United Pet Club
Beagle — a Klein, Freundlich Hund breed originating in England

Beagle

Der Beagle ist ein freundlicher, neugieriger kleiner Spürhund, beliebt für sein fröhliches Wesen und seine hervorragende Gesellschaft für Familien.

Size
Klein
Lifespan
12–15 years
Origin
England
Temperament
Freundlich
Standard colors
Schwarz, Weiss und Blau and 6 more
Key Traits
FreundlichNeugierigGut mit KindernGeselligAktiv

Characteristics

Energy Level5
Trainability3
Good With Kids3
Good With Pets5
Grooming Needs3

Coat and grooming

How the Beagle coat is built, and what that means when you groom it.

Fellschichten
Doppeltes Fell
Fellstruktur
Glatt
Fellänge
Kurz
Haarwechsel
Saisonaler Fellwechsel

Grooming guidance

  • Kritisch: A Beagle should not be shaved.

    Die Unterwolle hält Hitze ebenso ab wie Kälte, und das Deckhaar schützt die Haut vor Sonne und Insektenstichen. Wird das ganze Fell abgeschoren, fällt beides weg. Es wächst oft lückenhaft, weich oder in anderer Farbe nach, und bei manchen Tieren kehrt das Deckhaar nie richtig zurück. Bürsten Sie die Unterwolle aus, statt sie abzuschneiden.

  • Hinweis: A Beagle drops its undercoat in heavy bursts.

    Die Unterwolle löst sich über einige Wochen in starken Schüben. Ein Unterwollharke oder ein Bad mit anschliessendem gründlichem Föhnen entfernt sie weit schneller als tägliches Bürsten. Das Fell kurz zu scheren ist dafür keine Abkürzung.

Beagle colors and patterns

What each club's breed standard says about every Beagle color and pattern. Point at a ruling to see the club's own wording.

Breed standards describe the Beagle in Schwarz, Weiss, Blau, Dachsgrau, Braun, Lohfarben, Hasenfarben, Rot und Zitronengelb. Standard patterns: Einfarbig, Zweifarbig, Dreifarbig, Gescheckt, Stichelschimmel und Lohzeichnung.

