
Der Chinese Crested ist eine anhängliche, verspielte Zwergrasse, bekannt für ihr elegantes Aussehen, ihre Ergebenheit und ihre tiefe Bindung zu ihrer Familie.
Wie das Fell des Chinesischer Schopfhund aufgebaut ist und was das für die Pflege bedeutet.
Vorsicht: Ein Chinesischer Schopfhund braucht Schutz vor der Sonne.
Nackte Haut verbrennt schnell und bietet auch gegen Kälte keinerlei Schutz. Für Zeit im Freien braucht es Schatten, bei kühlem Wetter einen Mantel oder einen vom Tierarzt für Tiere freigegebenen Sonnenschutz.
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Der Chinese Crested ist ein anhänglicher Begleithund aus China mit zwei Fellvarianten in derselben Rasse: nackt und Powderpuff, oft im selben Wurf.
Der Chinese Crested ist ein kleiner Begleithund aus der Gruppe der Zwerghunde. Ausgewachsene Tiere wiegen rund 3,5 bis 5,5 kg und erreichen eine Widerristhöhe von etwa 28 bis 33 cm. Innerhalb desselben Wurfs können zwei völlig unterschiedliche Felltypen auftreten. Die nackte Variante hat auf dem grössten Teil des Körpers glatte, unbehaarte Haut, mit Haarbüscheln auf dem Kopf (der sogenannten Krone), an den Pfoten (den Söckchen) und am Schwanz (der Fahne). Die Powderpuff-Variante trägt dagegen ein vollständiges, weiches Doppelfell am ganzen Körper.
Trotz des Namens lässt sich die Entstehung der Rasse kaum auf eine einzelne Region Chinas zurückführen. Belegt ist vor allem, dass kleine unbehaarte Hunde über chinesische Handelshäfen auf Schiffen über weite Strecken mitreisten. Offiziell heisst die Rasse im deutschen Sprachraum Chinesischer Schopfhund, gebräuchlich ist aber auch im Alltag die Bezeichnung Chinese Crested. Heute wird der Chinese Crested praktisch ausschliesslich als Haus- und Begleithund gezüchtet.
Das Wesen ist anhänglich und verspielt, mit einer engen Bindung an die eigene Familie. Der Hund fixiert sich oft auf einen einzigen Haushalt und bleibt Fremden gegenüber eher zurückhaltend. Er ist aufmerksam und meldet Besuch, eignet sich aber weder zum Wachen noch für körperlich anspruchsvolle Aufgaben.
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Herkunft | China |
| Grösse | Zwerghund (rund 3,5 bis 5,5 kg) |
| Lebenserwartung | 13 bis 18 Jahre |
| Gruppe/Rolle | FCI-Gruppe 9, Sektion 4 (Nackthunde) |
| Geeignet für | Familien, ältere Kinder, weitere Haustiere bei guter Sozialisierung |
Der Chinese Crested passt zu einem Zuhause, in dem tagsüber häufig jemand anwesend ist, denn die Rasse sucht engen Kontakt und tut sich mit langen Stunden allein schwer. Für Wohnungen und kleinere Häuser eignet er sich gut, da sein Bewegungsbedarf gering ist. Die nackte Variante braucht Hautpflege sowie Schutz vor Sonne und Kälte, weshalb sie am besten zu Halterinnen und Haltern passt, die bereit sind, sich um Baden, Sonnencreme und je nach Klima auch um Hundekleidung zu kümmern. Haushalte mit sehr jungen, ungestümen Kindern sind weniger geeignet, da die Rasse leichtknochig und empfindlich im Umgang ist.
Haarlose Hunde wurden im 19. Jahrhundert mit chinesischen Handelsschiffen verknüpft. Die heutige Rasseform legten US-amerikanische und britische Zuchtvereine im 20. Jahrhundert fest.
Unbehaartheit bei Hunden ist eine alte, natürlich auftretende Eigenschaft, die in mehreren Populationen rund um die Welt vorkommt. Der genaue Weg, der zum Chinese Crested führte, ist nicht lückenlos dokumentiert. Belegt ist, dass kleine haarlose Hunde im 19. Jahrhundert mit chinesischen Handelsschiffen in Verbindung gebracht und in Hafenstädten verzeichnet wurden. Seeleute hielten die Hunde an Bord, was ihre Verbreitung entlang der Handelsrouten begünstigte.
Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurden haarlose Hunde an Ausstellungen in Europa und Nordamerika gezeigt, oft unter wechselnden Namen, die haarlose Typen aus verschiedenen Regionen in einen Topf warfen. Aus dieser Zeit stammen Aufzeichnungen und Abbildungen von als chinesisch bezeichneten haarlosen Hunden, wobei die frühe Namensgebung uneinheitlich blieb.
