United Pet Club
Eurasier — a Mittel, Ruhig Hund breed originating in Deutschland

Eurasier

Der Eurasier ist eine ruhige, würdevolle Begleithunderasse, die ihrer Familie ergeben ist und gegenüber Fremden zurückhaltend und wählerisch bleibt.

Size
Mittel
Lifespan
11–13 years
Origin
Deutschland
Temperament
Ruhig
Standard colors
Schwarz, Grau und Leberbraun and 4 more
Key Traits
RuhigTreu ergebenZurückhaltendAusgeglichenZurückhaltend gegenüber Fremden

Characteristics

Energy Level5
Trainability3
Good With Kids3
Good With Pets5
Grooming Needs2

Coat and grooming

How the Eurasier coat is built, and what that means when you groom it.

Fellschichten
Doppeltes Fell
Fellstruktur
Plüschig
Fellänge
Mittellang
Haarwechsel
Saisonaler Fellwechsel

Grooming guidance

  • Kritisch: A Eurasier should not be shaved.

    Die Unterwolle hält Hitze ebenso ab wie Kälte, und das Deckhaar schützt die Haut vor Sonne und Insektenstichen. Wird das ganze Fell abgeschoren, fällt beides weg. Es wächst oft lückenhaft, weich oder in anderer Farbe nach, und bei manchen Tieren kehrt das Deckhaar nie richtig zurück. Bürsten Sie die Unterwolle aus, statt sie abzuschneiden.

  • Hinweis: A Eurasier drops its undercoat in heavy bursts.

    Die Unterwolle löst sich über einige Wochen in starken Schüben. Ein Unterwollharke oder ein Bad mit anschliessendem gründlichem Föhnen entfernt sie weit schneller als tägliches Bürsten. Das Fell kurz zu scheren ist dafür keine Abkürzung.

Eurasier colors and patterns

What each club's breed standard says about every Eurasier color and pattern. Point at a ruling to see the club's own wording.

Breed standards describe the Eurasier in Schwarz, Grau, Leberbraun, Lohfarben, Rot, Creme und Rehfarben. Standard patterns: Einfarbig, Zweifarbig, Zobel, Agouti und Lohzeichnung.

Fell: rulings by club
Color or patternFCIAKCUKCKC
SchwarzStandardgemäss (“all colours”)Standardgemäss (“Black”)Standardgemäss (“all colors”)Standardgemäss (“Black”)
GrauStandardgemäss (“all colours”)Standardgemäss (“Wolfgray”)Standardgemäss (“all colors”)Standardgemäss (“Grey”)
LeberbraunStandardgemäss (“all colours”)Standardgemäss (“Liver”)Nicht anerkannt (“with the exception of ... liver”)Nicht anerkannt (“liver ... unacceptable”)
LohfarbenStandardgemäss (“all colours”)Standardgemäss (“Black & Tan”)Standardgemäss (“all colors”)Standardgemäss (“Black & Tan”)
RotStandardgemäss (“all colours”)Standardgemäss (“Red”)Standardgemäss (“all colors”)Standardgemäss (“Red”)
CremeStandardgemäss (“all colours”)Standardgemäss (“Cream”)Standardgemäss (“all colors”)Standardgemäss (“Cream Black Mask”)
RehfarbenStandardgemäss (“all colours”)Standardgemäss (“all colours and colour combinations are permitted”)Standardgemäss (“all colors”)Standardgemäss (“Fawn”)
WeissDisqualifizierend (“pure white”)Disqualifizierend (“White”)Nicht anerkannt (“with the exception of pure white”)Nicht anerkannt (“pure white ... unacceptable”)
AlbinoNo rulingNo rulingDisqualifizierend (“albinism”)No ruling
Patterns
EinfarbigStandardgemäss (“all colours”)Standardgemäss (“Black”)Standardgemäss (“all colors”)Standardgemäss (“Black”)
ZweifarbigStandardgemäss (“colour combinations”)Standardgemäss (“colour combinations”)Standardgemäss (“combinations of colors”)Standardgemäss (“Red & Black”)
ZobelStandardgemäss (“colour combinations”)Standardgemäss (“colour combinations”)Standardgemäss (“combinations of colors”)Standardgemäss (“Red Sable”)
AgoutiStandardgemäss (“colour combinations”)Standardgemäss (“Wolf Sable”)Standardgemäss (“combinations of colors”)Standardgemäss (“colour combinations”)
LohzeichnungStandardgemäss (“colour combinations”)Standardgemäss (“Black & Tan”)Standardgemäss (“combinations of colors”)Standardgemäss (“Black & Tan”)
GeschecktDisqualifizierend (“pied colouring”)Disqualifizierend (“Pinto”)Nicht anerkannt (“with the exception of ... white patches”)Nicht anerkannt (“white patches on body ... unacceptable”)
MerleNo rulingNo rulingNo rulingNicht anerkannt (“merle, which are unacceptable”)
Doppel-MerleNo rulingNo rulingNo rulingNo ruling
Augen: rulings by club
Color or patternFCIAKCUKCKC
DunkelbraunStandardgemäss (“dark”)Standardgemäss (“dark”)Standardgemäss (“dark in color”)Standardgemäss (“dark”)
Nase: rulings by club
Color or patternFCIAKCUKCKC
SchwarzStandardgemäss (“black pigmentation”)Standardgemäss (“black pigmentation”)Standardgemäss (“black pigment”)Standardgemäss (“black, medium sized nose”)