Fell: rulings by club
Color or patternFCIAKCUKCKCKUSA
SchwarzStandardgemäss (“Tricolour (black, tan and white)”)Standardgemäss (“Black Tan & White”)Standardgemäss (“Usually tri-color (black, white and tan)”)Standardgemäss (“Tricolour (black, tan and white)”)Standardgemäss (“Tricolour (black, tan, and white)”)
WeissStandardgemäss (“all white”)Standardgemäss (“Black Tan & White”)Standardgemäss (“Usually tri-color (black, white and tan)”)Standardgemäss (“all white”)Standardgemäss (“all white”)
BlauStandardgemäss (“blue, white and tan”)Standardgemäss (“Blue Tan & White”)Standardgemäss (“all typical hound color combinations are acceptable”)Standardgemäss (“blue, white and tan”)Standardgemäss (“blue, white and tan”)
DachsgrauStandardgemäss (“badger pied”)No rulingNo rulingNo rulingNo ruling
BraunNicht anerkanntStandardgemäss (“Brown & White”)No rulingNicht anerkanntNicht anerkannt
LohfarbenStandardgemäss (“Tricolour (black, tan and white)”)Standardgemäss (“Black Tan & White”)Standardgemäss (“Usually tri-color (black, white and tan)”)Standardgemäss (“Tricolour (black, tan and white)”)Standardgemäss (“Tricolour (black, tan, and white)”)
HasenfarbenStandardgemäss (“hare pied”)No rulingNo rulingNo rulingNo ruling
RotStandardgemäss (“red and white”)Standardgemäss (“Red & White”)Standardgemäss (“all typical hound color combinations are acceptable”)Standardgemäss (“red and white”)Standardgemäss (“red and white”)
ZitronengelbStandardgemäss (“lemon pied; lemon and white”)Standardgemäss (“Lemon & White”)Standardgemäss (“all typical hound color combinations are acceptable”)Standardgemäss (“lemon pied; lemon and white”)Standardgemäss (“lemon pied; lemon and white”)
RehfarbenNicht anerkanntAlternativ (“Black Fawn & White”)No rulingNicht anerkanntNicht anerkannt
AlbinoNicht anerkanntNo rulingDisqualifizierend (“Albinism”)Nicht anerkanntNicht anerkannt
SchokoladeNicht anerkanntNo rulingNo rulingNicht anerkanntNicht anerkannt
Patterns
EinfarbigStandardgemäss (“all white”)Alternativ (“White”)Disqualifizierend (“Solid color”)Standardgemäss (“all white”)Standardgemäss (“all white”)
ZweifarbigStandardgemäss (“lemon and white; red and white; tan and white; black and white”)Standardgemäss (“Lemon & White”)Standardgemäss (“all typical hound color combinations are acceptable”)Standardgemäss (“lemon and white; red and white; tan and white; black and white”)Standardgemäss (“lemon and white; red and white; tan and white; black and white”)
DreifarbigStandardgemäss (“Tricolour (black, tan and white)”)Standardgemäss (“Black Tan & White”)Standardgemäss (“Usually tri-color (black, white and tan)”)Standardgemäss (“Tricolour (black, tan and white)”)Standardgemäss (“Tricolour (black, tan, and white)”)
GeschecktStandardgemäss (“badger pied; hare pied; lemon pied”)No rulingStandardgemäss (“all typical hound color combinations are acceptable”)Standardgemäss (“badger pied; hare pied; lemon pied”)Standardgemäss (“badger pied; hare pied; lemon pied”)
StichelschimmelStandardgemäss (“all the above mentioned colours can be found as mottle”)Standardgemäss (“Ticked”)Standardgemäss (“all typical hound color combinations are acceptable”)Standardgemäss (“all the above mentioned colours can be found as mottle”)Standardgemäss (“all the above-mentioned colours can be found as mottle”)
LohzeichnungStandardgemäss (“blue, white and tan”)Standardgemäss (“Black & Tan”)Standardgemäss (“Usually tri-color (black, white and tan)”)Standardgemäss (“Blue White & Tan”)Standardgemäss (“blue, white and tan”)
GeflecktNo rulingAlternativ (“Spotted”)No rulingNicht anerkanntNicht anerkannt
GestromtNo rulingDisqualifizierend (“Merle and Brindle Color Patterns”)Disqualifizierend (“Brindle”)Nicht anerkanntNicht anerkannt
MerleNo rulingDisqualifizierend (“Merle and Brindle Color Patterns”)Disqualifizierend (“Merle”)Nicht anerkanntNicht anerkannt
Dunkel gestromtNo rulingDisqualifizierend (“Merle and Brindle Color Patterns”)Disqualifizierend (“Brindle”)Nicht anerkanntNicht anerkannt
Doppel-MerleNo rulingNo rulingNo rulingNicht anerkanntNicht anerkannt
Augen: rulings by club
Color or patternFCIAKCUKCKCKUSA
BraunNo rulingStandardgemäss (“of a brown or hazel color”)Standardgemäss (“brown or hazel in color”)No rulingNo ruling
DunkelbraunStandardgemäss (“Dark brown or hazel”)No rulingNo rulingStandardgemäss (“Dark brown or hazel”)Standardgemäss (“Dark brown or hazel”)
HaselnussbraunStandardgemäss (“Dark brown or hazel”)Standardgemäss (“of a brown or hazel color”)Standardgemäss (“brown or hazel in color”)Standardgemäss (“Dark brown or hazel”)Standardgemäss (“Dark brown or hazel”)
Nase: rulings by club
Color or patternFCIKCKUSA
SchwarzStandardgemäss (“preferably black”)Standardgemäss (“preferably black”)Standardgemäss (“preferably black”)

What the rulings mean

Standardgemäss
Described by the club's breed standard.
Alternativ
Registrable with the club but not described by its breed standard, such as an AKC alternate color.
Disqualifizierend
The club's breed standard disqualifies an animal of this color or pattern.
Nicht anerkannt
The club does not accept this color or pattern for the breed.

