
Der Basset Hound ist ein sanfter, gutmütiger Spürhund, bekannt für seine langen Ohren, seine seelenvollen Augen und seinen entspannten Charme.
Wie das Fell des Basset Hound aufgebaut ist und was das für die Pflege bedeutet.
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Der Basset Hound ist ein ruhiger, gutmütiger Laufhund aus Frankreich mit langen Ohren, treuem Blick und entspanntem Wesen.
Der Basset Hound ist ein kurzbeiniger Laufhund, der nahe am Boden gebaut ist, um Wild zu Fuss zu verfolgen. An der Schulter misst er höchstens etwa 38 cm, dabei wirkt der Körper schwer und kompakt: Erwachsene Tiere bringen meist 18 bis 29 kg auf die Waage. Die langen Ohren, die lose Haut und die leicht hängenden Augen verleihen dem Hund seinen bekannten, fast wehmütigen Ausdruck, der so gar nicht zu seinem ruhigen, freundlichen Charakter passt.
Als Laufhund verfügt der Basset über eine der feinsten Nasen unter den Hunderassen, nur der Bloodhound übertrifft ihn im Geruchssinn. Man geht davon aus, dass die langen Ohren und die Hautfalten dabei helfen, Duftpartikel nahe an der Nase zu halten. Heute lebt der Basset Hound meist als Familienhund und nicht mehr als Arbeitshund, doch die Zucht auf Fährtenarbeit prägt sein Verhalten bis heute: Er folgt seiner Nase, geht sein eigenes Tempo und lässt sich beim Rückruf gerne Zeit.
Geduldig und tolerant, wie er ist, eignet sich der Basset gut für einen belebten Haushalt. Dieselbe Eigenständigkeit, die ihn zum Jagen befähigte, zeigt sich zu Hause mitunter als Sturheit, weshalb die Erziehung Konsequenz und Geduld verlangt.
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Herkunft | Frankreich |
| Grösse | Mittelgross (bis 38 cm, 18 bis 29 kg) |
| Lebenserwartung | 12 bis 13 Jahre |
| Gruppe/Rolle | Laufhund, Familienhund |
| Verträglich mit | Kindern, anderen Hunden, Familien |
Der Basset Hound passt zu Haltern, die einen ruhigen, anhänglichen Hund suchen und ein langsameres Tempo akzeptieren können. Er versteht sich gut mit Kindern und anderen Haustieren und kommt auch in einer Wohnung zurecht, sofern er täglich Auslauf bekommt. Für alle, die einen zuverlässigen Rückruf ohne Leine oder einen Jogging-Partner suchen, ist die Rasse weniger geeignet: Die kurzen Beine, der schwere Körperbau und die feine Nase ziehen den Hund immer wieder zu Duftspuren am Boden. Wer sich für einen Basset entscheidet, sollte zudem mit etwas Sabber, Haarausfall und einem tiefen Bellen oder Heulen rechnen.
Der Basset Hound entstand in Frankreich aus kurzbeinigen Laufhunden für die Jagd zu Fuss und wurde später in Grossbritannien zur heutigen Rasse verfeinert.
Die Wurzeln des Basset Hound liegen in Frankreich, wo man kurzbeinige Laufhunde für die Jagd zu Fuss hielt. Der Name geht auf das französische Wort bas zurück, was tief oder niedrig bedeutet, und bezieht sich auf die geringe Körperhöhe des Hundes. Jäger wollten einen langsamen, gründlichen Fährtenhund, dem man ohne Pferd folgen konnte, der niedrige Körperbau erlaubte es dem Hund, sich durch dichtes Unterholz zu arbeiten und dabei nah an der Spur zu bleiben.
Schriftliche Hinweise auf kurzbeinige Laufhunde in Frankreich reichen bis ins 16. Jahrhundert zurück, und der Typ wurde mit der Arbeit französischer Klöster und Jagdgüter in Verbindung gebracht. Diese frühen Hunde spürten Kaninchen, Hasen und anderes Kleinwild auf, in einem gleichmässigen Tempo, dem der Jäger zu Fuss folgen konnte.
In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts gelangte der Basset Hound nach Grossbritannien, wo Züchter Erscheinungsbild und Wesen der Rasse vereinheitlichten. Britische und französische Linien wurden gekreuzt, und die Rasse gewann bei Jagd- und Ausstellungsliebhabern an Beliebtheit. In derselben Zeit kam der Basset auch in die Vereinigten Staaten.
