
Der Havaneser ist ein freundlicher, verspielter kubanischer Begleithund, der für sein anhängliches Wesen, seine Intelligenz und seine aufgeschlossene Menschenliebe bekannt ist.
Wie das Fell des Havaneser aufgebaut ist und was das für die Pflege bedeutet.
Vorsicht: Das Fell eines Havaneser verfilzt leicht.
Feines oder langes Haar verknotet unsichtbar am Fellgrund, wo sich die Filzknoten zusammenziehen und an der Haut ziehen. Gebürstet werden muss abschnittsweise bis auf die Haut, nicht nur an der Oberfläche.
Hinweis: Ein Havaneser muss alle paar Wochen geschnitten werden.
Dieses Fell wächst immer weiter, statt auszufallen, und muss daher alle paar Wochen geschnitten werden. Lässt man es wachsen, verfilzt es dicht an der Haut und schließt Feuchtigkeit, Schmutz und Wärme ein.
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Der Havaneser ist ein kleiner kubanischer Begleithund: anhänglich, verspielt und gesellig, ideal für Familien und die Wohnung.
Der Havaneser ist eine Toy-Rasse, die auf Kuba entstanden ist und dort zum Nationalhund wurde. Bereits im 19. Jahrhundert gehörte er in kubanischen Haushalten fest zum Alltag. Ausgewachsene Tiere wiegen meist zwischen 7 und 13 Pfund und tragen ein langes, weiches Doppelhaar. Gezüchtet wurde die Rasse nicht für die Arbeit, sondern für das Zusammenleben mit Menschen, und ihre ganze Geschichte spielt sich vorwiegend drinnen ab.
Das Wesen macht den Havaneser aus. Er gilt als freundlich, anhänglich, verspielt und aufgeweckt und sucht die Nähe seiner Familie, der er oft von Zimmer zu Zimmer folgt. Aus dieser engen Bindung entsteht ein aufmerksamer Begleiter, der zugleich schlecht damit zurechtkommt, über längere Zeit allein gelassen zu werden.
Das Fell fällt sofort auf, verlangt aber regelmässige Pflege. Halterinnen und Halter entscheiden sich entweder für tägliches Bürsten des vollen Haarkleids oder für einen kürzeren Schnitt. Bei einer Lebenserwartung von 14 bis 16 Jahren bindet man sich mit einem Havaneser für lange Zeit an einen treuen Hausgenossen.
| Merkmal | Detail |
|---|---|
| Herkunft | Kuba |
| Grösse | Toy (etwa 7 bis 13 Pfund) |
| Lebenserwartung | 14 bis 16 Jahre |
| Gruppe / Rolle | Begleithund |
| Verträglich mit | Familien, Kindern, anderen Haustieren, Wohnungen |
Der Havaneser passt zu Menschen, die einen kleinen, geselligen Hund möchten und ihm täglich Gesellschaft bieten können. Er fühlt sich in der Wohnung genauso wohl wie im Haus mit Garten und kommt bei richtiger Eingewöhnung gut mit Kindern und anderen Tieren zurecht. Für Haushalte, die tagsüber meist leer stehen, eignet er sich weniger, da er auf Alleinsein empfindlich reagiert. Wer sich für die Rasse entscheidet, sollte auch den Pflegeaufwand des Fells einplanen.
Der Havaneser stammt von kleinen Bichon-Hunden ab, die europäische Siedler nach Kuba brachten, und wurde dort zum Nationalhund der Insel.
Die Wurzeln des Havanesers liegen bei kleinen Begleithunden aus der Bichon-Familie, die während der europäischen Kolonialzeit über Handelsrouten aus dem Mittelmeerraum nach Kuba gelangten. Über mehrere Generationen passte sich dieser Typ dem Inselklima an und entwickelte sich zu einem eigenständigen Begleithund für das Leben im Haushalt.
Seinen Namen verdankt die Rasse der Hauptstadt Havanna. Bereits im 19. Jahrhundert waren die kleinen weissen und cremefarbenen Hunde in kubanischen Häusern verbreitet, vor allem in wohlhabenderen Familien, und sie wurden zunehmend mit der Insel identifiziert. Mit der Zeit avancierte der Havaneser zum Nationalhund Kubas.