Color changes

How a Beagle's colors can change over its life.

  • Schwarzchanges toRostrot

    Fell · Mit dem Körperzustand · can change back

  • Schwarzchanges toGrau

    Fell · Fortschreitend

  • Schwarzchanges toBraun

    Fell · In der Sonne · can change back

  • Weisschanges toStichelschimmel

    Fell · Mit dem Alter · from 2 weeks

  • Lohzeichnungchanges toSattelzeichnung

    Fell · Mit dem Alter · from 6 to 156 weeks

  • Schwarzchanges toSchneenase

    Nase · Mit der Jahreszeit · can change back

  • Schwarzchanges toRosa

    Nase · Mit der Jahreszeit · can change back

Beagle-Steckbrief

Klein, verspielt und mit ausgeprägtem Spürsinn: Der Beagle stammt aus England und passt besonders gut zu aktiven Familien mit Kindern.

Kaum eine Rasse verbindet Grösse und Charakter so ausgewogen wie der Beagle: klein genug für die Wohnung, gesellig genug für die ganze Familie. Ursprünglich in England gezüchtet, um Hasen und Kaninchen rein über die Spur zu finden, hat der Hund seinen ausgeprägten Spürsinn bis heute behalten.

Wer einen Beagle hält, merkt schnell, wie sehr die Nase das Verhalten bestimmt. Eine interessante Spur kann den Hund vollständig vereinnahmen, im eingezäunten Garten ein amüsantes Schauspiel, unterwegs an der Leine mitunter eine Geduldsprobe. Am meisten Erfolg haben Halterinnen und Halter, die dieses Bedürfnis in den Alltag einbauen, anstatt es zu unterdrücken.

Charakterlich zeigt sich der Beagle offen, verspielt und selten allein glücklich. Die Rasse stammt aus der Meutejagd, und dieses Erbe ist bis heute spürbar: Beagle suchen Gesellschaft, vertragen sich in der Regel gut mit anderen Hunden und blühen im Rudel regelrecht auf.

Beagle auf einen Blick
MerkmalAngabe
Ursprüngliche AufgabeFährtenarbeit bei der Hasen- und Kaninchenjagd
HerkunftEngland
GrösseKlein
Lebenserwartung12 bis 15 Jahre
Ideal fürFamilien mit Kindern, Zweithundehaushalte, aktive Halterinnen und Halter

Passt ein Beagle zu Ihnen?

Gut geeignet ist die Rasse für Haushalte mit Zeit für tägliche Bewegung, einem sicher eingezäunten Aussenbereich und Verständnis für die lautstarke, fährtenfreudige Seite des Hundes. Auch als Zweithund funktioniert der Beagle meistens ausgezeichnet, da er das Gesellschaftsbedürfnis der Rasse deckt. Weniger passend ist er, wenn Wohnung oder Familie über den Tag oft leer stehen, wenn Auslauf ohne Leine im offenen Feld erwartet wird, oder wenn Bellen im Treppenhaus nicht toleriert werden kann. Für Personen mit dem ersten eigenen Hund ist der Beagle machbar, sofern das Training früh beginnt und der Rückruf konsequent geübt wird.

Herkunft und Geschichte

Aus englischen Meuten für die Hasen- und Kaninchenjagd hervorgegangen, wurde der Beagle im 19. Jahrhundert zur einheitlichen Rasse.

Über den Namen Beagle gibt es mehrere Theorien, von einem altfranzösischen Wort für ein offenes Maul bis zu keltischen Wurzeln, belegt ist keine davon abschliessend. Sicher ist nur, dass kleine, nasenstarke Laufhunde in England bereits im 15. Jahrhundert unter diesem Namen auftauchten, damals allerdings als Sammelbegriff für ganz unterschiedliche kleine Meutehunde und nicht als einheitliche Rasse.