What the rulings mean

Standardgemäss
Described by the club's breed standard.
Disqualifizierend
The club's breed standard disqualifies an animal of this color or pattern.
Nicht anerkannt
The club does not accept this color or pattern for the breed.

Color changes

How a Eurasier's colors can change over its life.

  • Schwarzchanges toRostrot

    Fell · Mit dem Körperzustand · can change back

  • Schwarzchanges toGrau

    Fell · Fortschreitend

  • Schwarzchanges toBraun

    Fell · In der Sonne · can change back

  • Lohzeichnungchanges toSattelzeichnung

    Fell · Mit dem Alter · from 6 to 156 weeks

  • Schwarzchanges toSchneenase

    Nase · Mit der Jahreszeit · can change back

  • Schwarzchanges toRosa

    Nase · Mit der Jahreszeit · can change back

  • Rosachanges toBlauschwarz

    Zunge · Mit dem Alter · from 8 to 26 weeks

Sources

Each ruling comes from the club's published breed standard or color list.

Eurasier: Steckbrief und Charakter

Der Eurasier ist ein mittelgrosser Spitz aus Deutschland: ruhig, seiner Familie eng verbunden und Fremden gegenüber zurückhaltend. Er wird 11 bis 13 Jahre alt.

Der Eurasier ist ein mittelgrosser Begleithund aus Deutschland mit den typischen Spitz-Merkmalen: keilförmiger Kopf, stehende Ohren und ein dichtes Doppelfell. Die Rasse entstand in den 1960er-Jahren als Familienhund, und genau dafür wird sie bis heute gehalten. Eurasier bauen eine enge Bindung zu den Menschen auf, mit denen sie leben, und folgen ihren Bezugspersonen oft still von Zimmer zu Zimmer.

Das Wesen ist das prägende Merkmal der Rasse. Ein gut gezogener Eurasier ist ausgeglichen und selbstsicher, nicht aufgeregt oder nervös. Innerhalb der Familie zeigt er sich anhänglich, Fremden gegenüber bleibt er von Natur aus reserviert und beobachtet einen Besucher zuerst, bevor er sich nähert. Diese Zurückhaltung ist rassetypisch und sollte nicht mit Ängstlichkeit oder Aggression verwechselt werden.

Für einen Spitz ist der Eurasier ein eher ruhiger Hund. Er bellt gezielt statt ständig und passt sich dem Tagesablauf des Haushalts an. Da er sensibel auf Tonfall und Stimmung reagiert, sind eine frühe Sozialisierung und ein konsequenter, ruhiger Umgang bereits im Welpenalter wichtig.