Die politischen Umwälzungen in Kuba Mitte des 20. Jahrhunderts trieben viele Familien ins Exil, und manche nahmen ihre Hunde mit. So gelangte eine kleine Zahl von Havanesern in die Vereinigten Staaten, wo Zuchtprogramme mit diesen Tieren die Population ausserhalb Kubas neu aufbauten. Diese wenigen Hunde bilden die genetische Grundlage der heutigen Rasse.
Von dieser schmalen Basis aus verbreitete sich der Havaneser als Begleithund in Nordamerika und Europa. Grosse Zuchtverbände nahmen ihn in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts in ihre Register auf, und das Interesse an der Rasse ist seither stetig gewachsen. In der Schweiz vertritt die Schweizerische Kynologische Gesellschaft (SKG) als nationaler Dachverband auch Rassen wie den Havaneser. Bis heute bleibt er in erster Linie ein Haushund und kein Arbeitshund.
Der Havaneser ist ein kleiner, kompakter Hund mit langem, weichem Doppelhaar, einer über dem Rücken getragenen Fahne und freundlichem Ausdruck.
Der Havaneser ist klein, aber kräftig gebaut und etwas länger als hoch. Sein langes, weiches Doppelhaar und die buschige Rute, die er über dem Rücken trägt, prägen die Silhouette. Der Ausdruck wirkt wach und freundlich, mit dunklen Augen und hängenden, behaarten Ohren. Die Bewegung ist federnd und lebhaft, ein Gangbild, das in Rassebeschreibungen oft eigens erwähnt wird.
| Merkmal | Typischer Bereich |
|---|---|
| Widerristhöhe | Etwa 8,5 bis 11,5 Zoll |
| Gewicht | Etwa 7 bis 13 Pfund |
| Fell | Langes, weiches Doppelhaar; wellig bis leicht lockig |
| Farben | Alle Farben zulässig, darunter Weiss, Creme, Gold, Schwarz, Silber, Sable und mehrfarbige Abzeichen |
| Augen | Gross, mandelförmig, dunkelbraun |
Das Fell ist das auffälligste Merkmal der Rasse. Es besteht aus zwei Lagen, fühlt sich weich an und reicht von wellig bis leicht lockig. Wächst es frei, wird es lang und fliessend; viele Halterinnen und Halter lassen es stattdessen kürzer scheren, weil das die Pflege erleichtert. Der Rassestandard lässt alle Farben und Kombinationen zu, entsprechend zeigt sich das Fell in Weiss, Creme, Gold, Schwarz, Silber, Sable sowie in zahlreichen mehrfarbigen und gescheckten Mustern. Die Farbe kann sich mit zunehmendem Alter des Welpen verändern, sodass der ausgewachsene Hund eine andere Tönung trägt als bei der Geburt.
Der Havaneser ist freundlich, anhänglich und verspielt, bindet sich eng an seine Familie und kommt meist gut mit Kindern und anderen Tieren aus.
In erster Linie ist der Havaneser ein Begleithund, und sein Charakter spiegelt das wider. Er ist zugewandt und menschenbezogen, baut enge Bindungen zu seinem Haushalt auf und hält sich tagsüber gerne in der Nähe der Familie auf. Auch im Erwachsenenalter bleibt er verspielt und freut sich über Spiele und Aufmerksamkeit.
Innerhalb der Familie zeigt sich der Havaneser warmherzig und ausgeglichen, und er kommt in der Regel gut mit Kindern zurecht, die ihn behutsam behandeln. Fremden gegenüber ist er eher zutraulich als misstrauisch und begrüsst Besuch häufig mit Interesse. Auch mit anderen Hunden und mit Katzen versteht er sich meist, besonders wenn er früh daran gewöhnt wurde.
Die Kehrseite dieser starken Bindung ist die Empfindlichkeit gegenüber dem Alleinsein. Bleibt ein Havaneser über längere Zeit isoliert, kann er ängstlich reagieren, bellen oder Gegenstände zerstören. Die Rasse neigt zum Bellen, etwa wenn sie Aktivität rund ums Haus bemerkt, gilt dabei aber nicht als aggressiv. Frühe Sozialisierung und verlässliche Gesellschaft bringen das freundliche Wesen der Rasse am besten zur Geltung.
| Merkmal | Bewertung |
|---|---|
| Zuneigung | 5 |
| Energie | 3 |
| Erziehbarkeit | 4 |
| Bellfreudigkeit | 3 |
| Haarverlust | 2 |
Der Havaneser braucht regelmässige Fellpflege, moderate Bewegung und viel menschliche Nähe; er eignet sich für Wohnung und Haus gleichermassen.
