
Der Drever ist ein freundlicher, kurzbeiniger schwedischer Laufhund, bekannt für sein fröhliches Wesen und seinen beständigen Spürtrieb.
Wie das Fell des Drever aufgebaut ist und was das fĂĽr die Pflege bedeutet.
Kritisch: Ein Drever sollte nicht geschoren werden.
Die Unterwolle hält Hitze ebenso ab wie Kälte, und das Deckhaar schützt die Haut vor Sonne und Insektenstichen. Wird das ganze Fell abgeschoren, fällt beides weg. Es wächst oft lückenhaft, weich oder in anderer Farbe nach, und bei manchen Tieren kehrt das Deckhaar nie richtig zurück. Bürsten Sie die Unterwolle aus, statt sie abzuschneiden.
Hinweis: Ein Drever stößt seine Unterwolle in starken Schüben ab.
Die Unterwolle löst sich über einige Wochen in starken Schüben. Ein Unterwollharke oder ein Bad mit anschließendem gründlichem Föhnen entfernt sie weit schneller als tägliches Bürsten. Das Fell kurz zu scheren ist dafür keine Abkürzung.
Der Drever ist ein kleiner, kurzläufiger schwedischer Laufhund, der Hirsch und Hase zu Fuß aufspürt. Freundliches Wesen und ausdauernde Nase zeichnen ihn aus.
Der Drever ist ein kurzläufiger Laufhund aus Schweden. Er wurde gezüchtet, um Hirsch und Hase in einem langsamen, gut kontrollierbaren Tempo dem wartenden Jäger zuzutreiben. Sein niedriger Körperbau hält ihn nahe an der Bodenwitterung, und seine laute, klangvolle Stimme verrät dem Jäger, in welche Richtung die Jagd verläuft. Abseits des Feldes ist die Rasse ruhig, gesellig und unkompliziert im Zusammenleben.
Ausgewachsene Drever stehen niedrig über dem Boden, besitzen aber einen kräftigen, rechteckigen Körper, der auf Ausdauer statt auf Schnelligkeit ausgelegt ist. Die Rasse ist Menschen jeden Alters gegenüber freundlich und zeigt selten Aggression. Ihr ausgeprägter Spürtrieb bleibt erhalten, sodass eine Fährte am Boden ihre Aufmerksamkeit rasch fesseln kann.
Als Jagdbegleiter ist der Drever in Schweden und den Nachbarländern verbreitet, andernorts dagegen deutlich seltener. Haushalte, die ihm tägliche Auslastung und Beschäftigung für die Nase bieten, erleben die Rasse meist von ihrer besten Seite.
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Herkunft | Schweden |
| Größe | Klein |
| Lebenserwartung | 12 bis 15 Jahre |
| Gruppe / Aufgabe | Laufhund, AufspĂĽren von Hirsch und Hase |
| Verträglich mit | Familien, Kindern und anderen Hunden |
Der Drever eignet sich für aktive Halter, die lange tägliche Spaziergänge und einen sicher eingezäunten Garten bieten können. In Haushalten, die jagen oder Fährtensport betreiben, ist er gut aufgehoben, und er versteht sich mit Kindern und anderen Hunden. Seine tragende Stimme und der starke Spürtrieb machen ihn für Wohnungen mit nahen Nachbarn oder für Halter, die eine hartnäckige Nase beim Gassigehen nicht führen können, weniger geeignet.
Der Drever entstand im frühen 20. Jahrhundert in Schweden aus eingeführten kurzläufigen Laufhunden. Der Name Drever wurde 1947 durch einen öffentlichen Wettbewerb gewählt.
Der Drever geht auf kurzläufige Laufhunde zurück, die im frühen 20. Jahrhundert aus Kontinentaleuropa nach Schweden gebracht wurden. Jäger wünschten sich einen Hund, der niedrig genug war, um Hirsch und Hase in langsamem Tempo zu arbeiten, damit das Wild dem Gewehr zugetrieben wurde statt gehetzt zu werden. Kreuzungen zwischen eingeführten Laufhunden vom Dachshund-Typ und anderen einheimischen Laufhunden bildeten den Grundstock.