Eurasier: die wichtigsten Fakten auf einen Blick
MerkmalDetail
HerkunftDeutschland
GrösseMittelgross
Lebenserwartung11 bis 13 Jahre
Gruppe / TypSpitz-artiger Begleithund
VerträglichkeitGut mit Familienmitgliedern, auch Kindern, bei früher Sozialisierung

Für wen sich die Rasse eignet

Der Eurasier passt zu einem Haushalt, der einen ruhigen, treuen Begleiter sucht und den Hund in den Alltag einbindet. Am besten kommt die Rasse bei Halterinnen und Haltern zurecht, die oft zu Hause sind, denn der Eurasier mag es nicht, über längere Zeit allein gelassen zu werden. Seine Zurückhaltung gegenüber Fremden bedeutet, dass er im Park nicht auf jeden zugeht. Wer einen geselligen Hund für alle Welt sucht, sollte das berücksichtigen. Geduldige Halter, die auf harte Korrekturen verzichten, kommen mit dieser Rasse am besten zurecht.

Herkunft und Geschichte des Eurasiers

Der Eurasier wurde in den 1960er-Jahren von Julius Wipfel in Deutschland gezüchtet: eine Kreuzung aus Wolfsspitz und Chow-Chow, später ergänzt durch den Samojeden.

Der Eurasier ist eine junge Rasse mit gut dokumentierter Herkunft. Julius Wipfel entwickelte sie in den 1960er-Jahren in Deutschland zusammen mit einer kleinen Gruppe von Züchtern. Der Verhaltensforscher Konrad Lorenz, dessen Schriften über Hunde das Zuchtziel mitprägten, beriet das Projekt. Ziel war ein ausgeglichener Familienhund, der das Erscheinungsbild eines Spitzes mit einem ruhigen, menschenbezogenen Wesen verbindet.

Am Anfang stand die Kreuzung zwischen dem Wolfsspitz (Keeshond) und dem Chow-Chow. Die ersten Hunde dieser Linie hiessen Wolf-Chow. Später brachten die Züchter den Samojeden ein, um die genetische Basis zu verbreitern und Wesen sowie Fell weiter zu verfeinern.

1973 wurde die Rasse anerkannt und erhielt den Namen Eurasier, ein Hinweis auf die europäischen und asiatischen Rassen in ihrer Ahnenreihe. Noch im selben Jahrzehnt folgte die Anerkennung durch die Fédération Cynologique Internationale (FCI); die Rasse gehört zur Gruppe der Spitze und Hunde vom Urtyp. In der Schweiz ist die Schweizerische Kynologische Gesellschaft (SKG) als FCI-Mitglied für Zucht und Registrierung zuständig.

Die Rasse ist bis heute eher selten und wird vor allem als Begleithund gezüchtet, nicht für Arbeit oder Sport. Viele Zuchtvereine legen weiterhin grossen Wert auf Gesundheitstests und Wesensprüfung, um dem ursprünglichen Zuchtziel von Wipfel treu zu bleiben.

Aussehen und Rassestandard des Eurasiers

Der Eurasier ist ein mittelgrosser, harmonisch gebauter Spitz mit keilförmigem Kopf, stehenden Ohren und dichtem Doppelfell. Das Fell gibt es in vielen Farben.

Der Eurasier ist ein mittelgrosser Hund von harmonischem, leicht rechteckigem Körperbau. Der Kopf ist keilförmig mit mässigem Stop, die Ohren stehen aufrecht und sind gut auseinandergesetzt, und die dunklen Augen verleihen dem Hund einen wachen, ruhigen Ausdruck. Die Rute ist hoch angesetzt und wird geringelt oder gebogen über dem Rücken getragen. Insgesamt soll der Hund kräftig, aber nicht schwer wirken, ohne Übertreibung in einem einzelnen Merkmal.

Rassestandard auf einen Blick
MerkmalStandard
GrösseRüden 52 bis 60 cm; Hündinnen 48 bis 56 cm Widerristhöhe
GewichtRüden 23 bis 32 kg; Hündinnen 18 bis 26 kg
FellMittellanges Doppelfell: dichte Unterwolle mit längerem Deckhaar; kürzer an Fang, Gesicht und Beinvorderseiten
FarbenBreite Palette zugelassen, unter anderem falb, rot, wolfsgrau, schwarz sowie schwarz-lohfarben; leberfarben und reinweiss gelten als Fehler
AugenDunkel, mittelgross, nicht vorstehend

Fell und Farben

Der Eurasier trägt ein dichtes Doppelfell, das für kaltes Wetter geeignet ist. Die Unterwolle ist weich und dicht, während das Deckhaar länger und lockerer absteht, mit Befederung an Rute, Beinrückseiten und Hals. Das Fell liegt eher locker an, statt vom Körper abzustehen.