Die heutige Form der Rasse geht grösstenteils auf Liebhaberinnen und Liebhaber in den USA und in Grossbritannien zurück, die im 20. Jahrhundert die beiden Felltypen und die Proportionen der Rasse festlegten. Zuchtverantwortliche dieser Zeit arbeiteten daran, den Typ zu stabilisieren und die Genetik hinter dem nackten und dem Powderpuff-Fell gezielt zu steuern.
In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts erhielt die Rasse die offizielle Anerkennung nationaler Kennel Clubs. Heute ist sie breit registriert und wird als Begleithund gehalten, nicht für eine Arbeitsaufgabe. In der Schweiz ist der Chinese Crested selten; wer sich für die Rasse interessiert, findet über die SKG Kontakt zu Klubs und Zuchtstätten im FCI-Raum.
Der Chinese Crested ist ein feingliedriger Zwerghund von rund 28 bis 33 cm Grösse, in einer nackten Variante mit Krone, Söckchen und Fahne sowie einer vollständig befellten Powderpuff-Variante.
Der Chinese Crested ist klein, feingliedrig und von anmutiger Erscheinung, mit einer Körperlänge, die die Widerristhöhe leicht übersteigt. Der Kopf ist keilförmig, die Augen sind dunkel bis mittelbraun, und bei der nackten Variante stehen die Ohren gross und aufrecht. Die Rute ist lang und wird in der Bewegung hoch oder gerade nach hinten getragen. Der Bewegungsablauf wirkt leicht und frei.
Das prägende Merkmal ist das Fell. Beide Varianten kommen in der Rasse vor, und ein einzelner Wurf kann beide enthalten. Bis auf das Fell teilen sich die beiden Typen denselben Körperbau und denselben Standard.
| Merkmal | Standard |
|---|---|
| Widerristhöhe | Rund 28 bis 33 cm |
| Gewicht | Rund 3,5 bis 5,5 kg |
| Fell | Nackt (Krone, Söckchen, Fahne) oder Powderpuff (vollständiges, weiches Doppelfell) |
| Farben | Jede Farbe oder Farbkombination, bei der nackten Variante auch dunkle, schiefergraue und rosafarbene Hautpartien |
| Augen | Dunkel bis mittelbraun, weit auseinanderliegend, mandelförmig |
Bei der nackten Variante besteht der grösste Teil des Körpers aus glatter, freiliegender Haut, mit weichem Haar auf dem Kopf, an den Unterschenkeln und am Schwanz. Die Haut kann jede Farbe haben und ist häufig gefleckt oder marmoriert. Die Powderpuff-Variante trägt ein langes, weiches Doppelfell über den ganzen Körper, das regelmässiges Bürsten braucht. Beide Varianten kommen in vielen Farben und Zeichnungen vor, und der Standard bevorzugt keine einzelne Farbe gegenüber einer anderen. Nackte Hunde können unterschiedlich viel Körperbehaarung haben, was Züchterinnen und Züchter im Rahmen der Fellpflege berücksichtigen.
Der Chinese Crested ist anhänglich, verspielt und treu. Er bindet sich eng an seinen Haushalt, bleibt Fremden gegenüber zurückhaltend und kommt mit anderen Haustieren meist gut zurecht.
Im Kern ist der Chinese Crested ein Begleiter. Er sucht engen Körperkontakt und will oft auf oder neben seinen Menschen sitzen. Im Haus zeigt sich die Rasse verspielt und lebhaft und geniesst ruhige Spiele. Sie baut eine starke Bindung zu ihrem Haushalt auf und reagiert empfindlich auf Veränderungen im Tagesablauf oder in der Stimmung.
Innerhalb der Familie ist die Rasse warmherzig und zeigt ihre Zuneigung offen. Fremden gegenüber verhält sie sich meist zurückhaltend und braucht Zeit, um aufzutauen, ohne dabei aggressiv zu werden. Eine frühe, ruhige Sozialisierung beugt übertriebener Schüchternheit vor. Der Hund ist aufmerksam und bellt bei Besuch oder ungewohnten Geräuschen, wobei die Lautstärke von Tier zu Tier unterschiedlich ausfällt.