Mehrere Jahrzehnte lang wurden diese Hunde mit anderen kurzläufigen schwedischen Laufhunden unter einer weiter gefassten Bezeichnung zusammengefasst. Als sich der Typ herausbildete, arbeiteten schwedische Züchter daran, Größe, Proportionen und Arbeitsweise zu einer erkennbaren Rasse zu festigen.
Der Name Drever wurde 1947 durch einen in Schweden veranstalteten öffentlichen Namenswettbewerb gewählt. Das Wort stammt vom schwedischen Begriff für das Zutreiben von Wild und beschreibt die zentrale Aufgabe der Rasse im Feld. Kurz darauf erhielt die Rasse in Schweden die offizielle Anerkennung.
Zur Jagd ist der Drever in Schweden weiterhin verbreitet und in kleinerer Zahl in anderen nordischen Ländern sowie in Nordamerika zu finden. Zu einer verbreiteten Begleithunderasse außerhalb der Jagdkreise ist er nie geworden. Dadurch blieb sein Arbeitscharakter weitgehend erhalten.
Der Drever ist ein niedriger, langgestreckter Laufhund mit kurzen Läufen, kurzem dichtem Fell und beliebiger Farbe, stets mit klaren weißen Abzeichen.
Der Drever hat einen langen, niedrigen Körper auf kurzen, kräftigen Läufen. Der Bau ist rechteckig statt gedrungen und verleiht ihm Raumgriff und Ausdauer in einem gleichmäßigen Arbeitstempo. Der Kopf ist recht lang mit deutlichem Stop, die Ohren sitzen mäßig hoch an, sind mittellang und liegen flach an den Wangen an. Die Rute ist ziemlich lang und kann bei der Arbeit waagerecht oder leicht erhoben getragen werden.
| Merkmal | Standard |
|---|---|
| Widerristhöhe | Etwa 30 bis 38 cm (12 bis 15 in) |
| Gewicht | Etwa 14 bis 16 kg (31 bis 35 lb) |
| Fell | Kurz, glatt, dicht und anliegend |
| Farben | Jede Farbe, stets mit weiĂźen Abzeichen |
| Augen | Dunkel, klar, mit ruhigem und wachem Ausdruck |
Das Fell ist kurz und dicht, liegt flach am Körper an und ist am Hals, an der Rückseite der Oberschenkel und an der Unterseite der Rute etwas länger. Der Rassestandard lässt jede Farbe zu, doch weiße Abzeichen müssen stets vorhanden und deutlich sichtbar sein, damit der Jäger den Hund in der Deckung erkennt. Häufige Zeichnungen sind Tricolor sowie Rot oder Falb mit Weiß. Das Weiß erscheint meist an Fang, Hals, Brust, Pfoten und Rutenspitze. Das kurze Fell braucht wenig Pflege, um gepflegt auszusehen.
Der Drever ist freundlich, gutmütig und wachsam, gesellig mit Menschen und anderen Hunden und behält dabei einen starken, lautstarken Spürtrieb.
Der Drever ist für sein fröhliches, ausgeglichenes Wesen bekannt. Gegenüber Familienmitgliedern ist er freundlich und Fremden gegenüber meist zugewandt, mit wenig Neigung zu Scheu oder Aggression. Mit Kindern geht er geduldig und tolerant um, und andere Hunde akzeptiert er in der Regel problemlos. Dieser Zug spiegelt seine Geschichte als Meutehund wider.
Die Rasse ist wachsam und meldet Besucher oder ungewohnte Geräusche rasch, sodass sie ein tüchtiger Wachhund ist, ohne aggressiv zu sein. Das jagdliche Erbe zeigt sich in einem kräftigen Spürtrieb: Eine frische Fährte kann seine volle Aufmerksamkeit binden, und er verfolgt eine Witterung mitunter mit unbeirrbarer Konzentration. Der Drever hat zudem eine laute, tragende Stimme, die er auf der Fährte bereitwillig und mitunter auch zu Hause einsetzt.
Da Katzen und kleine Heimtiere den Jagdtrieb auslösen können, helfen frühe Zusammenführungen und Beaufsichtigung. Mit genügend Auslastung und Gesellschaft wird der Drever zu einem ruhigen, anhänglichen Hausgenossen.
| Merkmal | Bewertung |
|---|---|
| Anhänglichkeit | 4 |
| Energie | 4 |
| Erziehbarkeit | 3 |
| Lautfreudigkeit | 5 |
| Haarung | 3 |
Der Drever braucht täglich Bewegung und Beschäftigung für die Nase, während sein kurzes Fell nur regelmäßiges Bürsten und Grundpflege verlangt.