Im Laufe des 20. Jahrhunderts wurde der Basset Hound zunehmend als Begleithund gehalten statt als Arbeitshund, begünstigt durch sein ruhiges Wesen und sein unverwechselbares Äusseres. Als Laufhund ist er weiterhin anerkannt, und seine Fährtenfähigkeit wird bei Prüfungen und in der Feldarbeit nach wie vor geschätzt. In der Schweiz vertritt die Schweizerische Kynologische Gesellschaft (SKG) die Rassehunde als nationaler Dachverband, in dessen Rahmen auch Basset-Züchter und -Halter organisiert sind.
Der Basset Hound ist lang, niedrig und schwer gebaut, mit sehr langen Ohren, loser Haut, hängenden Augen und kurzem, dichtem Fell in typischen Laufhundfarben.
Der Basset Hound ist länger als hoch, mit tiefer Brust, kräftigem Knochenbau und kurzen, stämmigen Beinen. Trotz der bescheidenen Schulterhöhe bringt der kompakte Körper einiges an Gewicht und Substanz mit. Der Kopf ist gross, mit gewölbtem Schädel, langen Hängeohren, die über die Nasenspitze hinausreichen, und loser Haut, die über der Stirn Falten bildet. Die Augen hängen leicht und verleihen dem Blick einen sanften, fast wehmütigen Ausdruck. Die Rute wird mit einer leichten Krümmung aufwärts getragen.
| Merkmal | Standard |
|---|---|
| Grösse | Bis 38 cm Schulterhöhe |
| Gewicht | 18 bis 29 kg |
| Fell | Kurz, glatt, dicht, wetterbeständig |
| Farben | Dreifarbig, schwarz-weiss, gelb-weiss, rot-weiss |
| Augen | Braun, sanft und leicht eingesunken, milde hängende Unterlider |
Das Fell ist kurz, glatt und fest genug, um im Feld Wasser abzuweisen und Dornen standzuhalten. Es liegt eng am Körper an und braucht kaum Schnitt. Am häufigsten zeigt sich die klassische Laufhund-Dreifarbe aus Schwarz, Weiss und Loh, daneben kommen auch Schwarz-Weiss, Gelb-Weiss und Rot-Weiss vor. Grundsätzlich wird jede anerkannte Laufhundfarbe akzeptiert. Die Haut ist auffallend locker und elastisch, was dem typischen Faltenbild an Kopf, Hals und Beinen zusätzlich Ausdruck verleiht.
Der Basset Hound ist sanft, anhänglich und gutmütig, freundlich zu Menschen und Artgenossen, dabei eigenständig und oft stur.
Der Basset Hound ist ruhig, anhänglich und unkompliziert im Umgang. Er bindet sich eng an seine Familie und zeigt sich geduldig gegenüber Kindern, deshalb ist er ein verlässlicher Begleiter im Alltag. Fremden gegenüber verhält sich die Rasse meist freundlich statt misstrauisch, als Wachhund im eigentlichen Sinn taugt er daher wenig, auch wenn sein tiefes Bellen und Heulen Besuch durchaus ankündigt.
Der Basset kommt in der Regel gut mit anderen Hunden aus und, wenn gemeinsam aufgezogen, auch mit Katzen und anderen Haustieren. Seine Herkunft aus der Meutejagd macht ihn gesellig, lange Stunden allein mag er nicht. Bleibt ein Basset über längere Zeit isoliert, kann er sich langweilen oder ängstlich werden.
Dieselbe Eigenständigkeit, die den Basset einst zum guten Jäger werden liess, zeigt sich zu Hause oft als Sturheit. Ein Basset auf einer Fährte ignoriert Kommandos, bis die Spur endet, und lässt sich leicht ablenken. Halter beschreiben die Rasse als gutmütig und gelassen, aber eigenwillig. Geduld und feste Routinen wirken besser als Druck.
| Merkmal | Bewertung |
|---|---|
| Anhänglichkeit | 5 |
| Energie | 2 |
| Erziehbarkeit | 2 |
| Lautstärke | 4 |
| Fellwechsel | 3 |
Der Basset Hound braucht regelmässige Ohren- und Hautfaltenpflege, mässige Bewegung und Gewichtskontrolle, das Fell selbst ist pflegeleicht.
Die Pflege des Basset Hound ist im Mittel überschaubar, doch die langen Ohren und Hautfalten verlangen regelmässige Kontrolle, sonst drohen Entzündungen. Das kurze Fell haart stetig und profitiert von wöchentlichem Bürsten.
