
Der Eurasier ist eine ruhige, würdevolle Begleithunderasse, die ihrer Familie ergeben ist und gegenüber Fremden zurückhaltend und wählerisch bleibt.
Wie das Fell des Eurasier aufgebaut ist und was das für die Pflege bedeutet.
Kritisch: Ein Eurasier sollte nicht geschoren werden.
Die Unterwolle hält Hitze ebenso ab wie Kälte, und das Deckhaar schützt die Haut vor Sonne und Insektenstichen. Wird das ganze Fell abgeschoren, fällt beides weg. Es wächst oft lückenhaft, weich oder in anderer Farbe nach, und bei manchen Tieren kehrt das Deckhaar nie richtig zurück. Bürsten Sie die Unterwolle aus, statt sie abzuschneiden.
Hinweis: Ein Eurasier stößt seine Unterwolle in starken Schüben ab.
Die Unterwolle löst sich über einige Wochen in starken Schüben. Ein Unterwollharke oder ein Bad mit anschließendem gründlichem Föhnen entfernt sie weit schneller als tägliches Bürsten. Das Fell kurz zu scheren ist dafür keine Abkürzung.
Der Eurasier ist ein mittelgroßer Begleithund vom deutschen Spitztyp: ruhig, seiner Familie eng verbunden und Fremden gegenüber zurückhaltend. Er wird meist 11 bis 13 Jahre alt.
Der Eurasier ist ein mittelgroßer Begleithund aus Deutschland. Er ist nach dem Vorbild der Spitze gebaut, mit keilförmigem Kopf, Stehohren und dichtem Doppelhaar. Gezüchtet wurde er in den 1960er Jahren als Familienhund, und dieser Zweck prägt die Rasse bis heute. Eurasier binden sich eng an ihre Menschen und folgen ihren Haltern gern leise von Raum zu Raum.
Das Wesen ist das bestimmende Merkmal der Rasse. Ein gut gezogener Eurasier ist ausgeglichen und selbstsicher, nicht erregbar. Zur eigenen Familie ist er anhänglich, gegenüber unbekannten Menschen jedoch von Natur aus distanziert. Einen Besucher beobachtet er erst, bevor er entscheidet, ob er sich nähert. Diese Zurückhaltung ist für die Rasse normal und darf nicht mit Scheu oder Aggression verwechselt werden.
Für einen Spitz ist der Eurasier ein ruhiger Hund. Er bellt gezielt statt ununterbrochen und passt sich dem Tagesablauf im Haus an. Er reagiert empfindlich auf Tonfall und Stimmung im Haushalt. Deshalb sind frühe Sozialisierung sowie ein sanfter, gleichbleibender Umgang von Welpenbeinen an wichtig.
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Herkunft | Deutschland |
| Größe | Mittelgroß |
| Lebenserwartung | 11 bis 13 Jahre |
| Gruppe / Aufgabe | Begleithund vom Spitztyp |
| Gut geeignet für | Familienmitglieder, auch Kinder, bei früher Sozialisierung |
Der Eurasier passt zu einem Haushalt, der einen ruhigen, treuen Begleiter sucht und den Hund in den Alltag einbeziehen kann. Am wohlsten fühlt er sich bei Haltern, die häufig zu Hause sind, denn längeres Alleinsein mag die Rasse nicht. Wegen seiner Zurückhaltung gegenüber Fremden ist er im Park kein aufgeschlossener Hund. Wer ein geselliges Tier möchte, das mit jedem Freundschaft schließt, sollte das genau bedenken. Geduldige, sanfte Halter, die auf harte Korrekturen verzichten, holen am meisten aus der Rasse heraus.
Der Eurasier entstand in den 1960er Jahren in Deutschland. Julius Wipfel kreuzte den Keeshond (Wolfsspitz) mit dem Chow-Chow und später dem Samojeden zu einem ruhigen Familienbegleiter.
Der Eurasier ist eine junge Rasse mit belegtem Ursprung. Entwickelt wurde er in den 1960er Jahren in Deutschland von Julius Wipfel, der mit einer kleinen Züchtergruppe arbeitete und Anregungen des Verhaltensforschers Konrad Lorenz aufnahm, dessen Schriften über Hunde das Zuchtziel beeinflussten. Angestrebt wurde ein ausgewogener Familienhund, der das Aussehen des Spitzes mit einem gefestigten, auf den Menschen bezogenen Wesen verband.
Die Grundkreuzung führte den Keeshond, auch Wolfsspitz genannt, mit dem Chow-Chow zusammen. Die daraus hervorgegangenen Hunde hießen zunächst Wolf-Chow. Später brachten die Züchter den Samojeden ein, um die genetische Basis zu verbreitern und Wesen wie Fell weiter zu verfeinern.