Mit anderen Haustieren kommt die Rasse in der Regel gut zurecht, besonders mit gleich grossen Hunden und mit Katzen, mit denen sie zusammen aufwächst. Weil der Hund klein und leichtknochig ist, lohnt sich Aufsicht im Kontakt mit grösseren, ungestümen Hunden. Die Rasse reagiert empfindlich auf harten Umgang und kommt mit grober Korrektur schlecht zurecht, weshalb ein ruhiges Zuhause am besten passt.
| Merkmal | Bewertung |
|---|---|
| Zuneigung | 5 |
| Energie | 3 |
| Erziehbarkeit | 3 |
| Lautstärke | 3 |
| Fellwechsel | 1 |
Die Pflege dreht sich um Haut und Fell, mässige tägliche Bewegung und ein Zuhause drinnen; die nackte Variante braucht Sonnenschutz und Wärme, die Powderpuff-Variante regelmässiges Bürsten.
Der Pflegeaufwand unterscheidet sich stark zwischen den beiden Fellvarianten, wobei beide regelmässige Aufmerksamkeit brauchen. Die nackte Variante braucht Hautpflege, die Powderpuff-Variante Fellpflege.
Der Chinese Crested ist ein Haushund und passt gut in Wohnungen und kleinere Häuser. Er reagiert empfindlich auf Temperaturen: Die nackte Variante kühlt schnell aus und bekommt leicht einen Sonnenbrand, weshalb sie einen warmen, zugfreien Rückzugsort und Schutz im Freien braucht. Die Rasse sucht Gesellschaft und kommt am besten dort zurecht, wo sie nicht über längere Zeit allein bleibt.
Der Chinese Crested braucht ein vollwertiges Futter für kleine oder Zwergrassen in abgemessenen Portionen, aufgeteilt auf zwei bis drei Mahlzeiten täglich, angepasst an Alter, Gewicht und Aktivität.
Ein vollwertiges und ausgewogenes Futter für kleine oder Zwergrassen deckt den Bedarf am besten. Weil der Hund klein ist, fallen die Portionen entsprechend gering aus, und schon kleine Messfehler können zu Übergewicht führen. Die Tagesmenge sollte auf zwei bis drei Mahlzeiten verteilt werden, damit der Energiehaushalt stabil bleibt, denn sehr kleine Hunde neigen bei zu langen Pausen zwischen den Mahlzeiten zu Unterzuckerung, vor allem als Welpen.
| Lebensabschnitt | Menge pro Tag | Mahlzeiten |
|---|---|---|
| Welpe (2 bis 6 Monate) | Rund 30 bis 60 g, je nach Produkt und Gewicht | 3 bis 4 |
| Erwachsen (ab 1 Jahr) | Rund 30 bis 90 g | 2 |
| Senior / weniger aktiv | Nach unten angepasst, um das Gewicht im gesunden Bereich zu halten | 2 |
Leckerlis sollten nur einen kleinen Anteil der Tageskalorien ausmachen, damit der Hund schlank bleibt. Ein als vollwertig und ausgewogen deklariertes Futter deckt in der Regel den gesamten Nährstoffbedarf, sodass ein gesunder Hund keine zusätzlichen Präparate braucht. Frisches Wasser sollte jederzeit zur Verfügung stehen. Jede Nahrungsergänzung, etwa für Gelenke oder Haut, gehört vorher mit einer Tierärztin oder einem Tierarzt besprochen, besonders bei der nackten Variante mit ihren besonderen Hautbedürfnissen.
Der Chinese Crested wird mit guter Pflege 13 bis 18 Jahre alt, neigt aber zu Zahnerkrankungen, Augenproblemen, Patellaluxation und bei der nackten Variante zu Hautproblemen.
Der Chinese Crested ist ein langlebiger Zwerghund mit einer typischen Lebenserwartung von 13 bis 18 Jahren. Die meisten Hunde bleiben bei regelmässiger tierärztlicher Kontrolle, guter Zahnhygiene und kontrolliertem Gewicht ihr Leben lang gesund. Einige Erkrankungen treten in der Rasse gehäuft auf und verdienen Aufmerksamkeit.
| Erkrankung | Anzeichen | Hinweis |
|---|---|---|
| Zahnerkrankungen | Zahnstein, Mundgeruch, lockere oder fehlende Zähne | Bei Zwergrassen verbreitet; die nackte Variante hat oft ein unvollständiges Gebiss |
| Patellaluxation | Hüpfender Gang oder Hinken an einem Hinterbein | Kniescheibe springt aus der Führungsrille; reicht von leicht bis operationsbedürftig |
| Progressive Retinaatrophie | Nachtblindheit, nachlassendes Sehvermögen | Erblich bedingt; Voruntersuchungen der Zuchttiere senken das Risiko |
| Hautprobleme (nackte Variante) | Trockenheit, Akne, Sonnenbrand, Reizungen | Lässt sich mit Baden, Eincremen und Sonnenschutz eingrenzen |
Der Chinese Crested ist klug und lernwillig, aber sensibel, und lernt am besten in kurzen, sanften, belohnungsbasierten Einheiten mit früher Sozialisierung.