Der Basset Hound kommt sowohl in der Wohnung als auch im Haus zurecht, sofern er täglich Auslauf und Gesellschaft bekommt. Kurze Beine und langer Rücken machen Treppen und hohe Möbel zum Risiko, Rampen oder kleine Stufen entlasten die Wirbelsäule. Mit dem Klima kommt die Rasse grundsätzlich zurecht, grosse Hitze verträgt sie hingegen schlecht. Da Bassets stark auf Gerüche fixiert und nicht schnell sind, braucht es einen sicheren Garten oder eine Leine, damit sie einer Spur nicht einfach folgen und weglaufen.
Der Basset Hound braucht eine abgemessene Vollnahrung und strikte Portionskontrolle, da die Rasse leicht zunimmt und Übergewicht Rücken und Gelenke belastet.
Der Basset Hound sollte ein vollwertiges, ausgewogenes Futter erhalten, das zu Alter und Grösse passt. Weil er verfressen und dabei wenig aktiv ist, neigt die Rasse zu Übergewicht, und zusätzliche Kilos belasten den langen Rücken und die kurzen Beine erheblich. Statt frei zur Verfügung zu füttern, sollten die Mahlzeiten abgemessen und an eine schlanke, sichtbare Taille angepasst werden. Frisches Wasser sollte jederzeit bereitstehen.
| Lebensphase | Menge pro Tag | Mahlzeiten |
|---|---|---|
| Welpe (2 bis 6 Monate) | 1.5 bis 2.5 Tassen | 3 bis 4 |
| Welpe (6 bis 12 Monate) | 2 bis 3 Tassen | 2 bis 3 |
| Erwachsen | 1.5 bis 2.5 Tassen | 2 |
| Senior | 1.5 bis 2 Tassen | 2 |
Leckerli sollten höchstens etwa 10 Prozent der Tagesration ausmachen und von der Futtermenge abgezogen werden, damit der Hund nicht zunimmt. Für das Training eignen sich kleine, kalorienarme Leckerli. Gelenkpräparate mit Glucosamin und Omega-3-Fettsäuren können Rücken und Gelenke unterstützen, sollten aber nur nach Rücksprache mit einer Tierärztin oder einem Tierarzt eingesetzt werden.
Der Basset Hound wird etwa 12 bis 13 Jahre alt und neigt zu Ohrenentzündungen, Rücken- und Gelenkproblemen, Magendrehung und Übergewicht.
Der Basset Hound wird im Schnitt 12 bis 13 Jahre alt. Insgesamt gilt die Rasse als robust, doch ihr besonderer Körperbau bringt eigene Risiken mit sich. Der lange Rücken und der schwere Körper belasten die Wirbelsäule, die tiefe Brust erhöht das Risiko einer Magendrehung, und die langen Ohren samt Hautfalten neigen zu Entzündungen. Den Hund auf einem gesunden Gewicht zu halten, ist eine der wirksamsten Massnahmen gegen gesundheitliche Probleme.
| Erkrankung | Anzeichen | Hinweis |
|---|---|---|
| Ohrenentzündungen | Kopfschütteln, Geruch, Kratzen, Ausfluss | Lange Ohren stauen Feuchtigkeit; wöchentliche Reinigung nötig |
| Bandscheibenvorfall | Rückenschmerzen, Schwäche, Bewegungsunlust | Hängt mit dem langen Rücken zusammen; Springen vermeiden |
| Magendrehung | Geblähter Bauch, Würgen, Unruhe | Tiefbrüstige Rassen betroffen; medizinischer Notfall |
| Hüft- und Ellbogendysplasie | Hinken, Steifheit, weniger Aktivität | Vererbte Gelenkfehlbildung |
| Übergewicht | Zu hohes Gewicht, keine sichtbare Taille | Verstärkt Rücken- und Gelenkbelastung |
| Grüner Star und andere Augenprobleme | Trübung, Rötung, Blinzeln | Hängende Lider können Reizstoffe einschliessen |
Der Basset Hound ist klug, aber eigenständig und stur, deshalb setzt die Erziehung auf Geduld, kurze Einheiten und Belohnung mit Futter.
Der Basset Hound ist intelligent, wurde aber darauf gezüchtet, selbständig zu arbeiten, und lässt sich deshalb nicht so leicht führen wie handlerorientierte Rassen. Er kann stur sein und lässt sich von Gerüchen schnell ablenken, harte Korrekturen bewirken eher, dass er sich verschliesst, statt zu gehorchen. Kurze, fröhliche Einheiten mit Futterbelohnung funktionieren am besten, da die Rasse sehr futtermotiviert ist. Der Rückruf ist eine besondere Herausforderung: Hat sich ein Basset einmal in eine Fährte verbissen, ignoriert er Kommandos, weshalb Leinenführung und ein sicher eingezäunter Garten unverzichtbar sind. Frühe, kontinuierliche Sozialisierung hilft dem Hund, selbstsicher und freundlich zu bleiben.