Der Havaneser kommt gut in Wohnungen und kleinen Häusern zurecht und braucht keinen Garten. Am wichtigsten ist ihm die Gesellschaft seiner Menschen. Die Rasse blüht auf, wenn sie viel Zeit mit ihrer Familie verbringt, und tut sich schwer, wenn sie über längere Zeit allein bleibt. Am besten passt ein Zuhause, in dem tagsüber meistens jemand da ist. Wer sich in der Schweiz zum ersten Mal einen Hund anschafft, sollte zudem bedenken, dass mehrere Kantone einen obligatorischen Hundekurs für neue Halterinnen und Halter vorschreiben.
Der Havaneser gedeiht mit einem vollwertigen Futter für kleine Rassen, aufgeteilt auf zwei Mahlzeiten, um Übergewicht vorzubeugen.
Ein vollwertiges, ausgewogenes Futter, das auf Grösse und Lebensphase abgestimmt ist, deckt den Bedarf eines Havanesers gut ab. Kleine und Toy-Rassen profitieren von Rezepturen mit passend kleinen Kroketten und einer Energiedichte, die ihrem Bedarf entspricht. Weil der Hund klein ist, fallen die Portionen entsprechend gering aus, und schon kleine Fütterungsfehler summieren sich mit der Zeit zu Übergewicht. Miss die Mahlzeiten ab, statt das Futter frei zugänglich zu lassen, und passe die Menge an Aktivität und Körperzustand des einzelnen Hundes an.
| Lebensphase | Menge pro Tag | Mahlzeiten |
|---|---|---|
| Welpe | Nach Herstellerangabe zum Körpergewicht; kleinere, häufigere Portionen | 3 bis 4 |
| Erwachsen | Etwa 0,5 bis 1 Tasse Trockenfutter, je nach Gewicht und Aktivität | 2 |
| Senior | Leicht reduziert, um das Gewicht im gesunden Bereich zu halten | 2 |
Setze Leckerli sparsam ein, am besten fürs Training, und rechne sie zur Tageskalorienmenge dazu. Frisches Wasser sollte jederzeit verfügbar sein. Ein Hund, der vollwertiges Fertigfutter erhält, braucht in der Regel keine Nahrungsergänzung; führe zusätzliche Präparate nur nach Rücksprache mit der Tierärztin oder dem Tierarzt ein, die oder der beurteilen kann, ob im Einzelfall tatsächlich ein Bedarf besteht.
Der Havaneser ist meist gesund und wird mit 14 bis 16 Jahren alt, neigt aber zu bestimmten Augen-, Gelenk- und Ohrenproblemen.
Der Havaneser gilt als robuste Rasse mit einer der längeren Lebenserwartungen unter den Hunden, üblicherweise 14 bis 16 Jahre. Wie bei jeder reinrassigen Population treten aber einige Erkrankungen häufiger auf als im Durchschnitt. Verantwortungsvolle Züchterinnen und Züchter untersuchen ihre Zuchttiere auf bekannte erbliche Probleme, was das Risiko senkt, aber nicht ausschliesst.
| Erkrankung | Anzeichen | Hinweis |
|---|---|---|
| Patellaluxation | Hüpfender oder springender Gang, zeitweise Lahmheit | Bei kleinen Rassen verbreitet; reicht von mild bis operationsbedürftig |
| Augenerkrankungen (unter anderem Katarakt und Netzhauterkrankungen) | Trübe Augen, veränderte Sehkraft, Anstossen an Gegenständen | Untersuchung der Zuchttiere senkt die Häufigkeit |
| Hüftdysplasie | Steifheit, Zögern beim Springen, verändertes Bewegungsbild | Seltener als bei grossen Rassen, kommt aber vor |
| Ohrenentzündungen | Kopfschütteln, Geruch, Kratzen an den Ohren | Hängende, behaarte Ohren stauen Feuchtigkeit; regelmässig kontrollieren |
| Zahnerkrankungen | Mundgeruch, Zahnstein, lockere Zähne | Kleine Kiefer neigen zu Engständen; regelmässige Pflege ist wichtig |
Der Havaneser ist klug und lernwillig und spricht gut auf konsequentes, belohnungsbasiertes Training an; die Stubenreinheit braucht mitunter Geduld.