Der Chinese Crested ist aufgeweckt und will seinen Menschen gefallen, was ihn lernfähig macht, doch er ist auch sensibel und zieht sich bei hartem Umgang zurück. Trainingseinheiten sollten kurz, ruhig und positiv bleiben. Die Rasse reagiert gut auf Futterbelohnung, Lob und Spiel. Das Stubenreinwerden braucht wie bei vielen kleinen Rassen Geduld, weshalb Beständigkeit und eine feste Routine wichtig sind. Frühe Sozialisierung mit Menschen, Orten und anderen Tieren hilft, die natürliche Zurückhaltung gegenüber Fremden abzubauen.
Der Chinese Crested erreicht die Reife mit ein bis zwei Jahren und bringt kleine Würfe; wegen des Fellgens braucht die Verpaarung Sorgfalt, da beide Felltypen im selben Wurf vorkommen können.
Die Zucht des Chinese Crested liegt wegen der geringen Grösse und der Genetik hinter dem Fell meist in den Händen erfahrener, verantwortungsvoller Zuchtstätten. Körperlich und im Wesen sind die Hunde in der Regel zwischen einem und zwei Jahren ausgereift, und verantwortungsvolle Zuchtprogramme warten mit der Verpaarung, bis ein Tier ausgewachsen und gesundheitlich untersucht ist. Zu den üblichen Voruntersuchungen gehören Augen und Knie.
Die Trächtigkeit dauert bei Hunden rund 63 Tage. Die Würfe fallen klein aus, meist zwei bis vier Welpen, was der Zwerggrösse der Rasse entspricht. Da das nackte Merkmal über ein einzelnes dominantes Gen mit Wirkung auf den Embryo vererbt wird, werden geplante Verpaarungen häufig mit Powderpuff-Hunden angesetzt, sodass beide Felltypen im selben Wurf erscheinen. Neugeborene Welpen sind winzig und brauchen einen warmen, sauberen Wurfplatz sowie engmaschige Betreuung in den ersten Wochen. Nackte Welpen brauchen beim Heranwachsen zusätzliche Aufmerksamkeit für Haut und Wärme. In der Schweiz müssen Welpen vor der Abgabe zudem mit einem Mikrochip gekennzeichnet und in der ANIS-Datenbank registriert werden.
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Geschlechtsreife | Rund 6 bis 12 Monate (Verpaarung erst nach voller Reife) |
| Volle Reife | 1 bis 2 Jahre |
| Trächtigkeit | Rund 63 Tage |
| Wurfgrösse | Typischerweise 2 bis 4 Welpen |
| Entwöhnung | Rund 6 bis 8 Wochen |
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Häufige Fragen zum Chinese Crested betreffen seine Grösse, sein Wesen, den Pflegeaufwand, die Lebenserwartung, seine Eignung und die Verfügbarkeit.
Es ist ein Zwerghund mit rund 28 bis 33 cm Widerristhöhe und einem Gewicht von etwa 3,5 bis 5,5 kg.
Er ist anhänglich, verspielt und seinem Haushalt treu ergeben. Er bindet sich eng an seine Menschen, bleibt Fremden gegenüber zurückhaltend und ist aufmerksam, ohne ein Wachhund zu sein.
Der Pflegeaufwand ist mittel. Die nackte Variante braucht regelmässige Hautpflege sowie Schutz vor Sonne und Kälte, die Powderpuff-Variante häufiges Bürsten. Beide brauchen Zahnpflege und mässige tägliche Bewegung.
Typischerweise 13 bis 18 Jahre bei guter Pflege, ein hohes Alter selbst für einen kleinen Hund.
Ja. Er passt zu Wohnungen und zu einem Zuhause, in dem oft jemand anwesend ist. Mit älteren, sanften Kindern und bei guter Sozialisierung auch mit anderen Haustieren kommt er gut zurecht, ist aber leichtknochig und für groben Umgang nicht geeignet.
Der Fellwechsel ist gering. Die nackte Variante hat kaum Fell, das ausfallen könnte, und die Powderpuff-Variante verliert mässig Haare, braucht aber regelmässiges Bürsten gegen Verfilzung.
Es handelt sich um eine anerkannte, registrierte Rasse, die über spezialisierte Zuchtstätten und rassespezifische Vermittlungsstellen erhältlich ist. Da sie seltener ist als verbreitete Rassen, kann die Suche nach einem Welpen etwas Zeit brauchen.