Der Rassestandard lässt fast jede natürliche Farbe zu, ausser leberfarben und reinweiss. Eine ganz oder teilweise blauschwarze Zunge kommt wegen der Chow-Chow-Abstammung häufig vor. Weisse Abzeichen am Körper sind im Showring unerwünscht, wirken sich als Begleithund aber nicht aus.

Wesen und Charakter des Eurasiers

Der Eurasier ist treu und ausgeglichen mit der eigenen Familie, Fremden gegenüber reserviert bis distanziert. Er ist ruhig, sensibel und eng an seinen Haushalt gebunden.

Der Eurasier ist ein ruhiger, würdevoller Hund, dessen ganzes Wesen sich um seine Familie dreht. Bei den Menschen, mit denen er lebt, ist er anhänglich und beständig, bleibt oft in der Nähe und ruht gern im selben Zimmer. Anhänglich heisst hier nicht aufdringlich: Er will einbezogen sein, nicht ausgeschlossen.

Fremden gegenüber ist die Rasse von Natur aus zurückhaltend. Ein Eurasier beobachtet eine neue Person meist ruhig aus einiger Distanz, bis er entscheidet, dass der Besuch in Ordnung ist. Er ist kein Wachhund und zeigt selten Aggression, schenkt sein Vertrauen aber nicht sofort. Erzwungene Begrüssungen verstärken die Zurückhaltung eher, darum sollten Besucher dem Hund die Annäherung selbst überlassen.

Mit Kindern aus der eigenen Familie ist der Eurasier meist sanft und geduldig, besonders wenn er mit ihnen aufwächst. Bei früher Sozialisierung verträgt er sich in der Regel gut mit anderen Hunden und Haustieren. Die Rasse reagiert empfindlich auf rauen Tonfall und Spannungen im Haushalt, und ein angespanntes Zuhause wirkt sich auf die Stimmung des Hundes aus.

Wesensmerkmale (1 = niedrig, 5 = hoch)
MerkmalBewertung
Anhänglichkeit (Familie)5
Energie3
Erziehbarkeit3
Bellfreudigkeit2
Fellwechsel4

Pflege und Fellpflege beim Eurasier

Der Eurasier braucht regelmässiges Bürsten seines Doppelfells, moderate tägliche Bewegung und engen Familienanschluss. Für lange Alleinzeiten eignet er sich nicht.

Der Eurasier ist eine Rasse mit mittlerem Pflegeaufwand. Im Zentrum stehen Fellpflege, gleichmässige tägliche Bewegung und die Einbindung in den Familienalltag. Das Doppelfell hält Kälte gut aus, macht dem Hund bei Hitze aber eher zu schaffen. Bei warmem Wetter sollte Bewegung deshalb in die kühleren Tagesstunden gelegt werden.

Fellpflege

  • Das Fell ein- bis zweimal pro Woche bürsten, um lose Unterwolle zu entfernen und Verfilzungen vorzubeugen; besonders am Hals, hinter den Ohren und an den Beinrückseiten.
  • Während der zwei jährlichen Fellwechsel täglich bürsten, um die grosse Menge an Unterwolle zu bewältigen.
  • Nur bei Bedarf baden; das Fell stösst Schmutz gut ab, und zu häufiges Baden entzieht ihm die natürlichen Öle.
  • Krallen alle paar Wochen kontrollieren und kürzen, das Haar zwischen den Ballen kurz halten.
  • Ohren regelmässig reinigen und die Zähne kontrollieren.

Bewegung

  • Rund 45 bis 60 Minuten Aktivität pro Tag durch Spaziergänge und freie Bewegung einplanen.
  • Nasenarbeit oder leichtes Training einbauen, damit der Hund auch geistig gefordert wird.
  • Freilauf in sicheren, eingezäunten Bereichen ermöglichen, wo dies möglich ist.
  • Bei Welpen auf intensive, sich wiederholende Belastung verzichten, solange die Gelenke noch wachsen.