Zur festen Rasse wurde der Beagle erst im 19. Jahrhundert. Massgeblich beteiligt war Reverend Phillip Honeywood, dessen Meute in den 1830er Jahren als Ausgangspunkt für die spätere Vereinheitlichung galt. Thomas Johnson baute darauf auf und legte grossen Wert sowohl auf ein einheitliches Erscheinungsbild als auch auf die Jagdtauglichkeit der Tiere. Schon seit dem 18. Jahrhundert war die Fusspirsch mit einer Meute kleiner Laufhunde fester Bestandteil des englischen Landlebens, geschätzt vor allem, weil man den Hunden zu Fuss und ohne Pferd folgen konnte.

Nach dem amerikanischen Bürgerkrieg fasste die Rasse auch in den USA Fuss und wurde dort rasch zum geschätzten Familienhund. International zählt der Beagle bis heute zu den verbreitetsten Rassen überhaupt. Seine feine Nase bleibt gefragt, etwa im Such- und Spürhundewesen an Flughäfen und Grenzübergängen, ein Einsatzgebiet, in dem auch in der Schweiz ausgebildete Spürhunde dieser Rasse im Zolldienst stehen.

Erscheinungsbild

Kompakt und robust gebaut, mit kurzem, wetterfestem Fell, langen Hängeohren und meist dreifarbiger Zeichnung, so zeigt sich der Beagle.

Auffallend beim Beagle sind zuerst Kopf und Ohren: ein breiter, leicht gewölbter Schädel, ein kräftiger, quadratischer Fang und lange, tief angesetzte Hängeohren mit runder Spitze. Die grossen Augen in Haselnuss- oder Braunton geben dem Blick etwas Sanftes, fast Bittendes. Am Körper zeigt sich die Rasse kompakt und kastenförmig, eher wie eine verkleinerte Ausgabe des English Foxhound als ein zierlicher Laufhund: kräftig bemuskelt, mit geradem Rücken und einer hoch getragenen Rute, deren weisse Spitze im hohen Gras auch aus der Distanz gut sichtbar bleibt.

Rassemerkmale im Überblick
MerkmalAngabe
FellKurz, dicht, wetterfestes Doppelfell
FarbenMeist dreifarbig (schwarz, loh, weiss); auch loh-weiss, zitronengelb-weiss oder rot-weiss
Schulterhöhe33 bis 41 cm (13 bis 16 in)
Gewicht9 bis 14 kg (20 bis 30 lb)
AugenGross, haselnussbraun oder braun, sanfter Ausdruck

Grössenklassen und Fellfarbe

Innerhalb der Rasse wird oft zwischen zwei Grössenklassen unterschieden: Tiere unter 33 cm (13 in) und solche zwischen 33 und 38 cm (13 bis 15 in) Schulterhöhe, je nach Zuchtverband unterschiedlich gehandhabt. Beim Fell zeigt sich die Rasse pflegeleicht: kurz, eng anliegend und dicht genug, um Nässe und Kälte beim Streifen durchs Unterholz abzuhalten. Dreifarbig gilt als klassische Zeichnung, erlaubt ist aber ein breites Spektrum typischer Laufhundfarben. Welpen mit dreifarbiger Zeichnung hellen mit zunehmendem Alter häufig auf, die genaue Verteilung der Abzeichen bleibt dabei von Hund zu Hund verschieden. Regelmässiges Haaren übers Jahr ist normal, ein aufwendiges Pflegeprogramm braucht die Rasse aber nicht.

Charakter und Wesen

Gesellig, anhänglich und stark von der Nase gesteuert: Der Beagle bindet sich eng an seine Familie, ist aber auch bekannt für Spurversessenheit und Stimmfreude.

Kaum ein Merkmal prägt den Beagle so sehr wie seine Nase. Sobald eine Spur seine Aufmerksamkeit fesselt, kann er Rufe und Kommandos regelrecht ausblenden, was weniger mit Sturheit als mit einem tief sitzenden Arbeitstrieb zu tun hat. Dazu kommt eine ausgeprägte Stimmfreude: Das charakteristische Bellen des Beagles ist unverkennbar, und Alleinsein über längere Zeit verträgt die Rasse nur schlecht, oft mit Bellen, Heulen oder Kauschäden als Folge.