Der Havaneser ist aufmerksam und stark auf seine Menschen fokussiert und lernt entsprechend bereitwillig. Am besten reagiert er auf belohnungsbasierte Methoden und kurze, fröhliche Übungseinheiten. Er ist feinfühlig, harte Korrekturen bewirken eher das Gegenteil und können dazu führen, dass sich der Hund zurückzieht. Frühe Sozialisierung mit Menschen, Orten und anderen Tieren legt den Grundstein für das selbstbewusste, freundliche Wesen, für das die Rasse bekannt ist. Die Stubenreinheit kann Geduld erfordern, ein Zug, den viele kleine Rassen teilen, weshalb eine feste Routine hilft.
Der Havaneser erreicht die Zuchtreife mit ein bis zwei Jahren; Würfe sind klein, meist ein bis neun Welpen, und brauchen aufmerksame Betreuung.
Die Zucht eines Havanesers verlangt Planung und Gesundheitsuntersuchungen. Hündinnen sollten körperlich ausgewachsen sein, bevor sie gedeckt werden, in der Regel nicht vor der zweiten Läufigkeit und idealerweise im Alter von ein bis zwei Jahren, wenn auch die Gesundheitschecks abgeschlossen werden können. Verantwortungsvolle Züchterinnen und Züchter untersuchen beide Elterntiere vor der Verpaarung auf die bekannten Augen- und Gelenkerkrankungen der Rasse.
Die Trächtigkeit dauert bei Hunden rund 63 Tage ab der Befruchtung. Havaneser-Würfe fallen meist klein aus, oft zwischen einem und neun Welpen, wobei kleinere Würfe bei einer Toy-Rasse üblich sind. Die Geburt sollte beobachtet werden, und bei den ersten Anzeichen von Komplikationen ist der Rat einer Tierärztin oder eines Tierarztes gefragt.
Neugeborene Welpen sind in den ersten Wochen vollständig auf die Mutter angewiesen, sowohl für Wärme als auch für Nahrung. Das Absetzen beginnt meist im Alter von drei bis vier Wochen, und die Welpen bleiben bis etwa zur achten Woche bei Mutter und Wurfgeschwistern, eine Phase, die für die frühe Sozialisierung wichtig ist. Sanfter, früher Kontakt mit Menschen legt den Grundstein für das gesellige Wesen der Rasse.
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Zuchtreife | Etwa 1 bis 2 Jahre |
| Trächtigkeit | Etwa 63 Tage |
| Typische Wurfgrösse | 1 bis 9 Welpen |
| Beginn des Absetzens | Etwa 3 bis 4 Wochen |
| Alter bei Absetzen / Vermittlung | Etwa 8 Wochen oder älter |
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Häufige Fragen zum Havaneser betreffen Grösse, Wesen, Fellpflege, Lebenserwartung, Eignung für Familien und Wohnungen sowie Verfügbarkeit.
Der Havaneser ist eine Toy-Rasse. Ausgewachsene Tiere erreichen eine Widerristhöhe von etwa 8,5 bis 11,5 Zoll und wiegen meist zwischen 7 und 13 Pfund.
Havaneser sind freundlich, anhänglich, verspielt und aufgeweckt. Sie binden sich eng an ihre Familie, kommen gut mit Kindern und anderen Haustieren aus und zeigen sich meist auch Fremden gegenüber zutraulich.
Der grösste Aufwand steckt im Fell, das regelmässiges Bürsten oder einen kürzeren Schnitt braucht, damit es nicht verfilzt. Der Bewegungsbedarf ist moderat, doch der Hund braucht verlässliche Gesellschaft und kommt mit langem Alleinsein schlecht zurecht.
Der Havaneser ist eine langlebige Rasse mit einer typischen Lebenserwartung von 14 bis 16 Jahren.
Ja. Die Rasse passt zu Familien mit Kindern und kommt dank ihrer geringen Grösse auch in der Wohnung gut zurecht. Am glücklichsten ist sie in einem Zuhause, in dem sie nicht die meiste Zeit des Tages allein bleibt.
Der Havaneser haart im Vergleich zu vielen anderen Rassen eher wenig. Lose Haare bleiben meist im Fell hängen, weshalb regelmässiges Bürsten wichtig ist, um Verfilzungen zu vermeiden.
Die Rasse ist in Nordamerika und Europa etabliert und über Züchterinnen und Züchter sowie Rassevermittlungen erhältlich. Empfehlenswert ist die Wahl einer Zuchtstätte, die auf Augen- und Gelenkerkrankungen untersucht.