Umgebung

Der Eurasier fühlt sich in einem Haus mit sicherem Garten am wohlsten, kommt bei ausreichender Bewegung aber auch in kleineren Wohnungen zurecht. Entscheidend ist der Anschluss an seine Menschen: Diese Rasse bindet sich eng und kommt mit vielen Stunden allein schlecht zurecht, darum passt sie am besten in einen Haushalt, in dem meist jemand zu Hause ist oder der Hund mitgenommen werden kann.

Wer in der Schweiz einen Hund hält, sollte sich zudem bei der Wohngemeinde erkundigen: In mehreren Kantonen ist nach wie vor ein Sachkundenachweis beziehungsweise ein Hundekurs für neue Halterinnen und Halter vorgeschrieben.

Ernährung und Fütterung des Eurasiers

Der Eurasier kommt mit einem vollwertigen, ausgewogenen Futter zurecht, das zu Alter und Aktivität passt. Portionen sollten abgemessen werden, damit die Rasse ihr gesundes Gewicht hält.

Ein Eurasier braucht ein vollwertiges, ausgewogenes Futter, das zu Alter, Gewicht und Aktivitätslevel passt. Die meisten Halterinnen und Halter füttern hochwertiges Fertigfutter, wobei selbst zubereitete oder rohe Rationen mit tierärztlicher Beratung ebenfalls möglich sind. Da die Rasse mässig aktiv ist und bei zu grossen Portionen schnell zunimmt, sollte das Futter abgemessen statt frei zur Verfügung stehen.

Allgemeiner Fütterungsrichtwert (an Hund und Futter anpassen)
LebensphaseMenge pro TagMahlzeiten
Welpe (2 bis 6 Monate)Gemäss Angabe auf dem Welpenfutter, nach erwartetem Endgewicht3 bis 4
Junghund (6 bis 12 Monate)Gemäss Packungsangabe, allmählich auf Erwachsenenportion reduziert2 bis 3
Erwachsen (1 bis 7 Jahre)Etwa 200 bis 350 g hochwertiges Trockenfutter, je nach Grösse und Aktivität2
Senior (ab 7 Jahren)Etwas reduzierte Kalorienmenge; Gewicht im Auge behalten2

Leckerlis und Nahrungsergänzung

Leckerlis sollten höchstens rund 10 Prozent der Tagesration ausmachen und in die Gesamtmenge eingerechnet werden, damit der Hund nicht zunimmt. Eine ausgewogene Vollration deckt bei den meisten gesunden Hunden bereits den gesamten Nährstoffbedarf, Ergänzungsmittel sind daher in der Regel nicht nötig. Bei älteren Hunden oder Gelenkproblemen kann die Tierärztin oder der Tierarzt Gelenkpräparate oder Omega-3-Fettsäuren empfehlen. Frisches Wasser sollte jederzeit zur Verfügung stehen.

Gesundheit und typische Krankheiten beim Eurasier

Der Eurasier gilt als robust und wird 11 bis 13 Jahre alt. Verantwortungsvolle Züchter untersuchen auf Hüft- und Ellbogendysplasie, Augenerkrankungen und Patellaluxation.

Der Eurasier gilt als gesunde, robuste Rasse, was auch den Zuchtvereinen zu verdanken ist, die konsequent auf Gesundheitstests setzen. Die Lebenserwartung liegt bei 11 bis 13 Jahren. Wie bei jeder Rasse treten gewisse Erkrankungen häufiger auf als in der Gesamtpopulation der Hunde, und wer eine Züchterin oder einen Züchter wählt, die Zuchttiere konsequent untersuchen lässt, senkt das Risiko erblicher Probleme.

Erkrankungen, auf die man achten sollte
ErkrankungAnzeichenHinweis
HüftdysplasieSteifheit, weniger Aktivität, Mühe beim AufstehenZuchttiere sollten ein Hüftgutachten haben
EllbogendysplasieLahmheit der Vorderbeine, besonders nach BewegungWird über offizielle Bewertungsverfahren geprüft
PatellaluxationHüpfen oder kurzes Anheben eines HinterbeinsKommt bei kleineren Individuen häufiger vor
Erbliche AugenerkrankungenTrübungen, veränderte SehkraftAugenuntersuchung für Zuchttiere empfohlen
SchilddrüsenunterfunktionGewichtszunahme, Antriebslosigkeit, FellveränderungenWird per Bluttest diagnostiziert und medikamentös behandelt

Vorsorge

  • Impfungen und Parasitenschutz gegen Flöhe, Zecken und Würmer konsequent auffrischen.
  • Jährliche Tierarztkontrollen einplanen, bei älteren Hunden besser zweimal jährlich.
  • Ein gesundes Gewicht halten, um die Gelenke zu entlasten.
  • Die Zähne regelmässig putzen und die Zahnpflege im Auge behalten.
  • Eine Züchterin oder einen Züchter wählen, die für beide Elterntiere Hüft-, Ellbogen- und Augenbefunde vorlegen können.

