Ist der Hovawart ein guter Familienhund?
Für die passende Familie ja. Er ist zugewandt und treu und geht mit Kindern, mit denen er aufwächst, meist geduldig um. Wegen seiner Grösse und seines Wachtriebs bleibt Aufsicht sinnvoll.
Wo findet man in der Schweiz einen Hovawart-Welpen?
Die Rasse ist in Deutschland fest verankert und auch in der Schweiz vertreten, bleibt aber seltener als weit verbreitete Rassen. Wer einen Welpen aus untersuchter Zucht sucht, wendet sich am besten an den Rasseklub unter dem Dach der SKG und rechnet mit einer Wartezeit.
Bellt der Hovawart viel?
Er ist von Natur aus wachsam und meldet Ungewohntes, ist aber kein Dauerbeller. Mit Sozialisierung und Training lernt er, zwischen einem echten Anlass und alltäglichen Geräuschen zu unterscheiden.
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