Im Umgang mit Menschen und Artgenossen zeigt sich der Beagle dagegen von seiner besten Seite: anhänglich, kinderfreundlich und selten aggressiv. Die Herkunft aus der Meutejagd macht sich hier positiv bemerkbar, denn die Rasse sucht von sich aus Gesellschaft und kommt mit anderen Hunden meist gut zurecht. Auch mit Katzen, an die er von klein auf gewöhnt wurde, lebt ein Beagle in der Regel friedlich zusammen.

Als Wachhund taugt er dabei kaum: Fremden begegnet er neugierig statt misstrauisch, meldet einen unbekannten Besucher zwar lautstark, begrüsst ihn danach aber meist genauso herzlich wie vertraute Gesichter.

Wesensmerkmale des Beagles (1 = niedrig, 5 = hoch)
EigenschaftAusprägung
Energie4
Anhänglichkeit5
Bellfreude4
Trainierbarkeit3
Fellverlust3

Haltung und Pflege

Rund eine Stunde Bewegung täglich, ein sicherer Zaun, wöchentliche Ohrenkontrolle und viel Gesellschaft, dafür wenig Aufwand beim Fell: So sieht Beagle-Haltung aus.

Bewegung

  • Pro Tag mit rund 60 Minuten Aktivität rechnen, aufgeteilt auf mehrere kürzere Ausgänge statt eines einzigen langen Spaziergangs
  • Genug Zeit zum Schnüffeln einplanen: Fährtenarbeit ist für den Beagle kein Luxus, sondern ein Grundbedürfnis
  • Zusätzliche Kopfarbeit über Futterrätsel, Suchspiele oder Verstecken anbieten
  • Im offenen Gelände an der Leine bleiben oder einen eingezäunten Bereich nutzen, da eine frische Spur den Rückruf zuverlässig übertönt

Fellpflege

  • Wöchentlich ein- bis zweimal bürsten genügt, um loses Haar zu entfernen
  • Baden nur bei sichtbarer Verschmutzung, das kurze Fell entwickelt kaum Eigengeruch
  • Ohren wöchentlich prüfen und reinigen, denn die lang herabhängende Form staut Feuchtigkeit und Ohrenschmalz
  • Krallenpflege alle paar Wochen sowie mehrmals wöchentliches Zähneputzen ergänzen das Pflegeprogramm

Umgebung

Ob Haus oder Wohnung spielt für den Beagle eine untergeordnete Rolle, solange täglich genug Bewegung und Gesellschaft dazukommen. Wichtiger ist ein wirklich sicherer Gartenzaun: Die Rasse gräbt gerne und nutzt jede Lücke unter oder über einem zu niedrigen Zaun, um einer Spur zu folgen. Die Regelung zur Leinenpflicht und zum freien Auslauf ist von Kanton zu Kanton unterschiedlich, insbesondere in Wald- und Wildschutzgebieten lohnt sich vorab ein Blick in die lokalen Vorschriften. Weil die Rasse Gesellschaft braucht und mit langem Alleinsein schlecht zurechtkommt, greifen viele Halterinnen und Halter zu einem zweiten Hund oder organisieren tagsüber Betreuung.

Fütterung

Weil der Beagle stark zu Übergewicht neigt, sind abgemessene Portionen eines altersgerechten Futters entscheidend.

Übergewicht ist beim Beagle das grösste ernährungsbedingte Risiko, denn kaum eine Rasse ist so beharrlich auf der Suche nach Essbarem. Ein vollwertiges, auf Alter, Gewicht und Aktivitätsniveau abgestimmtes Futter bildet die Basis, abgemessen statt frei zugänglich serviert. Futtervorräte und Abfalleimer gehören ausser Reichweite, und als Massstab für die richtige Menge gilt eine von oben sichtbare Taille mit leicht tastbaren Rippen.