Der Drever passt sich den meisten Haushalten mit Garten an, sofern er täglich Bewegung bekommt. Ein sicherer Zaun ist wichtig, da die Rasse einer Fährte über weite Strecken folgt. Seine laute Stimme trägt weit, weshalb er zu Häusern mit etwas Abstand zu den Nachbarn besser passt als zu dichten Wohnverhältnissen. Das kurze Fell bietet bei sehr kaltem Wetter nur begrenzten Schutz, sodass Unterschlupf und Beaufsichtigung bei langen Ausflügen im Winter wichtig sind.
Der Drever gedeiht mit einem vollwertigen, ausgewogenen Futter, das auf seinen kleinen Rahmen und sein Aktivitätsniveau abgestimmt ist. Übergewicht auf dem langen Rücken gilt es zu vermeiden.
Der Drever gedeiht mit einem vollwertigen, ausgewogenen Hundefutter, das zu Größe, Alter und Aktivitätsniveau passt. Arbeits- und Jagdhunde benötigen in den aktiven Jahreszeiten mehr Kalorien, während ein weniger aktiver Familienhund weniger braucht, um Übergewicht zu vermeiden. Da die Rasse einen langen Rücken und kurze Läufe hat, belastet zusätzliches Gewicht Wirbelsäule und Gelenke, weshalb die Portionskontrolle wichtig ist. Frisches Wasser sollte stets verfügbar sein.
| Lebensphase | Menge pro Tag | Mahlzeiten |
|---|---|---|
| Welpe (2 bis 6 Monate) | Nach Angabe des Welpenfutters, klein aufgeteilt | 3 bis 4 |
| Junghund (6 bis 12 Monate) | Etwa 150 bis 220 g Trockenfutter | 2 bis 3 |
| Erwachsen (1 bis 7 Jahre) | Etwa 150 bis 200 g Trockenfutter | 2 |
| Senior (7+ Jahre) | Etwa 130 bis 180 g Trockenfutter | 2 |
Leckerlis in Maßen einsetzen und auf die Tageskalorien anrechnen, da diese Rasse leicht zunimmt. Die meisten Drever benötigen bei einer vollwertigen Ernährung keine zusätzlichen Ergänzungsmittel. Ein Tierarzt kann bei älteren Hunden angesichts des langrückigen Baus eine Gelenkunterstützung empfehlen, doch Ergänzungsmittel sollten nur auf fachlichen Rat hinzugefügt werden.
Der Drever ist grundsätzlich gesund und wird 12 bis 15 Jahre alt. Sein langer Rücken und die Hängeohren erfordern Aufmerksamkeit für Wirbelsäulen- und Ohrenprobleme.
Der Drever ist eine grundsätzlich gesunde und robuste Rasse mit einer typischen Lebenserwartung von 12 bis 15 Jahren. Sein jagdlicher Hintergrund und die moderate Verbreitung haben den Genpool gesund gehalten. Die wichtigsten Sorgen betreffen die Körperform und die Ohren, nicht weit verbreitete Erbkrankheiten. Regelmäßige tierärztliche Kontrollen und ein sinnvolles Gewichtsmanagement unterstützen ein langes, aktives Leben.
| Erkrankung | Anzeichen | Hinweis |
|---|---|---|
| Bandscheibenprobleme | Rückenschmerzen, Zögern beim Springen, Schwäche in den Läufen | Mit dem langen Rücken verbunden; niedriges Gewicht und begrenzte harte Sprünge helfen |
| Ohrentzündungen | Kopfschütteln, Kratzen, Geruch, Ausfluss | Die Hängeohren stauen Feuchtigkeit; wöchentliche Kontrollen senken das Risiko |
| Übergewicht | Gewichtszunahme, geringe Energie, Bewegungsschwierigkeiten | Belastet Wirbelsäule und Gelenke; Portionen und Bewegung steuern |
| Zahnerkrankungen | Mundgeruch, Zahnstein, wundes Zahnfleisch | Regelmäßiges Putzen und Kontrollen beugen vor |
Der Drever ist intelligent und willig, auf einer Fährte aber eigenständig. Er reagiert am besten auf konsequentes, belohnungsbasiertes Training und frühe Sozialisierung.
