
Der Australian Shepherd ist ein intelligenter, energiegeladener Hütehund, bekannt für seine Vielseitigkeit, seinen Arbeitseifer und seine treue Hingabe.
Wie das Fell des Australian Shepherd aufgebaut ist und was das für die Pflege bedeutet.
Kritisch: Ein Australian Shepherd sollte nicht geschoren werden.
Die Unterwolle hält Hitze ebenso ab wie Kälte, und das Deckhaar schützt die Haut vor Sonne und Insektenstichen. Wird das ganze Fell abgeschoren, fällt beides weg. Es wächst oft lückenhaft, weich oder in anderer Farbe nach, und bei manchen Tieren kehrt das Deckhaar nie richtig zurück. Bürsten Sie die Unterwolle aus, statt sie abzuschneiden.
Vorsicht: Das Fell eines Australian Shepherd verfilzt leicht.
Feines oder langes Haar verknotet unsichtbar am Fellgrund, wo sich die Filzknoten zusammenziehen und an der Haut ziehen. Gebürstet werden muss abschnittsweise bis auf die Haut, nicht nur an der Oberfläche.
Hinweis: Ein Australian Shepherd stößt seine Unterwolle in starken Schüben ab.
Die Unterwolle löst sich über einige Wochen in starken Schüben. Ein Unterwollharke oder ein Bad mit anschließendem gründlichem Föhnen entfernt sie weit schneller als tägliches Bürsten. Das Fell kurz zu scheren ist dafür keine Abkürzung.
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Der Australian Shepherd ist ein mittelgrosser Hütehund aus den USA, geschätzt für Intelligenz, Arbeitswillen und die enge Bindung an seine Bezugsperson.
Der Australian Shepherd ist ein mittelgrosser Arbeitshund, gezüchtet, um Vieh über weite, offene Weideflächen zu treiben. Trotz seines Namens entstand die Rasse im Westen der Vereinigten Staaten, nicht in Australien. Er gehört zu den fähigsten Hütehunden, die Ranchern zur Verfügung stehen, und ist bis heute im Hundesport beliebt.
Die Rasse ist auf Ausdauer gebaut, nicht auf Masse. Ein ausgewachsener Hund wiegt üblicherweise zwischen 18 und 32 Kilogramm und trägt ein wetterfestes Doppelfell. Der Aussie ist aufmerksam, lernt schnell und ist am glücklichsten, wenn er eine Aufgabe hat, sei es Hüten, Agility, Sucharbeit oder ein strukturiertes tägliches Training mit seiner Bezugsperson.
Dieser Hund baut eine starke Bindung zu seiner Familie auf. Er hängt meist an einem einzigen Haushalt und kann Fremden gegenüber zurückhaltend sein, bis er sie eingeschätzt hat. Halterinnen und Halter beschreiben die Rasse als treu, ausdauernd und sehr aufnahmefähig im Training.
| Merkmal | Detail |
|---|---|
| Herkunft | Vereinigte Staaten |
| Grösse | Mittelgross |
| Lebenserwartung | 12 bis 15 Jahre |
| Gruppe / Rolle | Hütehund |
| Geeignet für | Aktive Familien, erfahrene Halterinnen und Halter, andere Hunde bei guter Sozialisierung |
Der Australian Shepherd passt zu Menschen, die täglich für körperliche Bewegung und geistige Beschäftigung sorgen können. Er kommt gut zurecht mit Läufern, Wanderern, Landwirten und Haushalten, die sich auf Training und Hundesport einlassen. Für ruhige Haushalte oder Halterinnen und Halter, die lange abwesend sind, eignet er sich schlecht: Ein zu wenig ausgelasteter Aussie entwickelt häufig destruktives oder ängstliches Verhalten.
Der Australian Shepherd wurde im 19. und 20. Jahrhundert von Ranchern im Westen der USA entwickelt, der Rassestandard folgte im 20. Jahrhundert.
Der Name der Rasse ist irreführend. Der Australian Shepherd wurde im Westen der Vereinigten Staaten entwickelt, und seine Arbeitslinie geht auf eine Mischung europäischer Hütehunde zurück, die Schäfer und Viehtreiber im 19. Jahrhundert nach Westen mitbrachten.
Eine verbreitete Erklärung verbindet den Namen mit Schafherden, die im 19. Jahrhundert aus Australien nach Nordamerika eingeführt wurden. Hunde, die mit diesen Herden arbeiteten, übernahmen die Bezeichnung, und sie blieb haften, obwohl die Rasse ihre heutige Form erst auf amerikanischen Ranches annahm.