1973 wurde die Rasse anerkannt und erhielt den Namen Eurasier, der auf die europäischen und asiatischen Rassen in ihrer Abstammung verweist. Noch im selben Jahrzehnt nahm die Fédération Cynologique Internationale sie auf und ordnete sie den Spitzen und Hunden vom Urtyp zu.
Die Rasse ist vergleichsweise selten geblieben und wird noch immer vorrangig als Begleiter gezüchtet, nicht für Arbeit oder Sport. Viele Zuchtvereine legen weiterhin Wert auf Gesundheitsuntersuchungen und Wesensauswahl und halten den Hund so nah an Wipfels ursprünglicher Absicht.
Der Eurasier ist ein mittelgroßer, gut ausgewogener Spitz mit keilförmigem Kopf, Stehohren, dichtem Doppelhaar und über dem Rücken getragener Rute. Das Fell kommt in vielen Farben vor.
Der Eurasier ist ein mittelgroßer Hund von harmonischem, leicht rechteckigem Bau. Der Kopf ist keilförmig mit mäßigem Stopp, die Ohren stehen aufrecht und weit auseinander, und die dunklen Augen verleihen einen aufmerksamen, ruhigen Ausdruck. Die Rute ist hoch angesetzt und wird gerollt oder gebogen über dem Rücken getragen. Insgesamt soll der Hund kräftig, aber nicht schwer wirken, ohne Übertreibung in irgendeinem Merkmal.
| Merkmal | Standard |
|---|---|
| Widerristhöhe | Rüden 52 bis 60 cm; Hündinnen 48 bis 56 cm |
| Gewicht | Rüden 23 bis 32 kg; Hündinnen 18 bis 26 kg |
| Fell | Mittellanges Doppelhaar: dichte Unterwolle mit längerem Deckhaar; kürzer an Fang, Gesicht und Vorderseite der Läufe |
| Farben | Breites Spektrum zugelassen, darunter falbfarben, rot, wolfsgrau, schwarz und schwarz mit Brand; leberfarben und reinweiß sind Fehler |
| Augen | Dunkel, mittelgroß, nicht hervortretend |
Der Eurasier trägt ein dichtes Doppelhaar, das kaltem Wetter standhält. Die Unterwolle ist weich und dicht, das äußere Deckhaar länger und lockerer, mit Befederung an Rute, Rückseite der Läufe und um den Hals. Das Fell liegt eher lose an, als dass es gerade vom Körper absteht.
Der Rassestandard lässt nahezu jede natürliche Farbe außer leberfarben und reinweiß zu. Eine ganz oder teilweise blauschwarze Zunge kommt wegen der Chow-Chow-Abstammung häufig vor. Weiße Abzeichen am Körper sind im Ausstellungsring unerwünscht, beeinträchtigen den Hund als Begleiter jedoch nicht.
Der Eurasier ist ruhig, treu und ausgeglichen zu seiner Familie, gegenüber Fremden zurückhaltend bis distanziert. Er ist leise, sensibel und bindet sich eng an seinen Haushalt.
Der Eurasier ist ein ruhiger, würdevoller Hund, dessen ganzes Wesen sich um seine Familie dreht. Zu den Menschen, mit denen er lebt, ist er anhänglich und beständig, oft in ihrer Nähe und im selben Raum ruhend. Er ist nicht auf fordernde Weise anhänglich, möchte aber dabei sein statt ausgesperrt zu werden.
Gegenüber Fremden ist die Rasse von Natur aus zurückhaltend. Ein Eurasier beobachtet eine neue Person meist gelassen und hält Abstand, bis er den Besucher für annehmbar hält. Er ist kein Wachhund und zeigt selten Aggression, schenkt sein Vertrauen aber nicht rasch. Erzwungene Begrüßungen verstärken die Zurückhaltung eher, weshalb Besucher den Hund in seinem eigenen Tempo herankommen lassen sollten.
Mit Kindern der eigenen Familie ist der Eurasier in der Regel sanft und geduldig, besonders wenn er mit ihnen aufwächst. Andere Hunde und Haustiere im Haushalt verträgt er meist gut, sofern er früh sozialisiert wurde. Die Rasse reagiert empfindlich auf harte Töne und Spannungen im Haus, und ein gestresster oder unruhiger Haushalt schlägt sich auf die Stimmung des Hundes nieder.
| Merkmal | Bewertung |
|---|---|
| Anhänglichkeit (zur Familie) | 5 |
| Energie | 3 |
| Ausbildungsbereitschaft | 3 |
| Lautfreudigkeit | 2 |
| Haarverlust | 4 |
Der Eurasier braucht regelmäßiges Bürsten seines Doppelhaars, moderate tägliche Bewegung und engen Kontakt zur Familie. Für langes Alleinsein ist er nicht geeignet.