Der Drever ist intelligent und lernwillig, doch seine laufhundtypische Eigenständigkeit führt dazu, dass er Kommandos ausblenden kann, sobald er eine interessante Fährte aufnimmt. Am besten gelingt die Erziehung, wenn sie früh beginnt und konsequent bleibt. Kurze, abwechslungsreiche Einheiten halten den Hund besser bei der Sache als lange, gleichförmige Wiederholungen. Ein zuverlässiges Herankommen ist die schwerste und wichtigste Lektion, da die Rasse einer Witterung über weite Strecken folgt, sodass viel Freilaufarbeit in gesicherten Bereichen stattfinden sollte, bis der Rückruf sitzt.
Drever-Hündinnen sind meist zur zweiten Läufigkeit ausgereift und werfen nach einer Trächtigkeit von rund 63 Tagen Würfe von etwa vier bis sechs Welpen.
Drever erreichen die Geschlechtsreife im Allgemeinen zwischen sechs und zwölf Monaten, doch verantwortungsvolle Züchter warten, bis eine Hündin körperlich und geistig ausgereift ist, meist um die zwei Jahre, bevor sie sie verpaaren. Eine Gesundheitsuntersuchung vor der Paarung hilft, das Risiko der Weitergabe von Problemen zu senken, mit Augenmerk auf die Rücken- und Gelenkgesundheit angesichts des langen Baus der Rasse.
Die Trächtigkeit dauert ab der Empfängnis etwa 63 Tage. Würfe umfassen in der Regel vier bis sechs Welpen, und die meisten Geburten verlaufen ohne Komplikationen, wobei ein Tierarzt erreichbar sein sollte. Die Mutter zieht die Welpen auf, mit der üblichen Entwöhnung um die vierte bis siebte Woche. Frühes Handling und behutsame Gewöhnung an das Alltagsleben helfen den Welpen, das ausgeglichene, freundliche Wesen zu entwickeln, für das die Rasse bekannt ist. Welpen ziehen üblicherweise ab etwa der achten Lebenswoche in ihr neues Zuhause.
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Geschlechtsreife | 6 bis 12 Monate |
| Empfohlenes Zuchtalter (HĂĽndin) | Etwa 2 Jahre |
| Trächtigkeit | Etwa 63 Tage |
| Durchschnittliche Wurfgröße | 4 bis 6 Welpen |
| Entwöhnung | Etwa 4 bis 7 Wochen |
| Abgabealter | Ab etwa 8 Wochen |
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Häufige Fragen zum Drever betreffen Größe, Wesen, Pflegebedarf, Lebenserwartung, Eignung als Familienhund und wie leicht er zu finden ist.
Der Drever ist eine kleine, niedrig gestellte Rasse. Er misst etwa 30 bis 38 cm (12 bis 15 in) an der Schulter und wiegt rund 14 bis 16 kg (31 bis 35 lb), mit einem langen Körper auf kurzen Läufen.
Ja. Der Drever ist freundlich, gutmĂĽtig und geduldig mit Kindern, und er versteht sich meist gut mit anderen Hunden. Sein ruhiges Wesen passt zum Familienleben, wobei kleine Heimtiere wegen seines Jagdtriebs behutsame ZusammenfĂĽhrungen brauchen.
Die Fellpflege ist dank des kurzen Fells einfach, doch die Rasse braucht täglich Bewegung und Beschäftigung für die Nase, um zufrieden zu sein. Die größten Herausforderungen sind die Führung seiner starken Nase beim Gassigehen und seine laute, tragende Stimme.
Ein Drever wird typischerweise 12 bis 15 Jahre alt. Ein gesundes Gewicht sowie die Pflege von Rücken, Ohren und Zähnen unterstützen ein langes, aktives Leben.
Das kann er. Der Drever hat eine laute, klangvolle Stimme, die er auf der Fährte und mitunter zu Hause einsetzt. Das macht ihn zu einem guten Wachhund, aber weniger ideal für dichte Wohnverhältnisse.
Die Rasse ist in Schweden und anderen nordischen Ländern verbreitet, wo sie vor allem zur Jagd gehalten wird. Andernorts ist sie deutlich seltener, sodass die Suche nach einem Welpen außerhalb dieser Region Geduld und eine Warteliste erfordern kann.