Im frühen und mittleren 20. Jahrhundert züchteten Rancher in Kalifornien und den westlichen Bundesstaaten diese Hunde nach Arbeitsfähigkeit, nicht nach Aussehen. Ausdauer, Folgsamkeit und Hütetrieb waren die Eigenschaften, auf die es ankam. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Rasse einem breiteren Publikum bekannt, begünstigt durch Auftritte bei Rodeos und die wachsende Verbreitung der Westernreitkultur.
In den USA bildeten sich ab den 1950er Jahren Rassezuchtvereine, und 1991 erkannte der American Kennel Club (AKC) den Australian Shepherd offiziell an. Viele Linien stammen bis heute von bewährten Arbeitshunden ab, weshalb Arbeitswille und Hütetrieb in der Rasse insgesamt stark ausgeprägt bleiben.
Der Australian Shepherd ist mittelgross und ausgewogen gebaut, mit wetterfestem Doppelfell in Schwarz, Blue Merle, Rot oder Red Merle, oft weiss abgezeichnet.
Der Rassestandard, wie ihn die Schweizerische Kynologische Gesellschaft (SKG) führt, beschreibt den Australian Shepherd als einen Hund, der etwas länger als hoch ist, mit gerader Rückenlinie und einem Körperbau, der auf Wendigkeit und Ausdauer ausgelegt ist. Der Kopf ist klar geschnitten und kräftig, die Ohren sind dreieckig und hoch angesetzt, der Ausdruck ist aufmerksam. Manche Aussies kommen mit einem natürlichen Stummelschwanz zur Welt, andere haben eine volle Rute.
Das Fell ist mittellang, wetterfest und doppelt aufgebaut, mit einem gröberen Deckhaar über einer weicheren Unterwolle. An Kopf und Vorderseite der Läufe ist das Haar kürzer, hinter den Läufen und rund um den Hals länger.
| Merkmal | Detail |
|---|---|
| Widerristhöhe | Rüden 51 bis 58 cm; Hündinnen 46 bis 53 cm |
| Gewicht | Rüden 23 bis 32 kg; Hündinnen 18 bis 25 kg |
| Fell | Mittellanges, wetterfestes Doppelfell |
| Farben | Schwarz, Blue Merle, Rot und Red Merle, oft mit weissen und lohfarbenen Abzeichen |
| Augen | Braun, Blau, Bernstein oder eine Kombination davon, einschliesslich marmorierter Augen |
Die vier anerkannten Grundfarben sind Schwarz, Blue Merle, Rot und Red Merle. Bei allen können weisse Abzeichen und kupfer- oder lohfarbene Punkte auftreten. Das Merle-Muster erzeugt gesprenkelte Flecken auf hellerem Grund. Zwei Merle-Hunde sollten nicht miteinander verpaart werden, weil die Doppel-Merle-Kombination mit Hör- und Sehschäden verbunden ist. Die Augenfarbe variiert stark, und ein einzelner Hund kann zwei unterschiedlich gefärbte Augen haben.
Der Australian Shepherd ist loyal, intelligent und temperamentvoll: seiner Familie zugetan, Fremden gegenüber oft zurückhaltend und mit ausgeprägtem Hütetrieb.
Der Australian Shepherd ist ein denkender Hund. Er lernt schnell, liest seine Bezugsperson genau und sucht sich Aufgaben. Bei seiner eigenen Familie ist er anhänglich und ausgeglichen. Fremden gegenüber ist er oft wachsam und hält sich zurück, bis er die Situation als sicher einschätzt, weshalb frühe Sozialisierung wichtig ist.
Der Hütetrieb bleibt auch im reinen Familienhaushalt aktiv. Ein Aussie versucht mitunter, rennende Kinder, andere Hunde oder sich bewegende Gegenstände durch Umkreisen und Anstupsen zusammenzutreiben. Das ist normales Verhalten und lässt sich durch Training umlenken. Die Rasse kommt in der Regel gut mit anderen Hunden aus, auch mit Haustieren, mit denen sie aufwächst, auch wenn ihr ausgeprägter Trieb bedeutet, dass kleine Tiere eine Jagd auslösen können.
Das ist eine Rasse mit hohem Energielevel. Langeweile ist die Hauptursache für Problemverhalten. Ein Aussie, der zu wenig Bewegung und geistige Beschäftigung bekommt, bellt, gräbt, kaut oder wird ängstlich. Mit einer Aufgabe und konsequenter Führung ist er ruhig, verlässlich und eng mit seinen Menschen verbunden.
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Zuneigung | 5 |
| Energie | 5 |
| Trainierbarkeit | 5 |
| Lautstärke | 3 |
| Fellverlust | 4 |
Der Australian Shepherd braucht regelmässiges Bürsten für sein Doppelfell sowie viel tägliche Bewegung und geistige Beschäftigung, um ausgeglichen zu bleiben.