Der Eurasier ist eine Rasse mit mäßigem Pflegeaufwand. Im Vordergrund stehen die Fellpflege, gleichmäßige tägliche Bewegung und die Einbindung ins Familienleben. Das Doppelhaar hält Kälte gut aus, bedeutet aber, dass der Hund Hitze spüren kann. Bei warmem Wetter sollte die Aktivität deshalb in die kühleren Tageszeiten gelegt werden.
Der Eurasier fügt sich gut in ein Haus mit Zugang zu einem sicheren Garten ein, kann aber auch in kleineren Wohnungen leben, wenn er ausreichend Bewegung bekommt. Entscheidend ist die menschliche Gesellschaft. Diese Rasse bindet sich eng und kommt mit langen Stunden allein schlecht zurecht. Sie passt daher in einen Haushalt, in dem meist jemand zu Hause ist oder der Hund mitkommen kann.
Der Eurasier gedeiht mit einer vollwertigen, ausgewogenen Kost, die zu Lebensphase und Aktivität passt. Die Portionen sollten abgemessen werden, um den mäßig aktiven Hund schlank zu halten.
Ein Eurasier braucht eine vollwertige, ausgewogene Kost, die zu Alter, Gewicht und Aktivität passt. Die meisten Halter füttern ein hochwertiges Fertigfutter, doch auch selbst zubereitete oder rohe Kost kann funktionieren, wenn sie unter tierärztlicher Anleitung zusammengestellt wird. Da die Rasse mäßig aktiv ist und bei Überfütterung zum Zunehmen neigt, sollten die Portionen abgemessen und nicht frei angeboten werden.
| Lebensphase | Menge pro Tag | Mahlzeiten |
|---|---|---|
| Welpe (2 bis 6 Monate) | Nach Welpenfutter-Angabe für das erwartete Endgewicht | 3 bis 4 |
| Junghund (6 bis 12 Monate) | Nach Herstellerangabe, zur Erwachsenenportion hin abnehmend | 2 bis 3 |
| Erwachsen (1 bis 7 Jahre) | Etwa 200 bis 350 g hochwertiges Trockenfutter, je nach Größe und Aktivität | 2 |
| Senior (ab 7 Jahren) | Etwas reduzierte Kalorien; Gewicht im Blick behalten | 2 |
Leckerlis auf etwa 10 Prozent der Tageskalorien begrenzen und in die Gesamtration einrechnen, damit der Hund nicht zunimmt. Eine ausgewogene Vollnahrung liefert in der Regel alle nötigen Nährstoffe, sodass Ergänzungsmittel für die meisten gesunden Hunde nicht erforderlich sind. Gelenkpräparate oder Omega-3-Fettsäuren kann eine Tierärztin oder ein Tierarzt für ältere Hunde oder solche mit Gelenkproblemen empfehlen. Frisches Wasser sollte stets verfügbar sein.
Der Eurasier ist im Allgemeinen gesund und wird 11 bis 13 Jahre alt. Verantwortungsvolle Züchter untersuchen auf Hüft- und Ellbogendysplasie, Augenerkrankungen und Patellaluxation.
Der Eurasier ist im Allgemeinen eine gesunde, robuste Rasse, unterstützt durch Zuchtvereine, die Gesundheitsuntersuchungen betonen. Die übliche Lebenserwartung liegt bei 11 bis 13 Jahren. Wie bei allen Hunden treten bestimmte Erkrankungen häufiger auf als in der Gesamtpopulation. Die Wahl eines Züchters, der seine Zuchttiere untersucht, senkt das Risiko erblicher Probleme.
| Erkrankung | Anzeichen | Hinweis |
|---|---|---|
| Hüftdysplasie | Steifheit, verringerte Aktivität, Schwierigkeiten beim Aufstehen | Zuchthunde sollten eine Hüftbewertung haben |
| Ellbogendysplasie | Lahmheit der Vorderläufe, besonders nach Belastung | Über formale Bewertungsschemata untersucht |
| Patellaluxation | Springendes oder hüpfendes Gangbild auf einem Hinterlauf | Häufiger bei kleineren Tieren |
| Erbliche Augenerkrankungen | Trübung, Sehveränderungen | Augenuntersuchung für Zuchttiere empfohlen |
| Schilddrüsenunterfunktion | Gewichtszunahme, Trägheit, Fellveränderungen | Diagnose per Bluttest, Behandlung mit Medikamenten |
Der Eurasier ist intelligent und willig, aber sensibel und eigenständig im Denken. Er lernt am besten durch ruhiges, gleichbleibendes Training über Belohnung und braucht frühe Sozialisierung.