Richtwerte zur Fütterung (individuell nach Hund und Futteretikett anpassen)
LebensphaseTagesmengeAnzahl Mahlzeiten
Welpe (2 bis 6 Monate)Etwa 150 bis 280 g, je nach Wachstum3 bis 4
Junghund (6 bis 12 Monate)Etwa 180 bis 250 g2 bis 3
Erwachsen (1 bis 7 Jahre)Etwa 150 bis 220 g2
Senior (ab 8 Jahren)Etwa 130 bis 190 g, kalorienreduziert2

Leckerlis

Beim Training sind Leckerlis ein wirksames Werkzeug, sollten aber höchstens rund zehn Prozent der Tageskalorien ausmachen und entsprechend von der Hauptmahlzeit abgezogen werden. Rüeblistücke oder ungewürztes, gekochtes Gemüse eignen sich als kalorienarme Alternative für eine Rasse, die zur Gewichtszunahme neigt. Zusätzliche Nahrungsergänzung ist bei ausgewogener Fütterung meist unnötig; bei Gelenkspräparaten oder ähnlichen Produkten empfiehlt sich vorab eine Rücksprache mit der Tierärztin oder dem Tierarzt.

Gesundheit

Der Beagle gilt als robuste Rasse mit 12 bis 15 Jahren Lebenserwartung, wobei Übergewicht, Ohrenentzündungen sowie erbliche Augen- und Rückenprobleme im Vordergrund stehen.

Mit einer Lebenserwartung von 12 bis 15 Jahren gilt der Beagle als robuste, generell gesunde Rasse. Die grösste Baustelle bleibt das Gewicht: Weil kaum eine andere Rasse so nahrungsfixiert ist, kippt die Balance leicht in Richtung Übergewicht, was wiederum Gelenke und Rücken zusätzlich belastet. Konsequente Gewichtskontrolle, regelmässige Ohrenpflege und die Wahl einer verantwortungsvollen Zuchtstätte reduzieren die meisten bekannten Risiken deutlich.

Verbreitete Gesundheitsthemen beim Beagle
ErkrankungAnzeichenHinweis
OhrenentzündungenKopfschütteln, Geruch, Rötung, KratzenBedingt durch die langen Hängeohren, wöchentlich kontrollieren
ÜbergewichtGewichtszunahme, keine sichtbare Taille, geringe AusdauerWeitgehend vermeidbar durch Portionskontrolle und Bewegung
Grüner Star und KirschaugeRotes oder trübes Auge, sichtbare Schwellung am AugeAugenerkrankungen bei der Rasse, tierärztliche Abklärung nötig
SchilddrüsenunterfunktionGewichtszunahme, Trägheit, FellveränderungenDiagnose per Bluttest, medikamentös behandelbar
BandscheibenvorfallRückenschmerzen, Sprungunlust, SchwächeHäufiger bei übergewichtigen Hunden

Vorbeugen

  • Gewicht regelmässig kontrollieren und den Hund schlank halten
  • Ohren wöchentlich reinigen und auf Auffälligkeiten prüfen
  • Impfschutz, Entwurmung und Zeckenschutz nicht aus den Augen verlieren
  • Jährliche Vorsorgeuntersuchung einplanen, im Seniorenalter häufiger
  • Beim Kauf auf eine Zuchtstätte achten, die Augen und Hüften der Elterntiere testen lässt

Training und Erziehung

Klug, aber nasengesteuert: Beagle-Training gelingt am besten kurz, spielerisch, futterbasiert und mit besonderem Fokus auf den Rückruf.

Wer in der Schweiz zum ersten Mal einen Hund hält, sollte sich je nach Wohnkanton frühzeitig über einen allfälligen Sachkundenachweis oder Kurs informieren, die Anforderungen unterscheiden sich lokal. Für das Training selbst gilt: Der Beagle ist intelligent und lernt rasch, folgt aber lieber der eigenen Nase als einem Kommando, was leicht als Sturheit missverstanden wird. Belohnung schlägt Korrektur bei dieser Rasse deutlich, und da Futter als Motivator fast immer zieht, lassen sich die meisten Übungen darüber steuern. Kurze, kurzweilige Einheiten halten die Aufmerksamkeit, und ein früher Start zahlt sich aus, weil sich junge Gewohnheiten leichter festigen als alte sich abgewöhnen lassen. Besondere Sorgfalt verdient der Rückruf: Ein Beagle mitten in einer Spur reagiert auf Zurufe oft schlicht nicht, weshalb sich Üben an der Schleppleine ab dem Welpenalter und Leinenpflicht in ungesichertem Gelände auszahlen.