Erziehung und Sozialisierung des Eurasiers

Der Eurasier ist klug und lernbereit, aber sensibel und eigenständig. Er reagiert am besten auf ruhiges, konsequentes Training über Belohnung und braucht frühe Sozialisierung.

Der Eurasier ist intelligent und lernfähig, aber sensibel und eigenständig, weshalb Drill oder Druck bei ihm nicht funktionieren. Er denkt nach, bevor er handelt, und schaltet bei eintönigem oder hartem Training ab. Ruhiger, geduldiger Umgang mit kurzen, positiven Einheiten bringt die besten Ergebnisse. Weil die Rasse Fremden gegenüber von Natur aus zurückhaltend ist, ist frühe, vielseitige Sozialisierung besonders wichtig: Welpen sollten in den ersten Lebensmonaten möglichst stressfrei viele Menschen, Orte und Situationen kennenlernen.

Grundlagen

  1. Früh mit der Sozialisierung beginnen und den Welpen behutsam an neue Menschen, Hunde, Geräusche und Untergründe gewöhnen.
  2. Grundkommandos wie Namensreaktion, Sitz, Rückruf und Laufen an lockerer Leine vermitteln.
  3. Trainingseinheiten kurz halten und beenden, solange der Hund noch bei der Sache ist.
  4. Futter, Lob und Spiel als Belohnung einsetzen statt Korrektur.
  5. Einen zuverlässigen Rückruf aufbauen, bevor Freilauf erlaubt wird.
  6. An unterschiedlichen Orten üben, damit das Verhalten auch ausserhalb der eigenen vier Wände sitzt.

Zucht und Aufzucht von Eurasier-Welpen

Eurasier sind mit etwa zwei Jahren zuchtreif. Ein Wurf umfasst im Schnitt vier bis sechs Welpen; verantwortungsvolle Zucht setzt auf Gesundheitstests und Wesensauswahl.

Eurasier erreichen ihre körperliche und geistige Reife später als viele andere Rassen. Verantwortungsvolle Züchterinnen und Züchter warten deshalb meist, bis ein Hund rund zwei Jahre alt ist, bevor sie ihn zur Zucht einsetzen, damit die Gesundheitsuntersuchungen vorher abgeschlossen werden können. Deckakt, Trächtigkeit und Geburt verlaufen wie bei anderen mittelgrossen Hunden. Die Trächtigkeit dauert etwa 63 Tage, und ein Wurf umfasst meist vier bis sechs Welpen, wobei dies variieren kann.

In der Aufzucht wird das Wesen der Rasse geprägt. Die Hündin zieht den Wurf normalerweise mit engem menschlichem Kontakt auf, und der frühe Umgang mit Menschen legt den Grundstein für das selbstsichere, ausgeglichene Wesen, für das die Rasse bekannt ist. Welpen werden meist mit sieben bis acht Wochen entwöhnt und ziehen üblicherweise ab etwa acht Wochen in ihr neues Zuhause. Da der Eurasier als beständiger Familienhund gezüchtet wurde, legen seriöse Züchterinnen und Züchter grossen Wert auf Wesen sowie auf Hüft-, Ellbogen- und Augengesundheit der Elterntiere. Viele Zuchtvereine, in der Schweiz unter dem Dach der SKG, führen Zuchtbücher, um eine geplante, sorgfältige Zucht statt Massenproduktion zu fördern.