Der Eurasier ist intelligent und lernt gut, doch er ist sensibel und etwas eigenständig, weshalb er auf Drill oder Zwang nicht anspricht. Er denkt nach, bevor er handelt, und schaltet ab, wenn das Training eintönig oder hart ist. Ein ruhiger, geduldiger Umgang mit kurzen, positiven Einheiten bringt die besten Ergebnisse. Die natürliche Zurückhaltung der Rasse macht eine frühe, abwechslungsreiche Sozialisierung wichtig. Welpen sollten in ihren ersten Monaten viele Menschen, Orte und Situationen auf entspannte Weise kennenlernen.
Eurasier werden mit etwa zwei Jahren zuchtreif. Würfe umfassen im Schnitt vier bis sechs Welpen nach rund neun Wochen Tragzeit. Verantwortungsvolle Zucht beruht auf Gesundheitstests und Wesensauswahl.
Eurasier erreichen die körperliche und geistige Reife später als viele Rassen. Verantwortungsvolle Züchter warten deshalb meist, bis ein Hund etwa zwei Jahre alt ist, damit die Gesundheitsuntersuchungen abgeschlossen werden können. Deckakt, Trächtigkeit und Geburt verlaufen wie bei einem mittelgroßen Hund üblich. Die Tragzeit dauert etwa 63 Tage, und Würfe zählen häufig vier bis sechs Welpen, wobei dies schwankt.
Bei der Aufzucht formt sich der Charakter der Rasse. Die Hündin zieht die Welpen normalerweise mit engem menschlichem Kontakt auf, und frühe Handhabung legt das selbstbewusste, ausgeglichene Wesen an, für das die Rasse bekannt ist. Welpen werden meist mit etwa sieben bis acht Wochen abgesetzt und ziehen in der Regel ab etwa acht Wochen in ihr neues Zuhause. Weil der Eurasier als stabiler Familienbegleiter geschaffen wurde, legen seriöse Züchter starkes Gewicht auf das Wesen sowie auf die Hüft-, Ellbogen- und Augengesundheit der Elterntiere. Viele Zuchtvereine führen Register, um eine sorgfältige, geplante Zucht statt Massenproduktion zu stützen.
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Zuchtreife | Etwa 2 Jahre |
| Tragzeit | Etwa 63 Tage (rund 9 Wochen) |
| Durchschnittliche Wurfgröße | 4 bis 6 Welpen |
| Absetzen | Etwa 7 bis 8 Wochen |
| Übliches Alter beim Umzug | Ab etwa 8 Wochen |
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Häufige Fragen zum Eurasier betreffen Größe, Wesen, Fellpflege, Lebenserwartung, Eignung als Familienhund und die Frage, wie leicht er zu finden ist.
Er ist ein mittelgroßer Hund. Rüden messen etwa 52 bis 60 cm am Widerrist und wiegen rund 23 bis 32 kg, Hündinnen etwa 48 bis 56 cm und 18 bis 26 kg.
Ruhig, treu und ausgeglichen zur eigenen Familie, gegenüber Fremden zurückhaltend bis distanziert. Er ist leise, sensibel und bindet sich eng an seine Menschen, statt mit jedem aufgeschlossen zu sein.
Der Aufwand ist mäßig. Das Doppelhaar braucht ein- bis zweimal pro Woche Bürsten und täglich während der beiden saisonalen Haarwechsel. Der Hund benötigt etwa eine Stunde Aktivität am Tag und vor allem regelmäßige menschliche Gesellschaft.
In der Regel 11 bis 13 Jahre. Die Wahl eines Züchters, der die Elterntiere untersuchen lässt, und ein gesundes Gewicht tragen zu einem langen, beschwerdefreien Leben bei.
Ja. Er wurde als Familienbegleiter geschaffen und ist mit Kindern der eigenen Familie bei früher Sozialisierung meist sanft und geduldig. Er passt in Haushalte, in denen meist jemand da ist, denn langes Alleinsein mag er nicht.
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Die Rasse ist vergleichsweise selten. Welpen gibt es meist nur über engagierte Züchter und Zuchtvereine, und Wartelisten sind normal, weil Würfe sorgfältig nach Gesundheit und Wesen geplant werden.