Der Australian Shepherd fühlt sich am wohlsten in einem Zuhause mit sicherem Aussenbereich und einem aktiven Haushalt. Kleinere Wohnräume verträgt er nur, wenn sein Bewegungsbedarf vollständig gedeckt wird. Das wetterfeste Fell kommt gut mit Kälte zurecht, bei Hitze braucht der Hund trotzdem Schatten und Wasser.
Der Australian Shepherd braucht eine ausgewogene Ernährung passend zu seinem hohen Aktivitätslevel, mit Portionen nach Lebensphase und Arbeitspensum.
Der Australian Shepherd ist eine aktive Rasse, und seine Ernährung sollte anhaltende Energie liefern, ohne zu Übergewicht zu führen. Ein vollwertiges Hundefutter mit hochwertigem tierischem Protein passt für die meisten Aussies. Arbeitshunde und Hunde im intensiven Training brauchen mehr Kalorien als Hunde mit wenig Bewegung, weshalb sich die Portionen am tatsächlichen Arbeitspensum orientieren sollten, nicht an einer festen Menge.
Füttern Sie erwachsene Hunde zweimal täglich statt einer grossen Mahlzeit. Aufgeteilte Fütterung sorgt für gleichmässigere Energie und senkt bei tiefbrüstigen Hunden das Risiko einer Magendrehung. Sorgen Sie jederzeit für frisches Wasser, besonders nach dem Training.
| Lebensphase | Menge pro Tag | Mahlzeiten |
|---|---|---|
| Welpe (2 bis 6 Monate) | Gemäss Angaben auf der Verpackung, angepasst an das Wachstum | 3 bis 4 |
| Junghund (6 bis 12 Monate) | Etwa 250 bis 350 g Trockenfutter | 2 bis 3 |
| Erwachsen (ab 1 Jahr) | Etwa 200 bis 350 g Trockenfutter | 2 |
| Senior | Etwas reduziert, Gewicht im Blick behalten | 2 |
Setzen Sie Leckerlis massvoll ein und rechnen Sie sie zur Tageskalorienmenge, um Übergewicht zu vermeiden. Die meisten Australian Shepherds brauchen bei vollwertiger Ernährung keine Nahrungsergänzung. Halterinnen und Halter von Arbeitshunden geben manchmal Omega-3-Öle für Fell und Gelenke dazu, doch Nahrungsergänzungsmittel sollten zuerst mit einer Tierärztin oder einem Tierarzt besprochen werden.
Der Australian Shepherd gilt als robust mit 12 bis 15 Jahren Lebenserwartung, neigt aber zu Hüftdysplasie, Augenerkrankungen und MDR1-Problemen.
Der Australian Shepherd ist eine robuste Rasse mit einer typischen Lebenserwartung von 12 bis 15 Jahren. Verantwortungsvolle Zucht und Gesundheitschecks haben die meisten Linien gesund gehalten, doch die Rasse trägt einige erbliche Risiken, die Halterinnen und Halter kennen sollten. Besonders wichtig ist die MDR1-Genmutation, die manche Aussies empfindlich auf bestimmte gängige Medikamente macht. Ein Gentest identifiziert betroffene Hunde, damit die Tierärztin oder der Tierarzt die Medikamentenwahl anpassen kann.
| Erkrankung | Anzeichen | Hinweis |
|---|---|---|
| Hüftdysplasie | Steifheit, Hinken, Zurückhaltung beim Springen | Zuchttiere untersuchen lassen; Gewicht im Griff behalten |
| Collie Eye Anomaly (CEA) | Oft keine; wird bei der Augenuntersuchung festgestellt | Erblich; vor der Zucht testen |
| Katarakt (Grauer Star) | Getrübtes Auge, eingeschränktes Sehvermögen | Kann eine Operation erfordern |
| Epilepsie | Krampfanfälle | Mit tierärztlicher Betreuung behandelbar |
| MDR1-Medikamentenempfindlichkeit | Schwere Reaktion auf bestimmte Medikamente | Gentest; jede Tierärztin und jeden Tierarzt informieren |
Der Australian Shepherd zählt zu den leichtesten erziehbaren Rassen: Er lernt schnell und glänzt in Gehorsam, Hüten und Hundesport bei konsequentem Training.