Zuchtdaten auf einen Blick
KennzahlWert
ZuchtreifeEtwa 2 Jahre
TrächtigkeitEtwa 63 Tage (rund 9 Wochen)
Durchschnittliche Wurfgrösse4 bis 6 Welpen
EntwöhnungEtwa 7 bis 8 Wochen
Übliches Alter beim AuszugAb etwa 8 Wochen

Eurasier registrieren und Chip melden in der Schweiz

AMICUS deckt die Meldepflicht ab; das Gratis-Profil von United Pet Club haelt Ihren Hund der Rasse Eurasier auch jenseits der Grenze auffindbar.

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Fuenfzehn Ziffern ohne aktuellen Eintrag nuetzen niemandem. Verknuepfen Sie die Nummer Ihres Hundes der Rasse Eurasier gratis mit Ihrer Telefonnummer: United Pet Club akzeptiert jede Chipmarke, verrechnet keine Aktualisierungen und haelt die Karte weltweit abfragbar. Zuerst der Chip, dann das Konto, fertig.

Wie registriere ich einen Hund der Rasse Eurasier in der Schweiz?

Eroeffnen Sie gratis ein Konto bei United Pet Club, erfassen Sie die Angaben zu Ihrem Hund samt Foto und speichern Sie. Das Profil bleibt lebenslang gratis und ergaenzt die AMICUS-Meldung des Tierarztes.

Wie melde ich den Chip meines Hundes der Rasse Eurasier an?

Erfassen Sie die 15-stellige Chipnummer mit Adresse und Telefonnummer in Ihrem Gratis-Konto. Der Lebenszeitplan nimmt jede Marke an und verrechnet fuer Nachfuehrungen nie etwas.

Ist der Chip fuer einen Eurasier in der Schweiz Pflicht?

Ja: Jeder Hund muss gechippt und in AMICUS gemeldet sein, bevor er drei Monate alt ist oder den Halter wechselt. Der United-Pet-Club-Eintrag kommt gratis dazu, damit die Nummer auch im Ausland antwortet.

Was kostet die Registrierung eines Eurasier?

Nichts, keinen Rappen. Profil, Chip-Meldung und alle Nachfuehrungen sind im Gratis-Lebenszeitplan enthalten.

Häufige Fragen zum Eurasier

Häufige Fragen zum Eurasier drehen sich um Grösse, Wesen, Pflegeaufwand, Lebenserwartung, Eignung als Familienhund und Verfügbarkeit von Welpen.

Wie gross wird ein Eurasier?

Er ist ein mittelgrosser Hund. Rüden erreichen etwa 52 bis 60 cm Widerristhöhe und wiegen rund 23 bis 32 kg, Hündinnen sind etwa 48 bis 56 cm gross und wiegen 18 bis 26 kg.

Wie ist das Wesen des Eurasiers?

Ruhig, treu und ausgeglichen gegenüber der eigenen Familie, Fremden gegenüber reserviert bis distanziert. Er ist ruhig, sensibel und bindet sich eng an seine Menschen, statt jedem gegenüber offen zu sein.

Ist der Eurasier aufwendig in der Pflege?

Der Aufwand ist mässig. Das Doppelfell braucht ein- bis zweimal wöchentliches Bürsten, während der zwei saisonalen Fellwechsel täglich. Der Hund braucht rund eine Stunde Bewegung am Tag und vor allem regelmässige menschliche Gesellschaft.

Wie alt werden Eurasier?

In der Regel 11 bis 13 Jahre. Eine Züchterin oder ein Züchter, die die Elterntiere gesundheitlich untersuchen lassen, sowie ein gesundes Gewicht tragen zu einem langen, beschwerdefreien Leben bei.

Ist der Eurasier ein guter Familienhund?

Ja. Er wurde als Familienbegleiter gezüchtet und ist bei früher Sozialisierung gegenüber Kindern aus der eigenen Familie meist sanft und geduldig. Er passt zu Haushalten, in denen meist jemand zu Hause ist, da er es nicht mag, lange allein zu bleiben.

Bellt der Eurasier viel?

Nein. Für einen Spitz ist er eher ruhig und bellt gezielt statt ständig. Das passt gut zu den meisten Wohnsituationen.

Sind Eurasier leicht zu finden?

Die Rasse ist eher selten. Welpen gibt es meist nur über engagierte Züchterinnen und Züchter sowie Zuchtvereine, und Wartelisten sind normal, weil Würfe sorgfältig nach Gesundheit und Wesen geplant werden.

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