In fünf Schritten zur Grundausbildung

  1. In einer reizarmen Umgebung mit Namensreaktion und Blickkontakt starten
  2. Sitz, Platz und Bleib über kleine Futterportionen aufbauen
  3. Den Rückruf an der Schleppleine trainieren und jede Rückkehr grosszügig belohnen
  4. Lockere Leinenführigkeit ergänzen, Schnüffelpausen als eingebaute Belohnung nutzen
  5. Schwierigkeitsgrad schrittweise steigern, an belebteren und geruchsreicheren Orten üben

Zucht

Voll zuchtreif sind Beagle-Hündinnen laut Empfehlung erst mit rund zwei Jahren, die Tragzeit beträgt etwa 63 Tage, und ein Wurf zählt im Schnitt sechs Welpen.

Geschlechtsreif wird ein Beagle bereits mit sechs bis zwölf Monaten, verantwortungsvolle Zuchtstätten setzen eine Hündin jedoch erst nach der körperlichen und geistigen Reife ein, in der Regel ab etwa zwei Jahren. Gesundheitstests der Elterntiere auf Augen- und Hüfterkrankungen gehören dabei zum Standard, wie ihn auch die Zuchtreglemente der Schweizerischen Kynologischen Gesellschaft (SKG) vorschreiben.

Rund 63 Tage dauert die Tragzeit. Ein Wurf umfasst im Schnitt etwa sechs Welpen, die Spanne reicht aber von einzelnen Welpen bis zu zehn oder mehr, komplikationsfrei verlaufende Geburten sind bei der Rasse aufgrund des moderaten Körperbaus die Regel.

Blind und taub kommen die Welpen zur Welt und sind in den ersten Lebenswochen vollständig von der Mutterhündin abhängig. Nach rund zwei Wochen öffnen sich die Augen, ab der dritten bis vierten Woche beginnt die Umstellung auf feste Nahrung. Die Sozialisierungsphase zwischen der dritten und zwölften Woche prägt den späteren Charakter massgeblich: Sanfter Kontakt zu Menschen, Geräuschen und anderen Tieren in dieser Zeit zahlt sich als selbstsicherer erwachsener Hund aus. Vor der achten Lebenswoche sollten Welpen weder von der Mutterhündin noch von den Wurfgeschwistern getrennt werden.

Zuchtdaten im Überblick
KennzahlWert
TragzeitEtwa 63 Tage
Geschlechtsreife6 bis 12 Monate
Empfohlenes ErstdeckalterAb etwa 2 Jahren
Durchschnittliche WurfgrösseEtwa 6 Welpen (Spanne 1 bis 10 oder mehr)
AbsetzenEtwa 6 bis 8 Wochen
Frühestes Abgabealter8 Wochen

Beagle registrieren und Chip melden in der Schweiz

AMICUS deckt die Meldepflicht ab; das Gratis-Profil von United Pet Club haelt Ihren Hund der Rasse Beagle auch jenseits der Grenze auffindbar.

Einen Hund der Rasse Beagle in der Schweiz registrieren

Wer in der Schweiz mit einem Hund lebt, kennt AMICUS: Chip beim Tierarzt, Meldung in der nationalen Datenbank, bevor der Hund drei Monate alt ist oder den Halter wechselt. So weit das Gesetz, auch fuer Ihren Hund der Rasse Beagle. Was AMICUS nicht leistet, ist ein Eintrag, der im Ausland antwortet; genau dort setzt das Gratis-Profil von United Pet Club an. Registrieren Sie Ihren Hund in ein paar Minuten.

Fuenfzehn Ziffern ohne aktuellen Eintrag nuetzen niemandem. Verknuepfen Sie die Nummer Ihres Hundes der Rasse Beagle gratis mit Ihrer Telefonnummer: United Pet Club akzeptiert jede Chipmarke, verrechnet keine Aktualisierungen und haelt die Karte weltweit abfragbar. Zuerst der Chip, dann das Konto, fertig.