Der Australian Shepherd gehört zu den am leichtesten trainierbaren Rassen. Er lernt Kommandos schnell, behält sie gut und hat sichtlich Freude daran. Diese Intelligenz hat aber auch eine Kehrseite: Ein untrainierter oder gelangweilter Aussie erfindet sich eigene Beschäftigungen, oft destruktive. Konsequentes Training von Welpenalter an lenkt den Arbeitswillen der Rasse in nützliche Bahnen. Wer in der Schweiz zum ersten Mal einen Hund hält, sollte sich zudem frühzeitig bei der Wohngemeinde nach einem Kurs oder einer Sachkundeprüfung für Ersthundehalterinnen und Ersthundehalter erkundigen, denn ein so wendiger, triebstarker Hund wie der Aussie ist für Einsteiger anspruchsvoll.
Frühe Sozialisierung ist wichtig, weil die Rasse Fremden gegenüber misstrauisch sein kann. Setzen Sie Welpen schon jung neuen Menschen, Orten und anderen Tieren aus. Gehen Sie den Hütetrieb früh an, indem Sie dem Hund beibringen, was er jagen oder zusammentreiben darf und was nicht.
Australian Shepherds erreichen die Zuchtreife mit ein bis zwei Jahren, bekommen Würfe von sechs bis sieben Welpen und brauchen Gesundheitstests vorab.
Verantwortungsvolle Zucht von Australian Shepherds beruht auf Gesundheitstests und sorgfältiger Verpaarung. Hündinnen werden meist erst gedeckt, wenn sie körperlich und geistig ausgereift sind, in der Regel nach dem ersten oder zweiten Lebensjahr. Zuchttiere sollten auf Hüftdysplasie, Augenerkrankungen und die MDR1-Mutation untersucht werden, wie es die Zuchtreglemente der Schweizerischen Kynologischen Gesellschaft (SKG) für anerkannte Rassen vorsehen.
Eine zentrale Regel für die Rasse lautet, Merle-zu-Merle-Verpaarungen zu vermeiden. Die Kreuzung zweier Merle-Hunde erzeugt Doppel-Merle-Nachkommen mit einem hohen Risiko für Taubheit und Blindheit. Die Verpaarung eines Merle-Hundes mit einem einfarbigen Hund verhindert dieses Ergebnis.
Die Tragzeit dauert etwa 63 Tage. Würfe umfassen meist sechs bis sieben Welpen, wobei die Grösse schwankt. Welpen werden mit etwa sieben bis acht Wochen entwöhnt, und der sanfte Umgang und die Sozialisierung in dieser Zeit prägen das Wesen des erwachsenen Hundes. Manche Welpen kommen mit einem natürlichen Stummelschwanz zur Welt, was für die Rasse normal ist.
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Zuchtreife | 1 bis 2 Jahre |
| Tragzeit | Etwa 63 Tage |
| Durchschnittliche Wurfgrösse | 6 bis 7 Welpen |
| Absetzalter | 7 bis 8 Wochen |
| Wichtigste Regel | Nie Merle mit Merle verpaaren |
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Häufige Fragen zu Grösse, Wesen, Pflegebedarf, Lebenserwartung, Familientauglichkeit und Verfügbarkeit von Australian-Shepherd-Welpen in der Schweiz.
Er ist ein mittelgrosser Hund. Rüden erreichen eine Widerristhöhe von etwa 51 bis 58 cm und wiegen 23 bis 32 kg, Hündinnen sind mit 46 bis 53 cm und 18 bis 25 kg etwas kleiner.
Aussies sind loyal, intelligent und temperamentvoll. Sie binden sich eng an ihre Familie, sind Fremden gegenüber oft zurückhaltend und haben einen starken Hütetrieb, der ein Ventil braucht.
Aufwendig ist vor allem die Bewegung und Beschäftigung, weniger die Fellpflege. Sie brauchen täglich 1 bis 2 Stunden Aktivität und geistige Beschäftigung sowie wöchentliches Bürsten. Für bewegungsarme Haushalte sind sie nicht geeignet.
Die typische Lebenserwartung liegt bei 12 bis 15 Jahren, vorausgesetzt der Hund erhält gute Pflege, regelmässige tierärztliche Kontrollen und wird auf einem gesunden Gewicht gehalten.
Ja, in aktiven Familien, die ihren Bewegungsbedarf decken können. Sie sind anhänglich und gut trainierbar, auch wenn ihr Hütetrieb dazu führen kann, dass sie kleine Kinder zusammentreiben wollen, was sich mit Training in den Griff bekommen lässt.
Ja. Das Doppelfell haart das ganze Jahr über und besonders stark während des Fellwechsels im Frühling und Herbst. Regelmässiges Bürsten hält den Haarausfall in Grenzen.
Sie sind eine beliebte Rasse und bei seriösen Züchterinnen und Züchtern sowie in Tierheimen gut verfügbar. Achten Sie auf Züchterinnen und Züchter, die auf Hüfte, Augen und die MDR1-Mutation testen lassen.