Basset Hounds werden mit etwa ein bis zwei Jahren geschlechtsreif, die Trächtigkeit dauert rund 63 Tage, Würfe umfassen meist 6 bis 8 Welpen.
Basset Hounds werden zwischen etwa 6 und 12 Monaten geschlechtsreif, verantwortungsvolle Züchterinnen und Züchter warten jedoch, bis der Hund körperlich und geistig ausgereift ist, meist mit 18 bis 24 Monaten, bevor sie ihn zur Zucht einsetzen. Angesichts der bekannten Risiken für Wirbelsäule, Hüfte und Augen ist eine Gesundheitsuntersuchung vor der Verpaarung wichtig, Zuchttiere sollten auf Hüft- und Ellbogendysplasie sowie Augenerkrankungen untersucht sein.
Die Trächtigkeit dauert etwa 63 Tage. Die Würfe fallen oft mittelgross bis gross aus, meist 6 bis 8 Welpen, die Grösse schwankt jedoch. Wegen des schweren Körperbaus und der grossen Köpfe sollte die Geburt beobachtet werden, im Zweifel muss eine Tierärztin oder ein Tierarzt eingreifen können.
Neugeborene Welpen sind blind, taub und in den ersten Wochen vollständig auf die Mutter angewiesen. Die Augen öffnen sich nach rund zwei Wochen, das Abstillen beginnt gegen die vierte Woche. Frühes Handling und behutsame Gewöhnung an Bilder, Geräusche und Menschen von klein auf legen den Grundstein für das ruhige, freundliche Wesen, für das die Rasse bekannt ist. Welpen ziehen meist ab der achten Woche in ihr neues Zuhause, sobald sie abgestillt und an die Sozialisierung gewöhnt sind.
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Geschlechtsreife | 6 bis 12 Monate |
| Empfohlenes Zuchtalter | 18 bis 24 Monate |
| Trächtigkeit | Etwa 63 Tage |
| Durchschnittliche Wurfgrösse | 6 bis 8 Welpen |
| Augen öffnen sich | Etwa 14 Tage |
| Abstillen | Etwa 4 bis 7 Wochen |
| Abgabealter | Ab 8 Wochen |
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Antworten auf häufige Fragen zu Grösse, Wesen, Pflegeaufwand, Lebenserwartung, Eignung und Verfügbarkeit des Basset Hound.
Der Basset Hound zählt zu den mittelgrossen Rassen. An der Schulter misst er höchstens etwa 38 cm, ist dabei aber schwer gebaut, sodass erwachsene Tiere trotz der kurzen Beine meist 18 bis 29 kg wiegen.
Die Rasse gilt als sanft, treu und gutmütig. Bassets sind anhänglich zur Familie, freundlich zu Fremden und anderen Haustieren und zu Hause gelassen, ihre eigenständige Ader macht sie jedoch stur.
Der Aufwand ist mittel. Das Fell braucht kaum Pflege, doch die langen Ohren und Hautfalten müssen wöchentlich gereinigt werden, um Entzündungen zu vermeiden, und die Fütterung erfordert strikte Portionskontrolle, weil die Rasse leicht zunimmt.
Ein Basset Hound wird im Schnitt 12 bis 13 Jahre alt. Ein schlankes Gewicht und der Schutz des langen Rückens vor Sprüngen tragen zu einem langen, gesunden Leben bei.
Ja. Die Rasse ist geduldig und tolerant gegenüber Kindern und kommt dank ihrer Herkunft aus der Meutejagd meist auch mit anderen Hunden sowie mit Katzen, mit denen sie aufwächst, gut aus.
Er ist klug, aber eigenständig und lässt sich leicht von Gerüchen ablenken, deshalb braucht die Erziehung mehr Geduld als bei vielen anderen Rassen. Kurze, futterbasierte Einheiten wirken am besten, und der Rückruf bleibt eine bekannte Schwachstelle.
Basset Hounds sind bei seriösen Züchterinnen und Züchtern erhältlich, die ihre Hunde gesundheitlich testen lassen, daneben vermitteln auch rassespezifische Auffangstationen und Tierheime die Rasse. Beim Kauf eines Welpen lohnt es sich, nach Hüft-, Ellbogen- und Augenbefunden zu fragen. In der Schweiz ist zudem in mehreren Kantonen ein obligatorischer Hundekurs für neue Halterinnen und Halter vorgeschrieben, was bei der Planung berücksichtigt werden sollte.