Wie registriere ich einen Hund der Rasse Beagle in der Schweiz?

Eroeffnen Sie gratis ein Konto bei United Pet Club, erfassen Sie die Angaben zu Ihrem Hund samt Foto und speichern Sie. Das Profil bleibt lebenslang gratis und ergaenzt die AMICUS-Meldung des Tierarztes.

Wie melde ich den Chip meines Hundes der Rasse Beagle an?

Erfassen Sie die 15-stellige Chipnummer mit Adresse und Telefonnummer in Ihrem Gratis-Konto. Der Lebenszeitplan nimmt jede Marke an und verrechnet fuer Nachfuehrungen nie etwas.

Ist der Chip fuer einen Beagle in der Schweiz Pflicht?

Ja: Jeder Hund muss gechippt und in AMICUS gemeldet sein, bevor er drei Monate alt ist oder den Halter wechselt. Der United-Pet-Club-Eintrag kommt gratis dazu, damit die Nummer auch im Ausland antwortet.

Was kostet die Registrierung eines Beagle?

Nichts, keinen Rappen. Profil, Chip-Meldung und alle Nachfuehrungen sind im Gratis-Lebenszeitplan enthalten.

Beagle: Fragen und Antworten

Antworten zu Grösse, Wesen, Pflege, Training, Lebenserwartung, Familientauglichkeit, Bellverhalten und den Anschaffungsregeln für den Beagle in der Schweiz.

Wie gross und wie schwer wird ein Beagle?

Ausgewachsen erreicht ein Beagle eine Schulterhöhe von etwa 33 bis 41 cm (13 bis 16 in) und ein Gewicht von rund 9 bis 14 kg (20 bis 30 lb). Manche Verbände unterscheiden zusätzlich zwei Grössenklassen, unter und über 13 Zoll Schulterhöhe.

Wie viel Auslauf braucht ein Beagle?

Rechnen Sie mit rund einer Stunde Aktivität täglich, aufgeteilt auf mehrere Ausgänge mit ausreichend Zeit zum Schnüffeln. Ohne diese Fährtenarbeit wird ein Beagle schnell unausgeglichen.

Eignet sich der Beagle als Familienhund?

Ja, ausgesprochen gut. Beagle sind kinderfreundlich, gesellig und dank ihres Meuteerbes in der Regel gut mit anderen Hunden verträglich.

Wie pflegeintensiv ist das Fell?

Wenig aufwendig: Wöchentliches Bürsten und regelmässige Ohrenkontrollen genügen. Der grössere Aufwand steckt in Bewegung und im konsequenten Rückruftraining, nicht in der Fellpflege.

Bellen Beagle häufig?

Ja, die Rasse gilt als ausgesprochen stimmfreudig mit einem unverwechselbaren Bellen, besonders bei Ankunft von Besuch oder bei längerem Alleinsein. In hellhörigen Mehrfamilienhäusern kann das zum Thema mit den Nachbarn werden.

Wie alt werden Beagle im Schnitt?

Die typische Lebenserwartung liegt bei 12 bis 15 Jahren. Schlankes Gewicht, saubere Ohren und regelmässige tierärztliche Kontrollen wirken sich spürbar auf ein langes, gesundes Leben aus.

Braucht es in der Schweiz eine Bewilligung oder einen Kurs für einen Beagle?

Das regeln die Kantone unterschiedlich: Manche verlangen für Ersthundehalterinnen und Ersthundehalter einen Sachkundenachweis oder einen Kurs, dazu kommt vielerorts eine Meldepflicht bei der Wohngemeinde und die Hundesteuer. Am besten informieren Sie sich vor der Anschaffung direkt bei Ihrer Gemeinde.

Wo findet man seriös gezüchtete Beagle-Welpen?

Der Beagle gehört international zu den beliebtesten Rassen, entsprechend gut ist das Angebot. Achten Sie auf Zuchtstätten, die Augen und Hüften der Elterntiere testen lassen, etwa über einen Verein der Schweizerischen Kynologischen Gesellschaft (SKG), und ziehen Sie auch Tierheime oder Rasse-Rettungsorganisationen in Betracht.

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